MM_Picasso
Zu den Kommentaren
24. Dezember 2006, 11:01 Uhr, Geschrieben von Miriam Meckel

Feliz Navidad

In der Stratosphäre,

Links vom Eingang, führt ein Gang

(Wenn er nicht verschüttet wäre)

Sieben Kilometer lang

Bis ins Ungefähre.

 

Dort erkennt man weit und breit

Nichts. Denn dort herrscht Dunkelheit.

Wenn man da die Augen schließt

Und sich langsam selbst erschießt,

Dann erinnert man sich gern

An den deutschen Abendstern.

 

Das Leben in den Doppelwelten

Wird uns noch die Erkenntnis bringen,

Dass alles unter Himmelszelten

Anders ist und nicht zu zwingen.

Das mag uns gelten.

 

Licht ist Licht und Stern ist Stern?

Das hätten wir dann also gern.

Vielmehr ist Leben, Fühlen, Sterben, manchmal vergebens.

Das ist die Kontingenz des Netzweltlebens.

Der Abendstern, er leuchtet doch!

Vor Lichtjahren schon oder heute noch?

Für immer bleibt die Stratosphäre.

Ach, wenns so wäre.

 

Joachim Ringelnatz – mit Erweiterung

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81 Reaktionen

  1. 6. Januar 2007, 17:56 Uhr, von Walter
    051

    Auf der Tagesspiegel- Seite mit Maren Kroymann ‚Von der Kunst, sich Blößen zu geben: über Medien, Macht und Merkel‘ findet sich unter ‚Kino Spezial‘ ein zum Film „The Queen“ von Regisseur Stephen Frears. Dabei geht es um die Kluft zwischen den Windsors und Diana und die Unfähigkeit mit Trauer und Nähe umzugehen. Diana und Elisabeth- sehr unterschiedliche Frauenbilder und Medienbiographien.
    – Eine interessante Konfrontation bietet auch ein gemeinsames Gespräch mit Uschi Glas und Maren Kroymann in Chrismon: Begegnungen.
    Letztlich sind es wohl die Selbst- und Rollenerwartungen, die uns fördern und blockieren. Warum sollte eine Kanzlerin nicht dafür sorgen, dass diese Rollenbilder öffentlich diskutiert und fundiert behandelt werden? Anders als Briten und Franzosen haben die Frauen in Deutschland nicht von ihrer Emanzipation während des Krieges profitiert. Nach dem 2. Weltkrieg herrschte bei uns Sprachlosigkeit, die Männer, die ‚aus dem Krieg‘ zurück kamen waren an Körper und Seele verletzt. Während die Trümmer rasch beseitigt und die Städte wieder aufgebaut wurden, blieben die seelischen Traumatisierungen unverarbeitet. Ein diffuses Schuldgefühl breitete sich auch auf die nachfolgenden Generationen aus. Frauen waren mit ‚Reparaturen in Familie und Wohnung beschäftigt, eine öffentliche Diskussion über ein neues, gleichberechtigtes Frauenbild fand nicht statt. Eine deutsche Simone de Beauvoir gab es nicht. Heute erleben wir wie die Generation der Töchter versucht an die Mutter- und Familienromantik der Vor- und frühen Nachkriegszeit Anschluss zu finden, sich in Tradition und scheinbarer Sicherheit zu verorten. Hier würde ich auch Eva Herman einordnen. Aber das trägt nicht. Die Nazipropaganda und das Mutterkreuz waren zynisch und verlogen, die Nachkriegsromantik effektiv nicht vorhanden, die Väter waren oft stumm und geistig abwesend, die Frauen frustriert und verzweifelt.
    Das ist vielleicht etwas einseitig dargestellt, aber ich bleibe dabei, wir Deutschen haben einen entscheidenden Schritt der Emanzipation verpasst, der auch seit den 70‘ er Jahren nicht wirklich gemacht wurde, es gab Veränderungen, aber nicht so sehr in den Herzen wie in den Köpfen der Intellektuellen. So leben wir schon wieder und immer noch im Zeitalter der Appelle und der Bekenntnisse- und so wird es bleiben, bis sich wirklich etwas ändert. Mit Angela Merkel ist die Gleichberechtigung- wie ich finde- erheblich weiter gekommen, wie gesagt, nicht weil sie sich programmatisch zur Emanzipation und zum Feminismus bekennt, sondern weil sie beides realisiert- nicht gegen die Männer sondern mit ihnen. Sie ist die Chefin. Jetzt sagt sie, wo es lang geht.
    Ich wünsche ihr und uns allen, dass sie sich durchsetzt, auch gegen Wulf, Stoiber und Co.

