MM_Lagarde
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15. Dezember 2008, 10:38 Uhr, Geschrieben von Miriam Meckel

Advent, Advent, was Zeit erkennt … (15)

Nebenwirkungen

“Die Welt ist ein Gefängnis, in dem Einzelhaft vorzuziehen ist”, schrieb einst Karl Kraus. Ich fürchte, diese Erkenntnis ist ihm irgendwann in der Vorweihnachtszeit gekommen und wurde aus Fremd- und Selbstbeobachtung gespeist.

In diesen Tagen fallen uns Menschen seltsame Dinge ein. Zum Beispiel zusammengerottet im Schneetreiben und Regen vor einer Holzbude zu stehen und sich mit süßer heißer Flüssigkeit zuzuschütten, die irgendwann mal ein Speed Date mit einer Flasche Rotwein gehabt haben muss. Diese Form der organisierten Vorweihnachtsfreude muss durch Geschmacklosigkeit, Einsamkeit, ja Verzweiflung getrieben sein. Anders lässt es sich nicht erklären, dass Menschen für ein Heißgetränk fast fünf Euro bezahlen, das nach nichts als Zucker schmeckt, den Magen verdirbt und für baldigen Kopfschmerz garantiert.

Vielleicht lässt sich die Attraktivität dieser gruppendynamischen Vorweihnachtsformationen auch psychologisch erklären: In diesen Tagen schwappt das Jahr auf uns zurück – mit all den Erkenntnissen, die sich angesammelt und uns nicht unbedingt glücklicher gemacht haben. Was habe ich wieder alles versäumt in diesem Jahr? Bei wem habe ich mich nicht oder viel zu selten gemeldet? Warum ist mein Schreibtisch am 15. Dezember genauso chaotisch, wie er es schon am ersten Januar desselben Jahres war? Warum werde ich auch in diesem Jahr sicher wieder nicht rechtzeitig mit den ausstehenden Aufgaben fertig, um in Ruhe die paar Tage zwischen Weihnachten und Neujahr zu genießen? Wird es diesmal ein Weihnachtsfest ohne Familienkrach? Seufz … Nie fällt mir das passende Geschenk ein.

War das ein gutes Jahr?

War das ein Jahr?

Jahr, was war DAS denn?

ADvent 15: Der moralische Kater vor dem Jahresendfest ist schlimmer als der durch vorweihnachtliche alkoholische Heißgetränke bedingte. Wegen Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Partner und Psychiater. Wenn beide etwas Unterschiedliches antworten, sollten Sie Weihnachten wagen. Die Einzelhaft bleibt ja als Möglichkeit für 2009.

70 Reaktionen

  1. 15. Dezember 2008, 11:13 Uhr, von Cory
    01

    Manchmal sind die Erwartungen an die Vorweihnachts- und Weihnachtszeit viel zu hoch. Und zu verschieden. Deshalb kracht`s auch öfters: “Wenn Papa in der Stube schreit, ist Weihnachten- Du schöne Zeit!”

    … also in Hamburg schmeckt der Glühwein für zwei Euro ganz gut :-)

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  2. 15. Dezember 2008, 11:18 Uhr, von Noisa
    02

    Erstmal ein herzliches Dankesschön für dieses wieder sehr gelungene, mich amüsierende 15. virtuelle Türchen!

    „Gruppendynamischen Vorweihnachtsformationen“, was für ein passender Ausdruck. Dieser Gruppendynamik – egal ob familiär im großen Kreis oder im beruflichen Bereich – entziehe ich mich schon seit Jahren und ich kann behaupten: ES TUT GUT!

    Rotwein schmeckt scheußlich. Der auf den Weihnachtsmärkten angebotene ist zudem nicht von bester Qualität. Als ehemalige auf einem Weihnachtsmarkt in einer Holzhütte tätige Verkäuferin von Weihnachtsschmuck aus Glas und handwerklich gefertigten Glasbroschen kenne ich das Geschäft in der Vorweihnachtszeit und belächel es ein wenig. Saufen (sorry), gucken, kaufen, zum Reden kommt man ja weniger, mehr ist das nicht!

    Ich freue mich auf ein paar gemütliche Weihnachtstage im kleinsten Familienkreis bei guten Essen, Sport und Wellness und durchaus auch ruhiger Musik, weniger Opern, dafür klassischer Klaviermusik.

