
Ab heute Abend wissen wir, warum es auf der Buchmesse so voll ist und die Tische überquillen: zu viele Lehrbücher für Hebammen! Man will es gar nicht glauben, dass der Bedarf so groß ist. Aber wenn Marcel Reich-Ranicki das sagt, wissen wir: Es stimmt. Ein Literaturpapst weiß, wovon er spricht. Der Mann hasst die Buchmesse und geht deshalb nicht hin. Irgendjemand muss ihm zugetragen haben, wie es sich mit der Hebammen-Lehrbuchschwemme verhält.
Ganz sicher ist ihm Gleiches auch mit dem Fernsehen widerfahren. Es muss ihm jemand zugetragen haben, wie es sich damit verhält, sonst hätte er sich ja nicht diese dezidierte Meinung bilden können, die heute Abend 30 Minuten lang Gegenstand einer zweiten Inszenierung war. Nach dem Eklat vom Sonntag das Éclair vom Freitag: ein längliches, sehr glasiertes und leider nur schaumgefülltes Dessertgebäck.
Was haben wir gelernt aus dem gedehnten Fernsehaugenblick, in dem ein gedopter Grundschullehrer einen bockigen Fernsehhasser indoktrinierte? Dass man Helge Schneider durch Shakespeare ersetzen soll. Dass es eine große Leistung ist, wie Gottschalk „über die Bühne gehen, guten Abend sagen und die Leute glücklich machen” kann. Dass der Regisseur Peter Schulze-Rohr für all seine Preise (der Deutsche Fernsehpreis war nicht dabei) „eine anständige klare Lösung gefunden und sie aufs Klo gestellt hat”.
Es ist ja wirklich schlimm, das solche Themen im Fernsehen ansonsten nie stattfinden dürfen. Aus gegebenem Anlass hat sich das nun endlich geändert. Aber wird es auch etwas ändern? Nein, es wird alles noch grausamer werden: „Wenn Du übers Fernsehen weinst, musst Du Dich erschießen, wenn Du ins Internet guckst”, sagte Gottschalk. Manchmal muss man sich auch erschießen, wenn man ins Fernsehen guckt.
Der Philosoph Peter Sloterdijk hat 1983 sein Buch über die „Kritik der zynischen Vernunft” geschrieben. Vielleicht hieß es auch „Die Vernunft der zynischen Kritik.” Das ist von Rüdiger Safranski verfilmt worden, in einem Film mit dem Titel „zur Welt kommen”. Er lehrt uns: Mit der Geburt ist es nicht getan. Man kann sein Leben auch verfehlen. Zur Welt kommen ist eine lebenslange Aufgabe. Dann ist ja auch klar, wofür wir die vielen Hebammenlehrbücher brauchen.







@Fabian: Respekt, da zieht Vernunft und kritische Distanz ein. Wer in all’ den Jahren nicht begriffen hat, dass es MRR stets nur und ausschliesslich um MRR und dessen Selbstinszenierung ging, der muss sich zwangsläufig wundern. Das Buch war schnödes Mittel zum Zweck. Und mit 88 kann und wird er sich nicht ändern. Warum auch? Die Menge applaudiert bis heute dieser geistigen Mumifizierung. Aber das ist eben ein gewisser Preis des hohen Gutes “Meinungsfreiheit” und daran sollten wir, trotz MRR und Co, nicht rütteln, sondern diese Sonderfälle zu den Akten legen. Man straft und trifft MRR, indem man ihn ignoriert. Und wir tun uns damit einen Gefallen, weil wir so Zeit gewonnen haben für wirklich relevante Themen zur Zukunftsgestaltung. Look forward und, um M.M zu zitieren, (30.09.) (ungern) “Walk your talk”.
Das freut mich, @Martina. Ja, stimmt, da habe ich nicht dran gedacht. Ursula! Dann passt das mit `Mädels´auch. Ursula wirkt mit ihrer energiegeladenen Art nicht gerade altmodisch.
Heißt Du eigentlich Ursula, @Urs?
@Noisa, haben Dir Deine Eltern das Märchen vom “Rumpelstilzchen” erzählt oder vorgelesen, so abends, Du im Bett, sie dort sitzende und Dich in den Schlaf begleitend? Falls nicht: drei Tage hatte die Müllers-Tochter Zeit, es zu erraten. Der count-down läuft. Über den Preis müssen wir noch reden. Doch Du weisst von Joe, dem Banker, nicht dem Klempner, (ist da ein grosser Unterschied?), dass Du etwas mehr in die Hand nehmen musst, als eine Handvoll Dollar?
