MM_Ringelnatz
Zu den Kommentaren
12. Juni 2008, 21:13 Uhr, Geschrieben von Miriam Meckel

Die Zukunft der Zeitung …

… steht keinesfalls allein in den Sternen. Zeitungen gehören zu unserem Medienensembel wie andere traditionelle Medien und natürlich auch alles, was um das Internet herum neu entsteht. In fünf Vorträgen hat das „Forum am Morgen“ von Ringier Print bei Luzern in der Schweiz heute ausgeleuchtet, wo Lichtblicke und Schattenwürfe neue Konturen der Zukunft der Zeitung entstehen lassen.

Eine erfreulich zuversichtliche Veranstaltung verglichen mit den Abgesängen, die man im US-amerikanischen Medienmarkt derzeit auf die Zeitungsbranche bei Konferenzen und Empfängen hören kann. „Printmedien sind in ihrer Funktion unersetzbar“, so lautet meine These und ich belege sie unter anderem durch das Rieplsche Gesetz, das sagt: Neue Medien verdrängen alte Medien nicht, sondern sind komplementär zu ihnen, verändern sie allerdings.

Wie diese Veränderung aussehen wird? Sie kommt vor allem durch Social Networking und User Empowerment daher. Information und Kommunikation, also auch Medienthemen und Medienagenden, entstehen aus kollektiven Denkprozessen der emergenten Vernetzung von Communities im Internet. Diese citizen journalists sind nicht zwangsläufig eine Gefahr für den traditionellen Jouralismus, aber sie fordern ihn heraus, und zwar im besten Sinne: Wer im heutigen Medienensemble publizistisch und ökonomisch erfolgreich sein will, der muss die besten Köpfe und echte Persönlichkeiten in seinem Team haben, denn sie garantieren journalistische Qualität und Glaubwürdigkeit. Und darauf kommt es an: Die Zeitung lebt von den anderen Themen, dem Hintergründigen, dem noch nicht Geschriebenen und Erfahrenen. Wenn sie das zugunsten der Aktualitätshetze und der oberflächlichen Imitation des Internet vernachlässigt, dann ist es um ihre Kernkompetenz schlecht bestellt.

Die Zukunft der Zeitung liegt also vor allem auch in den Händen mutiger und klar denkender Verleger. Michael Ringier hat in seiner Rede heute klar gemacht, dass er verstanden hat, wohin die Reise geht: Nur echten Journalismus kann ein Verleger künftig verkaufen, das also, was es nicht überall und vor allem nicht überall umsonst gibt.

Darüber kann ein Verleger derzeit einfach nicht oft genug öffentlich sprechen …

Be Sociable, Share!

50 Reaktionen

  1. 12. Juni 2008, 21:49 Uhr, von Susanne Gefällt 3 Lesern
    01

    <<Die Zukunft der Zeitung liegt also vor allem auch in den Händen mutiger und klar denkender Verleger.<<

    Schon wieder so ein Wort zum Sonntag. Was ist denn bitteschön in diesem Kontext mutig und was klar denkend? Das wäre ja die eigentlich spannende Frage – aber da drückt die investigative PR-Frau sich wieder geschickt um eine klare Aussage.

    Übrigens sind die Übergänge zwischen PR, Profi-Journalismus und Amateur-Journalismus mittlerweile fließend und die Grenzen bis zur Unkenntlichkeit entstellt. Manchmal ist sogar ein PR-Text journalistischer als so mancher „echter“ redaktioneller Beitrag. Die Grenzen werden aufgrund der technischen Möglichkeiten und dem dadurch entfachten information-overkill auch so verschwommen bleiben – da kann auch kein noch so klar denkender Verleger etwas dran ändern. Er kann nur seinen Batzen Geld nehmen und diesen in PR und Marketing stecken – um in den Köpfen der Massen zu veranckern, dass er ja Qualitätsjournalismus bietet (was ist das eigentlich? Gut recherchierte Artikel? Und wann ist etwas gut recherchiert? Bei der Recherche passiert ja doch auch manch geachteter Journalistin mal ein kleines Fehlerchen…)

    Btw: Bin gespannt wie sich der Freitag unter seinem neuen Verleger entwickelt.

    Antworten
  2. 12. Juni 2008, 22:06 Uhr, von Janine Gefällt 3 Lesern
    02

    Meine Hauptinformationsquelle war bis zu meinem 15. Lebensjahr immer das Fernsehen. Danach habe ich mich kaum noch informiert. Fast täglicher Politik- und Wirtschaftsunterricht hat mir dann das Wichtigste näher gebracht… und in den Ferien habe ich dann immer den Informationsverlust der letzten Wochen mit sehr viel Fernsehen ausgeglichen…
    Jetzt sollte ich allerdings langsam mal wieder mit dem Informieren beginnen. Mal sehen, ob da die Zeitung vielleicht doch noch ein Ausweg ist… Allerdings bin ich bisher immer im Papiermüll erstickt, wenn ich versucht habe, regelmäßig Zeitung zu lesen.. *mist*…

    Antworten
  3. 12. Juni 2008, 22:16 Uhr, von Isabelle Gefällt 3 Lesern
    03

    Qualität im Journalismus misst sich heutzutage leider viel zu sehr an medienökonomischen Kriterien. Da spielen Auflagen, Anzeigen, Reichweiten etc. eine Rolle und die Printmedien versuchen verzweifelt mit dem Fersehen und dem Internet zu konkurrieren. Viele Printmedien haben sich aber schon den neuen Anforderungen des Medienmarktes angepasst, in dem sie gleichzeitig einen Internetauftritt anbieten. Der sich natürlich inhaltlich auch von ihrer Papierschwester abhebt und mehr auf Boulevard und Sensation setzt. Aber das scheint ja die Gesellschaft heute am meisten zu interessieren, wenn man sich die Auflagen von BILD oder KRONEN ZEITUNG anschaut. Qualitätszeitungen haben es leider zunehmend schwerer sich über Wasser zu halten (zumindest ist es so in Österreich, aber das kann auch an „Der Presse“ und „Der Standard“ selbst liegen).

