MM_Dickinson
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20. März 2009, 13:24 Uhr, Geschrieben von Miriam Meckel

Hier bitte nicht fragen

Mit Anfang 40 kann man argumentieren, die Zeit der Selbstbaumöbel sei vorbei. Was aber tun, wenn das „Billy-Regal” von IKEA einen bereits seit 25 Jahren begleitet? Ein „Billy” kam zum anderen, um das umfängliche Lesegepäck und -proviant zu verstauen, das sich über die Jahre angesammelt hat.Meine Bücher wachsen wieder einmal über den Regalplatz hinaus, sie wachsen in kleinen, krummen Stapeln, neben dem Sofa, im Flur, auf allen zur Verfügung stehenden Tischen. Meine Wohnung wird zum Bücherslalom, ein neues Regal muss her.

Ich wäge lange ab. IKEA oder nicht? „Billy” oder eine Variante, die einfach geliefert wird und dann fertig steht? Ich entscheide schließlich doch zugunsten von „Billy”, einfach weil ein „Billy” zum anderen passt. Es ist die Entscheidung fürs Selbstbauen.

Es ist auch eine Entscheidung fürs Selbstmachen in jeder Hinsicht. Nach einem endlosen Gang durch die Verkaufsausstellung (den man womöglich abkürzen könnte, ich weiß aber leider nicht wie), finde ich im Segment „Arbeitszimmer” endlich die Regalnummer, unter der ich mein weiteres „Billy” finden soll, mittelbraun, 40 x 220 cm, Regal 19.

In Regal 19 gibt es „Billy” in allen Farben, außer in mittelbraun. Erste Vermutung: die Ware ist ausverkauft oder wurde aus dem Sortiment geworfen. Zweite Vermutung: Man müsste mal an der Information nachfragen. Die befindet sich in der Mitte der Markthalle, aber fragen kann man niemanden. Selbstrecherche am PC ist angesagt. Der zeigt mir nach etlichen Klicks, dass mittelbraune „Billys” – anders als ihre andersfarbigen Brüder – nur über die Warenausgabe zu beziehen sind. Ich muss das Regal selbst bestellen, dann bekomme ich einen Ausdruck mit Warencode. Mache ich! Selbstbesteller bin ich doch gerne.

Keine Ware ohne Bezahlung. Die Kasse sieht merkwürdig leer aus. Keine Kunden, aber auch keine Kassierer. Ich stelle fest: selbst ist auch hier die Frau. Nach einer längeren Orientierungsphase finde ich den Scanner, mit dem ich den Barcode einlesen kann. Den Barcode auf meinem Bestellausdruck mag der Scanner nicht. Ich soll doch bitte die Zahlen per Hand eingeben, auf dem Ziffernpad, das erst am Bildschirm erscheint, nachdem ich drei Mal den ganzen Vorgang neu gestartet habe. Es klappt. Die Selbstkassier-Kasse zeigt den Betrag an, den ich nun von meiner EC-Karte abbuchen lassen kann.

Mit dem selbst ausgedruckten Kassenzettel laufe ich zur Warenausgabe. Dort ist auch niemand. Riesige Schalter mit der Leuchtanzeige „Kundenservice” gähnen mich an. Ich warte einfach mal ab. Nach etwa zehn Minuten fange ich an, die Schalter abzusuchen. Sicher ist hier irgendwo eine Eingabemaske, bei der ich irgendetwas selbst machen muss, damit das Regal mich erreicht. Aber ich finde nichts. Aus den Tiefen der Lagerhalle taucht dann eine Dame aus, die mein Regal auf einem Wagen zu mir bringt. Es gibt doch Menschen hier!

In der Betriebswirtschaftslehre nennen wir mein Erlebnis „Customer Integration”. Es heißt nichts anderes, als dass der Kunde alles selber macht und trotzdem bezahlt. Ich habe etwa zwei Stunden für den Einkauf eines Regals gebraucht. Und ich möchte mir noch gar nicht vorstellen, wie lange ich zuhause noch brauchen werde, um die Holzteile in „Billy” zu verwandeln. Ich habe mir dieses Produkt nicht gekauft, ich habe es mir hart erarbeitet.

