MM_Curie
Zu den Kommentaren
6. Dezember 2008, 15:54 Uhr, Geschrieben von Miriam Meckel

Advent, Advent, was Zeit erkennt … (6)

Optimierung

Alles wird erst gut. Und dann muss es besser werden. Das gilt jetzt auch für Weihnachten.

Verschiedene Disziplinen haben die Optimierung erfunden, um das menschliche Streben nach immer besser, immer schneller, immer mehr auf einen Begriff zu bringen und ein knackiges Fremdwort drauf zu packen. 

Der Gabler Verlag wirbt in einem Jahresendflyer mit einem neuen Buch unter dem Titel: “Optimiert Weihnachten. Eine Anleitung zur Besinnlichkeits-Maximierung”. So weit ist es jetzt.

Ich stelle mir vor, wie die Familie am Adventskranz oder unter dem Weihnachtsbaum zusammensitzt und ihre Besinnlichkeit maximiert. “Sing schneller, Oma”, “konzentrier Dich beim Beten, Schatz, wir haben keine Zeit zu verlieren”, “und jetzt die einsdreißig Jahresrückschau im Familienschnelldurchlauf!”

Wenn Weihnachten besser werden soll, dann muss es entperfektioniert werden. Noch so ein schreckliches Wort …

ADvent 6: Weihnachten muss besser werden. Aber so wird es schlimmer!

72 Reaktionen

  1. 6. Dezember 2008, 16:05 Uhr, von Lyiandra
    01

    Wenn Herr Stauss Weihnachten retten und das Besinnlichkeitsdefizit beseitigen will, muss er Weihnachten abschaffen.

    Antworten
  2. 6. Dezember 2008, 16:15 Uhr, von Verena
    02

    …eigentlich könnte man dann ja auch gleich noch die Adventszeit halbieren und doppelte Effektivität versprechen- 2 statt 4 Kerzen, 12 statt 24 Türchen- 12 statt 24 “Textchen”…Optimierung auf Kosten der Qualität ist eher suboptimal…Überhaupt ist es erschreckend befremdlich Weihnachten mit “Optimierung” in Verbindung zu bringen.

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  3. 6. Dezember 2008, 16:15 Uhr, von Noisa
    03

    „Optimiert Weihnachten“
    „Nein Danke!“

    Es mag sein, dass der Gabler-Verlag schon mal ein gutes Buch herausgegeben hat. Die Buchtitel im Gabler-Verlag sind mir schon mehrfach unangenehm aufgestoßen. Ich habe mir kein einziges Buch von diesem Verlag bestellt. Es dürfte auch ohne Gabler, ohne Bücher mit dem Titel: „Die Leistungsformel – Wie Sie an die Spitze kommen und dort bleiben.“ gehen.

    „Optimiert Weihnachten“ pervertiert schon vom Titel her ein Fest, welches herzlich gefeiert werden sollte, ein Fest, bei dem der Mensch und das gesellige Miteinander im Vordergrund stehen sollten. Wie Weihnachten zu feiern ist und ob überhaupt, sollte jedem selbst überlassen bleiben. Nein Danke, das Buch brauch´ ich nicht.

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  4. 6. Dezember 2008, 16:21 Uhr, von Noisa
    04

    Das Buch erinnert mich an die `grauen Herren´von Momo:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Momo

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  5. 6. Dezember 2008, 16:28 Uhr, von Steffi
    05

    “Wenn Weihnachten besser werden soll, dann muss es entperfektioniert werden.”
    Weihnachten kann dann gelingen, wenn ich ent-schleunige und achtsamer werde.
    Ich werde für mich – wie schon im letzten Jahr – nicht jede auch noch so wichtige Weihnachtsfeier mitmachen.
    MM, heute hätte ich darauf gewettet, dass Ihr Beitrag um 16.12Uhr erscheint…

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  6. 6. Dezember 2008, 16:29 Uhr, von Tanja
    06

    Weihnachten optimieren?
    Eine grauenhafte Vorstellung. Wie kann man nur auf einen solchen dummen Gedanken kommen?

