MM_Curie
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21. Dezember 2008, 14:00 Uhr, Geschrieben von Miriam Meckel

Advent, Advent, was Zeit erkennt … (21)

Quadriga

Der heutige Advent ist der wichtigste und vollständigste. Er ist am nächsten am eigentlichen Weihnachtsfest dran und endlich brennen alle vier Kerzen am Adventskranz. Damit vollendet sich eine eigenartige axiale Symmetrie, die uns die Adventszeit im Kreis oder im Viereck vervollkommnet.

Kein Wunder, denn die Vier hat in unserem Leben allemal eine herausgehobene Bedeutung:

Es sind die vier Elemente Luft, Erde, Wasser, Feuer, die unser Leben bestimmen.

Die Bremer Stadtmusikanten hätten nie einen so durchschlagenden Erfolg gehabt und in aller Ruhe im Waldhaus übernachten können, wären sie nicht zu viert gewesen und hätten ihre unterschiedlichen Talente komplementär einsetzen können, um die betrunkenen Bewohner zu verjagen.

Ich mag es, dass ich dort, wo ich lebe, die vier Jahreszeiten wirklich erleben kann. Dass der Frühling sich mit Blüte und ersten Sonnenstrahlen unterscheidet vom Sommer mit seiner Hitze und einer Grundfaulheit als Lebensgefühl. Dass der Herbst die Melancholie bringt, so wie er die Blätter färbt, und der Winter die Stille und den Schnee, der sich sanft auf die Welt legt.

Das vierblättrige „Kleeblatt“ bringt Glück. War es deshalb Namensgeber für die Viererkonstellation um den deutschen Bundeskanzler Helmut Schmidt (mit Klaus Bölling, Hans-Jürgen Wischnewski und Manfred Schüler)? Und ist das vielleicht eine bessere Konstellation als das Triumvirat, bei dem die ungerade Zahl immer dafür sorgt, dass zwei gegen einen sind?

Ohne Viererkette wäre manch ein Fußballspiel von vornherein aussichtslos oder gar verloren (manchmal ist das auch mit Viererkette so). Deshalb sind die wilden Variationen, die manch ein Trainer an der 4-4-2-Aufstellung vornimmt, nicht nur asymmetrisch, sondern auch erfolgsgefährdend.

Es sind vier Pferde, die das Gespann ziehen, das Johann Gottfried Schadow geschaffen hat und das einst einfach oben auf dem Brandenburger Tor hielt, um von da an nie wieder weiterzufahren. 

Die Welt ist bevölkert von Lebewesen, die auf vier Beinen herumlaufen – außer Menschen und Vögel (aber die können wenigstens fliegen). 

2 plus 2 macht vier. Auch 2 mal zwei macht vier. Beides funktioniert nur in der Mathematik und selten im Leben. 

Albert Einsteins Relativitätstheorie setzt eine vierdimensionale Raumzeit voraus. 

ADvent 21: Ein Rätsel: gut, dass die Chinesen nicht Weihnachten feiern …!

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3 Reaktionen

  1. 21. Dezember 2008, 15:43 Uhr, von Tanja Gefällt 4 Lesern
    01

    Ein schönes Posting @MM.
    Da Weihnachten ein christliches fest ist, feiern nur sehr wenige Chinesen Weihnachten. Dennoch gilt ein Chinese mit Weihnachtsbaum und Karte schreibend als weltoffen. Ich glaube die Zahl 4 bedeutet Ordnung in China.
    An Alle einen schönen 4. Advent

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  2. 21. Dezember 2008, 19:41 Uhr, von julia Gefällt 4 Lesern
    02

    Die Schlange gefressen..? was wäre dann wohl passiert? Ist ja spannend..;)

    Gestern erst habe ich einen Bericht über Weihnachten in China gesehen. Auf die Frage warum Weihnachten gefeiert wird wusste zwar keiner die richtige Antwort aber geblinkt und geleuchtet hat es ganz toll :) Die Farbe Rot gilt wohl im traditionellen chinesischen Kontext als Glücksfarbe und deshalb wurde der Weihnachtsmann auch so gut aufgenommen.

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  3. 22. Dezember 2008, 16:41 Uhr, von Ramona Gefällt 4 Lesern
    03

    @Julia, MM ist sicher Geschenke kaufen, dass kann dauern.
    Ich habe jetzt auch meinen letzten Arbeitstag hinter mir und schieße nochmal los.
    Bye!

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