@Urs, fantastisch, was für eine Idee mit dem Ratespiel. Ein Rätsel wurde mir hier im Blog noch nicht aufgegeben. Ja, Märchen wurden mir früher vorgelesen, auch das vom Rumpelstilzchen. Oftmals konnte ich nicht gut danach schlafen. Ich bin – auch wenn es manchmal anders wirkt – ausgesprochen sensibel. Übrigens, Noisa ist nicht mein wirklicher Vorname. Das darf ich Dir wohl verraten, Urs. Aber Du sollst bitte jetzt nicht meinen Vornamen hier erraten. Ok? Versprochen?
@Ramona, sorry, ich habe Dich überlesen. Wir hatten uns doch über das Thema `Buchhaltung´ bereits ausgetauscht. Du bist Expertin in diesem Bereich für Deinen Verein – erinnerst Du Dich?
Holla, da bin ich aber erleichtert, dass Deine Kondition auch schon mal nachlässt. Wir müssen ja nicht rasen. Zwischendurch etwas gemütlicher fahren, dabei quatschen, macht auch Spaß.
Was weiß ein Schweizer eigentlich über Radfahrer in Münster ? ;)
@ Fabian :”Heidenreich reklamiert den Titel “Oberbildungsbürgerinâ€? für sich und versucht sich neuerdings in vielen Bereichen als mutige Chefkritikerin und kämpferische Verfechterin für Kultur, Bildung und den guten Geschmack zu generieren (siehe ihre lächerliche Kritik am Buchpreis: “Ich halte den Corine Buchpreis und auch den Deutschen Buchpreis für völligen Schwachsinnâ€?) und denkt man an ihre Zeiten als “Else Stratmannâ€? zurück, so mag einen dermaßen blasierte, bildungsprotzige und pauschal herausposaunte Arroganz nur noch verwundern.”
Ja, genau, so meinte ich das im anderen Thread auch. Das tut mir leid, weil ich z.B. damals in frühester Jugend mir die Else Stratmann-Bücher gekauft habe. Was wäre eigentlich, wenn man die verfilmt ? Ist das dann Trash, oder -weil es von Elke Heidenreich kommt- “Hochkultur” ?
Der neueste Artikel von ihr ist mir ein bißchen zu ich-bezogen. Im Grunde sogar kleinkariert, wenn sie glaubt, dass ein paar Minuten frühere oder spätere Sendezeit für ihre Sendung gleich symbolisch für die gesamte Kulturnation steht. Was hätte Else Stratmann dazu nur gesagt ?
@Noisa, kleines Sensibelchen, ich habe zu keinem Zeitpunkt angenommen, dass das Dein Vorname sei. Wozu auch? Dein output ist es, der fasziniert, nicht Dein Pseudonym. Ich erinnere an mein Beispiel und den dort zitierten Magritte. Wie wir das Ding benennen, ist doch nur ein Hilfsmittel, um nicht aneinander vorbei zu reden. Und Du siehst, obschon Du ja lange hier bloggst, es gibt immer wieder Überraschungen, auch für Dich. Das ist doch der Reiz, das “Unbekannte”, das Nichtvorhersehbare, das uns fragen lässt: Und wie seh’ ich es und was mach’ ich damit?, um uns dann in der Lösung selbst zu finden. Fast so selbstreferentiell, wie das Finanz-und BankenUNwesen, das eigentlich eine andere Aufgabe hatte. Oh Joe, hättest Du nur geschwiegen! Aber das ist ein anderes Thema. Ich grüss’ Dich “energiegeladen und modern”. Danke für die Komplimente.
@ Siegmund, nichts, gar nichts, nur das, was an Eindrücken bestätigt wurde von Noisa um, Blogtime, 09:44. It’s so easy, to read a blog, oder? Und wieder lacht uns das Klischee an, das unvermeidliche Vor-Urteil, beinahe hätt’ ich’s ignoriert.
@Noisa, was denn nun? Jetzt stelle ich mich dumm, da ist es auch nicht recht……..Tzzzzzzzzzzzzzzzzz!
