MM_Japanische-Lebensweisheit
Zu den Kommentaren
23. Februar 2006, 16:13 Uhr, Geschrieben von Miriam Meckel

Wir Simultanten

Unsere Kommunikation verändert sich fortwährend. Technisch hochentwickelte Geräte (gadgets) bieten uns die Möglichkeit, immer und überall zu kommunizieren. Wir stehen im Dauerkontakt mit Freunden und der Familie, vor allem aber ermöglichen die neuen Technologien und Endgeräte der Mobilkommunikation es, im Berufsleben zu jedem Zeitpunkt und von jedem Ort aus die an uns herangetragenen Anforderungen aufzugreifen und kommunikativ zu bewältigen.

Längst haben wir es mit einem neuen Kommunikationstypus zu tun, der ‚Oyayubi sadai‘ (‚the thumb generation‘), die zunächst in Japan und dann in vielen anderen Ländern über SMS kommuniziert. Nun erreichen wir wieder eine neue Qualitätsstufe: durch Mobile Mail und Mobile Messaging.

Zur Bewältigung des informationellen und kommunikativen Inputs müssen die Nutzer die Fähigkeit zum Multitasking bzw. zur simultanen Bearbeitung unterschiedlicher Aufgaben entwickeln. Telefonieren, das Verschicken von SMS, die Bearbeitung von Mails am Laptop und die Bearbeitung von Mails und Dateien unabhängig von Ort und Zeit über den Blackberry stellen hohe Anforderungen an die kognitiven und kommunikativen Kapazitäten des Individuums. Der Mensch agiert zunehmend als ‚Simultant‘ (homo simultans).

Unser bisheriges lineares Zeitmodell wird durch die Gleichzeitigkeit (vor allem in der Kommunikation über verschiedene Kanäle) ersetzt. Dabei beschleunigen und verdichten sich die Prozesse der Problemlösungen über Information und Kommunikation. Der ‚Simultant‘ ist geboren. Aber er muss noch lernen, mit den Anforderungen simultaner Information und Kommunikation über sein Handheld umzugehen.

Wir versprechen uns von der Möglichkeit, immer und überall online zu sein und dabei im kleinen Handheld das ganze Büro mit uns zu führen, eine Menge: Wir steigern unsere Arbeitsproduktivität, wir sind immer und überall topp informiert, wir werden unabhängiger von unseren bisherigen Arbeitsinfrastrukturen und vorgegebenen Arbeitszeiten, wir können kontinuierlich eine grosse Menge an Informationen bearbeiten und anderen wieder zur Verfügung stellen – kurzum: Wir sind immer mitten im Geschehen, immer online. Wir sind Simultanten.

Der permanente „Informationsbeschuss“ und das Ablenkungspotenzial durch den dauernden Eingang von neuen Informationen über verschiedene Kanäle können allerdings auch die Produktivität des einzelnen beeinträchtigen. Das Multitasking in der Verarbeitung von Informationen kann Fehler verursachen, Aufmerksamkeitsspannen verkürzen und Stress beim Nutzer hervorrufen (Attention Deficency Disorder). Wir brauchen Kommunikationskodizes, in denen wir uns darauf einigen, wie wir mit Kommunikationsanforderungen umgehen, wie wir Überforderung und Störung vermeiden.

Sonst werden die Simultanten zu Simulanten: sie tun nur so, als könnten sie die Kommunikationsanforderungen bewältigen. Tatsächlich können sie es nicht.