    Antworten
  4. 12. Juni 2008, 22:25 Uhr, von H. Gefällt 3 Lesern
    04

    “ Denn was man Schwarz auf weiß besitzt, kann man getrost nach Hause tragen“
    Ich lese gerne morgens auf dem Weg zur Arbeit (und auch Heimweg) eine Tages- oder Wochenzeitung und wenn ich mich in den überfüllten Zügen so umsehe, hält es doch fast jeder zweite Pendler so. Ich habe keine Lust, unterwegs über längere Zeit auf diese kleinen Displays zu starren.
    Sicherlich werden gerade kleinere Regionalzeitungen es schwer haben, dauerhaft zu existieren, es sei denn, sie werden von den größeren Mediengruppen übernommen. Inwieweit sie dann noch `unabhängig´ in ihrer Erscheinungsform bleiben werden, ist vermutlich fragwürdig und entzieht sich meiner Kenntnis als Medien-Laie.
    Ich möchte meine Lektüre weiterhin in der traditionellen Form unterwegs tätigen können , auch wenn ich dann manchmal doch über das dicke Papierpacket in meiner Tasche fluche. (-;

    Antworten
  5. 12. Juni 2008, 22:26 Uhr, von Verena Gefällt 3 Lesern
    05

    …ich denke(und hoffe…) das qualitätesorientierte Konzept der Verleger wird aufgehen… ich gebe bspw. gerne ein paar Cent mehr für die FAZ aus als für eine andere Zeitung, genauso wie ich lieber den Spiegel kaufe und lese als ein anderes Magazin. Und warum?-weil ich mich auf die Qualität der Artikel verlassen kann. Mal mehr, mal weniger zwar, aber dennoch ist eine relativ hohe „Qualitätsbasis“ vorhanden, denen die meisten anderen Zeitungen nicht oder nur kaum entsprechen können…

    Freuen wir uns doch einfach auf mehr Qualität in den Zeitungen-am besten gleich in der Ausgabe von Morgen….

    Antworten
  6. 12. Juni 2008, 22:30 Uhr, von Walter Gefällt 3 Lesern
    06

    ‚Nur echten Journalismus kann ein Verleger künftig verkaufen, das also, was es nicht überall und vor allem nicht überall umsonst gibt.‘

    Echten Journalismus- davon gibt es wahrscheinlich so viele Varianten wie es echte Journalisten gibt. Aber sind solche Menschen nicht auch eine gefährdete Gattung, die sich mittlerweile in Reservaten aufhalten: öffentlich rechtlich- manchmal, bei renommierten Zeitungen, als freischaffende Autoren. Es bröckelt doch?

    In der Berliner Republik zählt echter Journalismus doch nicht so viel, eher small talk und Connections. Wenn sich der Spiegel, die FAZ und BILD einander immer näher kommen, ist dann nicht besonders dieser ‚echte Journalismus‘ die Zielscheibe für feinen Spott und heimliche Verachtung? Ist heutzutage nicht die Nähe zu den Mächtigen das größte Problem, die zu falschen Freundschaften und echten gegenseitigen Abhängigkeiten führt? Reicht es, sich für unabhängig und souverän zu erklären und dann trotzdem einen Gerhard Schröder- Ex- Kanzler, Nord stream- Manager, immer noch Putin- Freund, auf seiner Gehaltsliste zu haben? Da kommen einem Zweifel. Natürlich sind Netzwerke wichtig, aber um welchen Preis? Ist nicht die Gefahr reell, öffentlich asketischen Journalismus zu predigen und heimlich mit den guten Freunden doch den teuren Wein zu trinken? Wo sind die Grenzen der Unabhängigkeit, wo verläuft die Linie zwischen Nähe und Objektivität? ‚Gemeinsam sind wir stark und bestimmen den Markt‘- Was sind die Ziele? Wer hat die Macht? Wie stark blendet Charisma?
    So viele Fragen.
    Dennoch sind es die vorausschauenden und auch wagemutigen Unternehmer, wie Michael Ringier, die die Zukunft entwerfen. Doch sie sind auf kritische Beobachtung aus definierter Distanz angewiesen und wenn sie klug und ehrlich sind, werden sie dies auch verstehen. – Ob Frank A. Meyer diese Funktion erfüllt, kann ich dabei nicht beurteilen.
    Von einer solchen unternehmerischen Haltung könnten sich jedenfalls die Intendanten der öffentlich- rechtlichen Sendeanstalten eine Scheibe abschneiden.
    Mehr Mut und Aufrichtigkeit wären notwendig, Lavieren und Diplomatie gibt es mehr als genug.

    Antworten
  7. 13. Juni 2008, 0:01 Uhr, von Cate Gefällt 3 Lesern
    07

    Am Ende zeigt sich doch auch schon anhand der Zitationen, wo die Unterschiede sind. FAZ, Süddeutsche und Konsorten werden in der Regel sehr viel häufiger zitiert, als z.B. selbst erfolgreiche Blogs oder große Internetportale.
    Ein anderes Beispiel dafür, wie sich Medien, die rund um die Uhr „updaten“ (z.B. Nachrichtensender) und solche, die in begrenzter Kapazität Journalismus anbieten (z.B. Nachrichtensendungen), doch offensichtlich qualitativ unterscheiden, ist der Erfolgsvergleich zwischen etwa der „Tagesschau“ und eben einem Nachrichtensender. Hier fällt vor allem auf, dass längst nicht jeder, sogar eher wenige gemessen am Gros, ständig minutiös Informationen benötigt, die auch noch vom Mikro ins Nano reichen.

