Ich habe nicht mitgezählt, wie oft ich schon an diesem Photoautomaten am Zürcher Flughafen vorbei gelaufen bin. Er befindet sich auf der ersten Ebene auf dem Weg zur Passkontrolle und den Abfluggates und es müssen einige hundert Mal gewesen sein. Nie saß jemand drin.
Früher waren diese Automaten Augenzeugen unseres Lebens. Wir haben uns allein, zu zweit oder gar zu fünft oder sechst in die Kabine gequetscht photographieren lassen, ernst oder mit wilden Grimassen. Zu Beginn einer neuen Liebe hat man sich auch gerne im Angesicht des dunkelgrau getönten Spiegels und unter Einwirkung des Blitzlichts geküsst. Wir haben diese kleinen viereckigen Bildchen, die meist zu viert an einem Streifen hingen, gesammelt, aufgehängt und in immer weiteren zeitlichen Abständen, aber regelmäßig angeschaut. Meine Güte, wie viel Zeit zwischen diesen Schnappschüssen des Lebens immer vergangen ist. Aber die Augenblicke unserer unterschiedlichen Lebens- und Liebesabschnitte blieben, sie waren festgehalten.Â
Diese Zeiten sind vorbei. Mit dem Siegeszug der Digitalphotographie hat sich das Photo vom dokumentarischen Objekt zum Objekt der Inszenierung gewandelt. Das gilt sicher mehr für die private Photographie als für die künstlerische und professionelle, aber es gilt. Das Bild erhält durch den Moment des Photographieren seine Bedeutung, nicht durch den Augenblick, der in ihm festgehalten wird. “Man fotografiert, um zu fotografieren, um von anderen beim Akt des Fotografierens gesehen zu werden”, sagt der Photokünstler Wolfgang Tillmanns.
Als ich neulich wieder einmal an dem Automaten vorbei kam, der sinnigerweise “Photopront” heißt, dachte ich “schade”. Wahrscheinlich ist es billiger, das Ding ungenutzt da stehen zu lassen, als es abzumontieren. Vielleicht verirren sich aber auch gelegentlich doch noch Menschen hinter diesen halb langen Vorhang. Und wenn doch irgendwann die Demontagetruppe kommt, dann wünsche ich mir, dass ich in genau diesem Moment des Weges komme. Und dann sage ich. “Augenblick mal! Sie demontieren ein dokumentarisches Objekt.” Und in diesem Moment müsste der Automat mitspielen und einfach los knipsen. Diese Bilder hätte ich dann gerne.








@walter: Entschuldigung für die Schreibfehler, heute habe ich mal eine Ausrede – die Erkältung hat mich erwischt.
@Ramona, Danke, faszinierendende Bilder! Oh ja, ein schwieriges Thema bei Frau Will, aber es ist wichtig.
„Es muss eben alles einen Bezugspunkt haben, sonst ist viel gemacht und nichts bewegt.“ Stimmt, @Petra. Und ich finde, man muss einfach machen, sich dabei an einem Konzept orientieren, Ziele, ggf. auch gestaffelte Ziele können hilfreich sein. Ich habe noch einen – allerdings nicht mehr aktualisierten – Order mit Ideen… Langeweile? Was ist das? Wenn´s die Zeit zulässt: Viel Erfolg und Spaß, Petra! Oh, gute Besserung!
Wo ist @Urs denn abgeblieben?
Mich hat der Film Benjamin Button sehr bewegt, die Eindrücke sind noch sehr frisch habe ihn gestern Abend gesehen…
dieser Satzvon dem Kapitän,
“esist egal wie wieviel man im Leben verloren hat, wieviel Flüche man geflucht hat, wieviele Kämpfe man gekämpft hat, wie oft man geliebt hat am Ende muß man nur loslassen” ( nicht wortgenaues Zitat) beschäftigt mich.
Ich kann auch damit einen Bezug zum Posting herstellen, ich habe immer probiert an Dingen festzuhalten in meinen Zwanzigern, aber selbst bei noch sovielen Zeitdokumenten, sei es per Photo oder Film, man kann sich nichts zurückholen außer die kurze Erinnerung, die Gelassenheit Dinge bewußt zu erleben,sie geniessen zu können für den Moment, sie aber auch wieder gehen zu lassen dass gelingt mir jetzt mit Ende 30 immer besser, so finde ich Loslassen durchaus befreiend und muß auch nicht ständig fotografieren.