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182 Reaktionen

  1. 7. März 2006, 14:43 Uhr, von Aron
    0151

    @Walter: Ich arbeite zufällig im Bereich Data Mining. Damit geht vieles, aber nicht alles. DIE Wundermethode gibt es nicht und wird es niemals geben (siehe No-Free-Lunch Theorem). Aber z.B. Spamfilter sind oft mit Data Mining Methoden gemacht (Stichwort Machine Learning) und funktionieren schon sehr gut. Allerdings ist es in dem Fall auch relativ leicht, Inhalte auseinanderzuhalten. Schwieriger bis fast unmöglich wird es, wenn man z.B. „normale“ Email nach Wichtigkeit einstufen willl. Das geht nicht. Wie willst du beurteilen, was bzw. wer grade wichtig ist. Diese Data Mining-Verfahren verstehen ja auch die Inhalte nicht. Sie klassifizieren nur mit Hilfe von gelernten Regeln. Die wiederum wurden aus Beispielen gelernt. Sind die dazu ausgesuchten Beispiele z.B. nicht repräsentativ, werde ich auch niemals einen guten Spamfilter erhalten.

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  2. 7. März 2006, 14:44 Uhr, von paula
    0152

    @ Aron

    Ja wir merken auch gerade, dass es da bestimmte Einschränkungen (eben Regeln) geben muss (z.B. dann ein Executive-Blog-Net für besonders prekäre Dinge) Regeln in der Kommunikation, wie uns was poste ich etc., auch sind das vielleicht keine reinen Blogs mehr, sondern diese Blogs haben auch Sortierfunktion, allerdings, Aron, die Idee hat was und m.E. sind die Chancen einer umfassenden und transparenten „Wissensplattform“ für ein Unternehmen riesig.

    Ich finde unser kleines Blog-Netzwerk schon ganz spannend, wir MM-Mitarbeiter arbeiten ja auch schon ganz vernetzt und kommen ganz ohne E-Mail aus – total innovativ :-)

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  3. 7. März 2006, 17:29 Uhr, von paula
    0153

    … wie das klingt MM-Mitarbeiter … MM-Blogger genauer gesagt!

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  4. 7. März 2006, 17:55 Uhr, von Joel
    0154

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  5. 7. März 2006, 18:01 Uhr, von Joel
    0155

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  6. 7. März 2006, 18:09 Uhr, von Walter
    0156

    @Joel: das ist mehr als heftig. Du hast mir deiner Drohung eine Linie überschritten. Nimm diese Drohung zurück. Das ist kein Spaß mehr!

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  7. 7. März 2006, 18:36 Uhr, von Aron
    0157

    @Walter: Ich hab auch schon Morddrohungen bekommen (hab sie nur gleich wieder aus meinem Blog rausgelöscht)…. keine Panik, lass sie tillen. Machen kann man da eh nix. Ich rede kein Wort mehr mit der!!!

    @Paula: Aber bezogen auf unsere Situation hier merkst du doch sicher auch schon, dass es langsam mühsam wird, wenn man nichts verpassen will. Du mußt alle Blogs und v.a. auch alle Kommentare lesen, weisst nie genau, wer jetzt wo sich über was ausläßt usw. Eine integrierte Plattform wäre da sinniger, oder?? Ich sag nochmal: Stichwort: Content Mangement System.

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  8. 7. März 2006, 18:38 Uhr, von Novalis
    0158

    [Weblog-Redaktion: Der Kommentar wurde auf Wunsch des Kommentators gelöscht.]

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  9. 7. März 2006, 18:52 Uhr, von Novalis
    0159

    [Weblog-Redaktion: Der Kommentar wurde auf Wunsch des Kommentators gelöscht.]

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  10. 7. März 2006, 18:52 Uhr, von paula
    0160

    @ Aron:

    Nein, nein, nein, das ist für mich kein Argument. Ich weiss, ich kann bisweilen sehr dickköpfig sein, das liegt wohl an meiner regionalen Prägung :-)

    Es sollte natürlich eine zentrale Plattform als Anlaufpunkt geben (sozusagen das klassische Einstiegsprotal Intranet), davon abzweigend sollten Projekte und Abteilungen ihre Blogs (oder ähnliche Plattformen) haben und die Idee, dass jeder Mitarbeiter einen Blog (oder sowas in der Art) statt Mailbox hätte, finde ich eine interessante Variante zur Mail. Das Open BC-System ist ja im Grunde so ähnlich schon aufgebaut. Man müsste das ganze natürlich mal konkret „auseinanderdröseln“. Ich finde das Thema äußerst faszinierend.

