MM_Dickinson
Zu den Kommentaren
22. November 2006, 15:48 Uhr, Geschrieben von Miriam Meckel

Medienheimat

Das ist doch mal eine großartige neue Idee: Der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber fordert die deutschen Medien zu einem Engagement für „heimische Inhalte“ auf.

„Integration gelingt nur dort, wo Identifikation möglich ist“, sagte Stoiber bei der ersten Berliner Medienrede der Evangelischen Kirche. Könnte es auch umgekehrt sein: Identifikation gelingt nur dort, wo Integration möglich ist?

Wollen wir lieber den „Bullen von Tölz“ sehen als den Cop aus Manhattan? Die Fernsehprogrammforschung sieht das etwas differenzierter. Aber deren Ergebnisse lassen sich leider nicht so schön in politische Leitsätze pressen.

Einen Punkt finde ich spannend: Gibt es etwas wie eine Medien-Heimat? Und wenn es sie gibt, wo finden wie sie dann? In der Lokalzeitung, in der Liebe zur Lektüre des fernen „New Yorker“. Oder in den stets neu zusammengesetzten Communities der Blogosphäre. Nach dem Motto: I am here because you might join the network …

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106 Reaktionen

  1. 29. November 2006, 18:37 Uhr, von Fabian
    0101

    Das Tippfeld ist viel zu klein :-( Man kann ja kaum überprüfen, was man schreibt und wenn man dann noch Links setzt wird’s völlig unübersichtlich.

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  2. 29. November 2006, 18:42 Uhr, von Fabian
    0102

    Oder ist geistige Heimat einfach nur ein anderer Begriff für Weltanschauung?

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  3. 29. November 2006, 18:43 Uhr, von Fabian
    0103

    Link klappt nicht:
    Weltanschauung

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  4. 29. November 2006, 22:47 Uhr, von Walter
    0104
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  5. 30. November 2006, 8:34 Uhr, von Fabian
    0105

    Die Frage ist doch, wie geistige Heimat und geographische Heimat, bzw. soziales Milieu ineinanderspielen und von welchen Faktoren das abhängt, sicherlich sehr stark von der Persönlichkeitsstruktur des Einzelnen. Auch WDR 4 kann geistige Heimat sein. Die umgekehrte Frage ist spannend: Kann man der realen Umgebung entflüchten und in eine Art geistiges Exil gehen? Dietrich Bonhoeffer gibt sehr beinduckend Zeugnis davon: „Von guten Mächten treu und still umgeben“.

    Gerade die christliche Religion ist für mich persönlich ein zentraler Bestandteil von geistige Heimat, alles andere Drumherum, Medien, Literatur, Medien, Kunst, Lifestyle, etc. ist schön und erfreut mich, trägt zu meiner Identität bei, wird mich allerdings niemals so auf- und umfangen können, wie der Glaube und oder schöne persönliche Erlebnisse und Erinnerungen als eine Art „innere Heimat“, in die man sich zurückziehen kann und in der man sich auch in stürmischen Zeiten geborgen und aufgehoben fühlt.

    Okay, jetzt wieder zurück zu den Medien: Medienheimat in Form von „Die Burg“ – Prominent im Kettenhemd? oder Big Brother oder Popstars oder StudiVZ oder MySpace oder Second Life – Your World. Your Imagination. ???

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  6. 25. Mai 2007, 7:15 Uhr, von Media-Blog » Archives » Medienheimat - Die Zukunft von Medien und Marken
    0106

    […] Besonders gefallen hat mir der Beitrag von Miriam Meckel, die übrigens selbst auch bloggt. […]

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