MM_Lorenz
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23. Dezember 2008, 17:58 Uhr, Geschrieben von Miriam Meckel

Advent, Advent, was Zeit erkennt … (23)

Wertedeflation

Es ist knapp 15 Jahre her, dass der damalige Vorstandsvorsitzende der Deutschen Band mit nur einem Wort ganz Deutschland in Empörung versetzte: „Peanuts“. Hilmar Kopper hatte damit beschrieben, welchen Wert fünf Millionen DM für ihn haben. Auf diese Summe beliefen sich die offenen Handwerkerrechnungen nach der Pleite des Immobilienunternehmers Jürgen Schneider. Im Verhältnis zum Gesamtschaden von 50 Millionen DM empfand Kopper die fünf Millionen als „Peanuts“.

Er kreierte damit eine Masseinheit dafür, dass Werte relativ sein können. Während die fünf Millionen DM für die Handwerker Pleite und Jobverlust bedeuteten, waren sie für Kopper bedeutungslos. Ein Wert sein und einen Wert haben, sind also offenbar zwei unterschiedliche Dinge.

Im April 2007 forderte die Weltfinanzkrise ihr erstes prominentes und inzwischen längst vergessenes Opfer. Der US-Hypothekenfinanzierer „US Century Financial“ ging mit einem Verlust von 450 Millionen US-Dollar Pleite. Es war das letzte Mal, dass es um Millionensummen ging. Gemessen an dem, was folgt, „Peanuts“.

Im Oktober 2007 gibt die UBS Abschreibungen von 5,3 Milliarden CHF bekannt, im Januar 2008 haben sich die Abschreibungen für das zweite Halbjahr 2007 auf mehr als 21 Milliarden CHF summiert. Im März 2008 bricht die fünft grösste US-Investmentbank „Bear Stearns“ unter einer Rekordabschreibung von 200 Milliarden US-Dollar zusammen. Im September geht „Lehman Brothers“ Pleite und niemand hilft. Offenbar wurde diese Insolvenz von den zuständigen Politikern und Regulierungsbehörden als „Peanuts“ gewertet. Man wollte ein Exempel statuieren und zeigen, dass der Staat nicht immer als Retter zur Verfügung steht. Ein nachvollziehbarer Gedanke, um dem „moral hazard“ Einhalt zu gebieten, aber ein „financial hazard“, der durch Fehleinschätzungen die Krise erst so richtig befeuert.

Beim US-Versicherer AIG schiesst die amerikanische Regierung dann erst einmal 85 Milliarden US-Dollar zu, im Oktober werden weitere 38 Milliarden US-Dollar drauf gelegt, im November folgt ein Hilfspaket von 152 Milliarden US-Dollar.

Haben Sie aufgehört mitzurechnen? Haben Sie eine Vorstellung davon, was diese Summen bedeuten? Hilft es zu wissen, dass allein das dritte Hilfspaket für AIG in etwa dem Bruttoinlandsprodukt von Ländern wie Pakistan oder den Philippinen entspricht? All das nützt uns wenig. In dieser Finanzkrise wird mit Summen jongliert, die das menschliche Vorstellungsvermögen übersteigen und unser Wertegefühl verunsichern.

Dazu haben nicht nur die enormen Verluste und Abschreibungssummen beigetragen, die alltäglich die Debatte über Dimensionen und Folgen der Finanzkrise neu anheizen. Auch die Politik lässt sich nicht lumpen, die Vorstellungsgrenzen des finanziell Möglichen zu sprengen. Mit 66 Milliarden CHF an Zuschüssen und Übernahmen fauler Papiere hilft der Schweizer Bundesrat der UBS. 500 Milliarden Euro an Staatsbeteiligungen und -garantien riskiert die deutsche Bundesregierung. Auf die Rekordsumme von 700 Milliarden US-Dollar beläuft sich das erste Rettungspaket der US-Regierung.

Vertrauen war immer die Währung der Kapitalmärkte. Diese Krise führt zu einer Deflation der Wertvorstellungen, einem wahren „value hazard“. Denn unser Vertrauen in stabile Werte und Werterelationen hat sie längst nachhaltig erschüttert.

Der Gründer und frühere Chef der NASDAQ, Bernie Madoff, hat die Kunden seiner Vermögensverwaltung um 50 Milliarden US-Dollar geprellt. War das nicht auch die Summe, die bei der Société Générale der angebliche Einzeltäter Jérôme Kerviel Anfang des Jahres an den Kapitalmärkten als Spielgeld eingesetzt und verzockt hatte? Oder hatte Peter Fonda nicht für diese Summe gerade noch bei Sprüngli am Paradeplatz Luxemburgerli eingekauft als er als diesjähriger Jurypräsident beim Zurich Film Festival war? So genau erinnere ich mich nicht mehr. 

ADvent 23: Ist irgendwie alles relativ. Peanuts eben.

 

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47 Reaktionen

  1. 23. Dezember 2008, 14:54 Uhr, von Lizzy
    01

    Hui, was ist denn mit MM los? Ein kurzes Date mit einem Glühwein? Es ist doch noch nicht 17:12 Uhr und Hilmar Kopper spielt in einer deutschen Band?

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  2. 23. Dezember 2008, 15:03 Uhr, von Ramona
    02

    Frau Meckel, war das Gedankenübertragung?
    @Lizzy, schlicht und einfach, es menschelt!
    Ich muss trotzdem erstmal, bis später!