    Antworten
  7. 6. Dezember 2008, 16:34 Uhr, von H.
    07

    “Früher war mehr Lametta!” ;-)

    Antworten
  8. 6. Dezember 2008, 16:36 Uhr, von Noisa
    08

    Auszug aus dem Klappentext:
    „Jedes Jahr werden wir vom Weihnachtsfest überrascht und reagieren mit hektischer und planloser Aktivität. Dabei treffen wir häufig Fehlentscheidungen, die den Weihnachtsfrieden gefährden. Wir überschreiten das Weihnachtsbudget und kaufen dazu noch die falschen Geschenke. Wir verschwenden kostbare Zeit beim Schreiben von Weihnachtskarten und Strohsternbasteln. Wir ärgern uns über den beschafften Weihnachtsbaum und über die zu viel gegessenen Plätzchen und Kringel. Die Folge Jedes Jahr verläuft Weihnachten sub-optimal…“

    Ich optimiere gleich Nikolaus!???

    Antworten
  9. 6. Dezember 2008, 16:39 Uhr, von julia
    09

    ja, das Zahlenspiel geht weiter
    und wurde wohl vollends optimiert;-)

    Ich bin leider auch total dem Optimierungswahn verfallen und nerve damit immer meine Umwelt, denn es könnte ja nun auch an einem anderen Ort noch viel besser sein und ach wären wir nur mal da abgebogen..oh je!

    Gabler und Bernd Stauss (Dienstleistungsmarketing) haben mich auch schon sehr gequält..da wird alles durchrationalisiert.

    Antworten
  10. 6. Dezember 2008, 16:43 Uhr, von lanfranconi
    010

    sehr geehrte frau meckel

    ich zumindest wünsche ihnen, ihrer frau und ihren beiden familien eine wunderschöne, besinnliche und harmonische weihnachtszeit mit gegenseitigem respekt, verständnis, achtung und liebe.

    love, peace and best wishes
    cbl

    Antworten
  11. 6. Dezember 2008, 16:50 Uhr, von H.
    011

    Das Inhaltsverzeichnis ist auch zum piepen, z. B. “Optimale Zusammensetzung des Strohsternsortiments” oder “Kalorienoptimaler Leckereiverzehr”.
    Das Buch ist derzeit nicht lieferbar, wird aber als Geschenk-Tipp angepriesen – na, dann ist Weihnachten in diesem Jahr wohl schon mal gelaufen… ;-)

    Antworten
  12. 6. Dezember 2008, 16:54 Uhr, von Liesel
    012

    Dank u, Prof. Dr. Meckel! Aan de rand: Sinterklaas is een heel bijzondere viering in Nederland. Ik zou nooit optimaliseren Sinterklaas. ;-))

    http://nl.wikipedia.org/wiki/Sinterklaas

    Antworten
  13. 6. Dezember 2008, 16:55 Uhr, von Alex
    013

    Wenn man Weihnachten nicht vom Herzen her feiern will. sollte man es lassen, das verkrampft doch nur alles…
    optimiertes Weihnachten, grauenvoll aber wenn mir Leutes sagen dass sie keine Lust haben auf dass Fest und dann trotzddem nach Hause fahren…können nur unharmonische Feste entstehen…
    Also nur feiern wenn man sich für die Sache wirklich erwärmen kann….

    Borges:

    Wenn ich mein Leben noch einmal
    leben könnte, im
    Nächsten Leben, würde ich versuchen,
    mehr Fehler zu machen.
    Ich würde nicht so perfekt sein wollen,
    ich würde mich mehr Entspannen.
    Ich wäre ein bisschen verrückter, als
    ich es gewesen bin,
    ich würde viel weniger Dinge so ernst
    nehmen.
    Ich würde nicht so gesund leben.
    Ich würde mehr riskieren, würde mehr
    reisen,
    Sonnenuntergänge betrachten, mehr
    bergsteigen,
    mehr in Flüssen schwimmen.
    Ich war einer dieser klugen Menschen,
    die jede Minute ihres
    Lebens fruchtbar verbrachten;
    freilich hatte ich auch Momente
    Der Freude, aber wenn ich noch
    einmal anfangen könnte, würde
    Ich versuchen, nur mehr gute Augen-
    blicke zu haben.
    Falls du es noch nicht weißt, aus die-
    sen besteht nämlich das Leben;
    Nur aus Augenblicken; vergiß nicht
    den jetzigen.
    Wenn ich noch einmal leben könnte,
    würde ich von Frühlingsbeginn
    An bis in den Spätherbst hinein
    barfuß gehen. Und ich würde mehr mit
    Kindern spielen, wenn ich das Leben
    noch vor mir hätte.
    Aber sehen Sie … ich bin 85 Jahre alt
    und weiß, daß
    Ich bald sterben werde.”

