Die Politiksendung „Meet the Press“, Taktgeber in der politischen Diskussion in den USA, hat in der vergangenen Woche einmal aufgelistet, wie viel die Finanzkrise den amerikanischen Bürger bislang gekostet hat: 168 Milliarden US-Dollar für das erste Stimulierungspaket, 200 Milliarden für die Rettung von Fannie Mae und Freddie Mac, 123 Milliarden für AIG, 700 Milliarden für das Bail out Paket und 775 Milliarden für das Obama-Konjunkturprogramm. Das sind 1,9 Billionen (fast 2.000 Milliarden) Dollar an Zusatzbelastung mit denen Barack Obama sein Amt als 44. Präsident der Vereinigten Staaten angetreten hat.
Wie soll dieses Geld je wieder zurück fliessen? Wie viel Belastung für das US-Budget bedeutet es wirklich? Und wird es überhaupt die Wirkung entfalten, die viele sich davon erhoffen? All diese Fragen stellen sich viele Menschen täglich, an der Spitze des Staates, der Unternehmen und in der Gesellschaft. Sie alle hätten ob mangelnder Antworten und Sicherheiten längst in Frust verfallen und jede Hoffnung aufgeben können. Aber das ist nicht die Stimmung, die wir derzeit erleben. Obama tritt an mit dem Versprechen auf „change” und viele Menschen glauben, dass ihm dieser Wandel gelingen wird. Er hat nie um den heissen Brei herum geredet, weder im Wahlkampf noch in den vergangenen Wochen als „president elect”, noch in seiner “inauguration speech”. Er hat gesagt, dass er unbequeme Entscheidungen wird treffen müssen, dass die Bürger oft nicht einer Meinung mit ihm sein werden, dass er viele der in ihn gesetzten Hoffungen nicht wird erfüllen können. ”Nötig ist eine neue Ära der Verantwortung”, so hat er es in seiner Rede zur Amtsübernahme in Washington formuliert. “Das Eingeständnis jedes Amerikaners, dass wir Pflichten uns selbst gegenüber haben, gegenüber der Nation und der Welt.” Nichts davon hat die Zuversicht zerstört, die viele Amerikaner und Menschen in anderen Teilen der Welt ihm gegenüber hegen.
Obama ist kein Heiland, kein Heilsbringer und kein Übermensch. Aber er hat ein paar Eigenschaften, die Optimismus überspringen lassen selbst in überaus schwierigen Zeiten. Er hat sich als Mann des offenen Ohrs für gute Ratgeber und Kritiker offenbart. Er hat mit Hillary Clinton seine härteste Rivalin zur Aussenministerin gemacht und mit Robert Gates einen geachteten Republikaner als Verteidigungsminister im Team gehalten. Er hat bis zu seinem tatsächlichen Amtsantritt die Zurückhaltung an den Tag gelegt, die ein Gefühl für guten Politikstil und eine Sensibilität für Symbolik erkennen lässt. Er hat den Medien und der Öffentlichkeit auf jede wichtige Frage Rede und Antwort gestanden und dabei nicht nur Worthülsen produziert. Kurzum: Er hat schon vor seinem Amtsantritt gezeigt, dass er ein Mann ist, der klare Positionen hat, aber beratungs- und teamfähig ist und in ein Wertgerüst eingebettet, das man bei vielen Kadern in Politik und Wirtschaft heute vergebens sucht. „Er ist ein respektvoller und überlegter Mann”, schreibt der britische „Economist“, „und das ist ein vielversprechender Anfang.”
Auch die Schweiz und Deutschland sind von der Finanzkrise gebeutelt, aber (noch) nicht in amerikanischem Ausmass. Und dennoch suchen wir vergeblich nach Persönlichkeiten, die fähig wären, Zuversicht oder ein gesundes Mass an Optimismus in die Gesellschaft zu tragen. Die Politiker halten sich in der Deckung oder gebärden sich als staatskapitalistische Retter in der Not. Und die Wirtschaftsführer? Von ihnen hört man wenig. Die beiden zentralen, immer wieder zitierten Sätze zweier Bankenchefs sagen viel über deren Selbstverständnis. Marcel Ospel hat angesichts der wiederholten Milliardenabschreibungen der UBS kund getan, er sei „erschüttert“. Josef Ackermann, der als Chef der Deutschen Bank in der vergangenen Woche Verluste in Höhe von 4,8 Milliarden Euro bekannt geben musste, erklärt er sei „sehr enttäuscht“.