    Antworten
  8. 13. Juni 2008, 8:07 Uhr, von chiara Gefällt 3 Lesern
    08

    Wir wissen alle, was und wer der Ringier Verlag ist?! Nun, ziemlich das schlechteste Beispiel für niveauvollen Print-Journalismus. „Blick“ ist gleich der deutschen „Bild“ und steht für Macht und emotionsgeladene Spielchen mit „Sternchen“. Um nützliche und zeitgeschichtliche relevante Informationen geht es dabei am wenigsten. Ich könnte mir aber ein Leben ohne Printmedien schlicht und einfach nicht vorstellen. Täglich lese ich meine 2 Zeitungen um mir überall und zu jeder Zeit meine tägliche Informationsquelle aus der Tasche zu holen. Den „genüsslichen Teil“ lege ich mir für die besondere Pause nachmittags bzw. für abends zur Seite. So zu sagen als meinen Printmedien-Dessert :-). Als vorteilhaft empfinde ich, die Selbstbestimmung wann und wie schnell ich einen Artikel lese. Was z.B. beim Fernsehen nicht möglich ist. TV-Sprecher geben einem hier das Tempo vor und geben einem die Bilder gleich mit dazu. Brauchen Printmedien also mehr Fantasie, um sie lesen zu können?

    Antworten
  9. 13. Juni 2008, 8:29 Uhr, von Anna Gefällt 3 Lesern
    09

    ‘Nur echten Journalismus kann ein Verleger künftig verkaufen, das also, was es nicht überall und vor allem nicht überall umsonst gibt.’

    Das ist eine spannende These. Für mich würde das unter anderem auch bedeuten, dass eine große, überregionale Tageszeitung besser daran tut der promovierten Naturwissenschaftlerin mit Recherchekompetenz, Fachwissen und einem ehrlichem Interesse an einer gesellschaftlichen Aufklärung zu Kyoto und regenerative Energien, etwas mehr zu zahlen als den üblichen „Praktikantensatz“ – denn längst nicht alle spielen auf Ruhm und Ehre. [Nein, das war keine Initiativbewerbung :).]
    Das was das „mehr“ an „echtem Journalismus“ ausmacht, muss schließlich finanziell irgendwo herkommen. Oder wie kommen Sie zu Ihrem „Mehrwert“?

    Die Vorteile für die „mutigen Verleger“ und den „echten Journalismus“ sehe ich in einer thematischen oder fachlichen Kompetenzspezialisierung der Redakteure und ihres Informationsnetzwerks. Gäbe es das bereits, hätte man, meiner Meinung nach, einige peinliche Fehler auf diversen Wissens- und Feuilletonseiten minimieren bis vermeiden können. Vielleicht hätten sich so auch diverse „einseitige (!) leere und sinnfreie“ Diskussionen in der Politik gar nicht hochkochen und abspielen müssen (Stichwort: Toyota Prius). Man weiß es nicht.

    Ich finde es würde sich schon lohnen wenn die „echten Journalisten“ einmal weniger auf den Presseticker schielen und einmal mehr (vielleicht aus Eigeninitiative?) das ein oder andere wissenschaftliche Fachmagazin hervorkramen würden. Von mir aus können sie auch jemanden fragen, der die Fachmagazine liest … .

    Antworten
  10. 13. Juni 2008, 8:31 Uhr, von Janine Gefällt 4 Lesern
    010

    Ich glaube, Printmedien benötigen so etwas wie Konzentration auf sie ;). Bei Fernsehnachrichten lasse ich mich meistens einfach berieseln.

    Antworten
  11. 13. Juni 2008, 8:38 Uhr, von Walter Gefällt 3 Lesern
    011

    ‚Brauchen Printmedien also mehr Fantasie, um sie lesen zu können?‘
    Ja- und Verstand, ganz ohne Hochmut. Lesen ist eine kulturelle Leistung, dazu gehören eben auch ‚Blick‘ und BILD.
    Es ist spannend und faszinierend, neue Entwicklungen zu diskutieren und mitzugestalten. Die Zeitung der Zukunft wird anders aussehen als die von Heute.
    Helmut Martin- Jung sagt zurecht, wenn er die Beobachtung von Wolfgang Riepl aus der Zeit kurz vor dem Ersten Weltkrieg zitiert, ‚dass in der Antike alte Kommunikationsriten erhalten blieben, auch wenn es neue, fortgeschrittenere gab‘,…denn ‚Zeitung ist ein Prinzip, ist die Botschaft, die es zu transportieren gilt. Und dabei ist das Medium, womit das geschieht, zweitrangig.‘
    Was ist also das Prinzip von Zeitung, das es zu erhalten und gleichzeitig an die modernen Zeiten anzupassen gilt? Das ist die Frage.

    Antworten
  12. 13. Juni 2008, 8:52 Uhr, von Tilo Gefällt 4 Lesern
    012

    Ach, da ist es wieder, das Rieplsche Gesetz, das Mantra der Veränderungsunwilligen. Die Schallplatte wurde auch nicht vollständig verdrängt, ebenso wie das Tonband und die Compact Cassette. Aber sie sind komplett unwichtig geworden außer für Randgruppen wie DJs und kleine Kinder. Tolle Aussichten für die Zeitung, würde ich sagen.

