MM_Dickinson
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13. Dezember 2008, 15:28 Uhr, Geschrieben von Miriam Meckel

Advent, Advent, was Zeit erkennt … (13)

Stille

Ich fahre Zug. Neuerdings so oft es geht. Ich mag nicht mehr fliegen. Zug fahren ist dann schön, wenn man sich im Sitz einigeln kann, klassische Musik vom iPod in den Ohren, einen Kaffee oder Tee an Bord und genug zu lesen. Dann geht die Reise los – mit dem Körper durch die Welt und dem Kopf auch.

Es gibt Reisen, bei denen man schon im Moment des Einsteigens weiß: sie misslingen. Auf dem Weg von St. Gallen nach München steige ich in den Eurocity, der entgegen sonstiger Erfahrung proppenvoll ist. Ich erreiche meinen reservierten Sitz in einer Vierergruppe, in den schon drei Plätze besetzt sind. Noch bevor ich meinen Rucksack abstellen kann, schallt mir eine Zahlenreihe entgegen: „DREI – SIEBEN – NEUN”.

Nachdem ich mich vom Schreck erholt habe, erkenne ich, dass das Paar am Fenster irgendein seltsames Brettspiel spielt, bei dem es in regelmäßiger Abfolge darum geht, sich verbal eine dreistellige Zahlenreihe entgegenzuschleudern. „FÜNF – ACHT – ZWEI”. Ich balanciere meine Habseligkeiten zwischen Boden, Sitz und Gepäckablage hin und her und sitze schließlich.

Ich würde gerne den Sinn des Spiels verstehen – „VIER – SECHS – DREI” – aber das gelingt mir nicht. Also versuche ich, mich auf meine Zeitung und den Tee zu konzentrieren. „NEUN – EINS – FÜNF”.

Der Mann schleudert die Zahlen in einer Präzision, einer sprachlichen Monotonie und einer administrativen Aggression in das Zugabteil, dass es kaum erträglich ist. Vor meinem inneren Auge erscheint ein Bild. Es ist ein gezirkelter Vorstadtvorgarten, die Rasenkanten mit der Nagelschere geschnitten, auf der Fläche keine Spur von Benutzung, nur ein Schild: „Betreten verboten!” Jede dieser Zahlen ist ein versprachlichter Vorgarten.

Dieser Mann schafft es sogar, mir Angela Hewitt und die Toccatas von Bach zu ruinieren, indem er in jede noch so kleine musikalische Pause eine Zahl abfeuert. „ZWEI – SIEBEN – VIER”.

ADvent 13: Stille Nacht. Wenigstens etwas, wenn die Tage schon immer lauter werden.

 

 

92 Reaktionen

  1. 13. Dezember 2008, 15:50 Uhr, von Mesm
    01

    Christmas tune – day 13 – well, since “Stille nacht� was already posted on the 5th and since the 13th is the day they officially celebrate “Lucia� in Sweden and other Nordic countries it will have to do – its soothing too ;-)

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  2. 13. Dezember 2008, 15:53 Uhr, von Noisa
    02

    #13, konsequent um ..:12 Uhr. ;)

    „Es ist ein gezirkelter Vorstadtvorgarten, die Rasenkanten mit der Nagelschere geschnitten, auf der Fläche keine Spur von Benutzung, nur ein Schild…“

    Mit solchen Sätzen verschafft man sich ein wenig Genugtuung, denke ich. Schön! Ich habe mal solche Vorstadtgarteneigentümer gesehen, als sie Laub mit dem Hausstaubsauger aufsaugten.

    Bach sollte aber dennoch gehört werden können. Schade, wenn man schon das Gefühl hat, bei solchen Menschen mit Höflichkeit nicht weiterzukommen, damit das monotone Gerede unterbunden wird.

    Für die kommenden Zugfahrten wünsche ich angenehmere Mitreisende!

    @Mesm, `Gartenzwerge´! :)

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  3. 13. Dezember 2008, 16:00 Uhr, von na ich
    03

    In vorweihnatlicher Zeit gilt es, vieeeeeel Liebe zu streuen, z.B. mit guten Tipps!
    Manch Vorgartenfreund kann man so beispielsweise erfreuen mit Vorgartenconsulting pünktlich zu Weihnachten:

    http://www.zwergen-power.com/

    Da hat man dann nächstes Mal auch ein passendes Thema bereit für den Smalltalk mit jener Zielgruppe … :-)

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  4. 13. Dezember 2008, 16:02 Uhr, von Noisa
    04
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  5. 13. Dezember 2008, 16:03 Uhr, von Lizzy
    05

