MM_Lorenz
Zu den Kommentaren
4. Dezember 2008, 14:12 Uhr, Geschrieben von Miriam Meckel

Advent, Advent, was Zeit erkennt … (4)

Relation

Catwg the Wise, Abbot of Llancarfan starb 577 nach Christus. Vor seinem Tod schrieb er seinen Waliser Zeitgenossen ein paar Erkenntnisse ins Geschichtsbuch, die beweisen: Es gibt nicht nur Zeitgeist. Es gibt auch einen Geist der Zeit, der so weise analysiert, dass er nach hunderten von Jahren noch immer Erkenntniswert hat.

In “The Circle of the Moral World” sammelt der Autor Sprüche und Redensarten, wie sie ihm seinerzeit für die Beschreibung menschlichen Lebens bedeutungsvoll und aussagekräftig erscheinen. 

“If a wealthy man steals they say he forgot.

If a poor man steals the say he stole.”

So ist es! Die Derivatekettenkonstruktivisten haben nur vergessen, wo aller Anfang des Risikos lag und dass es nicht vergeht, nur weil man es aus dem Blick verliert. Man muss die Dinge nur ins richtige Verhältnis setzen.

ADvent 4: Richtig heißt es “The Circus of the Moral World”.

86 Reaktionen

  1. 5. Dezember 2008, 9:45 Uhr, von Thomas
    051

    Türchen 4,
    ist das die Zumwinkel- Beweismittel-Vernichtungsmaschine?
    Wie uncool, aber vielleicht kann die Blockbetreiberin uns mit einem
    Andrea Nahles Shopping- Gutschein
    trösten.

    Antworten
  2. 5. Dezember 2008, 10:04 Uhr, von Ramona
    052

    Du bist mein Freund @Dowanda, danke.
    Sinn und Zweck des Ganzen ist eigentlich, die Menschen aus ihrer Kaufzurückhaltung zu locken. Die Binnennachfrage soll angekurbelt werden. Kredite werden billiger und die Menschen leihen sich mehr Geld. Richtig?

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  3. 5. Dezember 2008, 10:29 Uhr, von Dowanda
    053

    @Ramona
    Zusätzlich schüttet die EZB noch billiges Geld aus den Reserven auf den Markt, da die Banken sich ja untereinander nichts leihen.

    (Aufgrund der Subprimekrise weiss keine Bank von der anderen welche auf schlechten Papieren sitzt – die Angst, das geliehene Geld dann nicht mehr zurückzubekommen weil die betroffene z.B. in Konkurs geht ist gross. Daher kamen auch die Staatsbürgschaften auf – in der Hoffnung, wenn der Staat für die Bank haftet wird sie wieder Geld von anderen Banken bekommen und nicht mehr nur bei der EZB anklopfen.)

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  4. 5. Dezember 2008, 11:05 Uhr, von Ramona
    054

    Ha, wieder was gelernt. Jetzt habe ich den Durchblick, der Blog bildet eben:-)) Bis später @Dowanda! Ich muss erstmal in die Kälte, um diese Jahreszeit hasse ich manchmal meinen Beruf.

    Antworten
  5. 5. Dezember 2008, 11:05 Uhr, von jinx
    055

    @dowanda & ramona: here in England where most people have credits or at least a mortgage the interest rates where cut to 2% as well. Unfortunately those cuts are often not forwarded onto the customers. A lot of banks have collars (a minimum pay rate attached to the deal), so that people have to pay up to 1.5% more than the base rate. How is that in Europe? Is that drop in interest rates really passed on to the customers?

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  6. 5. Dezember 2008, 11:07 Uhr, von Lizzy
    056

    @Dowanda
    Ich habe nicht viel Ahnung von der Finanzwirtschaft. Aber ist das nicht ein Kreislauf ohne Ende? Viele Menschen nehmen wieder Kredite auf und können sie wiederum nicht zurück zahlen. Am Ende beginnt alles wieder von vorn.

    Antworten
  7. 5. Dezember 2008, 11:09 Uhr, von jinx
    057

    and what would you buy for your money at the moment since it’s not worth having it in your bank? two for one houses in Florida? well…without sarcasm: people who have their money in a bank want to save it obviously, because they can’t think of any consumable to spend it on anymore. So if you want to keep saving it (because you have all your needs satisfied already) where would you put it then?

