MM_Darwin
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25. April 2007, 22:22 Uhr, Geschrieben von Miriam Meckel

Informationelle Fremdbestimmung

Merken wir was? Irgendetwas verändert sich in Deutschland. Und es gibt genug Anzeichen dafür, dass wir aufmerksam werden sollten. Die Handy-Verbindungsdaten werden bald „auf Vorrat“ gespeichert. Der Bundesinnenminister überrascht inzwischen fast täglich mit neuen Vorschlägen zur Terrorbekämpfung, von denen jeder einzelne den Bürgern einen weiteren Teil ihrer informationellen Selbstbestimmung nimmt – darunter der umfassende Zugriff auf Passfotos, die Speicherung digitaler Fingerabdrücke und die Online-Durchsuchung privater Computer.

Hatten wir das bemerkt? Dass zum Beispiel in Deutschland bei der Volkszählung 1987 ein umfassender Widerstand gegen die grenzenlose Erfassung von Daten laut wurde. In den Studenten-WGs haben wir die Türen verbarrikadiert und den Volkszählern gar nicht erst aufgemacht. Heute marschieren die unter anderen Vorzeichen gleich ungehindert über unsere Festplatte.

Erinnern wir uns? Zum Beispiel daran, dass es einmal eine liberale Partei gab, die das Recht der Bürger auf informationelle Selbstbestimmung für politisch verteidigenswert hielt. Und das sogar eine Bundesjustizministerin zurücktrat, weil sie sich mit dem Lauschangriff nicht abfinden wollte?

Derzeit interessiert es offenbar nicht mal mehr, dass der Bundesdatenschutzbeauftragte festellt: Der Datenschutz kann mit den technologischen Möglichkeiten nicht mehr mithalten und die Bundesregierung tut nichts, um ihn wirklich zu sichern.

Mensch, wir sollten uns erinnern, sonst tun es andere für uns. Unsere Festplatte ist ganz schnell gelöscht.

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176 Reaktionen

  1. 24. Mai 2007, 15:27 Uhr, von Walter
    0151

    Auf der Seite der Tagesschau:

    ‚G8-Alternativgipfel in Rostock
    Alternativgipfel sucht nach Lösungen für Armut
    Die Themen Armutsbekämpfung, Klimapolitik und globale Gerechtigkeit stehen im Mittelpunkt des G8-Alternativgipfels vom 5. bis 7. Juni in Rostock. „Weltweit verschärfen sich trotz oder wegen der Politik der G-8 die Probleme“, sagte BUND-Geschäftsführer Gerhard Timm. Dies solle auf dem Gegengipfel zur Sprache kommen. Diskutiert würden Sichtweisen und Lösungen abseits der herrschenden und auf dem G-8-Gipfel in Heiligendamm diskutierten Politik. Es sollten Alternativen aufgezeigt werden, wie eine andere Welt aussehen könnte.

    Neben dem BUND gehören rund 40 Organisationen zu den Initiatoren und Unterstützern des Gegengipfels, unter anderem Attac, Oxfam, die IG Metall, Pro Asyl, Misereor, VENRO, Greenpeace, der Evangelische Entwicklungsdienst, Ver.di, Brot für die Welt und die GEW. Auch Politiker der Linkspartei und der Grünen gehören zu den Organisatoren. Noch nie habe es in Deutschland bei einem vergleichbaren Ereignis ein derart breites Bündnis gegegeben, sagte Attac-Aktivist Peter Wahl.‘

    Natürlich darf nichts passieren- aber ’sicher‘ sind wir nie. Wie der G8- Gipfel vor zwei Jahren in Gleneagles in einem anderen Luxushotel zeigte, haben Terroristen nicht unbedingt vor, die Spitzen der Politik anzugreifen- die brauchen sie ja auch als Feindbild- sondern Terror unter der Bevölkerung zu verbreiten- damals in London.
    ‚Sicher‘ geht nicht, auch nicht, wenn wir unser Land für die nächsten 2 1/2 Wochen unter einer Käseglocke verstauen, oder die demonstrationsfreie Zone um den Sperrzaun um Heiligendam auf 1100 Kilometer vergrößern.
    Sicherheit gibt es nicht und der sich logischerweidse ergebende Zustand der notwendigen Unsicherheit ist mit Zuversicht, Gottvertrauen, Fatalismus, Vertrauern in Statistik, Lebenserfahrung oder was auch immer zu ertragen.
    Wir dürfen uns nicht verrückt machen (lassen)- meint auch amnesty international.

