MM_Duerrenmatt
Zu den Kommentaren
9. Januar 2009, 9:36 Uhr, Geschrieben von Miriam Meckel

Krieg um die Köpfe

Zwei Emails haben mir dieser Tage deutlich gemacht, worum es im Gazakrieg derzeit vor allem geht: um die Interpretationshoheit Diese beiden Emails stammten von zwei Fellows des Eisenhower Fellowships, mit dem ich im Frühsommer 2008 in den USA unterwegs war. Wir waren 24 Menschen aus 24 Ländern, darunter ein orthodoxer Jude, ein Palästinenser und eine Jordanierin, die gebürtige Palästinenserin ist. Während des Reisens vollzog sich der Nahostkonflikt zuweilen in heftigen Debatten am Mittagstisch oder abends beim gemeinsamen Sitin auf einem Hotelzimmer. Die drei diskutierten, stritten, schrien sich an und versöhnten sich wieder.

Wir alle sind auf Facebook, um miteinander in Kontakt zu bleiben, und immer wieder flirren Nachrichten, Emails und Fotos in Erinnerung an die gute gemeinsame Zeit durchs Netz. Aber es ist in der Regel diese Form des Kontakts, die man als “Vergewisserungsrauschen” bezeichnen könnte. Diese Woche erreichte uns alle eine Email der Jordanierin. Sie schrieb: “What about this cruelty?? Civilians, families and children of Gaza are in their homes with no electricity, food or water and receiving bombs over their heads every minute of the day and night for the past 10 days and dying in hundreds in a much worse way than any animal could be killed.” An die Email waren viele Bilder von toten oder verletzten Gazabewohnern angehängt: “I guess you’ll have to watch the media in our part of the world to see what’s happening there live, cause you won’t see it in the States nor in Europe!”

Es dauerte keinen halben Tag, da antwortete der Israeli in einer Email, ebenfalls mit zahleichen Opferbildern im Anhang: “Unfortunately, all sides can share horrible pictures of innocent victims who pay with their life for the stupidity and cruelty of the leadership in our region. (…) I expect my dear friends in the Arab world to condemn firing at civilians who live in towns in the southern parts of Israel too.”

Politische Brüche lassen auch in Freundschaften tiefe Risse entstehen.

Israel kämpft in Gaza mit den Waffen der Massenbelichtung: Fotos, eigenproduzierte Youtubevideos sind die Medien der Konfliktinterpretation, nicht -beschreibung. Dafür sind Journalisten und internationale Hilfsorganisationen zuständig. Aber sie dürfen nicht nach Gaza, weil das israelische Militär dann keine Chance mehr hat, die Bilder zu kontrollieren. Oder sie ziehen sich aus Protest zurück, wie die UNO es gestern getan hat, indem sie ihre Hilfslieferungen für Gaza ausgesetzt hat, um ihre Mitarbeiter vor immer heftigeren Angriffen zu schützen.

In jedem Krieg gibt es schlimme Nöte auf allen Seiten. Und in vielen Kriegen haben beide Seiten “gute” Argumente, sich selbst zu schützen und den Gegner zu bekämpfen. Ein gutes Argument für Verstöße gegen die internationale Pressefreiheit und die Menschenrechte gibt es nie.

Kann Israel diesen Krieg gewinnen? Fraglich.

Hat Israel diesen Krieg auf kommunikativer Ebene schon verloren? Fraglos.

132 Reaktionen

  1. 10. Januar 2009, 16:54 Uhr, von Walter
    051

    Nicht alle, Ramona und auch die nicht immer. Sensations- und Kriegsjournalismus sind sich in ihrem Ausnahmecharakter, ihrem Abenteurertum- mit und ohne persönliches Risiko- und ihrer starken Emotionalität ähnlich.
    Kriegsberichte leben auch von Übertreibungen, sind oft manipuliert: ‘Ab 3:30 Uhr wird zurückgelogen!’

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  2. 10. Januar 2009, 17:02 Uhr, von na ich
    052

    Es hagelt gleich ein paar Links, für diejenigen, die das Thema PR und Journalismus um Krieg interessiert:

    “Krieg im Gaza-Streifen

    Aller Krieg ist Täuschung

    «Wer im Krieg die Information kontrolliert, bestimmt auch dessen Wahrnehmung. Die Aussperrung der Medien vom Kriegsgebiet nährt den Verdacht, die Israeli hätten etwas zu verbergen.»

    http://www.tagesanzeiger.ch/meinungen/dossier/kolumnen–kommentare/Aller-Krieg-ist-Taeuschung/story/19024720

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  3. 10. Januar 2009, 17:03 Uhr, von na ich
    053

    “Israel hat den Propaganda-Krieg schon verloren

    Der Ausgang des blutigen Konflikts im Gazastreifen ist noch offen, den Kampf um die öffentliche Meinung hat Israel indes bereits verloren.”

    http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/naher-osten-und-afrika/Israel-hat-den-PropagandaKrieg-schon-verloren/story/17897100

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  4. 10. Januar 2009, 17:03 Uhr, von na ich
    054