    Antworten
  3. 23. Dezember 2008, 15:12 Uhr, von Cate
    03

    Ach, das habe ich gerade schon woanders gelesen… ;o) War zuerst ganz verwirrt. Dejà -vu, oder was?? :o)

    Mir sagen diese Zahlen auch alle nix konkretes mehr. Ständig liest man irgendwo Milliardenbeträge und nimmt sie so als Zahl war, aber echt, da hört mein Vorstellungsvermögen wirklich auf… Man könnte die Höhe dieser Zahlen höchstens dadurch vermitteln, in dem man sie stark verkleinert und alles für uns Vorstellbare dann entsprechend ins Verhältnis setzt. So sind 50 Milliarden US Dollar (wenn man jetzt Wechselkurse mal aussen vor lässt) in etwa 50 Euro, wenn das Durchschnittseinkommen eines ganz normalen Handwerkers im Verhältnis dazu 0,0015 Cent, also 0,15% eines Cents sind.
    Ich hoffe, ich hab mich nicht verrechnet… ;o)

    Antworten
  4. 23. Dezember 2008, 15:17 Uhr, von Dowanda
    04

    Madoff hat seinen Kunden 15 % p.a. Rendite versprochen.
    Erst fehlte das Hirn (der Kunden), dann das Geld.

    Aber die Relationen verwischen wirklich. Wenn heute die Bayern LB 36 Milliarden braucht, dann zucke ich nur noch mit den Achseln. 800 Milliarden Dollar Konjunkturpaket sind gerade mal ein Wimpernschlag. Das ist alles schon ziemlich … abgespaced. Ein besserer Ausdruck fällt mir nicht ein.

    Antworten
  5. 23. Dezember 2008, 15:26 Uhr, von Petra
    05

    Nach dem Lesen des ADvent 23 wurde mir irgendwie ganz schwindelig: diese „Werte“ bewegen sich jenseits meines Vorstellungsvermögens – mein Gehirn ist hierzu zu einfach gestrickt. Und um ehrlich zu sein – auch wenn Geld die Welt regiert – ich befasse mich lieber mit anderen „Werten“, nämlich denen, die hier in diesem Forum insbesondere in den letzten 22 Tagen sehr oft diskutiert wurden. Deshalb will ich eigentlich mehr zu den vergangenen ADvents als zum heutigen schreiben:

    Kurz vor dem Heiligen Abend kommt mir die Frage in den Sinn: Habe ich die Vorweihnachtszeit zur „Besinnung“ genutzt – Besinnlichkeit im Sinne des Nachdenkens über das, was war, ist und sein wird?
    Meine Antwort für dieses Jahr ist eng mit den „ADvents“ verbunden: nachdem mich das Thema „Kommunikation“ („Das Glück der Unerreichbarkeit“) eher zufällig auf diese Internetseite lenkte, habe ich alle Türchen mit öffnen dürfen. Zunächst mal einen herzlichen Dank an die Autorin für so viele gedankenerfüllte und impulsgebende Postings.

    Was ich jedesmal höchst interessant fand, war, welche Dynamik einzelne Themen entfaltet haben: Gleichklang, Widerspruch, Ergänzungen, Poesie, Fantasie, Humor, Lebenserfahrungen und und und. Über einige Dinge habe ich nach dem Lesen des ADvents und der Kommentare neu oder anders nachgedacht, einige Anregungen bewusst mitgenommen, vieles aber auch nur aufgenommen. So ein wenig als ob man den Laderaum eines Schiffes voll lädt und – wenn man schon lange aus dem Hafen ausgelaufen ist – nachsieht, was dort alles liegt. Welche Schätze also wirklich in meinem Kopf angekommen sind, wird sich vielleicht auch erst noch zeigen.

    In jedem Fall wollte ich nicht versäumen, allen Kommentatoren für die vielen tollen Beiträge zu danken! Manchmal stimmen sie fröhlich (Happy Birthday Martina!), manchmal nachdenklich („wenn man z.B. Bus fährt, dann kann man nie sicher sein, ob er nicht bald auf der Strecke liegen bleibt“, ADvent 13), mitunter sind Vergleiche einfach verblüffend stimmig („Verbundwerkstoffe“ / ADvent 14), Manches ist sehr poetisch und melancholisch (ADvent 14 – ganz viele Kommentare), sehr durchdacht und weise („Die Rückbesinnung und das Wiederanknüpfen an die eigene Geschichte ist … auch ein Zeichen persönlicher Reife“ / ADvent 20) oder auch sehr treffend („Sie gestatten durch ihre Verschriftlichung einen Blick auf sie , und da ist neben Klugheit, Eloquenz, Tiefsinn immer auch eine ganze Menge Humor spürbar und die Mischung finde ich großartig..und das sind auch vier gute Dinge…“ / ADvent 21).

    Sorry wegen der vielen guten Kommentare, die ich hier nicht ausdrücklich erwähnte.

    Das schönste Posting ist für mich Nr. 14 Terry Eagleton / Liebe, es passt so wunderbar zu Weihnachten.

    Mein persönliches Fazit:
    Das Leben ist mitunter unglaublich kompliziert, aber auch -oder gerade deswegen – unglaublich schön. Und mit Bezug auf das heutige Posting: für kein Geld der Welt gebe ich nur eine Sekunde davon her.