Ich radle jetzt zum Training und mache was für die Beinmuskulatur. Das solltest Du auch tun, nicht, dass wir halb lahm vom Rad fallen:-)).
Und ich muss mir noch so hübsche bunte Radfahrbekleidung zulege. Da sollten wir uns aber farblich abstimmen.
So, ich schaue später noch mal rein, vielleicht hat @Anja was geschrieben.
@noisa @ramona
ich sehe euch schon vor meinem geistigen auge in euren bunten sportoutfits:
queen mum reloaded – zwei knallbonbons im frühnebel
@Dowanda, ich sehe, Du betrachtest das Unternehmen nicht mit dem nötigen Ernst. Pump schon mal Dein Rad auf, Du musst mit!
@Dowanda, was für ein “geistiges Auge”! Wow. Einfach disgusting. Anstatt den Ansatz zweier ungedopter Sportlerinnen am Beginn ihrer zweiten Karriere, mit Begeisterung für ihren Entscheid, zu loben und damit zu motivieren, wirklich zur Tat, also am-Rad-drehen, zu schreiten, diese Abwertung. Muss das sein, wenn auf diese Weise versucht wird, einen wesentlichen Beitrag zu leisten, das marode Gesundheitswesen zu sanieren? Wäre es besser, die beiden sässen bei Kölsch und Chips vorm Fernseher und würden sich zum x-ten Mal DSDS ansehen oder die 500.te Wiederholung von Derrick oder Sodann, als der noch konnte? Näää, Käär, dat is juut, dass die mal richtig strampeln, wenn sie es denn tun.
Na, das beruhigt ja. Dann sind es die Schweizer Berge, die aufs Gemüt schlagen ;)
“Wer in all’ den Jahren nicht begriffen hat, dass es MRR stets nur und ausschliesslich um MRR und dessen Selbstinszenierung ging, der muss sich zwangsläufig wundern.”
Ja, Recht so. Und damit unterscheidet er sich nicht von allen anderen am dortigen Abend. Aber wer´s mag. *schulterzuck*
@Urs Bürgi
Immerhin hat DSDS einen Fernsehpreis gewonnen, also kanns so schlecht nicht sein!
Im übrigen lehne ich nicht rundweg jede Form der körperlichen Ertüchtigung ab. Nur die, bei der man ins Schwitzen kommt.
@Urs Bürgi
Nachtrag: Woher wissen wir überhaupt, ob die Damen ungedopt sind? Bei Noisas Hang zu Prosecco …
@Noisa: meine ist „meine Name“, nicht wirklich Typisch Sardisch und meine Kunde nehmen mich immer als Spanierin an…also ich wollte dir nicht in Schwierigkeit bringen, aber bin jetzt neugierig ob URS=Ursula oder nicht. Bitte aber schlaf in der Nacht… ;-)
@Martina, cui bono, il nome?
heidenreich wird erstes
opfer dieser “hochkultur”debatte:
http://gemiks.twoday.net/20081910
http://gemiks.twoday.net/20082010
Man sollte eigentlich im Leben niemals die gleiche Dummheit zweimal machen, denn die Auswahl ist so groß.
Bertrand Russell
Der Dadaist ist ein Künstler, bei dem das Produkt als solches nebensächlich ist. Er ist ein Geistesreisender, der immer neue Erfahrungen macht. Ein Zeichen dafür, dass Dadaismus doch produktiv im herkömmlichen Sinne der bildenden Kunst ist, zeigt der groteske Humor, der sich in den Gedichten und Bildern wieder findet. Auch die Ironie, die die Künstler in ihre Werke einfließen lassen, spricht für modale Präsenz von „Sinn im Unsinn“.
„Wer sich nicht der geistigen Wirklichkeit verschließt, wird reich von ihr beschenkt. In der Tiefe lösen sich die Geschwüre der wuchernden Vernunft spurlos auf. Affen und Papageien sind die größten Feinde der Kunst und des Traumes. Die Menschen mit ihrer Vernunft nach dem Schlüssel, der das Tor des Lebensgeheimnisses öffnet. Nie werden sie so in die pfauenfarbigen, unendlichen Räume eindringen, in denen die goldenen Flammen sich reigend umarmen.“ (Marcel Janco, erinnert von Hans Arp)
„Unser Kopf ist rund, damit das Denken seine Richtung ändern kann.“ (Francis Picabia, 1879–1953)
(aus Wikipedia)
Jetzt haben wir auch ein Dada- Urs Bürgis Münster- St. Gallen- Dada.