    Antworten
  14. 6. Dezember 2008, 16:59 Uhr, von Alex
    014
    Antworten
  15. 6. Dezember 2008, 17:19 Uhr, von Tanja
    015

    @ H.:das mit dem Lametta stimmt!!

    Antworten
  16. 6. Dezember 2008, 17:20 Uhr, von g.d.
    016

    Moslems schreiben auch schon Bücher über Weihnachten.

    Assimilation auf türkisch.

    Antworten
  17. 6. Dezember 2008, 17:25 Uhr, von Noisa
    018

    Stimmt, was @H. geschrieben hat, @Tanja. Die Kunst bestand darin, Lametta so auf den Tannenbaum zu werfen, dass es keine Lametta-Klümpchen gab. Das klappte nicht immer. Verklumptes Lametta ließ sich nur schwer von den Tannenzweigen entfernen…

    Antworten
  18. 6. Dezember 2008, 17:51 Uhr, von Isabelle
    019

    @Noisa: Also geworfen wird das Lametta bei meinem Vater aber ganz und gar nicht;)!

    Das gute Bleilametta wird seit (30?!) Jahren jedes Jahr in zweistündiger Fummelarbeit sorgfältig über die einzelnen Tannenbaumzweige gehängt und nach Weihnachten ordentlich und vorsichtig für das nächste Fest eingepackt. Zeitoptimierung wäre da mehr als gefährlich, das gute Lametta würde reißen und das Kunststofflametta ist einfach nicht das Gleiche;)! Außerdem ist es das Schönste, meinem Vater am 24. einfach dabei zuzusehen, wie liebevoll die silbernen Streifen abgezählt und ausgerichtet werden:).

    Fröhlichen Nikolausabend für alle!

    Antworten
  19. 6. Dezember 2008, 17:51 Uhr, von Tanja
    020

    Genau @ Noisa! Und nach Weihnachten haben wir es wieder vorsichtig angenommen und für das nächste Weihnachtsfest weg gelegt.Dann ist meine Familie auf Watte umgestiegen. Warum eigentlich? Na da muß ich doch mal meine Mutter fragen.*tzz*

    Antworten
  20. 6. Dezember 2008, 17:52 Uhr, von ElsaPaulsen
    021

    Man sollte solch überaus schreckliche Worte nicht mit Weihnachten in Verbindung bringen. Wo bleibt da bitte die eigentliche Bedeutung?
    Für mich ist und bleibt Weihnachten das Fest zum Gedenken an die Geburt Christus! Ich assoziiere damit viele gemütliche und ruhige Stunden, in denen in Frieden die ganze Familie zusammenkommt, um gemeinsam den Moment zu genießen.
    In jenen Tagen und Stunden schalte ich sogar mein Mobiltelefon ab – und das schon seit Jahren. Und nein, ich bin mir sicher, dass sich daran auch in den nächsten Jahren nichts ändern wird. Ich blende die Hektik und Unruhe auch in der von vielen gefürchteten Vorweihnachtszeit einfach aus – und dies ganz ohne jegliche betriebswirtschaftlicher Kenntnisse :-)
    Wie das andere handhaben ist mir egal. Sollen sie sich doch gegenseitig ein solch „hilfreiches“ Büchlein unter den Baum legen – So wird es im nächsten Jahr dann auch garantiert besser …

    Und hier für Sie, Frau Meckel: ein paar weise Worte unseres lieben Herrn Ringelnatz

    Ein Kind – von einem Schiefertafelschwämmchen
    Umhüpft – rennt froh durch mein Gemüt.
    Bald ist es Weihnacht! – Wenn der Christbaum blüht,
    Dann blüht er Flämmchen.
    Und Flämmchen heizen. Und die Wärme stimmt
    Uns mild. – Es werden Lieder, Düfte fächeln.
    Wer nicht mehr Flämmchen hat,
    wem nur noch Fünkchen glimmt,
    Wird dann noch gütig lächeln.
    Wenn wir im Traume eines ewigen Traumes
    Alle unfeindlich sind – einmal im Jahr!
    Uns alle Kinder fühlen eines Baumes.
    Wie es sein soll, wie’s allen einmal war.