    Antworten
  13. 13. Juni 2008, 9:22 Uhr, von Noisa Gefällt 3 Lesern
    013

    Zu der Qualität der Artikel:

    Mich ärgert oft die Berichterstattung im Lokalteil der Zeitung. Hier wird gerne was gedreht und ein – ich nenne das mal – „abweichendes Bild“ von dem Tatsächlichen vermittelt. Es gibt immer ein paar „wichtige Leute“, die sich aufgrund ihres Kontaktes zur Presse besser positionieren können. Ich bevorzuge Wochenzeitungen. Diese lese ich vorwiegend vor Terminen, wenn ich unterwegs bin. Das ist für mich dann wie eine kurze Auszeit vom hektischen Alltag. Ergänzend nehme ich das Online-Angebot verschiedener Anbieter gerne wahr.

    Antworten
  14. 13. Juni 2008, 9:38 Uhr, von Janine Gefällt 4 Lesern
    014

    Stimmt… Lokalteil.. Im Norden von Hessen gibt es immre noch Streit um eine bestimmte Autobahn. Jetzt erschien einfach mal eine komplette Seite contra Autobahn… vs. 0 Seiten pro Autobahn. TOLL XD.

    Hier gibt es kein DSL, keine Autobahn, schlechten Anschluss an das Bahnnetz, nur einen Supermarkt und viiiiiiiiiiiiiiiiiiel Natur. Ich mag Natur, will sie auch schützen. ABER: Ich möchte nicht, dass Frankfurt oder Kassel noch mehr zugepflastert werden und als Ausgleichsfläche Teile von Nordhessen platt gemacht werden… :(..

    *sry* *gehörthiernichthin*…

    Antworten
  15. 13. Juni 2008, 9:47 Uhr, von Noisa Gefällt 3 Lesern
    015

    Nachtrag zum echten Journalismus:

    Ich bin selbst nur Konsumentin und muss manchmal feststellen, dass auch die seriöseren Blätter gerne das Reißerische in den Vordergrund stellen. Auch wenn sich die meisten Journalisten dem Pressekodex

    http://de.wikipedia.org/wiki/Pressekodex

    verpflichtet fühlen, kann ich manches nur mit einer gewissen Skepsis aufnehmen. Einige Quellen, die Artikeln zugrunde liegen, sind inzwischen auch uns Lesern zugänglich. Zumeist fehlt die Zeit, um sich mit dem Kern zu befassen. Ich persönlich lasse mich bei Gedrucktem lieber mit sachlichen und ausgewogen recherchierten Informationen versorgen.

    Antworten
  16. 13. Juni 2008, 10:16 Uhr, von julia Gefällt 3 Lesern
    016

    <>

    Gerne wüsste ich allerdings wie ein „ Qualitätsjournalismus“ entstehen soll, wenn die Bezahlung der Journalisten (meist freie) immer mieser wird, der Markt immer umkämpfter und eigentlich copy paste doch so einfach ist.

    Recherche benötigt Zeit und nur wenige Journalisten machen sich die Mühe tatsächlich hinter die Kulissen zu blicken und neue Meinungen zu präsentieren.

    Im Bereich des Radio-Features gibt es noch richtig gute Journalisten aber die sind leider wirklich kaum beachtet, unterbezahlt, abhängig von launischen Redaktionen und sollen in Zukunft ihre Sendungen auch schon fertig produziert haben.

    Allerdings ist die Frage schon auch wer Zeit und Lust auf gut recherchierte Geschichten hat. Zwischen den Spielen wird die Welt ja derzeit in 9 Minuten präsentiert und für viele ist das vielleicht auch schon zu viel..?

    Antworten
  17. 13. Juni 2008, 10:19 Uhr, von na ich Gefällt 3 Lesern
    017

    Das Internet als befruchtende Ergänzung zu betrachten ist sinnvoll. Dies gilt einerseits hinsichtlich des Angebotes von Zeitungen für Internetnutzer, andererseits hinsichtlich des Angebotes von Internet“aktiven“ für Zeitungen.

    Der Kasus Knacktus für das Printmedium liegt aber in der (sauberen) Recherche von Themen und Beiträgen: sowohl on- als auch offline. Gerade dies ehebt jedoch hohe Ansprüche an all die Medienschaffenden und -machenden. Die höchste Herausforderung besteht zunächst darin, dass die Zeitungen zum Eigentlichen zurückfinden müssen: Ihrem „öffentlichen Auftrag“ und ihrer „Unabhängigkeit“.

    Mut zu Wahrheiten abseits des Mainstream ist einer der grundlegenden Faktoren, von denen ausgehend sich das Medium Print (-zeitung) unterscheiden – und in Folge interessieren – können.
    Kreativität und Flexibilität hinsichtlich des aktuellen und zukünftigen Angebotes sind zwei der Katalysatoren, welche diese Unterscheidung – und in Folge das Weiterbestehen – ermöglichen können.

    Antworten
  18. 13. Juni 2008, 10:21 Uhr, von Jette Gefällt 3 Lesern
    018

    > Die Zeitung lebt von den anderen Themen, dem Hintergründigen, dem noch nicht Geschriebenen und Erfahrenen.

    und deshalb eine notwendige ergänzung zum rest der medien. das weiß man aber nur, wenn man auch zeitung liest, und zeitung lesen will gelernt sein.

    ich kann mms optimismus bezüglich der printmedien nicht ganz teilen. während meiner schulzeit gab es regelmäßig zeitungsschau im deutsch-unterricht, dazu brachte fast jeder schüler eine zeitung mit, ergo gab es auch in fast jedem elternhaus eine regionalzeitung. heute lebe ich in einer buntgemixten „platte“ mit vielen jungen familien, und nur an zwei von achtzehn briefkästen findet man noch aufkleber unserer regionalzeitung. viele kinder wachsen also überhaupt nicht mehr mit printmedien auf. wie sollen sie also positive aspekte von printmedien erkennen, wenn sie gar nicht wissen, was das ist?

