Es scheint tatsächlich – endlich mal – die Sonne, als ich den Brief öffne, der mir mit Absender UBS ins Haus flattert. “Frühlingserwachen” ist die freundliche, in hellen Violett-Tönen gehaltene Grußkarte überschrieben, die nicht alles in diesem Brief sein kein. Er fühlte sich streckenweise so verdickt an.
Ich schüttele den Umschlag und heraus fällt ein Energieriegel – Dinkel ohne Zucker. Ich bin erfreut und gewarnt zugleich. Tatsächlich esse ich diese Dinger recht häufig, aber woher weiß die UBS um meine medizinisch bedingte Vorliebe für Dinkel und Abneigung gegen Zucker? Sie weiß es vermutlich gar nicht, alles reiner Zufall. Eine kleine Werbeübung auf dem Boden meiner möglichen Frühlingsgefühle.
“In dieser Jahreszeit schüttet der Körper vermehrt Glückshormone aus, wodurch positive Gefühle entstehen. Die Natur erwacht zum Leben, Sie fühlen sich lebendiger und sind bereit für neue Projekte.” So erläutert mir die Karte die Briefsendung und verspricht mir “schwungvolle Momente”, von denen ich derzeit tatsächlich ein paar mehr gebrauchen könnte.
Ich frage mich: Was bekommen die Herren denn wohl? Das Gleiche in hellblau? Die Antwort auf eine Email an meinen Kundenberater klärt mich auf: “… die Herren gehen für einmal leer aus, obwohl ihnen ein Energieschub auch gut tun würde”.
Wenn ich darüber nachdenke, dass eine (in Zahlen: 1) Frau auf Topmanagementeben für die derzeitigen Folgen des Derivate-Desasters mitverantwortlich zeichnet, gibt es hier wohl ein Zielgruppenproblem. Die Männer hätten die Riegel viel dringender gebraucht. Und viel früher vor allem.
Wie wird Jean Paul auf der Karte zitiert: “Das Schöne am Frühling ist, dass er immer dann kommt, wenn man ihn am dringendsten braucht.” Den Riegel hätten andere weit vor dieser Zeit dringender gebraucht. Er schmeckt trotzdem. Ich verstehe den daraus folgenden Schwungmoment als Krisenprophylaxe im Sinne des Gender Mainstreaming.








Mutig, als Dütsche, die Bankverbindung für “Peer” zu deklarieren. Falsch, es gibt ja keine Geheimnissse, mehr? Ob’s die Riegel gebracht hätten? An “Schwung” hat’s den Managern ja nicht gefehlt, kraftvoll ins Desaster zu ospeln. oder wollte die UBS die Damenwelt trösten, dass die Assets so niedrig sind und damit die Budgets für die Frühjahrsmode ausfallen? Honi soit, …..
Danke Frau Meckel für dieses Posting.
Es ist traurig und befreiend zugleich dass man dieses unsägliche Gebarden an den Finanzmärkten zu 99 Prozent den Männern zuschreiben kann…was war denn der Motivator?
Gier und Habsucht ich glaube einfach dass Männer in dem Zwang sich beweisen zu müssen( nicht vergessen die meisten werden von Müttern erzogen!) den Überblick für das wirklich sensible verlieren…wie sagt ein Rollenklischee..Macht macht Männer sexy2 ( auch wieder von Frauen protagiert) Es gibt ihnen dass Gefühl..um so höher mein Gewinn um so mehr bin ich…dass ist jetzt nur eine kühn vermutete These meinerseits…
Ich habe in den letzten Tagen sehr viel mich mit der Dynamik von Jungen und deren Aggressionspotientalen beruflich auseinander setzen müssen. Ich habe immer wieder Jungen, früher im Vorschulalter, inzwischen im Schulalter sowie Jugendliche die zur Gewalt hingezogen werden zu tun, ich rede mir den Mund fuselig dass man Streiterien doch bitteschön verbal austragen soll, oder Aggressionen über Sport; Ringen austragen sollte…
Es ist schwieirg und zäh an diese verletzten kleinen Jungs heranzukommen und wenn ich mich dann mit Eltern unterhalte, bekomme ich oft den unverhohlenen Stolz mancher Mütter zu spüren die das Klischee,mein Junge soll stark sein und sich behaupten können auch noch vor sich her tragen und mir wenn in den Jungen weibliche Anteile zu finden sind dass schlimmer bewerten als Aggressionsschübe..