    Antworten
  2. 7. Januar 2007, 1:24 Uhr, von Ute
    052

    Walter, ja!

    Mich nerven diese nicht enden wollenden Diskussionen um diese „richte Rolle der Frau“ mittlerweile so dermaßen an, ich kann es kaum noch in Worte fassen. Bin der festen Überzeugung, dass es diese „Grabenkämpfe“ um das weibliche Rollenbild in Frankreich beispielsweise nur wenig gibt, wenn überhaupt. Warum? Weil der Staat da die Möglichkeiten zur Verfügung stellt, dass Frauen beides können: Kinder bekommen und sich selber verwirklichen, oder sagen wir mal so, einfach nur einen Beruf ausüben. Es ist dort eine Selbstverständlichkeit und wird als solche gelebt.

    Und – das ist meine persönliche Meinung – weil vielleicht andere Völker insgesamt etwas toleranter miteinander umgehen. Wenn die Frauen in Deutschland sich untereinander weiterhin ein schlechtes Gewissen einreden, sich in Neid- und Besserwisserdebatten mit Argumenten ihrer Großmütter verlieren, dann werden wir in hundert Jahren keinen Schritt weiter sein!

    Antworten
  3. 7. Januar 2007, 11:15 Uhr, von Fabian
    053

    @ Walter:

    Ich stand am Grab von der Beauvoir,
    da fand ich es ganz wunderbar!

    Im Ernst: Du hast natürlich vollkommen recht. Aber woran liegt es? Hätte eine deutsche Simone de Beauvoir wirklich etwas bewegen können? In Deutschland hatten und haben wir zum Glück die großartige Alice Schwarzer, die unermüdlich und über viele Hürden und Hindernisse hinweg, für mehr Rechte und Gleichberechtigung der Frauen eintrat und das immer noch mit großem Engagment tut!

    Dennoch habe ich den Eindruck, dass sich diese Haltung lange Zeit auf links intellektuelle Frauenzirkel beschränkte. Jetzt erst, so habe ich den Eindruck, „durchdringen“ diese Gedanken bzw. die Position der EMMA eine jüngere Generation von Frauen in der Breite, vor allem scheint die EMMA immer mehr jüngere, karriereorientierte und auch politisch orientierte Frauen anzusprechen – auch über das linke Spektrum hinaus. (man möge mir diese etwas einseitige Sichtweise verzeihen). Sagen wir mal so, man hat nicht gleich den Stempel Emanze auf dem Kopf stehen, weil man sagt: Ja, ich lese die EMMA und ja ich lese sie sehr gern. Insofern, es tut sich was! Aber das brauchte in Deutschland – vermutlich hängt es tatsächlich mit den zwei Diktaturen im letzten Jahrhundert zusammen – doch sehr, sehr lange und wir hängen arg hinterher.

    Ein ganz anderes Problem sehe ich in der Haltung der Deutschen zu Intellektuellen. Tom Tykwer meinte letztens: „In Deutschland ist es nicht cool ein Intellektueller zu sein“. Das sei in Frankreich beispielsweise ganz anders, da sei es durchaus cool sich als Jugendlicher im Bereich Film sehr gut auszukennen und mit seinen Freunden darüber zu diskutieren. Hier liegt meines Erachtens auch ein großes Problem. Die Superstars der Deutschen sind tumbe Popgroßmäuler (Dieter Bohlen), Sportler (Michael Schumacher) und Modells (Heidi Klum). Vielleicht war es in den 70ern anders, aber ich habe selbst dort den Eindruck, dass man mit einer großen Schnauze oftmals (gerade politisch) weiter kam als mit einem intellektuellen Feingeist.