    Genau aus diesem Grunde fahre ich nicht gerne Zug. Von den Verspätungen rede ich gar nicht. Erst drängelt man sich durch den Gang, um zu seinem reservierten, aber bereits besetzten Platz, zu kommen. Nach einer Weile hat man den dort Sitzenden überzeugt doch aufzustehen. Dann versucht man das Gepäck auf die Ablage zu bekommen, ohne daß man den anderen Mitreisenden den Kopf dabei abreißt (ich nehme wohl immer zu viel Schwung). Wenn ich dann sitze, habe ich das Problem, wohin mit meinen Beinen. Nachdem ich dann halbwegs bequem sitze, möchte jemand vorbei. Dann wird telefoniert, laut erzählt, usw. Von Ruhe oder Stille ist nichts zu spüren. Ich fahre lieber mit dem Auto.

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  6. 13. Dezember 2008, 16:05 Uhr, von Enya
    06

    Brilliant – werte Frau Meckel – wie Sie die Rücksichtslosigkeit einiger Mitmenschen in Worte fassen.

    Mich erschreckt es auch das ein oder andere mal mit welchem Egoismus sich manche Leute in der Öffentlichkeit bewegen. Ich denke da nicht nur an laute monoton sprechende, sondern u.a. auch an die immer und überall rauchenden Mitmenschen oder die Autofahrer, die ihr Fahrzeug als Statussymbol verstehen…

    Ich wünsche Ihnen und allen anderen einen schönen und besinnlichen 3. Advent.

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  7. 13. Dezember 2008, 16:06 Uhr, von Noisa
    07

    @na ich, ich stelle mir gerade vor, die Blogbetreiberin hätte versucht, den Herrn in ein Fachgespräch über Gartenzwerge zu verwickeln. Danach hätte Bach möglicherweise ungestört gehört werden können… ;)

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  8. 13. Dezember 2008, 16:07 Uhr, von Mesm
    08

    :-D , in a way I agree, but admit it @Noisa, these young women are a lot prettier?

    By the way I promise to pass you observation on to my Swedish friends, that in Germany they think your Lucia-girls look like Garten Gnomes ;-))))

    @Janna (12. dec. 22.59) to answer you question from yesterday: No, Danish Christmas parties (in Danish called “Julefrokost�) is not the same as the Swedish Lucia. They are connected because they are both a part of celebrating Christmas in Denmark but Lucia is basically a Swedish tradition which was not implemented in Denmark until the 50ties. (Actually I read somewhere that the custom originally was brought to Sweden from the Reinland in the 1600 century by travelling craftsmen ;-)

    Lucia has a religious twist because of the legend of Santa Lucia but it´s also a celebration of the “end of the season� and the “coming of the light� and in that way it is connected to the Danish phenomena “Julefrokost�. There is, though, one big difference, a “Julefrokost� is all about eating, drinking, dancing and having fun, there is no pretty girls stately walking around with candles singing pretty songs and looking innocent :-))

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  9. 13. Dezember 2008, 16:20 Uhr, von na ich
    09

    Noisa, ich weiß gerade nicht: unterschätzt Du Frau M, überschätzt Du Frau M oder soll ich´s auf das Thema transferieren?

    Vielleicht war es gut, dass Frau M kein Gespräch führte. Besser für den Burschen und besser für´s Karma von Frau M. Who knows …

    Wie auch immer: wir werden sicher im Lauf der weiteren Comments erfahren, was es für ein Spiel war ;-))

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  10. 13. Dezember 2008, 16:21 Uhr, von Janna
    010

    Thanks @Mesm.
    Und @Enya, was heißt hier die überall rauchenden Mitmenschen ? Wo bitte darf man denn in der Öffentlichkeit noch rauchen, ohne mißbilligende Blicke zugeworfen zu kriegen ?
    Was MM’s Posting betrifft: da weiß ich auch wieder, warum ich so selten Zug fahre und das Auto bevorzuge. Das ist dem Fall einfach die Freiheit die ich mir gönne, in Ruhe meinen eigenen Gedanken nachhängen zu können- auch ein Grund, weshalb ich darauf verzichte, mich in der Mitfahrzentrale einzutragen

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  11. 13. Dezember 2008, 16:30 Uhr, von Verena
    011

    Ich genieße die excellente “virtuelle Schokolade” und schweige dementsprechend;)

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  12. 13. Dezember 2008, 16:32 Uhr, von Katja
    012

    @na ich: “Wie auch immer: wir werden sicher im Lauf der weiteren Comments erfahren, was es für ein Spiel war ;-))”

    schätze mal, daß Walter schon am Recherchieren ist…bin auch schon ganz gespannt ;-)

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  13. 13. Dezember 2008, 16:33 Uhr, von Noisa
    013

    @na ich, ich kann die Situation im Zug nicht einschätzen und Frau M. in dieser virtuellen Sphäre auch nicht. Ich wundere mich nur, warum ein Zuggast laufend die Mitreisenden mit seiner Art und dem Spiel stören konnte. Hat denn da niemand was gesagt? Oder war es bei diesem Menschen unmöglich, höflich darum zu bitten, mit dem Spiel die anderen Zugreisenden nicht zu stören?