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  8. 5. Dezember 2008, 11:25 Uhr, von CA
    058

    Wenn man das Geld nicht für den Konsum nutzt, sind Staatsanleihen “vielleicht” eine Möglichkeit?

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  9. 5. Dezember 2008, 11:38 Uhr, von Dowanda
    059

    @jinx
    It’s normal that customers have to pay more than the base rate. I mean: I want y salary every month, because I need it! :-) Otherwise the bank wouldn’t earn any money.

    In Austria people have to pay about 0,75 – 1,00 % more than the base rate. Or they get 0,50 less on their savings.

    Antworten
  10. 5. Dezember 2008, 11:48 Uhr, von jinx
    060

    @dowanda. thanks, that’s helpful. Here the collars are on top of what you pay more anyway. For example, at Nationwide most tracker mortgages are collared at 2.75%. If your rate is 0.5% above base rate, you’ll never pay less than 3.25%. Even if the interest rate drops down to 1%….

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  11. 5. Dezember 2008, 12:18 Uhr, von Janna
    061

    @Dowanda, was ist denn billiges Geld ?! ich meine, gibt es auch teures ???

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  12. 5. Dezember 2008, 12:31 Uhr, von Dowanda
    062

    @Janna
    Ja, alles wofür die Steuerzahlenden aufkommen müssen – würde ich jetzt spontan antworten.

    Antworten
  13. 5. Dezember 2008, 12:39 Uhr, von Dowanda
    063

    @Lizzy
    Man kann auch sagen: Alles fliesst.
    Warum denn soll ausgerechnet Geld nicht fliessen :-))

    Das Geld in Bewegung bleiben muss, sah ich das erste mal bei …. Dagobert Duck. Der fuhr nämlich in einer Geschichte mit dem Caterpillar in seinem Geldspeicher rum und verschob seine Phantastilliarden. Auf Donalds Frage, warum er das mache: Geld muss bewegt werden.

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  14. 5. Dezember 2008, 12:43 Uhr, von jinx
    064

    I’m not sure how much England compares to the rest of Europe, but the interest rate cuts to 2% were indeed historic. It’s at its lowest point since 1951! And cutting it by 1% hasn’t happened in a while I think.

    Most banks here don’t pass the cut on to their customers. There is a big political discussion going on about it now.

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  15. 5. Dezember 2008, 12:44 Uhr, von jinx
    065

    I wonder if they just forgot to pass it on…

    Antworten
  16. 5. Dezember 2008, 12:47 Uhr, von Dowanda
    066

    *lol* jinx … Yes, I think that’s the most possible explanation :-)

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  17. 5. Dezember 2008, 12:51 Uhr, von julia
    067

    Die Frage von jinx “where would you put it then?” würde mich auch sehr interessieren, denn wenn die Leitzinsen sinken erhalte ich auch weniger auf mein gespartes Geld (oder Dowanda) und das finde ich echt unfair. Da ist die Moral doch auch wieder verdreht und man sollte besser alles ausgeben und sich verschulden als für spätere Jahre zu sparen..I dont get it.

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  18. 5. Dezember 2008, 12:55 Uhr, von julia
    068

    Ich will einfach nix kaufen!

    Antworten
  19. 5. Dezember 2008, 12:59 Uhr, von Dowanda
    069

    Es ist immer so, das von steigenden Zinsen die Einlagen profitieren und von fallenden Zinsen die Kredite.
    Die fallenden Zinsen sollen einerseits den Frust der Anlegenden erhöhen, damit diese das Geld lieber ausgeben als bunkern.
    Und gleichzeitig soll es die mit Schulden entlasten, damit die Immobilienpreise nicht zusammenklappen und es ähnlich wie in den USA läuft. Wenn nämlich viele wegen hoher Zinsen ihre Hypotheken nicht mehr bezahlen können, kommen viele Immobilien auf den Markt. Und viel Angebot, gleichzeitig mit wenig Nachfrage, lässt die Preise purzeln. Die gehen aber so oder so runter, ist meine Einschätzung. Was auch notwendig ist.

