Relation
Catwg the Wise, Abbot of Llancarfan starb 577 nach Christus. Vor seinem Tod schrieb er seinen Waliser Zeitgenossen ein paar Erkenntnisse ins Geschichtsbuch, die beweisen: Es gibt nicht nur Zeitgeist. Es gibt auch einen Geist der Zeit, der so weise analysiert, dass er nach hunderten von Jahren noch immer Erkenntniswert hat.
In “The Circle of the Moral World” sammelt der Autor Sprüche und Redensarten, wie sie ihm seinerzeit für die Beschreibung menschlichen Lebens bedeutungsvoll und aussagekräftig erscheinen.Â
“If a wealthy man steals they say he forgot.
If a poor man steals the say he stole.”
So ist es! Die Derivatekettenkonstruktivisten haben nur vergessen, wo aller Anfang des Risikos lag und dass es nicht vergeht, nur weil man es aus dem Blick verliert. Man muss die Dinge nur ins richtige Verhältnis setzen.
ADvent 4: Richtig heißt es “The Circus of the Moral World”.








Ironisch verpackt, was man selten so deutlich lesen konnte: Es WAR Diebstahl.
Money buys everything but good sense.- Yiddish
…oder IST.
Und natürlich: “Violators subject to tow.” (…to the caribbean islands)
schön verpackt sieht alles gut aus
Türchen 4, das virtuelle, Danke!
Was „Derivatekettenkonstruktivisten“ heißt, bleibt mir verschlossen. Es lässt sich auch nicht googlen.
Aber “If a wealthy man steals they say he forgot.
If a poor man steals they say he stole.â€?, da ist was dran. Und es scheint sich was zu tun. Der BGH hat neulich `Recht gesprochen´: „Gefängnis für Steuerhinterzieher“, SZ am 03.12.2008: http://tinyurl.com/6ddalo
http://de.wikipedia.org/wiki/Derivat_(Wirtschaft)
Oder: Die Grossen lässt man laufen und die Kleinen sperrt man ein.
nicht immer: guillotine.dk/Pages/Guillot.html
SPD-PRÄSIDENTSCHAFTSKANDIDATIN Gesine Schwan hat in einem SPIEGEL ONLINE Interview folgendes gesagt:
„Der Kern der Finanzkrise ist eine weit verbreitete Einstellung des geistigen Mitläufertums, ein Habitus der Verantwortungslosigkeit. Man macht, was alle machen. Man fragt nicht: Ist das vertretbar, was ich da mache? Nachdenken hat in den letzten Jahren nicht die Karriere gefördert.“
Hier das ganze Gespräch:
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,594308,00.html
Ich sage, eine kluge Frau! Stimmt’s @Walter?
@Dowanda, oft ist es so. Da würde mir schon einiges zu einfallen. Ich will die schöne Adventsstimmung hier aber nicht vermiesen. ;)
Danke, @St, so ganz habe ich den Fachbegriff von Frau Meckel immer noch nicht durchschaut. Ich lese erst mal mit…
Alles was du sagst, sollte wahr sein. Aber nicht alles was wahr ist, solltest du auch sagen.
Voltaire
Es geht nicht nur um Moral, sondern um Macht.
‘If a wealthy man steals they say he forgot.’ In den konsumorientierten bürgerlichen postfeudalistischen Gesellschaften lautet die Gleichung wealthy = mighty. Das war nicht immer so. Das Verhältnis von Reichtum und Macht ist ein sehr spannendes mit vielen Facetten. Wie schnell es kippen kann zeigen die Momente, wo beide mit der Moral kollidieren: Susanne Klatten, Josef Ackermann, Klaus Zumwinkel…
@Walter
Was hat jetzt Susanne Klatten mit Klaus Zumwinkel gemeinsam?
Das klingt mir mehr nach namedropping denn nach Argument …
Im übrigen haben die, die nicht zahlen (können), auch nicht so wenig Macht. Das sieht man am blühenden Geschäft der Inkassobüros und privaten Geldeintreiber. Diese Romantisierung der Mittellosigkeit geht mir wirklich auf den Wecker.
Nicht jeder/jede, der über wenig Einkommen und kein Vermögen verfügt ist deshalb automatisch ein Heiliger: Es ist nicht viel ehrbarer, bei einem kleinen Elektrohändler einen Flachbildfernseher zu kaufen, diesen dann nicht zu bezahlen und ihn dann an einen Secondhand-Händler weiterzuverkaufen. Im sicheren Wissen, dass bei einem selber eh nichts zu holen ist. Der Händler bleibt dann auf der Strecke; und woher er seine Löhne bezahlen steht in den Handbüchern zur Moral nicht.