    (Joachim Ringelnatz “Vorfreude auf Weihnachten“)

    Antworten
  21. 6. Dezember 2008, 17:58 Uhr, von Noisa
    022

    „… und vorsichtig für das nächste Fest eingepackt…“ @Isabelle, ich kann es kaum glauben, dass Lametta mehrfach bei Euch verwendet wird. Da muss jeder Lamettastreifen wirklich sehr behutsam über die Nadeln gelegt und hinterher wieder entfernt worden sein. Eine reine Syssifussarbeit! ;))

    Watte auf dem Baum? Das kenn´ ich jetzt nicht, @Tanja.

    Antworten
  22. 6. Dezember 2008, 17:59 Uhr, von Mesm
    023

    I think this blog is definitely evolving – from cookie baking to the best and most efficient way of putting lametta on the tree – actually isn’t that Christmas optimizing? ;-))

    Christmas tune –day 6 – a little happy one, plays on Danish television every year at five o’clock in the afternoon of the 24th of December.

    Antworten
  23. 6. Dezember 2008, 18:03 Uhr, von ElsaPaulsen
    024

    Ah, daran kann ich mich aber auch noch erinnern: Wir (mein Bruder und ich) mussten das Lametta immer restlos vom Baum fummeln und anschließend wurde es sorgfältig in Butterbrotpapier gewickelt und bis im nächsten Jahr am Dachboden verstaut.
    Hach, das waren noch Zeiten …

    Antworten
  24. 6. Dezember 2008, 18:07 Uhr, von Isabelle
    025

    @Noisa
    Aber es ist wahr! Ich schwöre es bei jedem einzelnen Lamettastreifen.
    Es sind auch nicht mehr unglaublich viele davon übrig, aber es lohnt sich jedes Mal:)! Mein Vater würde auch nichts anderes akzeptieren!!(Die Packung ist auch noch ganz “oldschool” in orange,braun und grün gehalten.)

    Antworten
  25. 6. Dezember 2008, 18:09 Uhr, von miriam b.
    026

    ich finde, die tage zwischen weihnachten und silvester müsste man tatsächlich optimieren, die nerven irgendwie!ansonsten: für ein perfektes weihnachten und prestissimogesang sollte man auf jeden fall ausreichend trainieren, vor allem als oma, übung macht den meister! man könnte z.b. wie bei böll, obwohl es dort eigentlich um andere traurigkeiten geht, nicht höher, schneller, weiter feiern, sondern einfach weiterfeiern. dann wird der termingetreue weihnachtsauftritt bestimmt perfekt – und glück ist ja auch kein glücksspiel. liebe mm, ihr adventskalender optimiert allerdings wirklich die adventszeit, merci!

    Antworten
  26. 6. Dezember 2008, 18:17 Uhr, von Ramona
    027

    Natürlich nervt es, wenn im September die Pfefferkuchen und Zuckerkringel im Supermarkt stehen. Wenn man für die Lieben einfach keine Geschenkidee hat. Oder jetzt die Innenstädte vor Menschen überquellen. Man die Terminplanung, wann geht‘s zu den Eltern, wann kommen Oma und Opa, einfach nicht hin bekommt und eigentlich schon kurz vor der Totalverweigerung steht. Aber irgendwie gehört das zu Weihnachten. Wir haben es auch schon mit Urlaubsreisen über Weihnachten versucht. Aber das war immer doof. Man denkt ständig daran, was die Familie oder Freunde jetzt wohl machen und die nächste Handyrechnung wird ein Schock.
    Ich liebe es, kleine Päckchen zu packen und meine Liebsten mit kleinen Geschenken zu überraschen. Das sind immer Kleinigkeiten, die ich das ganze Jahr über, zusammen trage. Und ich will die Gesichter sehen, wenn sie die Päckchen öffnen. Das macht mir riesigen Spaß.
    Und hier noch was ganz besinnliches:

    Weihnachtsgedicht

    Ganz doll erleuchtet ist die Gasse,
    still und starrlich ruht der See.
    Auf der tiefverschneiten Straße
    liegt ein totgefahr´nes Reh.