    Antworten
  19. 13. Juni 2008, 10:26 Uhr, von Antje Gefällt 3 Lesern
    019

    @ na ich
    Sehr schöner Beitrag.
    Wenn ich das Posting lese bin ich doch sehr erstaunt und frage mich, ob die Unabhängigkeit von Forschung und Lehre eigentlich noch irgendeine Rolle spielt?

    Antworten
  20. 13. Juni 2008, 10:49 Uhr, von Susanne Gefällt 3 Lesern
    020

    @ Antje

    ich würde sogar soweit gehen und sagen, dass das Posting an sich ein herausragendes Beispiel für die Vermengung von (Pseudo-)Wissenschaft und PR ist.

    Aber was solls und was mach‘ ich überhaupt hier?

    Schönes Wochenende allerseits!

    Antworten
  21. 13. Juni 2008, 11:05 Uhr, von Anna Gefällt 3 Lesern
    021

    @ na ich
    Da kann ich Antje nur zustimmen. Schön auf den Punkt gebracht. Zur Unabhängigkeit:
    Meines Erachtens gibt es da eventuell gewisse Probleme diese vollständig zu erreichen wenn man sich hauptsächlich durch Anzeigen finanziert (siehe SZ vs ALDI oder href=“http://www.taz.de/index.php?id=archivseite&dig=2006/02/11/a0145″ target=“_blank“>Capital vs. DB).

    Oder ist das nicht der Punkt?

    Und was die Unabhängigkeit von Forschung betrifft: ich glaube nicht mehr dran. Forschung wird finanziert wenn sie „sinnvoll“ ist und „sinnvoll“ ist, was „wirtschaftlich“ ist. Im Moment. Und genau da ist – imho – der Fehler.

    Antworten
  22. 13. Juni 2008, 11:08 Uhr, von Anna Gefällt 3 Lesern
    022

    … jaja, wenn es schnell gehen soll. Soviel zu „sauberem Arbeiten“. ;)

    Capital vs. DB

    Antworten
  23. 13. Juni 2008, 11:11 Uhr, von Anna Gefällt 3 Lesern
    023

    Ahhh! Das Mittagstief! ;)

    Capital vs. DB

    Ich gebe auf.

    Antworten
  24. 13. Juni 2008, 11:14 Uhr, von Janine Gefällt 3 Lesern
    024

    @jette
    Die Bildzeitung ist einfach sehr viel billiger XD… Ob das preislich auch wirklcih stimmt, bezweifel ich. Ich kenne auch sehr viele Fälle in meiner Nachbarschaft, die keine Printmedien mehr haben. Aber glücklicherweise sind das nicht die Familien mit Kindern :).

    In meinem Politik und Wirtschaftsunterricht haben wir uach regelmäßig Presseschauen gemacht und auch vorher im Deutschunterricht sollten wir mal Zeitungen mitbringen.

    Antworten
  25. 13. Juni 2008, 11:31 Uhr, von Kirsten Gefällt 4 Lesern
    025

    Einerseits bieten viel zu viele Lokalzeitungen ihr Angebot umsonst im Internet an. Vom Lesegenuss her kann das Internet die Zeitung nicht ersetzen, aber oftmals ist es doch so, dass einen nur ein Artikel interessiert, den man dann lieber im Netz liest, als sich eine Zeitung für 1 Euro am Kiosk zu kaufen oder sie gar zu abonnieren. Andererseits wird das Web 2.0 langfristig zu einer Vermischung von Qualitätsjournalismus und Aktualitätszwang führen. Internetangebote müssen die Printausgabe ergänzen, aber nicht ersetzen. Und das passiert im Moment noch viel zu oft.

    Antworten
  26. 13. Juni 2008, 11:49 Uhr, von Fritz Iversen Gefällt 3 Lesern
    026

    Das Printmedien „unersetzbar“ seien, ist offenkundig Quatsch. Selbstverständlich ist heute ein wohl informiertes Leben ohne Tageszeitung machbar und sogar preiswerter als ein Leben mit der üblichen Tageszeitung. Ich würde sogar sagen, dass die Tageszeitungen unterhalb der überregionalen Titel nur noch lächerlich sind: Schlecht geschrieben, geringer Unterhaltungswert, geringer Informationswert, nur nur grechtfertigt durch den Regionalbezug (viele lesen ja nur den Ortsteil).
    Vor 10 Jahren war das noch anders. Heute sind gedruckte Tageszeitungen theoretisch komplett verzichtbar. Ob die Redaktionen verzichtbar sind? Nee, die brauche n wir noch. Jedenfalls kommt man mit Internet hervorragend zurecht, ist vielleicht sogar vielfältiger informiert, bekommt gleich Meinungen von anderen Lesern dazu etc.
    Der einzige Grund, warum es eventuell auch noch in 20 Jahren Zeitung gibt, ist das Habituelle. Das Lesen von Gedrucktem nimmt eine andere Spur in Auge und Hirn als dieses rauf- und runtergescrollte Standard-Schrift-Zeug. Sich mit dem Auge über eine Doppelseite TZ so navigieren ist mir immer noch das Anegnehmste. Übrigens auch schön schnell.
    Zeitung wird heftig kriseln, das ist keine Frage. Internet informiert schneller und kostet nichts. Zweitens nimmt die Fähigkeit zum sinnentnehmenden Lesen ab. Drittens der Wunsch danach. Viertens wird das Internet immer mehr Anzeigengeschäft wegsaugen. Das sind letztlich vier Angreifer auf einmal. „Klar denkende Verleger“ haben deshalb völlig zurecht Muffensausen und sollten sich nicht von Professoren/innen Bla-bla in die Augen träufeln lassen. Zeitungen sind künftig Content-Produzenten und Multi-Channel-Distributeure ihres Contents. Ja, da liegen auch große Chancen. Denn eins steht fest: Es gibt einen Bedarf nach verlässlicher und relevanter (gewünschter) Information. Fragt sich nur, wie und wo sich damit auch Geld verdienen lässt.

