MM_Naisbitt02
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12. Januar 2008, 17:53 Uhr, Geschrieben von Miriam Meckel

Vergiss mich, bitte!

Bei einer Recherche zur politischen Entwicklung Hillary Clintons stelle ich fest: meine Güte, die Frau hat längst vier oder fünf Leben geführt, soviel hat sie gemacht, so viele Informationen finde ich über sie im Netz (und darüber hinaus).

Sind wir heute fünffach aktiver, machen wir mehr, haben wir komplexere Persönlichkeitsprofile als früher und ein letztlich überfülltes Leben? Oder wissen wir nur heute einfach alles über jeden, weil jede Information im Netz erhalten bleibt?

Wenn ich über eine Person, ein Problem, eine Frage recherchiere, rasen mit jedem Mausclick Unmengen von Daten auf mich zu. Ich werde eingesogen in eines von unermesslich vielen schwarzen Löchern im Datenuniversum, in dem alles verfügbar, alles relevant und alles gegenwärtig ist. Dieses Universum erweitert der Mensch stetig selbst, denn er speichert lieber, als dass er löscht. Und ewig lockt die Datei, die ich auch noch kennen könnte …

Unser soziales Gedächtnis potenziert sich mengenmäßig jedes Jahr um ein Vielfaches. Aber was machen wir damit ? Das menschliche Gehirn ist da immer noch viel schlauer als Computer und Netz: Es „vergisst“ nämlich, schiebt nicht Gebrauchtes in die entfernten Zonen des Erinnerns ab, damit der „Arbeitsplatz“ frei bleibt für gegenwärtig wichtige Operationen. Wir müssen zwischen wichtig und unwichtig, zwischen relevant und irrelevant, zwischen vergangen und gegenwärtig unterscheiden können, um einen Sinn herzustellen. Und wir müssen vergessen, um (über)leben zu können.

Das Netz vergisst nichts, es speichert alles, unabhängig davon, ob irgendjemand irgendwann nochmal davon Gebrauch machen will. Stimmt das noch, was ich heute auf einer Seite zu Hillary lese? Ist es relevant? Brauche ich das oder ist es längst veraltet? Oft kann ich mir die Antworten auf diese Fragen mit mehr oder weniger mühseliger Recherche wiederum im Netz organisieren, zuweilen indem ich Online- und Offline-Wissen „matche“ und abgleiche. Oft gelingt das auch nicht.

Mit Blick auf die Zukunft fragen viele Netzneurotiker, wann denn wohl der große Zusammenbruch kommt, wann die Leitungen nicht mehr halten, was sie uns versprechen: den allumfassenden, allgegenwärtigen und unendlichen Datentransport.

Das ist gar nicht meine Frage. Ich bin sicher, im Zusammenspiel von Mensch und Technik wird es Lösungen geben, die das Versprechen der Unendlichkeit und Unbegrenztheit der venetzten Information und Kommunikation immer erneuern. Aber was machen wir mit alledem? Wie bewerten wir die individuelle und soziale Relevanz?

Zwei Szenarien sind vorstellbar: Entweder wir verwildern über Jahrzehnte in Bergen von Datenmüll, der nicht mehr gebraucht, aber auch nicht entsorgt wird. Oder die Daten helfen uns, indem sie freiwillig abtreten. Das könnte geschehen, indem Dateien ein Verfallsdatum tragen („Haltbarkeit der in dieser Datei vorhandenen Informationen: 31.12.2013) und sich nach diesem Datum selbst entsorgen.

Wer als User und Surfer nicht ganz entmündigt werden möchte, könnte zuvor mit seinen Dateien „kommunizieren“. Jede Datei fragt im Verlaufe der Zeit drei Mal bei mir nach, ob sie noch gebraucht wird. Wenn dann von mir jedes Mal ein „nein, zur Zeit nicht“ als Antwort kommt, darf sie selbst aktiv werden und sich löschen.

Wenn es das irgendwann geben soll, dann habe ich eine Bitte: Die Datei soll sich still und heimlich löschen und mir diesen letzten Schritt einfach verschweigen. Sie soll sich nicht verabschieden mit einem Pop-up-Fensterchen, in dem ich lese:

„vergiss mich, bitte!“

Dann würde ich sofort panisch nach „Abbrechen“ suchen. Aber diese Funktion haben die Programmierer dann hoffentlich auch vergessen.