    Wo das Jahr geblieben ist – diese Frage stelle ich mir allerdings auch. Heute früh hatten wir im Büro diese Frage diskutiert und keine Antwort gefunden. Ja, wo ist es denn das Jahr 2008? *such* ;)

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  3. 15. Dezember 2008, 11:24 Uhr, von Lizzy
    03

    Ich dachte schon, ich bin die Einzige, die keinen Glühwein mag.

    “In diesen Tagen schwappt das Jahr auf uns zurück ….”
    Nun muß ich am Montagmorgen über diese unangenehmen Dinge nachdenken. Und mir fallen so viele ein. Das ist aber auch egal, vermiesen lasse ich mir das “Jahresendfest” nicht.

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  4. 15. Dezember 2008, 11:33 Uhr, von Noisa
    04

    Ich meinte `Glühwein´ schmeckt scheußlich. Bei Rotwein sehe ich das anders. Es ist Montag, sorry!

    Antworten
  5. 15. Dezember 2008, 11:40 Uhr, von Isa
    05

    Wären meine Gedanken nicht schon bei der Weihnachtsfeier heute nachmittag, könnte ich wahrscheinlich nicht die Motivation aufbringen meine Seminararbeit noch heute fertigzustellen. Ich will dann nämlich ganz unverkrampft die klebrige Brühe meine Speisröhre hinab schicken können.
    Glühwein kann also durchaus als Motivator fungieren;-))

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  6. 15. Dezember 2008, 12:22 Uhr, von St
    06

    Ich frag mich ohnehin, ob man für das Trinken einer Tasse Glühwein nicht bezahlt werden müsste. Widerliches Zeug :-)

    Antworten
  7. 15. Dezember 2008, 12:26 Uhr, von H.
    07

    Ich empfehle eine Glühwein-Runde mit netten Menschen zu Hause: Rotwein mit den typischen Gewürzen (möglichst keine Fertigmischung) erhitzen – Prost!
    Das ist auch weniger aufwendig und schwieriger als Plätzchen backen, obwohl diese dazu natürlich prima schmecken. ;-)

    Ansonsten beschreibt es dieser Spruch ganz treffend:
    `Advent, Advent, die Zeit die rennt!´

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  8. 15. Dezember 2008, 13:33 Uhr, von Walter
    08

    Zuviel süßer Zucker in dem sauren Wein- das kann nur Kopfschmerzen geben.
    Der ‘moralische Kater’ entsteht ähnlich wie der durch schlechten Glühwein: Idealistische Ansätze, Enttäuschungen und Unverdautes werden zusammengepanscht und erzeugen Selbstzweifel und Kopfschmerzen.
    Da kann Aufräumen helfen und Wegwerfen. In einem Jahr häuft sich Ballast verschiedener Art an. Wo ist die Zeit für Besinnung auf das Wichtige und die Entscheidung zur Entscheidung. Weniger ist mehr.
    Manchmal hat so ein richtig schlechter Glühwein aber eine entschlackende Wirkung. Meist wird er auch im Freien genossen und diem frische Luft hilft, die Gedanken zu klären.
    Die Herausforderung vor Weihnachten liegt darin, nicht nur wie ein programmierter Roboter zu funktionieren, sondern sich Zeit genug zu lassen, in dieser Zeit einen persönlichen Sinn zu erkennen.
    Wenn wir nicht schaffen, einen positiven Bezug zu Weihnachten herzustellen, dann ist es wohl besser, es zu lassen. Dann ist der Ansatz eben verkehrt und das Ganze wirkt wie schlechter Glühwein: saurer Wein und zu viel Zucker.

    Darüber reden hilft- wie jetzt hier- denn vielen Menschen geht es ebenso.

    Für meinen persönlichen Jahresrückblick ist es noch zu früh. Das Jahr ist eben noch nicht vorbei.
    - Und das nächste wird wohl nicht sehr viel anders(?)

    Antworten
  9. 15. Dezember 2008, 13:54 Uhr, von Cory
    09

    Die Frage ist doch, was jeder für sich aus der Vorweihnachtszeit macht. Renne ich mit oder lasse ich die Leute an mir vorbeihetzen. Sehe ich alles negativ oder versuche ich, die schönen Dinge zu erkennen. Dabei ist doch völlig wurscht, ob einem Glühwein schmeckt oder nicht.