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  14. 13. Dezember 2008, 16:38 Uhr, von Tanja
    014

    Ich kann MM gut verstehen. Auf meiner Fahrt von Hamburg nach Westerland/Sylt hat eine Frau 2 von 3 Fahrtstunden lautstark telefoniert. Trotz iPod wurde ich regelgerecht dazu gezwungen das Gespräch mitzuhören. Das hat einfach nur genervt. Da will man nur schnell ankommen.
    Allen einen schönen 3. Advent.

    Antworten
  15. 13. Dezember 2008, 16:38 Uhr, von Lizzy
    015

    Es wäre ja sehr schön, könnte man die beiden fragen, ob sie sich ihre Zahlenreihen etwas leiser zurufen könnten. Manchmal funktioniert das. Aber, wie ich aus eigener Erfahrung weiß, leider nicht immer. Manche fühlen sich dadurch erst recht angestachelt und sprechen dann noch lauter.

    Antworten
  16. 13. Dezember 2008, 16:43 Uhr, von Enya
    016

    @Janna, sorry – ich wollte keine Antiraucherdiskussion anfangen, ich rauche ja selbst hin und wieder eine, auch finde ich das “Nichtraucherschutzgesetz” reichlich übertrieben. Ich meinte die Mitmenschen, die so gar nicht verstehen können, das beim Rauchen andere unfreiwillig mit in eine “Dunstglocke” gelangen, die so einen faden Beigeschmack hat.

    Antworten
  17. 13. Dezember 2008, 16:45 Uhr, von mia
    017

    “Wenn du aufgebracht bist”, sagt man in Shaolin, “tue und sage nichts. Atme langsam ein und aus, und warte, bis dein Geist wieder ruhig und klar ist.”

    aus Shaolin – Du musst nicht kämpfen um zu siegen (ein wirklich empfehlenswertes Buch)

    In diesem Sinne genießen Sie noch Ihre verbleibende Zugfahrt, lange kanns ja nicht mehr dauern!

    Ich persönlich freue mich dann auch schon auf meine Heimfahrt von Wien nach Bregenz im weihnachtlich überfüllten Schnellzug ;-)

    Antworten
  18. 13. Dezember 2008, 17:11 Uhr, von na ich
    018

    Ein Herz für Aberrationen!

    Das Spiel könnte ein Brunftritual sein. Die Situation im Zug entsprechend das Pendant hierzu:

    http://www.metabolismus.com/BGF/BGFR_Dateien/r%F6hrende-hirsche.jpg

    Antworten
  19. 13. Dezember 2008, 17:29 Uhr, von Alexandra
    019

    Ha Ha wie geil, danke hab mich köstlich abmüsiert und leide mit Ihnen mit. Musste während meiner Ausbildungszeit immer 2 Stunden mit der S-Bahn täglich fahren. Ich hasse öffentliche Verkehrsmittel. Zumindest zu den Stoßzeiten. Grüßle aus Baden

    Antworten
  20. 13. Dezember 2008, 17:33 Uhr, von Ramona
    020

    Sehr schön Frau Meckel, sehr entspannende Zugfahrt. Der Zug hatte wohl kein Ruheabteil?;-) Da helfen nur Ohrstöpsel und Lesen. Bach dann eben später. Vielleicht sollten Sie sich solche ‚Pst-Aufkleber‘ besorgen und mit Ihrer freundlichen, aber nachdrücklichen Art, an nervige Mitreisende verteilen:-))

    @Lizzy 16:03 Uhr, Deine Schilderung hätte von mir sein können;-)
    Und wenn man ‚Glück‘ hat, sind dann noch quenglige Kinder, die sich nach 1 Stunde Zugreisen langweilen. Da ist man am Reiseziel völlig mürbe.