    Dann würde auch ich mir viel mehr Toleranz wünschen – vor allem auch in der Frauen-Debatte (und das in beide Richtungen, auch wenn es mir mitunter schwer fällt, zu sehen, wie intelligente Frauen an der Hausarbeit verzweifeln … na ja, ich will nicht ausschweifen). Hatte gestern Abend noch ein interessantes Gespräch mit einer Lehrerin, die ihre Hauptaufgabe – neben dem Unterricht – derzeit darin sieht, den Kindern Toleranz gegenüber anderen, vielleicht auch etwas seltsamen Kindern bzw. Verhaltensweisen zu vermitteln. Ich denke auch hier müssen wir gesellschaftlich wieder viel stärker ansetzen und sehr viel mehr gegenseitige Solidarität und Verständnis füreinander üben und Toleranz aktiv leben.

    Ich sollte wieder in die Politik gehen ;-)

    Antworten
  4. 7. Januar 2007, 11:19 Uhr, von Fabian
    054

    In meinem EMMA-Fall muss es natürlich heißen: Eman(n)zo ;-)

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  5. 7. Januar 2007, 15:08 Uhr, von Walter
    055

    Fabian, mein letzter Beitrag war einseitig und provozierend, pointiert. Aber meine bisherige Erfahrung verleitet mich zu meinen, nicht Worte zählen, sondern Taten und Tatsachen. natürlich können wir einfach abwarten, mit der Zeit, auch schon in der zweiten und dritten Nachkriegsgeneration wird es ‚besser‘. Wir konnten ja im letzten Jahr die öffentlichen Debatten zwischen den Generationen verfolgen. Frank Schirrmacher und Eva Hermann schrieben provozierende Botschaften. Wenn ich mich aber auf Simone de Beauvoir beziehe, dann als Repräsentantin einer geistigen Nachkriegsepoche in Westeuropa- Frankreich, Italien, England, weniger im diktatorischen Spanien, die sich mit der Bedeutung des Individuums und dem Begriffspaar von Freiheit und Verantwortung auseinandersetzten. Die existenzialistische Philosophie ist zumindest teilweise eine intellektuelle Reaktion und Auseinandersetzung mit Unterdrückung und Sklaverei. Dieser elementaren Auseinandersetzung hat sich sie deutsche Öffentlichkeit nicht gestellt- es gab zwar Nestbeschmutzer, Schmierfinken und Vaterlandsverräter, aber mit diesen Bezeichnungen wurden kritische Geister an den Rand gestellt und aus der in den Köpfen noch weiter bestehenden Volksgemeinschaft ausgeschlossen. Eine intellektuelle Auseinandersetzung mit der Zeit des Nationalsozialismus fand immer mal wieder nur sporadisch statt. Das ist weniger ein Vorwurf- an wen?- eher eine Feststellung. So haben zwar Alexander Mitscherlich und Jürgen Habermas– unter anderen- versucht, ihre Sicht der Ursachen und Folgen öffentlich zu diskutieren, aber das blieb ein Thema von Minderheiten, fand nicht ‚kollektiv‘ statt. So fehlt uns Deutschen letztlich die gemeinsame psychologische, Philosophische und historische Verarbeitung des Nationalsozialismus und damit auch der gemeinsame Übergang in die Nachkriegszeit. Dieser Übergang wurde zwar von den meisten- Millionen- vollzogen, aber individuell, ‚auf eigene Rechnung‘. Die emanzipatorischen Anstösse und Einflüsse, darüberhinaus auch die geistige Neuorientierung kam vielfach von ‚außen‘, eben aus den umliegenden Ländern Westeuropas. Obwohl ‚Das andere Geschlecht‚ bereits 1951 in deutscher Sprache erschienen ist, wurden Simone de Beauvoirs Gedanken erst durch Alice Schwarzer 25 Jahre später einer breiteren Öffentlichkeit bekannt, haben sich aber als Lobpreis der Freiheit des Individuums- von Frauen und Männern- in der öffentlichen Wahrnehmung immer noch nicht durchgesetzt- meine Deutung.
    So bleibt es dabei: Mit jeder Generation wächst die Emanzipation aufgrund gesellschaftlicher Realität und Notwendigkeit, eine echte geistige Wende hat aber in Deutschland noch nicht stattgefunden- dafür sprechen auch die wieder aufgelegte Feminismusdebatte und die letzten Umfrageergebnisse. Ich will kein grenzenloses Loblied auf Angela Merkel anstimmen- sie ist auch nur ein Mensch, mit Fehlern, wie wir alle- aber sie hat die Chance wirklich etwas zu bewegen, durch ihr Beispiel. Das ist schon einiges…

    Antworten
  6. 8. Januar 2007, 6:52 Uhr, von Fabian
    056

    Angela Merkel und auch Ursula von der Leyen verkörpern für mich einen neuen Frauentypus.