    Diese Plattformen führen natürlich zu einer sehr großen Transparenz (auch des einzelnen Mitarbeiters), aber warum nicht, das kann schließlich nur im Sinne des Unternehmens sein :-)

    Die Mitarbeiterblogs (oder sagen wir mal Plattformen) sind natürlich der letzte Schritt. Außerdem, schon jetzt werden viele Mailboxen in Abteilungen miteinander vernetzt, insofern wäre eine Mitarbeiter-Plattform so viel anders gar nicht.

    Aber ich habe leider keine Zeit, mir darüber Gedanken zu machen, was ich sehr schade finde.

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  11. 7. März 2006, 18:59 Uhr, von paula
    0161

    Tschüss für heute, ich tobe mich jetzt körperlich aus!!! Toi, toi, toi :-)

    @ Walter: Womit machen wir denn morgen weiter?

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  12. 7. März 2006, 19:01 Uhr, von Frank
    0162

    @ Paula:

    Hmmmm, je mehr ich darüber nachdenke, deso interessanter finde ich deine Idee der „offenen Kommunikationsplattformen in Unternehmen“

    Viel Spass beim Toben :-)

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  13. 7. März 2006, 19:16 Uhr, von Novalis
    0163

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  14. 7. März 2006, 19:16 Uhr, von Walter
    0164

    @aron,paula: wir haben unter Corporate Blogs über Formen und Regeln des corporate blogging diskutiert und – vielleicht etwas luftige- aber wie ich finde inspirierende Ideen entwickelt. Dies zeigt doch den Vorteile eines Blogs: ergebnisoffen, kreativ, mit niedriger Schwelle. Natürlich funktioniert es nicht ohne Regeln- kennen wir ja. Eine Stärke ist auch das Gedächtnis- so wie hier auch- wenn es Anknüpfungspunkte gibt, können wir nachschauen, keiner der Diskussionfäden ist ‚fertig‘ ´, alle Themen- das moralische Angebot existiert wohl auch noch, unter Verschluss (?) – könne wieder aufgegriffen werden, wenn es aktuell wird. Mit der Zeit kommt wirklich soetwas wie ein kollektives Gedächtnis zusammen, mit dem sich im Idealfall alle, im Realfall möglichst viele im Unternehmen identifizieren, weil ihr Beitrag darin enthalten ist. Und in einem konkreten Unternehmen ist auch das soziale Umfeld ein anderes als hier- eben konkreter.
    Natürlich kommen zum Austausch andere Kommunikationskanäle- direkte, schnelle, persönliche… hinzu.

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  15. 7. März 2006, 19:17 Uhr, von Christian Laschke
    0165

    @ All:

    hi,

    jetzt melde ich mich auch mal zu Wort. Bislang gefällt mir die Diskussion sehr gut und die interessanten Beiträge! Ich konnte viel lernen. Bitte macht so weiter, in dem Thema ist noch was drin.

    Antworten
  16. 7. März 2006, 19:26 Uhr, von Walter
    0166

    @Christian Laschke: wie wärs mit ‚mitmachen‘?

    @Novalis: gegen Ärger hilft:
    – frische Luft – siehe paula
    – tief durchatmen – siehe Aron
    – nachdenken – siehe Frank
    – sich nicht ärgern – versuche ich gerade
    – uns nicht provozieren lassen –
    – und was machst Du?

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  17. 7. März 2006, 20:46 Uhr, von Novalis
    0167

    [Weblog-Redaktion: Der Kommentar wurde auf Wunsch des Kommentators gelöscht.]