    Ein weiterer Faktor ist die Arbeitslosigkeit. Sind die Kreditzinsen günstig, sind Unternehmen eher bereit zu investieren. D.h. sie schaffen oder erhalten damit zumindest Arbeitsplätze.
    Detto bei den Verbrauchern: Wenn ich eine Eigentumswohnung habe, hier das Bad richten lassen will dann mache ich das eben eher dann wenn ich weniger Zinsen für den Sanierungskredit bezahlen muss. Und wenn ich, so wie jetzt im deutschen Konjunkturpaket, die Handwerkerrechnung auch noch steuerlich geltend machen kann, dann haben beide Seiten was davon.

    Antworten
  20. 5. Dezember 2008, 13:01 Uhr, von Dowanda
    070

    @Julia
    Ich kauf auch nix, ich benehme mich total daneben :-))

    Und so haltens viele. Darum wohl auch eine Senkung nach der nächsten.

    Antworten
  21. 5. Dezember 2008, 13:06 Uhr, von Walter
    071

    Auszug aus Wall Street von Georg Diez (SZ- Magazin):
    “Joe Nocera hat einen schweren quadratischen Kopf, mit dem er sich schwere quadratische Gedanken macht. Und was er sagt, wirkt wie eine Ode auf den Untergang des amerikanischen Kapitalismus.

    »Alle sind wütend auf die Wall Street.«
    »Die Menschen sind Herdentiere.«
    »Und man wirft ihnen noch Geld hinterher.«
    »Angst und Gier gehören zusammen.«
    »Das ist eine Panik.«
    »Das ist das Ende einer Ära.«
    Dann macht er eine Pause. »Es ist beängstigend«, sagt er. »Und es ist aufregend. Es ist das, worauf ich mein ganzes Leben gewartet habe. Es gibt meiner Arbeit einen moralischen Sinn.« ”

    Der moralische Sinn ergibt sich aus dem Widerspruch zwischen dem Tun der Spekulanten und dem Erleiden von dessen Konsequenzen durch die Opfer, die auch ihrerseits spekuliert haben weil sie ebenso verdienen wollten, aber jetzt auf der kürzeren Seite der Schaukel sitzen oder auch schon hinten herunter gefallen sind. Jetzt, wo der Absturz stattfindet und das Desaster nicht mehr abwendbar scheint, jetzt reden Banker vom moralischen Sinn ihrer Arbeit.

    Nicht die Arbeit hat sich also gewandelt, sondern die Wahrnehmung ihrer moralischen Bedeutung. Bis vor kurzem waren Spekulation erwünscht, Renditen begehrt und Banken geachtet. Und nun? Top down, Banker mit Selbstzweifeln und Gedanken über Moral. Es sieht so aus als hätten nur Gewinn und Rendite sie bisher legitimiert und als wäre ihr gesellschaftlicher Wert zugleich mit den Kursen abgestürzt. Für die Banker wäre jetzt eine Chance zu begreifen, was sie da angestellt haben und was dies für unsere Gesellschaft bedeutet, sich auch Gedanken über menschliche Werte zu machen. Dafür müssen sie verstehen können, nachdenken und zuhören. Bisher kommen wenig Signale wie dieses- dass Arbeit auch einen moralischen Wert haben könnte.

    Antworten
  22. 5. Dezember 2008, 13:09 Uhr, von Noisa
    072

    @Dowanda, hm, sparen ist nun noch unattraktiver geworden. Aktien/Fonds sind wegen der extremen Kursschwankungen ein Wagnis – lassen wir die Abgeltungssteuer mit den damit verbundenen Nachteilen mal außen vor. Immobilienpreise fallen voraussichtlich in den kommenden Jahren. Dowanda, gib doch mal als pfiffige Bankerin einen Geldanlage-Tipp! Die Haftung kannst Du ja ausschließen. Ich komm´ auch nach Österreich (ohne es dem hiesigen Fiskus zu verheimlichen). ;))