Jetzt werdet Ihr euch fragen wass den das Aggressionspotiental mit den Gebarden in der Mangementposition zu tun haben…
meines Erachtens eine ganze Menge, verkleidet stellen sich die kleinen großen schlauen Männer hin und spielen zwar nicht mehr mit Waffen aber haben rücksichtslos mit nicht vorhandenen Werten jongliert und dass in Kauf genommen dass der Zustand ist wie er ist, und weiterhin regieren die alten Gesetze, diese Männer werden auch jetzt nicht umdenken, denn zu sehr sind sie in eine andere Richtung hin erzogen worden und da spielte Einsicht und Reue keine große Rolle.
Jetzt habe ich mich in Rage geschrieben…
ich kenne zum Glück ganz viele Männer die dem Bild nicht entsprechen und sich emanzipiert haben…
Was kann man tun Frau Meckel dass sie sich fitter fühlen…denken sie an ihre Worte….die Trennlinie schärfer ziehen und nicht nur arbeiten…wünsche Ihnen gerade viel Unerreichbarkeit, eine Menge Müßiggang und ein Stückchen Sonne über St Gallen und Berlin…
Dinkel-Riegel kenne ich nicht. Leider! Ich mag Dinkel – und er soll besonders gesund sein. Die UBS kenne ich auch nicht. Leider?
Über Bankwerbung freue ich mich nicht mehr, selbst wenn sie mit etwas gesundem Essbarem verknüpft ist. Werbebotschaften sind teuer und konstruiert. Eine Freundin von mir hat mit PR auf hohem Niveau zu tun und weiß, wie Botschaften die Empfänger beglücken, auch mal mit einer netten Beigabe. Jetzt denke ich von mir manchmal, dass ich ziemlich abgebrüht sein kann und nicht alles mitmache. In den vergangenen Wochen habe ich einige Gespräche mit Führungskräften von Banken geführt. Ich bin `leider´ keine gute Kundin. Dennoch waren die Gespräche sehr lang, offen und ließen `tief blicken´.
Sorry, Frau Prof. Dr. Meckel, Sie sind ja auch etwas stutzig geworden und haben sich mit ihrem Kundenberater in Verbindung gesetzt. Gesunde Riegel nur für Frauen? Und dann wird dieser Aktion direkt ein Posting gewidmet, wenn auch ein kritisches. Nicht schlecht, nicht schlecht für die UBS?
Die Werbung der UBS zieht offenbar. Es ist schon erstaunlich, dass Werbemacher denken, Kundenbindung bei `Frauen´ mit einer honiggesüßten, gesunden Beigabe im bevorstehenden Frühling zu erwirken. Ich hoffe nur, dass diejenigen, die das Glück haben, in den Genuss eines solchen kleinen Riegels zu kommen, ebenso kritisch ihrer Bank gegenüber stehen und sich nicht im Gegenzug zu Börsengeschäften o.ä. verleiten lassen, weil es ja, das suggeriert die Werbung, um einen `Neuanfang´ bei der UBS, um Frühlingserwachen geht.
Liebe Frau Meckel, lassen Sie Ihren Humor in Riegel pressen und verschicken sie ihn an alle Haushalte – das wäre ein schöner Beitrag zum allgemeinen Wohlempfinden.
Kichernde Grüsse, Dowanda
Toller Satz: „Ich verstehe den daraus folgenden Schwungmoment als Krisenprophylaxe im Sinne des Gender Mainstreaming.“ :))
http://www.gender-mainstreaming.net/
Ob Energieriegel den Männern in der Finanzbranche schon vorab geholfen hätten, bezweifle ich.
Musste schon schmuzeln, mit was und über welche Zielgruppe Werbung unterbreitet wird.