Erschütterung und Enttäuschung sind emotionale Kategorien von Hilflosigkeit, die in den psychologischen Berg- und Talfahrten der Finanzkrise womöglich ihren Platz haben. Aber von den Topkadern der Wirtschaft dürfen wir etwas mehr erwarten: ein kommunikatives Signal, das Ursachen analysiert, Lösungen aufzeigt und auch Gestaltungswillen offenbart. Nichts wäre derzeit wichtiger, als Manager, die nicht in der Deckung sitzen, sondern sich klar und konfliktfähig öffentlich positionieren.
Wie hat der Unternehmer Robert Bosch einst gesagt: „Lieber Geld verlieren als Vertrauen”. Das Geld ist längst weg. Bleibt es bei Enttäuschung und Erschütterung, wird das Vertrauen auch langfristig verloren gehen.








@Philipp, Fabian etc. Hör mal, was quasselst Du denn wieder für einen Blödsinn. Punkt. ;)
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@Petra hat geschrieben: „Wer kann also unsere sogenannten Topleute dazu bringen, sich Gedanken über neue Strukturen und Prozesse zu machen, die einen (ich weiß, ihr könnt es nicht mehr hören) nachhaltigen Erfolg bewirken?“
Bezogen auf Deutschland könnte geprüft werden, ob Verbände hierzu Ideen entwickelt haben. BDI und BDA äußern sich wie folgt:
http://www.bda-online.de/www/arbeitgeber.nsf/id/DE_PI00409
Diese Informationen sind dürftig, die Maßnahmen der Bundesregierung werden unkritisch dargestellt. Zum Schluss werden steuerliche Maßnahmen angeregt. „Vertrauen schaffen, Reformen fortsetzen“ – es wird weiterhin nach dem Staat gerufen.
Meine Einschätzung:
Die Manager werden versuchen, dass sich Unternehmen auf einen sich ändernden Markt, eine geringere Nachfrage einstellen. Über die Ausschöpfung der Kurzarbeit als auch über betriebsbedingte Kündigungen wird der Kostenfaktor „Personal“ reduziert werden. Es wird vermutlich mehr um Zahlen als um Menschen gehen. Die Verlängerung der Kurzarbeit auf 18 Monate ist sicherlich eine sinnvolle Regelung, die ggf. als Geschenk von einigen Unternehmensleitern umgedeutet wird. Billiger können Mitarbeiter, die irgendwann wieder gebraucht werden, nicht nach Hause geschickt werden.
Verbände geben keine Impulse, die Regierung bezogen auf die Unternehmensführung auch nicht!
Die Bankenmanager müssen bei Inanspruchnahme des Bundes-Fonds ggf. Abschläge hinnehmen, die verkraftet werden dürften.
Nur wenige Manager werden sich einen Schritt nach vorne bewegen und eine offene Unternehmenspolitik betreiben mit dem Ziel, das Unternehmen langfristig (!) zu stärken.
Jetzt mal ehrlich, ich denke ja schon mal etwas schräg: Wenn ein Manager ein richtig saftiges Gehalt erhält, weiß er doch, dass er bei Beibehaltung der bisherigen Strukturen voraussichtlich besser fährt. Er muss nur ein paar Jahre geschickt durchhalten und kann sich in den Vorruhestand verabschieden. Ich glaube, dass viele Topleute insgeheim so denken.
Dann haben wir den Mittelstand. „Der Mittelstand in der Bundesrepublik Deutschland umfasst rd. 99,3 % aller umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen, in denen knapp 68,3 % aller sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten 41,2 % aller Umsätze erwirtschaften und 68,5 % aller Auszubildenden ausgebildet werden.“ (Quelle: Wikipedia).
Die Unternehmer/Manager eines mittelständigen Unternehmens haben oftmals einen engeren Draht zu den Arbeitnehmern als die der Konzerne, fragen nach Stimmungen und versuchen, gute Mitarbeiterideen umzusetzen.
Was würden WENIGE Unternehmer reißen können, die sich nach außen klar und konfliktfähig positionieren? Wenig.
Es würde sich aus meiner Sicht nur was ändern können (s.o.), wenn VIELE Manager, insbesondere von Konzernen einen Schritt nach vorne gehen.
Das eigene Gehalt und die bisherigen Maßnahmen der Regierung (Wir greifen ein, wenn´s brennt und erhöhen einfach den Bundeshaushalt) stehen bezogen auf die Maßnahmen des Managements im Weg.
Neugründungen aus der Krise heraus müssen unbedingt stärker gefördert werden! Die entlassenen Arbeitnehmer sollen die Möglichkeit haben, was Neues, was Innovatives zu schaffen. Hier müssen Gelder und Garantien bereitgestellt werden, damit Anlagevermögen und sonstige für die Aufnahme der Betriebstätigkeit erforderlichen Gegenstände (auch immaterielle) gekauft werden können.