    Allen ein schönes Fest mit vielen guten Gedanken!

    Antworten
  6. 23. Dezember 2008, 16:06 Uhr, von Janna
    06

    …und täglich grüßt das Murmeltier, bei Frau Professor ist laut Überschrift heute noch einmal der 22.12.
    Auch mein Gehirn weigert sich, diese ganzen oben genannten Zahlen irgendwelchen real zu erfassenden Größen zuzuordnen, von daher kann ich da auch keine Betroffenheit über soviel mangelndes Feingefühl empfinden.
    Jetzt wird es kurz OT, aber es beschäftigt mich gerade sehr. Deutlich mehr Beklemmung empfinde ich beim Lesen der weihnachtlichen Papst-Rede: Zitatauszug (aus SPON)
    „Nur allzu oft verstecke sich hinter der sogenannten Geschlechterdiskussion lediglich die Emanzipation des Menschen von Gottes Schöpfung. „Aber auf diese Weise lebt er gegen die Wahrheit und den Geist des Herrn“, so der Papst. „Nicht der Mensch entscheidet, nur Gott entscheidet, wer Mann und wer Frau ist.“
    Die Menschheit solle auf „die Stimme der Schöpfung“ hören, um die vorgegebenen Rollen von Mann und Frau zu verstehen. Alles andere käme „einer Selbstzerstörung des Menschen und der Zerstörung von Gottes Werk selbst“ gleich.
    Ein denkbar ungünstiger Artikel, um Euch allen FRÖHLICHE Weihnachten zu wünschen. Und dennoch tue ich’s hiermit.

    Antworten
  7. 23. Dezember 2008, 16:19 Uhr, von nikovu
    07

    man beachte die kleine flutwelle, die hier wunderbar passt.
    wahrscheinlich haben sich alle einzeltäter der finanzbranche zu einem riesigen happening getroffen und beschlossen die größte welle der nachkriegsgeschichte zu produzieren?

    Antworten
  8. 23. Dezember 2008, 16:20 Uhr, von Cate
    08

    Also, mir ist gerade irgendwie komisch. Ich sitze hier und werde dieses Jahr zu Weihnachten das erste Mal hach Hause FAHREN und nicht nur einmal über den Platz gehen. Die letzte meiner Mitbewohner/innen ist gleich weg und ich streiche hier dann nachher allein die Segel…
    Mein Fazit für dieses Jahr, bzw. die letzten zwei Monate: Wirklich auf eigenen Beinen zu stehen heißt nicht, um die Ecke mit der Schwester zusammenzuziehen. Auch wenn es eine schöne Zwischenlösung war. :o)

    Antworten
  9. 23. Dezember 2008, 16:47 Uhr, von St
    09

    Die Welt braucht Zustimmung ebenso wie Widerworte. Bei manchen Dingen jedoch verschlägt es einem die Sprache.

    Solange es aber noch einige Menschen gibt, die denken und vorallem mitdenken und überdenken, sich Bilder machen und zwar ihre eigenen – solang scheint mir die Welt noch nicht verloren.

    In diesem Sinne – allen ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Jahr 2009 – was auch immer es uns bringen mag.

    Antworten
  10. 23. Dezember 2008, 16:53 Uhr, von Katja
    010

    500.000.000.000,00 € als bundesdeutsche Bürgschaft für die Finanzkrise. Es ist bisher wirklich alles relativ. Fehlt eine Null in diesem Zahlengewirr, es würden wahrscheinlich nicht alle sofort merken. Müssen wir braven Bürger aber in geraumer Zeit für diese „Peanuts“ aufkommen, werden diese auf unserem monatlichen Lohnzettel leider sehr konkret.

    Antworten
  11. 23. Dezember 2008, 16:56 Uhr, von Miranda
    011

    Ich bemerke heute auch dass ich mich nicht ein Tag vor Weihnachten mehr mit diesem Wahnsinn befassen will, es stimmt mich zutiefst nachdenklich und ich denke es kann so nicht weitergehen und dafür ist diese Krise gut…
    Aber wennich länger nachdenke wird es mir bewußt wie dankbar ich sein kann niemals Hunger und Durst in den letzten 36 Jahren gehabt zu haben den ich nicht gleich hätte stillen können, wie luxuriös ich es habe sauberes Wasser zu haben und jederzeit baden zu können. Ehrlichkeit und Fröhlichkeit bei meiner Arbeit täglich zu erfahren ohne verlogene Ränkelspielchen mitmachen zu müssen…
    dass alles ist auch Besinnung für mich, mich in Zufriedenheit üben, es ist viel schwieriger darüber nachzudenken was eigentlich gut läuft als nur in das Meckern und Jammern zu verfallen..
    deshalb mag ich Weihnachten, mein kleines eigenes Fest…

    Antworten
  12. 23. Dezember 2008, 16:59 Uhr, von Steffi
    012

    Mir geht es genauso. Nach den Feiertagen werde ich mich mit diesem Beitrag genauer beschäftigen.

    Antworten
  13. 23. Dezember 2008, 17:11 Uhr, von julia
    013

    @ Janna: Der Papst macht mir auch immer mal wieder Angst aber trotz der Wertedeflation denke ich, dass die Konsumreligion beständig attraktiver ist!
    Ich bin wirklich froh in einer liberalen und toleranten Gesellschaft zu leben. Und ist das nicht auch eine Folge vom Prinzip des freien Markts? Ja, die Relationen haben sich schon drastisch verschoben aber noch ist es wirklich nicht zu spät Regeln und Verhalten einiger „Führungspersönlichkeiten“ zu korrigieren. Da sollte der Papst mal ordentlich auf den Tisch hauen!