    Antworten
  23. 5. Dezember 2008, 13:12 Uhr, von jinx
    073

    @dowanda. The cut in interest rate indeed frustrates me. But it doesn’t make me go and spend the money either. It just makes me angry. So can that be the right way? Who is really profiting at the moment, since (as you said: money flows) money is not burnt or destroyed….i start to wonder…

    Antworten
  24. 5. Dezember 2008, 13:12 Uhr, von Noisa
    074

    @Julia, was ist denn das für eine Einstellung? Und sowas in der Vorweihnachtszeit. In den Läden muss es brummen! ;)

    Antworten
  25. 5. Dezember 2008, 13:12 Uhr, von Urs Bürgi
    075

    Ich finde den Versuch ja gut und richtig, Volkswirtschaft und deren Komplexität “runterzu”, aber ich widerspreche @Ramona, dass es funktioniert, im Schnellschuss es zu verstehen. Das ist dann wie bei Frau Merkel: gib jedem etwas Geld, und die Wirtschaft läuft. Der “Showeffekt” ist gross, vor allem im Wahljahr, die Wirkung nahe bei Null. Warum? In Japan wurden vor ca. 8 Jahren die Zinsen von der Nationalbank auf Null gesetzt, und dennoch passierte nichts, die Menschen kauften nicht. Warum? Wenn ich alles habe, brauche ich nichts zu kaufen, wenn die Perspektive fehlt, wie geht es denn weiter? Das ist der entscheidende Punkt und Fehler bei Frau Merkel und den “Fachleuten”, die keine sind. Menschlich natürliches Verhalten ist, in Krisensituationen, vorzusorgen, also sich “antizyklisch” zu verhalten, anstatt auszugeben, zu sparen, weil ich nciht weiss, wie es danach weitergeht. Und: wer produziert denn was? Rindfleisch aus Brasilien? Spielzeug aus China? Software aus Indien? Erdöl aus Norwegen? Erdgas aus Russland? Daher: die grossen Aufträge müssen her: Strassenbau, Schulen, Hospitäler, Wohnungen, neue Heizsysteme, Kindergärten, auch Panzer und Kriegsschiffe, jaaaa, usw. NUR: das dauert!!! Denn die Unternehmen schaffen Arbeitsplätze, dort entsteht Einkommen, das Geld kann ausgegeben werden, usw., also Wirtschaftswachstum.
    Und noch zum “billigen Geld”: Der Preis des “Geldes” ist der Zins, den man zahlen muss, um es zu bekommen, denn die Geld”schöpfung” liegt bei der Bundes- /Europ. Bundesbank. Aber es wirkt eben nicht, siehe Japan. Das nennt man dann Deflation, es gibt Geld, aber es wird nicht “verwendet”, selbst wenn die Preise sinken. siehe oben. Ich will nicht das tun, was ich oben kritisierte: Kleine VWL am Nachmittag. Es soll nur nicht die Illusion erweckt werden, “jetzt habe man alles verstanden”, weil’s ja sooo einfach ist. Leider nicht. Walter würde ergänzen: per aspera ad astra, oder platt: ohne Mühe und Arbeit, kriegste nichts, auch wenn Mediamarkt u.a. uns eine andere Sicht “verkaufen” wollen. Und dort liegt das Problem: “billige Produktion im Ausland”, Geld kreieren mit Derivaten und Scheinwerten (Papier ohne Ende und wertlos). Kreditkarten, ohne Deckung, Schulden ohne Ende. Sind wir schon im Paradies? Das ist Wirtschaft für Dummys, irreal, Illusion, “Währungsreform”, alles geht auf LOS, wir fangen von vorne an, den Rest schreiben wir ab. Fragt eure Grosseltern, wie das war nach 1949. Und wer waren die “Gewinner”`von Thyssen, Flick, Quandt etc. “Same procedure as every year?” Yes, same…. :-))) It’s time for change, soll jemand vorher gesagt haben. Chomsky antwortet klar: nichts ändert sich, nur die “Feindbilder” werden verändert. Für uns: wir müssen wieder lernen, Werte zu schaffen, mehr zu arbeiten, selber zu produzieren, besser zu sein, weniger ist mehr, dafür bessere Qualität, usw. Noch einmal. das dauert aber länger, bis zu nächsten Wahl. Aber nur um die Posten geht es doch, nicht um wirkliche Inhalte. Sorry, ich würde auch lieber “lustige” Dinge schreiben, wenn’s möglich wäre.