    Das Jahresende ist für viele eine Art Deadline. Danach beginnt das Neue Jahr. Neues Spiel, neues Glück? Es ändert sich aber genauso wenig, wie man sich als Mensch ändert. Die Zeit fließt und man sollte keinen künstlichen Damm bauen (Jahreswechsel). Der Druck nimmt zu und dann zieht man den Stöpsel?
    Ich habe versucht, da nicht mehr mitzuspielen. Das ist nicht einfach, aber ich werde immer besser ;-)

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  10. 15. Dezember 2008, 14:02 Uhr, von jana
    010

    Nach der wunderbaren Definition von “Liebe” (siehe 14. 12.) kann die von Kraus empfohlene “Einzelhaft” doch wirklich nur einer Glühweinüberdosis entsprungen sein! Also entweder war er Misanthrop oder ein aus dem 7. Himmel jäh Verstoßener und deshalb so verletzt. Ok. Wenn man sich in der Zweisamkeit seiner Partnerschaft einsamer als ein allein in der Wüste Gestrandeter fühlt, wenn das Schweigen miteinander zum lauten Schreien gegeneinander und aus Toleranz irgendwann bloß noch Ignoranz wurde, dann könnte man zunächst vielleicht dem ein oder anderen Becher Glühwein ´ne Chance geben (was den Andrang an jenen Buden evtl. erklärt) und anschließend einen Psychiater kontaktieren, was im Vergleich zu Glühwein zwar viel teurer, aber wahrscheinlich genauso erfolgreich ist und sich schließlich interimsmäßig etwas Einzelhaft verordnen. Doch dann sollte man dem Leben und damit dem Lieben die Möglichkeit bieten, dem Dasein hier auf Erden wieder Sinn zu verleihen, denn worin sonst sollte der bestehen? Lieber zu zweit gegen den Rest der Welt als in Einzelhaft mit dem (glühweinbetäubten?) Rest der Welt!

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  11. 15. Dezember 2008, 14:09 Uhr, von Janna
    011

    wie immer entzückend formuliert ! letztendlich sind und bleiben das aber alles die Tücken der modernen Zivilisation. Glühwein an Buden ? Mag ich nicht und trinke ihn auch nicht, um Weihnachstmärkte mache ich eh in der Regel einen großen Bogen.
    Geschenke gibt’s nur noch für wenige erlauchte Personen, mit dem großen unbeschenkten Rest gehe ich irgendwann mal in Ruhe was essen oder trinken.
    Warum sollte der Schreibtisch gegen Ende des Jahres leerer sein, das Leben hört ja im Dezember nicht auf ?
    Als Präventivmaßnahme gegen den Weihnachtskoller hilft, am 4. Advent bei selbstgemachtem (!) Glühwein die DVD mit “Weihnachten bei den Hoppenstedt’s” einzuwerfen- damit stimme ich mich dann entspannt auf die Feiertage ein.

    Antworten
  12. 15. Dezember 2008, 14:12 Uhr, von julia
    012

    Weihnachtsmärkte mit Glühwein sind für mich auch ziemlich unerträglich und verbunden mit den angesprochenen Zwangsveranstaltungen.

    Bin eigentlich gespannt auf Dowanda’s Kommentar zum Thema, die ja wohl gerade eine Glühwein – Diät gemacht hat?!;-)

    Mein Jahr ist gut zu Ende gegangen, wenn ich die Woche mit noch drei Weihnachstparties hinter mich bringe..

    Antworten
  13. 15. Dezember 2008, 14:23 Uhr, von Kate
    013

    Jahr, was war DAS denn? – beschreibt genau meinen Gemütszustand von heute morgen. :-) Danke!

    Im Prinzip ist ja nur noch jetzt diese Woche übrig, dafür Arbeit für drei Monate … und das “alle Jahre wieder”. Na toll. Auch heuer wieder die Überlegung “Durcharbeiten und besser in 2009 starten?”, aber ich weiss genau, dass ich das (wieder) nicht tun werde. Also auf zum Glühweinstand? So schlimm ist’s zum Glück dann doch noch nicht, ein Cappucino wird’s tun.