Es ist uns nur vergönnt einen gewissen Ausschnitt mit einem anderen Menschen zu verbringen, sei es die Eltern, geschwister, gute Freunde,Lebenspartner/in für manche dauert dass glücklicherweise lange, andere haben kürzer Zeit aber sicher ist dass wir aneinander gehen lassen müssen.
Mich hat es sehr berührt als die Tochter am Beginn sagte dass sie sich verabscheiden will, von der kranken Mutter und sie auch bewußt um den Abschied bittet…es ist wichtig bewußt sich zu verabschieden.
Der Film hat dass auf eine sehr bewegende Art geschafft mir dass wieder bewußt zu machen.Benjamin als altes Greisenkind hatte den Vorteil den Abschied von Menschen als gegeben zu aktzeptieren und konnte im Jünger werden diese Weisheit mit sich tragen und konnte auch wenn es bitter war von seiner Tochter und Daisy Abschied nehmen,weil er wußte dass er als der “jünger werdende” kein guter Vater sein konnte.
Die Formel des Loslassens liegt schon ganz früh bei uns im Umgang mit den nächsten Bezugspersonen, erst durch Vertrauen in sich und seiner Umwelt kann man gut gehen lassen, ohne zu kompensieren.
Wünsche allen einen schönen Abend !
Wieder mal off topic: Jakob Augstein fragt zum Thema Journalismus 2.0 (auch in eigener Sache)
http://www.freitag.de/community/blogs/jaugstein/journalismus-20
OT
Ein sehr aufschlussreiches Interview unserer Kanzlerin und drei, wie ich finde, sehr lesenswerte Kommentare zum IST-Zustand in Sachen Krisenmanagement und Regierungsarbeit:
http://berlindirekt.zdf.de/ZDFde/inhalt/23/0,1872,2034103,00.html?dr=1
Einen schönen Tag!
@Ramona, wünsch Dir mal was. Bitte.
@Ramona, wünsch Dir mal was. Bitte.(Falls der Kommentar 2x erscheinen sollte, ich hab mich in der Email-Adresse vertippt)
Selbstversuch:
Dieses Wochenende bin ich mit einer Freundin, die ich schon ewig nicht mehr gesehen habe, an einem solchen Photoautomaten vorbeigelaufen. Wir haben dann prompt entschieden, die alten Zeiten wieder aufleben zu lassen und sassen kreischend vor Lachen auf dem Hocker. Die an der Kinokasse wartenden Halbwüchsigen waren sichtbar irritiert über uns; vermuteten wohl einen Fall von Alterssenilität.
(Und vorher wurde ich noch von ihrer knapp dreijährigen Tochter im Kindermemory mehrmals vernichtend geschlagen. Die war soooo gemein!)
*lach*
Ich wünschte, ich könnte sagen ich hätte sie gewinnen lassen …
Ach, Fotos, Fotos im Selbstversuch, sich ablichten zu lassen, sich vorher anleiten zu lassen, auf Kommando zu lächeln, ach, das schiebe ich… Aber ich muss es auch in den nächsten Monaten mal in Angriff nehmen, wenn der Frühling da ist, wenn es draußen duftet, jeder freundlich ist, frau von alleine strahlt… ;)
Tzzz, Kindermemory. Ich verliere da auch immer, @Dowanda. Immer! Es ist auch ein blödes Spiel, finde ich. :)
@Dowanda, diese niederschmetternde Erfahrung habe ich mit meiner kleine Nichte auch schon gemacht. Ich sage Dir, die Zwerge schummeln, was das Zeug hält:-)
@Lizzy, hab ich doch schon, diesmal im Stillen!
Ich wollte heute Vormittag nicht so laut sein, es herrschte doch das pst…..’Schweigen der Blogger’:-))
@Ramona, ich hatte es vergessen: Danke für den heutigen Link.