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  2. 24. Mai 2007, 15:55 Uhr, von Fabian
    0152

    @ Walter: Ich habe mich auch an der Umfrage auf http://www.tagesschau.de beteiligt und war über das Ergebnis erstaunt und ein wenig erfreut – sorry AW ist aber so.

    Stimme Lammert zu: Die politischen Themen werden in Talkshows oft zu holzschnittartig, zu einfach dargestellt, oftmals auf simple. populistische Formeln und Floskeln reduziert. Es gibt nur wenige, die „make the complex clear“ wirklich gut können, ohne dabei gleich anbiedernd zu wirken, Peer Steinbrück und Ursula von der Leyen gehören für mich dazu. Die machen eben Sachpolitik.

    Ansonsten finde ich Norbert Lammert prima, weiß nicht, was an dem auszusetzen ist, ist jemand der leiseren Töne, bedachtsam, mit sehr viel menschlichem Gespür und gerade deshalb in der Position gut. Ich finde es auch gerade angemessen, dass er die Diskussion anstößt, wer sonst? Das hat doch nichts mit Bevormundung zu tun.

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  3. 24. Mai 2007, 15:57 Uhr, von Fabian
    0153

    Muss sagen, dass ich die MM-Standpunkte, wobei ich bislang nur eine Folge so halb geschaut habe, diesbezüglich viel gelungener finde, da sich MM einfach mehr Zeit für ihre Gäste (und zwei finde ich auch passender) nehmen kann. Es ist sofort viel ruhiger und sachlicher und geht auch inhaltlich mehr in die Tiefe, fand ich zumindest.

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  4. 24. Mai 2007, 16:04 Uhr, von Fabian
    0154

    Der Wähler will engagierte und streitlustige Politiker sehen, das Fernsehen bedient seinen Wunsch nach „politischer Streitkultur“ *hüstel*

    Im Parlament findet das ja nicht mehr statt: Gähnende Leere bei Lesungen und Anhörungen oder langweiligen Pressekonferenzen, vom Berliner Politikalltag kriegt doch in Hintertupfing kein Bürger was mit. (Die Frage ist, ob er das überhaupt will) Immerhin, seitdem es N24 und Phoenix gibt, kann sich der Fernsehkonsument auch ein recht ungefiltertes Bild über so manches politisches Event machen – z.B. den Bundespresseball.

    Insofern sind Talkshows in der Tat zu einer Art televisionärem Ersatzparlament mutiert, aber so ist das eben, so kriegt Lieschen Müller wenigstens noch ein bisschen ersehntes Berliner Politikgezänk ins Haus – ganz ohne verbales Rumgeklppe wäre Politik ja auch etwas langweilig und seltsam, oder?

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  5. 24. Mai 2007, 16:45 Uhr, von Walter
    0155

    Einverstanden, Fabian. meine Kritik an Norbert Lammert bezieht sich nicht auf seine Person oder seine Ansichten, sondern die Wahl seiner Mittel, die einigermaßen dem entsprechen, was er an seinesgleichen kritisiert.
    Über Sabine Christiansen haben wir schon im Januar unsere Meinungen ausgetauscht. Mir ist es dort meistens zu laut. Hin und wieder bin ich begeistert- deswegen habe ich es auch immer noch nicht aufgegeben. Spannend wird es dann, wenn neue Kombinationen von Diskutanten aufeinander treffen, die möglichst aus verschiedenen Bereichen kommen. Interessant sind eher die eingeladenen Frauen. (Empathie, Sachlichkeit, Zuhörenkönnen)
    Wenn der Bundestag dort vertreten ist, wird es schon mal ätzend. Ich nehme an, Herrn Lammert geht es ähnlich, er ist Ästhet…Deswegen ist Sabine Christiansen als Ersatzparlament und Bundestagsdebatten- Extrakt auch nicht zu gebrauchen. Dafür fehlt es uns leider an Debattenkultur und Umgangsformen. Maybrit Illner macht es anders, lebendiger, witziger, nicht so ernst und bedeutsam.
    Kurz gesagt, wie es Norbert Lammert von seinem Ansatz her wohl auch meint, würde ich mir eine gründlichere, und ruhigere Diskussion dieses Themas wünschen, nicht so eine holzschnittartig grobe Klotzerei.
    Und auf AW bin ich sehr gespannt.