Der Mensch muss gefördert werden und nicht eine in sich marode Unternehmensstruktur, bei welcher auch das Managergehalt in einem krassen Missverhältnis zur Leistung steht.
Ein Nachtrag noch zu meinem gestrigen Kommentar (23.18 Uhr / war das wirklich schon so spät?): Statt der Frage: „Wie machen wir weiter wie bisher mit weniger Personal?“ sollte die Frage lauten: „Wie stellen wir uns besser auf, was können wir optimieren, um mit den vorhandenen Mitarbeitern (oder einem um leicht reduzierten Personalbestand: will nichts heroisieren, auch hier gibt es „falsch“ besetzte Arbeitsplätze, sprich Leute, die ihren Job nicht gut machen) ein – und mehr kann man im Moment nicht verlangen – ausgeglichenes Ergebnis zu erzielen. In vielen Betrieben wird ja derzeit kurz gearbeitet, was als Zwischenlösung auch nicht so verkehrt ist. Diesen Zeitraum könnte die obere Führungsebene doch mal zum Nachdenken nutzen. Sich hierzu auch kritische Mitarbeiter als Berater zur Seite zu nehmen, kann im Zweifel nicht schaden (habe das vor kurzem schon mal geschrieben: pessimistische Gedanken sind durchaus sehr konstruktiv, man muss sie nur richtig einsetzen).
Jetzt ist es doch wieder länger geworden. Euch allen einen schönen harmonischen Tag.
OT
Noch mal zu der unschönen Atmosphäre hier:
@Philipp’ merkst Du nicht, dass Du hier allen einfach nur auf die Nerven gehst. Deine irrwitzigen Fantasien zeugen davon, dass Du das Blog nicht mal liest. Da von Dir eh keine intelligenten Kommentare zum Posting kommen, geh doch einfach dahin, wo Du bis vor einem halben Jahr warst, ab ins virtuelle Loch. Du findest bestimmt einen neuen Spielplatz.
Was hier von Dir und anderen unter dem Deckmäntelchen der „INTELLIGENZ“ betrieben wird, ist SELEKTION! Ihr maßt Euch hier an, Auslese, betreiben zu können. Das ist nicht nur menschlich, sondern auch moralisch im höchsten Grad verwerflich. Hier hört der Spaß einfach auf.
@Noisa, ich hab’s mir überlegt. Ich glaube, ich bleibe schon aus Solidarität mit Dir, hier!!!
Um nicht immer nur herumzumeckeln. MMs Medienartikel sind, sofern sie sich um ein konkretes Thema drehen, nach wie vor erste Sahne.
Siehe faz.NET “Die Zukunft der Zeitung”
zum dominierend off topic thema: (Wobei mit einem Teilbereich des Postings nämlich Vertrauen hat mein Vorschlag auch zu tun)
Wäre es möglich analog den Forderungen nach Transparenz im Finanzsystem auch eine Art Ethikcodex im Blog einzuführen?
Mein Vorschlag:
1. Keine doppelten Identitäten
2. keine Verleumdungen
3. keine Gruppenbildungen
Ich dachte zunächst vielleicht ist es gar nicht so tragisch als das Thema “doppelte/dreifache/vierfache Identität” hier vor ein paar Monaten mal aufkam aber ich habe meine Meinung geändert und denke, dass es den Blog sehr strapaziert, weil man sich nun immer fragen muss: ist nicht vielleicht Fabian auch Philipp und Noisa auch Petra, Urs und Inge. Das verunsichert alle, macht keinen Spass und ist einfach nur doof. Ich finde einen integren und auch vertrauenswürdigen Umgang mit dem Blog deshalb wichtig.
Allerdings muss dann echt ein für alle mal auch Schluss sein mit den Vorwürfen!
Was meint Ihr? Könnte das klappen?
@julia – das klappt! “Yes, we can” :-))
“Obama ist kein Heiland, kein Heilsbringer und kein Übermensch.”
Nicht?
Jetzt haben Sie mein durch die Medien geschürtes Obama-Bild erschüttert.
Ich bin schockiert oder gar erschüttert? Vielleicht bin ich aber auch einfach nur enttäuscht.
Im Zweifel dann aber, von der Naivität der Menschen.
PS: Wer Ironie findet, darf sie behalten.
@Julia: Ich habe das schon mal geschrieben und meinte es auch sehr ernst: ich habe nur eine Identität. Mein Vorname ist tatsächlich “Petra” und ich kenne noisa oder eine virtuelle Identität “Noisa” nur aus diesem Blog. Ehrlich gesagt finde ich auch, dass wir einen sehr unterschiedlichen Stil haben, wenn wir uns auch inhaltlich manchmal annähern. Ein bisschen fühle ich mich in meiner Persönlichkeitsehre gekränkt. Also meine Toleranzgrenze ist so langsam erreicht. Wenn ich hier in einen Identitätenstrudel gerate, dann schalte ich mich aus. Täte mir leid um die Postings, aber – habe ich gestern schon geschrieben – dann suche ich mir eine andere Möglichkeit, mich verbal zu äußern.