    Antworten
  14. 23. Dezember 2008, 17:57 Uhr, von H.
    014

    Off-Topic
    „24 Türchen und was dahinter steckt
    Ganz genau hat das im Leben keiner je entdeckt“
    Das `24 Türchen´ werde ich leider erst nächste Woche öffnen können, denn es gibt sie noch, die Haushalte ohne Internetzugang…
    Ich mache mich auch gleich auf zum Flughafen und wünsche deshalb schon allen ein frohes und gesegnetes Fest!

    Antworten
  15. 23. Dezember 2008, 18:02 Uhr, von Verena
    015

    @Janna: wahnsinn, was dieser Herr mal wieder so von sich gibt! (so ne Ansage ist natürlich enorm wichtig- wir haben zum Glück ja sonst keine Probleme auf der Welt…!;)) Aber es ist ja auch nix neues, dass die katholische Kirche relativ frauenfeindlich eingestellt ist (aber was kann man von ´nem reinen Männerclub in Rom auch erwarten?) Was mich immer wieder wundert und glzt. erschreckt ist, dass trotz allem so viele junge und eigtl. ja aufgeklärte und gebildete Frauen dem Papst so anhängen?? Ich finde man muss immer zwischen dem Glauben als solchen und der Kirche als Institution unterscheiden. Und letztere braucht sich wirklich nicht als „Moralapostel“ aufspielen, wenn man sich die Geschichte der Kirche mal so angugckt! (Hexenverfolgung, Verdummung der Menschen, Deckung von Naziverbrechern etc..!) Ich würde mir wünschen, dass sich die Leute das auch mal vor Augen führen würden und mal in der Lage wären darüber zu reflektieren…..

    ..und um die Kurve zum eigtl. Posting zu kriegen…: Die Zahlen sind wirklich utopisch und nicht mehr nachvollziehbar. Vielleicht könnte ja die Kirche mal als Bürge auftreten- Geld genug dazu hat sie ja….

    Antworten
  16. 23. Dezember 2008, 18:12 Uhr, von miriam
    016

    ich bin rauf auf den berg und hab vieles verpasst: liebe frau meckel, wollen wir ein tandem machen: ich biete etwas nachträglich klavierunterricht gegen eine posauneneinführung. in berlin – aber sie brauchen sowieso mindestens zwei klaviere, denn regelmäßig (jeden tag!) üben ist das allerwichtigste, und sollten es 20 minuten sein. ein tag nicht üben=eine woche rückschritt und am ende spielt man noch schlechter, als wenn man nie ein klavier angefasst hätte! nein, aber man tritt leider auf der stelle. in jedem falle ist es aber ein sehr schöner vorsatz – bonne chance!

    Antworten
  17. 23. Dezember 2008, 18:39 Uhr, von US
    017

    Mir wird schwindelig!
    So viele Zahlen!
    Wie sieht ein 500er aus, weiß ich nicht mehr, schon lange keinen in der Hand gehabt!

    Trotz allem Glücklich.

    War heute auf dem Markt und habe vorwiegend festkochende Kartoffeln gekauft, für Kartoffelsalat. Die Kartoffeln waren relativ schnell im Kern gar gekocht, normalerweise brauchen sie ja etwas länger als normale Kartoffeln. Um so schneller war ich fertig mit allem und der Kartoffelsalat war auch relativ schnell vertilgt.

    Schöne Postings hier.

    LG

    Antworten
  18. 23. Dezember 2008, 18:46 Uhr, von Katja Owl
    018

    Also, mit den ganzen Nullen kann ich auch nichts anfangen. Weder mit Kopper noch mit denen hinter der 5!

    Peanuts hingegen sagen mir schon mehr zu…

    http://de.youtube.com/watch?v=J4Hv9YmhGpw&feature=related

    In diesem Sinne allen ein frohes und glückliches Fest!

    PS: da nun ja also seit gestern eine zweite Katja hier mitpostet, gebe ich mich geschlagen und füge meinem Namen zwecks besserer Unterscheidung noch einen kleinen Zusatz an

    PPS: den Worten von Petra kann ich mich nur anschließen!

    Antworten
  19. 23. Dezember 2008, 19:01 Uhr, von Ramona
    019

    Eigentlich muss man sich fragen, ist die Finanzwelt noch zu retten? Millionen oder Milliarden zur Stützung von Banken und ganzer Industierzweige. Ausgang offen! Die Regierungen schießen plötzlich UNSUMMEN aus ihrem Haushalt in Hilfsprogramme für Banken. Das ist wirklich keinem mehr zu vermitteln. Längst hat man als Konsument von elektronischen Medien und Printmedien, den Überblick verloren. Oder hat schon ein Gewöhnungseffekt eingesetzt.
    Wir brauchen nicht bis nach Pakistan oder die Philippinen zu schauen, um zu sehen, dass in dieser Welt etwas aus den Fugen geraten ist.
    Immer mehr Menschen in Deutschland leben am Existenzminimum, oder sind unverschuldet in die Fänge von Hartz IV geraten. Was würden wir auf die Frage, wie es mit Weihnachtgeschenken für die Kinder aussieht, für eine Antwort erhalten. Immer mehr Menschen könnten ohne die ‚Tafeln‘, wo sie zusätzliche Lebensmittel erhalten können, den Monat nicht überstehen. In den ‚Lokalen des Herzen‘ stehen die Menschen Schlange, um einmal am Tag eine warme Mahlzeit zu bekommen. Es sind vor allem viele alte Menschen, die auf Grund der gestiegenen Lebenshaltungskosten nicht mehr über die Runden kommen.
    Diesen Menschen die derzeitige Finanzpolitik der Bundesregierung zu erläutern, hat sicher wenig Erfolg.