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326 Reaktionen

  1. 3. Februar 2008, 15:22 Uhr, von clara
    0301

    http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/0,1518,532070,00.html

    „Vergiss mich, bitte!“
    Digitaler Selbstmord in zehn Abschnitten (Tagen)… und was kommt am Ende raus: wahre Freunde brauchen keine „Internet-Plattform-Hilfe“, um ihre Freundschaft zu pflegen.
    Ich hab mich auch lange gewehrt und am Ende doch nachgegeben, um letztlich auch Mitglied im studivz zu werden. Zuerst dachte ich auch, doch gar nicht so schlecht, wen man hier so alles findet.. mittlerweile bin ich aber zu dem Schluss gekommen, dass ich ob mit oder ohne studivz immer noch mit den gleichen Menschen den regelmäßigen und für mich „wichtigen“ Kontakt habe…
    Wozu also der ganze ‚vernetzte‘ Humbug?!

    Sorry, studivz und co. waren hier schon häufig Thema… aber der Artikel passt ganz gut zum Thema „Vergiss mich“ finde ich…

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  2. 3. Februar 2008, 15:44 Uhr, von Angela
    0302

    @Clara, Du sprichst mir aus dem Herzen. Gelegentlich bekomme ich eine Xing-Einladung, welche ich aber nicht annehme. Dies begründe ich, wenn ich denjenigen gut kenne dann persönlich damit, dass ich den Kontakt über die normalen Möglichkeiten weiter pflegen möchte – auch wenn dies bei Familie und Beruf nicht immer so einfach ist. Ich wehre mich etwas gegen dieses Freunde-Machen im Internet. Wahre Freunde brauchen wirklich keine Internetplattform!

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  3. 3. Februar 2008, 16:17 Uhr, von Angela
    0303

    Vielleicht noch zu dem Social Web: Ich vermute, dass immer mehr Menschen die Lust hieran verlieren werden und sich wieder mit den Basics befassen werden. Bewusstes Leben, Essen (s. Slow Food) und Genießen. Einen Waldspaziergang unternehmen (Dies haben wir vorhin noch gemacht.). Jetzt aber Schluss mit dem Bloggen, sonst hänge ich hier alle zehn Minuten rum…

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  4. 3. Februar 2008, 16:44 Uhr, von Fabian
    0304

    Gerade ein Zitat von Jürgen Habermas dazu gefunden: „Aber wenn sich alles in eine Harald Schmidt Show verwandelt, wenn alle zu Moderatoren werden und Moderatoren nur noch mit Moderatoren sprechen, dann nimmt die Welt Luhmannsche Züge an.“

    Wollen wir das wirklich?

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  5. 3. Februar 2008, 16:50 Uhr, von Walter
    0305

    Beides geht.
    Real live und social web- jedes zu seiner Zeit. Ebenso wie Erreichbarkeit und Unerreichbarkeit.
    Entschleunigt und auf kleinem Raum- vorne das Meer, hinten der Wald, auf dem Smartphone das Internet- eine weitere Dimension. Es liegt an uns, wie wir mit den Herausforderungen der Mehrdimensionalität umgehen. Dazu gehören auch auswählen und weglassen, Einfachheit und Fülle, Enge und Weite, der Wald und das Meer.

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  6. 3. Februar 2008, 20:22 Uhr, von Brigitte
    0306

    Interessante Gedanken, die da im Text “Vergiss mich, bitte!? stehen. Und was fällt mir dazu ein? Natürlich die gute alte Zeit, in der es noch hieß:

    “Sollten Sie oder jemand aus Ihrer Spezialeinheit gefangen genommen oder getötet werden, wird der Minister jegliche Kenntnis dieser Operation abstreiten. Dieses Band wird sich in fünf Sekunden selbst vernichten. Viel Glück, Jim. Kobra, übernehmen Sie!?

    Ja, „Kobra, übernehmen Sie!“, eine tolle Fernseh-Serie, die vor “1000 Jahren? ihrer Zeit offenbar weit voraus war. Kein Wunder, in Medien ist nichts unmöglich. Vielleicht entwickeln sie demnächst auch für Internet-Auftritte zerstörerische Kräfte, sodass wir uns keine weiteren ernsthaften Sorgen mehr zu machen brauchen, ob wir noch im Orbit kreisen oder schon längst zu geistigem Staub zerfallen sind.

    Geistiger Staub, das klingt fast so schön wie Sternenstaub, und Sternstaub hat ja wohl etwas, oder?

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  7. 3. Februar 2008, 22:11 Uhr, von Siegmund Gefällt einem Leser
    0307

    Ich frage mich, wie sich das alles noch weiter entwickelt.