    Ich komme gerade aus der Stadt und habe meine letzten Weihnachteinkäufe gemacht. Da hab ich auch meine letzten Nerven gelassen. Überall ein Geschiebe und Gedränge, schrecklich. Ich kann es sowieso nicht ausstehen, wenn mir wildfremde Menschen so eng auf die Pelle rücken. Den Weihnachtmarkt hab ich gleich umgangen. Und dieses permanete Beleiern mit Weihnachtsmusik in Kaufhäusern und Geschäften, grenzt auch langsam an Körperverletzung. Die ganze Innenstadt ist eine einzige Weihnachtmusiksoße, unterbrochen von Panflöten- und Akkordeonspielern. Es war traumhaft.
    Ich musste mir auch gleich eine Klassik-CD gönnen. Cecilia Bartoli singt Mozart, Salieri und Gluck. Ich werde sofort mal reinhören.
    Ich verkünde hier aller Welt, ich bin fertig mit konsumieren für Weihnachten, ich mag nicht mehr! Ab sofort wird nur noch gebastelt:-)!

    Antworten
  21. 13. Dezember 2008, 17:44 Uhr, von Janine
    021

    ZUGFAHREN 4 EVER ^^. und EUROCITYS sind immer voll. v.a. die zwischen Mainz und Köln ^^. Ich fahr deshalb auch sehr viel lieber ICE ;).. ^^ … Auf meiner Strecke sind die aber meist auch überfüllt. Einmal vom Westen fast in den Osten der Republik über Frankfurt … (ich sag nur Ersatzzüge… ^^). Trotzdem ist Zugfahren cool, auch wenn ich immer Aggressionen danahc hab. Iwer macht immer Lärm..

    Antworten
  22. 13. Dezember 2008, 17:44 Uhr, von H.
    022

    …und deshalb fliege ich lieber. Das ist zwar zugebenermaßen schlecht für die Co2-Bilanz, aber besser für mein Portemonnaie (morgen gibt´s wieder ´ne Fahrpreiserhöhung).
    Wie mir scheint, sind die wenigsten hier regelmäßig mit den`Öffentlichen´ unterwegs, sonst würde die Sitution unter `harmlos´ eingeordnet werden.
    Von der Art und Weise, wie Menschen ein Brett-Spiel spielen (oder ist es gar die Tatsache, dass sie `nur´spielen, anstatt zu lesen?), gleich auf ihr `Spiesserdasein´ zu schließen, finde ich allerdings ein wenig weit hergeholt und fragwürdig. Wo bleibt denn da die (vor)gelebte Toleranz?
    Leben und leben lassen – und demnächst vielleicht besser einen Platz im Ruhebereich reservieren… ;-)
    Trotzdem noch einen hoffentlich ruhigen und entspannten 3. Advent!

    Antworten
  23. 13. Dezember 2008, 17:51 Uhr, von Isa
    023

    Am ärgerlichsten ist aber die nicht vorhandene Ruhe im Zug, wenn man extra im Ruhewagen reserviert hat und die lieben Menschen von der DB dann einer Schulklasse Reservierungen in diesem Abteil zuweisen. Dann kann mich selbst Chopin nicht beruhigen.
    Dann lieber einen kurzen und schmerzlosen Flug…

    Antworten
  24. 13. Dezember 2008, 17:55 Uhr, von Andrea Katharina Kiefer
    024

    “Wenn eine eine Reise tut, dann kann sie was erzählen…!”

    Danke für diesen humorvoll – bissigen Beitrag!

    Ich muss immer wieder schmunzeln, sind es doch solche Einträge, die uns wieder einmal einen Spiegel vorhalten, wie wir uns manchmal benehmen oder eben auch nicht!
    Rücksicht scheint eine wirklich völlig veraltete Tugend zu sein!

    In diesem Sinne.
    Ein ruhiges Adventswochenende.

    Andrea K. Kiefer

    Antworten
  25. 13. Dezember 2008, 18:08 Uhr, von Kate
    025

    Lizzy und Tanja bzw. liebe Miram Meckel: Ja genau, so ist es, leider! Zugfahren könnte so schön sein, aber irgendwer ist immer laut und bei bestimmten Sprechfrequenzen kann man einfach nicht weghören. Nicht mal Ohrstöpsel helfen, denn die filtern nur die Fahrtgeräusche raus und lassen die Stimmen umso klarer übrig. Da hilft nur resignieren und auf’s nächste mal hoffen bzw. zu versuchen “off-peak” zu fahren (aber das geht halt auch nicht immer). Und die lieben Mitmenschen ansprechen und um Rücksicht bitten? Hat leider auch nie geholfen. Lautes Reden in Zügen scheint ein Freiheitsrecht zu sein, das unter allen Umständen lautstark (!) zu verteidigen ist. Besser wird dadurch gar nichts.