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  6. 24. Mai 2007, 18:39 Uhr, von theresa
    0156

    ich finde, dass diese polit-talkSHOWS überbewertet werden;
    sie sind sicherlich sinnvoll, um entscheidungen prägnant(er) darzustellen, sie zu verteidigen – das endet manchmal auch in plakativität
    – aber selbst das kann zum denken und zum beschäftigen mit polit. themen anregen…

    trotzdem sollte man die talkshows nicht dahingehend aufwerten, als würden sie die 1.lesung sein oder gar der vermittlungsausschuss. hallo? was wird denn bei frau illner, herrn plasberg, frau christiansen, frau meckel, bald frau will wirklich entschieden?! da geht’s – nach meiner beobachtung – um austausch und diskussion – und wenn die politiker die zeit dazu haben… bitte schön!

    MM, AW, mfg
    – etwas rudimentär ;)

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  7. 24. Mai 2007, 19:36 Uhr, von Fabrina
    0157

    Entschieden wird dort, wer die Gunst der Wähler für sich gewinnen kann, für viele Politiker ist das leider mittlerweile das einzig Entscheidende …

    Aber im Grundsatz stimme ich Dir schon zu theresa

    Antworten
  8. 24. Mai 2007, 19:36 Uhr, von Fabian
    0158

    Entschieden wird dort, wer die Gunst der Wähler für sich gewinnen kann, für viele Politiker ist das leider mittlerweile das einzig Entscheidende …

    Aber im Grundsatz stimme ich Dir schon zu theresa

    Antworten
  9. 24. Mai 2007, 20:33 Uhr, von Cate
    0159

    Ach, die Gunst der Wähler… Die, um deren Gunst es wirklich zu kämpfen gilt, die schauen sich solche Sendungen wohl eher nicht an. Politttalk gucken in der Regel solche, die sich schon für Politik interessieren. Da stellt sich sicherlich die Frage, ob zusätzliches Gelaber und Gezeter noch Not tut. Schließlich sind politisch interessierte Menschen für gewöhnlich auch schon ziemlich gefestigt in dem, was sie denken und vertreten, oft auch mit einer gewissen Arroganz. Es ist dann auch nicht leicht für Politiker, ganz einfache Dinge zu sagen. Manchmal sind Dinge aber einfach. Leute, wie Lafontaine haben das noch nicht so ganz begriffen. Die pfiffige Querdenkerindee ist oft ganz schön bescheuert, wenn man sie bis auf ihre Grundlagen zurückverfolgt. Aber solche Leute schaffen unnötigen Raum für unnützes Gelaber. Ich glaube, daran haben sich mittlerweile auch schon viele Polittalkshows aufhängen lassen. Es wäre doch zu einfach, zu glauben, es ginge den Politikern nur um das Anliegen der Partei. Es ist doch die reinste Selbstprogilierung, die mittlerweile im Fernsehen um sich greift, wenn über Politisches gesprochen wird. Wenn man das mal wieder ausklammern könnte, wären wir sachlichen Diskussionen wieder ein ganzes Stück näher. Das ließe sich sogar leicht bewerkstelligen: Anstatt immer nur Politologen und sonstiges akademisches Volk mit in die Politkerrunden zu setzen, die dann bla bla bla ihre Schlaumeiereien von sich geben, sollte man endlich aufhören mit dieser Intellektuellenselektion und die direkte Konfrontation mit Menschen suchen, die sehr sehr berechtigt eher pragmatisch über Politik sinnieren. Für Profilierungen wäre dann überhaupt kein Platz mehr, für niemanden, auch nicht für die Journalisten. In Wirklichkeit, machen wir uns nichts vor, ist dieser ganze politische Journalismus zu einem aufgeblasenen Kreislauf verkommen. Sonntag läuft die unsinnige Sendung mit den unsinnigen Phrasen von fragwürdigen Leuten, Montag schreiben andere fragwürdige Leute das Unsinnige vom Sonntag in unsinnige Artikel, die von noch fragwürdigeren Leuten gelesen werden, die sich wiederum unsinnige Gedanken machen und irgendwo sitzt Berta Schmidt und weiß nicht mehr, wovon sie ihre Krankenversicherung bezahlen soll. Aber Berta Schmidt ist den ganzen fragwürdigen privatversicherten Leuten egal. Sie sind ja schlauer als Berta Schmidt, weil studiert, promoviert und staatlich vereidigte Klugscheißer.
    Vielen Dank! ;o)

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  10. 24. Mai 2007, 21:05 Uhr, von Fabian
    0160

    Ich finde Geißler hat mit seinem Attac-Engagement PR-mäßig schon den Vogel abgeschossen. Habe mich letzte Woche noch mit jemandem aus dem Berliner Polit-Zirkus unterhalten, der meinte, es ginge nur noch darum, sich irgendwie Mehrheiten zu beschaffen und sich entsprechend zu profillieren, sprich zu Netzwerken, hm, das fördert nicht gerade das Querdenkertum schätze ich. Oder man denkt wieder so quer, dass man eine echte Marktlücke besetzt – siehe Geißler.