Jaja, das ist wie bei ner vollständigen Induktion, wenn der Induktionsanfang nicht wahr ist….
Beide haben gestohlen. Der arme Mann vielleicht in großer Not. Der reiche Mann aber aus reiner Gier. Bei ihm würde ich das sogar als schweren Diebstahl werten und es ist moralisch durch nichts zu rechtfertigen.
Ach was schreibe ich denn da, sie, die oben beschriebenen Reichen haben ja überhaupt keine Moral (siehe Finanzkrise)!!
Es ist kein Argument, sondern eine Kollision Dowanda, zwischen Geldmacht und Moral. In einer Gesellschaft, die das Geld anbetet, weil es ihr an immateriellen Werten mangelt, hat Reichtum etwas Götzenhaftes. Die falschen Götter stürzen jetzt, sei es aus eigenem Versagen, sei es aus Hybris, oder auch, weil sie sich ganz profan an Erpresser ausliefern. Ich möchte diese Taten und Untaten nicht moralisch be- oder verurteilen, sondern dies nur feststellen.
@Dana
Wenn ich an der Stelle eines aus meiner eigenen Erfahrung sagen darf:
Tendentiell sind die, die von staatlichen Transferleistungen leben, was ipod, iphone, laptops, mp3player, Designerturnschuhe und andere Statussymbole angeht auf dem weitaus neueren Stand als die, von denen man annehmen würde sie könnten es sich leisten.
The seven questions put by Catwg the Wise, to the Seven Wise Men of the College of Llanvuthan, and the answers of these men:
“What is the greatest wisdom of man?”
“To be able to do evil and not to do it,” answered St Tedio.
“What is the highest goodness of man?”
“Justice,” answered Tahaiarn.
“What is the worst principle of man?”
“Falsehood,” answered Taliesin, chief of Bards.
“What is the noblest action of man?”
“Correctness,” answered Cynan, son of Clydno Eddin.
“What is the greatest folly of man?”
“To desire a common evil, which he cannot do,” answered Ystyvan, the Bard of Teilo.
“Who is the poorest man?”
“He who is not contented with his own property,” answered Arawn, son of Cynvarch.
“Who is the richest man?”
“He who does not covet anything belonging to others,” answered Gildas of Coed Awr.
(Preserved in the Myvyrian Archaiology vol III, and found in the notes to Lyra Celtica)
@Walter
Trotzdem verstehe ich nicht warum Susanne Klatten hier in diese Aufzählung fällt. Das Machtmittel liegt da doch mehr auf der anderen Seite: Nämlich die Würde des anderen zu beschädigen, weil man die Mittel dazu hat. Im konkreten Fall ein heisses Filmchen.
Dazu ist Reichtum des Opfers nicht zwingend. Denn ich hatte vor Jahren eine Kundin bei mir (Hilfsarbeiterin bei einem Textilwarenhersteller), die von einem Internetflirt mit Fotos erpresst wurde und dafür einen Kredit von einigen Tausend Euro aufnehmen wollte, die sie kaum hätte leisten können. Ich habe ihr dann einen Anwalt vermitteln können, mit dem wir zusammen arbeiten. Was dabei rauskam, weiss ich allerdings nicht.
Soviel Mitleid habe ich mit dem `armen Mann´ nun auch nicht immer. Da gibt es schon ganz schön abgezockte – wie @Dowanda angesprochen hatte – vermeintlich arme Männer und Frauen, die bei allen Versandhäusern einmal durchbestellt haben – ohne zu bezahlen, nachdem der Kredit der Privatkundenbank nicht mehr getilgt wurde. Nett ist es auch, wenn weiterhin Arbeitslosengeld I oder II bezogen wird, obwohl derjenige schon seit Monaten eine feste Stelle hat… Ich merke nur gerade, dass ich mehr und mehr über das `Schlechte in der Welt´ nachdenke. Das tut in der Vorweihnachtszeit gar nicht gut. ;)
Danke @Noisa
Mir gehts einfach darum, dass eine bestimmte Einkommens- oder Vermögenslage nicht automatisch zum Sünder macht oder umgekehrt.
Es sehr wertebewusste Reiche und es gibt sehr abgezockte Arme, um noisas Begriff aufzunehmen.