    Antworten
  14. 15. Dezember 2008, 14:31 Uhr, von Ramona
    014

    Also bei meinem Stadtbesuch am Samstag, hätte ich gar keine Chance gehabt, an einen Glühwein zu kommen, der übrigens schmeckt. Man konnte die Stände vor Menschen nicht sehen.
    @Lizzy, ein Kind wäre auch nicht auf den Boden gestürzt, sondern hätte sich an irgendwelchen Beinen abstützten können. Die Besucher schoben sich durch die Gänge. Ich habe die Flucht ergriffen.

    Ich habe heute im Büro 350 Stück Serienbriefe, das so genannte Jahresabschlussschreiben, ausgedruckt, gefaltet und in Kuverts gesteckt und verschlossen. Und natürlich entsprechend Etiketten ausgedruckt und aufgeklebt.
    Hilfe, ich kann nicht mehr! Ich glaube, ich habe in der kommenden Nacht Albträume.
    Morgen sind Weihnachtskarten dran *stöhn*.

    Am kommenden Donnerstag ist unsere Jahresabschlussfeier. Ein ehemaliger Kanute von uns, betreibe einen Irish Pub. Dort ist es urig und immer ganz lustig.
    Wir lassen an diesem Abend die letzte Wettkampfsaison, mit seinen Höhepunkten und Niederlagen, nochmal Revue passieren. Zu unseren Wettkämpfen werden immer Videoaufzeichnungen zur Analyse gemacht. Diese Filme werden zusammengeschnitten, mit einem lustigen Kommentar versehen und eine DVD gebrannt. Der Film hat dann an dem Abend seine Premiere und jeder bekommt ihn als Wichtel geschenkt. Das ist unsere Jahresrückschau und wir Trainer haben eine Jahreschronik.
    Privat, da geht es mir wie @Walter, kann ich eigentlich noch keine Resümee ziehen. Das mache ich meist Silvester kurz von 12. Ich gebe zu, da bin ich auch eine furchtbar sentimentale Heulsuse.

    Dem Weihnachtsfest sehe ich ganz entspannt entgegen. Es wird gemütlich begangen, ja auch mit einem Weihnachtsbaum. Bitte haut mich nicht:-). Aber der gehört bei mir dazu. Da wir uns in der Familie keine großen Geschenke machen und sich mittlerweile auch alle daran halten, ist der Druck mit der Schenkerei weg. Es ist ein ruhiges Fest, wo wir auch mit Freunden zusammen sind.

    @Noisa, Du mit Deinen Holzhüttenerfahrungen, ich könnte jedes mal jolen*lol*.

    Antworten
  15. 15. Dezember 2008, 14:52 Uhr, von Noisa
    015

    @Ramona, rechts von der Hütte, in der ich als engagierte Verkäuferin arbeitete, gab´s Glühwein und ekligen Jagertee, gegenüber Korn und kleine Würstchen. Dann strömten die Besucher, darunter viele Niederländer in Intervallen busseweise auf den kleinen Weihnachtsmarkt, guckten hier und guckten dort, ließen sich von mir in Verkaufsgespräche verwickeln, tranken ihren Korn und aßen ihre Würstchenkette, kauften dann recht viel auch von den mir feilgebotenen Accessoires. Ich hatte ja schon mal erwähnt, dass dieser Winter ausgesprochen kalt war, – 10 bis – 20 Grad und ich von meinem Chef Glühweingeld bekam. Vielleicht mag ich dieses Zeug deshalb heute nicht mehr. ;)

    Antworten
  16. 15. Dezember 2008, 14:57 Uhr, von Janna
    016

    @Ramona, nur interessehalber: feiert ihr im Killywilly ?

    Antworten
  17. 15. Dezember 2008, 16:15 Uhr, von Walter
    017

    ‘Wegen Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Partner und Psychiater.’
    Ich möchte zart bezweifeln, dass ein Psychiater in diesen Dingen die richtigen Ratschläge geben kann. Und für eine Einweisung zur Einzelhaft fehlt der Hauch der Katastrophe.
    Die Partner- Variante ist entschieden die bessere, zumindest die mit der mutmaßlich höheren Übereinstimmung.
    Insgesamt gilt: Unser Leben ist in den letzten Jahrzehnten nicht einfacher geworden, sondern im Gegenteil komplexer und (meistens?) komplizierter. Folglich wäre es gut und sinnvoll, mit sich selbst Nachsicht zu haben und auf sich Rücksicht zu nehmen. Dies soll nicht als Ausrede gelten, gar nichts zu tun, sondern als Chance, uns selbst und die Menschen, die wir mögen, nicht so furchtbar wichtig dafür aber ernst zu nehmen.