    Was ich an Angela Merkel schätze: Sie spielt keine Rolle, sondern man hat – bei aller berechtigter Kritik an ihrer Person – wirklich den Eindruck, dass sie ganz sie selbst ist, sie steht zu 100% hinter dem, was sie macht, sie zweifelt nicht, sie schwankt nicht, sie zweifelt nicht, sie gibt nichts großartiges von sich preis (was ich im übrigen sehr professionell finde, auch wenn es medial langweilig wirken mag), sie macht ihren Job und gibt ihr bestes.

    Ursula von der Leyen ebenfalls (irre ist ja auch die Kritik vieler (Haus-) Frauen an Frau von der Leyen, die es ihr einfach neiden, dass sie alles so perfekt meistert „Die Frau ist zu perfekt für viele andere Frauen, die es nicht so hinbekommen“, hörte ich letztens einen Mann sagen. Das ist doch wirklich mehr als absurd und leider – so scheint es zumindest – auch sehr deutsch. Statt sich anzustrengen, herrscht leider auch bei vielen Frauen untereinander immer wieder dieser elende Neid!)

    Ich denke, ganz entscheidend ist, dass Frauen aus den gesellschaftlichen – vielfach aber auch selbstgemachten – Rollenklischees herauskommen, da muss auch gedanklich mehr Bewegung und Dynamik rein, es muss einfach mehr Modelle geben und diese müssen auch gesellschaftlich akzeptiert werden, bzw. erstmal möglich sein (Stichwort: Kindertagesbetreuung.) Und ich sage wirklich ausdrücklich muss!

    Zu der Aufarbeitung des Nationalsozialismus. Na ja, Walter, meine Generation kann das Thema teilweise schon nicht mehr hören. Ich persönlich hatte so eine Art „Nationalsozialismus-Overkill“ und ich denke schon, dass gerade wir Jüngeren uns sehr intensiv damit auseinandergesetzt haben.

    Wo es in Deutschland wirklich lange Zeit thematisch haperte waren in der Tat die Themen: Feminismus, Emanzipation der Frau, Gleichberechtigung, Gender-Studies, weibliche Selbstverwirklichung, Rolle der Frau etc. – aber wir holen auf. Was ich – diese Bemerkung sei mir kurz erlaub – ja gar nicht mehr hören kann ist die Debatte um die biologischen Unterschiede, ich für meinen Teil habe beschlossen die für mich weitgehend auszuklammern, ich finde, die bringt das Thema irgendwie echt nicht sonderlich weiter.

    Und ich bleibe dabei: zwei Diktaturen auf deutschem Boden (eine mit einer anschließenden restaurativen und dann „pseudo-revolutionären“ Phase) haben uns im gesamtgesellschaftlich Diskurs um die Rolle der Frau leider mächtig zurückgeworfen, umso größer ist die Chance für die jüngeren Frauen, das, was Alice Schwarzer für uns erkämpft und erstritten hat, endlich zu leben und zu vertreten, das setzt aber auch einiges an Anstrengung und Einsatz voraus.

    Antworten
  7. 8. Januar 2007, 8:49 Uhr, von Fabian
    057

    Rolle der Frau, hm, eigentlich will ich weg von diesem Begriff. Man sollte vielleicht besser von Modellen oder Lebensentwürfen sprechen. Auf der anderen Seite spielt man ja doch in gewisser Weise in unterschiedlichen Funktionen, unterschiedliche Rollen. Vielleicht müsste man besser von Rollenerwartungen sprechen. Interessant in diesem Zusammenhang vielleicht auch der Begriff „Konformismus“ bzw. Konformitätsdruck. Komisch finde ich ja auch, dass die derzeit vorherrschenden „Rollenbilder der Frauen“ so stark monothematisch und eingeschränkt sind und so wenig Spielraum lassen.