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96 Reaktionen

  1. 21. März 2009, 14:30 Uhr, von Noisa Gefällt einem Leser
    051

    @Ramona: Ja! Es tut sich was… :))

    Antworten
  2. 21. März 2009, 14:37 Uhr, von Noisa Gefällt einem Leser
    052

    @Lizzy, ich glaube nicht, dass Roller & Co. wirklich preiswerter als IKEA sind. Sie machen nur einen auf billig und ziehen damit die Kundschaft an, die über wenig(er) Geld verfügt. Wir hatten per Telefon mal versucht, über so ein Möbelhaus eine Marken-Küche zu bekommen. Zwischen Lockangebot laut Prospekt und tatsächlichem Angebot lagen hinterher Welten. Wie sich der Preis zusammen setzte, konnte gar nicht festgestellt werden. Natürlich wurde uns ein Ratenzahlungsangebot direkt unterbreitet. Da lob ich mir doch die Preisgestaltung des schwedischen Möbelhauses. Ich behaupte einfach, dass Roller, Poco etc. als Zielgruppe die Sozialschwächeren haben, mit ihnen einen Reibach machen und sie teilweise veräppeln. Da sich die AII-Empfänger etc. kaum wehren, findet sich über die komische Geschäftspraxis dieser Möbelhäuser auch kaum was.

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  3. 21. März 2009, 15:02 Uhr, von Ramona Gefällt einem Leser
    053

    Wie sitzt man/frau denn auf sowas? Ob das gesund ist?
    http://www.ikea.com/de/de/catalog/products/80141124

    Antworten
  4. 21. März 2009, 15:03 Uhr, von Lizzy Gefällt einem Leser
    054

    @Noisa, stimmt. Eine Küche wollte ich mir dort auch einmal kaufen. Am Ende war die seeeeeehr teuer.
    Markenware haben Roller & Co. Natürlich auch. Aber eben auch billigere Dinge. Und die Discounter findet man überall. IKEA wiederum nicht. Ich muß immer etliche Kilometer fahren, um dorthin zu kommen.
    Wichtig ist aber, was will man haben, wieviel will man ausgeben und wofür will man etwas haben. Geschmäcker sind, zum Glück, verschieden.

    Antworten
  5. 21. März 2009, 15:08 Uhr, von Dowanda
    055

    @Ramona
    gestern 19.44
    Natürlich sind die Nazivergleiche daneben – aber das Deutschlandbild besteht auch nicht nur aus der Bild-Zeitung und Monika Hohlmeier. Wenn ja, ist die Empörung doch auch gross.

    Antworten
  6. 21. März 2009, 15:13 Uhr, von Petra
    056

    „Reich mir mal den Rettich rüber“ ist klasse, geht mir nicht mehr aus dem Kopf. Wenn ich auf solche Ehepaare treffe und diese von ihren Weltreiseerfahrungen und nicht vorhandenen IKEA-Möbeln erzählen, werde ich still denken „reich mir mal den Rettich rüber“.
    (@Noisa: „Unsere erste Wohnung haben wir auch mit IKEA eingerichtet.“ Ja,ja, „reich mir mal den Rettich rüber“)

    Zu Roller: Hier haben wir mal einen Schlafzimmerschrank gekauft, der – sagen wir mal – erhöhten Anforderungen ausgesetzt war. Das ist jetzt einige Jahre her und der Schrank hält und hält…

    Wir haben uns jetzt erstmalig teurer eingerichtet und ich finde es sieht sehr schön aus. Muss auch für die nächsten 60 Jahre reichen, denn mit dem Thema Möbelkauf wollen wir uns jetzt erstmal nicht befassen, wir haben eine Menge Nerven gelassen (was, wie, wo, warum…). Dennoch – das schrieb ich schon (man wird alt und tutelig und fängt an, sich zu wiederholen) – konnte ich mich von den alten Möbel schwer trennen. Neben den IKEA-Regalen: meine erste Anbauwand, von meinem eigenen Geld bezahlt, verschwand einfach so… schnieff