Herausstechen tun aber immer nur, die sich medial gut verkaufen lassen und auf die wird dann auch immer mit dem gleichen Phrasendreschflegel eingeschlagen bzw. werden zu Märtyrern hochgejubelt. Minderbegüterte werden per Definition idealisiert; ich halte das für eine gefährliche Verniedlichung, die im Grunde genommen aus einem Kastendenken kommt.
Einverstanden Dowanda, es ist eine falsche Spur.
Kymrisch im frühen Mittelalter- eine andere Welt. Wenn die Menschen damals uns heutigen nicht wenigstens etwas ähnlich gewesen wären, dann hätte Catwg the Wise, Abbot of Llancarfan, seine Fragen nicht gestellt und auch nicht als weise gegolten.
http://www.archive.org/stream/lyracelticaantho00shar
@Dowanda, @Noisa
Ich gebe Euch recht, wenn es bei den “Armen” um Abzocker geht. Ich dachte eher an Leute, die unverschuldet z. B. durch Krankheit, lange Arbeitslosigkeit (trotz aller Bemühungen) in Armut geraten. Aber wahrscheinlich kommen diese Leute nicht erst auf den Gedanken etwas zu stehlen.
Bei den Reichen habe ich mich ja nur auf die Spezis bezogen, die z. B. die Finanzkrise mit zu verantworten haben.
poor, rich, good, bad…..
like the blog says: it’s all relative.
Of course it’s medieval to think in these boxes. It’s just easier to condemn and convict people with less money and of lower “status” because they have less power. That has always been the same (e.g. Catwg the wise already saw it ~500 ad). It’s the evolutionary picking order: survival of the fittest. And we haven’t evolved much further yet….socially.
Die Webseite hat offensichtlich ein technisches Problem. Ich konnte fast 2 Stunden nicht darauf zu greifen. Der Browser scheint verrückt zu spielen.
@Dana, hier zu dem von Dir angesprochenem, eine aktuelle Meldung:
http://www.tagesschau.de/wirtschaft/aufstocker100.html
Ich verabschiede mich für heute. Da hat der Browser etwas weniger zu tun.
@Dowanda, ich hatte heute übrigens wieder ein kleines, dickes, Posaune spielendes Holzengelchen im 4. Fensterchen. Das hat aber die Augen geschlossen:-). Das sind klasse Geschenkanhänger.
Also, allen einen schönen Abend.
OT:
Ich habe heute die Weihnachtsfrau getroffen. Zweimal! Und in Frankfurt am Main!
Einmal begegnete sie mir auf einem Bücher-Wühltisch für 1,90 Euro (ich habe sie mitgenommen und liege jetzt mit ihr auf dem Sofa) und wenige Meter weiter, als ich versuchte den Frankfurter Weihnachtsmarkt großräumig zu umrunden und deshalb den Weg am Museum für Moderne Kunst vorbei Richtung Dom und U-Bahn-Station Römer nahm begegnete sie mir noch mal – eine junge Frau im Regen im Weihnachtsmann-Kostüm…
@Ramona, danke für den Link. Ich habe auch schon im Radio einen Bericht über die “Aufstocker” gehört. Ich stelle es mir furchtbar vor arbeitslos zu sein oder bei voller Arbeitszeit nicht von dem Verdienst leben zu können, auch wenn man keine hohen Ansprüche stellt.
Ich hatte das große Glück nie arbeitslos zu sein und bis zum Rentenbeginn voll arbeiten zu dürfen.
Das wünsche ich jedem, der noch im Arbeitsprozess steht.
OT bzw. PT (past topic):
Gerade habe ich einen bemerkenswerten Beitrag auf DRKultur gehört, da sagte eine Aktivistin, gleichsam ein Opfer eines französischen Atomkraftwerks an der Rhone: “Wenn es um Atomkraft geht, dann herrscht in Frankreich keine Demokratie mehr.” Diesen Satz muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Gaaaanz langsam.
@ Susanne OT:
Ein guter Fall von Interesse steuert die Wahrnehmung. Ich war auch genau da heute und habe nur ein Buch über Rosemarie Nitribitt und Martin Kippenberger mitgenommen..;)
@Susanne jetzt komme ich durcheinander. Liegt jetzt das Buch oder die junge Frau mit Dir auf dem Sofa?:-D
@Susanne
Ich finde es recht unverschämt, dass die Dame neben Dir auf der Couch sitzen darf und uns damit einiges voraus hat. Aber das Leben ist unfair.