    «Ich bin einem israelischen PR-Konzert ausgesetzt»

    Was Propaganda angeht, hat der Krieg im Gazastreifen neue Dimensionen erreicht, sagt André Marty, Fernseh-Korrespondent im Nahen Osten. Derartige Beeinflussungsversuche habe er noch nie erlebt.

    http://bazonline.ch/ausland/naher-osten-und-afrika/Ich-bin-einem-israelischen-PRKonzert-ausgesetzt/story/17261231

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  5. 10. Januar 2009, 17:04 Uhr, von na ich
    055

    “Wer gewinnt den Krieg der Bilder?”
    (von Pierre Heumann)

    “Im Krieg gegen den Terrorismus setzt Israel auf eine PR-Offensive. Wo immer es geht, zeigt sich die Armee von ihrer guten Seite, getötete Zivislisten tauchen in der Berichterstattung nicht auf. Doch mit dem arabischen Sender Al Jazeera gibt es auch eine israelkritische Gegenposition – der Wahrheitsfindung dient auch das nicht.”

    http://www.handelsblatt.com/politik/international/wer-gewinnt-den-krieg-der-bilder;2120966 und (Seite 2 auf) http://www.handelsblatt.com/politik/international/wer-gewinnt-den-krieg-der-bilder;2120967

    Antworten
  6. 10. Januar 2009, 17:05 Uhr, von na ich
    056

    Wer gewinnt den Krieg der Bilder?
    von Pierre Heumann
    “Im Krieg gegen den Terrorismus setzt Israel auf eine PR-Offensive. Wo immer es geht, zeigt sich die Armee von ihrer guten Seite, getötete Zivislisten tauchen in der Berichterstattung nicht auf. Doch mit dem arabischen Sender Al Jazeera gibt es auch eine israelkritische Gegenposition – der Wahrheitsfindung dient auch das nicht.”

    http://www.handelsblatt.com/politik/international/wer-gewinnt-den-krieg-der-bilder;2120966

    Antworten
  7. 10. Januar 2009, 17:13 Uhr, von Walter
    057

    Der Krieg der Bilder.
    Bilder wecken und verstärken Emotionen. Die Ausrichtung der Emotionen und ihre Umsetzung in die Tat bestimmt die Propaganda.
    Seit Goebbels ist die Notwendigkeit der Propaganda allen Kriegsführenden bekannt. (tinyurl.com/7dhlou)

    Antworten
  8. 10. Januar 2009, 17:41 Uhr, von Ramona
    058

    @na ich, viele Dank für die informativen Links.
    Die dritte Kriegspartei in solch einer kriegerischen Auseinandersetzung, sind die Medien. Es ist der Krieg um das Bild sowie das gesendete und geschriebene Wort.
    Wo bleibt dabei die Wahrheit?

    Antworten
  9. 10. Januar 2009, 17:46 Uhr, von Noisa
    059

    Weiterhin gelingt es mir nicht, den `Krieg Hamas ./. Israel´ einzuordnen. Sorry, ich nerve jetzt zunächst mit Begrifflichkeiten, wobei ich nicht sicher bin, ob die Definitionen zutreffend sind:

    Die „Hamas“ ist eine Terrorbewegung und gewählte Partei im Gazastreifen. Im Spiegel-Artikel vom 26.01.2006 (spiegel.de/politik/ausland/0,1518,397502,00.html) heißt es: „Bei den Wahlen in den Palästinensergebieten hat die radikale Hamas mit 76 Sitzen deutlich die absolute Mehrheit gewonnen. Die Fatah-Bewegung erhielt nur 43 Sitze, …“

    Der „Gazastreifen“ gehört zu den „Palästiensischen Autonomiegebieten“, welche von der „Palästinensische Autonomiebehörde“ regiert werden. Unter Wikipedia steht: „Die Palästinensische Autonomiebehörde genießt internationale Anerkennung als Vertretung des palästinensischen Volkes, jedoch in einem eingeschränkten Sinne. Sie ist kein Völkerrechtssubjekt und hat bei den Vereinten Nationen anders als die PLO keinen Beobachterstatus. Die Palästinensische Autonomiebehörde erhält umfangreiche Subventionen von der Europäischen Union, den USA und Israel.“

    Die Hamas beansprucht einen Staat nach dem „Völkerbundsmandat für Palästina“ als „islamisches Heimatland“: http://tinyurl.com/8t4g5z (de.wikipedia.org/wiki/V%C3%B6lkerbundsmandat_f%C3%BCr_Pal%C3%A4stina)

    Folgende Überlegungen schließen sich an:

    Eine radikale, islamistische Gruppierung wird Partei, erlangt die absolute Mehrheit und greift Israel an. Wenn die Hamas weiterhin als Staat das sog. Völkerbundsmandat für Palästina beansprucht, wäre mittelfristig die gesamte Region betroffen, die auch andere Staaten tangiert. Da würden sich noch ganz andere Probleme auftun.