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  18. 7. März 2006, 21:54 Uhr, von Aron
    0168

    @Paula: Ich sehe, worauf du hinaus willst und die Idee ist interessant, da hast du recht. Aber wer legt fest, wer welche Platform/ welchen Blog liest?? Klar, es ist transparent und jeder darf erstmal alles lesen, nicht ist geheim, allerdings muss auch jeder alles lesen??? Was ist, wenn Mitarbeiter nicht alle Blogs absurfen, wenn ihnen also Informationen fehlen?? Die Email kommt zu mir, ich muss sie „nur“ lesen, zum Blog muss ich kommen. Das ist ein kleiner Unterschied mit möglicherweise großen Auswirkungen. Verstehst du, was ich meine??

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  19. 7. März 2006, 22:01 Uhr, von paula
    0169

    @ Walter @ Aron:

    Vermutlich habt ihr recht, es wird wohl eine Art „Mischform“ von öffentlicher und privater Kommunikation geben.

    Ich glaube trotzdem an den Erfolg der neuen interaktiven Plattformen als Wissensdatenbanken – wie immer sie dann auch aussehen mögen.

    Der Erfolg von Open BC zeigt, dass diese Netzwerk und Community Plattformen gut angenommen werden und erfolgreich funktionieren. Es kommt einfach darauf an, wie und wo man sie einsetzt.

    Für mich ist – ehrlich gesagt – das Thema jetzt schon ziemlich weit vorgeschritten und wir haben es von fast allen Seiten eingehend beleuchtet – um es auf den Punkt zu bringen: Ich brauche dringend mal eine Pause!

    @ Walter: Kann man dich mieten? Sollte das Thema CBs bei uns im Unternehmen wirklich weiter vorangetrieben werden, bräuchte ich Unterstützung :-)

    Liebe Grüße und überhaupt ein dreifaches Hoch auf die nette und engagierte Community hier!!! (bis auf eine Ausnahme …)

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  20. 7. März 2006, 22:19 Uhr, von paula
    0170

    @ Aron:

    Die Idee dahinter: Jeder Mitarbeiter hat eine Art „Nachrichtenboard“, das wie eine Mailbox funktioniert. Hier trägt ein anderer Mitarbeiter, der eine Anfrage hat, seine Nachricht ein.

    Zunächst mal – bewusst im Extrem gedacht – alles offen und für alle anderen Mitarbeiter auch einsehbar.

    Bei einem völlig offenen Tool ist dadurch die totale Transparenz des Mitarbeiters gegeben und u.U. mit gewissen Problemen behaftet. Auf der anderen Seite, warum nicht? Welche Geheimnisse kann es geben? Die Frage ist dann: Wie geht die Kommunikation weiter? Ich würde sagen: Im Blog des- oder derjenigen, die gefragt wurde, er / sie antwortet auf die Frage – für alle ersichtlich, also haben alle die Information. Wie man das dann vernetzt oder sortiert, müsste überlegt werden.

    Ich stimme Dir zu, bei Führungskräften, bzw. bei manchen heiklen Themen könnte es mit der völligen Offenheit Probleme geben, aber das kann man ja irgendwie durch Selektion / Sperrung von Plattformen lösen.

    Insgesamt ist das natürlich ein riesen Kommunikations- und Softwareprojekt! Und ich weiss ehrlich gesagt auch nicht, ob das funktionieren kann. Aber irgendwie reizt es mich ungemein, allein schon aus den vielen negativen Erfahrungen, die ich mit dem teilweise bewusst gehaltenen Mangel an Info- und Wissenstransfer bei mir im Unternehmen mache :-(

    Ich finde es manchmal einfach total spannend, in solchen Extremen (z.B. Abschaffung des gesamten E-Mail-Verkehrs oder völlige Offenheit der Unternehmenskommunikation z.B. über Blogs) zu denken. Sei es rein hypothetisch, aber nur so kann man wirklich Neues ersinnen :-)

    Antworten
  21. 7. März 2006, 22:24 Uhr, von Christian Laschke
    0171

    @ Walter

    Würde ich ja gerne, aber ich kenne mich mit dem Thema zu wenig aus. Ihr Blogger hier seid wirklich eine nette Truppe! Lasst euch nicht unterkriegen!