Ich wünsche allen Bloggern und Bloggerinnen jedenfalls einen schwungvollen und energiereichen Frühling!
Zum `Gender Mainstreaming´:
http://www.ubs.com/1/g/about/executivebodies/executiveboard.html
Das Posting ist schon mit einer Portion Humor geschrieben (@Dowanda). Mir vergeht der Humor etwas bei Finanz- und Krisenthemen.
Ein wenig Abstand tut daher gut – ein nettes Wochenende wünsche ich!!
@noisa
Ich glaube, dass Humor in dieser Situation erst recht unentbehrlich ist. Er hilft zu abstrahieren, aus der Situation rauszutreten und sie von etwas selbstgeschaffener Distanz neu zu betrachten.
Die Situation ernst zu nehmen, ist eine Sache – und sicherlich auch angebracht. Vor ihr aber verängstigt oder frustriert zusammenzukauern ist für mich aber der Anfang vom Ende. Weil es jede Aktivität lähmt. Und den Optimismus, für den der Menschen eigentlich mehr geschaffen ist als für die Erwartung des Negativen.
Danke für Deinen Kommentar, @Dowanda. Ich finde die Fakten derzeit nicht belustigend, im Gegenteil: sie stimmen traurig – dabei bin ich überwiegend ein humorvoller Mensch. Momentan passiert an den entscheidenden Stellen definitiv zu wenig. Das sehen auch viele Leute so, mit denen ich mich häufig unterhalte.
„Vor ihr aber verängstigt oder frustriert zusammenzukauern…“ Nee, Dowanda, so schlimm ist es nicht. Ich mache auch im Kleinen was, muss ohnehin werktags Menschen bei Laune halten, motivieren, Lösungsmöglichkeiten aufführen. Wenn ich aber sehe, wie wenig sich bewegt, dann ärgert mich das. Ich bin wütend. Er drückt sich sehr treffend aus: wiwo.de/blogs/chefsache/2009/03/21/danke-liebe-krise.
Natürlich ist es mit dem Posting gelungen, schwierige Themen und auch das Gender-Thema über einen gesunden Energieriegel zu erschließen – humorvoll, ironisch, kritisch und fragend. Und dann war der Riegel noch lecker. Leider gibt es die Dinger nur in der Schweiz. Wie gemein. ;)
Und noch was: Holla, es darf bloß keiner schicksalsergeben sein!!!
Frühlingserwachen- ja wirklich.
Der Winter war dieses Mal lang und kalt.
Es geht vielleicht weniger um gender mainstreaming als um die Wahrnehmung der Welt?
Menschen, die den Frühling nicht mehr wahrnehmen, sind zu bedauern.
Es ist ein Klischee, dass Frauen ihr Leben breiter anlegen und sich nicht so leicht tunnelblickartig auf eine Idee fixieren, aber es könnte stimmen.
Die risikoaffine Zockermentalität scheint- auch- an den Testosteronspiegel geknüpft. Der liegt bei Frauen niedriger und schwankt relativ stärker als bei Männern. Vielleicht kommen daher auch mehr Zweifel? Frauen erscheinen oft gelassener, akzeptieren das Auf und Ab des Lebens eher, rennen weniger oft mit dem Kopf gegen die Wand und hören schneller damit auf, wenn sie feststellen, dass die Wand wirklich nicht nachgibt. Sie sind nicht weniger mutig aber oft besonnener.
Vielleicht liegt genau darin auch der Grund, warum Frauen zu Männergesellschaften schwerer Zugang finden und in Seilschaften, von Bergtouren bis zum Andenpakt, nicht bis kaum anzutreffen sind.
Das Phänomen der männlichen kollektiven Unvernunft begegnet uns allerorten, vom Schulhof bis in den Vatikan.
Aus der Finanzkrise folgt unter Gender- und Rollenaspekten für unsere Gesellschaft ein Sanktionierungsauftrag als erzieherische Maßnahme: Verantwortungslose Banker müssen(!) sozial bestraft werden, wenn unsere Gesellschaft überhaupt etwas aus der ganzen Geschichte lernen will.