    Die Köpfe der Hamas entscheiden sich für eine kriegerische Konfliktlösung, um Gebietsansprüche durchzusetzen und ziehen damit sämtliche Menschen, die im Gazastreifen leben, in einen Krieg mit ein. Die Entscheidung weniger Politiker politische oder gar eigene Interessen einer radikalen Organisation mit Gewalt durchzusetzen ist (1) völkerrechtswidrig und (2) nicht durch die damalige Wahl legitimiert. Seine Stimme wird nicht jeder in den Autonomiegebieten Wahlberechtigte abgegeben haben. Dann mag die Fatah-Bewegung bezogen auf die kriegerischen Auseinandersetzungen eine andere Auffassung vertreten. Dazu habe ich in Printmedien nichts gefunden. Ich finde es wichtig, festzustellen, welche Meinungen von anderen Parteien vertreten werden. Vielleicht kann hier angesetzt werden, um einen Friedensprozess in Gang zu setzen.

    Was wollen die Palästinenser in den Palästinensischen Autonomiegebiete und in Israel, ggf. in anderen Regionen? Es kann nicht darauf ankommen, was eine teilweise über karitative Maßnahmen stark gewordene Hamas will, die einen islamischen Staat durchsetzen möchte, der „niemals Nicht-Muslimen“ überlassen werden darf. Es muss festgestellt werden, was die Palästinenser wollen. Wer klärt das? Welche Bemühungen werden ausgebracht?

    Mit dem völkerrechtswidrigen Angriff gegen Israel wird die gesamte Bevölkerung im Gazastreifen in einen grauenvollen Krieg miteinbezogen.

    Damit werden sich Palästinenser, die zu der Hamas vorher ein politisch und ideologisch distanziertes Verhältnis hatten, voraussichtlich stärker radikalisieren, woran wiederum der Hamas gelegen ist.

    Die Konflikte, die in einem furchtbaren Krieg derzeit ausgetragen werden, wurzeln in der Gründung des Staates Israel, dem Schicksal der Juden und Palästinenser im arabischen Raum und in Europa.

    Nach unserem Verständnis ist „Staat“ jede politische Ordnung, die ein gemeinsames als Staatsgebiet abgegrenztes Territorium, ein dazugehöriges Staatsvolk und eine Machtausübung über dieses umfasst.

    Die Gründung des Staates Israels beruhte auf der Wahrnehmung von Gruppeninteressen, unterstützt von internationalen, politischen Partnern. Die Konflikte in der Region zwischen der – vereinfacht dargestellt – Gruppe der Juden und der Araber ließen sich nicht lösen. Die Araber, die Palästinenser fühlten sich bei der Bildung des Staates Israel benachteiligt, haben diesen Staat teilweise nicht akzeptiert und sich teilweise radikalisiert.

    Wie bereits in Kommentaren treffend dargestellt wurde, muss nach Gemeinsamkeiten bei den Gruppen gesucht werden, um hieran im Rahmen friedlicher Lösungsstrategien anknüpfen zu können.

    Dann könnte die politische Struktur überdacht werden. Politik sollte sich nicht nach der Ausrichtung von ideologischen Gruppen orientieren.

    (Eine verstärkte „Gruppenbildung“ lässt sich auch in Deutschland beobachten, wenn auch einzelne Gruppen nicht die Stärke erreicht haben, die möglicherweise – ich kann das nur vermuten – angestrebt wird. Staat(enbildung), Politik von Parteien, die aus ideologischen Gruppen entstanden sind, birgt Konfliktpotenzial.)

    Zu den Themen Kriegsberichterstattung und Pressefreiheit vs. Kriegsführungsstrategien lese ich gerne mit. Die Pressefreiheit darf m.E. auch nicht bei der Kriegsberichterstattung eingeschränkt werden, wird dies aber teilweise… Aber ich will das Auge des Lesers, welcher zufällig bis hierher gelesen hat, nicht überstrapazieren… ;)

    Danke auch für die kritischen Kommentare und Links hier.

    Antworten
  10. 10. Januar 2009, 18:27 Uhr, von Noisa
    060

    Nachtrag:
    Wenn jetzt laufend über die Berichterstattung selbst (!) in allen Medien berichtet wird, dann hat zwar jeder was zu schreiben und zu senden. Die Öffentlichkeit wird hierbei über Hintergründe nicht informiert, schon gar nicht über Lösungsmöglichkeiten.

    Antworten
  11. 10. Januar 2009, 19:42 Uhr, von na ich
    061

    und weils so interessant ist noch mehr davon:

    http://zmag.de/artikel/Krieg-braucht-gute-Public-Relations

    Antworten
  12. 10. Januar 2009, 19:43 Uhr, von na ich
    062

    Der Krieg und die Medien (1)
    Wie die Menschen auf den Krieg eingestimmt werden

    http://www.arbeiterfotografie.de/galerie/kein-krieg/hintergrund/index-medien-und-krieg-1.html

    Antworten
  13. 10. Januar 2009, 19:44 Uhr, von na ich
    063

    Sorry, keine Kommentierungen. Soll / kann jeder selber nachdenken …

    “US-Kriegspropaganda für Europäer”
    Warnung vor PR-Strategie zur Legitimierung eines Krieges gegen den Iran