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  11. 25. Mai 2007, 5:33 Uhr, von Fabian
    0161

    Vermutlich müsste man soetwas wie den Politiker 2.0 erfinden: Authentisch, transparent, glaubwürdig, fleißig, bescheiden, bedachtsam, sachorientiert und selbstkritisch. Ich finde Angela Merkel verkörpert diesen Typus schon ganz gut, vielleicht ist sie deshalb so beliebt.

    Na ja, aus der Ferne kann man immer gut meckern, im Blog schön herumschwallern (Blogs sind so bisschen Ersatzstammtisch ;-)) besser machen hieße die Alternative :-)

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  12. 25. Mai 2007, 8:06 Uhr, von Walter
    0162

    Wir ’schwallern‘ nicht so sehr herum, wenn auch schon mal polemisiert und geschimpft wird, meist ohne Namen zu nennen. (Cate)
    Wenn sich Heiner Geissler bei ATTAC anmeldet, finde ich das für ihn konsequent. Dass es sich aus einer Gesprächsrunde (das Wort ‚Talk‘ hat zwei Bedeutungen, zumindest eine davon ist nicht sehr appetitlich) heraus ergeben hat, sorgte für das entsprechende Echo- die Bühne war bereitet. Was sich da im Fernsehen ereignet ist Theater, inszeniert, gespielt. Das ist menschlich. Richard Sennett erklärt in seinem Buch über den Verfall des öffentlichen Lebens den Narzissmus gar zur: „protestantischen Ethik von heute“ und lässt keinen Zweifel daran, dass er den Terror der Intimität für ein Grundübel der an narzisstischen Zielen und Werten orientierten Gesellschaft hält.‘
    Der Versuch Narzismus öffentlich zu zelebrieren findet im großen Stil in den Massenmedien statt und hat ausgehend von den kommerziellen Fernsehsendern (ich erspare mir die Aufzählung) über die öffentlich- rechtlichen (Harald Schmidt) auch die Zeitungen infiltriert. Selbstdarstellung ist primär an das Bild/ Foto gebunden, das Radio ist viel kritischer, da Stimme und Glaubwürdigkeit über Zwischentöne häufig eine heikle Liaison eingehen. Der Personenkult und die Selbststilisierung sind schon länger bei Spiegel (Aust, Matussek), Zeit (di Lorenzo, Martenstein) und FAZ (Schirrmacher) angekommen- alles Männer.
    Es ist in den letzten Monaten auch im Zusammenhang mit der Christiansen- Nachfolge viel kritisches geschrieben und gesagt worden. So ganz trauen wir uns selbst nicht, Zweifel sind angebracht und die Diskussion darüber- auch hier- klärt den persönlichen Standpunkt.

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  13. 25. Mai 2007, 8:21 Uhr, von Walter
    0163

    PS: Noch eine ink- Ergänzungl- es geht ja immer nur einer…

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  14. 25. Mai 2007, 8:24 Uhr, von Walter
    0164

    Und es heißt richtig auch nicht ‚Terror‘- das Wort ist inflationär-, sondern Tyrannei. Sorry…

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  15. 25. Mai 2007, 8:39 Uhr, von Janna
    0165

    Ich stimme Herrn Lammert in seinen Aussagen schon zu, auf der anderen Seite bringen sie mich aber auch wieder auf die Palme. Ich meine, der Mann ist Bundestagspräsident, eine Funktion, die für mich mit „Mutti der Nation“ oder „Bundestags-Kindergärtner“ gleichzusetzen ist. Der muß von Amtes wegen mahnende Worte an „die lieben Kleinen“ richten, an Vernunft und Zurückhaltung appelieren.
    Ich hätte mir einfach gewünscht, das jemand anderes, also einer der Betroffenen selbst, auf diesen Trichter kommt. Denn die geforderten 2 Jahre Abstinenz in Talk-Shows werden meiner Meinung nach nichts bewirken können, solange die Einsicht bei den Beteiligten nicht vorhanden ist. Und Ventile für die Entaldung der Krawall-Aussagen werden sich immer finden lassen, ob mit oder ohne Talk-Show.
    Die logische Konsequenz wäre eigentlich jetzt eine Sabine-Christiansen Runde zum Thema „Wieviele Talk-Shows braucht das Land ?“…

    Antworten
  16. 25. Mai 2007, 13:37 Uhr, von Fabian
    0166

    @ Walter Narzissmus: Ich glaube es ist eher so, dass die Medien (Sender / Zeitungen) in Zeiten schwindender Zuschauerquoten und Leserblattbindung etc. versuchen, über ihre „Marken“ und das sind nun mal die „Köpfe“ oder „Promis“ (wie auch immer), die Konsumenten an sich zu binden. Humpelt man derzeit in Berlin hinter dem ARD-Hauptstadtstudio an der Spree entlang, leuchtet einem AW auch von fast jedem Laternenmast herab entgegen.