    Mal angenommen diese „Playstations“ verschmilzen mit dem Internet – Resultat wäre eine Art 3D-Internet mit noch mehr Möglichkeiten eines „Second Lifes“.

    Einerseits interessant, andererseits auch problematisch, denn das ist eben nicht die Wirklichkeit, sondern nur ein Medium. Ich kann mir vorstellen, dass das der ein oder andere nicht unterscheiden können wird.

    Es gibt ja z. B. Jugendliche, die schon jetzt in „World of Warcraft“ (hoffe das ist der richtige Name) abtauchen und sich vollständig in dieser virtuellen Spielewelt verlieren.

    Andererseits, erhobener Zeigefinger ist mit Sicherheit kontraproduktiv. Ich habe bis heute nicht verstanden, was „Medienpädagogik“ sein soll.

    Mir kommen solche Formulierunge wie „den richtigen Umgang mit Medien vermitteln“ (was ist das ?) komisch vor. Meistens haben doch Jugendliche allein vom technischen Wissen studierten Pädagogen doch meilenweit etwas voraus.

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  8. 4. Februar 2008, 12:07 Uhr, von Deniz
    0308

    In der aktuellen Ausgabe der Zeit ist ein interessanter Artikel zum Thema Informationen aus dem „Internetz“ und deren Glaubwürdigkeit bzw. Verlässlichkeit: http://www.zeit.de/2008/06/C-Internetwahrheit.

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  9. 4. Februar 2008, 19:13 Uhr, von Cate
    0309

    Ich werde manchmal das Gefühl nicht los, dass sich das Web im Prinzip nur darin versucht das Leben zu imitieren. Das Leben als Zielsetzung wäre dann irgendwo bei Web 72.3 und wir stünden genau da wo wir momentan in der Realität stehen. Aber wer glaubt denn, man könnte dadurch einen Vorteil erreichen? Nur weil die Grundlage des Web einen technischen und weniger menschlichen Charakter hat, heißt das noch lange nicht, dass das, was der Mensch daraus macht, irgendeine Art Selbstschutz bietet. In ihrer unendlichen Flucht vor der erdrückenden Tatsache, dass ihr Verstand und dessen Rechenvermögen im krassen Gegensatz zu dem steht, was sie am Leben erhält, greift die humane Spezies zu komischen Mitteln, um sich in einer künstlichen Welt zwischen Eitelkeit und Systematik selbst zu filtrieren. Entweder der Mensch liebt sich oder er liebt sich nicht. Dazwischen kann man sich nicht bewegen. Ich bin keine Psychologin, aber mir dämmert, hier liegt eine gewisse Störung vor.

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  10. 4. Februar 2008, 20:06 Uhr, von Angela
    0310

    @Cate
    Diese geschaffene Kunstwelt und das massive Interesse hieran irritiert mich. Das First Life ist doch schon so vielfältig und interessant, dass für das Second Life, über welches ich allerdings nur gelesen habe, eigentlich keine Zeit sein kann. Was verleitet dazu, sich eine andere Identität zu verschaffen und mit anderen zu kommunizieren, die ebenfalls eine selbst geschaffene Identität haben. Verleiht es Menschen, die im normalen Leben nicht wirklich klar kommen, Selbstbewusstsein? Kann das, was als positiv im Second Life empfunden wird, in der Realität weitergelebt werden. Wohl nicht. Und wie ist es mit den negativen Erfahrungen? Wenn sich die Technik derart weiterentwickelt, wie @Siegmund beschrieben hat, dann Prost und Mahlzeit – jetzt nicht karnevalistisch gemeint.

    Ja, @Walter: Meer und Wald und modernes Kommunizieren, das gefällt mir auch. Im letzten Urlaub kam ich mir allerdings etwas doof vor, am Strand zu telefonieren. Den Sand habe ich bis heute nicht vollständig rausbekommen.

    Jeder wird zum Moderator, @Fabian? Immer mehr werden es versuchen, ich glaube schon. Vielleicht werden Talente hervorgebracht. Harald Schmidt ist schon zu lange im Geschäft… immer die gleiche Nummer. Seine teilweise unverschämten Artikel lese ich schon gar nicht mehr.

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  11. 4. Februar 2008, 20:28 Uhr, von Angela
    0311

    Schon völlig blöd, was er über Frau Beauvoir geschrieben hat.

    Antworten
  12. 4. Februar 2008, 21:01 Uhr, von Annika
    0312

    Was hat er (Harald Schmidt? oder ein anderer er?) denn geschrieben?