    Antworten
  8. 8. Januar 2007, 21:28 Uhr, von Walter
    058

    Versuche der deutschen Geschichte näher zu kommen und sie aus dem diffusen Klima von Kollektivschuld und Generalverdacht (Daniel Goldhagen) herauszulösen erleben wir in den letzten Jahren in unterschiedlicher Ernsthaftigkeit und Realitätsdarstellung in Fernsehen, Kino und im Internet. Meiner Meinung nach zeigen diese öffentlichen Botschaften aus der Distanz von 60 Jahren, dass sowohl auf Seite der Produzenten und Regisseure, wie auch der Zuschauer Interesse und somit Bedarf an anschaulicher Information und sei in Form von Satire, besteht.
    Geschichte wird erst verständlich und verstehbar, wenn sie rational dargestellt, interpretiert und gemeinsam akzeptiert werden kann, ohne dass schon allein der Versuch der Darstellung und Annäherung verurteilt und dämonisiert wird. Interessant und aufschlussreich sind die aktuellen Kommentare, die sich immer noch sehr, sehr schwer tun.
    Wir sind dabei, mittendrin, aber noch lange nicht fertig…

    Antworten
  9. 8. Januar 2007, 22:06 Uhr, von Walter
    059

    Als Zusammenfassung der Geschichte der Frauenemanzipation möchte ich die Monografie ‚Die alte neue Frauenfrage‚ von Barbara Holland-Cunz empfehlen- gut geschrieben, umfassend, informativ und sogar humorvoll.
    Auch sie schätzt Simone de Beauvoir sehr.

    Antworten
  10. 9. Januar 2007, 14:17 Uhr, von Andrea
    060

    En dit alles op MMs „Feliz Navidad“ blogje… ;-)

    Antworten
  11. 9. Januar 2007, 15:12 Uhr, von Walter
    061

    Feliz Navidad & ‚happy new year‘- a lot…

    Antworten
  12. 9. Januar 2007, 15:48 Uhr, von Bette
    062

    So ist das, wenn einem der kleine Finger gereicht wird, schon hat man die ganze Hand genommen… ;-)
    …y Próspero Año Nuevo!

    Antworten
  13. 11. Januar 2007, 15:30 Uhr, von Gabi
    063

    Hallo zusammen,

    na wenigstens gab es Frau Meckel gerade mal wieder im TV.

    Wer es nicht gesehen hat, dem empfehle ich die Wiederholung heute abend.

    Nachdem diese Sendung nun wieder vorbei ist, dürften wir uns vermutlich heute oder morgen noch auf ein neues Thema freuen.

    Frau Meckel:
    Fehlt da nicht auch noch eine Antwort auf eine Frage aus dem letzten Jahr ?? Oder hab ich die überlesen…?

    Grüße aus dem stürmischen Westmünsterland

    Antworten
  14. 11. Januar 2007, 22:00 Uhr, von Cate
    064

    Miri, mach nen neuen Beitrag! :o)
    (Leider nur ein M-Argument;o)

    Antworten
  15. 11. Januar 2007, 22:20 Uhr, von Walter
    065

    M- Argument, Cate? Geht es nicht um Konsequenzen? Wenn auch nicht um Renditen… ‚Kommunikative Kluft‘

    Antworten
  16. 12. Januar 2007, 15:07 Uhr, von Cate
    066

    Meinst du? Na, jetzt, wo du es sagst… ;o) Genau genau! Eine unbewusste Konsequenzenabwägung führte zur scheinbar motivationsbedingten Äußerung. Ha! ;o)

    Antworten
  17. 12. Januar 2007, 15:40 Uhr, von Walter
    067

    Warten wir noch ein Weilchen…
    Es ist ja sowieso spannend genug: Irak und Bush, Reformen und Merkel, Bayern und Stoiber, Pauli. Mir scheint das neue Jahr sammelt mächtig Material, um uns so richtig durchzuschütteln. Die Strato- / Atmosphäre tut das wohl auch. Die kommunikative Kluft spielt bei all diesen Geschichten auch eine Rolle. Bush und Stoiber jedenfalls kommen insgesamt nicht so gut weg. Ob sie das verdient haben? ;-)

    Antworten
  18. 12. Januar 2007, 15:43 Uhr, von Walter
    068

    Ach ich hab noch die ARD und Jauch vergessen: Kluft?

    Antworten
  19. 12. Januar 2007, 18:37 Uhr, von Cate
    069

    Plasberg macht´s. Muss!