    Und was erwartet jeden einzelnen von uns im nächsten Jahr? Die Hiobsbotschaften über den weltweiten Konjunktureinbruch überschlagen sich. Auf der nach unten offenen Negativ-Skala hat das Institut für Weltwirtschaft jetzt eine neue Duftmarke gesetzt. Die Experten erwarten eine Schrumpfung der Wirtschaft um 2,7 Prozent. Mehr Pessimismus geht eigentlich nicht mehr. Eines ist wirklich sicher: Den Patient Deutschland wird eine Konjunkturgrippe heimsuchen. Doch noch immer weiß niemand, wie gefährlich sie tatsächlich werden wird. Da wirkt es ziemlich skurril, dass sich über die Folgen schon alle einig sind – vom renommierten Wirtschaftsforscher bis zum politischen Hinterbänkler. Zumal die größten Pessimisten unter den Experten vor sechs Monaten noch die größten Optimisten waren. Sie hatten die wirtschaftliche Zukunft Deutschlands in den schillerndsten Farben ausgemalt. Den großen Wurf hat ja der hessische SPD-Spitzenkandidat Thorsten Schäfer-Gümbel „TSG“ (was für ein Name) gelandet. Er fordert die Zwangsanleihe für Reiche. Ganz großartig und so durchdacht:-)

    Ach Ihr Lieben*seufz*, schöne Weihnachten!
    @US, bei mir köchelt das Blaukraut.

    Antworten
  20. 23. Dezember 2008, 19:32 Uhr, von Mesm
    020

    Christmas tune – day 23 – a nice contemporary version of a traditional song.
    Fantastic posting – but right now I have no time for “playing? not even if its only for peanuts ;-)

    Antworten
  21. 23. Dezember 2008, 19:39 Uhr, von isa
    021

    Erich Kästner war es um 1930 zu Recht auch nicht so gemütlich-weihnachtlich zumute:

    Briefe an den Weihnachtsmann

    Lieber guter Weihnachtsmann,
    weißt du nicht, wies um uns steht?
    schau dir mal den Globus an.
    Da hat einer dran gedreht.

    Alle stehn herum und klagen.
    Alle blicken traurig drein.
    Wer es war, ist schwer zu sagen.
    Keiner wills gewesen sein.

    In den Straßen knallen Schüsse.
    Irgendwer hat uns verhext.
    Lass den Christbaum und die Nüsse
    diesmal, wo der Pfeffer wächst.

    Auch um Lichter wär es schade.
    Hat man es dir nicht erzählt?
    Und bring keine Schokolade,
    weil uns ganz was Andres fehlt.

    Uns ist gar nicht wohl zumute
    Kommen sollst du, aber bloß
    mit dem Stock und mit der Rute
    (Und nimm beide ziemlich groß)

    Breite deine goldnen Flügel
    aus und komm zu uns herab.
    Dann verteile deine Prügel.
    Aber, bitte, nicht zu knapp.

    Lege die Industriellen
    kurz entschlossen übers Knie.
    Und wenn sie sich harmlos stellen,
    glaube mir, so lügen sie.

    Ziehe denen, die regieren,
    bitteschön, die Hosen stramm.
    Wenn sie heulen und sich zieren,
    zeige ihnen ihr Programm.

    Und nach München lenk die Schritte,
    wo der Hitler wohnen soll.
    Hau dem Guten bitte, bitte,
    den Germanenhintern voll.

    Komm und zeige dich erbötig,
    und verhau sie, dass es raucht!
    Denn sie habens bitter nötig.
    Und sie hättens längst gebraucht.

    Komm, erlös uns von der Plage,
    weil ein Mensch das gar nicht kann.
    Ach, das wären Feiertage!
    Lieber guter Weihnachtsmann …

    Antworten
  22. 23. Dezember 2008, 20:23 Uhr, von Anja
    022

    Ja, das sind unendlich wirkende Zahlen, die niemand mehr wirklich begreifen kann. (…und hinter denen man sich so herrlich verstecken kann…)

    In der für mich greifbaren Realität geht es um kleinere, aber dafür existenzbedrohliche Zahlen und um reale Personen mit ganz realen Namen, die diese Auswirkungen in ihrem persönlichen Leben mit voller Wucht zu spüren bekommen. Im volkswirtschaftlichen Sinne „Peanuts“, für jeden Einzelnen eine Katastrophe. Gerade vor Weihnachten wirkt das alles noch schwerer.
    Und trotzdem muss man sich klar sein, dass man zwar verantwortungsvoll handeln kann und muss, aber deshalb noch lange nicht die Welt rettet…

    Kleine melancholische Worte von mir, aber ich kann diese „Milliardenzahlen“ nicht mehr hören und auch nicht mehr ertragen.
    In meinem Herzen hat die Wertedeflation leider auch ein wenig begonnen, da möchte ich gar nicht meckern, dass ich am Heiligabend arbeiten muss.