    Antworten
  18. 15. Dezember 2008, 16:28 Uhr, von nikovu
    018

    die frage ist auch, ob dieser jahresendschmerz ein solches getränk wirklich verdient hat. glühwein in heißem zustand ist schon eine zumutung, vom preis erst gar nicht zu reden, aber in abgekühlter variante ist es doch geradezu widerlich. in einigen selbstversuchen getestet und nur aus gruppenzwangtechnischen gründen wirklich getrunken. es gibt wahrscheinlich ekligere heiß- oder kaltgetränke, aber dieses gehört doch eindeutig in die top 10 der grausamsten gebräue der welt.
    ;-)

    Antworten
  19. 15. Dezember 2008, 16:47 Uhr, von Ramona
    019

    @Janna, nein, es ist das Morrison’s.

    Antworten
  20. 15. Dezember 2008, 17:19 Uhr, von Ramona
    020

    @Noisa, wann um Gottes willen, hatten wir denn einen so kalten Winter? Liegt der Niederrhein am Nordpol?

    Antworten
  21. 15. Dezember 2008, 17:56 Uhr, von na ich
    021

    Ist das jetzt off topic?

    Mach nix, schnell noch was dazu gelernt im Winter-Jahresendspiel.

    Antworten
  22. 15. Dezember 2008, 18:21 Uhr, von na ich
    022

    Leben auf der Überholspur – echt anstrengend …

    Hier was anderes (S)schrecklich(es) Schönes!

    Antworten
  23. 15. Dezember 2008, 18:21 Uhr, von Noisa
    023

    @Ramona, jetzt habe ich vergeblich versucht anhand irgendwelcher Internetdaten herauszufinden, welcher Winter im Münsterland damals extrem kalt war. Es müsste der Winter 1988, ggf. auch 1989 gewesen sein. Ich kann es nicht mehr genau sagen… Oh je.

    Antworten
  24. 15. Dezember 2008, 18:35 Uhr, von Cate
    024

    Hmmm, wo hier über so unleckere Sachen, wie Glühwein, geschrieben wird, darf ich sicherlich einwerfen, dass ich mir gerade leckere Saltimbocca mit Ceranoschinken an Schafskäse und Nudeln gemacht habe. Njam njam. Da das auch nicht so oft vorkommt, empfand ich es als unbedingt erwähnenswert. Ach was, ich will einfach nur angeben! :o)
    Glühwein finde ich abscheulich, ob traditionell oder die Brühe auf dem Markt. Bäh. Süß und heiß geht bei mir sowieso gar nicht. :o[
    Da sich bei mir ja zum Jahresende ohnehin einiges geändert hat, bin ich zum Jahreswechsel ziemlich entspannt und denke mir. Ok, lass kommen, Kalle. Meinen “Neujahrsputz” habe ich sowieso schon seit dem Umzug hinter mir. Das ist echt mal ein lockerer Jahresausklang. :o)

    Antworten
  25. 15. Dezember 2008, 19:34 Uhr, von Walter
    025

    Berliner Weihnachtsmärkte.
    Letztes Jahr sind wir von der Weihnachtsmeile zwischen Alexanderplatz und Lindenoper geflüchtet- der Geruch, der Lärm und das Gedränge waren kaum auszuhalten, auch essen wollten wir dort nichts. Dazu die Lichtorgien und das Riesenrad. All dies hat sehr wenig mit Weihnachten zu tun und doch werden viele Menschen, die jetzt aufwachsen, diese Bilder mit Weihnachten verbinden. Dann gehört für sie möglicherweise auch die heimlich- unheimliche Weihnachtsverzweiflung dazu, die die Sinnwandlung der ehemaligen Frohbotschaft in eine Drohbotschaft widerspiegelt.

