MM_Naisbitt02
Zu den Kommentaren
23. November 2007, 15:22 Uhr, Geschrieben von Miriam Meckel

Ich hatte einen Netzinfarkt

So ist das also, wenn man plötzlich für einige Zeit aus der virtuellen Welt verschwinden muss. Am Sonntag Morgen war mein Server außer Kraft gesetzt, es war ihm einfach zuviel zugemutet worden. Diese permanenten Anfragen und Anforderungen, dieses Surfen durch die Lebenswelten hatten ihn ganz durcheinander gebracht. Er wurde über Stunden gebitst und gebytest und dann gab er einfach auf. Digitales Burnout nennt man das. Und es hat ganz reale Konsequenzen: meine virtuelle Seite war weg (die reale war zu dem Zeitpunkt noch gar nicht wach).

Wie fühle ich mich ohne mein virtuelles Spiegelbild? Gut soweit, bis auf die Tatsache, dass ein Teil von der Überlastung und Überforderung durchaus auch bei mir angekommen ist. Mein Server schwieg und meine Seite sagte nur noch einen Satz : „Ich bin zur Zeit nicht verfügbar“. Da konnte ich mitfühlen. Ich wollte auch unverfügbar sein. Es gibt nichts schöneres als unverfügbar zu sein. Und es gibt nichts, was ich mehr liebe, als das Unverfügbare. Aber als Mensch kann man sich das, was ein Server darf, längst nicht mehr leisten.

Es hat in den vergangenen zwei Monaten keinen einzigen Tag gegeben, an dem es mir schlechter gelungen wäre, mein Glück der Unerreichbarkeit zu finden. Aber ich habe dazu gelernt. Zum Beispiel, dass es einem Server leichter fällt, unpässlich zu sein, als einem Menschen. Der Server fällt einfach aus. Der Mensch fällt aus der Normalität, die aber doch die Umwelt unnachgiebig weiter von ihm verlangt – auch in der Ausnahmesituation.

Ein wesentlicher Unterschied liegt im Gebot der Höflichkeit, das uns Menschen zueigen ist. Wenn der Server zu oft angesteuert wird, klinkt er sich einfach aus. Wenn ich angesteuert werde, glaube ich, antworten zu müssen. Seit diesen Tagen weiß ich: In Ausnahmesituationen gibt es keine Schattierungen, sondern nur schwarz und weiß. Ich kann nicht höflich erklären, dass ich derzeit unerreichbar sein möchte. Ich muss es einfach sein. Es gibt nur den binären Code, die 0 und die 1. An oder aus. Das habe ich von meinem Server gelernt. Ich hatte einen Netzinfarkt und bin daraus ganz real genesen. Jetzt bin ich wieder da, virtuell die gleiche, real eine andere. Soviel Unterschied darf es zwischen 0 und 1 dann doch noch geben.

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130 Reaktionen

  1. 30. November 2007, 14:43 Uhr, von Cate
    0101

    Walter, lass uns mal folgenden Versuch starten: Dein letzter Kommentar in einem Satz! Na, wie wär’s? Kurz und knapp, was wolltest du sagen? Ein Satz und….sagen wir mal … nicht mehr als drei Nebensätze! Versuch’s doch mal…
    (Ich meine das ernst!)

    Antworten
  2. 30. November 2007, 15:30 Uhr, von Janna
    0102

    ich glaube das wird schwierig, weil das Thema so umfassend ist (also nicht weil Walter das nicht könnte). Irgendwie höre ich hier inzwischen vermehrt Stimmen…

    Antworten
  3. 30. November 2007, 16:15 Uhr, von licia Gefällt einem Leser
    0103

    Das Glück der Unerreichbarkeit
    Nostalgia for present.
    Nostalgia for the present
    At that precise moment he said to himself:
    What would I not give for the joy
    of being at your side in Iceland
    in the great immobile day
    and partake of now
    as one partakes of music
    or the taste of fruit.
    At that precise moment
    he was together with her in Iceland.
    (Jorge Luis Borges)

