MM_Duerrenmatt
Zu den Kommentaren
20. Oktober 2007, 23:09 Uhr, Geschrieben von Miriam Meckel

Netzlese: Das existenzielle Funkloch

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74 Reaktionen

  1. 2. November 2007, 16:59 Uhr, von Walter
    051

    An diesen Medientagen und ihrer Selbstreferenz hätte Niklas Luhmann bestimmt seine Freude: Media Yourself. Zitat aus dem Existenziellen Funkloch vom 14. Januar 2006: ‚Wer nicht permanent an dieser öffentlichen Selbstinszenierung teilnimmt, fällt in ein existenzielles Funkloch.‘ Das Paradoxon der Medienmenschen: Menschsein und Inszenierung, das Private im Öffentlichen, nach außen gewendete Intimität der Talkshows. Inzwischen gehört es fast zum guten Ton, die Gegensätze und den inszenierten Konflikt nicht mehr auszuhalten oder eben auszusitzen, sondern mittendrin aufzustehen und zu gehen. Die Botschaft: Ich mache nicht mehr mit, bin dann mal weg. Das neue Stilmittel der öffentlichen Debatte? Ist dies ein Ausdruck von Intoleranz oder von Selbstschutz in einer absolut individualisierten Gesellschaft? Die additive Aneinanderreihung individualisierter Ego- Projekte ohne ordnendes Band? Das existenzielle Verschwinden im Funkloch?

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  2. 3. November 2007, 15:25 Uhr, von Wolff Horbach
    052

    Wunderbar. Eines Ihrer Videos hat schon heftige Diskussionen über den Nutzen und Missbrauch mobiler Kommunikationstechnik ausgelöst: Das Glück der Unerreichbarkeit

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  3. 7. November 2007, 23:40 Uhr, von Walter
    053

    488 Referenten (einmal gezählt) und 81 Referentinnen: Medientage München…

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  4. 8. November 2007, 7:15 Uhr, von Ute
    054

    Tja, ja, der Mediabizz. Walter, könntest du mal eine Statistik anfertigen, wie viele von den o.g. Frauen Familie (sprich Kinder) haben? Merci! :-)

    Ist es nicht komisch, dass viele Top-Manager oftmals ziemlich viele Kinder haben?

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  5. 8. November 2007, 13:50 Uhr, von einer stime aus dem volk
    055

    @zu einem wachen geist gehört halt auch ein wacher körper

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  6. 9. November 2007, 10:49 Uhr, von Walter
    056

    Diese kleinen Spitzen…
    Im Mediabizz versuchen offensichtlich einige dem existenziellen Funkloch zu entkommen- nicht jeder heißt Kerkeling.
    Das Thema Kinder oder keine ist ein sehr weites Feld, im Sinne des Themas existenziell, aber nicht im Funkloch. Dass Frauen, die sich auf die Berufskarriere konzentrieren in Deutschland weniger Kinder haben als anderswo ist eher ein deutsches als ein weibliches Problem.- Siehe Frankreich, Skandinavien, USA…
    Interessant finde ich die Fotos und Videodokumente der Medientage- öffentliche Bühne für Eitelkeit und Wichtigkeit. Dies liegt vielleicht an der Branche? Bei einigen Herrn-warum kommt mir immer Herr Markwort in den Sinn?- sind die Bemühungen dem Funkloch zu entkommen mit Händen zu greifen.
    Vielleicht könnten die nächsten Medientage mit einem Ausflug nach Santiago de Compostela verbunden werden- mit Fototermin?

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  7. 10. November 2007, 22:48 Uhr, von Walter
    057

    Zukunftsgipfel– irgendwie passt es zum Thema- immer online, immer erreichbar.

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  8. 10. November 2007, 22:54 Uhr, von Walter
    058

    Noch mehr aus der schönen neuen Welt: interessant, spannend und für einige Religionsersatz. Second life everywhere- wo ist da noch Platz für ein existenzielles Funkloch?

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  9. 13. November 2007, 12:37 Uhr, von Gabi
    059

    … wann geht` s denn endlich weiter ???