    Weihnachten ist angekommen,
    alle Kinder freu´n sich doll.
    Mama ist grad´ hingefallen,
    Papa ist schon wieder voll.

    Der Weihnachtsbaum ist hell erleuchtet,
    denn grad´ fängt er zu brennen an.
    Da klopft es draußen an das Tore -
    ist das vielleicht Herr Weihnachtsmann?

    Doch es sind nur die Verwandten,
    die da stehen vor der Türe -
    Oma, Opa, Onkel, Tanten,
    die alten Feiertagsgeschwüre.

    Da kommt Knecht Rupprecht mit dem Schlitten,
    kracht voll in Papa´s Manta rein.
    Der sagt: “Na, der kann was erleben!
    Dem hau´ ich jetzt die Fresse ein!”

    Die Kinder fangen an, zu flennen;
    von Ferne naht die Polizei.
    Der Baum ist immer noch am Brennen -
    und Heiligabend ist VORBEI.

    …für mich ganz großes “Kino”:-))

    Übrigens habe ich heute Plätzchen gebacken, ich bin die beste Ausstecherin und ‚Dekoratöse‘ der Welt. Jetzt geht es auf den Weihnachtsmarkt, Glühwein abschmecken, dass hab ich mir verdient.
    Euch einen schönen Abend.

    Antworten
  27. 6. Dezember 2008, 18:18 Uhr, von Enya
    028

    Liebe Frau Meckel, mit Plätzchen wollen Sie uns ja nicht verwöhnen, aber Ihre geistreichen Leckerbissen in Ihrem virtuellen Adventskalender sind wirklich köstlich – herzlichen Dank dafür.

    Das Wort ist wirklich schrecklich und noch schrecklicher ist die geschilderte Szene unterm Tannebaum.

    Ich bevorzuge da doch lieber “… ä schemiedliches Tässel Gafee mit em Stickl Stulln ..” – schönen 2. Advent wünsche ich Ihnen und allen Freunden Ihrer “…Textchen…”

    Antworten
  28. 6. Dezember 2008, 18:21 Uhr, von Tanja
    029

    @ Noisa: so als kleinen Bausch. Soll wohl den Schnee imitieren ;-D.
    Die Watte brauche ich wenigstens nicht wieder abfummeln. Die wird mit Baum am 06.01. entsorgt.

    Antworten
  29. 6. Dezember 2008, 18:26 Uhr, von miriam
    030

    ich finde, die tage zwischen weihnachten und silvester müsste man tatsächlich optimieren, die nerven irgendwie!ansonsten: für ein perfektes weihnachten und prestissimogesang sollte man auf jeden fall ausreichend trainieren, vor allem als oma, übung macht den meister! man könnte z.b. wie bei böll, obwohl es dort eigentlich um andere traurigkeiten geht, nicht höher, schneller, weiter feiern, sondern einfach weiterfeiern. dann wird der termingetreue weihnachtsauftritt bestimmt perfekt – und glück ist ja auch kein glücksspiel. liebe mm, ihr adventskalender optimiert allerdings wirklich die adventszeit, merci!

    Antworten
  30. 6. Dezember 2008, 18:53 Uhr, von Tanja
    031

    @ Ramona, woher stammt denn dieses Gedicht;-D

    Antworten
  31. 6. Dezember 2008, 19:00 Uhr, von Noisa
    032

    „Jetzt geht es auf den Weihnachtsmarkt, Glühwein abschmecken,…“ @Ramona, das erinnert mich an alte Zeiten. In einem bitterkalten Winter bei -10 bis -20 Grad habe ich auf dem schönsten und vermutlich einem der kleinsten Weihnachtsmärkte in einer schmucken Holzhütte wunderbare Glasaccessoires wie Sterne und vor allem Glasbroschen (!) verkauft, an deren Produktion ich teilweise mit beteiligt war. Es war eine Freude, den Besuchern diese Dinge anzudrehen. Mein Chef gab mir neben meinem Stundenlohn (10 DM + 1 DM Kältezuschlag) `Glühweingeld´! So wurde es mir wirklich warm und die Kasse klingelte.