Die interessante Frage ist, wieweit riskantes Verhalten und Erfolg als Sportler, Banker oder Politiker miteinander kausal verknüpft sind oder nur gesellschaftlich zugeteilt werden als erwünschtes und belohntes Rollenverhalten.
Zwei Bemerkungen:
- Evolutionsbiologisch scheint die unterschiedliche Risikotoleranz von Männern und Frauen verständlich. Dies rechtfertigt allerdings nicht ein Verhalten, dass der Art nachhaltig schadet.
- Die Rollenbilder sind in Bewegung geraten, in alle Richtungen.
Es kommt mehr als früher auf einen Orientierungsrahmen an, den unsere Gesellschaft gemeinsam- Männer und Frauen- unaufhörlich entwickelt. So wissen risikoliebende Männer und Frauen, wieweit sie gehen können, um noch von der Gesellschaft akzeptiert und womöglich geachtet zu werden- und eher risikoscheue Frauen und Männer, wie groß der Rahmen ist, den sie ohne Zweifel unbesorgt ausfüllen können.
Wie es scheint, haben sich die Frauen in den letzten Jahren mehr bewegt, sich stärker verändert, indem sie sich selbst ihren Rahmen – mit gesellschaftlichem Konsens- stetig erweitert haben. Männer haben diese aktive Selbstgestaltung weniger bewusst und aktiv vorangetrieben, vielleicht auch aus der geheimen Ahnung heraus, dass die neuen Rollen mehr Rücksichtnahme, Empathie und Toleranz von ihnen verlangen werden.
Dies löst das Problem in den Vorständen nicht adhoc, wird es aber im Zuge dieser Rollenanpassungen vermutlich innerhalb der nächsten Generation lösen.
Denn der Knackpunkt sind die patriarchalisch erzogenen Männer, die vor etwa 1980 sozialisiert wurden. Sie sind noch mit dem traditionellen Rollenbild groß geworden und tun sich schwer, Frauen anders zu sehen als ihre Mütter.
Mit der Ablösung des Patriarchats geben die Frauen das Tempo vor, deswegen der Dinkelriegel- ohne Zucker.
Männer: eine an Liebe arme Gattung
(Henry de Montherlant)
???
http://dy.cx/Fruehlingserwachen :))
@Miranda: „wenn ich mich dann mit Eltern unterhalte, bekomme ich oft den unverhohlenen Stolz mancher Mütter zu spüren die das Klischee, mein Junge soll stark sein und sich behaupten können auch noch vor sich her tragen und mir wenn in den Jungen weibliche Anteile zu finden sind dass schlimmer bewerten als Aggressionsschübe..“
Letzte Woche konnte ich genau so eine Mutter „live“ erleben und war hierüber entsetzt und darüber, dass zwischen dem Bild, das sie von ihrem Sohn hat und dem tatsächlichen ein Riesenunterschied war. In einer Situation, die ohnehin schon immer kurz vor der Eskalation steht, sah sie es nicht ein, auf ihren Sohn de-eskalierend zu wirken. Immer wieder behauptete sie, dass er (in diesem Fall auf eine Lehrerin) immer angemessen reagiere. Aus anderen Quellen weiß ich, dass dieser Junge jede Herausforderung zu gerne annimmt. Streit- und herrschsüchtig, so nannte man es zu meiner Zeit. „Mein Sohn soll sich nichts gefallen lassen.“ Sie war wirklich nicht zu bewegen, über ihre Haltung nachzudenken. Im Grunde bekommt der Junge einen Freibrief, seine Aggressionen auszuleben. Und in der Klasse wird er von den anderen Jungen als „Held“ gefeiert. Eine ohnehin schwierige Situation wird dadurch noch schlimmer.
Natürlich hat sich in den letzten 20 Jahren viel getan (@Walters Beitrag), aber dennoch gibt es immer noch zu viele dieser Mütter. Nette Jungs haben es nach wie vor schwer und werden als Frauenversteher und Weicheier beschimpft.
Und auf deinen Beitrag zurückzukommen, es tut mir in der Seele gut, zu wissen, dass Menschen, die auf Jungen Einfluss üben, sich hier engagieren. Ich bin fest davon überzeugt, dass sich jeder Einsatz lohnt!