Oder doch Rumpelstilzchens?
Aber wehe! wehe!wehe! Wenn ich auf das Ende sehe. (Wilhelm Busch- Dada)
Eine off topic Beobachtung: Hier wird in letzter Zeit von den Mitdiskutanten viel geredet.
Sind Ursachen oder Gründe bekannt?
@Ramona, ganz ungedopt – allenfalls mit etwas Prosecco (@Dowanda) – treten wir in die Pedale. Wie witzig, am Samstag habe ich noch Sportbekleidung im Päckchen erhalten. Farblich bin ich eher für Naturtöne, Schwarz, diesmal ist auch was Rosafarbenes dabei. Zu Türkis, Gelb, Lila und Fliedertönen tendiere ich weniger. Streifen, Punkte, Sternen- und Herzmuster, Applikationen, Nieten mag ich nicht so sehr.
`Knallbonbons im Frühnebel´ – ein nettes Bild, Dowanda. Radeln im Frühnebel beeinträchtigt jedoch die Frisur. Früher bin ich regelmäßig etwa 25 km zu meiner Dienststelle gefahren, allerdings mit Föhn…
@Urs(ula), Du kannst alltägliche Kleinigkeiten wunderbar mit gesellschaftspolitisch relevanten Dingen, hier dem Gesundheitswesen verbinden. Ja, Radeltouren stärken die Abwehrkräfte und dienen der Gesundheitsförderung. Wenn Du als PR-Fachfrau, als Beraterin mit Deinen Kunden, den Bankmanagern u. a. in den Alpen knallharte Spinning-Touren veranstaltest, sind alle glücklich. Du fährst mit Deinem Team im Jeep nebenher und feuerst das FÜKRA-Team an. Wer vorher aussteigt, muss Deinen Kurs trotzdem bezahlen. Wer´s packt, wird von den mit Dir vernetzten Headhuntern in Vorstände und Aufsichtsräte geschleust. Urs oder Ursula – wie auch immer –, aber wenn Ramona und ich eine Tour machen, dann bitte ohne Anfeuern, ohne Dein Coaching, ok?
Ursula würde ich eher mit Ulla abkürzen, @Martina. Aber vielleicht ist Urs die Ursula. Ja, Danke…
Hm, gute Frage, @na ich.
@ Noisa:Laut wikipedia:
Ursula Varianten
* deutsch: Ulla, Ursel, Ursi, Uschi, Urselchen, Urseken
* italienisch: Orsola
* polnisch: Urszula, Ula
* ungarisch: Orsolya, Orsi
* rätoromanisch: Ursina… denk nach denk nach denk nach…sag bescheid wenn in der nacht eine Camomilla brauchst ;-)
@Urs: meinst du “che bello?” oder “che buono?” oder…?!?
Ich würde es sagen; du bist eine Frau,Sie, Lady, Donna, Woman!
sind wir schon un passo avanti?
: ) :) :)
lg karin
Wenn mich nicht alles täuscht, kommt Urs aus der Schweiz. Und Urs ist dort ein stinknormaler (entschuldige bitte) männlicher Vorname und bedeutet Bär.
@Martina, das es so spannend mit `Ursula´ wird, hätte ich nicht gedacht. Ja, da ist heute erstmal Kamille angesagt. Dieses Hebammen-Thema verleitet offenbar zu besonderer Blog-Fürsorge. Danke! Wird @Urs denn nun des Rätsels Lösung präsentieren? Oder lässt Urs uns weiter zappeln?
@Karin, hast Du eine Idee?
@Lizzy, ursprünglich nahm ich auch an, Urs sei ein Mann. Ich bin irritiert, muss ständig an die einzige Ursula denken, die ich kenne, zu der ich immer Tante Ulla gesagt habe…
Eben @noisa, Ulla. Hättest Du Deine Tante jemals Urs genannt? Sicher nicht.
@Urs. Habe ich Dich richtig verstanden, daß Du die Lösung in drei Tagen verrätst? Nur was mache ich, bis die drei Tage vorbei sind? Ausdauer gehört nämlich nicht zu meinen Grundeigenschaften. Kannst Du es verantworten, daß ich nachts nicht schlafen und mich tagsüber nicht konzentrieren kann ;-)
Ach, Noisa. Da muss ich doch gleich nochmal Walters Zitat wiederholen:
“Man sollte eigentlich im Leben niemals die gleiche Dummheit zweimal machen, denn die Auswahl ist so groß.”