Gestern habe ich das von unserer Bundeskanzlerin unter SPON gelesen: „Merkel sagte, es sei “unverständlich, dass Banken, denen der Staat unter die Arme greift, in vielen Fällen gleichzeitig riesige Bonussummen auszahlen”.” Diese Naivität ist nicht zu toppen! Es haut dem Fass den Boden aus. Dass sie hierfür die Verantwortung federführend trägt, weil die Bedingungen für die Liquiditätshilfen und Garantien nicht ausgewogen waren, scheint ihr entgangen zu sein. :(
@Noisa, es gibt einige Punkte in diesem Interview, wo sie nicht überzeugt. Ihre Aussagen zum Thema Seehofer sind schwach, vor allem zur Kandidatenfindung des neuen Wirtschaftsministers. Hier hat sich eindeutig die CSU und nicht die Kompetenz durchgesetzt. Schon die Begründung es musste ein Franke sein, kann doch nur Kopfschütteln erzeugen. Die derzeitige Wirtschaftskrise ist weiß Gott der schlechteste Moment, um einem jungen, aufstrebenden Nachwuchspolitiker ein Experimentierfeld zu bieten. Hier hätte sie sich durchsetzen müssen.
@ramona: Das Problematischste bei Herrn Guttenberg ist – finde ich – dass er nicht in den Themen steckt. Nehmen wir mal an, er wäre tatsächlich geradezu genial und leistet Unglaubliches. Aber um j e t z t in der Krise bei den Entscheidungen richtig mitwirken zu können, muss er top fit sein. Und seine „Wissenszuträger“ müssen erst Vertrauen gewinnen und alle können ihn ja auch nicht parallel informieren. Ich finde auch, dass Frau Merkel zu dem Thema Glos / Guttenberg – nicht nur in dem Interview – sehr schwach aussah. Aber man weiß ja immer nicht, was hinter den Kulissen läuft. Vielleicht hat sie Kompromisse eingehen müssen, die wir nicht kennen.
@Ramona, ich guck mir das Interview mit der Kanzlerin später an. Es wurden an die HRE nur schon über 100 Milliarden € gewährt. Wie kann man sich über die grundlegenden Rechte der Aktieninhaber erst JETZT Gedanken machen? Das begreife ich nicht. Ich finde schon, dass ein 37-Jähriger Führungspositionen in der Politik übernehmen kann. Es fragt sich nur, ob zu Guttenberg hierfür qualifiziert ist. Seine unternehmerischen Erfahrungen im Mittelstand bezogen sich wohl – wenn überhaupt – auf den elterlichen forstwirtschaftlichen Betrieb. Für weitere, teure `Experimente´ kann der Haushalt nicht geschröpft werden…
In den USA ist eben ein ziemliches Greenhorn zum Präsidenten gewählt worden. Diese “Unverfälschtheit” löste grossflächige Jubelbrandherde aus. Warum kann man einem scheinbar Fachfremden die zu Guttenberg nicht auch ein paar Credits mit auf den Weg geben? Vielleicht ist genau das sein Vorteil. Vielleicht könnte man auch jeden Besenstiel in dieses Ministerium setzen und er würde dies besser machen als sein Vorgänger?
Ein junger, dynamischer Politiker ist ok, Noisa. Und Obama ist auch kein erfahrener alter Politiker, Dowanda. Aber sowohl grundsätzlich keine umfangreichen Erfahrungswerte zu haben u n d an einer neuen Wirkungsstätte u n d in der Krise – das ist doch ein bisschen viel “Neu” auf einmal. Ich hoffe mal, ich werde hier eines Besseren belehrt.
@Dowanda, @Petra:
…und dann so zu tun, als hätte man ja doch schon großes in der Wirtschaft erreicht, um später von einem ARD-Magazin entlarvt zu werden, das ist dann doch nochmal ein anderes Kaliber als Obama, vor allem was Vertrauenswürdigkeit betrifft. Barack Obama hat ja eigentlich auch nie behauptet, dass er alle Probleme lösen wird. Aber er hat sein Land dazu aufgefordert, optimistisch zu sein und die Schwierigkeiten dennoch beim Namen genannt. Ohne die fachlichen Fähigkeiten beider Politiker jetzt schon zu bewerten, muss man zumindest schon mal feststellen, dass Obama strategisch cleverer ist und sich ein Vertrauenspolster geschaffen hat. V.u.z. Guttenberg hat sich gleich zu Beginn erst mal ziemlich blamiert und eher den Eindruck hinterlassen, dass er sich etwas aufblasen will. Ich glaube an dieser Stelle wäre Bescheidenheit schlauer gewesen. In dieser Krise finde ich es absolut ok, wenn ein Politiker auch Respekt vor seiner Aufgabe zeigt. Jeder halbwegs politisch interessierte Mensch weiß doch ohnehin, dass sich hinter einem politischen Amt ein Heer aus Beratern verbirgt. Niemand hat es also nötig, sich als Fuchs auszuweisen. Da kann nur Eitelkeit im Spiel sein…
@Dowanda und @Noisa, genau das meinte ich. Einen Wirtschaftsminister, der eigentlich nie einer sein wollte, hatten wir. Und was dabei herausgekommen ist, haben wir gesehen.