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  26. 13. Dezember 2008, 18:37 Uhr, von Walter
    026

    Sudoku ist fast ein Volkssport. Die Beziehung zu gepflegten Vorgärten verläuft über den deutschen Oberlehrer? Oder Loriot? (http://tinyurl.com/6dgnyk)

    Antworten
  27. 13. Dezember 2008, 18:39 Uhr, von Walter
    027
    Antworten
  28. 13. Dezember 2008, 18:59 Uhr, von miriam
    028

    da fällt mir ein: „’Eine dumme Geschichte, die man mit mit ein paar Worten erzählen kann’, fing der General mit selbzufriedener Miene an. ‚Vor zwei Jahren, ja, vor kaum zwei Jahren, als die **er Bahnlinie eben eröffnet war, hatte ich – ich trug damals schon Zivil – eine Fahrkarte erster Klasse für eine ungemein wichtige Geschäftsreise gelöst. Ich steige ein, setze mich, rauche. Das heißt, ich war schon mit brennender Zigarre eingestiegen. Ich war allein im Abteil. Das Rauchen war nicht verboten, aber auch nicht gestattet – sozusagen halb gestattet, wie gewöhnlich, je nach der Person. Das Fenster war auf. Plötzlich, als die Lokomotive schon pfeifen will, steigen noch zwei Damen ein, mit einem Bologneserhündchen; sie setzen sich mir gerade gegenüber. Sie waren etwas spät gekommen. Die eine war sehr auffallend hellblau gekleidet; die andere etwas bescheidener, in schwarze Seide mit einer Pelerine. Sie sahen nicht übel aus, schauten hochmütig drein, sprachen englisch. Ich kümmere mich natürlich gar nicht um sie und rauche weiter. Anfangs hatte ich wohl gedacht, dass ich aufhören sollte, aber dann tat ich’s nicht, weil ja das Fenster offen stand; ich blies den Rauch zum Fenster hinaus. Das Hündchen lag auf dem Schoß der hellblauen Dame, es war ein ganz kleines Tier, kaum so groß wie meine Faust, schwarz mit weißen Pfötchen, ein ganz seltenes Exemplar. Es hatte ein silbernes Halsband mit Aufschrift. Ich verhalte mich still, bemerke bloß, dass die Damen sich zu ärgern scheinen, natürlich über die Zigarre. Die eine sieht mich durch ihre Schildpattlorgnette an. Ich verhalte mich wieder ganz still: sie sagen ja auch kein Wort. Hätten sie wenigstens etwas gesagt, gewarnt, gebeten – wozu hat der Mensch denn die Sprache! So aber schwiegen sie. Und plötzlich, ohne jede vorhergehende Äußerung, auch nicht die geringste, mit einem mal, als hätte sie den Verstand verloren, reißt die Hellblaue mir die Zigarre aus der Hand und wirft sie zum Fenster hinaus. Der Zug saust weiter, ich sehe sie ganz blöde an. Ein wildes Weib, ganz wild; übrigens von beträchtlicher Körperfülle, hochgewachsen, blond, rotwangig – sogar zu sehr , mit blitzenden Augen. Ohne ein Wort zu sagen, mit größter Höflichkeit, mit ausgesuchtester Zartheit, nähere ich zwei Finger dem Bologneserhündchen, fasse es ganz sanft am Genick und werfe es zum Fenster hinaus, der Zigarre nach! Es konnte nur aufquietschen! Und der Zug sauste weiter!’“…

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  29. 13. Dezember 2008, 19:07 Uhr, von Cate
    029

    Also, Leute! Kommt bitte mal wieder zurück auf den Teppich. “Volle Züge, sprechende Mitreisende, quengelnde Kinder, wohin mit meinen Beinen…” Das ist ja alles wirklich furchtbar schrecklich. Schon schlimm, was man alles durchstehen muss, wenn man sich Zugfahren leisten kann… Dann also lieber mit dem Auto, ja? Na, ich hätte gerne mal gewusst, wie hier über’s Autofahren hergezogen worden wäre, hätte Frau Professorin sich entsprechend geäußert. Man muss sich echt nicht von jeder Laune anstecken lassen. Ich kann die Situation voll nachvollziehen und vielleicht hätte auch ich mich geärgert. Aber das ist noch lange kein Grund für mich, hier erstmal volle Kanne auf das Fahren im Zug raufzukloppen was das Zeug hält. Ich bin 1,91m und weiß eigentlich relativ selten wohin ich mit meinen Beinen soll, nicht nur im Zug. Aber Reisen mit der Bahn sind für mich mit die entspanntesten. Ob da Kinder quengeln oder andere Leute ominöse Brettspiele spielen, muss noch kein Grund für mich sein, schlechte Laune zu bekommen oder mir musikalische Genüsse verderben zu lassen. In der Regel tut es das dann, wenn ich ohnehin angespannt und mies drauf bin. Dafür kann aber keiner was, außer ich selbst.
    Zur Entspannung gehört auch eine gehörige Portion Phantasie und innere Einstellung.
    Wohl gelungen finde ich die Karikatur des Vorgartenbesitzers. Zumindest kann ich mir lebhaft vorstellen, dass die Stimme des Brettspielers überaus unsympathisch gewesen sein muss…