    Ich wünsche allen besinnliche und vorallem wertvolle Weihnachten!

    Antworten
  23. 23. Dezember 2008, 21:34 Uhr, von Dowanda
    023

    @julia
    Der Papst bringt mich mit seinen Wahrheiten zur Homosexualität unter Zugzwang. Eigentlich wollte ich morgen zum Friseur, aber stattdessen muss ich nun die Welt zerstören … Und den Tannenbaum sollte ich auch noch holen. Verdammt!

    Antworten
  24. 23. Dezember 2008, 21:38 Uhr, von Volker
    024

    Es wird uns nur einer helfen, und das ist Graf Zahl aus der Sesamstraße, als Kind war das der beste Mateunterricht.
    Doch heute ist alles aus den Fugen geraten auch er müsste heute nicht mehr Regetropfen Zählen sondern die Pleiten der Welt, obwohl er den Kindern der Welt das Zählen beigebracht hat.
    Manche von den Top Manager müssten ihn eigentlich noch kennen, doch vielleicht waren Sie von seinem Erscheinungsbild so überrascht.
    Ja ein bisschen Kindheit ist nicht schlecht, wenn man sich an ihr erinnert.
    Von Finanzkrise hat man in den letzten Tagen nichts gemerkt, vom hören und sagen waren so viele unterwegs, als wenn es Morgen nichts mehr geben würde.
    Da ich eine starke Erkältung habe, war ich froh nicht live dabei zu sein.
    Ach ja Frau Meckel ein Mensch verdient es nicht halb angehört zu werden, so überlegen Sie es sich noch mal mit dem Klavierspielen, denn wenn der Klavierstimmer öfter kommen muss hatten Sie eindeutig zu wenig Zeit zum Spielen.
    Aber vielleicht haben Sie Dank der Wirtschaftskrise, wie viele im nächsten Jahr mehr Zeit.
    Und den Papst last reden was er will, jedem kann man nun mal die Augen nicht öffnen.
    Ich würde einfach nur „Ruhe“ ans 24 Türchen schreiben, denn auch Frau Meckel braucht Sie.
    Nun Allen eine besinnliche Weihnachtszeit, sofern man davon reden kann, in der so lauten Zeit.

    Antworten
  25. 23. Dezember 2008, 22:19 Uhr, von Lizzy
    025

    So, die Wohnung ist geputzt und die Geschenke sind verpackt. Nun kann der Weihnachtmann kommen.

    @Ramona, wenn Du wüßtest, wie recht Du hast. Upps, das weißt Du ja. Egal, wohin man guckt oder hört: Ein paar Euro für Hartz IV-Empfänger, damit diese ihren Kindern ein Weihnachtsgeschenk kaufen können. Aber da stößt man bei dieser Regierung auf ganz taube Ohren. Statt dessen werden Milliarden von Steuergeldern zum Fenster rausgeworfen. Ein paar Arbeitsplätze kann man sicherlich retten. Aber rechtfertigt das diese hohe Summe? Wenn unsereiner ein paar hundert Euro Schulden hat, bekommt er sofort Ärger mit der Bank. Die will das Geld sofort zurück haben. Egal, woher man dieses nimmt. Und was macht die Bank? Verzockt die ganzen Gelder und bekommt es vom Staat wieder.

    OT: Hat denn schon jemand daran gedacht, daß heute ein ganz großer Politiker seinen 90. Geburtstag feiert? Wie hätte er reagiert, wenn er heute Bundeskanzler wäre?

    @Janna, @Verena, ich habe vorhin den Bericht über den Papst gelesen. Da kommt mir die Galle hoch. In welchem Jahrhundert lebt der denn? Am Alter kann es doch auch nicht liegen. Wenn man sieht, was er für Anhänger, jungendliche, aufgeklärte und gebildete Anhänger, hat. Denken die alle nicht mit? Ich habe auch eine Idee für den Papst, die er mal umsetzen kann. Wie wäre es, wenn die katholischen Priester auch heiraten, eine Familie gründen dürfen? Und schon wäre der Fortbestand der Menschheit gesichert.

    Und nun muß ich meine Wohnung verbarrikadieren, denn die Homosexuellen könnten schließlich morgen den Planeten bedrohen ;-)

    Antworten
  26. 23. Dezember 2008, 22:24 Uhr, von Dowanda
    026

    @Lizzy
    Ich schleiche schon um Dein Haus … Und ich komme nicht um Zeitungsabos zu verkaufen. Viel schlimmer: Ich verkaufe Hedgefonds! *har har har*

    Antworten
  27. 23. Dezember 2008, 23:08 Uhr, von Lizzy
    027

    @Dowanda,
    wenn Du lieb bist und Dich zu erkennen gibst, laß ich Dich vielleicht auch rein ;-)

    Antworten
  28. 23. Dezember 2008, 23:19 Uhr, von Isabelle
    028

    OT: Maischbeger heute mit Frau von Thurn und Taxis…die hab ich ja gefressen.