Mir scheint, es wurde eine Übergangslösung für ein halbes Jahr gesucht und gefunden. Ich weiß bloß nicht, ob wir uns das leisten können. Dieses Amt erfordert in der jetzigen Situation absolute Fachkompetenz. Keiner weiß, was in den kommenden Monaten noch geschieht.
Von Guttenberg hat in einem Interview gesagt, dass er von Seehofers Vorschlag überrascht war, da sein bisheriges Interesse und seine Aktivitäten in die Außenpolitik lagen.
Also hallo, für mich ist so eine Aussage eindeutig.
@Petra, stimmt, die Machenschaften hinter den Kulissen tragen sicher auch zu diesem Ergebnis bei. Aber ich denke auch etwas weiter. Frau Merkel bzw. die CDU will im Herbst wiedergewählt werden und zukünftige Wähler von ihrer Führungsstärk überzeugen. So sicherlich nicht!
;-)@Dowanda, Du hast ja so Recht. Und einem Wirtschaftsminister ein paar Credits mit auf den Weg geben, klasse Wortspiel:-)
Aber ist nicht im vergangenen Jahr Steinbrück die treibende Kraft gewesen, wenn es um das `Krisenmanagement´der Regierung ging, @Ramona. Es mag sein, dass ich mich da auch täusche. Steinbrück hat sich für den Sonderfonds stark gemacht, Glos war im Hintergrund. Warum sollte sich das jetzt ändern? Zu Guttenberg gibt sich optimistisch, hat sich aber in der kurzen Zeit vermutlich keinen Überblick verschaffen können. Ob sich zu Guttenberg einen Gefallen mit dem Amt tut, wage ich zu bezweifeln. Gerade die kommenden Monate werden schwierig verlaufen, denn da werden vermutlich Schwächen der in 2008 verabschiedeten Gesetze in der Öffentlichkeit diskutiert werden und möglicherweise die Arbeit der SoFFin.
@Cate stimmt, war nicht auch Rammsauer eine Option? Der hatte aber aus Respekt vor dem Amt(besser er hat sich den Job nicht zugetraut) abgelehnt. Davor ziehe ich den Hut.
@Noisa ist es denn nicht so, dass beide Minister, sowohl für Finanzen als auch für Wirtschaft in diese Situation ganz eng zusammenarbeiten müssten. Und das muss doch sowohl den Wirtschaftsunternehmen als auch dem Bürger auch nach außen vermittelt werden. Nur so kann man doch Vertrauen gewinnen.
@Ramona, ja, stimmt.
Jeder Bundeswirtschaftsminister, der jetzt einsteigt, hat einen ausgesprochen schwierigen Job vor sich und muss teilweise auf die vergangenen politischen Entscheidungen aufsetzen. Ich bin gespannt, ob zu Guttenberg seinen Optimismus noch weiter verbreiten kann, wenn er sich intensiv mit der Materie befasst hat. Sein von ihm suggeriertes und offenbar falsches Bild als erfahrener Unternehmer lässt ihn nicht gerade glänzen. Eine peinliche Nummer! Aber bitte, dass, was Steinbrück + Merkel + der (passive) Glos abgezogen haben, halte ich für schädigend und konzeptionslos, auch wenn es gut gemeint war. Fragt doch mal mehr Steuer- und Staatsrechtlicher zu dem Thema, die unabhängig(er) sind. Da gibt es wirklich ein paar weitsichtige Profs.
(Ich bin zwar kein Fan von Oettinger, aber ich habe den Eindruck, als wenn er beispielsweise weitaus kompetenter an die HRE-Problematik herangeht.)
`das, was…´ Sorry. ;)
Oettinger kann ich nicht einschätzen, aber vielleich hast Du Recht. Die HRE-Infusionen sind verbranntes Geld, hier muss eine entgültige Lösung her.
Ach @Nois-chen, dass war aber ein schöner Plausch mit Dir.
Ich muß aber jetzt aussteigen, ich wünsche Dir einen netten Abend mit der Kanzlerin?:-) Bis morgen.
Hoffentlich müssen wir uns um MM keine Sorgen machen!