Ich mach das gerade auch.
@noisa: D u hast vielleicht aber die Möglichkeit, diesen Identitätenstrudel wieder in geordnete Bahnen zu lenken, in dem du dich positionierst: dass du jemand anders bist als ich und dass du hier in den letzten Wochen nur unter”Noisa” schreibst. Sonst fühle ich mich nämlich auch langsam verschauckelt. Ich möchte gerne wissen, auf wen ich reagiere.
Julia, Petra etc., das weißt Du.
@noisa: was wissen wir? Schreibe es doch mal ganz klar, dann ist alles in bester Ordnung.
Einen netten Tag wünsche ich @allen, Dir auch, @Petra. :)
@noisa – merkwürdige Klarstellung.
Liebe Petra, es war von meiner Seite auch “nur” ein Beispiel aber genau das ist leider das Problem. Ich kann Dich gut verstehen da mir Noisa auch bereits den Vorwurf gemacht hatte (08.01.) nicht nur unter “julia” zu schreiben. Sie hat sich leider auch nie dazu geäußert wie und warum sie das behauptet! Ich schreibe von unterschiedlichen Rechner mit mehreren IP ADRESSEN – vielleicht kann Noisa diese sehen und leitet das daraus ab. Aber definitiv schreibe ich nicht mit doppelten Identitäten aber wie entkräfte man so einen Vorwurf? Nicht möglich ohne Kontrolle aber Walter hatte dazu bei “welcome to the club” ganz treffend geschrieben wir müssen wohl skeptisch bleiben und nur uns selbst vertrauen. schade.
@julia: without superior power (eg exclusion of different users using one IP address) we rely on voluntary self regulation. Quite similar to CEOs actually. You’re right that we can’t trust anyone but ourselves in this case.
is it actually possible to create a second identity on the same IP address? Did anyone check?
Ich kann nicht erkennen, worin das Problem besteht, wenn jemand unter verschiedenen “Identitäten” schreibt. Kommt es auf den Inhalt an, oder ist der Inhalt nur dann akzeptabel, wenn er von der Person kommt, von der man meint, sie sei diejenige, die man sich selbst vorgibt als “Bild”? Namen sind doch keine “Identitäten”, sondern dienen der Unterscheidung und Zuordnung, wer gemeint ist. an wen man sich wendet, wen man anspricht. Und wenn jemand es braucht, sich zu “verkleiden”, eine weitere “Maske” zu tragen, ändert es etwas an dem, was sie sagt, schreibt, denkt, äussert? Ich z.B. liebe venezianische Masken, auch jetzt zu Fasnacht sind Masken Teil des “Spiels” auch heraus zu finden, wer verbirgt sich dahinter. Und tragen wir nicht alle eine Maske nach aussen und eine nach innen? Ist es nicht die fortwährende Suche nach uns selbst und der Frage: wer bin ich? Was macht mich aus? Worin finde ich mich? Und dann gibts ja auch noch die “Spiegelneuronen”, die da mitwirken. Fazit: “Let it be” und fragt nicht, wer ist die andere Person, sondern, wie gehe ICH damit um, weil sie mich reflektiert. Zuletzt: die hier so oft gestellte Frage nach der “Linie” in diesem Posting zeigt, dass das “handling” der Komplexität des Begriffs “Vertrauen”, erkennen lässt, dass es am Vertrauen zu sich selbst ein wenig fehlt, demnach die Erfahrung damit nicht gross ist und die “Lösung” folglich ausserhalb, beim Gegenüber gesucht und natürlich dort nicht gefunden wird. @ Noisa, es ist schön, dass es Dich gibt, so, wie Du bist, wer immer Du auch noch bist, ich nehme Dich so an, wie ich Dich hier antreffe. Und viele andere auch. Mit den aa.a.O. gesetzten Grenzen.
Zur OT-Diskussion
Eigentlich habe ich lange Zeit es auch so gesehen, dass nur die Argumente zählen und somit egal ist, ob jemand mit mehreren Identitäten hier oder sonstwo herumschwirrt. Da ich allerdings auch sehe, dass auf diese Weise die Möglichkeit zur massiven Manipulation besteht und ich außerdem feststelle, dass für einen halbwegs vernünftigen Gedankenaustausch auch ein Minimum an Vertrauen da sein muss, würde ich mich auf jeden Fall dem von Julia unterbreiteten Vorschlag für einen “Code of Conduct” anschließen. A
Die Frage ist ja auch: Weshalb möchte überhaupt jemand mit mehreren Identitäten an einer Debatte teilnehmen? Was soll das bringen? Außer eben unlautere Manipulation von Diskussionsverläufen.