    Liebe Frau Meckel, trotz ihren Netzinfarktes, hätte Borges Sie erreicht. Glück oder Unglück?
    Durch den Titel von ihres Buch, mir ist es dieses Gedicht wieder in dem Sinn gekommen, denken Sie Das Glück der Unerreichbarkeit übersetzt wird?
    Das I. E.S (immer erreichbar Syndrom) ist in Italien 1000-mal höher als in Deutschland.
    Vielen Grüsse und Erfolg
    Liciaci
    p.s. Entschuldige Sie, bitte, mein Deutsch. Ich bin noch auf den Weg „Unerreichbarkeit“ genau zu aussprechen

    Antworten
  4. 30. November 2007, 16:18 Uhr, von Andrea
    0104

    Hilft Imodium eigentlich auch gegen Logorrhoe? Ein Versuch wäre es wert, oder?

    Antworten
  5. 30. November 2007, 16:34 Uhr, von Cate
    0105

    @Janna: Keine Sorge, ich höre sie auch… ;o)

    Antworten
  6. 30. November 2007, 16:37 Uhr, von theresa
    0106

    bin sehr auf diesen Versuch gespannt, Andrea :D

    Antworten
  7. 30. November 2007, 16:41 Uhr, von Eine
    0107

    @Walter
    Die Macht der Medien: Wie wird sie ausgeübt und welches sind ihre Erfüllungsgehilfen in uns?

    „Erfüllungsgehilfen in uns“ – gutes Stichwort! „Walter“ – gutes Beispiel

    Wie wäre es mit Besessensein von real existierenden, berühmten Personen (Frau Meckel), die als Projektionsfläche für unerfüllte Sehnsüchte und Liebe dienen, das alles in Ermangelung eines eigenen Lebens?

    Antworten
  8. 30. November 2007, 16:46 Uhr, von einer stimme aus dem volk
    0108

    frau knoll aus griesbeckerzell ist 102 jahre alt geworden. ich habe sie kennengelernt, da war sie 86 und hat zuverlässig im zwei-wochen-rythmus die treppe geputzt. ich aber nicht. deshalb habe ich ständig ein schlechtes gewissen gehabt, dass ich die alte frau so ausnütze.
    und sie war warmherzig, dünn und großzügig. die hatte „herzensbildung“.
    gearbeitet hatte sie als magd irgendwo im baierischen. 1906 oder so, war sie dabei, als kaiser wilhelm (oderso) in einer sechsspännigen kutsche in aichach bonbons unter die menschen schmiß. hat sie mir erzählt.

    ich laufe der jahre habe ich sie richtig mögen gelernt, (und mich auch getraut, weil als ich sie kennenlernte habe ich gedacht, sie stirbt ja eh bald) und irgendwann mal, als sie 99 war oder sogar schon hundert, habe ich in ihrer wohnküche zu ihr ganz ehrfürchtig gesagt, dass es doch ein riesengeschenk vom lieben gott sei, dass sie so alt werden durfte.
    Und ich habe das auch wirklich so gemeint!

    da hat sie mich sehr, sehr traurig angesehen und hat zu meinem großen erstaunen gesagt, dass es gar kein geschenk sei, denn sie sei total alleine: alle schulkameraden tot, alle freunde, alle gleichaltrigen und auch der eigene sohn war da schon 20 jahre lang tot.

    da war ich wie vor den kopf geschlagen, dass das ja total einsam macht, so anders, so viel älter zu sein als alle anderen.

    daran habe ich manchmal denken müssen, wenn walter so sehr intelligtent, so sehr abgehoben von allen andern schriften verfaßt, die nicht nur ich nicht verstehe(n will).

    dass ihn das ganz, ganz einsam macht.