Ich wünsche mir jetzt doch ganz laut ein schönes, neues Posting @Lizzy.
Wunder gibt es immer wieder, heute oder morgen können sie gescheh’n…….hmmm….trallala……
@Ramona, Danke, den wünsche ich Dir und allen anderen auch! :)
Oh ja, ein neues Posting…
Wenn ich so bei uns aus dem Fenster gucke, dann könnte ich mir vorstellen, das unsere geschätzte Blogbetreiberin unterm Schnee begraben ist. Wenn es bei uns herunterschmeisst was geht, dann ist St. Gallen doppelt beschenkt.
Hach, sooooo schön. Könnte stundenlang zum Fenster rausgucken!
P.S. Ich kann übrigens auch stundenlang zum Fenster rausgucken. Denn heute kommt bei dem Wetter eh kein Mensch. Also macht Euch auf was gefasst … Dowanda wirds bald mal seeeeehr langweilig!
Dowanda, mach mal ein Foto und stell es uns (virtuell) ein. Alternativ von Eurem schönen Schnee oder von dir, aus dem Fenster schauend.
Hier hat es auch geschneit, es gibt aber keine schönen Berge. Nur Verkehrschaos. Alles ist etwas entschleunigt.
Krrrrr…….. ich will Frühling!!!!!
Ich kann dieses weiße Zeug nicht mehr sehen! Ich will Sonne, zartes Grün, Schneeglöckchen, Krokussel, Frühlingsgefühle und……:-)!
Da noch kei Postin eingesellt ist, mal ein anderes Thema.
Ich habe als völlig Karneval unerfahrener, aber nicht ganz humorloser Mensch, eine Frage an die Rheinländer, Westfalen und sonstigen Faschingstreibenden unter Euch. Ihr steuert ja auf den Höhepunkt der närrischen Zeit zu. In den letzten Wochen durfte man/frau via TV an der ‚riesen Stimmung’ des närrischen Treibens teilhaben.
Gestern am späten Abend, bin ich beim Zappen mal KURZ bei einem dieser Stimmungshöhepunkte hängen geblieben.
Entschuldigung, aber ich habe es nicht ausgehalten. Ist das Karneval, sehen so Karnevalsveranstaltungen bei Euch aus? Stundenlang an solchen Tischen klebend und quasi auf Kommando lachen? Phuuuu………, hätte ich länger reinschauen müssen, damit sich mir das erschließt oder liegt mein Komikzentrum völlig danieder?
Ihr könnt mich auch gerne ‚prügeln’. Kann ja sein, dass uns Sachsen da ein Gen fehlt:-(
@Ramona
Als Gott dieses Gen verteilt hat, war ich wohl auch eben kurz auf dem Klo. Tröste Dich. Und das obwohl ich faktisch im Auge des Sturms, nämlich der alemannischen Fasnacht, lebe.
Ab und an gebe ich mir noch einen Umzug; weils da Glühwein und St. Galler Bratwürste gibt *gg*
Draussen mühen sich zwei rasante Blondinen damit ab, das Auto aus dem Parkplatz zu schieben. Ich merk grad das ich älter werde … vor ein paar Jahren hätte ich mir das nicht entgehen lassen. Bleib doch lieber hier bei meinem Fencheltee im warmem Büro.
“Modern – Financial -Times� by Miriam Meckel….
Have a nice day everybody, there is snow in Copenhagen too, just so you know ;-))
@Ramona, nicht nur Dir fehlt dieses Gen, mir auch. Am Sonntag und Montag (Rosenmontag) bin ich in Düsseldorf und Köln und versuche kräftig mit zu schunkeln. So ganz will mir das aber nie gelingen. Ist auch kein Wunder. Als Nicht-Rheinländerin habe ich dieses Gen nicht und habe auch Muttermilch anstatt Kölsch oder Alt zu trinken bekommen.
Lustig sind diese Karnevalsumzüge trotzdem und ich werde auch dieses Jahr wieder versuchen ein kleines bißchen eine rheinische Frohnatur zu werden.