Also an alle die hier die Vielheit der Identitäten verteidigen: Was bringt das euch und dem Blog?
Ich habe zu dem Thema direkt nie etwas gesagt und werde es mit diesem Kommentar auch dabei belassen. Entweder es ändert sich etwas oder eben nicht.
@ jinx: no problem at all
@ Urs Bürgi: Ein bisschen sehr pastoral :-DDD. Wie wäres es mit dem Ansatz, dass so etwas schlichtweg unhöflich ist.
Leute… (a propos “Leute” heißt im Italienischen “la gente” und wird nur im Singular gebraucht…), irgendwie ist das gerade wie im schlechten Film hier ; gut vielleicht steigert sich die Handlung ja noch, aber ich bin da eher skeptisch. Falls es sich doch noch zum originellen Film- oder Bühnenstück evtl auch als Stoff für ein Buch entwickeln sollte, braucht es dann allerdings wenigstens wegen der Rechte vermutlich nicht viele Ansprechpartner…
@jinx: i changed my name from “Katja” into “”Katja Owl” in december because of another new Katja (she appeared here never again since then…). I used the same pc and the same email- adress so it was probably the same ip, but it took some time until my post was opened.
@Noisa, nicht verzagen!
Identitäten:
1. Ich will ich sein. Ich bin nicht @noisa oder sonstwer und das muss auch klar sein. Ich finde @noisa sympathisch, aber will trotzdem niemand anders sein. Ich hoffe, dass ist jetzt allen klar, die hier lesen.
2. Ich habe das Gefühl. das Identitätsproblem belastet diesen Blog und die Diskussionen. Ich schnattere ja auch mal ganz gerne, aber an sich bin ich hier wegen der Kommentare und möglicher Diskussionen. Und bei diesen wüßte ich nur ganz gerne, mit wem ich es zu tun habe. Und weil das Thema in meinem Augen hinderlich ist, wäre es einfach schön, es zu beenden, in dem alle nur noch eine Identität benutzen.
@Susanne, möglich, dass ich ein wenig vernebelt bin, vermisse das Blau aus Gstaad, aber wer kann hier wen “manipulieren”? Es liegt doch allein an Dir, was Du liest, aufnimmst, annimmst, ablehnst, sagst, schreibst, verschweigst. Wie könnte ich Dich “manipulieren”, indem ich mich jetzt “Sylvia” nenne und denselben Text schreibe? Klär’ mich doch bitte auf, worin diese “Manipulation” liegen kann, wenn ich eine andere ID nähme. Was hat sich dann für Dich verändert? Nachgewiesen ist, dass “Welt” subjektiv ist. (Roth, Spitzer, et.al) Also liegt es doch an mir, wie ich mit den Beiträgen umgehe, sie bewerte, akzeptiere, ablehne, dagegen opponiere, Beifall klatsche, usw. egal, welche ID der Sender ist.
OT
Ich denke wir sollten doch mal die Kirche im Dorf lassen. Nur weil hier einer versucht, das Blog aufzumischen, begegnen wir uns hier nur noch mit Misstrauen. Mir wurde hier auch schon unterstellt ich sei @Noisa und umgekehrt. Es müsste aber mittlerweile Jedem klar sein, dass das gequirlter Mist ist. Und wenn hier behauptet wird, Noisa würde hier 15 x mit sich selber reden, entschuldigt bitte, dass kann doch keiner im Ernst glauben. Wo sind denn die Beweise. Sind wir denn überhaupt noch so viele hier.
Lasst uns einfach dieses Thema beenden, wir vergiften hier die ganze Atmosphäre.
Ich finde viel schlimmer, dass hier versucht wird, festzulegen, wer hier bloggen darf und wer nicht.
Diese unsägliche Diskussion hat gestern dazu geführt, dass Bloggis ausgestiegen sind. Soweit darf es nicht kommen.
Obwohl ich damit nichts zu tun habe, schäme ich mich dafür.
Vielleicht habe ich auch einfach eine zu eingeschränkte / konservative Sichtweise auf die Dinge. Blutdruck wieder ein wenig runter. OOOhhmm. Denke heute abend nochmal ein wenig über das Posting nach und will die Identitätdiskussion mal zurückstellen. Hauptsache es ist erstmal angekommen, dass ich ich bin.
@ Urs Bürgi: und was passiert wenn sich jemand mit seinen vielen IDs ständig selber antwortet bzw. zustimmt. Verzehrt das nicht dann völlig jegliche Realität?