Bertrand Russell
Du kapierst es einfach nicht, oder?
Den “Destruktionspreis” des bloggens hast du dir redlich verdient!
Was mich betrifft, kannst du mit deinen Doubles hier künftig alleine rumturnen.
Ich finde das einfach asozial und asoziales Verhalten ist mir wirklich zuwider.
: ) :) :)
Danke, Inge.
@Mesm, very nice. I have to laugh. Go to twitter too. It´s funny.
(And I´m very sorry. `Inge´ stops blogging now. I cannot do it any more…)
Noisa, 3. Oktober, 21:30 Uhr
Mann, bist du witzig, ich halte es echt nicht aus!
interessant, was rein kommt
:) :) :) lg karin
oder
); ); ); danke inge
und was draußen bleibt.
schrieb meckel von kinderbüchern
oder hebammenlehrbüchern?
mit (inter)nettem gruß
g. emiks
korrigierte website
Urs ist der Rsttenfänger von Hameln…
So, nach einem etwas längerem Arbeitstag meine versprochenen Eindrücke zum eBook.
Auf dieser Buchmesse hatte ich tatsächlich zum ersten Mal ein paar Lesegeräte in den Händen. Verliebt habe ich mich wie es oftmals im Leben ist, in den ersten, nämlich das Jetbook von Ectaco. Es sieht toll aus, ist super leicht und etwas kleiner als ein Taschenbuch. Die Handhabung ist super einfach, die Schriftgröße wählbar und das umblättern kaum wahrnehmbar, sprich demnach auch nicht unangenehm für die Äuglein! Außerdem ist ein MP3 Player eingebaut UND es ist in weiß erhältlich. Kostenpunkt: 299€, also im Vergleich zu den bisherigen auf dem Markt recht erschwinglich. Nachteil: der kleine interne Speicher ist auf maximal 2GB erweiterbar und wenn ich es richtig in Erinnerung habe, benötigt man zum e-books laden ein Kabel und einen PC. Einzig beim Kindle von Amazon wird das nicht nötig sein. Trotzdem hätte ich es gerne mit nach hause genommen;-)
Danach konnte ich mir den Sony reader genauer anschauen. Er sieht ein wenig edler und kompakter aus, als das Jetbook und hat noch einen Ledereinband drumherum. Es erinnert einen dadurch mehr an ein Buch, hat aber so auch was altbackenes an sich. Was mir überhaupt nicht gefallen hat, war die Geschwindigkeit des Umblätterns. Es hat sehr lange gedauert und war nicht angenehm für die Augen. Auf Nachfrage passiert das aber wohl nur bei Büchern mit mehr als 1000 Seiten. Na dann…
Also irgendwie solide dieses Gerät, aber nicht unbedingt mein Typ.
So richtig vergeben wollte ich aber mein Herz sowieso noch nicht, solange ich das Kindle noch nicht gesehen habe. Und das gestaltete sich schwieriger als vermutet. Irgendwie wollte Amazon die Messe nicht dazu nutzen, sein Kindle zu präsentieren. Ich konnte es dann doch mal kurz in die Hände nehmen, es ist etwas schwerer als die beiden vorherigen, hat eine Tastatur für Notizen und eine ähnliche Bildqualität. Aber es wird wohl nicht wie die anderen beiden Lesegeräte PDF Formate unterstützen, sodass man vermutlich auf Amazon beschränkt sein wird. Ob dies ein Vor- oder Nachteil ist, wird man aber erst wissen, wenn es eindeutige Aussagen zur Preisbindung bei eBooks gibt.
Ich werde also noch bis nächstes Jahr warten, bis ich mich entscheide.
Und dann stellt sich die Frage, wird IKEA pleite gehen, weil sie keine Billy Regale mehr verkaufen? ;-))
Urs Bürgi kommt mir die ganze Zeit vor, wie eine Figur aus dem Cabaret Voltaire, ich überlese den Quatsch mittlerweile. Vielleicht ist Urs Bürgi ja auch nur der studierte Bruder vom Calgon Mann, Dieter Bürgi? :-)
Wusstet ihr im übrigen, dass MRR neuerdings für T-Home wirbt? Slogan: “Bei uns findet jeder ein Fernsehprogramm, das ihm gefällt“ – keine schlechte Ausbeute für ein bisschen Herumgezicke beim Fernsehpreis.