    14. März 2006

    http://www.ngo-online.de/ganze_nachricht.php?Nr=13156

    Antworten
  14. 10. Januar 2009, 20:06 Uhr, von Walter
    064

    Krieg im Internet.
    Wie die Zeit (tinyurl.com/7x786k) letzte Woche berichten jetzt auch Die Wiener Zeitung (tinyurl.com/7ou2c5) und die Welt (tinyurl.com/6t8c9g).
    Ist es wirklich ein Krieg, der im Internet stattfindet oder nicht eher die Summe der Versuche auf dieser Plattform persönliche Betroffenheit, Wut und Verzweiflung zu äußern? Natürlich lassen sich die Beiträge auch als Propaganda oder Kriegstreiberei interpretieren. Es ist ein Unterschied, ob jemand seine persönliche Betroffenheit als Anklage gegen einen gewalttätigen Aggressor beschreibt oder zum Krieg oder Terror aufruft.
    Neben der Unterscheidung in Opfer und Täter gibt es auch eine in Dialogbereite und Unversöhnliche.
    Das Beispiel der Eisenhower Fellows in facebook zeigt, dass ein Austausch von Argumenten möglich ist, auch wenn sich daraus – zunächst- noch kein Dialog entwickelt.
    Es werden die Vernünftigen und Gesprächsbereiten sein, die den Frieden erreichen, wenn es überhaupt einen geben wird(?)

    Antworten
  15. 10. Januar 2009, 22:19 Uhr, von Demo gegen Krieg im Gazastreifen :: sludern.de - Bremen lebt!
    065

    [...] Krieg, der mit den Waffen der Massenbelichtung ausgetragen werde, sei dieser Konflikt, meint die Kommunikationswissenschaftlerin Miriam Meckel.  [...]

    Antworten
  16. 10. Januar 2009, 23:35 Uhr, von Noisa
    066

    (“Syrien und die Fatah müssen sich einmischen”, tagesspiegel.de vom 07.01.2009: http://tinyurl.com/84c5ns
    und „Wer sind die Palästinenser?“, tagesspiegel.de von heute: tinyurl.com/a49pez )

    Antworten
  17. 10. Januar 2009, 23:38 Uhr, von Mesm
    067

    O.t.or not: When the world seems really cruel I tend to escape into fantasy – enjoy this moment, and then move on..…the sound is not totally syndrome with the picture, but what in life is? It´s still beautiful!

    Antworten
  18. 10. Januar 2009, 23:48 Uhr, von Noisa
    068

    Very nice and funny video, @Mesm. :)) I must also think of the sheep from which you have spoken. I can not do this: http://tinyurl.com/5a4cre ;))

    Antworten
  19. 10. Januar 2009, 23:56 Uhr, von Mesm
    069

    …ohhh @Noisa this is the humoristic version which makes me feel even sadder for the people in this world who don’t get to laugh because everything surrounding them is just an endless steep uphill slope without meaning and hope….

    Antworten
  20. 11. Januar 2009, 0:14 Uhr, von Noisa
    070

    @Mesm, well, funny too, I prefer the first video. ;))

    „Mit wunderbarer Leichtigkeit und einem wahren Feuerwerk an Fantasie inszeniert“ hat jemand geschrieben – Amélie:
    http://www.youtube.com/watch?v=aip3836VtZ0&feature=related

    I think the movie sharpens the mind for details. One of my favorite films.

    Antworten
  21. 11. Januar 2009, 0:26 Uhr, von Noisa
    071
    Antworten
  22. 11. Januar 2009, 0:35 Uhr, von Mesm
    072

    I like “Amelie�, it´s a nice movie, Yann Tiesen too – sleep well :-))

    Antworten
  23. 11. Januar 2009, 0:36 Uhr, von Noisa
    073

    Thanks, you too. :))

    Antworten
  24. 11. Januar 2009, 8:20 Uhr, von Petra
    074

    @noisa: Die Welt braucht ganz viele Amelies, die sich so wunderbar einmischen. Die Musik spiegelt ein nachdenkliches, aber nicht schwermütiges Lebensgefühl wider. Ich mag Film und Musik, vor allem alle Menschen, die so sind wie Amelie.

    Antworten
  25. 11. Januar 2009, 11:29 Uhr, von Gabi
    075

    Ich konnte aus Zeitmangel jetzt nicht alle Kommentare lesen. Daher bin ich mir nicht sicher, ob der Punkt hier schon angesprochen wurde. In einem anderen Forum habe ich erfahren, dass dieser Krieg heute abend Thema in der Sendung “Anne Will” hätte sein sollen. Nun geht es dort aber um Freitod.

    Weiß jemand, warum kurzfristig das Thema geändert wurde? Schade eigentlich…

    Würde mir wünschen, dass Frau Will heute abend in ihrer Sendung hierzu eine kurze Erklärung geben würde.