Das meinte ich übrigens auch mit dem Punkt 3. Gruppenbildung..
na klar sind sich einige mehr sympathisch als andere aber alle verdienen wohl die gleiche Aufmerksamkeit und nur in seiner “Gruppe” zu antworten ist keine echte Auseinandersetzung.
Nachtrag: wie würde MM geschrieben haben “Choleriker runter vom Berg”
@ramona: nobody tries to regulate who is allowed to blog and who isn’t. The topic is “multiple identities”- one person, several identities. That is no fun in a sincere discussion, because it blurs the arguments, can lead to “group” formation of several fictional characters in order to influence the direction of the blog and simply takes the piss out of people who think they are chatting to a person with integrity.
Several people left the blog already because they couldn’t cope with this behavior (eg Antje). So your argument that people left the blog yesterday can be applied for both sides. Don’t be so pathetic.
@Urs: Wenn sich eine Person unter mehreren Identitäten an einer Diskussion beteiligt, dann geht der demokratische Ansatz verloren. Normalerweise hat jede Person eine Stimme, die sie “erheben” kann und mit der sie die Diskussion bereichern/bewegen/steuern zu vermag. Meherer Identitäten einer Person erhöhen die Anzahl ihrer Stimmen und verzerren die demokratische Stimmenverteilung, vort allem dann, wenn unter den Identitäten eine “Austausch” vorgetäuscht wird, der Bewertungen untereinander beinhaltet oder Themen dominiert. Das ist quasi Doping.
@julia, lies meine Anmerkung von 11:47 Uhr; was soll denn schon passieren, wenn es so wäre? Mir scheint, dass das Fehlen an Selbst (Selbstvertrauen und Selbstsicherheit) dazu führt, “Sicherheit” darin zu finden, dass der Sender stets und immer diejenige ist, die ich mit dem Namen verbinde. Schau, es ist mir inhaltlich nicht egal, dass “Dowanda” und wie sie sich über Holländer äusserte, (es assoziierte einen Moment “Frau Haider”, aber ich schrieb es nicht), aber wer es ist, der sich so äussert, ist hier doch egal. Es bleibt bei dem, was geschrieben wird und was ich damit mache. Und wer sich hier zeigt, ob “uni- oder multilateral” ist am Stil sofort zu erkennen. Niemand kann sich, seine Art zu schreiben, manchmal auch zu denken, seinen “Stil” so verändern, dass eine völlig andere “personality” entsteht, nicht in der Kürze der Zeit. Also, mir scheint es ein “Pseudoproblem” zu sein, was da aufgekommen ist und eher in der jeweiligen Person zu suchen, die dieses Problem zu haben glaubt.
@cate, Du verwechselst, nach meiner Auffassung, Quantität und Qualität. 10 x Blödsinn oder Unhöflichkeit wird doch nicht deswegen akzeptiert, weil 10 x geschrieben!! Und wir haben hier doch keine Abstimmung one man, one vote! Es wäre wirklich sehr bedenklich für die Demokratie, wenn Meinungsmenge dahingehend Druck ausübt, “ja wenn so viel so denken, dann muss es so sein”!! Das führt zu “Mitläufern”, und was dabei herauskommt, ist in den Geschichtsbüchern über Europa nachzulesen. Ich jedenfalls bilde mir meine Meinung und verantworte sie,denn: right or wrong, wer kann das schon sagen, ausser das Gesetz, und selbst dort ist die Auslegung “relativ”.
@urs: when I came across this blog the first time, I realized that there is a group of seemingly “insiders” who know a lot of details about each other and communicate with each other in a fairly jovial way. They seemed to be people who got to know each other well and bounced off on each other with their comments. I thought it was a nice familiar atmosphere at first, but it turned out that this group of identities keeps to themselves and is often not really interested in commenting on the blog, but try to direct the conversation in the blog or expose personal details that nobody is interested in. Funnily enough some of the identities make the same spelling mistakes. When others raised the topic of several identities, I immediately felt that is a possible explanation for what is going on.
It actually contributes more than anything else to group formation and “in- and outsider” behavior. That’s why I find it fairly annoying.
@Urs:
1. Komplett überzogenen und daher falschen Bogen geschlagen.
2. Völlig an meiner Aussage vorbeiargumentiert.
Während ich dies Posting lese, muss ich an Michel Glos denken, wie er amtsmüde die ‘schwerste Rezession in der Geschichte der Bundesrepublik’ bekannt gibt. Bleierne Schwere legt sich über mich, kurz taucht noch Steinmeier vor meinem inneren Auge auf, der als Sozialdemokrat nicht in der Lage ist, eine klare Ansage zu Mindeslöhnen zu machen und bei Wahlversanstaltungen mangels eigenen Profils und Charisma hilflos versucht, den Schröder zu mimen … und schon bin ich eingeschlafen.