    Antworten
  7. 21. März 2009, 15:19 Uhr, von Lizzy
    057

    Och @Petra, ich könnte jetzt noch heulen. Meine Anbauwand war fast 15 Jahre alt und ich konnte sie einfach nicht mehr sehen. Sie war einfach häßlich. Als ich alle Sachen ausgeräumt hatte und sie so „nackt“ dort stehen sah, stand ich kurz davor, meine neuen Möbel abzubestellen und meine alte Schrankwand wieder einzuräumen. Ich habe es nicht getan und bin auch froh darüber.

    Antworten
  8. 21. März 2009, 15:35 Uhr, von Fabian
    058

    Kurze Frage: Ist das vielleicht ein schweizer IKEA? (Das würde zumindest manches erklären…)

    Antworten
  9. 21. März 2009, 15:58 Uhr, von Noisa
    059

    „reich mir mal den Rettich rüber“ @Petra: :))))) Hach. Lustig. Sonne macht wirklich etwas übermütig, @Anja.

    Antworten
  10. 21. März 2009, 16:11 Uhr, von Noisa
    060

    By the way: Ich stehe zu unseren beiden Klippan-4er-Sofas. Wirklich. Nur 300,00 € jedes mit künstlichem Schafsbezug. Irgendwie kuschelig. Man kann sich zudem ganz ausstrecken.

    Und hier gibt es zwei Reaktionen:

    (1) Die einen, die „reich mir mal den Rettich“-Typen erzählen direkt von ihrem Markensofa und denken, dass wir das als Übergangslösung gewählt haben. Ich amüsiere mich innerlich immer darüber. Mein Erlebnis von damals „Och, Du …“ ist überwunden. ;)
    (2) Die anderen, die meist wirklich erfolgreichen, kreativen Typen erzählen von ihren IKEA-Möbeln.

    Liebe Leute, genießt die Sonne. Morgen soll es regnen. :))

    Antworten
  11. 21. März 2009, 16:20 Uhr, von Ramona
    061

    Ehmm @Noisa, wie meinst Du das?:))

    @Dowanda au fein, bist Du jetzt online?:-)
    Ich finde diese ganze Debatte unerträglich, weil es bei dieser Meinungsverschiedenheit nicht mehr um die Sache geht. Steinbrück fordert doch nur, was andere europäische Staaten und die USA auch fordern. Als die USA den Schweizer Banken in Sachen UBS die Pistole auf die Brust gesetzt haben, gab die Schweizer Regierung nach. Kein Schweizer Politiker oder Journalist hätte sich erlaubt, in diesem Stil die Obama-Regierung oder den Finanzminister der USA zu attackieren.
    Im Fall Steinbrück scheinen alte Vorurteile hoch zu kochen.
    Aber lass uns über schönere Dinge schreiben.

    Ich war eben im Gartencenter, habe bunte Blümelein gekauft und in Schalen auf dem Balkon gepflanzt. Jetzt sieht es tatsächlich wir Frühling aus:-))

    Antworten
  12. 21. März 2009, 16:24 Uhr, von Noisa
    062

    @Ramona, ich meinte wirklich nur das Wetter.
    Du hast es Dir hübsch gemacht – auf dem Balkon? Nett. :)

    Antworten
  13. 21. März 2009, 16:31 Uhr, von H.
    063

    Falls noch jemand gebrauchte BILLY Regale in mittelbraun sucht ;-)

    Antworten
  14. 21. März 2009, 16:35 Uhr, von Ramona
    064

    @Noisa, nett???
    Du weißt, nett ist der kleine Bruder von…………! *grübel*

    Antworten
  15. 21. März 2009, 16:40 Uhr, von Noisa
    065

    Liebe @Ramona, ich meine wirklich `nett´ im ganz positiven Sinn. :)

    @H., toller Link. Für mich kommt er zu spät, denn ich habe die Dinger vor Jahren an einen Selbstabholer verschenkt. Dabei waren auch die hochpreisigen Billy-Eckregale!