@Dana @Ramona
Diese “Aufstocker” sind, wenn sie zum Geschäftsmodell werden, eine degoutante Nebenerscheinung von HartzIV. Das ist schlicht unmoralisch (da ist sie wieder, die Moral). Danke für den Link, bei der Gelegenheit.
>>Liegt jetzt das Buch oder die junge Frau mit Dir auf dem Sofa?>>
Ich warte noch auf ein Wunder, dass die Dame zu Fleisch und Blut wird ;-)
Anyway, das Geschichtchen hat mir sehr gefallen. Sozialwissenschaften, kritischer Habitus (mehr Habitus als grundsätzliche Haltung, leider), Unschuld – verlorene zumal, der Aufstieg in der Medienwelt, das angepasste Glück, das keines ist, Frankfurt…
Leben wir nicht in einer Leistungs- und leider auch sog. Ellenbogengesellschaft?
Ohne den Einsatz der Ellenbogen muss man sich in unserer Gesellschaft ganz schön anstrengen, um was zu erreichen und am Ball zu bleiben. Die `Konkurrenz´ schläft nicht.
Den Einsatz der Ellenbogen von irgendwelchen MitstreiterInnen wird jeder schon mal gespürt habe. Gerechtfertigt wird unfaires Verhalten gerne mit dem Spruch: „Jeder ist sich selbst am nächsten.“ Prima nicht? Ich spiele da nicht mit, jedenfalls meine ich das, aber andere mögen es vielleicht anders sehen. Es fängt bei Kleinigkeiten an und hört bei wichtigen Personalentscheidungen auf. An eine `Kleinigkeit´ kann ich mich erinnern, als ein anderer `Auszubildender´ sich nach Beendigung meiner Ausbildungszeit von der Sekretärin meine Ausfertigungen kopieren ließ, was nicht üblich war. Der hätte mich fragen können, wir haben immerhin dieselben Kurse besucht. Auch wenn´s vielleicht harmlos war, geärgert hat mich sein egoistisches Verhalten schon.
Dann stelle ich immer wieder fest, dass Menschen gerne dazu tendieren, mehr zu fordern als sie eigentlich dürfen. Es mag sein, dass in manchen Berufen dies laufend praktiziert wird. Diese `Draufhaumentalität´ setzt sich immer mehr durch, anstatt kooperativ mit den Beteiligten an einer vernünftigen, wirtschaftlich sinnvollen Lösung zu arbeiten.
Der ein oder andere übertreibt es mit dem Einsatz seiner `Ellenbogen´ und driftet in den kriminellen Bereich ab. Der Wirtschaftsverbrecher im großen Stil trägt zu einem höheren volkswirtschaftlichen Schaden bei als jemand, der Sozialleistungen erschleicht. Beides ist moralisch verwerflich und schadet der Gesellschaft.
Die Gesellschaft wird ganz maßgeblich von politischen Entscheidungen geprägt. Die gewählten Politiker sind die Entscheidungsträger, aber sie lassen sich gerne von Dritten beeinflussen, die einseitige Interessen vertreten. Wenn ich mir die politischen Entscheidungen in Deutschland bezogen auf die beginnende Finanz- und Wirtschaftskrise seit dem IV. Quartal 2007 anschaue, habe ich immer mehr Zweifel daran, ob es tatsächlich darum geht, gesellschaftlichen Ziele zu fördern. Aber hierüber wurde an anderer Stelle im Blog schon diskutiert… Das Vertrauen in die Politik ist gesunken, der Einzelne ist auf sich selbst mehr gestellt. Viele Menschen werden vielleicht auch deshalb zukünftig mehr die `Ellenbogen´ einsetzen?
Auf das Buch „Integrationspotenziale einer modernen Gesellschaft“ aus 2005 bin ich bei der Stichworteingabe `Ellenbogengesellschaft´ gestoßen: http://tinyurl.com/6fvc3k
Ja, um zur Vorweihnachtszeit zu gelangen: Wurden vor 20 oder 30 Jahren – in unserer wenig technisierten Welt – die vorweihnachtlichen Feste nicht herzlicher, familiärer gefeiert? Martinslieder vor fremden Haustüren singen, Gedichte aufsagen und Hausmusik gehörten genauso dazu wie das Schneiden der Barbarazweige am 04.12.2008.