    Antworten
  29. 23. Dezember 2008, 23:20 Uhr, von Katja
    029

    Ach, der Papst…die größten Kritiker der Elche sind meistens selber welche…

    Ich kann die katholische Kirche in dem Punkt (wie auch noch in einigen anderen) nicht ernst nehmen. Sie gibt Autofahrern gemeinsam mit ihren Autos den Segen, wenn es aber ein Priester wagt, ein homosexuelles Paar zu segnen, wird dieser – wie kürzlich in Wetzlar geschehen -suspendiert. Da fehlen mir die Worte…Es lebe die Scheinheiligkeit, da müssen Nächstenliebe und Intelligenz offenbar zurückstecken…

    Frohes Fest wünscht

    Katja (,die wegen der neuen Katja schon unter erweitertem Namen gepostet hat, aber damit noch nicht freigeschaltet wurde, und deswegen hier nochmal ohne Namenszusatz postet)

    Antworten
  30. 23. Dezember 2008, 23:23 Uhr, von Walter
    030

    Eine alternative Theorie- nur zum kleineren Teil als Provokation gemeint:

    Banker können zwar rechnen, aber ihr Verhältnis zum Geld ist anscheinend eher abstrakt, sonst würden sie anders damit umgehen und anders darüber reden.
    Vielleicht ahnen sie auch, oder wissen sogar, dass das ganze Geld, auch das virtuelle, gar nicht weg ist, sondern irgendwo geparkt, gebunkert, oder sich auf seiner rasenden Umlaufbahn um den Globus irgendwo verlaufen hat. Schließlich sind die Billionen (europäisch, nicht amerikanisch) ja nicht verbrannt oder sonst irgendwie vernichtet worden, sondern der Kreislauf des Geldes wurde unterbrochen und jetzt sind die Unsummen dort gebucht, wo sie nicht hingehören.
    Warren Buffet, der sich seit einiger Zeit mit den Wegen des Geldes und seinem Tauschwert gegen Vertrauen beschäftigt vergleicht die globale Finanzkrise mit einem Kreislaufstillstand nach einem Herzinfarkt- dabei geht ja das Blut (= Geld) nicht verloren, es steht nur still und fließt nicht mehr. Folglich nützt es jetzt wenig, Blut aufzufüllen, also Geld in das Finanzsystem hineinzuwerfen- dadurch wird das Blut immer dicker- sondern der Kreislauf muss wieder in Gang kommen. Da kommt dann das viel beschworene Vertrauen ins Spiel, als glatte Verbindung zwischen den Blutgefässen, die Verstopfungen und Engpässe verhindert.
    Wer jetzt meint, dann wäre ja alles nicht so schlimm, da gar kein Geld fehlt, sondern nur Vertrauen, der irrt sich. Geld kann man drucken oder sich zusammenborgen, Vertrauen nicht. Denn um den ganzen Kreislauf mit seinen vielen Verästelungen wieder in Gang zu bringen müssen all die vielen Verstopfungen beseitigt werden, in den Bilanzen und vor allem in den Köpfen- das ist das größte Problem: Die Krise ist zu einem großen Teil so virtuell wie das Spielgeld, dass sie ausgelöst hat, doch sie ist gleichzeitig sehr real, weil wir alle daran glauben und dabei sind, sie als Schicksal oder Notwendigkeit in unser Weltbild einzubauen. Und wenn sie da mal drin ist, bekommt sie niemand wieder heraus. Was wir Menschen zur Wahrheit erklärt haben ist damit in der Welt und im nächsten Moment schon Teil der Geschichte. Und wie es dann weiter geht wissen wir ja.

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  31. 23. Dezember 2008, 23:31 Uhr, von Lizzy
    031

    So ein Mist. Sandra Maischberger habe ich verpasst. Und diese Sendung wird nicht wiederholt. Henryk M. Broder hätte ich gern gesehen und was Ellen Ueberschär zum besten gab würde mich auch interessieren. Ich bin nämlich, zumindest was die Kirche angeht, ungläubig.

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  32. 23. Dezember 2008, 23:32 Uhr, von Lizzy
    032

    … und somit gefährlich.

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  33. 23. Dezember 2008, 23:38 Uhr, von Yolande Langendijk
    033

    Das mit dem Papst hab ich glücklicherweise nicht mitbekommen aber muss was mit dem recente geschalteten Abstimmung in der U.N. zu tun haben Homosexualität als verbrechen an zu merken oder so was zu streichen. ( Der U.S.A. war u.A. auch dagegen) Der Mann muss ein Herzverknätterung gehabt haben; Da war doch fast die Welt untergegangen muss er gedacht haben; wieder höchste Zeit für was Römisches Geschwätz nach altes Recept auf Wiederholung: Alle ab in’s Hundehok und an die Kette! Peanuts für n Papst.
    Tsja, das mit den Zahlen: 500.000.000.000 : so ungefähr 82.3696.000 Personen = 609.756.000 per Person. Nicht das ich es jetzt besser verstehe. Na ja, eben; Alle ein fröhliches Weinachten, Schlaf wohl,
    Freunliche grüssen,

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  34. 23. Dezember 2008, 23:39 Uhr, von Gesine
    034

    MAISCHBERGER läuft doch noch! Kerner battelt gerade mit Gloria, ein Traum… wie sie gegen die Pille wettert!
    Fröhliche Weihnachten!