    Sorry, wenn jemand meint, ich habe zu viel Sonne abbekommen, mag das stimmen. ;)

    Antworten
  16. 21. März 2009, 16:45 Uhr, von Steffi
    066

    Ein tolletr Artiekl, Frau Meckel!
    Ich habe mir letztes Jahr eine Innenarchetektin geleistet. Sie hat für sämtliche Räume meines Hauses mehrere Entwürfe und Vorchläge erarbeitet. Dabei kam es auch immer wieder zu dem ein oder anderen IKEA-Produkt. Eine Aussage werde ich dabei nicht vergessen: Billy-Regela sind unschlagbar! Und so habe ich nach meinen Studentenbuden nun wieder Billy-Regale im Arbeitszimmer (weiß). Nur eines hat sich im Gegensatz zur Studentenzeit geändert: Ein Freund holt für mich die Regale und hat sie alle aufgebaut. Und ich? Ja, ich konnte ihm dabei mit diversen Studentenerinnerungen unterhalten und Kaffee servierien. Mit 20 habe ich die Regale auch immer wieder selber aufgebaut; jetzt mit 40 lasse ich es langsamer angehen… .

    Antworten
  17. 21. März 2009, 16:48 Uhr, von H.
    067

    Übrigens, Deutschland ist das umsatzstärkste `IKEA Land´. Wer wundert sich da noch über die gut besuchten IKEA Häuser?
    Die Schweiz war in der Statistik nicht zu finden (Bei gähnender Leere keine Überraschung, oder?). ;-)

    Antworten
  18. 21. März 2009, 17:22 Uhr, von Ramona
    068

    Hat eigentlich jemand mal ein anderes Möbelstück, als Billy-Regale bei IKEA gekauft und kann solche Lobeshymnen darüber singen?
    Also wir kauften uns vor einigen Jahren mal ein weises Doppelbett, was der Fehlgriff des Jahrhunderts war. Nach einem halben Jahr hatte sich der Rahmen völlig verzogen und das Bett knarrte bei jeder Bewegung. Nicht was Ihr denkt!:-)
    DAS haben wir uns, wegen störender Geräuschkulisse auf diese Liegewiese, gar nicht mehr getraut:-))
    Die Reklamation war gar nicht so einfach. Es sollte gegen ein gleiches Modell getauscht werden, was für uns nicht in Frage kam. Nach langem hin und her, hat IKEA dann doch den Kaufpreis zurück erstattet.
    Wir bestellten dann bei PORTA, die auch kurzfristig lieferten. Nur die Federholzrahmen kamen erst 4 Wochen später. Das ist aber eine andere Geschichte.
    Über Möbellieferungen und Reklamationen könnte ich auch ein Buch schreiben. Der Papierkram füllt bei mir einen Aktenordner:-(

    Antworten
  19. 21. März 2009, 17:31 Uhr, von Noisa Gefällt einem Leser
    069

    Ja, @Ramona, dieses Bett hier ist ebenfalls ein absoluter Fehlgriff:
    http://www.ikea.com/PIAimages/82135_PE208146_S4.jpg

    Die Ecken sind äußerst scharfkantig. Um die Nachtruhe des Partners nicht zu beeinträchtigen, dürfte man gelegentlich auf Licht verzichten. Bei diesem Bett besteht ohne Licht erhebliche Verletzungsgefahr!

    Antworten
  20. 21. März 2009, 17:41 Uhr, von Noisa
    070

    Die Bürodrehstühle sind auch nicht besonders tauglich. Eine ehrliche IKEA-Mitarbeiterin hatte mir von dem Kauf dieser Stühle abgeraten. Ich empfehle “Steelcase”, schick und funktional.

    Billy, die Effektiv- und Galantsysteme sind aber wirklich unschlagbar, passen sich vor allem den wachsenden Anforderungen an.