Wenn – frei interpretiert nach Darwin – ein Wesen dann erfolgreich ist (überlebt), wenn es sich seinen Lebensbedingungen optimal anpassen kann und dies Frauen aufgrund ihrer Befähigungen in einem Zeitalter, in dem „Ideen und Kommunikation die wichtigsten Wirtschaftsgüter des 21. Jahrhundert sein werden“ (MM, Das Glück der Unerreichbarkeit, S.15), möglicherweise besser können, müssten die Männer eigentlich irgendwann aussterben. Theoretisch. Theoretisch verzichten ja auch Manager, die katastrophale Entscheidungen getroffen haben, auf Boni-Zahlungen. Praktisch müssen dies ganze Mitarbeiterschaften machen. Die, die n i c h t s mit den Entscheidungen zu tun haben. Theorie und Praxis fallen eben doch oft auseinander.
Oh boy: “Mit der Ablösung des Patriarchats geben die Frauen das Tempo vor, deswegen der Dinkelriegel- ohne Zucker.” – made my everything. :-D
Empfehle dringend auf Törtchen (mit viel Zucker !!! umzusteigen) u.a. wg. Schwunghaftigkeit! Aber vor allem wg. Lebensgenuss.
Spring!
…..I will be back with something about banks, the financial crisis and emancipation later ;-))
Sehr schön! Die Jungs bekommen nächste Woche einen Werbebrief mit einem Kitkat drin – nach dem Motto “have a break” ;-).
das ist ja wie in ihrer vorlesung! haben sie die ubs auch entsprechend beraten, dass sie jetzt mit ihnen kommunizieren muss ohne sie zu rewarden? wenn nicht würde ich in diesem falle rewards in form dieser riegel als ausnahmsweise akzeptabel ansehen.
: ) : ) : )
Nur etwas OT, aber erfreulich:
„Am 16. März 2009 hat der EP-Ausschuss für bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres den Bericht (Bericht und Kompromissänderungsanträge) über den Kommissionsvorschlag für eine Richtlinie zur Anwendung des Grundsatzes der Gleichbehandlung ungeachtet der Religion oder der Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Ausrichtung (KOM(2008)426) angenommen.“
KOM(2008)426: http://tinyurl.com/csqvrz
(Weitere Links dazu hier:
anwaltverein.de/downloads/europa-im-ueberblick/EIUe-11-2009.pdf)
Interessant ist dieser Vorschlag zur Änderung des Entwurfs:
(8) Die Gemeinschaft hat auf der Grundlage des Artikels 13 Absatz 1 EGVertrag drei Rechtsinstrumente erlassen, um Diskriminierung aus Gründen des Geschlechts, der Rasse, der ethnischen Herkunft, der Religion oder der Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Ausrichtung zu
verhindern und zu bekämpfen. Mit der Richtlinie 2000/43/EG wird ein Rahmen gegen Ungleichbehandlung aus Gründen der Rasse oder ethnischen Herkunft innerhalb und außerhalb des Arbeitsmarkts festgelegt. Richtlinie 2004/113/EG schafft einen Rahmen für die Gleichbehandlung von Männern und Frauen beim Zugang zu und bei der Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen. Mit der Richtlinie 2000/78/EG wird ein allgemeiner Rahmen für Gleichbehandlung ungeachtet der Religion oder der Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Ausrichtung in Beschäftigung und Beruf festgelegt. Weitere Bereiche werden von
der Richtlinie nicht abgedeckt.