    Antworten
  13. 4. Februar 2008, 21:07 Uhr, von Angela
    0313

    Annika, vor allem WIE Herr Schmidt geschrieben hat, ist unmöglich und nicht erwähnenswert… (((Unter Focus-Online findet sich der Artikel.)))

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  14. 4. Februar 2008, 21:07 Uhr, von Fabian
    0314

    @ Angela: Second Life scheint ziemlich tot zu sein. Da treiben sich wohl nur noch ein paar Perverse herum … und MMs Nackte – o weia! Die Arme.

    Jeder will Harald Schmidt sein. Finde ich schon interessant, den Habermasschen Gedanken und so ist es ja auch im Grunde, die ganzen Blogger reproduzieren im Grunde immer nur das medial, was sie von anderen Medien vorgekaut bekommen (das Harald-Schmidt-Syndrom) und kauen es wieder und wieder durch. Ich sehe nichts Neues, dabei ist es das, was mich interessiert. Wobei Habermas damit sicherlich noch einen Schritt weiter geht, wenn er von einer Luhmannschen Welt spricht.

    Dennoch: Wie man es dreht und wendet und beurteilt, die jungen Leute strömen einfach ins Web, das ist Fakt.

    Und wenn man den Facebook Investitionen glaubt, dann ist das jetzt erst der Anfang.

    Ich denke, es wird alles darauf hinauslaufen, dass wir „Social Webber“ bei Facebook eine zentrale Anlaufstelle haben werden, von der jeder Einzelne sozusagen sein Web bedient, momentan ist es doch das totale Wirrwarr, man hat überall zig Accounts und kommt selber schon ganz durcheinander, wo man welche Passwörter hinterlegt hat: Flickr, Skype, MySpcae, Last.fm, Twitter, Xing, Blog, GMX, Ebay, Digger, youTube, Amazon, StudiVZ, daneben vielleicht noch Accounts bei Bet-and-Win, etc. – da blickt doch auf Dauer keiner mehr durch, bzw. was ein Schwachsinn, dass man jede Seite immer einzeln ansteuern muss.

    Insofern wird das Facebook Modell sicherlich das Zukunftsweisende sein. Und ja, Journalismus als Widget, das ist in der Tat die spannende Frage, die ein Journalist unlängst auf dem DLD 2008 in München stellte.

    Bin gespannt was noch kommt. Aber viellleicht könnte man auf diese Weise auch seinen „Trash“, den man bisweilen im Netz absondert, auch besser sortieren bzw. ggf. löschen. Also ich mache das vorbildlich – wenngleich ich damit meine Feedreader ein aufs andere mal in den Wahnsinn treibe :-)

    Antworten
  15. 4. Februar 2008, 21:17 Uhr, von Fabian
    0315

    @ Siegmund: 10 Millionen World-Of-Warcraft Spieler :-)

    Antworten
  16. 4. Februar 2008, 21:20 Uhr, von Annika
    0316

    und dann gibt es ja auch spokeo.com, wo die updates der Kontakte gesammelt/überwacht werden … „little brother is watching you“

    Antworten
  17. 4. Februar 2008, 21:21 Uhr, von Annika Gefällt einem Leser
    0317

    aus Newsweek zu spokeo.com: http://www.newsweek.com/id/96366

    Antworten
  18. 4. Februar 2008, 21:42 Uhr, von Annika
    0318

    Danke, Angela (habe da dann doch hineingesehen, und noch zu ein paar anderen weitergeklickt. Ätzend — aber interessant, weil es gar nicht so einfach ist, den Punkt festzunageln, wie Satire in ihrem Angriff implizit, performativ ihre eigenen Werte preisgibt und in diesen Fällen letztlich ätzend unkritisch wird, nicht scharf genug schlägt).

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  19. 4. Februar 2008, 23:02 Uhr, von Anja
    0319