@jinx, my definition of Blog is not, to search and find a “cosy atmosphere” and “exchange of views with friends”, but to read, how someone has an opinion and point of view about the postings of MM and a hard but fair discussion about facts. This is my standard. And if I the object changes, I get the possibilty to leave. I think, it’s very easy and really not as complicated, as some tries to make it.
@Urs: Erwartungen oder Verhalten überprüfen und Fehler bei sich selber suchen ist natürlich ein guter Ansatz aber in dem Falle scheint es leider kein “Pseudoproblem” zu sein. Allerdings weiss ich nun auch so langsam nicht mehr wie das noch zu retten ist? Vielleicht sollte sich jeder eine neue ID zulegen und dann fangen wir nochmal an ;))
Who is who?
Uns wäre schon geholfen, wenn wir uns einigen könnten zum Thema zu kommentieren. Ohne Beachtung der Identität, denn die können und sollen (?) wir hier nicht klären oder anzweifeln.
Diese Übereinkunft wäre der kleinste gemeinsame Nenner, den ich mir als sinnvoll vorstelle.
Über Identitäten zu diskutieren ist sinnvoll- aber von einem festen Punkt aus, dem der eigenen Identität. Andernfalls gerät alles zur Spekulation und zum Verdacht, im Sinne Orwells.
Genau so spekulativ wie die Gedanken über die Zukunft der Zeitung, oder die Barack Obamas. Am Artikel auf FAZnet (danke Fabian) mag ich die Beschreibung des Journalismus als fortgesetzte Erzählung der Welt.
Das Robert- Frost- Zitat ist auch hier treffend: “Poetry is what gets lost in translation.”
@cate, sorry, aber mehr ist halt von mir nicht zu bekommen. Du siehst, wie begrenzt @Urs ist in ihren Fähigkeiten, zu verstehen. Vielleicht sollte @Urs unter einer anderen ID schreiben?: Hilft das weiter? Bitte versuch’ halt, meine Auffassung zu ignorieren. Sie ist nicht soo bedeutsam. *ggg*
@walter – kleinster gemeinsamen Nenner ist akzeptabel; versuchs mal.
Zum Posting mal eine These / Frage: könnten sich unsere Top-Manager von der Mentalität Obamas etwas annehmen? Wenn ja, was wäre das?
@Walter
Ignoranz unter dem Deckmäntelchen der Mediation kann auch nicht die Lösung sein. Themen offen diskutieren ist zudem sehr demokratisch.
OK – Walter das Thema ist nun durch aber eben auch mal ausgesprochen.
Obama wirkt ja sehr ruhig, überlegt ausgeglichen, gut informiert, höflich und sehr selbstsicher. Das sieht man selten bei Topmanagern. Zudem glaubt er seiner Vision.
Ich meinte nicht die aktuelle- und notwendige- Auseinandersetzung, sondern meinen Vorschlag zum jeweiligen Thema zu kommentieren, julia.
@urs: good. We’re on the same page there. I’m not here to read about other peoples dinner plans either. As I said, it rather annoys me and I would prefer to discuss the postings. So far, I mostly stuck to that principle. I can’t make other people stick to commenting on the posting, but I can verbalize my opinion on an ongoing conflict in the blog and position myself clearly.
I like Walters approach to only comment on the posting and will try to stick to it in the future. In the end it’s about behavior of the masses. The more people are here to discuss the posting the less people get annoyed about false identities.
@ Walter: Dein letzter Kommentar ist nicht eindeutig für mich. Ist es nun notwendig die aktuelle Diskussion HIER zu führen oder nicht?
Sie scheint für einige notwendig zu sein, julia. Damit gehört sie hierher. Wie sie geführt wird, ist eine andere Geschichte. Wir sind eben nicht gleich und oft verschiedener Meinung. Das ist gut, macht uns die Sache hier und das Leben als Ganzes aber wahrscheinlich nicht leichter.
Langweilig ist es jedenfalls nicht.
Meine Meinung zu einem modus vivendi habe ich genannt.
Ein bisschen Obama wäre nicht schlecht.
Fehlt uns der Glaube?
Kein Geld und kein Vertrauen, das wäre hart.
In der Überschrift zu diesem Posting kommt das Wort “Vertrauen” vor. Wie wäre es mit Vertrauen im Umgang miteinander in diesem Blog? Hier wird aber momentan Mißtrauen gestreut und das gefällt mir gar nicht. Es ist mir völlig egal mit wieviel Namen jemand hier bloggt. Bisher hat es mir hier immer sehr viel Spaß gemacht aber so langsam habe ich unter diesen Umständen keine Lust mehr.