    Antworten
  9. 30. November 2007, 17:08 Uhr, von Walter
    0109

    Cate, du überschätzt mich vielleicht ein wenig?
    Wo findet heute Öffentlichkeit statt, wo Zensur, wo wird über Menschen gerichtet? Wo werden Vorurteile gepflegt und bestätigt, Ikonen kreiert und zerstört? (Cate, bitte die Antwort in einem Satz ohne Nebensätze, die Fragen sind ja deutlich genug.)
    Was ist der Preis für Beliebtheit? Was ist ein Mensch?- für die Medien?
    In einer Diskussion mit Iris Radisch kamen wir auf die Verinnerlichung von Ideen zu sprechen, die unser Denken durchdringen und so allgegenwärtig sind, dass wir sie nicht mehr wahrnehmen, sondern als Prämisse und Schere im Kopf nicht mehr(?) weg denken können. Dabei ging es um das ökonomische Denken, das sich in unser aller Köpfen festgesetzt hat und unseren Blick auf Menschlichkeit und Freiheit verstellt. Ähnlich ist es mit der Charakterisierung und Attributierung von Menschen in den Medien, die von uns Konsumenten meist unhinterfragt akzeptiert wird, weil sie unsere Meinungen und Vorurteile fortgesetzt bestätigt, die das System wieder seinerseits zu seiner eigenen Legitimation erzeugt. Auf diesem Weg bevölkert sich der öffentliche Raum mit Klischees und Meinungen, als einer Form von ethischer Gewalt (J. Butler).
    Gegenöffentlichkeiten gibt es zum Glück in der kritischen Diskussion, durch Hinterfragung von Klischees- auch hier im Blog.- Da gehören immer mindestens zwei dazu- ein Lob der menschlichen Partnerschaft!
    Die Herausforderung in einer medialisierten Gesellschaft liegt vielleicht darin, sich des subversiven Einflusses bewusst zu werden- auch in der Diskussion, ohne den Kontakt zu dieser Gesellschaft zu verlieren, als deren Bestandteile wir uns doch täglich definieren und definieren müssen. Denn auch als Verweigerer sind wir Teil des Systems, das auch die Verweigerung thematisiert.

    Und jetzt kurz, für Cate: Sind wir nicht auch Täter und üben ethische Gewalt aus, indem wir moralische Urteile übernehmen und anwenden, die uns die Öffentlichkeit suggeriert?

    Schubladen und Klischees gibt es überall, nicht nur in BILD- je nach dem Meinungstrend, auch hier.
    Wir haben uns in Corporate Blogs über das Thema ‚öffentliche Meinung‘ unterhalten- auch in Blogs.
    Wenigstens hier können wir uns am konkreten Beispiel fragen, wie mediale Öffentlichkeit funktioniert- und was dies für den Menschen bedeutet, der zur ‚Beute‘ der nicht nur virtuellen Jagd wird.
    Wir, unsere Gesellschaft– müssen diese Spielregeln nicht akzeptieren.

    Ja, es stimmt Janna, das Thema ist umfassend. Aber hat uns das jemals abgehalten? Wir müssen es ja auch nicht packen, es ist ja alles freiwillig hier.
    Zum Netzinfarkt: Es heißt nicht zu Unrecht Massenmedien…
    Na dann.

    Antworten
  10. 30. November 2007, 17:23 Uhr, von Anna-Kristina Gefällt einem Leser
    0110

    ‚Worin besteht die Macht der Medien? Wie wird sie ausgeübt und welches sind ihre Erfüllungsgehilfen in uns?‘ – Voyeurismus?!
    Und wie war das noch gleich: ‚Es ist gut, die Dinge zu benennen, um sie von sich weg zu geben.‘ Eben, und nicht, um sie immer wieder auf latente Art und Weise unter die Nase gerieben zu bekommen. Es sei denn, der ein oder andere Empfänger besitzt einen ausgeprägten Voyeurismus.

    Oder reagiere ich gerade über?!