    Antworten
  20. 12. Januar 2007, 20:44 Uhr, von Cate
    070

    Wieso Kluft? Ich glaube, Jauch und das ARD-Spitzenkonsortium haben sich schon sehr richtig verstanden…

    Antworten
  21. 13. Januar 2007, 11:54 Uhr, von theresa
    071

    bald steht auch herr dr. stoiber zu verfügung… der hat erfahrung, mit problembären etc…
    und rhetorisch wäre es auch amüsant… :)

    Antworten
  22. 13. Januar 2007, 12:57 Uhr, von Walter
    072

    Plasberg macht´s. Muss!
    Muss?
    Schon interessant- das Bild, die Erwartung, die ‚Marken‘ Christiansen- Jauch- Plasberg.
    Eine Plattform der Darstellung von Politik über Selbstdarstellung von Politikern, eine Arena der für Verkünder Parolen und geglätteten Überzeugungen, ‚Schlagabtausch‘.- Ist es das, was unser Land, wir brauchen? Sind dieses sich gegenseitig ins Wort fallen, Übertönen, dieses hitzige Abladen von Halbsätzen, das Beleidigttun und das testosteronlastige Gockelgehabe wirklich ein Maß für die öffentliche politische Diskussionskultur in Deutschland?
    Ich finde, bei allem Respekt vor Frau Christiansen, diese Sendung in ihrer bisherigen Konzeption wenig geeignet, um politische gepaart mit persönlicher Information und individuelle Motivation gepaart mit Glaubwürdigkeit einem sehr breiten Fernseh- ‚Publikum‘ zu vermitteln. Ausnahmen gibt es, kleine Sternstunden, für die es sich dann auch wieder lohnt, sich den, die meiste Zeit stattfindenden Krampf anzutun. Kultivierte Umgangsformen stelle ich mir anders vor- damit ist diese Sendung in meiner Wahrnehmung eher entlarvend…

    Antworten
  23. 13. Januar 2007, 15:07 Uhr, von Cate
    073

    Ja, aber ich sah es auch eher so, dass der SendePLATZ vergeben wird. Jeder neue Moderator sollte seinen eigenen Stil mitbringen. Nicht umsonst trägt die Sendung seinen Namen (oder bleibt „Sabine Chrisitiansen“ ? ;o) Frank Plasberg halte ich für am geeignetsten. Nur, weil das den Vorstellungen der ARD-Spitzenköpfe entspricht, muss es noch lange kein schlechter Vorschlag sein. Ich differenziere da immer etwas mehr. Auch eine geeignete Frau (Kriterien Verfügbarkeit, zum Grundkonzept passender Stil, nicht zuletzt Fähigkeiten…) sehe ich bei allem feministischen Gedankengut derzeit nicht, bzw. nicht im Rahmen derer, die genannt wurden. Es gibt natürlich in den dritten Programmen zahlreiche gute Journalistinnen und Journalisten, nur werden die das Quotenmeter nicht überstehen, leider… Sonst wäre ich auch für jemanden, wie Jörg Thadeusz, der einen ganz neuen Polittalkstil etablieren könnte. Allerdings muss man auch mal auf dem Teppich bleiben. Zuviel Bewegung wird unter Walrossen nicht begrüßt. Und wenn Bewegung, dann nur da, wo es nicht so anstrengend ist, an der Flosse… (Einführungsbeiträge, Studiokulisse, etc.) Zu deiner Kritik an der Sendung: Plasberg sagte in einem Statement sinngemäß „Ich stehe zur Verfügung. Wen sie mich anrufen und mir die Sendung geben, werde ich was draus machen.“ Das hört sich nicht danach an, als ob Plasberg die Sendung in alter Manier fortsetzen wird. Das müsste dir doch eigentlich gefallen, Walter.
    Alles in allem habe ich gerade bei fast allem, was ich geschrieben habe ein Déja vu – Erlebnis… ;o) (Fabian: Ich glaube, du willst was zu den „männlichen Politikernasen“ sagen, stimmt´s?)
    Wir hatten im übrigen an anderer Stelle auch mal festgestellt, dass „Miri“ überaus geeignet wäre… Na, wie wär´s? ;o)

    Antworten
  24. 13. Januar 2007, 15:19 Uhr, von Cate
    074

    „testosteronlastiges Gockegehabe“ ist echt der Hit! Walter, du BIST KEIN MANN! :o)

    Antworten
  25. 14. Januar 2007, 13:47 Uhr, von Ute
    075

    @Cate:
    Danke für den Link zu dem Artikel.
    So bleibt man auf dem neuesten Stand.