@Fabian, das habe ich gestern auch gehört. So kann man auch zu Geld kommen. man muß sich nur wieder in Erinnerung bringen und schon funktioniert es (mit dem Geld verdienen). Meiner Meinung nach kann man MRR nun auch nicht mehr ernst nehmen.
Vielleicht sollte Dieter Bohlen ihm anbieten, in seiner DSDS-Sendung als Juror zu arbeiten.
Ja, alles ein großer Cirque de la coquetterie…
Lizzy, im übrigen interessanter Gedanke: “Deutschland sucht den Superliteraten” mit MRR, Burhard Spinnen und Iris Radisch in der Jury. So eine Art Ingeborg Bachmann Preis fernsehgerecht(er) aufbereitet, das wäre doch mal ein irres Format! Wowey, ich sollte Programmdirektor werden. :-)
Bald heissts:
Deutschland sucht den Superbanker
In der Jury sitzen dann:
Oscar Lafontaine, Jenny Elvers und Dagobert Duck.
@Anja, danke für Deinen ausführlichen Bericht, aber wegen uns hättest Du keine Nachtschicht einlegen müssen. Es ist jedoch interessant, die Meinung eines normalen Nutzers zu lesen und nicht die, eines vom Hersteller gebrieften Verkäufers.
Von dem Problem mit dem Kindle habe ich schon gehört. Es können nur die bei Amazon gekauften Ebooks gelesen werden, was die Vielfalt des Buchmarktes gefährdet.
Interessant ist die Tastatur, die ermöglicht bei Fachbüchern, persönliche Anmerkungen einzutragen (bisher meine bunten ‚Nupsizettel’).
Für mich schließe ich die Nutzung für Belletristik aus. Ich brauche das haptische, sinnliche Blättern in einem Buch. Ich denke, die persönlichen Erinnerungen an die Bücher, die ich gelesen habe, verschwimmen, wenn ich sie nur auf Festplatte habe.
Für Fachbücher kann ich mir eine Nutzung durchaus vorstellen, es wird sicher eine kostengünstige Option sein. Wenn ich bedenke, was die Fachbücher so kosten….. .
Aber ist es nicht eine merkwürdige Vorstellung, wenn zukünftig die Menschen statt in einem Buch zu blättern, auf so ein Venyltablett starren?
@Noisa, bitte nicht, keinen Rückfall! Das währe Gesprächsstoff für unsere Radtour.
@Antje 20. Oktober 2008 um 21:12 Uhr:
Überdenke bitte Deine Ausdrucksweise, dieses Vokabular ist des Blogs unwürdig.
@Ramona
Ich kann mich an eine Szene in Raumschiff Enterprise erinnern (hab ich in meinen Sommerferien zu Schulzeiten bei 32 Grad im Schatten geguckt und dafür aufs Schwimmen verzichtet).
Da sass einer vor einem Fernseher und las. Worauf Captain Kirk meinte, ob er wieder die Zeitung lese. Ich war mega-beeindruckt und gleichzeitig ebenso ungläubig.
Nein,@Noisa, ich überdenke meine Ausdrucksweise nicht.
Ich finde es großartig, dass ausgerechnet du hier Anstandsappelle vom Stapel läßt.
@Noisa, da ich auch über ein wenig Sensibilität verfüge, hab’ ich, um der von Antje angesprochenen “A-sozialität” zu entkommen, einen Job auf den Caymans angenommen. Die UBS hat PR-Bedarf. Anschliessend werde ich Vorstandsmitglied im Cabaret Voltaire, wurde angefragt und sagte ja. Dort könnt’ ihr mich dann besuchen und das “Geheimnis” um meine Person, die viel zu sehr im Zentrum stand, besuchen. Eintritt und Getränke gehen auf Kosten des Hauses.
@Anje 09:19 Uhr:
Langsam machst Du Dich aber lächerlich. Deine Mutmaßungen werden wirklich peinlich.
Das schreibt Dir Ramona!!!
@Dowanda, lass Dich bitte nicht irritieren. Ich schwöre, ich bin und bleibe Ramona!
…und die Erde ist eine Scheibe ;-)
Ich lass mich von gar nichts irritieren.