    Antworten
  11. 30. November 2007, 17:24 Uhr, von Andrea
    0111

    Schade, dass Du so hartnäckig ignorant bleibst, Walter. Es könnte wirklich ein konstruktives Miteinander hier sein oder werden, aber Du verhinderst dies, sorry. Wenn Dir div. Teilnehmer signalisieren, dass sie Dich nicht verstehen, gehst Du einfach darüber hinweg. Ist Dir wirklich an einem Austausch gelegen oder möchtest Du vielleicht einfach nur Deine Erkenntnisse und Wahrheiten verbreiten?

    Antworten
  12. 30. November 2007, 17:26 Uhr, von Andrea
    0112

    @theresa
    Hat nicht funktioniert ;-)

    Antworten
  13. 30. November 2007, 17:46 Uhr, von Cate
    0113

    „Wo findet heute Öffentlichkeit statt, wo Zensur, wo wird über Menschen gerichtet? Wo werden Vorurteile gepflegt und bestätigt, Ikonen kreiert und zerstört?“ In der Reflexion.
    Das war noch nicht mal ein vollständiger Satz. Also darf ich hinzufügen, dass die Reflexion ein unbedingter Bestandteil unserer Selbstwahrnehmung ist. Tja, so’n Pech aber auch… Sieht so aus, als könnten wir uns davon also nicht befreien.
    „Sind wir nicht auch Täter und üben ethische Gewalt aus, indem wir moralische Urteile übernehmen und anwenden, die uns die Öffentlichkeit suggeriert?“ Was wir SIND ist und bleibt schleierhaft. Und überhaupt: Angenommen wir seien ALLE Täter, dann bestünde überhaupt kein Unterschied zwischen uns und der Zustand des Täterseins wäre nichtig.

    Antworten
  14. 30. November 2007, 17:58 Uhr, von Eine
    0114

    @Walter
    Die Macht der Medien: Wie wird sie ausgeübt und welches sind ihre Erfüllungsgehilfen in uns?

    “Erfüllungsgehilfen in uns? – gutes Stichwort! “Walter? – gutes Beispiel

    Wie wäre es mit Besessensein von real existierenden, berühmten Personen (Frau Meckel), die als Projektionsfläche für unerfüllte Sehnsüchte und Liebe dienen, das alles in Ermangelung eines eigenen Lebens?

    Antworten
  15. 30. November 2007, 18:01 Uhr, von Tiffy
    0115

    Logorrhoe … herrlich! Ich kannte diesen Ausdruck bisher nicht, aber er verdeutlicht, dass manchmal nicht einmal ein vollständiger Satz von Nöten ist, sondern ein einziges Wort reicht, um eine Erscheinung umfassend zu beschreiben. Mir kam dagegen immer nur der Begriff der verbalen Inkontinenz in den Kopf und da hilft leider noch nicht einmal Tena Lady … oder doch?!?! Es formieren sich gerade entzückende Bilder in meinem Kopf ;-)

    Antworten
  16. 30. November 2007, 18:05 Uhr, von einer stimme aus dem volk
    0116

    wahrscheinlich hat walter als kind nur essen bekommen, nachdem er das griechische alphabet aufgesagt hat.

    fehlerlos und rückwärts.

    @ walter
    nicht böse sein. aber ich wette, da steckt ein korn wahrheit drin.

    Antworten
  17. 30. November 2007, 18:11 Uhr, von Tiffy
    0117

    Und bitte Walter, stelle dich nicht wieder als Opfer von Zensur und Vorurteilen hin. Im Gegenteil, man kann sich fast schon ernsthafte Sorgen um dich und deine Sucht nach Selbstinszenierung machen. Du scheinst so damit beschäftigt zu sein, ein bestimmtes Bild von dir zu vermitteln, dass dir dabei die Fähigkeit zu einer gelungenen Kommunikation verloren geht.

    Antworten
  18. 30. November 2007, 18:26 Uhr, von einer stimme aus dem volk
    0118

    und das bei soviel intelligenz und wissen!
    welche verschwendung.