In der Änderung (!) wird die Gleichbehandlung von Männern und Frauen betont – “eigentlich” dürfte das selbstverständlich sein. Vielleicht passt es doch zum Posting – “irgendwie” schon, oder? :)
Wenn schon weder der Frühling kommt und auch nicht die Frühlingsgefühle … dann wenigstens wieder die Formel1-Saison
Nachtrag zu 28.03. 21.52 Uhr „Theoretisch verzichten ja auch Manager, die katastrophale Entscheidungen getroffen haben, auf Boni-Zahlungen.“
(Zitat aus „tagesschau.de) „Der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Dresdner Bank, Herbert Walter, hat auf seine Abfindung in Höhe von 3,6 Millionen Euro verzichtet. Er habe sich dazu “mit Rücksicht auf die massiven Auswirkungen der Finanzmarktkrise” entschlossen, sagte Walter der “Bild am Sonntag”. Rein rechtlich habe er jedoch einen Anspruch auf die Abfindung, betonte er.“
Diese Nachricht kannte ich gestern noch nicht. Manchmal bedarf es massiver Proteste, um Sensibilitäten hervorzurufen. Dann wird aus Theorie Praxis.
Schön das die UBS jetzt auch noch Riegel versendet – v.a. so gesunde damit “Frau” beim Verzehr ja sicher kein schlechtes Gewissen haben muss. Falls die Herren auch einen bekämen, dann sicher nen leckeren mit Schoko.
Naja habe jedenfalls noch keinen gekriegt; evt. dauert es etwas länger bis die Riegel nach Bern gesendet werden oder nur eine bestimmte Zielgruppe (Alter / Einkommen) kommt in den Genuss. Warten wirs mal ab….werde dann beim Öffnen sicherlich schmunzeln…
WOW! @Walter, “ggg”
Zitat:
Die risikoaffine Zockermentalität scheint- auch- an den Testosteronspiegel geknüpft. Der liegt bei Frauen niedriger und schwankt relativ stärker als bei Männern.
Ich habe gar nicht gewusst, dass Frauen auch einen Testosteronspiegel haben, ich denke die haben mehr mit Östrogene und Gestagene zu tun!?
Ach ja, ab Dienstag bekommen wir bis zu 17°C, da wird es Frühling.
Ich meine mich zu erinnern, dass auch BrokerInnen im Herbst letzten Jahres, mit ihren Habseligkeiten in Pappkartons, die Flucht aus der Wall Street antraten.
Nur weil weibliche Investmentbanker geringer in dieser Sparte vertreten sind, haben sie beim Verzocken von Millionen ihren männlichen Kollegen in nichts nachgestanden. Auch die Damen dieses ‚Gewerbes‘ konnten den Hals nicht voll bekommen.
Nach einem schrecklichen Wettkampf-Wochenende schreit mein Körper nach Frühling und Wärme! Gestern nur Regen und heute bewölkt und kalt. Ich habe nur geklappert:-(. Da konnten auch meine „Vital-Müsliriegel-Pause Cranberry“ meine Stimmung nicht heben:-)
Ich will Euch ja nicht erschrecken, aber ich habe mal bei einem kraftvollen Biss in so einen Riegel ( eines anderen Herstellers), fast einen Schneidezahn eingebüßt. Da war ein Steinchen d‘rinn. Ich sage Euch………
Wenn ich daran denke, stellen sich mir alle Körperhaare auf.
Oh ja, der hohe Testosteronspiegel ist momentan auch auf Schalke zu beobachten. Zumindest bei denen, die noch übrig sind. Auch in dieser runtergewirtschafteten Männerwelt fehlt definitiv eine Frau – habe leider gerade keine Zeit;-)
@Noisa, was für eine schöne Gänsblümchenwiese*seufz* Es fehlt nur noch ein Hoppelhase.
Mir ist jetzt nach einem Nougatei:-))
@Ramona, verdammt, ich habe gerade was für Dich und @Petra geschrieben, dabei @US und @Anja (“auf Schalke”) zitiert. Versehentlich habe ich Word geschlossen und nun ist der Text futsch.