Ramona, Karneval im Fernsehen geht gar nicht…und ich glaube, gestern war Mainz dran, das geht schon erst recht nicht (sorry:-))! Viele Grüße von irgendeinem Rastplatz…
Zum Gen (@Ramona, @Lizzy):
Rheinländerin bin ich, ja. Unlustig dürfte ich nicht sein, aber dieses Humta Humta-Tätärä-Gen fehlt mir definitiv. Büttenreden finde ich langweilig. Die Tamtam-Musik klingt in meinen Ohren nicht angenehm. Karneval `hier´ in meiner Stadt ist ziemlich primitiv. Die Karnevallisten grölen und saufen. Ich werde mich aber vor dem hiesigen Karnevalszug nicht drücken können – die Kids lieben es, Bonbons und Krimskrams zu sammeln…
Aber jede(r) so wie sie/er mag. Eine gute Bekannte erzählte mir gestern, dass sie in Düsseldorf feiern werde. Sie wunderte sich, dass ich nicht jeck bin. Na ja, ich bin mir nicht sicher, ob ich mich einen Tag in einer Hochburg wie Köln und Düsseldorf wirklich wohlfühlen würde, gar angenervt hinter meiner Maske reinschauen würde, ggf. die Flucht ergreifen würde. Ich habe unschöne Erinnerungen an die jecke Zeit, Bierbüchse auf den Kopf, auch in Venlo wird gefeiert etc.
Ich will hier aber keinem die Freude verderben. Echt nicht.
Einen schönen Tag noch – mit Schnee oder ohne – mit Kostüm oder ohne, Helau, Alaaf! :)
@Dowanda, ich dachte Du bist 35? :)
@Dowanda und @Lizzy, ich könnte mir vorstellen, dass der Straßenkarneval oder Umzug wieder etwas anderes ist. Aber die finden ja nur an wenigen Tagen statt. Aber diese Veranstaltungen in ‘geschlossenen Räumen’, also lustig geht bei mir anders!!!
@Dowanda, sag ich doch, die Frühlingsgefühle fehlen sonst stündest Du bestimmt neben den Beiden:-))
@noisa
Nicht bei diesem Wetter!
:)
Ich stell mir die Situation gerade dennoch einfach vor, @Dowanda. :)
@noisa
Tu das, mein Zuckererbschen. Es ist schön, wenn ich Deine Phantasie anregen kann :-)
@Urs, bist Du auch eingeschneit?
Ich glaube in Zürich ists noch ärger, meine “Exfrau” meinte grad eben der Busfahrer habe die Passagiere mitten auf der Strecke ausspucken müssen weil nichts mehr ging.
Ach, @Dowanda, fällt mir gerade so ein: Die attraktive, blonde Bankerin, die kürzlich im Büro war, ist ganz schön verlegen geworden….. :) Also auch die Damen IN den Banken können was haben. So, jetzt ist aber Schluss. ;)
Ja, wo ist eigentlich @Urs?
@noisa
Was hast denn mit der armen Frau angestellt, Du stilles Wasser? Tz tz tz
Einfach nur freundlich geredet. Es muss wohl an meiner Ausstrahlung gelegen haben, Dowanda. *selbstbeweihräucher* ;)
(@Dowanda, aber die nette Bankerin war vielleicht Ende 20. Ich habe mich innerlich nur amüsiert.)
@Dowanda, was macht eigentlich die nette “SIE”? Ist es JA oder JA?:-)
Es genügt ein Wort!
@to all, Ramona, Petra, Noisa et , bin in den Bergen eingeschneit, bei Raclette, Fondue, Fendant, Dole, etc. Hab, das gemacht, was Miranda schrieb: loslassen. Konnte zu Sport und Indentiätssuche bzw.-Bestimmung “who is who” (Ramona 1-?) nichts beitragen, weil ihr alles geschrieben habt. Das Thema “Politiker” hatten wir abgehandelt, ich schrieb einst, dass es “systemimmanent” ist, Figuren zu bestimmen, innerparteilich, die für Schönwetterperioden annehmbar sind, aber bei “Stum und auf hoher See” völlig versagen.Daher immer wieder: es braucht die totale Veränderung im Parteiensystem, wer wählt denn Minister aus? Welche Qualifikation brauchen sie? Reichen Jura und Politikwissenschaft aus und einen Vater als Vorgänger? Wenn Regionalzugehörigkeit (Franke, Oberbayer, etc.) Kriterien für den Wirtschaftsminister in der schlimmsten Krise seit 1945 sind, im bedeutendsten Wirtschaftsland des Kontinents, dann bleib’ ich im Schnee und werde Skilehrerin mit Uni-Abschlüssen und im Sommer Bergführerin (-Verführerin) bim Almöhi un em Geissenpeter. Das sit mir sicherer und schöner. Schick’ euch eine Lawine lieber Grüsse.