    Antworten
  26. 15. Dezember 2008, 19:37 Uhr, von Cate
    026

    @Walter: Der schönste ist der in Rixdorf. Wirklich. Auch wenn’s Neukölln ist… ;o)

    Antworten
  27. 15. Dezember 2008, 20:15 Uhr, von Miranda
    027

    Also ich hab sehr gelacht über dieses heutige virtuelle Türchen…
    “Rotwein auf Speeddating….
    Ich oute mich jetzt malals jemand der Holzhüttenatmosphäre durchaus mag, am besten mit Musik von Frankie Boy Let it snow…und dann die Lichtervom Tannenbaum anschaue…bräuchte dann eigentlich nur noch die Vorstellung dass zuhause ein Kaminfeuer auf mich wartet…Okay ist kitschig aber schön…Ich blende das andere einfach aus…und ich trink gerne Feuerzangenbowle…schmeckt mir besser als Glühwein…
    Und ich finde es wichtig ein Abschluss für das Jahr für sich zu finden, gerade weil alles so an einem vorbeirast…und Rituale geben Halt und ich finde die Musik, das Plätzchenbacken, den Rotwein auf Speed…den Tannenbaum…schöne Rituale um Einkehr zu halten…um auch mal bei sich zu sein und nicht nur im Außen…und durchaus “Ein”Samkeit als Bereicherung zu erleben…

    Antworten
  28. 15. Dezember 2008, 21:46 Uhr, von Walter
    028

    Der Alt- Rixdorfer Weihnachtsmarkt war am 2. Advent. Um diese Zeit sind häufiger Tagungen oder Treffen in Berlin und auch wenn ich mich als Glühwein- Tester nicht eigne, könnte ich es nächstes Jahr mal versuchen.

    Mein Vorsatz für diese Weihnachten- und wenn es funktioniert darüber hinaus: Versuchen das Gute zu sehen- sogar bei schlechtem Glühwein, mit Weihnachtsverzweiflung und im Regen.

    Weihnachten muss ja kein großartiges Fest werden, ein schönes und ruhiges würde schon reichen…auch ohne Kitsch.

    Antworten
  29. 15. Dezember 2008, 22:14 Uhr, von Mesm
    029

    I don’t know who took the picture which is accompanying this posting but it’s actually quite good.

    Whether the photographer is the blog-owner, whether it’s taken by a friend or lifted from the web I don’t know. But the composition is good and the way “speed� has been implemented is very efficient, the cup is perfectly sharp and the surroundings are in turmoil. In fact the picture is supplementing the content of this posting in a way that makes you wonder what came first, the photograph or the posting?

    Christmas or new-year is often seen as a deadline and sometimes I have the feeling that whatever project I am involved in it always have to be finished before the holidays .

    Deadlines are not always a bad thing, because without deadlines we would probably never produce anything. And even though we sometimes believe that deadlines is something the human kind invented recently I don’t think it is true. In fact, I believe, that “deadlines� has been the driving force since the beginning of time. Hunting and harvesting has its deadlines, because if there is no food produced you will starve. War has it´s deadlines, because we need to know when it will start, when it will be over and of course who has won. The same goes for issues concerning relationships and other things related to out personal life.

    The desk hasn’t been cleaned? It will never be, that’s a part of striving, of wanting to invent and to create. There is only one solution – get use to it and lean to love the process as much as the result.

    Deadlines are creativity. Creativity is fulfilment. Fulfilment is living ;-)

    Antworten
  30. 15. Dezember 2008, 22:21 Uhr, von g.emiks
    030

    sie leiden unter einem chaotischen schreibtisch?

    lassen sie sich einen postmodernen adventskranz schenken. und spätestens am vierten zünden sie ihre chaos an. endlich wissen wir, was frohe weihnachten sind? ordentliche weihnachten!

    http://gemiks.twoday.net/20081215

    Antworten
  31. 15. Dezember 2008, 22:28 Uhr, von clara
    031

    In diesen stillosen Stypopor-Bechern muss das ja fiese Nebenwirkungen mit sich bringen… gelobt sei die echte Glühwein-Tasse mit der aktuellen Jahreszahl. Eine davon landet doch jedes Jahr wieder in meiner Küche ;-)

    Antworten
  32. 15. Dezember 2008, 22:35 Uhr, von Mesm
    032

    Christmas tune – day 15 – a classic America Christmas song preformed by an elegant crooner. That’s it. No more comments necessary.