Aber wenigstens ganz kurz zu Schneidezahn, Körperhaare, Hoppelhase, Nougatei:
Ramona, ich bin echt überrascht, wie bist Du denn drauf – ohne Frühlingswetter? Nett! :) Schreibt Du auch, wenn das Wetter sich bessert? Bitte! ;))
Hups, ein derartiges Mailing lässt darauf schließen, wie tief die Krise wirklich ist. Frau Meckel, irgendwelche tiefschürfenden “what abouts”, gar im Sinn von Gender-Mainstreaming sind Energieverschwendung. Aber vielleicht war ja dafür der Riegel gedacht…
… hm, es ist echt schwierig ein passendes Oster-Video bei Youtube zu finden. ;)
@Noisa, aber ‘nadürlisch’, ich habe jetzt wieder mehr Zeit und es kommt auf MM an. Das letzte Posting hat mir ja meine Grenzen aufgezeigt:-( Das mit dem Schneidezahn war aber nicht lustig, da war ein Zahnarztbesuch fällig. Mit Abschleifen und Dranpappen, ganz dolle Schmerz:-)) Ich will garnicht mehr daran denken.
Ich wünsche einen schönen Abend und was macht heute AW? Ich muss mich erst einmal informieren. Tschüss!
Bei AW geht’s heute um Moral und Gesetze. Ich guck rein, obwohl ich wenig von Herrn Metzger halte. Aber es kann einen interessanten Talk geben.
Ja, @Ramona, bei Öko- und Vital-Gebackenem (auch Dinkel-Produkten ;)) muss man immer sehr auf seine Zähne achten. Bedauerlich, was Dir passiert ist. Als ich früher im Bioladen noch verschiedene Körner jobmäßig schrotete, mag möglicherweise ein kleines Steinchen mal mit zerkleinert worden sein. Das ist bei individuell zusammengestellten Öko-Produkten nicht zu vermeiden. Ein negatives Feedback habe ich glücklicherweise nie bekommen. ;)
Gibts nach der Weltfinanzkrise eine neue Generation “Trümmerfrauen”?
The first thought that crossed my mind reading this posting was; Why is a financial institution, which have been involved in all kinds of dubious transaction and losses, spending money on mailing spring-welcoming-letters to its customers? Did someone forget to inform the marketing department about the ongoing financial crisis? Or are they just living a different “truths� than the rest of us?
Regarding the topic emancipation and how to create a society where women and men have equal rights, obligation and possibilities a thing occurred to me. Before we stop splitting everything up in female and male and start speaking much more about “human-beings� instead, we will never get there.
A while ago my company took over a business from an 84 year old woman. When she originally bought the business 41 years ago her bank did not want to finance her allegedly because she was a woman, divorced and an artist, (does it get any more suspect than that? :-). When she wanted to lease a new coffee-machine the company declared that they would only do business with her, if her ex-husband signed for it as well. She got furious and went elsewhere for her coffee-machine and she never set foot in THAT-bank again. In fact the attorney that helped us finalize the deal had his client account in THAT-bank and every time I had conversations with the 84-year old during the
transition period, she always ended the conversations reminding me that she hoped everything would fall into place soon because she would really like to get the whole thing over with, but mostly she was annoyed that THAT-bank were holding HER money.
So what is my message in all this – if I were UBS I would reconsider my costumer communication, because the world is evolving and smart, well educated, emancipated and financially independent women get offended when they get talked “down to� and it doesn’t matter if the communication tools are words or energy bars – in the worst possible case they take their business elsewhere :-))
In Danish we have a saying, I don’t know if it exists in English, but it goes as follows:
Be careful how you treat people you meet going up the ladder, because you might meet them again on your way down ;-)
@Dowanda, was ist los mit Dir? Komm, nicht an sowas denken. Wenn, dann gäbe es auch „Trümmermänner“. Wir Mädels müssen uns nicht alles gefallen lassen, nicht „schicksalsergeben“ sein (schreckliches Wort). Überwiegend haben uns die mit Testosteron Gespickten den Mist eingebrockt. Vielleicht können wir Frauen uns doch etwas mehr einbringen…
Einen netten Sonntag noch! Bye. :)
Tanks, @Mesm, I have to read it now. :)
“Be careful how you treat people you meet going up the ladder, because you might meet them again on your way downâ€? Good, it’s like: “Always remember you are sitting on the other chair.â€?, @Mesm.
@Noisa, exactly and a good point. I think one of the parameters that originally set off this financial crisis were that we had all forgotten that in a fair and prosperous society there should be chairs for everybody but we were all so focused on conquering our own seat that we happily forgot about everyone else :-) ï?Š
Frühlingserwachen bei GM? Oder doch noch dicker Wollpulli?