    Antworten
  27. 13. Juni 2008, 12:22 Uhr, von theresa Gefällt 3 Lesern
    027

    Zu dem Thema gibt es ganz unterschiedliche Thesen – und ich vermag (natürlich auch) nicht zu sagen, wer recht behält,
    aber Fakt ist, dass von 87 Journalistik-Studenten an der FH Gelsenkirchen nur eine handvoll ein Zeitungsabo besitzen. Jetzt braucht man natürlich kein Abo, um (regelmäßig) eine Zeitung zu lesen, aber ich denke, die Botschaft – nämlich dass viele der zukünftigen Zeitungsmacher selbst keine Zeitungen mehr lesen – ist klar und symptomatisch für eine heranwachsende Generation…

    Citizen journalists können sich meinetwegen gerne auf Mikro-Lokalebene austoben – falsche oder zu subjektive Berichterstattung über ein regionales Fußballturnier ist sicherlich nicht von so großer Tragweite wie wenn CNN & Co unreflektiert Bilder von Privatleuten aus irgendwelchen Krisengebieten übernehmen und Zusammenhänge falsch korrekt / eindimensional dargestellt werden.

    Aus meiner eigenen Erfahrung als Mitarbeiterin bei einer Zeitung in der Lokalredaktion möchte ich beitragen, dass die Leser zum Teil nicht so internetaffin sind, dass sie die Berichterstattung über ihr Heimatbühnen-Theaterstück online lesen wollen oder können. Ich denke, dass im Lokalen / Regionalen da recht viel Potential liegt, weil’s halt auch nicht so dramatisch ist, die Theaterrezension zwei Tage nach der Aufführung zu lesen – bei wirklich tagespolitischen Sachverhalten gibt’s da was die Zeitungen angeht wohl oft ein Aktualitätsproblem. Trotzdem bin ich ein großer Verfechter der täglichen Zeitungslektüre – v.a. die NZZ halte ich für hintergründig, vielschichtig und nur schwer verzichtbar – eben weil sie mehr leistet, als aktuelle Themen aufzugreifen.

    Antworten
  28. 13. Juni 2008, 12:27 Uhr, von theresa Gefällt 3 Lesern
    028

    Additionally: der globale Zeitungsmarkt ist m.E. sehr interessant! Während in Europa und Amerika Auflagen sinken, steigen im asiatischen Raum die Verkaufszahlen und die Werbeanzeigen…

    Antworten
  29. 13. Juni 2008, 12:54 Uhr, von Noisa Gefällt 3 Lesern
    029

    Zu der Auflagenentwicklung in Deutschland:

    http://tinyurl.com/65vn2h

    Antworten
  30. 13. Juni 2008, 14:15 Uhr, von michael Gefällt einem Leser
    030

    als Mitte der 90Jahre das Internet von den Medien entdeckt wurde, wechselten Gier und Panik sich regelmäßig ab. Das entscheidende war aber, dass die Medien nicht mehr im alleinigen Besitz der Verbreitung von Informationen waren. Durch das Internet haben wir nicht mehr das Problem an Informationen ranzukommen, das Probleme das wir heute eher haben beschäftigt sich mit der Beherrschung der Informationen. Agenda-Setting, Reputationsmanangement, Kontextvermittlung. Der Mediennutzer sucht Orientierung, im Sinne einer Bedeutungsinterpretation, im Sinne von Glaubwürdigkeit und sucht Vertrauen – für berufliche wie private Entscheidungen. Starke Medien erfüllen diese Funktionen, die Redakteure sind Teil der neuen Medienökonomie. Sie sind unverzichtbarer Navigator im Einordnen von Informationen und beziehen Ihre Bedeutung über die Relevanz für den (interessierten und aufgeklärten) Nutzer. Und das ist eigentlich das Neue, die Herausforderung (na die Gesellschaft): das Menschen sich wieder aktiv um Qualitätsjournalismus bemühen, dafür auch bereit sind zu bezahlen. Harry Potter hat viele Jugendliche wieder zum Lesen gebracht, Tabloids haben viele Interessierte wieder zur die Zeitung gebracht.

    Antworten
  31. 13. Juni 2008, 18:43 Uhr, von Tanja Gefällt 3 Lesern
    031

    Ich glaube das viele Verleger, besonders regionaler Zeitungen,
    verstanden haben, das selbst ein Top-Thema nicht mehr bis zum Letzten „ausgelutscht“ werden kann. Zu schnell verlieren wir das Interesse an ein und demselben Thema. Das ist aber bei den Nachrichten im Fernsehen genauso. Wieviele Meldungen bzw. Artikel nehmen wir schon nicht mehr richtig wahr weil sie, wenn auch in abgewandelter Form uns ständig präsentiert werden( z.B. Anschläge im Irak).
    An einem freien Tag oder am Wochenende mit einer Tasse Kaffee die FAZ oder “ Die Welt“ oder die regionale Zeitung in Ruhe zu lesen, ist für mich Erholung pur. Allerdings weiß ich es auch zu schätzen unterwegs mir Aktuelles bei
    Onlinemagazinen
    anzuschauen, obwohl ich mir die Zeitungen wie z.B. Spiegel, Focus usw. kaufe.
    Das Lesen von Schwarz auf Weiß und das auch noch auf Papier ist schon etwas BESONDERES. Jedenfalls für mich und das wird auch immer so bleiben..