    Grüße aus dem eisigen (brr brr…) Westmünsterland

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  10. 13. November 2007, 18:15 Uhr, von Ute
    060

    ???
    Habe eben auf der Internetseite von n-tv nach der nächsten Sendung von MM gesucht und entsetzt festgestellt: Weder die Sendung noch ihr Name wird bei n.tv aufgeführt???
    Habe ich was verpaßt? Gibts die Sendung nimmer???

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  11. 13. November 2007, 23:31 Uhr, von Walter
    061

    Es scheint so, Ute. Über die Gründe und Hintergründe weiß ich nichts zu sagen und drauflos spekulieren möchte ich nicht.
    Ja es wird kalt, nass und dunkel. Drei Gründe nach positiven Erlebnissen Ausschau zu halten und die langen Winterabende zu genießen.
    Franz Müntefering hat sich auch ins existenzielle Funkloch verabschiedet- konsequent und ohne auszuteilen. Er hat mehr Stil und Charakter als viele seiner Führungsgenossen in der SPD. Dass er seiner Frau beistehen will, finde ich bewundernswert, wie viele lassen ihre Partner im Stich, wenn die Karriere winkt.
    Nicht im existenziellen Funkloch sind derzeit Maybrit Illner und René Obermann. Um seine beiden Töchter tut es mir leid. Wer will da richten?- Ich nicht.
    Noch eins: ‚Die Kunst der Selbstausbeutung‘ von Jakob Schrenk- passt irgendwie zum Thema.

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  12. 14. November 2007, 15:41 Uhr, von Cate
    062

    Qualität spielt da doch nie eine Rolle… Schall und Rauch das ganze. Diese halbe RTL-Zentrale da in Mitte, was soll man von der schon erwarten…
    Da ich jetzt übrigens schon seit längerem krank bin und gerade so bayerische Tier- und Landschaftsdokumentationen ertragen kann, hab ich das Buch noch nicht gelesen. Also, etwaige Rezensionsansprüche oder dergleichen sind aufgeschoben! Ich muss jetzt erstmal das Blei aus meiner Stirn pumpen… :o///

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  13. 14. November 2007, 17:32 Uhr, von Janna
    063

    ja ja, die Herbstmelancholie. Die Tage kurz und dunkel, das Wetter nass, die Arztpraxen voll mit röchelnden Menschen… und wieder ein erfolgloser Versuch, ob die Landeshauptstadt nicht doch per Bahn zu errreichen ist. Die Bahnsteige kalt und zugig, und in den Ohren das Lied „es fährt ein Zug nach niergendwo, den es noch gestern ganicht gab“.
    Da wünsche ich mir doch insgeheim, auch in meinem eigenen Funkloch verschwinden zu können. Einfach mal Lebensmittel bunkern und eine Woche völlig abtauchen- es wird leider eine utopische Vorstellung bleiben.
    An alle Kranken (inkl. Cate) da draußen: gute Besserung !

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  14. 14. November 2007, 17:51 Uhr, von birgit
    064

    Die Frage nach der Sendung habe ich schon vor einigen Wochen erfolglos gestellt… Vielleicht sucht MM ja eine neue Produktionsfirma? Die Website von TV21 ist jedenfalls momentan auch im Funkloch. Die Suche sollte jedoch nicht schwerfallen!

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  15. 14. November 2007, 20:35 Uhr, von Ute
    065

    @ Birgit: Stimmt, es gibt ja YouTube :-)

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  16. 14. November 2007, 23:52 Uhr, von Anja
    066

    auch nicht im Funkloch diese Woche Uli Hoeneß. Wäre ich Bayern Fan (das darf man als Borussia Mönchengladbach Fan ja eigentlich nicht mal denken) würde ich meinen 7 Euro Platz beim nächsten Heimspiel freilassen und gemütlich die Bundesligakonferenz im Radio hören. Wieder jemand der im Machtwahn die Nähe zum (Fußball-) Volk verloren hat, genau wie Herr Mehdorn, der den Kontakt zu seinen Mitarbeitern und (Bahn-)Volk anscheinend komplett verloren hat und glaube ich immer noch denkt, er könnte ungeschoren und ohne Blessuren aus dieser endlosen Streikgeschichte rauskommen. Vielleicht müßte ihm in seiner „Mehdorn Show“ auch mal schnell ein Scheinwerfer auf den Kopf fallen.
    Zum Thema n-tv und generell die Beantwortung von Fragen des (Blog-) Volks hier sage ich mal: schade eigentlich oder vielleicht auch nur „das Glück der Unerreichbarkeit“?!?