    Antworten
  26. 11. Januar 2009, 13:25 Uhr, von Dowanda
    076

    Angesichts der Tatsache, dass die Palästinenser in der arabischen Welt eine so kleine Lobby haben bzw. gar keine, bezweifle ich das die Lösung des Nahostkonfliktes zu einer Befriedung der arabischen Welt und/oder zu einem des Terrors führen werden, wie ihn die Islamísten betreiben.
    Viel mehr habe ich das Gefühl, dass der ungelöste Nahostkonflikt für viele drumherum eine willkommene Gelegenheit ist in dessen Windschatten ihre Interessen zu pflegen. Und um die Ablenkung dankbar sind, die es ihnen möglich macht um von ihrem eigenen lokalen Mist wegzuleiten.

    Antworten
  27. 11. Januar 2009, 13:41 Uhr, von Ramona
    077

    Ist das Dummheit oder Sensationslust?
    Ich habe gerade auf ‚N 24‘ einen Beitrag über Steinmeiers Engagement in Nahost gesehen.
    Es gab einen Einspieler, wo sich auf israelischer Seite schaulustige Kriegstouristen, in der Nähe vom Gazastreifen versammeln, um den Krieg live zu sehen. Die Fernsehbilder der Bombardements reichen ihnen nicht mehr aus. Es werden Kriegsbilder mit Handy aufgenommen. Eine junge Frau sagte: „Es ist lustig, dass hier alles zu sehen……..“!
    Was ist mit diesen Menschen los? Ich bin fassungslos.

    Diese Kriegshandlungen sind schon ein Teil der Normalität.

    Antworten
  28. 11. Januar 2009, 14:06 Uhr, von Ramona
    078

    @Gabi, ich halte diese Entscheidung für richtig.
    Es wird zur Zeit in jedem politischen Magazin, auf jedem Fernsehsender, in jeder Zeitung und Zeitschrift über dieses Thema berichtet und diskutiert. Nahost-Experten oder jene, die sich dafür halten, kommen zu Wort. Aber keiner hat, auf Grund der Informationspolitik der Kriegsparteien, wirklich eine Ahnung, was sich abspielt. Die Arbeit der Journalisten vor Ort ist eingeschränkt. Und die schrecklichen Bilder sehen wir in jeder Nachrichtensendung. Was soll das zum jetzigen Zeitpunkt bringen, wenn dieser Krieg bei „AW“ auch noch thematisiert wird? Ein Friedenskonzept wohl kaum.
    Hier muss erst einmal von politischer Seite versucht werden, die Kriegsparteien an einen Tisch zu bekommen, dass diese miteinander reden. Über dieses Ergebnis kann dann diskutiert werden.
    Meinst Du nicht?

    Antworten
  29. 11. Januar 2009, 14:19 Uhr, von Dowanda
    079

    @Ramona
    Erinnert mich irgendwie an die Berichte von Augenzeugen, die den Titanic-Untergang überlebten. Als einige Passagiere nach der Kollision mit dem Eisberg an der Reling standen und das “alles ganz aufregend” fanden und es für eine Art Mitternachtseinlage hielten.

    Antworten
  30. 11. Januar 2009, 14:25 Uhr, von jinx
    080

    “Es werden die Vernünftigen und Gesprächsbereiten sein, die den Frieden erreichen, wenn es überhaupt einen geben wird” (@walter)

    I agree completely. But didn’t the world community refuse to talk to Hamas even though they were the elected council of Palestine? How can we expect them to be willing to negotiate if we don’t even recognize them? I think Barak Obamas idea of talking to Hamas is one of the best I have heard these days.

    @M. : yes, that’s the plan. Israel thinks it can just eliminate Hamas by bombing their territory, destroying their weapons and killing their fighters.

    Antworten
  31. 11. Januar 2009, 14:32 Uhr, von Noisa
    081

    „I think Barak Obamas idea of talking to Hamas is one of the best I have heard these days.“ @jinx, yes, he should try this.

    @Petra: :)

    Antworten
  32. 11. Januar 2009, 14:37 Uhr, von Dowanda
    082

    @noisa @jinx
    No, I don’t think that he should talk to a people who want to chase the jews back into the sea.

    Antworten
  33. 11. Januar 2009, 15:00 Uhr, von Angela Weibel
    083

    “Manchmal glaube ich der Tod ist besser als diese Situation hier…”

    Aussage eines Palästinensers beim Anblick seines zerbombten Hauses.
    Gesehen in der ARD-Reportage;
    “Tage der Hoffnung-Tage des Schreckens”.

    “Ohnmächtig zusehen zu müssen, kann die Augen öffnen.”
    Almut Adler

    Antworten
  34. 11. Januar 2009, 15:01 Uhr, von Ramona
    084

    Hi @Noisa und @Dowanda!
    @Dowanda 14:19 Uhr, vielleicht hast Du recht. Aber es ist schon erschreckend, wie sich die Menschen mit diesem Kriegsszenario arrangiert haben.
    @Noisa und @jinx, der Sender N24 hat gemedet, dass Obama auf keinen Fall mit der Hamas verhandeln wird.