    Antworten
  22. 8. März 2006, 0:08 Uhr, von Walter
    0172

    @Christian Laschke: okay, danke für die Blumen ;-)

    Antworten
  23. 8. März 2006, 0:14 Uhr, von Walter
    0173

    @paula: solange es mir Spaß macht, nehme ich kein Geld, höchstens Espresso ;-)

    Antworten
  24. 8. März 2006, 14:17 Uhr, von Sandra
    0174

    Herrschaftszeiten: Ich bin gerade zufällig auf diesen Blog gestoßen. Das Thema ist super interessant, abre was um alles in der Welt haben hier Drohungen wie „I will destroy you“ usw.. verloren? Das ist ja richtig krank und erinnert mich stark an einen Stalker. Schade für den Blog. Gebt trotzdem nicht auf und ignoriert so ein krankes Zeugs am besten. Und mit ignorieren meine ich ignorieren. Das hilft zumeist.

    Viel Spaß und viel Erfolg weiterhin, Sandra

    Antworten
  25. 8. März 2006, 16:51 Uhr, von Cate
    0175

    Test Test Houston?

    Antworten
  26. 8. März 2006, 16:52 Uhr, von LionsCate
    0176

    Houston, das ist ein Test…

    Antworten
  27. 8. März 2006, 17:16 Uhr, von Andrea
    0177

    Hier Houston :-)

    Sie haben kein Problem @cate

    Antworten
  28. 8. März 2006, 17:24 Uhr, von paula
    0178

    Hurra!!! Cate ist wieder da!!! Cate, endlich, das wurde aber auch Zeit!!!

    Alles klar zur Landung?

    Antworten
  29. 10. März 2006, 0:45 Uhr, von Aron
    0179

    Ohh, toll, der Blog geht wieder.

    @Paula: Mir ging es weniger darum, die Offenheit/Transparenz einer solchen Unternehmensplattform als Problem zu sehen, damit kann man leben, denke ich. Nein, was ich sagen wollte war: was ist, wenn ein Mitarbeiter z.B. Informationen nicht erhält, weil er eben nicht alle Blogs rechtzeitig/regelmäßig usw. liest. Bei Emails passiert das nicht umbedingt, weil sie quasi zu einem kommen (jedenfalls haben die meisten dieses Fenster immer offen und der Client frage die Emails von alleine alle 15 min ab). Aber zum Blog muss ich kommen. Ich denke, es passiert hier schneller mal, dass jemand was nicht mitbekommt. Ich sehe das ja an mir hier auch grade.

    P.S.: @CJ: Ich hab DIE LÖSUNG.

    Antworten
  30. 10. März 2006, 7:13 Uhr, von paula
    0180

    @ Aron

    Es müsste eben so eine Mischform aus Blog und persönlicher Plattform sein, eher eine persönliche Plattform als ein Blog, da hast du recht. Wie gesagt, Open BC ist da ein sehr gutes Beispiel, dort hat man neben diversen anderen vorteilhaften Funktionen sein persönliches Nachrichtenboard und kann sich trotzdem an Foren etc. beteiligen. Solche Mischformen aus persönlicher und offener Plattform halte ich für absolut zukunftsweisend – auch und gerade für Unternehmen.

    Die gute alte E-Mail wird sicherlich nicht abgeschafft werden, aber möglicherweise eine andere Bedeutung erhalten und wenn damit die Infoflut (bzw. der Müll) und die Informationslöcher wegfallen, kann das nur von Vorteil sein.