    Gute Besserung an alle Kranken oder die, die es noch werden wollen;-)

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  17. 15. November 2007, 9:37 Uhr, von Ute
    067
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  18. 15. November 2007, 14:05 Uhr, von Cate
    068

    Die Leute aus den Logenplätzen, denen der Verein „das Geld aus der Tasche“ zieht, sind jetzt sicher auch bester Stimmung… Is ja mal wieder köstlich!

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  19. 15. November 2007, 18:01 Uhr, von Walter
    069

    Es stimmt aber doch.
    Die Leute, die sich die Logenplätze leisten wollen und können haben ja auch etwas davon- direktes Sozialsponsoring. Man kann ja vom FC Hollywood halten was man will- manche Stars sind auch zum Kotzen (Loddar)- aber ein wütender Uli Hoeneß, das hat was.
    Fußball hat etwas atavistisches, ist manchmal Krieg im Frieden, wie die Fans von Latio Rom gerade zeigten. Aber ich bin eben kein Fußballfan und werde es nie erjagen- naja.
    Die Alternative YouTube ist gar nicht so abwegig. Vielleicht ist die Akzeptanz bei den Älteren (über 40?) noch nicht so groß, aber für die Jüngeren ist es kein Problem in einem jungen Medium aufzutreten. Die Währung dort sind das Surfen mit dem Zeitgeist und die Chance bekannt zu werden. Ich glaube, viele Ältere und richtig Alte wären auch neugierig, mal einen Auftritt auf YouTube zu versuchen. Man stelle sich vor, die Bundespressekonferenz wird auch dort angeboten, oder politische Debatten. Immerhin wären auf diesem Weg auch junge Mensche zu erreichen.
    – Die Amerikaner sind da schon weiter, YouTube ist Wahlkampfplattform.

    Zum Funkloch: existenziell notwendiger als jemals zuvor. Immer online. aber zumindest auf standby ist keine Lebensmaxime. Wer das erkannt hat, zieht seine Konsequenzen. Viele Menschen merken eben, manche auch leidvoll, dass im Kommunikationszeitalter nicht Kommunikation das Wichtigste ist, sondern Respekt- vor den eigenen Grenzen und denen der Anderen.
    Daher liebe Grüße an Euch alle, auch an die Kranken und die im Funkloch.

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  20. 15. November 2007, 19:11 Uhr, von Janna
    070

    @Walter
    ob „weiter“ da der richtige Begriff ist, wenn die Ami’s YouTube als Wahlplattform nehmen, wage ich zu bezweifeln- mich erschreckt es eher. Aber das ist ja im Westen nichts neues…
    Bis auf wenige rühmliche Ausnahmen (hüstel) ist das für mich immer noch so ne Kindergeburtstags-Plattform, bei der jeder Horst seinen Senf loswerden kann- ich sage nur Grup Tekkan…

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  21. 16. November 2007, 11:27 Uhr, von Ute
    071

    @ Janna: Ganz ehrlich, in den letzten Tagen bin ich oft durchs Fernsehprogramm gezappt und hatte danach den Kaffee immer dermaßen auf, dass ich mir so langsam wirklich überlege, aus Prinzip aufs Fernsehgucken zu verzichten.

    Man mag über YouTube et alter denken was man will, es kommt auch da auf die Nutzung an. Wenn ich kleine Clips suche, z.B. zu Loriot oder anderen Dingen, die interessieren, werde ich dort fast immer fündig, das heisst: Ich kann selber entscheiden, was ich wann, wie sehen will.