Im Posting heißt es über Obama: „Er hat gesagt, dass er unbequeme Entscheidungen wird treffen müssen, dass die Bürger oft nicht einer Meinung mit ihm sein werden, dass er viele, der in ihn gesetzten Hoffungen nicht wird erfüllen können. â€?Nötig ist eine neue Ära der Verantwortungâ€?, so hat er es in seiner Rede zur Amtsübernahme in Washington formuliert. “Das Eingeständnis jedes Amerikaners, dass wir Pflichten uns selbst gegenüber haben, gegenüber der Nation und der Welt.â€? Nichts davon hat die Zuversicht zerstört, die viele Amerikaner und Menschen in anderen Teilen der Welt ihm gegenüber hegen“ Übersetzt auf die Topmanager könnte die Botschaft lauten:
(An die Mitarbeiter gerichtet , aber öffentlich ausgesprochen:) Unser Unternehmen befindet sich in schwierigen Zeiten, wir werden einen Verlust von x erwirtschaften. Die Ursachen liegen in … und wir werden folgendes unternehmen, um diese abzustellen:… Das bedeutet für Sie als Mitarbeiter … und für uns als Management … Um diese Krise zu überwinden, brauchen wir Ihr Vertrauen und Ihre Unterstützung. Bitte tragen Sie durch Ihre außerordentliche Leistung hierzu bei. Das gleiche dürfen Sie auch von uns erwarten. Gemeinsam werden wir dieses Unternehmen wieder stark machen.“
Ist das der Weg? Wenn ja, was ist hinderlich, dass er gegangen wird? Muss mehr Duck ausgeübt werden? Per Gesetz? Wenn es nicht der Weg ist, was sind die Alternativen?
Vielleicht sind einige Manager schon auf dem Weg, sind aber eben noch bei der Ursachenforschung. Wenn ja, wäre es hilfreich, Beispiele zu hören.
@jinx , 23. Januar 2009 um 12:25 Uhr
Entschuldigung, dass ich erst jetzt auf Dein Statement eingehe.
Ich glaube nicht, dass ich zu Mitleid erregend reagier. Lies Dir bitte den Eintrag von
@Andrea Katharina Kiefer am 22. Januar 2009 um 19:58 Uhr
noch einmal genau durch. Darüber sollten wir alle nachdenken.
Aber ich möchte dieses Thema jetzt auch abschließen und mich auf die Postings von @MM konzentrieren.
@Petra, da wären wir wieder bei dem Thema ‚Vertrauen‘ und der Wille zur absoluten Ehrlichkeit.
Aber ich denke, diese Art des Einschwörens ist überflüssig. Das Problem der Situation in Deutschland ist, dass wir ein Exportland sind. Deutschland der Exportweltmeister. Die weltweite Konjunkturflaute macht unserer Wirtschaft zu schaffen. Das was uns viele Jahre ausgezeichnet hat, wird uns jetzt zum Verhängnis. Es wird mit einem Rückgang der Ausfuhren um 6,1 Prozent im Vergleich zum vergangenen Jahr gerechnet.
Ich bin mir sicher, unsere Autobauer wären auch ohne solche Aufrufe bereit, Überstunden zu fahren und Engagement zu zeigen, um die Produktionsausfälle der letzten Monate wieder aufzuholen.
Ein aktuelles Beispiel ist der Chiphersteller Qimonda. Durch den katastrophalen Preisverfall für Speicherchips auf dem Weltmarkt, ist das Unternehmen in Schwierigkeiten geraten ist und hat trotz Rettungsversuche heute Insolvenzantrag gestellt.
Und noch zum Thema Ehrlichkeit. Wenn ich höre, dass Oberpostler Zumwinkel, der die deutsche Allgemeinheit um Millionen betrogen hat, mit einer Geldstrafe davon kommt, weiß ich auch nicht weiter.
@Petra: we can see the consequences for the staff already: people are getting sacked or are on short time work fearing to loose their work and the unemployment numbers are rising. It will be survival of the fittest in the next year, with or without faith into your company. People I know who were affected by sacking can’t even tell if they were made redundant because the company is loosing revenue or because they just want to slim down their expenses and use the current financial crisis to reduce their staff. I guess a few top managers were sacked as well. I personally don’t know anyone though.
What bothers me, is that there are no good new concepts yet. The governments (including Obama) are spending our future without turning a hair and have no idea how to deal with the crisis. Throwing more good money into the american car industry will help them survive another month, but it might as well be used to warm a few homeless people by lighting it up in a nice warm fire. And sending another 20.000 soldiers into Afghanistan won’t help the government to push through american values in a deeply disturbed and impoverished region. Either pull out of Afghanistan or send money to rebuild the country. That would be hope…