    Echte Fründe ston zesamme,
    ston zesamme su wie eine Jott un Pott…

    Ich möchte nun wirklich niemanden mit kölschen Liedern nerven, und auch nicht den Eindruck erwecken, dass das gemeinsame Singen und Schunkeln zu Karneval lange Freundschaften initiiert. Aber der Wunsch nach echten und wirklichen Freunden scheint doch da zu sein und einen echten Menschen im Arm zu haben (auch wenn es vielleicht ein Clown oder Pirat) ist, ist vermutlich doch ein größeres Bedürfnis als in irgendeinem Social Web zu „gruscheln“.
    Daher wird es lebensnotwendige Sozialkontakte niemals ersetzen können, auch wenn manch einer das glauben mag und dabei auf der Strecke bleibt. Spätestens dann, wenn man einen wirklichen Freund braucht…
    Mir macht das ehrlich gesagt schon ein wenig Sorgen, das Suchtpotential ist doch schon enorm!
    Außerdem stelle ich mir vor, dass Konflikt- und Kompromissfähigkeit bei den Netzfreundschaften verloren geht. Ich kann mir ja laut Profil nur Menschen zusammensuchen, die zu mir passen. So läuft es in der realen Welt ja nun nicht immer ab.
    Naja, vielleicht bin ich dafür auch einfach nur zu alt…

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  20. 4. Februar 2008, 23:40 Uhr, von Jojo Gefällt einem Leser
    0320

    „Ich werde manchmal das Gefühl nicht los, dass sich das Web im Prinzip nur darin versucht das Leben zu imitieren. “

    …nur mal zur Erinnerung: Das „WEB“
    ist etwas Gemachtes

    Antworten
  21. 5. Februar 2008, 8:09 Uhr, von Fabian
    0321

    @ Anja: Nö, biste nicht! Stimme Dir in allen Punkten unwidersprochen zu, so isset! Und: Es geht eben nichts über das Original :-)

    Antworten
  22. 5. Februar 2008, 17:40 Uhr, von Angela
    0322

    @Fabian, facebook habe ich mir vorhin angeschaut. Meinen Account jedoch schnell ruhend gestellt. Das wird bei mir doch noch was dauern, bis ich dort was unternehme – wenn ich bis dahin nicht mein Passwort vergessen habe… (Die vergesse ich regelmäßig.) Aber die Infos im Posting fand ich informativ, danke!

    @Annika, nachdem ich für 10 Minuten bei facebook aktiv war, habe ich mir die Info-Seiten von spokeo angesehen. Nicht zu fassen! Ich stelle einfach die kühne These auf, dass die Ausgespähten gut auf die „Freundschaft“ verzichten könnten, wenn sie wüssten, dass sie ausspioniert werden…

    Antworten
  23. 5. Februar 2008, 17:48 Uhr, von Angela
    0323

    @Anja, dem kann ich mich nur anschließen.

    Antworten
  24. 5. Februar 2008, 18:15 Uhr, von Walter
    0324

    Meer und Wald und modernes Kommunizieren (@Angela)- leicht verspätet wegen zeitweiliger Unerreichbarkeit: Wir leben heute bestimmt nicht fünfmal so intensiv, möglicherweise aber fünfmal so schnell. Wenn wir in dem Maße, wie wir unser Leben beschleungen an Qualität des Erlebens verlieren, machen wir womöglich etwas falsch. Statt uns auf den Moment zu konzentrieren, sind wir schon beim nächsten und übernächsten. Auswählen und Vergessen helfen uns, die Gegenwart zu sehen und die Einmaligkeit des Augenblicks. In der Herausforderung liegt die Kunst- sich beim Telefonieren am Strand doof zu fühlen ist ja vielleicht auch irgendwie normal?

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  25. 6. Februar 2008, 8:35 Uhr, von Dowanda
    0325

    @Walter
    Da bin ich voll und ganz bei Dir – das Erleben des Augenblicks in seiner Einmaligkeit, aber auch die Kunst sich im Erleben zu verlieren. Basis für mich ist aber auch die Tatsache, dass es so etwas wie Gegenwart im engeren Sinn nicht gibt. Der unmittelbare Moment ist ebenso unmittelbar Vergangenheit, da wir an sich permanent im Schwebezustand zwischen Vergangenheit und Zukunft sind. Die Erkenntnis dieser Vergänglichkeit sollten wir nicht aus den Augen verlieren; denn im Grunde genommen ist die Endlichkeit das grösste Geschenk an uns. Was unendlich ist, ist auch immer Verfügbar oder sogar Wiederholbar. In der Endlichkeit ist man dazu aufgefordert im Jetzt zu leben und sich den Herausforderungen mit Herz, Leib und Seele zu stellen. Denn man hat vielleicht nur einmal die Gelegenheit dazu.

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  26. 6. Februar 2008, 14:05 Uhr, von Fabian
    0326

    Es ist seltsam, dass einem das immer erst dann bewusst wird, wenn man einen lieben Menschen verloren hat, mit dem man noch so gerne viel mehr Zeit verbracht hätte …

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© Miriam Meckel 2002 bis 2018