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  35. 23. Dezember 2008, 23:47 Uhr, von Gesine
    035

    Live-Twitter: Henryk M. Broder sprach das Wort zum Mittwoch: Gloria zwängt allen ihre Meinung auf. Und diese grinst dazu – how lovely :)

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  36. 23. Dezember 2008, 23:47 Uhr, von ally
    036

    Frohe weihnacht allerseits. ich erinnere mich, schon mal „meinen“ beitrag zur Finanzkrise abgelassen zu haben.
    Es ist die Gier, die uns Menschen dumm werden lässt. Sonst nix!
    Peanuts, ja der kommt auch zur UBS. Aber für den Notfallplan hat die UBS ja jetzt bereits zwei Frauen aufgestellt, im Falle, dass Kurer aufgrund der Steuergeschichte in den USA auch „gehen“ muss.
    Na ich wäre auch noch da. Und in Hedgefonds hätte ich nicht investiert. Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht, oder wie ist es?Und bekanntlich haben die Bauern die grössten Kartoffeln. Q.E.D.

    Liebste Weihnachtsgrüsse an alle und ich hoffe für MM, dass Sie nicht in Hedgefonds der Marke Madoff investiert haben.

    Nächster Artikel sollte doch bitte sein über die Dummheit des Papstes im Umgang mit Homosexuellen!

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  37. 23. Dezember 2008, 23:54 Uhr, von Lizzy
    037

    Upps, Danke Gesine.

    Antworten
  38. 24. Dezember 2008, 0:05 Uhr, von Lizzy
    038

    Bildung ist nicht alles, man muß sie auch anwenden. Zumindest sollte man das Gloria von Thurn und Taxis mal nahe bringen.

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  39. 24. Dezember 2008, 0:12 Uhr, von Gesine
    039

    Live-Twitter2: Ich bin immer wieder überrascht, wie verbohrt vornehmlich aufgeklärte Menschen der Gegenwartsgeschichte sind. Die Sendung ist wirklich spannend, wenn man sich für klassische Rollenverteilung und Intoleranz interessiert.

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  40. 24. Dezember 2008, 0:20 Uhr, von Gesine
    040

    gloria: ‚wir müssen tolerant sein und darauf rücksicht nehmen, wenn etwas die gefühle von anderen menschen verletzt.‘
    das finde ich schon schizophren.

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  41. 24. Dezember 2008, 0:25 Uhr, von Gesine
    041

    was für ein finale: der prälat zitiert die abschaffung des karneval in gegenden, in denen die reformation stattgefunden hat. er sähe darin tatsächlich einen zusammenhang, denn die katholische kirche und humor hingen untrennbar zusammen.
    … für mich reicht das jetzt.
    ich wünsche allen ein friedliches und geruhsames weihnachtsfest, und dem jahr 2009 vor allem eins: mehr toleranz!

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  42. 24. Dezember 2008, 0:27 Uhr, von Walter
    042

    Zynismus trifft Fanatismus? – bei Maischberger.
    Was Bernard L. Madoffs Investment Securities angeht, so war bei ihm kein investiertes Geld sicher. Andersherum lässt sich auch sagen, es hat keine Armen getroffen und seine Investoren waren ähnlich gierig wie er oder dumm genug, auf sein Schneeball- System hereinzufallen. (tinyurl.com/9ug9wx)
    Ich bin nicht schadenfroh, aber Gier und Gier gesellt sich gern.

    Antworten
  43. 24. Dezember 2008, 0:33 Uhr, von Walter
    043

    Die obige Link- Verbindung funktioniert nicht: http://www.nytimes.com/2008/12/12/business/12scheme.html

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  44. 24. Dezember 2008, 0:54 Uhr, von Tanja
    044

    @ MM und @ Alle:
    Ich wünsche Allen ein schönes und friedliches Weihnachtsfest! Natürlich auch den Familien. Feiert schön und laßt es Euch richtig gut gehen ;-D

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  45. 24. Dezember 2008, 1:01 Uhr, von julia
    045

    Schöne Weihnachten war auch mein Gedanke;) ! Bin gerade durch die nächtliche Stadt gelaufen und in diesem Jahr gibt es weniger blinkenden Quatsch an den Fenstern aber die Stimmung war tatsächlich eigenartig ruhig und eben vorweihnachtlich.

    Ich wünsche Euch glänzende Augen wo auch immer Ihr seid! (*-*)

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  46. 24. Dezember 2008, 1:21 Uhr, von Lizzy
    046
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  47. 24. Dezember 2008, 10:37 Uhr, von Walter
    047

    Wertedeflation:
    Auch Vertrauen ist nicht mehr, was es war.
    Die Vertrauenskrise der Finanzmärkte ist eher eine Erwartungskrise und die Wahrnehmung der Fehlfunktion des Systems, das auf einmal nicht mehr tut, was es soll.
    Es geht also weniger um das Vertrauen von Mensch zu Mensch, sondern um die existenzielle Erkenntnis, dass nichts, was von Menschen gemacht ist, sich auch fahrplanmäßig deren Regeln unterwirft.
    Das ist einerseits schlimm und schädlich für den Größenwahn und die Allmachtsphantasien der Banker und Manager, andererseits aber- und auf einer anderen Ebene auch wesentlicher- sehr beruhigend und bestätigt die menschlichen Werte auf besondere Weise.
    So gesehen hat die Ambivalenz des Vertrauens einen hohen Erkenntniswert- heute auch für unseren Bundespräsidenten. Auch er ‚hat Zuversicht‘, sozusagen Vertrauen als Programm:
    Fürchtet Euch nicht!

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© Miriam Meckel 2002 bis 2017