    Antworten
  26. 5. Dezember 2008, 13:21 Uhr, von Dowanda
    076

    @noisa
    Das trau ich mich auch so gg
    Ich würde auf 18 Monate verteilt in regelmässigen Tranchen in weltweite Aktienfonds (grosse bis mittlere Werte) einsteigen.
    Wenn wir vom Aktienbereich reden.
    Ansonsten tät ich das Geld am Sparbuch bunkern.

    Antworten
  27. 5. Dezember 2008, 13:23 Uhr, von Dowanda
    077

    @Urs Bürgi
    Mein Lieblingssatz momentan ist “Experten sagen …. ” oder “Experten sind der Meinung …”
    Genau die Experten die vor der dotcom-Blase und auch noch heuer im Frühjahr vom blauen Himmel mit den rosa Wölkchen schrieben.
    Es ist immer das gleiche. Zykaden nennt man solche Leute in Italien.

    Antworten
  28. 5. Dezember 2008, 13:25 Uhr, von Lizzy
    078

    @Dowanda, kann denn auch Geld fließen, das ich nicht habe?

    Antworten
  29. 5. Dezember 2008, 13:26 Uhr, von Urs Bürgi
    079

    Ich hatte geschrieben: “runterzukochen”, mal wieder im Netz verschwunden. @Dowanda: es war die fehlende Finanzplanung beim Kauf der Häuser, es wird in den USA nur kurzfristig “geplant”, und wenn die FED die Zinsen anheben muss, nach der “Geldpolitik” von Greenspan, der ja inzwischen seine Fehler einräumt, und dann noch der Arbeitsplatz nach China wandert, freute sich der Immobilienmakler,der hatte ja sein Geld bekommen, die Händler von und mit “gesicherten Hypotheken” die dann noch gemischt, wie im Kartenspiel,dann verkauf ans Ausland (Landesbanken etc.) nur der einzelne Hausbesitzer, war der A….. Warum? Weil sie in den USA nur eines kennen: make business, koste es, wen es wolle, nach mir die Sindflut. Und wer langfristige Schulden, kurzfristig finanziert, ist stes der Dumme, (erstes Semester BWL) Da sind schon Banken in den 80iger Jahren in Köln über die Wupper gegangen. Aber wir sind ja nicht lernfähig, weil das “Alte” überholt ist. Denkste. Es wird nur jedesmal teurer, eben bis hin zur Währungsreform.

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  30. 5. Dezember 2008, 13:31 Uhr, von Dowanda
    080

    @Urs Bürgi
    Nicht ganz richtig, es war sogar noch schlimmer:
    Das Haus kostete sagen wir mal USD 200.000,00. Finanziert wurde auch genau die Summe (da müsste es einem als Banker ja schon schlecht werden). Dann stiegen die Immobilienpreise. Da sagten die Banken: Ach, Du brauchst keine Zinsen zu zahlen – die schlagen wir auf die Hypothek drauf. Und der Kunde meinte dann, dann könne er ja gleich das neue Auto auch noch drauffinanzieren. So ging das munter dahin. Bis die Preise zu fallen anfingen, weil die Zinsen zu hoch waren und die Leute sie Raten nicht mehr leisten konnte. Die Banken hatten das Risiko allerdings schon verkauft, nach Europa. Subprimes nennt man das.
    Das ist jetzt ein bisschen einfach dargestellt, aber es ist ein Aspekt davon

    Wenn man bedenkt, dass die UBS ja nicht nur wackelt sondern angezählt ist. Und wenns so weiter geht, stock ich meinen Dispo und kauf damit die Credit Suisse …

    Antworten
  31. 5. Dezember 2008, 13:32 Uhr, von Dowanda
    081

    @Lizzy
    Theoretisch ja, praktisch sind Buchverluste wenns den Bach runter geht. Das ist ja das Gute dran. Vieles von dem was verloren ging, war physisch nie vorhanden.
    Wenn man bedenkt, das 80 % des Geldflusses in der Welt nicht in der Wirtschaft landen.