    Antworten
  33. 15. Dezember 2008, 23:31 Uhr, von Miranda
    033

    http://de.youtube.com/watch?v=H0Zx8c55f7Y

    Für Frau Meckel “Christmas Blues” auch ohne “Rotwein auf Speeddating”

    Antworten
  34. 15. Dezember 2008, 23:34 Uhr, von Miranda
    034

    obwohl bei Mr Martin wissen wir nicht , ich glaube zu einer gewissen Uhrzeit hat er nichts mehr verschmäht…und wer schimpft hier eigentlich über Glühwein, Eggnog ist schlimmer…

    Antworten
  35. 16. Dezember 2008, 7:31 Uhr, von Ramona
    035

    OT
    Der Stiefelwurf von Bagdad!
    Das nachträgliche Nikolausgeschenk für George W. Bush, wie geil war das denn?
    Deutlicher kann man im Islam einem Menschen seine Verachtung nicht zeigen:
    http://www.welt.de/politik/article2883007/Wahre-Macht-steckte-schon-immer-in-Schuhen.html

    Antworten
  36. 16. Dezember 2008, 8:24 Uhr, von Dowanda
    036

    Also der Glühwein am Spittelberger Markt in Wien war wirklich gut und süffig. Der hatte zumindest eine Affaire mit Rotwein, im Gegensatz zum speedgedateten, mit dem man sich andernorts herumplagen muss.

    Geschenke habe ich heuer komplett abgeschafft. Mit dem Sauhaufen auf dem Schreibtisch versöhne ich mich nach Lust und Laune. Gelegentliche Anflüge von Ordnung enden wieder im Chaos – ausserdem frisst mein Schreibtisch Kulis und TippEx-Roller.
    Dafür hat er kein schöneres Gewand verdient. Gegen den Familienkrach half die letzten beiden Jahre zurückziehen in den Bergen mit meiner Liebsten. Nachdem die Liebste heuer weg ist (was die Frage beantwortet, ob es ein gutes Jahr war: NEIN, wars nicht) wirds wohl wieder Familienkrachweihnachten geben. Aber mit Glühwein davor, währenddessen und danach geht auch das gut *g*

    Zum Thema Weihnachten ohne Geschenke:
    http://www.sueddeutsche.de/leben/192/450908/text/

    Antworten
  37. 16. Dezember 2008, 9:05 Uhr, von Ramona
    037

    Hi @Dowanda, da bist Du ja wieder. Wir hatten schon die Befürchtung, Du bist im Glühwein ertrunken, diätmäßig:-)
    Es ist ja noch nicht Heilig Abend, vielleicht ergibt sich noch was, oder ist „Sie“ doch nicht “Die”? Du verstehst schon.

    Antworten
  38. 16. Dezember 2008, 9:09 Uhr, von Dowanda
    038

    @Ramona
    Ja, ich versteh schon *g* Das weiss ich noch nicht! Ich bin ja parallel damit beschäftigt zu lernen und gleichzeitig die Löcher in meinem Fell zuwachsen zu lassen. Also lass ich es mal auf mich zukommen.

    Grüsse von der ehrenamtlichen Glühweintesterin mit den dicken Augenringen

    Antworten
  39. 16. Dezember 2008, 9:23 Uhr, von Ramona
    039

    Ich glaube Dir, dass ist nicht einfach.

    Antworten
  40. 16. Dezember 2008, 9:23 Uhr, von Dowanda
    040

    Liebe Frau Meckel,

    falls die Partnerin mit den Geschenken nicht zufrieden ist, würde ich im konkreten Fall vorschlagen ihr einen Schal vom FC Bayern München zu schenken. Das könnte ihr eine Lehre sein.

    Antworten
  41. 16. Dezember 2008, 9:26 Uhr, von Katja
    041

    @Dowanda

    …lieber nicht: so ein Schal kann schnell zur gefährlichen Waffe werden… gerade an Weihnachten.

    Antworten
  42. 16. Dezember 2008, 9:42 Uhr, von Justin
    042

    Oh ich sehe zu meiner Freude es gibt Menschen wie MM die meine Liebe zum Glühwein teilen….