    Tolle Idee mit dem Schnee, @Tanja. Wir hatten echte Kerzen. Das wäre bei uns früher zu gefährlich gewesen mit Wattebäuschen den Baum zu schmücken. Wir verzichten in diesem Jahr wieder auf einen Weihnachtsbaum. Ich finde es geht auch ohne…

    @Miriam, die Benutzung dieses Vornamens kann zu Irritationen führen. ;)

    Antworten
  32. 6. Dezember 2008, 19:10 Uhr, von Tanja
    033

    Da ich dieses Jahr Weihnachten und Silvester nicht zu Hause sein werde ist es mir egal wie der Baum geschmückt wird. Ich finde auch das es ohne echten Baum geht.

    Antworten
  33. 6. Dezember 2008, 19:10 Uhr, von Noisa
    034

    Ja, ich würde auch gerne wissen, wer so schön gedichtet hat, @Ramona.

    Antworten
  34. 6. Dezember 2008, 19:13 Uhr, von Noisa
    035

    (Onkel Hotte alias Oliver Kalkofe vielleicht?)

    Antworten
  35. 6. Dezember 2008, 19:16 Uhr, von miriam
    036

    jajaja, ist mir auch schon aufgefallen, ich hab mich ohne nachzudenken einfach mit meinem namen und dazu noch so einem tollen (oder frau meckel?) eingetragen und will mich nicht uschi oder horst oder sonstwie nennen. ich wollte es allerdings heute konkretisieren, um irritationen zu vermeiden, aber das musste erst wieder freigeschaltet werden und da hatte ich keine lust drauf. ich hoffe, es ist nicht soooo schlimm? ansonsten bitte ich um namensvorschläge…

    Antworten
  36. 6. Dezember 2008, 19:19 Uhr, von Lizzy
    037

    Als Kind durfte ich immer mit meinem Vati den Weihnachtsbaum schmücken, die Kugeln aufhängen. Und dann kam meine Mutti. Es hat ca. eine Stunde gedauert, bis das Lametta am Baum hing. Jeder einzelne Faden hatte seinen bestimmten Platz. Das ist eine Wissenschaft, immer noch.

    Antworten
  37. 6. Dezember 2008, 19:19 Uhr, von Walter
    038

    Aus dem Inhalt:

    -Besinnlichkeitsdefizit als Weihnachtsproblem
    -Weihnachtszielplanung mit Hilfe der Christmas Scorecard (CSC)
    -Bedürfnisgerechte Geschenkwunschermittlung mit Hilfe der Conjoint Analyse
    -Kalorienoptimaler Leckereiverzehr -Make or Buy Kekse
    -Weihnachtskarten-Portfolioanalyse
    -Optimale Zusammensetzung des Strohsternsortiments
    -Geschenkebudgetierung
    -Geschenkepreisbestimmung mittels Entscheidungsbaumverfahren
    -Geschenkeeinkauf mit Gift Target Costing
    -Weihnachtsbaum-Scoring
    -Zeitoptimales Weihnachtsliedersingen
    -Der Besinnlichkeits-Erfolg: Return on Christmas Planning

    Dieses Buch ist durchaus nützlich. -Für diejenigen, die an Betriebswirtschaft glauben ebenso wie für diejenigen, die in Weihnachten mehr sehen als das Fest des Konsums. Ob sich die beiden Gruppen überschneiden?
    Die Absichten des Autors verstehe ich durchaus ironisch, kann mir allerdings vorstellen, dass einige dies anders sehen.