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  30. 13. Dezember 2008, 19:23 Uhr, von Walter
    030

    Namibia und Obervolta…
    Das Handtuch- Paradox und der Musterschüler. Deutsche- und es war ein Deutscher?- machen es sich nicht leicht.
    In den Zeiten des Postkolonialismus ist das Erobern von Kleinstkolonien ein deutsches Steckenpferd geworden. Sei es die Kolonialisierung der Natur durch unerbittliche Gestaltung des Vorgartens oder die Eroberung eines Zugabteils, die mit nachhaltigen Besitzansprüchen verbunden ist. Wer als letzter kommt ist selbst schuld und muss mit dem Platz auskommen der noch da ist. Eigentlich müsste vorher noch ein Asylantrag gestellt werden, denn auch die Reservierung rehabilitiert nicht wirklich.
    So angenehm Bahnfahren sein kann, so furchtbar sind manchmal volle Züge. In denen kann man seine Landsleute kennen lernen, in der ersten so gut wie in der zweiten Klasse.
    Die Seite von Angela Hewitt: tinyurl.com/6kzwcn
    Sie war gerade in Deutschland unterwegs.- Mit der Bahn?

    Antworten
  31. 13. Dezember 2008, 19:25 Uhr, von Tanja
    031

    Zum Thema “Bahn” kann ich das Buch “senk ju vor träwelling” von Spörrle/Schuhmacher empfehlen.

    Antworten
  32. 13. Dezember 2008, 19:26 Uhr, von Walter
    032

    Hunde wirft man nicht aus dem Fenster.

    Antworten
  33. 13. Dezember 2008, 19:31 Uhr, von Tanja
    033

    @ cate: vor jeder Bahnfahrt sollte man mind. 1 Stunde Yoga und während der Fahrt dauerhaft Autogenes Training machen. Es hilft nur ignorieren, Augen zu und durch und sich auf Buch, Aussicht oder Musik konzentrieren.

    Antworten
  34. 13. Dezember 2008, 19:46 Uhr, von Miranda
    034

    mag keine Großraumwagen, Abteile mit Fensterplatz ist mir da wesentlich lieber…dann ja nicht zu nett lächeln, leider strahle ich dann aus dass mir Leute die mir gegenübersitzen ihre Lebensgeschichte erzählen wollen…
    Mit dem Blick aus dem Fenster, Stöpsel in den Ohren, den Kaffee auf der Ablage und dass Buch in der Hand oder die Augen nach draussen gerichtet…so kann man beruhigt reisen… und vielleicht auch Stille erfahren..indem man die Gedanken wegziehen läßt sich auf sich einlässt oder der Musik folgt..oder sich im Gelesenen Wort verliert…wünsche Ihnen auf jeden Fall ein angenehmes Reisen, und ein gutes Ankommen…

    Antworten
  35. 13. Dezember 2008, 19:50 Uhr, von Cate
    035

    @Tanja: “Es hilft nur noch” klingt mir doch etwas zu übertrieben. Das klingt so, als sei man dem Wahnsinn ausgeliefert… Wie schon gesagt, das halte ich hier alles für etwas überspitzt. Kinder, andere Menschen, dann auch noch so’n lausiges Pack, dass nicht mal brav die Ohrhörer ins Ohr steckt und irgendein intellektuell hochwertiges Orgelkonzert anhört, man man man… Die Welt ist schon schlimm.

    Antworten
  36. 13. Dezember 2008, 19:58 Uhr, von Tanja
    036

    Ich fahre ständig Bahn. Es ist immer was. Und wenn man nur seinen Anschlußzug verpaßt weil der Zug wieder Verspätung hat. Man braucht schon eine gewisse innere Ruhe um das Fahren mit dem Zug genießen zu können. Ich sage nicht das dies nicht möglich ist.