    Antworten
  32. 13. Juni 2008, 21:03 Uhr, von H. Gefällt 3 Lesern
    032

    Ich bin gestern in `Die Zeit´ u.a. über folgendes `gestolpert´.
    Vielleicht fühlt sich ja jemand berufen…(-;

    Antworten
  33. 13. Juni 2008, 21:25 Uhr, von Noisa Gefällt 3 Lesern
    033

    :-)

    Antworten
  34. 13. Juni 2008, 21:36 Uhr, von Tanja Gefällt 3 Lesern
    034

    ;-))

    Antworten
  35. 13. Juni 2008, 22:33 Uhr, von Anna Gefällt 4 Lesern
    035

    … guess she found the door, then. Congratulations!

    Antworten
  36. 13. Juni 2008, 23:07 Uhr, von Lizzy Gefällt 3 Lesern
    036

    Eigentlich sind mir Printmedien bedeutend lieber. Allerdings habe ich nicht einmal die Zeit unsere Lokalzeitung vollständig zu lesen. Von einer guten und seriösen Tageszeitung rede ich gar nicht. Und da kommt das Internet ins Spiel. Alle großen Tageszeitungen sind zum Glück sind auch online verfügbar. Ein paar einzelne Artikel, die mich interessieren, kann ich dann auch „zwischendurch“ lesen. Lesegenuss kann man das allerdings nicht nennen.
    Und dann gibt es noch den Samstagmorgen, eine große Tasse Milchkaffee und die Wochenendausgabe … Die Zeit nehme ich mir dann.

    Antworten
  37. 13. Juni 2008, 23:24 Uhr, von Walter Gefällt 4 Lesern
    037

    Es geht auch um die Tageszeitungen.
    Die Zeit für die Zeitung kann in den Tagesablauf eingebettet sein, zu den Ritualen gehören.
    Diese Woche, vielleicht auch noch die nächste, kamen unsere Zeitungen einundeinhalbe Stunde später-zu spät- wegen Urlaubs. Der Austräger hat den Bezirk vertretungsweise mit übernommen, zu seinen 200 Blättern hinzu. Da können Rituale schon mal durcheinander geraten.
    Die Zukunftsstrategien- ‚Zeitung der Zukunft‘- täten sich leichter, wenn sie nicht von ihren Wünschen und Erwartungen sondern den Lebensumständen und Bedürfnissen ihrer Konsumenten ausgingen- nicht statistisch einnivelliert sondern qualitativ in ihrer Vielfalt ausgearbeitet.
    Vielleicht käme dann heraus, dass es um Vielfalt und Phantasie, Konkretes und Spekulatives geht, ein Bündel von Angeboten und Möglichkeiten, in dem wir alle uns irgendwo und irgendwie wiederfinden können. Handgreiflich materiell und abstrakt gleichermaßen.

    Antworten
  38. 13. Juni 2008, 23:33 Uhr, von Walter Gefällt 3 Lesern
    038

    „Business Innovation“
    – The cluetrain manifesto? (cluetrain.com) da ist immer noch etwas dran.
    IBM kann es jedenfalls nicht besser, finde ich. (www-05.ibm.com/innovation/de/innovation/channel/)

    Antworten
  39. 14. Juni 2008, 8:17 Uhr, von Gabi Gefällt 3 Lesern
    039

    @H. : ))
    Hole nachher den neuen PC. Bin gerade erst aufgestanden. Jetzt erst mal Kaffee und die Zeitung…

    ja ja… die Zukunft.

    Zukunft der Zeitung. Wie wird das wohl in Zukunft mit der Zeitung/Zeitschrift EMMA aussehen? Da ist doch wieder ne Stelle frei geworden…

    Antworten
  40. 14. Juni 2008, 11:35 Uhr, von Mesm Gefällt 3 Lesern
    040

    Publishing newspapers, magazines and producing other forms of media are big business. Journalism is just a means to make that business lucrative?

    Of course it is provoking to look at the publishing business that way, but it’s a fact that without the necessary financial means there will be no journalistic adequate dissemination of news.
    To survive a newspaper have to sell advertisements, subscriptions or single copies, there might be other ways of making money too, but as far as I know those are the three main sources.

    I don’t know how much the income from advertising has dropped over the last ten years, but it must be gigantic. I used to work for a company that spend millions, (DK-kroner), on advertising their products. Today it would be realistic to say that they spend a tenth of that amount. The rest is spent on the internet, not for advertising, but for creating and maintaining websites that sell their product directly to the customers.

    Another problem, as I see it, is that their subscribers are getting older, and new ones are not appearing. I did a quick mini-survey, (absolutely not scientifically valid :-), at my workplace. Most of the staff is students between 15 and 30, some of them actually read newspapers, but mostly the free ones they pick up on the street or in public transports. None had a subscription or on a daily basis bought a newspaper from a stand. If they read ordinary newspapers they do it in a cafe, their health-club, or other places where they can read them free of charge. If they want to know what’s going on they use the internet or watch TV. The good thing though, is that they actually read papers, they just don’t pay for them, so maybe when they “grow up? they will have the potential for becoming subscribers, who knows?

    You can argue, why do the newspapers provide café’s and other public meeting places with free newspapers? (At least that’s what they do in Denmark). The free issues help the newspapers boost their readership figures, which is good when the potential to reach a certain target group have to be calculated and the price for advertisements has to be fixed and they keep in touch with non-subscribers who otherwise would never read their paper.

    If you look at the link posted by @noisa, (13/6, 12:54) you can see that magazines in some form are the ones that are doing the best. Ordinary newspapers are the ones suffering the most. That means that in order to survive a newspaper has to belong to some kind of “family?, where the strong ones can support the weaker ones, in this case being the daily newspapers. If you look at the ray of business that the “Ringier Print? publishing house owns that’s exactly what they have done. They have acquired a wide range of media related businesses, including printing houses, in many parts of the world.
    In the film industry it´s called vertical integration, when a production company controls every part of the movie making/distribution process in order to make money from it. It’s the same thing ´with big publishing companies but I have no idea what they call it :-).