    Besinnlichkeit kommt in den Analysen und Entscheidungsbäumen nicht vor, sondern wird qualitativ als Besinnlichkeitsdefizit und Besinnlichkeitserfolg erwähnt. Dies weist auf das Problem: Sowenig sich Besinnlichkeit als wertfreies müßiges Betrachten quantifizieren und mit betriebswirtschaftlichen Werkzeugen erfassen oder sogar optimieren lässt, sowenig trägt die Brücke von der Tat zur Erwartung. Eine Anleitung zur Besinnlichkeits-Optimierung stelle ich mir anders vor.
    Gefühle von Zufriedenheit und Harmonie, vielleicht auch Nächstenliebe, lassen sich nicht herbeiplanen, uns fehlt ein Schalter der äußeres Handeln in inneres Fühlen umsetzen könnte, wenn es nicht direkt zwischenmenschliche Bezüge betrifft. Mit einer solchen optimierten Betriebsanleitung verlaufen zwar die Weihnachtsvorbereitungen möglicherweise optimal, doch der planerische Perfektionismus beseitigt genau die Muße und den Abstand zu den äußeren Dingen, die Besinnlichkeit erst ermöglichen. Somit scheinen die Handlungsanweisungen zur Durchführung von optimierten Weihnachten geeignet, verhindern aber gerade dadurch das Erreichen des Ziels.
    Unter didaktischen Gesichtspunkten zeigt das Buch also eher wie es nicht geht. Daher mein Kompromissvorschlag: Wer auf dieses Optimierungsbuch nicht verzichten möchte, kann es diese Weihnachten vielleicht als abschreckendes Beispiel lesen. Falls dadurch die gewünschte Besinnlichkeit nicht aufkommen sollte, könnte zur Steigerung für nächste Weihnachten ein praktischer Versuch geplant werden, um dann spätestens übernächste Weihnachten wieder zum gewohnten Konzept des nicht optimierten und mit allen unseren menschlichen und planerischen Defiziten reichlich versehenen, vielgeliebten und viel gefürchteten Fest des Friedens und der Liebe zurückzukehren.

    Allen die hierher gekommen sind und dies lesen einen schönen, nicht optimierten, dafür aber besinnlichen 2. Advent.

    Antworten
  38. 6. Dezember 2008, 19:24 Uhr, von Tanja
    039

    Ich find’s in Ordnung. Du kannst ja nix für Deinen Namen und der Namensgleichheit mit der Blogbetreiberin. Außerdem ist es nur der Vorname und ich traue uns Allen doch zu, zwischen Dir und MM unterscheiden zu können.

    Antworten
  39. 6. Dezember 2008, 19:27 Uhr, von Noisa
    040

    Ich kann mich Tanjas weisen Worten nur anschließen. Ich denke, dass der Name `Miriam´ sonst auch nicht freigeschaltet worden wäre. ;)

    Antworten
  40. 6. Dezember 2008, 19:28 Uhr, von miriam
    041

    @walter, hast du das buch zu hause? ich hab auch gehofft, dass es ironisch ist, kann doch nur sein! vielleicht würde dann aber “entscheidungstannenbaumverfahren” im inhaltsverzeichnis stehen?

    Antworten
  41. 6. Dezember 2008, 19:46 Uhr, von Walter
    042

    Es ist ironisch aber wahr und offensichtlich für Leute gedacht, die mit Weihnachten das eine oder andere Problem haben. Einige nehmen es auch ernster.
    Nein, ich habe das Buch nicht zuhause, aber schon viele haben es gelesen.

    Antworten
  42. 6. Dezember 2008, 19:56 Uhr, von miriam
    043

    das klingt ja noch lustiger! danke für den link.

    Antworten
  43. 6. Dezember 2008, 20:05 Uhr, von julia
    044

    Ich finde dem Buch fehlt ein aktuelles Kapitel:
    Optimierung weihnachtlicher Stimmung in der patchwork-Familie.

    17:00 Vater: Stadtgeläut, Geschenke, Krippenspiel der neuen Geschwister
    19:00 Mutter: Weihnachtsoratorium, Champagner, Geschenkdrama und sentimentale Großmutter
    21:00 Besuch bei befreundeter Familie und dann essen bis 04:00

    Weihnachtsfeiertag dann die Familien auf beiden Seiten treffen.

    Das bedarf schon guter Organisation, damit es nicht sub-optimal wird;-)

    Antworten
  44. 6. Dezember 2008, 21:00 Uhr, von Noisa
    045

    @Walter, der Herr Dr. Everling schreibt selbst viel für den Gabler-Verlag. Da kann ein Buch eines anderen Autors des Verlags mal gepusht werden. Ehrlich, wenn ich mir dies hier durchlese: „Der Autor dürfte insbesondere auch weibliche Leser gewinnen, indem er kalorienoptimale Leckereienkombinationen anhand von Heißhungerbefriedigungsisoquanten nachweist oder die optimale Zusammensetzung des Strohsternsortiments mit Hilfe der mathematischer Formulierung der Strohsternkapazitätsrestriktionen illustriert.“ dann kann ich das nur in dem Wort „BEKLOPPT“ zusammenfassen.