    Was einem dagegen im TV bisweilen „serviert“ wird – vor allem (verglichen zu so manch guter Web-Produktion) zu welchen Kosten – finde ich nicht mehr allzu interessant.

    Komischer Weise erlebe ich immer mehr Menschen, die so denken und leben.

    Im Web finden sich auch gute genuin für das Web produzierte Formate, beispielsweise beim Elektrischen Reporter oder bei Turi2

    Insofern: Das Angebot – verglichen mit dem TV – riesig und man muss sich hier eben seine Sachen herauspicken. Ich persönlich möchte auf diese Wahlmöglichkeiten aber nicht mehr verzichten.

    Und: „Isch respe-h-e-h-e-ktier nu-hu-r disch“ – war doch zu köstlich – Fremdschämen der Extraklasse mit Sternchen :-)

    Ich finde auch, wir sollten mit diesen ganzen Dingen viel toleranter umgehen und nicht die Nase rümpfen, sondern die Chancen darin sehen. (z.B. Besser die Kids von heute tjuben sich kreativ aus als dass Autos klauen und so … :-))

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  22. 23. November 2007, 13:15 Uhr, von Katharina
    072

    Liebe Frau Meckel,
    den derzeitigen Ereignissen zum Trotz habe ich ihr Buch bereits vor zwei Wochen gekauft und muss leider sagen, dass es fulminant beginnt, gegen Ende aber doch nicht wirklich halten kann, was es verspricht. Die von Ihnen vorgeschlagenen Wege aus der Kommunikationsfalle sind, um in diesem Bild zu bleiben, doch bereits recht breitgetreten und auch nicht allzu zahlreich. Habe ich die ersten 100 Seiten noch recht zügig und amüsiert gelesen, so gilt das für die letzten 100 leider nicht mehr.
    Zu den Ereignissen der letzten Tage ziehe ich ebenfalls ihr Buch heran „Selbstbestimmung als Schritt zur Freiheit“ – in diesem Sinne Glückwunsch und Danke dafür!

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  23. 11. Dezember 2007, 19:32 Uhr, von nanu0815
    073

    Gut ja, der Voyeur in mir hat sich vollends entblödet und hat sich auch noch das mitgelieferte Video reingezogen. Bei allem Verständnis für die betroffen – aber es ist nun mal so: wir müssen allem in dem Bett schlafen, dass wir uns selbst gemacht haben… Diese Lawine ist nun mal hausgemacht…
    Und das bringt mich zu drei Fragen:
    1. Warum jetzt?
    2. Müssen Bücher verkauft werden und brauchen Sendungen Quoten?
    3. Musste es ausgerechnet die BamS sein?
    Womit ich wieder bei Frage eins angekommen wäre….
    Auch wenn ich sehr viel Verständnis dafür habe, dass Frau Meckel die Galle übergeht (ich kenne einen sehr guten Chirurgen) aber bei dem Zitat: „Ab sofort wird zurück…“ stellen sich mir die Nackenhaare auf. Das hat schon mal jemand gesagt und was daraus wurde wissen wir alle: nix gutes!
    In einem andern Zusammenhang hat ein großer pole mal gesagt: „Normalität ist erst dann erreicht, wenn es keine Rolle mehr spielt.“ Der Mann war Ignatz Bubis.
    Warum verwendet die Gesellschaft nicht die Kraft auf darauf dafür zu sorgen, dass es keine Rolle mehr spielt?
    Und den beiden Damen rufe ich zu: schmeißt Kaviar unter das Volk, damit der Pöbel ausrutscht!

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  24. 11. Januar 2008, 12:15 Uhr, von NZZ Campus Sarahs Blog - Tankstelle Engadin
    074

    […] Fextal ohne Internetanschluss und mit unzuverlässigem Handynetz bot mir die letzten paar Tage das existenzielle Funkloch, die Spaziergänge über den gefrorenen Silsersee mit zauberhafter Aussicht wieder einen […]

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