    Hier noch eine Link zur Manipulation von Bildern http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,600567,00.html

    Antworten
  35. 11. Januar 2009, 15:16 Uhr, von Triple-A
    085

    @Gabi (11.29 Uhr)

    Im AW-Blog gibt es dazu eine Stellungnahme der Redaktion:

    “Anmerkung der Redaktion:
    Eine Sendung zum israelisch-palästinensischen Konflikt war nie angekündigt. Allerdings wurden für die morgige Sendung mehrere Themen parallel vorbereitet. Dazu werden frühzeitig Terminanfragen an verschiedene Gäste gerichtet. Es hat kein “Themenaustausch”, wie Sie schreiben, stattgefunden, sondern die Redaktion hat sich für das Thema “Tabu Freitod” entschieden.”

    Antworten
  36. 11. Januar 2009, 15:17 Uhr, von Noisa
    086

    @Dowanda, die Palästinenser sind als arabisches Volk in verschiedenen Ländern „verstreut“ und seit dem Tod von Arafat noch tiefer gespalten. Die Hamas ist eine islamistische Terrororganisation, die Fatah war an einigen Korruptionsskandalen beteiligt.

    Der einzelne Palästinenser fühlt sich seinem Volk dennoch verbunden, auch wenn es keine homogene Führungsspitze gibt. Gespräche/Verhandlungen müssen mit der Fatah geführt werden. Mahmud Abbas ist oder war bezogen auf seine Haltung gegenüber den Juden (s. seine Dissertation) aus meiner Sicht nicht unbedingt besser als ein Hamas-Vertreter. Mit der Fatah müssen Gespräche geführt werden, aber auch mit der Hamas. Einigen Presseartikeln lässt sich entnehmen, dass die Hamas grundsätzlich gesprächsbereit sei. Seit deren Wahl wollte nur kein westlicher Politiker mit der Hamas Gespräche führen. Jetzt eskaliert die Gewalt in einem grausamen Krieg.

    Dass ich fanatische, menschenverachtende, islamistische Auffassungen ablehne, ist wohl klar, Dowanda. Und dass an den Juden die grausamsten Verbrechen verübt wurden, für die die Deutschen, auch meine Vorfahren eine tiefe Schuld trifft, ist ebenso fakt. Aber der sich ausbreitende fanatische Islamismus kann nur durch Gespräche, durch die Suche nach Gemeinsamkeiten, durch gegenseitige Akzeptanz und Toleranz (Moslems, Juden, Christen etc.), durch Zugeständnisse, durch ein Aufbrechen des Gruppendeckens (!) langfristig in den Griff bekommen werden. Es dürfen nicht noch mehr Menschen diesem Unvermögen an Verhandlungsbereitschaft zum Opfer fallen.

    Ehrlich, mir ist völlig egal, wer mit wem Verhandlungen führt, Hauptsache sie führen zu einer Lösung, die von allen betroffenen Menschen/Gruppen akzeptiert werden kann.

    Natürlich kann Obama auch dafür sorgen, dass an Israel „wirkungsvollere“ Waffen geliefert werden. Die „Fronten“ sind verhärtet und sie würden sich weiter verhärten… Das ist schlecht, wenn Obama definitiv nicht verhandeln will, @Ramona.

    Antworten
  37. 11. Januar 2009, 15:21 Uhr, von Walter
    087

    I guess he should.
    Gespräche über einen Frieden ohne Hamas sind zur Zeit illusorisch. Der Hauptgegner der Hamas ist in meinen Augen nicht Israel, sondern die Fatah. Hamas und Fatah sind tief verfeindet und werfen sich gegenseitig die Schuld an der Notlage der Palästinenser im Gaza- Streifen und Westjordanland vor.
    Israel setzt auf die Fatah und macht sich mit dem Angriff auf die Hamas zu deren Helfer. Die Hamas sieht, so makaber das klingt, ihre Rettung in der Eskalation des Konflikts, um die Unentschiedenen unter ihren Landsleuten und vor allem die Anhänger und Mitglieder der Fatah auf ihre Seite zu bringen.
    Diese Rechnung scheint insbesondere bei den Jüngeren, Schülern und Studenten aufzugehen.
    Verhandlungen über einen Frieden zwischen Israel und Palästina wären damit auch Gespräche über einen Modus vivendi von Hamas und Fatah. Alles hängt zusammen, denn auch die arabische Welt fürchtet eine Radikalisierung und Ausweitung des Konfliktes. Oberst Muammar al-Gaddhafi scheint mehr noch als Mahmud Ahmadinedschad ein Interesse am Sturz der Regime in Ägypten, Jordanien und Saudi- Arabien zu haben und polemisiert schon kräftig gegen Barack Obama, indem er ihn zum Kollaborateur mit Israel erklärt. (tinyurl.com/9fej5a) Die Lage wirkt nicht nur in und für die Medien kompliziert, aber sie ist nicht aussichtslos. Da der nahe Osten politisch in seiner Stabilität bedroht ist, haben nicht nur die USA und Europa ein großes Interesse daran, eine nachhaltige, friedliche Lösung zu erreichen.
    Dass die Hamas Israel ins Meer treiben will, Dowanda, ist sie ihren wütenden und erbitterten Anhängern schuldig. Dies ist teilweise auch Propaganda, wobei Not und Verzweiflung auch eine große Rolle spielen.
    Die Hamas lebt vom und für den Konflikt mit Israel. Wenn dieser langfristig beigelegt sein sollte, wird es auch die Hamas nicht mehr geben.