    Antworten
  17. 25. Mai 2007, 14:45 Uhr, von Walter
    0167

    Fabian, echt? Ich war letztes Wochenende dort, hab‘ so etwas nicht gesehen. Kann die Laternenmaste allerdings auch übersehen haben, achte nicht so auf Plakate.

    Antworten
  18. 25. Mai 2007, 14:57 Uhr, von Walter
    0168

    Briefe, nicht nur Festplatten:
    ‚Angeblich begleiten LKA-Beamte sogar Postbedienstete bei ihren Touren. Sie sollen dabei Briefe direkt aus dem Beutel entnommen haben und sie direkt der Briefkontrolle übergeben haben, bevor sie zugestellt wurden.‘
    – Wozu soll das gut sein, außer uns an unserer Polizei und Justiz zweifeln zu lassen?

    Antworten
  19. 25. Mai 2007, 15:31 Uhr, von Fabian
    0169

    Si, nur den Spruch darunter habe ich vergessen, ich fand den aber bisschen blöde, das weiß ich noch. Ansonsten war ich mit meinen Füßen beschäftigt, die taten nämlich sehr weh! Noch schmerzhafter war es allerdings, dass mich ausgerechnet in dieser Situation AW oben herab „spöttisch anlächelte“ – solche Plakate sollten verboten werden! :-(

    Antworten
  20. 25. Mai 2007, 23:42 Uhr, von Na ich
    0170

    Das Recht auf (….) Fremdbestimmung ;-) Heissa!

    Doch, wie lautete noch der Titel der Bertelsmann Kampagne: „Du bist Deutschland“?

    „Du bist der Baum“… –

    und aus der Traum für Deutschland???

    Antworten
  21. 30. Mai 2007, 20:52 Uhr, von Walter
    0171

    Nein, nicht aus der Traum für Deutschland. Aber Idealismus reibt sich an der ‚Realität‘ und gestaltet, verändert sie. So gesehen ist “Du bist der Baum?… eine Metapher auch für Standhaftigkeit und Eigensinn. Sozusagen Baum gegen Zaun in Heiligendamm. Das hat wohl auch Wolfgang Schäuble irgendwie eingesehen.
    Seien wir mal gespannt…

    Antworten
  22. 14. Juni 2007, 7:46 Uhr, von Fabian
    0172

    Schaut mal hier: Toll gemacht! Die schöne Welt der Überwachung auf SPON

    Antworten
  23. 2. Juli 2007, 21:31 Uhr, von Walter
    0173

    PS: Als Nachtrag zur ‚Informationellen Fremdbestimmung‘ im Zuge der aktuellen Terrorismusdebatte: ‚Vertraut Schäuble!‘ ein Kommentar von Heribert Prantl, in der SZ vom 2.07.07, S.4- lesenswert: ‚Der Datenschutz wird vom Staat verfolgt wie eine feindliche Macht.‘

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  24. 27. Juli 2007, 10:25 Uhr, von Walter
    0174

    Ein weiterer Nachtrag in der ZEIT– vielleicht siegen ja doch Vernunft und Freiheit?

    Antworten
  25. 16. September 2007, 20:14 Uhr, von Selbstbestimmte Fremdbestimmung - work.innovation Blog
    0175

    […] Ist das die Informationelle Fremdbestimmung, wie Prof. Miriam Meckel die aktuellen Tendenzen umschreibt, in der selbstbestimmten Version? Wäre das in der absehbaren Komplexität überhaupt leistbar? […]

    Antworten
  26. 16. September 2007, 20:19 Uhr, von Alexander
    0176

    Manueller Trackback:

    […]aus: Telepolis: Der gläserne Terrorverdächtige. Ist das die Informationelle Fremdbestimmung, wie Prof. Miriam Meckel die aktuellen Tendenzen umschreibt, in der selbstbestimmten Version? Wäre das in der absehbaren Komplexität überhaupt leistbar?[…]

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