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  37. 13. Dezember 2008, 20:01 Uhr, von julia
    037

    Kennt ihr das Buch “Tyrannei der Intimitäten” (Richard Sennett)? Ich bin extrem sensibilisiert auf dieses Thema da ich sehr sehr viel Zug fahre. Könnte viele Geschichten erzählen und habe auch immer den ipod an aber das schlimmste ist, weil man dem echt nicht entkommen kann, wenn Leute ihr Essen auspacken. Oft ist es ein fieser mac donals burger oder ein schnitzelbrötchen aber eines morgens um 6:55 auf dem Weg nach Basel kam eine Gruppe Japaner die sich mit dem krassesten “deutschen” essen eingedeckt hatten das man sich vorstellen kann. das ganze Großraumabteil war kontaminiert und ich verzweifelt…Cate ich glaube das wärst du auch gewesen;-)

    Gestern aber sass ich in einem Ersatzzug von Dresden nach Frankfurt und das sind ja echt die allerollsten Züge die die Bahn noch so finden konnte und da fiel immer das Licht aus. Herrlich still war es deshalb.

    Antworten
  38. 13. Dezember 2008, 20:31 Uhr, von tine sperner
    038

    Frau Meckel, Sie haben’s trotzdem noch gut erwischt. Immerhin konnten Sie nach wenigen Stunden wieder aussteigen…
    Ich wohne seit Oktober in einem Plattenbau. Mein Nachbar über mir hat die Angewohnheit, jede Nacht bis morgens 2 oder 3 Uhr rumzupoltern und rumzutrampeln wie eine Horde Elefanten (so mein subjektives Empfinden). Stahlbeton scheint für so etwas auch ein prima Resonanzkörper zu sein.
    Gestern bin ich das erste Mal richtig ausgerastet. Mein Puls war auf Anschlag, wie sonst nur beim Mountainbiken, da allerdings sonst mit reichlich Spaßfaktor.
    Bekomme langsam Angst vor den Monstern in mir und muss leider noch 2 1/2 Monate in dieser Wohnung aushalten. Bevorzuge deshalb gerade Unibibliothek und freie Natur – alles andere kostet…
    Bin für Durchhaltetipps durchaus dankbar. “Shaolin” funktioniert nicht mehr und die Vorstellung, mit so ignoranten, rücksichtslosen Nachbarn reden zu müssen, lässt mich eher an eine Pumpgun denken, als an ein vernünftiges Gespräch.

    Reichlich zerfledderte, aber trotzdem herzliche Grüsse an alle Genießer der Stille und an alle Anhänger von rücksichtsvollen Verhaltensweisen.

    Antworten
  39. 13. Dezember 2008, 20:36 Uhr, von Walter
    039

    Der ICE fiel gestern nachmittag aus und der Ersatzzug kam zwei Stunden später an. Zwei Stunden! Immerhin überhaupt, julia.
    Sudoku in der Öffentlichkeit ist ja nicht wirklich privat, aber es gab mal eine öffentliche Kultur. Diese ist laut Sennett ersetzt durch die Ideologie der Intimität, die alle politischen Kategorien in psychologische verwandelt. Damit wurden Umgangsformen und Respekt für manche Mitmenschen obsolet, das Leben wird zum Kino: ‘Aber die Geschichte von Aufstieg und Fall der öffentlichen Kultur stellt diese Menschenfreundlichkeit in Frage.’ – So manche Bahnfahrt auch.
    Zur Frage der Stille: Stille will ausgehalten sein, wie das Schweigen. Viele Menschen bekommen dies nicht hin. Selbst wenn sie schweigen wollen können sie es nicht mehr.

    Antworten
  40. 13. Dezember 2008, 20:37 Uhr, von nikovu
    040

    das benutzen öffentlicher verkehrsmittel ist doch ein abenteuer. gespräche gezwungenermaßen belauschen, die man im traum nicht führen würde. krankheiten verbal kennenlernen, von denen man im leben noch nichts gehört hat und mit gefühlten oder tatsächlichen 20 kilo gepäck einen knackigen sprint hinlegen und das gelegentlich für die katz. ab und an schwätzern auf den leihm gehen, geruchs- und audio-folter überstehen. was braucht man noch an action? bahnfahren bietet alles, auch ruckeliges langsamfahren auf maroden strecken in fast leeren zügen. das grenzt an zen und ist manchmal sogar grottenlangweilig. allen noch einen schönen verschneiten 3. advent!

    Antworten
  41. 13. Dezember 2008, 20:46 Uhr, von Walter
    041

    Danke für die Grüße, ebenso!