    Therefore I think the biggest threat to traditional newspapers ability to maintaining a high journalistic level, is their ability or lack of ability, to support themselves through advertising, subscriptions or other forms of revenue. You can argue that good journalism will make the newspaper more attractive to the potential reader. The results being they sell more issues and through that get more readers and more money. But in the end it´s like the story about the hen and the egg, which comes first or in this case which is the most important? – The hen or the egg? – The business or quality journalism?

    Antworten
  41. 14. Juni 2008, 13:07 Uhr, von chiara Gefällt 2 Lesern
    041

    @H
    Ich fühle mich nun glatt bedroht! Die will nur noch mehr Deutsche in die Schweiz einschleusen. Dazu passt das neue Buch von Bruno Ziauddin (ein Schweizer Journalist) – Grüezi Gummihälse (warum uns die Deutschen manchmal auf die Nerven gehen). Im Spitalnachtdienst (bei uns nennt man das Krankenhaus eben Spital) lese ich meiner Assistentin immer daraus vor. Eine Deutsche, die seit 3 Jahren in der Schweiz lebt und arbeitet. Ich möchte nicht mehr ohne sie sein, ganz ehrlich!

    Antworten
  42. 14. Juni 2008, 13:25 Uhr, von Walter Gefällt 3 Lesern
    042

    Deutsche sind ganz praktisch und in homöopathischer Dosis auch global verträglich. Gelegentlich stören sie und fallen unangenehm auf. Die s ist allerdings kein Alleinstellungsmerkmal, wie es so schön heißt.
    Vielleicht können ja Deutsche und Schweizer gemeinsam die Zeitung der Zukunft entwickeln? Einheit in Vielfalt…Diversity

    Antworten
  43. 14. Juni 2008, 15:21 Uhr, von H. Gefällt 3 Lesern
    043

    @Anna
    Ich hatte den gleichen Gedanken…(-:
    („Die Gedanken sind frei…“)

    @chiara
    Also, ich komme mit meinem Schweizer Kollegen auch gut zurecht – er lebt aber auch schon länger hier…(-;

    Antworten
  44. 14. Juni 2008, 16:31 Uhr, von H. Gefällt 3 Lesern
    044

    @Anna
    So ein Gedanke kam mir auch gleich. („Die Gedanken sind frei…“)

    @chiara
    Ich kann mich über meinen Schweizer Kollegen auch nicht beschweren. Er lebt schon länger hier. (-;

    Antworten
  45. 14. Juni 2008, 20:10 Uhr, von Antje Gefällt 3 Lesern
    045

    Off topic

    Für alle, die sich wie ich mal näher über Staatsfonds informieren wollten (Posting vom 2. Juni)
    Seit 9. Juni gibt es etwas bei:
    http://tinyurl.com/5s9sew

    Antworten
  46. 14. Juni 2008, 20:30 Uhr, von Benjamin Gefällt 3 Lesern
    046

    Merci mille fois, Antje!!

    Antworten
  47. 14. Juni 2008, 21:36 Uhr, von Antje Gefällt 3 Lesern
    047

    Benjamin,

    Il n’y a pas de quoi ;-)

    Antworten
  48. 15. Juni 2008, 1:14 Uhr, von Hanna Gefällt 3 Lesern
    048

    Ok, das ist zwar gerade kein Zeitungsthema (auch wenn ich gerade auf nytimes über die Meldung gestolpert bin), aber ich bin gerade ziemlich erschüttert darüber, dass Tim Russert am Freitag gestorben ist. Vielleicht passt es auch doch ein bisschen: denn wie auch die Qualität von Zeitungen von ihren exzellenten und mutigen Journalisten abhängt, so ist es auch bei politischen Talkshows. Ich habe Meet the Press erst seit einem guten Jahr sehr regelmäßig geschaut, aber war gleich sehr davon eingenommen, wie gut Russert seine Gäste in die Zange nahm und wie er es schaffte, einen zügigen und dichten Diskussionsfluss aufzubauen.
    Hm..
    http://www.msnbc.msn.com/id/3032608

    Antworten
  49. 15. Juni 2008, 11:03 Uhr, von Walter Gefällt 3 Lesern
    049

    @Hanna: Danke. Es stehen immer Menschen dahinter, nicht (nur) Ideen.

    Antworten
  50. 15. Juni 2008, 20:54 Uhr, von Walter Gefällt 3 Lesern
    050

    Die ZEIT führt einen Teil für Kinder zwischen 8 und 12 Jahren ein- ‚weil Lesen Spaß macht und weil die Demokratie informierte Bürger braucht‘ und ‚weil wir um Lesernachwuchs werben möchten.‘ (Susanne Gaschke)
    Es geht um Wahrnehmung von und Interesse an Zeitung. Eine Mini- Umfrage, kleiner als MESM’s: In der Informationsflut des Internet sei es unmöglich, verläßliche, einigermaßen objektive Information als solche zu erkennen. Wenn also Journalismus erkennbar und konstant verlässlich Information und Manipulation und Meinung lieferte, wenn Information und kritische Stellungnahme deutlich getrennt angeboten würden, dann wäre Zeitung, in welcher Darbietung auch immer, für Jugendliche und junge Erwachsene interessant und geldwert.
    Die Henne und das Ei: Zuerst die Botschaft, dann die Werbung. Eine Zeitung wird attraktiv durch ihren Ruf, ihre ‚Reputation‘, sowohl für Leser wie für PR.

    Antworten


© Miriam Meckel 2002 bis 2017