    Antworten
  38. 11. Januar 2009, 15:32 Uhr, von Ramona
    088

    @Noisa, hier die Meldung dazu:
    http://www.tagesspiegel.de/politik/international/nahost/Nahost-Konflikt;art2662,2702774

    Was haltet Ihr vom Vorschlag von Merkel, deutsche Soldaten an einer Nahost-Mission zu beteiligen?

    Antworten
  39. 11. Januar 2009, 15:41 Uhr, von jinx
    089

    @dowanda: if people adamantly refuse to talk to Hamas, what else is there apart from violence in order to settle the conflict? I might miss something here, but do you think it’s right to bomb the region being fully aware of Hamas tactics? And in the end Hamas has been elected rightfully. What signal are we sending to the people in Palestine if we refuse to recognize Hamas?

    If the UN school that Israel bombed 4 days ago would have been visited by Jewish children that mistake would have never happened. In this war 35% (~1500 so far) of the wounded and killed are children! A high price for the unwillingness to talk.

    Antworten
  40. 11. Januar 2009, 15:48 Uhr, von Noisa
    090

    @Ramona: „Nahost-Mission“ klingt euphemistisch. Im Ergebnis würde die Bundeswehr für Israel gegen die Hamas eingesetzt werden. Es heißt zwar von der Kanzlerin: „Es müsse eine wichtige Voraussetzung für eine Waffenruhe erfüllt werden. Es muss sichergestellt sein, dass zur Hamas durch die Tunnel vom Sinai zum Gazastreifen keine weiteren Waffen geschmuggelt werden.“ Ob sich die Hamas an eine ausgehandelte Waffenruhe dauerhaft halten würde, ist zweifelhaft. Wenn diese denn nicht mehr eingehalten werden würde, wäre Deutschland Kriegsgegner der Hamas und würde sich gegen die Hamas mit Gewalt verteidigen. Die Hamas hat durchaus Anhänger und Vertraute im arabischen Raum. Es gibt etliche Palästinenser, die in Deutschland leben. Ich sehe Deutschland bei einer „Nahost-Mission“ mittelfristig in einen schwierigen, brutalen Krieg eingebunden, der auch in Deutschland nicht ohne Folgen bliebe (Tod von Soldaten, Terroranschläge in Deutschland, Deutschland kann nicht mehr die Rolle eines eher neutraleren Verhandlungspartners einnehmen).

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  41. 11. Januar 2009, 16:00 Uhr, von Gabi
    091

    @Triple-A… Danke für die Info. In einem anderen Forum wurde es anders verbreitet. Und im AW-Blog wurde wohl auch zunächst das “bisherige” Thema diskutiert und diese entsprechende Beiträge dann aufgrund des “neuen” Thema wieder gelöscht. Irgendwie doch ein wenig merkwürdig – oder?

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  42. 11. Januar 2009, 16:05 Uhr, von Ramona
    092

    @Noisa, ähnliche Bedenken habe ich auch. Vor allem in dieser Region, wo so viele Kriegsparteien involviert sind (es geht doch nicht nur um Israel und die Hamas) sollte Deutschland sich zurück halten. Außerdem denke ich, das Deutschland in dieser Region, auf Grund der historischen Vergangenheit, besonders sensibel reagieren sollte. Soldaten sind da sicher das falsche Signal.

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  43. 11. Januar 2009, 16:05 Uhr, von Noisa
    093

    Als Nachtrag noch einen nachdenklich machenden Link:
    http://www.palaestina.org/

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  44. 11. Januar 2009, 16:19 Uhr, von Noisa
    094

    Noch ein Interview vom Generaldelegierten Palästinas in Deutschland im Rheinischen Merkur vom 08.01.2008: http://tinyurl.com/7hlx8j

    Das ist das einzige (!) Interview, was ich mit Herrn Al-Fahoum über die Newssuche gefunden habe. Und unsere Bundeskanzlerin spricht mal eben von “Nahost-Mission”… Es ist nicht zu fassen. :(

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  45. 11. Januar 2009, 16:29 Uhr, von Ramona
    095

    Hier die Erklärung der Außenministerin Israels nach dem Treffen mit Steinmeier:

    Einmischung sinnlos – Livni redet Klartext
    Die israelische Außenministerin Zipi Livni hat ihrem Kollegen Frank-Walter Steinmeier für die deutsche Hilfe bei der besseren Absicherung der Grenze zum Gazastreifen gedankt. Zugleich bekräftigte sie nach einem Treffen mit Steinmeier, dass die israelische Armee ihre Angriffe bis zu einem Einlenken der Hamas fortsetzen werde. “Wir entscheiden, wann der Krieg endet, nicht die Staatengemeinschaft”, sagte Livni mit Blick auf die Resolution des UN-Sicherheitsrates. Israel könne nicht zulassen, dass die Hamas das Land mit Raketen beschieße. “Hamas hat die Botschaft verstanden. Israel wird die Situation, wie sie vorher war, nicht hinnehmen.”