    Antworten
  32. 5. Dezember 2008, 13:34 Uhr, von Noisa
    082

    Danke, @Dowanda. Das mit den Aktienfonds hört sich mutig an. Ich befürchte nur, dass die Kurse wegen der Rezession in den kommenden Jahren weiter fallen werden und es erst in vier oder mehr Jahren wieder aufwärts geht, wenn sich gewisse Wirtschaftszweige stabilisiert haben und neue, zukunftsweisendere hinzugetreten sind.

    Auf´s Sparbuch würde ich in Deutschland nur noch was bei einer Sparkasse oder Volksbank eG packen. Aber ich bin vielleicht auch zu vorsichtig. Vielleicht liegt es daran, dass ich Gespräche mit vielen Selbständigen und auch Bankern direkt führe…

    Antworten
  33. 5. Dezember 2008, 13:40 Uhr, von Dowanda
    083

    Noisa, also ich für meinen Teil hab im Juni meine Aktiensparpläne aufgestockt. Da bin ich zwar jetzt schon im Minus, aber auf die lange Sicht gesehn mach ich mir da wenige Sorgen. Zeit muss frau haben.
    Sonst musst es sein lassen.

    Wenn sich die neuen Zweige zeigen, dann ists oft schon zu spät. Lieber antizyklisch unterwegs und möglichst breit gestreut.

    Antworten
  34. 5. Dezember 2008, 13:46 Uhr, von Noisa
    084

    „Lieber antizyklisch unterwegs und möglichst breit gestreut.“ Ja, das ist immer gut, @Dowanda.

    Antworten
  35. 5. Dezember 2008, 13:50 Uhr, von Urs Bürgi
    085

    @Dowanda, “Irrtum Euer Ehren”, es war logisch, wie in Japan damals auch, und “systemimmanent”: die steigende Nachfrage nach Häusern, trieb den “Wert”, nein, eben nicht, sondern den Preis hoch, damit wurde mein Haus, auf dem Papier, wertvoller und die Differenz zwischen Marktwert und Buchwert, liess ich mir auszahlen und die Bank tat es, weil es “ihr Geschäft” war, weitere Kredite zu haben und die Bilanzsumme zu vergrössern. Aber ich muss, so profunden Kennerinnen der Bankszene es ja nicht erzählen, oder? Ach, noch etwas: der Hinweis, wie sie heissen, die Papiere, ist ebenso deplaziert, wie Dein “Know-How” über die UBS, Deinen Dispo und die CS. Aber wenn Du das brauchst, bitte, ich kann Dir noch weitere Vorlagen liefern, für “dort läuft der Dieb”. Nein, ich muss nicht in den Wettbewerb eintreten, “wer weiss es besser”, oder, wie auf dem Oktoberfest:Haut den Luckas.

    Antworten
  36. 5. Dezember 2008, 14:16 Uhr, von Dowanda
    086

    @Urs Bürgi
    Der Marktwert folgte ein Stück lang dem Buchwert. Sonst hätte sich das ganze nicht über so lange Zeit in die gleiche Richtung entwickelt. Aber irgendwann hat es sich begonnen abzukoppeln. Die Grossbanken haben dabei das Geschäft diktiert – aufgrund ihrer Marktmacht.

    Und sie machen es auch heute. Sie verleihen den Kleinen/Mittleren kein Geld mehr, weil sie es selber brauchen. Grosse Banken haben auch die Funktion, Spitzen am Geld- oder Kapitalmarkt abzudecken. Da genau das nicht funktioniert, springen die Notenbanken mit frischem Geld ein. Leiden tun darunter auch hier die kleineren Regionalbanken, die sich keine eigene Refinanzierung gestalten können, da sie nicht geratet sind und darum am grossen Markt nicht mitmischen. Diese hängen sich dann an die Grossbanken und damit nun im Moment auch im Liquiditätsengpass mit drinnen.

    Was den Rest Deines Posting angeht. Es stimmt – es ist kein Wettbewerb. Auch nicht in puncto Niveau.

    Antworten


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