    Antworten
  45. 6. Dezember 2008, 21:04 Uhr, von Charlotte
    046

    “Alles wird erst gut. Und dann muss es besser werden. Das gilt jetzt auch für Weihnachten.” (MM, 6.12.2008)

    Ich fürchte, das gilt nicht “jetzt auch”, sondern “immer schon” für Weihnachten: Von Jahr zu Jahr steigen die Ansprüche.

    Die Weihnachtsoptimiererin 2007 war für mich Antja Rávic Strubel mit ihrem Roman “Vom Dorf. Abenteuergeschichten zum Fest”. Zwar nicht ihr bestes Buch, aber doch das beste Stück Literatur, das ich über Weihnachten kenne. Antje Strubel beweist, dass Weihnachten eben nicht das schlimmste, das sentimentalste, ein marodes Genre ist, das Dickens unrettbar in die Ecke geschrieben hat, aufs Abstellgleis, ins Aus, sondern dass Weihnachten ein Abenteuer sein kann.

    “Weihnachtsgeschichten haben den Nachteil, dass man sie immer schon kennt.” Diese hier bestimmt nicht: http://www.antjestrubel.de/dorf.html

    Antworten
  46. 6. Dezember 2008, 22:07 Uhr, von Walter
    047

    Weihnachten ist das Fest der Nächstenliebe? Eher weniger. Mehr das Fest der ‘Anderen zuliebe’. Wieviel ist dabei von uns und für uns? Der ‘Geist der Weihnacht’ hat uns im Griff. So groß ist die Versuchung jedes Jahr, so auch dieses, das verinnerlichte, unhinterfragte Ritual zu zelebrieren, mit dem sich viele Menschen schwer tun, es aber nicht laut sagen wollen. Ich finde Charles Dickens Christmas Carol gar nicht so weit von ‘Weihnachten’ entfernt. Nur wer von uns geht an Weihnachten zu fremden Menschen, oder besucht Einsame und Kranke? Viele spenden in dieser Zeit, in dem Gefühl, anderen, ärmeren Menschen etwas Gutes tun zu wollen.

    ‘I endeavoure in this Ghostly little book, to raise the Ghost of an Idea, which shall not put my readers out of humour with themselves, with each other, with the season, or with me. May it haunt their houses pleasantly, and no one wish to lay it.

    Their faithful Friend and Servant,

    C. D.
    December, 1843.’

    Im Zeitalter des Fernsehens lassen wir die Nächstenliebe von Schauspielern erledigen, was nicht zu verurteilen ist, nur eben kein Vergleich.

    Antworten
  47. 6. Dezember 2008, 22:10 Uhr, von Anja
    048

    Optimiert Weihnachten – da fallen mir sofort die Hoppenstedts ein “…und es macht bum und alle kleinen Kühe fallen um, und alle Häuser…”

    Wenn aber laut Bernd Stauss zur effizienten Weihnachtsplanung betriebswirtschaftliche Kenntnisse angewendet werden sollen, dann wäre Opa Hoppenstedt vermutlich wegrationalisiert worden, und es würde diesen großartigen Loriot Klassiker leider gar nicht geben.

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  48. 6. Dezember 2008, 22:25 Uhr, von g.emiks
    049

    zu keiner jahreszeit werden mehr einweisungen in die psychatrie vorgenommen als in der vorweihnachtszeit. weihnachten zu entperfektionieren hieße dann auch,
    auf schweres gerät zu verzichten.

    http://gemiks.twoday.net/20081206

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  49. 6. Dezember 2008, 22:28 Uhr, von Lizzy
    050

    OT
    Ich habe eben kurz zu „Ein Herz für Kinder“ gezappt. Der Beitrag, den ich eben sah, handelte von Kindern in Tibet. Kinder, die von Ihren Eltern, weil sie sich nicht anders zu helfen wissen, über den Himalaya allein nach Indien geschickt werden. Dorthin, wo sie in Flüchtlingsdörfern Hilfe finden. Kinder und Eltern wissen nicht, ob sie sich jemals wieder sehen. Wieso vergißt der Mensch so schnell? Vor den Olympischen Spielen war Tibet in aller Munde, nach Peking hat sich niemand mehr dafür interessiert, was in diesem Land passiert. Vergißt der Mensch zu schnell, wird er von zu vielen Ereignissen „überrollt“?

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© Miriam Meckel 2002 bis 2012