    Von Hunden und Menschen in der Bahn:
    Die kalte Schnauze eines Hundes ist erfreulich warm gegen die Kaltschnäuzigkeit mancher Mitmenschen.
    Ernst R. Hauschka

    Antworten
  42. 13. Dezember 2008, 21:04 Uhr, von nikovu
    042

    tiere sind eben doch die besseren menschen ;-)

    Antworten
  43. 13. Dezember 2008, 21:51 Uhr, von julia
    043

    ja Walter, da ist was dran!
    Mir ist noch die kurze Sequenz eingefallen die ich gestern im dunkeln und ansonsten stillen Zug mitgehört habe (so ungefähr): “He Maritta wie heisst eigentlich des Häutsche was man da so am Nagel hat?” Maritta: “Nagelhäutsche”. Das war so komisch und absurd…ich musste viel grinsen.

    Übrigens der ICE ist ein super Zug. Der TGV ist echt poppelig dagegen und auch schon für 1,80 viel zu eng.

    Antworten
  44. 13. Dezember 2008, 22:07 Uhr, von Justin
    044

    Reisen ist immer eine Reise wert. Ich reise in der Regel mit meinem Auto da ich beruflich bedingt viel Krempel mitschleppen muss. Aber wie MM schon sagt auf Reisen viel erleben, sehen erfahren…

    Um so mehr genieße ich es wenn ich denn dann mal fliege oder an einem Flughafen (oder Bahnhof) arbeiten kann… Leute gucken ist doch immer schön…

    Am Flughafen & Bahnhöfen liegen immer Trennung und zusammenführung so nah bei nander…

    Habt Ihr euch mal die zeit genommen um am Flughafen Leute beobachtet?! Die Mr wichtigs dieser Welt, die in alleröffentlichkeit sagen ja den Müller aus der Buchhaltung kann man so was nicht sagen… Dann machen wir nächste Woche 20.000€…. etc… beobachtet man das die Menschen mal genau… sieht man Real Comedy und das kostenlos…

    Ich weiß nicht wie ihr das haltet aber ich telefoniere sehr ungern in der öffendlichkeit… und schon gar nicht wenn alle mithören… können oder auch gar müssen!

    Also Augen auf :-)

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  45. 13. Dezember 2008, 22:14 Uhr, von julia
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    achja Augen und Ohren auf..bei Skype bist Du schon entdeckt ;-)

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  46. 13. Dezember 2008, 22:24 Uhr, von Justin
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    lach :-) siehst do so schnell kanns gehen :-)

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  47. 13. Dezember 2008, 22:37 Uhr, von Anja
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    Gebt mit das Stichwort “Bahn” und ich muss eigentlich immer aufspringen. Nach über einem Jahr Pendeln mit der Bahn bin ich froh nun beruflich mit dem Auto unterwegs zu sein. Auch das ist nicht immer spaßig, aber folgende Situationen bleiben mir wenigstens erspart:
    Jeden Samstag Morgen im ICE nahezu identische Szenarien. Massen von Gelegenheitsreisenden steigen mit einem ein, verstopfen mit Ihren Koffern den eh schon knapp bemessenen Gang. Es geht nicht mehr vor und zurück. Und nun kann man darauf wetten, wie lange es wohl dauert, bis jemand ruft und drängelt: “Lassen Sie mich durch, ich habe reserviert!”
    Ja, genau! Draussen auf dem Bahnsteig! (möchte man brüllen;-))

    Diese Sehnsucht nach Ruhe und Stille hat man aber doch überall, wo man mit Menschenansammlungen zu tun hat. Beim Einchecken am Flughafen, im Restaurant oder im Wartezimmer beim Arzt.

    Wir Menschen sind halt schon seltsam;-)

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  48. 13. Dezember 2008, 22:43 Uhr, von Justin
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    ich dachte mal ich mach mal bei der mitfahrzentrale mit.. und hatte auch einen beifahrer nach winterthur dabei… Mensch… danach musste ich erst einmal das Auto lüften… wie menschen riechen können *lächel*

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  49. 13. Dezember 2008, 22:44 Uhr, von Justin
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    @ anja….

    die Kunst ist es doch in genau diesen Situationen in sich zu gehen und dir Ruhe zu finden… dass dir Wartezimmer, Flughafen etc nichts anhaben können :-)

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  50. 13. Dezember 2008, 23:05 Uhr, von Janna
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    kurz OT: da ist doch schon wieder irgendein elektrisches Gerät auf dem Foto zu sehen (Digicam ?), die scheinen auf MM’s Fotos auch ein elementarer Bestandteil zu sein. Gehe niemals ohne den Technik-Kram aus dem Haus…

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