O.T. (weil ich keine Zeit in die letzte 2 tage hatte, hier zu lesen).
Ich glaube nicht san meine Haut! Es ist Frühling in GT!
;-)
@Alle: Buona primavera a tutti.
Warum kann Mensch eigentlich nur im selbsterdachten System weiterdenken?
Außerdem: Frau könnte auch Powerriegel gebrauchen, um sich endlich mal nach oben hin durchzusetzen. Studentinnen der Naturwissenschaft lernen das ja scheinbar recht früh (siehe Merkel…, Thatcher). Aber es sind immer noch zu wenige Frauen, die so weit hochkommen. (Ich werde gerade wieder an “Frauen, die forschen” erinnert ^^)
@Janine: it’s springtime, auch ohne Riegel: “Zürichs erste Stadtpräsidentin heisst Corine Mauch”
@Janine, für Studentinnen wie Dich gibt es doch das hier:
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/b/bb/Studentenfutter.JPG
Danke gleichfalls, @Martina.
„Warum kann Mensch eigentlich nur im selbsterdachten System weiterdenken?“ @Janine, die Frage ist ja sowas von wichtig. Gelegentlich hegen mich Zweifel auch an dem Mikro-System, in dem ich mich bewege, sehe das insoweit alles distanziert und versuche, ein wenig „mein System“ zu hinterfragen.
Gesetze beispielsweise sind nichts anderes als vom Menschen erdachte Systeme. Momentan erscheinen viele Gesetze untauglich zu sein. Wer jetzt als Manager aussteigt, kann noch richtig absahnen. Es gibt keine Gesetze, die hier die „Rechtmäßigkeit“ der Zahlungen in Zweifel ziehen. Verträge sind einzuhalten. Die Richter sind dem Gesetz unterworfen und können/dürfen nicht anders entscheiden, wenn alte Verträge fette Zahlungen vorsehen.
es gibt leider kein Link zu Tom Gaebel…
Springtime ist ein großartiger Song um diese Woche den Frühling zu begrüssen, ich glaube wir sind wintermäßig über den Berg….freue mich
Mädels, in den nächsten Stunden wird sicher eine Stelle in der Führungsetage der Deutschen Bahn vakant! Wer traut sich?:-)
Zum Thema:
Wie habt Ihr gestern in der Sendung AW, den Einspieler mit den Bankern auf der Frankfurter Zeil empfunden? Die Jungs haben nichts dazu gelernt. Kein Verantwortungsbewusstsein, alles richtig gemacht und die Politik ist schuld. Die Kommentare waren unerträglich!
@Ramona
Die Kommentare waren zum Kotzen; leider waren sie auch schon vor dem ersten Wort erwartbar. Manche Menschen ihre Einstellung tatsächlich via Einheitsuniform, -frisur und-mine für sich hertragen.
Man kann sich als Bankerin nur fremdschämen für solche Figuren aus der eigenen Branche, denen jeder Blick über den eigenen Puppenküchenespressotassenunterteller-Rand fehlt.
Das ist übrigens seit jeher der Grund warum ich an Einladungen zu Börsetagen oder sonstigen Hochglanzevents von unserem Investmentbanking-Partner immer zufällig keine Zeit habe. Genau dieses Publikum muss ich mir nicht antun.
The last springtime? Der dritte und letzte Frühling?
“Der Fürst von Italien”, titelt die dänische Zeitung INFORMATION und führt weiter aus:
“Es gab nicht viel zwischen der Sonne und Silvio Berlusconi, als dieser zum neuen Vorsitzenden der Partei PDL gewählt wurde. Der italienische Regierungschef war einziger Kandidat und wurde einstimmig an die Spitze des neuen Sammelbeckens für zwölf Rechtsparteien und -gruppierungen gewählt. Der Gründungskongress in Rom war eine Show, die an die politische Kultur in Ländern wie Kuba und Nordkorea erinnerte. Damit ist sicher, dass die Demokratie im Herzen Europas auf dem Spiel steht”, notiert INFORMATION aus Kopenhagen.