    Nach diesem Posting werde ich mich doch endlich bei IKEA bewerben. ;)

    Antworten
  21. 21. März 2009, 17:47 Uhr, von Ramona Gefällt einem Leser
    071

    Aua, ich spüre schon die blauen Flecken. Euer Fehlgriff? Hat das Bett nur eine Matratze? Das geht garnicht. Da merkt man/frau doch, wenn der Andere sich dreht und kullert ständig zusammen:-)
    Wenn, dann nur geteilte Matratzen.

    Antworten
  22. 21. März 2009, 17:52 Uhr, von Noisa
    072

    “Wenn, dann nur geteilte Matratzen.” Hm, @Ramona, das war zwar keine Frage… Nein, ich verrate hier nicht mehr. ;)

    Das obige Bett musste schnell ausgetauscht werden. Wir konnten es auch niemandem andrehen, nachdem ich mich mehrfach verletzt hatte…

    Antworten
  23. 21. März 2009, 18:00 Uhr, von Ramona
    073

    @Noisa, ich will Dich auch nicht ins Plaudern bringen….:-)))))
    Ich wünsche einen schönen Abend, wir wollen heute mit Freunden noch ein wenig meinen Geburtstag nachfeiern. In einem Club bei Livemusik, mal sehen, wie es wird. Also dann…..!

    Antworten
  24. 21. März 2009, 18:01 Uhr, von Noisa
    074

    Viel Spaß! Feiert schön, @Ramona. :))

    Antworten
  25. 21. März 2009, 18:04 Uhr, von Mesm
    075

    Found this one on my way to discover the virtual bookcase-assemble-manual last night. I had no idea that IKEA had so many creative interpretations out there…. :-))

    BILLY; live at the
    Landor Theatre
    …..

    Antworten
  26. 21. März 2009, 18:14 Uhr, von H.
    076

    @Ramona
    Ja, ca. zwei Drittel meines Inventars stammen von IKEA und ich bin zufrieden. Ich besitze allerdings keine BILLY Regale, sondern Massivholzmöbel.

    @Noisa
    Bewirb dich lieber nicht . ;-)

    Antworten
  27. 21. März 2009, 18:50 Uhr, von Mesm
    077

    ….as the man sings; ?John Lewis meets Ingmar Bergman? or “we are ready to assemble America?….

    …..and this is just to keep everyone interested up to date about who is this “person? “John Lewis.
    (www.johnlewis.com/Shops/DShome.aspx)

    ;-)

    Antworten
  28. 21. März 2009, 18:57 Uhr, von Janine
    078

    ^^ Gibt’s da eta einen Werbevertrag mit Ikea ^^…..

    Ich fahr da nie hin. ^^. Ich hab auch nichts in meinem Zimmer, was ich bewusst bei Ikea gekauft hab ^^.

    Antworten
  29. 21. März 2009, 19:51 Uhr, von Sonja
    079

    Wie gut, meine Billyregale waren immer bereit, sofort mitgenommen zu werden. Ich hätte ansonsten wahrscheinlich ganz verzichtet. Was ich allerdings auch nur empfehlen kann:

    http://img.photobucket.com/albums/v448/Kay_Scarpetta/sonstiges/IMG_0893.jpg

    Antworten
  30. 21. März 2009, 20:12 Uhr, von Cate
    080

    Selbstbau auf kreative Art: http://ikeahacker.blogspot.com/

    Antworten
  31. 21. März 2009, 20:37 Uhr, von Mesm Gefällt einem Leser
    081

    Music makes life evolve….? ;-))

    Antworten
  32. 21. März 2009, 22:30 Uhr, von Anja
    082

    Heute hatte ich das IKEA Kontrast Programm. Ich war in einem Designer-Möbelgeschäft, da ich dort etwas besorgen mußte, natürlich für jemand anderen;-)

    Tolle Möbel, ausgefallenes Design, super Qualität, unvorstellbare Preise. Aber dafür bekommt man wirklich einzigartige Stücke. Trotzdem verbietet es meine Erziehung und Wertevorstellung, mir einen Stuhl zu kaufen, der teurer ist, als die monatliche Rentenzahlung meiner Eltern. Und was will man schon mit einem einzigen Stuhl;-)
    Witzigerweise muß ich mir in solchen Momenten tatsächlichn immer vorstellen, was meine Eltern sagen würden, wenn ich Ihnen solche Luxusgüter präsentieren würde…und schon bin ich kuriert!
    Es muß halt zumindest noch ein gesundes Verhältnis zu seinem Nutzen haben (außer bei Schuhen!!!)