@Susanne, vielleicht klappt es ja. ;)
Ganz ehrlich Noisa ich sehne mich nicht an die Zeit vor 20 / 30 Jahren zurück mit Gedichte aufsagen und Hausmusik. Die Moral war damals auch nicht besser..nur die Konventionen drückender. Aber mit den Ellenbogen hast Du natürlich recht. Meine Erfahrung zeigt mir allerdings, dass man auch ohne Ellenbogen und stattdessen mit beharrlicher Höflichkeit ganz gut weiterkommt.
“Gut für Zumwinkel, schlecht für den Fiskus: Dem Ex-Post-Chef kann nur ein wesentlich geringerer Steuerschaden zur Last gelegt werden als gedacht – ein großer Teilbetrag gilt als verjährt.”
Vermutlich hat er sowieso nur vergessen, Steuern zu zahlen.
Steuerhinterziehung gilt doch allgemein als gehobener Diebstahl (wenn überhaupt) und ist eigentlich nicht besser oder schlechter als ein Autoklau. …und ich bin mir sicher, Herr Zumwinkel würde sich sehr echauffieren über diese Gleichsetzung, anstatt sich zu schämen… So isses!
@Cate, mit der Stromerzeugung durch die Atomkraftwerke habe ich auch so meine Probleme. Die Kohlekraftwerke, die ja u. a. auch von der Atomlobby verteufelt werden, haben einen hohen CO2-Ausstoss (zumindest die älteren KKW). Von den Lobbyisten werden die AKW hochgejubelt (nach dem Motto “wir haben ja keinen CO2-Ausstoss”). Aber was langfristig mit dem Atommüll wird, darüber schweigt man sich aus. Das Problem ist m. E. noch lange nicht ausgestanden. Der Einsatz der alternativen Energien müßte mehr forciert werden. Allerdings widertrebt das o. g. Lobbyisten.
Irgendwie kommt man doch immer wieder auf die fehlende Moral zurück.
beruhigend: am anfang haben sie das risiko vergessen, am ende dann doch noch verantwortung gezeigt.
http://gemiks.twoday.net/20080808
sorry, hier gehts zur wertegemeinschaft:
http://gemiks.twoday.net/20080826
der nächste bitte, sagte der arzt.
und meinte diesen schein:
http://gemiks.twoday.net/20080926
Relation bedeutet zweierlei: Beziehung und Verhältnis. Hier geht es um beide. Ohne die Beziehung zu ihren Kunden hätten die Erfinder und Händler von Derivaten keine Möglichkeit gesehen, aus nichts Geld zu machen. Sie folgten der Erwartung, nicht auf das Verhältnis zu achten zwischen dem realen und dem virtuellen Wert der Dinge. Damit wurden sie zu Scharlatanen auf unserer aller- war jemand von Anfang an dagegen?- Wunsch hin. Jérôme Kerviel hatte die Beziehung zur Macht- nur um es ihr recht zu machen, verlor er jegliches Maß. Er tat genau das, was seine Bank von ihm erwartete- er spekulierte um zu gewinnen.
Aus Beziehung und Verhältnis ergibt sich das Maß.
@Julia, ich sehne mich auch nicht zurück; bei uns muss auch keiner Gedichte aufsagen. Der Zusammenhalt in Gemeinschaften hat in den vergangenen Jahren einfach abgenommen. `Help yourself´ hat dabei einen anderen Stellenwert bekommen…
I saw a movie today, the storyline was as follows:
Interpol is chasing the managers of a big international bank situated in Luxemburg. The bank is financing weapons trade – why? Because when the civil wars are over in the third-world countries they are supporting, they want to control their debt. That’s how they make money these “white-collar� villains. There was quite a lot of shooting but no one went to jail…. off course this was only a movie ;-)
Then I saw another movie, with this storyline:
An old bitter man has lived his entire life in an American suburb (except for going to war in Korea).
He is the only white man in the neighbourhood but he manages to make friends with his Vietnamese neighbours. He gets involved in a gang war. That how they make money these “blue-collar� villains. There is quite a lot of shooting and everyone goes to jail…..off course this was only a movie ;-)
Christmas tune –day 4 – maybe we “sing� the same songs, but we do it in different languages and under different circumstances.