    Antworten
  19. 30. November 2007, 20:52 Uhr, von Anna-Kristina
    0119

    Irgendwie fühle ich mich momentan stark an Siddhartha von Hermann Hesse erinnert. Ein Mensch auf der Suche nach Erleuchtung und Weisheit, der vieles erreicht, alles Erreichte verliert, der hoch fliegt und tief fällt, um schließlich als einfacher Mann zur Erkenntnis zu gelangen.
    „Anders sah er jetzt die Menschen an als früher, weniger klug, weniger
    stolz, dafür wärmer, dafür neugieriger, beteiligter […] Langsam blühte, langsam reifte in Siddhartha die Erkenntnis, das Wissen darum, was eigentlich Weisheit sei, was seines langen Suchens Ziel sei. Es war nichts als eine Bereitschaft der Seele, eine Fähigkeit, eine geheime Kunst, jeden Augenblick, mitten im Leben, den Gedanken der Einheit denken, die Einheit fühlen und einatmen zu können.“
    Es geht nicht darum, andere mit dem eigenen Wissen zu erschlagen, sondern sie teilhaben zu lassen und zu leiten, um sie der Erkenntnis, was Leben eigentlich ist und bedeutet, näher zu bringen.

    Was ich eigentlich damit sagen will: Es ist toll, dass Du so viel weißt, Walter, und dies alles mitteilst, aber Deine Beiträge erschlagen mich. Ich komme mir beim Lesen wie ein dummer „Kindermensch“ vor – am Ende weiß ich nicht mehr, was am Anfang stand und was mir das Ganze jetzt eigentlich sagen soll, und das ist ein ziemlich blödes Gefühl. Es macht insgesamt wirklich Spaß, dieses Blog zu lesen, auch wenn ich selbst nicht viel zum Inhalt beitrage, und ich fände es wirklich schade, wenn hier jetzt ein Streit oder eine Art Mobbing ausbricht. Deshalb wäre es schön, wenn Deine Beiträge vielleicht ein wenig „dosierter“ wären. Wäre es nicht möglich, wie bereits vorgeschlagen wurde, Dein eigenes Blog zu betreiben, und alles Übrige dort niederzuschreiben? Das könntest Du dann ja in Dein eigenes Buch einarbeiten, das Du mal erwähnt hast.

    Antworten
  20. 30. November 2007, 20:54 Uhr, von Anna-Kristina
    0120

    Hoppla! Dabei habe ich extra versucht, mich kurz zu fassen :-)

    Antworten
  21. 30. November 2007, 22:08 Uhr, von miro
    0121

    @tiffy – Du sprichst mir aus der seele

    ich lese sehr gerne – aber nicht am bildschirm – und ich mag es gar nicht, wenn ich an diesem medium oft pseudokomlexen texten ausgeliefert bin; da schalte ich ab.

    ich denke die kommunikation wie sie hier betrieben werden soll, ist nicht die eines philosophischen seminars, sondern sollte schnell, einigermaßen locker, durchaus mit einem bißchen humor und ironie klappen.

    @walter – ich habe – im gegensatz zu anderen hier – nicht den geringsten respekt vor deiner bildung – auch ich bin gebildet – sondern frage mich inzwischen:

    bist du eingeschleußt ?

    überblickst DU eigentlich wirklich die inhalte der schriften der von dir zitierten personen, denn was du schreibst, klingt nicht nach eigener meinungsbildung, sondern nach verinnerlichung fremder lebenswege oder dem versuch sich interessant zu machen.

    wenn ich heute abend in eine kneipe gehe und walter sitzt am tisch und redet so wie er schreibt, dann wechsle ich den tisch.

    Antworten
  22. 30. November 2007, 22:40 Uhr, von Fabian
    0122

    Sagen wir mal so. Ich finde viele von Walters Gedanken und Links schon sehr interessant und anregend. Mich nerven nur folgende Sachen:

    1. Der ständige Bezug zu MM (und AW), bzw. das permanente Herausfordern, zitieren etc., die Aufforderung, dass sie hier mitkommentiert, uns antwortet, etc. das ist wirklich etwas sehr nervig und das würde ich als penetrant versuchtes Eindringen in meine Privatsphäre wirklich als unangenehm empfinden.