    Antworten
  33. 21. März 2009, 23:05 Uhr, von Walter
    083

    Die monatliche Ratenzahlung meiner Eltern- die neue Maßeinheit?
    Reich mir mal den Rettich rüber.

    Ikea war einmal eine Metapher für neues einfaches Leben, ist es nicht mehr. Mittlerweile werden Billy- Regale eher gekauft weil die neuen zu den alten passen sollen, als fortgesetzte Vergangenheit, deren Bedeutung sich auf den Inhalt- die Bücher- überträgt. Billy geht mit der Zeit:

    “Moderner Klassiker
    BILLY Bücherregal wurde Mitte der 70er-Jahre erstmals produziert
    und mauserte sich bald zu einem absoluten Publikumsliebling. Aber
    auch alte Weggefährten bieten manchmal noch Platz für Verbesserungen.
    Deswegen arbeiten wir ständig an Details, um das Bücherregal
    sogar noch besser zu machen. Einige Verbesserungen fallen
    dabei kaum auf, andere wiederum bemerkst du sofort. Zuletzt haben
    wir z.B. alle Beschläge verdeckt und die Rahmen der Holztüren
    schmaler gemacht, damit sie eleganter wirken. Wir tun alles, damit
    dir dieses Bücherregal über viele Jahre Freude bereitet.”

    Unsere schwarzen Regale sind in den letzten 20 Jahren mehrmals umgezogen, von einem Zimmer ins andere, zuletzt vor einigen Wochen. Jetzt kleben handgeschriebene Zettel an den Regalbrettern, da Lea mal Ordnung in die Unordnung bringen wollte. Das Einsortieren von Büchern ist eine Herausforderung und verlangt ein System, das viel über uns und unser Verhältnis zu Büchern aussagt. Dabei mischt sich Rationales mit Irrationalem. Zeige mir dein Bücherregal und ich ahne wer du bist.
    Die Selbstironie der Vierzigjährigen ist kaum zu überbieten, später überwiegt dann die Nostalgie.

    PS: Zur Ikea- Ausstellung (Noisa und Petra): Besucht einmal AnneWill in Adlershof.

    Antworten
  34. 21. März 2009, 23:40 Uhr, von Anja
    084

    Rente, nicht Rate Walter! Und Du hast recht, es geht ums richtige Maß, auch wenn es absichtlich ein wenig überspitzt gemeint war..

    Antworten
  35. 22. März 2009, 0:07 Uhr, von Anja Gefällt einem Leser
    085

    Das Zeit Plagiat von Attac heute ist übrigens ein echter Coup! Bin sehr gespannt auf die kommenden Reaktionen auf diese Aktion, bis jetzt ist es noch merkwürdig ruhig. Das wird aber sicherlich nicht so bleiben

    Antworten
  36. 22. März 2009, 8:18 Uhr, von Walter
    086

    Rate statt Rente, interessant…

    Ikea- Einkäufe zu Beginn des Frühlings sind kein Zufall. Wir assoziieren mit Ikea immer noch bunte Farben, ein offenes Lebensgefühl und die Austreibung des Winters.
    Nicht ganz ernst gemeint, aber auch nicht ganz unbegründet scheint der Vorschlag, einen Ikea- Markt in second life zu eröffnen. Wenn es bei Ikea im real life schon menschfrei zugeht und die Mitarbeiter vorzugsweise mit ihrem Computer kommunizieren, (Anja, 20. März, 20:54) macht es keinen Unterschied mehr, wenn sie mit ihrem Avartar die Kunden virtuell bedienen.
    Mit dem Vorschlag bin ich übrigens nicht der erste: firma-21.de/Download/IKEA.pdf

    Schön dass endlich Frühling ist, das Posting passt dazu.