Some reindeer travel out into the world and get a red nose some just stay at home in the telephone booth ;-))
Ich komme gerade von der X-Mas Feier meines Arbeitgebers; die läuft selbstverständlich noch… ich muß weg – das ist/war nie meine Welt. Für eine Feier und für mich total früh… Eine Arbeit, die ich nur tue, da mir als Dipl.-Dokumentarin seit 1,5 Jahren nichts andres übrig bleibt, als diese Arbeit zu verrichten. Mein Chef leidet an Homophobie – und ich frage mich, was sucht ein solches Wesen in der Medien-/Modebranche; hier gibt es soviele Homosexuelle wie in keiner anderen Branche: Alles/alle chic – das denken die – und ich amüsiere mich über euch – ohne, dass ihr etwas davon bemerkt. Mein Gott, wie sie sich alle wichtig und toll finden: Photoshooting mit … in LA und Meeting mit … in NYC. Ich bin alle…
Aber ich freue mich riesig auf Januar 2009: Eine neue Aufgabe erwartet mich beim Deutschen Roten Kreuz in der Organisation des JRK; zwar “nur” 2 Tage pro Woche – aber ich muss mich mit Euch nur noch 3 Tage/Woche abgeben: Was für ein Geschenk – und ich bin soooooooooooooo…. reich, weil ehrlich und freue mich auf diese ehrliche Arbeit und Aufgabe!!!!
Lügt doch einfach nur weiter in HH-Deppendorf
I’ve got the theory that we isolate ourselves with increasing mobility and virtual flexibility. Often people just don’t have or take the time for meaningful social interaction, like playing games, go dancing or bake together anymore. And as much as I enjoy blogging, I don’t think that it can replace “real” social interactions, because it is on a voluntary basis and has no real consequences.
Thus our behaviour gets less and less social and more individual/instinctive. Social values decay because there is hardly any benefit from social interactions and not much social control left. With complex financial constructs (like “Derivatekettenkonstruktivisten”- goddess only knows what it is) even their creators didn’t know anymore what they meant. How could anyone of us have been able to be against it from the beginning @walter? In order to behave in a moral way you have to have some group dynamics that allow a social behaviour. If the system promotes “ellbow behaviour” we can’t expect morality, can we?
… und laßt Euch noch weitere Nackenschläge von der homophoben GL spüren, weil ihr B. Pitt nicht “erwischt”, weil er 13 Auto fährt :-) es lebe B. Pitt – weil er einfach clever ist!!!!!!!!!!!!!!!
@Walter von 22.24 Uhr
Super Beitrag. Stimme Dir vorbehaltlos zu.
Etwas platter formuliert kommt da der Spruch daher:
Stell Dir vor, es ist Krieg – und keiner geht hin.
Er trifft aber auch Deinen Kern.
Bitte @Dowanda, Du musst mir helfen. Gestern war die Nachricht des Tages die noch nie da gewesene Leitzinssenkung. Erkäre mir bitte mal, was dies bewirkt und bringt das was auf die Dauer. Ich bin aus dem gestrigen ‚Geschwurbel’ in den Medien nicht schlau geworden.
Danke Dowanda, ich freue mich über Deine Zustimmung.
Zum Nachlesen: Meinungen und Stimmungen im aktuellen SZ- Magazin
, darunter auch ein bewusst emotionsloses Gespräch mit Richard Sennett, der für ein ‘weniger ist mehr’ plädiert.
@Ramona
Na ja “noch nie da gewesene Zinssenkung” … da ist schon sehr viel Geschwurbel dabei, angesichts der Tatsache das die EZB erst zehn Jahre alt ist. Da passiert bald mal was zum ersten Mal.
Insgesamt ist der Sinn dahinter, dass die Zinsen auch für die Kunden sinken – also die Banken die Zinssenkungen an die Leute weitergeben. Was auch passiert.
D.h. die, die Schulden haben tun sich mit zurückzahlen leichter bzw. sind vielleicht eher gewillt zu investieren (Immobilien, Autos, Einrichtung, grössere Konsumgüter anschaffen). Die, die Guthaben haben sind bei diesen niedrigen Zinsen weniger gewillt das Geld auf Spar- oder Termineinlagen zu bunkern und gebens eher aus. Was wiederum die Wirtschaft ankurbeln soll.
Normalerweise sind so schnelle Zinssenkungen schlecht für die Inflation: Wenn viel Geld in Umlauf kommt, da viele kaufen und investieren, steigen normaler die Preise weil auch die Nachfrage nach den Produkten steigt. Da aber generell Angst vor einem Wirtschaftszusammenbruch und mehr Arbeitslosigkeit herrscht, nimmt man das im Moment in Kauf.