    Ebenso wie Deine ständigen Versuche, alles so auszulegen, wie MM es gemeint haben könnte. Walter, Du generierst Dich hier als MMs Sprecher (und Bloglenker) und irritierst damit womöglich eher, als dass Du ihr und uns damit hilfst – wie es sicherlich Deine Intention ist.

    2. Dein öffentliches und extrem überhebliches Zurschaustellen Deines Wissen und Deiner Moralvorstellungen gehen einem wirklich auf den Keks.

    Wenn das alles wegfällt (und du dich bisweilen nicht so ganz in Deinen eigenen Gedanken verschwurbelst) finde ich das ganze schon okay. Ganz verzichten auf unseren Walter wollen wir doch auch nicht, n’est pas?

    Das musste noch sein. Nun ist von mir wirklich Ruhe, habe anderes zu schaffen.

    Viel Späßchen hier noch – lese gerne mit :-)

    Antworten
  23. 30. November 2007, 23:27 Uhr, von Ute
    0123

    @ Fabian und Cate:
    Danke Euch beiden, auch für die konstruktive Kritik und die Lösungsvorschläge.

    @Walter:
    Bitte bitte bitte lies, was die Kollegen Dir mitteilen möchten, es ist uns wirklich ernst. Ich lese Deine Kommentare schon gar nicht mehr. Gründe siehe bei Fabian.

    Dennoch: der Dank für den Link mit den Veranstaltungen in St. Gallen im April.

    Und wenn alles nicht hilft: Hier die Übersetzung zu Cate:
    1 Satz und 3 Nebensätze sind in der Summe: 4Sätze, in – sagen wir mal maximal 10 Zeilen, nicht in 125 Zeilen.

    Daaaaaaaanke!!!!

    Antworten
  24. 1. Dezember 2007, 8:57 Uhr, von Gabi
    0124

    Hallo zusammen,

    als ich gerade die Beiträge der Reihe nach gelesen habe, kam mir der Gedanke, dass es nach dem Netzinfarkt, dem Walter-Infarkt nun ein Netz-Mobbing gibt…

    Aber ich muss sagen, dass die Beiträge von Anna-Kristina (20.52 Uhr) und von Fabian (22.40 Uhr) mir völlig aus dem Herzen sprechen. Ich hätte es nicht besser schreiben können.

    Ich glaube, das Walters Beiträge so manche(n) davon abhalten, hier ebenfalls Beiträge einzustellen. Man kommt sich gelegentlich wirklich so vor, als sei man selber blöde. Deshalb lese ich meistens nur mit und bin still.

    Vielleicht liegt es an einem erheblichen Altersunterschied?

    Walter stell ich mir schon etwas älter vor. Wie er da abends so in seinem hohen Ohrensessel vor dem Kamin sitzt, Pfeifchen im Mund mit irgendeiner „schweren“ Lektüre.

    Ich selbst bin gerade 36 geworden und habe bis heute morgen um 2.00 Uhr DVD geschaut, weil ich wegen ganz fieser Halsschmerzen und stark verschnupfter Nase nicht schlafen konnte. Schon blöd, wenn man nur durch den Mund Luft bekommt :(

    Wünsche Euch allen eine erkältungsfreie Zeit und viel Spaß auf den nun beginnenden Weihnachtsmärkten. Ein schönes Wochenende…