    Zum Thema RSS-Feeding, bin mal gespannt, was Apple damit vorhat, bzw. welches neue Gadget sie da drumherumbauen :-)

    Was wir hier im übrigen noch gar nicht beleuchtet haben sind die Entwicklungen im Bereich Pod-Casting etc.

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  31. 10. März 2006, 9:40 Uhr, von Walter
    0181

    schön, dass es wieder funktioniert, der Frühling kommt, langsam, Cate ist wieder aufgetaucht, der Schnee hier ist fast weg, die Wiesen überschwemmt und morgens ist es schon hell – es bewegt sich wieder was…
    Vorschlag: bei der Diskussion über Kommunikationskanäle und elektronische Helfer könnten wir zwischen der privaten und der korporativen Kommunikation unterscheiden.
    – Bei mir und vielen, die ich kenne entwickeln sich Erwerb und Gebrauch von elektronischen ‚Kommunikatoren‘ – wir als menschliche Nutzer sind Kommunikanten- eher zufällig- chaotisch- gesteuert von Neugier und dem Gefühl, nichts Wesentliches verpassen zu wollen. Die skills im Umgang mit diesen Geräten sind anfangs bescheiden- ein Computerkurs vor 17 Jahren, damals noch mit Tastatur- ‚Befehlen‘ hat mich eher frustriert- und entsprechen learning by doing und trial and error. Wenn wir auf diese Weise Auto fahren lernen würden, wären die meisten von uns nicht mehr am Leben…
    Ein strategisch denkendes- und auch handelndes- Unternehmen sollte primär im Rahmen der CI die Kommunikation innen und nach außen planen und steuern und insbesondere die Menschen im Unternehmen nicht überfordern- eigentlich. Die Realität sieht wohl weitgehend anders aus: abstürzende Computerprogramme, unzureichende Ausbildung, Reibungsverluste, fehlende Regelung und Absprachen, Kommunikationschaos… Das Problem liegt eher im ‚zuviel wollen‘ bevor wir es ‚können‘. Weniger (aber richtig) wäre mehr.

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  32. 10. März 2006, 10:32 Uhr, von paula
    0182

    @ Walter

    Mir scheint, dass wir jetzt wieder bei den Endgeräten angelangt sind, da habe ich den Eindruck, dass jeder momentan auf der Suche nach dem ultimativen portablen „all in one“ Gerät ist, das viel kann, aber möglichst leicht und klein ist. Siehe neueste Entwicklungen auf der Cebit.

    Aber da gibt es vermutlich nie die Lösung, bzw. ich denke, dass es sich der Endgerätemarkt eher noch weiter diversifizieren wird: PDAs, Smartphones, Blackberry, Tabloid-PCs, Java-Telefone und jetzt neu: Microsoft Origami.

    Ich stimme Dir zu, es ist schon schwierig selbst als „Early Adopter“ mit der Technik Schritt zu halten, sie zu verstehen und effektiv anzuwenden.

    Vielleicht wäre eine umfassende Internet-Plattform zum Thema „Gebrauchsanweisungen für Dummies“ sinnvoll :-)

    Zu den „Early Adopters“ nochmal: Wir sprechen hier laut einer Studie von JR (ich kürze das mal besser ab …) vom März 1005 von 7 % der deutschen Bevölkerung (die im Durchschnitt neun Geräte besitzen), danach kommen die Followers = 20 % (besitzen im Durchschnitt sechs Geräte), dann der Mainstream = 41 % (besitzen vier Geräte), zuletzt der Laggard = 32 % (besitzt weniger als zwei Geräte)

    Deutschland liegt im übrigen mit 41 % „Laggard-Anteil“ im europäischen Vergleich ziemlich weit vorne, gefolgt von Italien mit 32%. Schweden = 15 % Laggard-Anteil. Bei den Early Adopters weist Deutschland 5 % auf, Frankreich 7 %, Spanien 9 %, UK 13 %, Schweden 19 %

    Dies nur zur Info :-)

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