    Antworten
  37. 22. März 2009, 8:45 Uhr, von Petra
    087

    @Walter „Das Einsortieren von Büchern ist eine Herausforderung und verlangt ein System, das viel über uns und unser Verhältnis zu Büchern aussagt.“

    Ja, ja ,ja. Die Einordnung der Bücher, über die ich mir schon seeehr viele Gedanken machte, als das neue Regal noch gar nicht stand, fiel mir schwer: also, die Bücher, die man oft braucht, unten, weniger Wichtiges nach oben. Was ist sehr, was weniger wichtig? Die allgemeine Anordnung – nach Themen – ok. Dann: welche Themen. Ich habe mich sehr schwer getan und viel überlegt. Jetzt, wo die Grundsystematik steht, geht es mir besser und ich bin auch zufrieden mit mir. Aber ich höre jetzt schon die Stimmen von Freunden und Verwandten (je nach Einstellung zu mir, nett gemeint oder sarkastisch): typisch Petra, aus der Einordnung von Büchern eine Wissenschaft zu machen.

    „Zeige mir dein Bücherregal und ich ahne wer du bist.“ Wieder mal sehr treffend formuliert.

    „…da Lea mal Ordnung in die Unordnung bringen wollte“ Manche brauchen die äußere Ordnung, um ihr inneres Chaos in geordnete Bahnen zu lenken. „Das Genie beherrscht das Chaos“ Weil ich keines bin, brauche ich ganz dringend meine Ordnung.

    Bei anderen scheint das Gehirn so klar strukturiert zu sein (Walter), dass es der äußeren Ordnung nicht bedarf.

    Antworten
  38. 22. März 2009, 8:49 Uhr, von Ch G
    088

    IKEA, Billy oder BERTBY scheint egal zu sein, ich wollte gestern ein Bertby erwerben, IKEA hat mir diesen Wunsch echt schwer gemacht.
    Gegen 13.30 Uhr wurde das Auto bestiegen und wir machen uns auf den Weg nach Mannheim, IKEA wir kommen.
    Auto geparkt, einen Kaffee getrunken und los ging es, Wand nach dem Hängeschrank abgesucht und siehe da hier hängt es, aber was ist das anstatt ein roter Zettel mit Regalnummer und Fachnummer ein gelber Zettel mit der Info “Bitte wenden Sie sich an einen Mitarbeiter” gelesen- getan.
    Die Dame telefonierte, nicht wirklich geschäftlich, aber warten sollte ich dennoch.
    Telefonat beendet und mitgeteilt, daß ich ein Bertby erwerben will und dort einen Zettel vorgefunden habe mit der Info mich an einen Mitarbeiter zu wenden, ich fragte “bedeutet wohl nichts gutes, habe letzte Woche eins gekauft benötige noch eins, können Sie mir helfen?” Mitarbeiterin IKEA warum sollte dies was schlechtes bedeuten, habe heute Morgen bereits ein verkauft im Bestand waren noch 69 Stück, Sie macht sich am PC zu schaffen murmelt vor sich hin, dann kurz zu mir hängt im ??Bestand, nimmt Telefon zur Hand, redet mit jemand legt auf, dann auf ein neues grummelt vor sich hin, telefoniert, grummelt – telefoniert – grummelt – telefoniert und endlich wieder an mich Gewand, das Bertby können Sie erst Montag haben, meine Schwester daraufhin, wir sind 60 km gefahren, Montag nochmal kommen ist nicht so einfach. Mitarbeiterin tja kann nichts tun Montag, wir an das Regal und Fach in der die Ware letzte Woche lag, einfach mal zum nachschauen, was stellten wir fest, umgeräumt, am PC uns mal selbst informiert, festgestellt, weiß und schwarz schon in neuer Regalwand, nur silber noch nicht umgelagert. Hm heißt wohl, Bestand vorhanden aber umlagern nicht abgeschlossen, deshalb sollen wir Montag nochmal kommen- nee nicht mit mir….
    Ab an den Infostand und nachgefragt, wo genau liegt Walldorf, kann nicht soweit sein, dort gibt es den nächsten IKEA, Mitarbeiter guckt komisch, weiß scheinbar nicht ob er antworten will oder soll, entscheidet dann jedoch scheinbar ok sag ich es Ihr halt.
    Ins Auto und auf nach Walldorf und siehe da dort räumt man die Regale gerade nicht um und wir können das Bertby erwerben. IKEA, jedoch gibt es wohl diese Probleme in fast alles Läden die Möbel zur sofort Mitnahme anbieten und deshalb wird es wohl bald wieder mal heißen – fahren wir ins IKEA ???