    P.S. Sorry, dass der Beitrag so lang geworden ist…

    Antworten
  25. 1. Dezember 2007, 10:50 Uhr, von Walter
    0125

    Herzlichen (wirklich) Dank für Eure ebenso behutsame wie deutliche Kritik.
    Ich versuche daraus zu lernen.
    Das mit Ohrensessel und Pfeifchen stimmt nicht ganz, Gabi. Häufig schreibe ich meine Kommentare zwischendurch, in kurzen Pausen, oft auch unterbrochen. Daher kommt es wohl, dass die Gedanken nicht immer klar formuliert und knapp geschrieben sind. Das möchte ich ändern.
    Auf der Suche nach Erleuchtung bin ich nicht, aber nach Erkenntnis. Ich habe meine Kommentare zumindest nicht bewusst eingesetzt, um andere zu beeindrucken oder abzuschrecken. Ich finde alle, die hier etwas sagen/schreiben wollen, sollten es tun, mit dem gleichen Recht. Oft sind einfache, kurze Sätze die besseren.
    Wenn ich durch sparsameres, kürzeres Kommentieren dazu beitragen kann, den Austausch hier wieder zu beleben, möchte ich dies tun. Ganz aufhören möchte ich nicht, da ich die Atmosphäre hier dank MM weiterhin als inspirierend und spannend empfinde.
    Das Buch- Projekt (gemeinsam mit meiner Frau, dann auch mit Blog) nimmt erste Formen an. Diskussionen in den letzten Monaten, teilweise auch hier, haben dazu beigetragen. Es freut mich, Menschen zu begegnen, denen die Entwicklung unserer Gesellschaft nicht gleichgültig ist und die sich allein und/oder im Austausch mit anderen Gedanken machen. – Diese alle sind Verbündete, wobei die Meinungen und Lösungen nicht genau übereinstimmen müssen, da durch den kritischen Dialog (wie kürzlich mit I. Radisch) oft die besten Ideen entstehen.
    Euch allen einen schönen, wenn auch teilweise nassen ersten Dezember- schon Dezember!-
    Walter

    Antworten
  26. 1. Dezember 2007, 15:19 Uhr, von Anna-Kristina
    0126

    @Walter
    Ich freue mich auf Deine weiteren Beiträge (Du hast es sogar schon geschafft, verschüttetes Wissen bei mir freizulegen, z.B. Rorty) und warte gespannt auf Blog und Buch :o)

    Antworten
  27. 10. Dezember 2007, 20:59 Uhr, von Siegmund
    0127

    Hab´ gerade den bildblog gesehen mit dem Kommentar von Miriam Meckel. Echt gute Idee mit dem Zurück-Fotografieren bzw. -Filmen !

    Wusste gar nicht, dass Paparazzi so schnell weglaufen können … ;)

    Antworten
  28. 11. Dezember 2007, 10:53 Uhr, von Sabine
    0128

    Zu dem überaus gelungenem Wort „Netzinfarkt“ könnte man noch das Wort „Netzplaudern“ hinzufügen.
    „Netzplaudern“ = „chatten“ wurde von der „Stiftung deutsche Sprache“ (www.aktionlebendigesdeutsch.de) ins Leben gerufen … Ich finde, das Wort gibt einem das Gefühl von anregenden und interessanten Gesprächsrunden. Man sollte nur aufpassen, dass man nicht zuviel „netzplaudert“, so dass man dann einen Netzinfarkt erleidert …

    Antworten
  29. 12. Dezember 2007, 23:02 Uhr, von Jo
    0129

    Mein Chef sagte mal zu mir: Nur Sklaven müssen immer erreichbar sein. Seitdem bin ich öfter mal nicht erreichbar. Das tut saugut.
    Vermutlich geht es dem Server (der Serverin?) auch so. Es menschelt halt auch bei denen.

    Antworten
  30. 17. Dezember 2007, 16:40 Uhr, von Sönke Brandschwert
    0130

    Ich habe diese Seite zufällig über Google gefunden. Da mir die Domain
    netzinfarkt.de gehört, musste ich unweigerlich irgendwann hierauf stoßen.
    Der Begriff „Netzinfarkt“ wurde von mir im Februar 2004 kreiert, als die erste Auflage meines gleichnamigen Romans erschien.
    Ich kann Frau Meckel anbieten, ihr eine Email-Adresse wie beispielsweise Miriam.Meckel@netzinfarkt.de zur Verfügung zu stellen – selbstverständlich unentgeldlich, denn es verursacht mir auch keine zusätzlichen Kosten.
    Bei Interesse genügt eine kruze Email an mich.

    Antworten


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