    Die Stellungnahme Steinmeier’s:

    Steinmeier sagte: “Wir müssen geduldig an einem Waffenstillstand arbeiten.” Er bekräftigte, dass er die UN-Resolution mit der Forderung nach einem unverzüglichen und nachhaltigen Waffenstillstand unterstütze. Er habe in dem Gespräch mit Livni auch die wachsende Sorge über die steigende Zahl ziviler Opfer zum Ausdruck gebracht. Die von israelischer Seite verkündete tägliche humanitäre Kampfpause zur besseren Versorgung der Verletzten sei ein wichtiger, aber “nur ein erster Schritt”.
    Zugleich betonte Steinmeier, die Bundesregierung wisse, dass die israelische Militäraktion “nicht aus dem Blauen heraus stattfindet”. Keine Regierung der Welt könne einem täglichen Beschuss wie von der Hamas tatenlos zusehen. Umso mehr sei die internationale Staatengemeinschaft jetzt in der Pflicht, Israel nicht allein zu lassen. “Verbunden mit einem Waffenstillstand muss ein Mehr an Sicherheit für Israel sein”, sagte er. Der Beschuss des Landes mit Kassam-Raketen und anderen Waffen müsse gestoppt werden.

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  46. 11. Januar 2009, 16:39 Uhr, von Gabi
    096

    Offenbar doch eine kurzfristige Programmänderung? Hmm…

    http://www.ekir.de/ekir/3475_52498.php

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  47. 11. Januar 2009, 16:53 Uhr, von Noisa
    097

    („Interview mit… und 08.01.2009“ muss es oben heißen.)

    Steinmeiers Meinung finde ich auch zu undifferenziert, @Ramona.

    Wenn ich über die Ansichten der Palästinenser lese, muss ich annehmen, dass der Krieg nicht – wie laufend offiziell berichtet wird – zwischen der „Hamas und Israel“, sondern zwischen den „Palästinensern und Israel“ ausgetragen wird. Da tue ich mich mit Steinmeiers Zitat schwer, wenn er die Kriegsursache auf die Terrororganisation Hamas reduziert, über die Verflechtungen der Hamas und anderer palästinensischen Gruppen im arabischen Raum nicht ausführt, die Stimmungen bei den Palästinensern, auch denen, die in Deutschland leben, offenbar nicht wahrnimmt.

    Bei zwei verhärteten Kriegsparteien, Frau Livni ist ja nicht gerade die kompromissbereiteste Politikerin, kann nur ein Verhandlungspartner, welcher über die Hintergründe, die tatsächlichen Stimmungen Kenntnisse hat, erfolgreich vermitteln (Mediation).

    @Gabi, ach nee, was ist das denn für ein Blödsinn? Seit wann mischen sich die Kirchenvertreter in die Programmgestaltung bei öffentlich-rechtlichen Sendern ein? Außerdem wurde für den Webauftritt der ev. Kirche noch Werbung im Blog gemacht. Vielleicht hätte besser einer von den evangelischen Kirchenvertretern eingeladen werden sollen als der Katholik. Offenbar wurde auch der falsche Anwalt eingeladen. Ein anderer, der sich auskennt, seriöser erscheint, zetert auch bei der FAZ. Manches finde ich dann doch ziemlich merkwürdig.

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  48. 11. Januar 2009, 16:56 Uhr, von Triple-A
    098

    @Gabi

    Halte nichts von solchen Spekulationen.
    Ich hab ein Blog gefunden, in dem wird AWs Sprecherin Tesenfitz wie folgt zitiert:

    “Bei den drei gelöschten Kommentaren im Blog handelte es sich nicht um Hinweise zu einem anderen Thema, sondern um äußerst geschmacklose Äußerungen zu Leben und Tod des Unternehmers Merckle.”

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  49. 11. Januar 2009, 17:28 Uhr, von Ramona
    099

    @Noisa, richtig. Aber wer kann in dieser ausweglos scheinenden Situation, als Mediator fungieren? Wer könnte diese Person sein? Und vor allem, er muss von beiden Seiten akzeptiert werden. Ehe sich beide Kriegsparteien darüber einig sind, sterben weiter unschuldige Menschen. Das ist doch alles Wahnsinn.

    OT
    @Noisa, dieser blöde „Maulkorb“(ich hoffe Du verstehst) geht mir furchtbar auf die Nerven. @Dowanda, übrigens noch Danke für Freitag.

    @Gabi, es ist ja richtig, die Frage nach der Themenänderung stellen. Aber das ist eine Frage für den AW-Blog. Ich denke, hier im MM-Blog kann diese Frage kaum beantwortet werden.

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  50. 11. Januar 2009, 17:30 Uhr, von Ramona
    0100

    @Gabi, ‘zu’ stellen muss es heißen!

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