    Antworten
  39. 22. März 2009, 9:48 Uhr, von Miranda
    089

    @Anja

    danek für den Hinweis, habe eben die Online Version gelesen…eine klasse Idee, leider war ich gestern nicht in der Innenstadt unterwegs, so weiß ich nicht ob sie dort ausgeteilt wurde…befürworte solche Aktionen.
    Gut ist schonmal dass die Zeit Redaktion sich zwar verärgert zeigte aber keine weiteren Schritte unternimmt.
    Eigentlich ist es ja auch ein Kompliment wenn man die Zeitung für würdig erklärt dass Duplikat unter dem Nane erscheinen zu lassen

    Nur gute Energie kann auch gutes bewirken, bei sovielen Negativmeldungen auch wenn es die momentane Realität ist werde ich müde und lese aus einem gewissen Pflichtgefühl, weil ich ja informiert sein will den Spiegel, Die Zeit, auch hier im Blog lerne ich immer mal wieder dazu, aber werde immer müder und lustloser…

    Antworten
  40. 22. März 2009, 10:59 Uhr, von Mesm Gefällt einem Leser
    090

    Ohhh. I see there is a new posting, so goodbye IKEA – “BILLY the bookcase says’s hallo? (or goodbye ;-) – I say; have a nice Sunday everybody, see you all on the other side….. :-)

    Antworten
  41. 22. März 2009, 23:18 Uhr, von Aron
    091

    Für die nächsten Billy-Käufe. in JEDEM Ikea ist die Abkürzung immer durch’s Restaurant. So spart man die Verkaufsabteilung und gelangt gleich in die Ramschhalle, wo es Geschirr, Kissen, Teppiche, Blumentöpfe, Handtücher und all das andere Zeug gibt. Da muss man nochmal durch und dann kommt man in die Halle mit den Riesenregalen, wo es Billy gibt. Danach kommen nur noch die Kassenschlagen. Ist in jedem Ikea gleich, also merken, Abkürzung durchs Restaurant!

    Antworten
  42. 23. März 2009, 14:11 Uhr, von Fabian
    092

    Anja, weil es das vor kurzem in den USA schon mal gab: NYT – und die Medien darüber schon reichlich berichteten. #Attac ZEIT-Fake (aber morgen soll es als Beilage der taz erscheinen)

    Antworten
  43. 24. März 2009, 10:47 Uhr, von St
    093

    welcher IKEA ist das?

    In dem IKEA den ich kenne laufen tausende gelb-blaue Männeke rum, die überall rumwuseln und leere Kassen habe ich dort noch nie gesehen! Da wäre auch eher der Wunsch der Vater des Gedanken…:-)

    Antworten
  44. 25. März 2009, 4:29 Uhr, von stefan
    094

    OT. bei uns im Ort hat sich eine Möbelschreinerin niedergelassen, die erzählte mir dass Akkuschrauber bei der Meisterprüfung nicht erlaubt sind.

    Die frischen Meisterinnen und Meister hatte alle Schwielen an de Händen, Gelenkschmerzen und Muskelkater im Unterarm.

    Wenn man bedenkt dass sie bei jedem sichtbaren Ausrutscher Punktabzug bekommen, keen Wunder

    Antworten
  45. 30. März 2009, 21:07 Uhr, von Mesm
    095
    Antworten
  46. 4. April 2009, 11:33 Uhr, von Mesm
    096

    IKEA – The Democratic Design…?

    Antworten


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