Mir ists wurscht ob hier jemand unter einer, zwei oder mehreren IDs rumbloggt.
Ich habe auch weder Energie noch Zeit mir darüber Gedanken zu machen, welche Neurosen dafür verantwortlich sein könnten. Mir egal. Jedem Tierchen sein Plaisirchen *g*
“Für mich schließe ich die Nutzung für Belletristik aus. Ich brauche das haptische, sinnliche Blättern in einem Buch.”
Eigentlich müsste sowas ja möglich sein. Statt eines starren Bildschirms Folien, so wie Klarsichtfolien, auf denen dann der Text erscheint.
Ich denke, wenn es so flexibel wird, wenn also die Seiten selber bewegbar werden (und noch nicht mal reißen oder gänzlich verknicken können wie Papier), dann wird sich so ein Modell auch durchsetzen. Bis jetzt ist mir das auch zu Computer-like.
@Dowanda, eigentlich hast Du Recht.
Das ist einzig @Antje’s Problem. Mir sind diese Verdächtigungen bloß langsam zu blöd.
Lass uns also weiter lustig miteinander kommunizieren, darum bittet Dich Ramona.
@Anje, wir würde gern mal einen konstruktiven Diskussionsbeitrag von Dir lesen!
Dada – ist lustig
Dada – ist anders
Dada – in der Kommunikation ist auf Dauer kommunikationszerstörend.
Ich finde Urs Bürgis Ideen witzig und unterhaltsam, aber mit diesem konsequenten Unernst fühle ich mich auch gelegentlich veräppelt.
Dieser Salon hält viel aus, hat schon viele Auftritte erlebt und überstanden. Er ist auch sicher keine spaßfreie Zone, obwohl wir manchmal relativ unspaßige Themen diskutieren. Aber unter Dada- Bedingungen könnten wir uns gegenseitig nicht richtig ernst nehmen. dann geht Kommunikation in Antikommunikation über, sprengt den Rahmen. Das ist es, was Dada will.
Für unsere Kunstlehrerin- damals die jüngste in dem etwas angegrauten Lehrkörper- habe ich, teils aus Sympathie, teils aus Neugier, einen Aufsatz über Dada geschrieben, ungefähr 30 Seiten. Als ich fertig war, habe ich ihn nicht abgegeben- wegen Dada.
‘Ich bin der Geist. der stets verneint.’- War Goethe Dadaist? Eher nicht, Mephisto schon.
Unter kynischen Gesichtspunkten- eine abgemilderte Form des Dada- könnte man Marcel Reich- Ranickis Telekom- Werbung als Zynismus bezeichnen. Aber geht es ihm nicht auch darum, seinen Standpunkt zu multiplizieren? Auf der Suche nach Verbündeten kann er auf große Teile des Feuilleton- Journalismus zählen. Und auf die mit 65 immer noch trotzige und im abgesicherten Rahmen mutige Elke Heidenreich.
Überhaupt: Mut? Anders als zu Zeiten der Gestapo hat Mut eine besondere Qualität im medialen Zeitalter. Wir sehen es an Reich- Ranicki, den viele Leute vom fernsehen in die Schublade ‘Zorniger aber vor allem seniler Alter’ stecken wollen. Es ist erfreulich, dass der alte Marcel da nicht drin bleibt und wie das Kasperle immer wieder und an anderer Stelle auftaucht- ironischerweise auch im Fernsehen. Bravo, Telekom.
Die Telekom steht für eine Angebotsvielfalt, die ich nicht ausnutze. Damit kann ich nicht beurteilen, ob zu ihren Angeboten auch klassisches Schauspiel und Lyrik, besonders Shakespeare und Brecht, gehören.
Vielleicht weiß es jemand besser?
@Siegmund, die Vorstellung:”Heute Abend lege ich mich mit meinem Taschencomputer ins Bett und schmökere ein bissche” ist schon merkwürdig.
In der heutigen FAZ ist ein Artikel von Miriam Meckel zum Thema Öffentlicher Rundfunk
http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~E373FC59785B943A2AAAF317FF6485C7F~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_googlefeed
Und Frank Schirrmacher schreibt was zum Thema Bankenkrise, das sowohl den Kapitalisten als auch den Etatisten missfallen könnte – was es lesenwert macht:
http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~E39BF4D9F65084CAE9DA7E21E1FB3B5E2~ATpl~Ecommon~Scontent.html