    Und Jauch und Kerner haben um die Wette gerückblickt und oh großer Mißt keiner konnte ahnen, dass Derrik nun auch noch in die Chronik 2008 muss… Mißt alle Rückblicke schon gelaufen… dass man jahresrückblicke schon anfang dezember macht muss auch den menschen an den Buden mit dem speedgedatetem Glühwein eingefallen sein… Wenn man ironisch böse wäre könnte man sagen: Standen ein ZDF Redaktuer und ein RTL Redakteur an einer Glühweinbude in Köln….

    In diesem Sinne lasst J.Hesters noch Silvester überleben, Opel erst nächstes Jahr insolvent gehen und den Busch keinen Quatsch machen… denn sonst gibts bald einen Jahresrückblick special dezember2008….

    … denn ich sah gestern auf dem Kölner Weihnachtsmarkt einen ZDF Redaktuer und einen RTL Redakteur bei einem speeddating mit einem speedgedateten Rotwein…

    Greatings from the Ruhrgebiet
    Justin

    ADvent 15: die Erkenntnis, dass Silvester das ende des weihnachtsstreßes und der melancholischen Rückblicke ist

    Antworten
  43. 16. Dezember 2008, 9:48 Uhr, von Justin
    043

    Und nächstes Jahr zur Weihnachtszeit treffen sich alle mitblogger und die Hauptbloggerin zum gemeinsamen Glüchweintrinken *lächel*

    Antworten
  44. 16. Dezember 2008, 9:55 Uhr, von Noisa
    044

    Erst dann?

    Antworten
  45. 16. Dezember 2008, 10:10 Uhr, von Ramona
    045

    Ich weiß nicht, Glühwein im Sommer?
    @Noisa, was macht das Training, war nicht der 15. Stichtag?
    Wo steckt eigentlich @Urs?

    Antworten
  46. 16. Dezember 2008, 10:14 Uhr, von mana
    046

    ufff… und ich dachte ich hätte keine Geschmacksknospen für Glühwein. Es beruhigt mich sehr, dass manch auch einen so geht.

    Da ich aus religiösen gründen eigentlich keine weihnachtlichen Verpflichtungen habe, bin ich jedesmal überrascht, dass ich mich von diesem Stress anstecken lasse.

    …. dann fällt mir die indische Geschichte ein und ich beruhige mich für’ne kurze Zeit ;-)

    Bis die Seele nachkommt

    Ein europäischer Biologe hatte für eine Himalaja- Expedition eine Gruppe indischer Träger angeheuert. Der Forscher war in großer Eile, denn er wollte schnell an sein Ziel kommen. Nachdem die Gruppe den ersten großen Pass überschritten hatte, erlaubte er ihnen eine kurze Rast. Nach einigen Minuten rief er aber wieder zum Aufbruch. Die indischen Träger blieben aber einfach auf dem Boden sitzen, als hätten sie ihn gar nicht gehört. Sie schwiegen und ihr Blick war zu Boden gerichtet. Als der Forscher die Inder schärfer aufforderte, weiterzugehen, schauten ihn einige von ihnen verwundert an. Schließlich sagte einer: “Wir können nicht weitergehen. Wir müssen warten, bis unsere Seelen nachgekommen sind.â€?

    Antworten
  47. 16. Dezember 2008, 10:14 Uhr, von Dowanda
    047

    Stilblüte aus Österreich:
    Demokratie Marke SPÖ Salzburg
    http://salzburg.orf.at/stories/328583/

    D.h. für die Roten in Salzburg dürfen die Jugendlichen erst wählen, wenn die Gehirnwäsche nach eigenem ideologischen Gutdünken komplettiert ist.

    Und niemanden regt das auf. Manchmal könnte ich echt den Pass wegschmeissen …

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  48. 16. Dezember 2008, 10:20 Uhr, von Noisa
    048

    @Ramona, genau, der 15. war der Stichtag. Ich bin noch zu stark erkältet, um richtig intensiv trainieren zu können. Ich denke ab Freitag wird´s klappen. Ich freu´ mich schon. *prust*

    Ja, wo ist Urs?

    @Dowanda, Du bist immer so spontan… Oder impulsiv? ;)))

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  49. 16. Dezember 2008, 10:21 Uhr, von Noisa
    049

    Bowle im Sommer, @Ramona. :)

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  50. 16. Dezember 2008, 10:35 Uhr, von Justin
    050

    Sommerglühwein? das geht doch gar nicht :-)

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© Miriam Meckel 2002 bis 2012