    Antworten
  26. 14. Januar 2007, 13:52 Uhr, von Fabian
    076

    Wer schmeißt denn da mit Lehm?

    Antworten
  27. 14. Januar 2007, 19:07 Uhr, von Walter
    077

    Kein Lehm, Meinung.
    Kann als Mann auch Stellung beziehen gegen testosteronlastiges Verhalten einiger, nicht aller Männer. Ich sage nichts gegen Testosteron an sich- ist ja ein natürlicher Stoff und von der Schöpfung gewollt. Meiner Meinung nach sollte jedoch bei einer zivilisierten Diskussion der Verstand und nicht die Fortpflanzungsorgane den Ton angeben…
    Gegenbeispiel: Georges Walker Bush, weniger Edmund Stoiber (‚he has no eggs‘- Pardon Edi)

    Antworten
  28. 14. Januar 2007, 20:03 Uhr, von Cate
    078

    Kleiner Spaß zum Stoiber-Thema:

    Eine Freundin sagte mir, dass es in ihrer Familie früher den Begriff „steubern“ oder „stäubern“ für „Laub wegfegen“, „kehren“ oder einfach „mit den Füßen wegschieben“ gab. Sehr schön: „Stoibern“ – den Dreck beiseite schieben in Ecken oder unters Sofa kehren…
    Wir sind dann übrigens „steubernd“ die Straße entlang gegangen und haben uns desweiteren volltrunken über die FDP ausgelassen… Hach, war das ein Spaß! :o)

    Antworten
  29. 14. Januar 2007, 22:33 Uhr, von Walter
    079

    Auch ein Aspekt der politischen Kultur: Wie gehen wir mit Stoiber um? Die öffentliche Meinung ist unter Führung der Medien umgeschwenkt: Süddeutsche (Fahrenholz, Stroh, Prantl), Tagesthemen (Anne Will), tendenziell auch Sabine Christiansen: Auf einmal geht alles ganz schnell. Edmund Stoiber hat offensichtlich gegen elementare Spielregeln verstoßen, die ‚Deckung‘- von hinten, vorne, rechts und links des CSU- Bundestagsfraktionsvorstandes hat seinem Ansehen wohl auch nicht gerade genutzt. Jetzt ist Stoiber der Gejagte- alte Rechnungen mit dem ‚blonden Fallbeil‘.
    Bloß- wie lauten die Spielregeln und wer macht sie?

    Antworten
  30. 15. Januar 2007, 18:50 Uhr, von Walter
    080

    Nachtrag: Der Fall Stoibers und die zu erwartende Schwächung Ramsauers nutzt Angela Merkel und der großen Koalition- wesentlich. Damit hat die ‚Affäre Stoiber‘ auch einen wohl nicht ganz unbeabsichtigten Hintergrund in der CDU (und SPD). Jeder CSU- Politiker, der seine Zukunft auch in der vertrauensvollen Zusammenarbeit mit der CDU Angela Merkels sieht, wird dies bedenken- Seehofer, Söder, Ramsauer, Beckstein (?)- und seine Chancen waren. Wer will schon der großen Schwester mit Herumgenörgel an den Reformen Knüppel zwischen die Beine werfen?- Das stört auch bei kleinen Schritten…

    Antworten
  31. 19. Januar 2007, 11:38 Uhr, von Fabian
    081

    PR-Berater Klaus Kocks über Angela Merkel auf SPON: „Kanzlerin Merkel 2006: „In jedem Fall ist Angela Merkel eine schwierige Gegnerin“, sagt Kocks. „Als ich sie 1990 zum ersten Mal getroffen habe, war sie stellvertretende Regierungssprecherin unter Lothar de Maizière und trug Sandalen mit weißen Socken. Die Genialität ihrer politischen Rolle liegt darin, dass sie das nicht verleugnet. Das ist die Widerspruchsfreiheit … und sie könnte keinen größeren Fehler machen, als sich übermäßig schick anzuziehen und zu frisieren.“

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