MM_Lagarde
Zu den Kommentaren
19. Mai 2009, 16:21 Uhr, Geschrieben von Miriam Meckel

Ernüchterung

Mehr Ernüchterung geht kaum. In einer in der derzeitigen Schlussphase fast überall spannenden Bundesliga sitze ich am Samstag bei Hertha BSC gegen Schalke 04 und sehe ein langweiliges, uninspiriertes Spiel ohne Tore. Gegen diese Ernüchterung ließ sich kaum antrinken, manche haben es dennoch versucht.

Vor den Toren des Berliner Olympiastadions hat sich daher ein Grüppchen Fake-Politessen, très chique, versammelt, um die frustrierten Fans auf ihren Alkoholpegel zu testen. 2,90 Euro kostet das „Vergnügen” und dabei gibt es mehr Überraschungen als beim Spiel. Ich habe zwei Gläser Wein getrunken und komme auf 0,38 Promille. Ich dürfte also unter formalistischer Betrachtung noch fahren, fühle mich allerdings keineswegs so, als sollte ich dies in Erwägung ziehen. Eine Freundin, die drei Bier getrunken hat, kommt auf 0,18 Promille, ihr Bruder, der das letzte von drei Bieren nur Minuten vor dem Alcotest gegen den Hertha-wird-nicht-mehr-Meister-Frust heruntergespült hat, gar auf 0,0.

„Alles Fake”, denke ich und lese dann die „Urkunde”, die mir nach dem ordnungsgemäß durchgeführten Test überreicht wird. Darauf steht, dass ich Miriam heiße (das wusste ich trotz der zwei Gläser Wein auch so noch), dass ich auf einer Veranstaltung namens „Fußball” war und dabei das Etappenziel von 0,38 Promille um 18 h erreicht habe. Klingt alles nach einer cleveren Werbestrategie einer Brauerei oder eines Alcopop-Herstellers, die auch noch „mit einem original ‚Dräger’ Polizei Alkomaten” den Test durchführt, wie mich die „Urkunde” weiter informiert.

Ich habe die strenge Vermutung, dass bei diesem Test niemand die 0,5 Promillegrenze überschreitet und werde flugs eines Besseren belehrt. Ein lebhafter Hertha-Fan, der schon zuvor aktiv mit und ohne Fußballtrikot an unserer Gruppentestaktion teilgenommen hat, pustet auch folgsam nach Ansage in das Röhrchen. Er kommt auf 2,1 Promille. Das beeindruckt mich in zweierlei Hinsicht. Zum einen scheint das Gerät doch Werte über 0,5 zu messen, zum anderen rechne ich meinen Alkoholkonsum nun einmal hoch: Ich hätte zehn (!) Gläser Wein trinken müssen, um auf diesen Wert zu kommen (gerundete Rechnung). Dann wäre es mit dem Pusten vorbei gewesen. Ich hätte nicht mal mehr das Gerät halten können. Wahrscheinlich hätte ich gedacht, es gäbe mehrere davon.

Die Website der Aktion – www.alkomat.de – informiert über Geschichte, Sinn und Zweck der Aktion. „Die Vergangenheit hat gezeigt, dass viele Menschen ihren Promillewert falsch einschätzen oder gar nicht einschätzen können. Vielen wird erst durch das Alkoholmessgerät bewusst, dass Sie nicht mehr fahrtüchtig sind, obwohl Sie sich noch sehr gut fühlen.” Das trifft auf den lebensfrohen Hertha-Fan neben mir in jedem Fall zu. Er zieht mit Grölen von dannen, hoffentlich nicht zu seinem Auto. „Hübsche junge MitarbeiterInnen sind auf Veranstaltungen, bei denen Alkohol eine Rolle spielt, in unverwechselbaren Polizeiuniformen mit original Polizei Alkomaten der Firma Dräger unterwegs. Die Gäste haben die Möglichkeit gegen ein geringes Entgelt Ihre Fahrtüchtigkeit unter Beweis zu stellen, indem Sie Ihren Promillespiegel messen lassen.” Das soll laut Website „Prävention am Ort des Geschehens” ermöglichen.

Irgendwie habe ich da so meine Zweifel.

98 Reaktionen

  1. 20. Mai 2009, 10:16 Uhr, von Lizzy
    051

    Was ich in diesem Staat nicht verstehe ist, daß jemand vor Gericht vermindert schuldfähig ist und somit eine geringere Strafe erhält, wenn die Straftat alkoholisiert oder unter Drogen begangen wurde. Jeder halbwegs normale Mensch muß doch wissen, was Alkohol anrichtet. Meines Erachtens sollten diese Personen härter bestraft werden.
    Wenn ich Justizministerin wäre …. (übrigens ein Traum von mir ;-))

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  2. 20. Mai 2009, 10:28 Uhr, von Noisa
    052

    Berufskraftfahrer trinken mitunter ganz gerne mal was, auch vor oder während der Fahrt. Hier sind die Strafrichter regelmäßig in einer `Zwickmühle´: Ein Fahrverbot führt i.d.R. zur Kündigung des Arbeitsverhältnisses. Es wäre mal interessant, wenn über die – aus meiner Sicht – oft großzügige Handhabung der Gerichte bei den Kraftfahrern berichtet werden würde, denn viele Unfälle ereignen sich durch Fehlverhalten von Berufskraftfahrern.

    @Lizzy: http://de.wikipedia.org/wiki/Eventualvorsatz

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  3. 20. Mai 2009, 10:31 Uhr, von Noisa
    053
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  4. 20. Mai 2009, 10:35 Uhr, von Walter
    054

    Ich halte Alkohol für ebenso angenehm wie gefährlich. Er pusht das Lebensgefühl hoch und die Lebensqualität runter, auf Dauer ruiniert er Körper und Geist.
    Wir sollten daher sehr bewusst und vorsichtig mit ihm umgehen, kleine seltene Eskapaden mit vorher kalkuliertem Risíko eingeschlossen.
    (KO- Tropfen sind ein eigenes Thema)

    Ich halte dieses Alkotest- Messungen für gefährlich, da sie, selbst wenn die Messung stimmt, falsche Signale sendet: Wer unter 0,5 Promille ist, kann noch “Einen trinken” und setzt sich dann zunehmend benebelt, weil der Alkohol erst auf der Nachhausefahrt ins Blut übergeht, ans Steuer oder aufs Motorrad. Die Einzigen, die sich wirklich freuen können, sind Herr Lackner und seine “hübschen jungen MitarbeiterInnen”.

    Die geschäftsidee des Wolfgang Lackner:
    “Als angehender Prüfingenieur an der FH München wusste ich damals auch gut über Prüfprotokolle Bescheid und konnte in einigen Testreihen die Schwachstellen herausfinden. Für einen ziemlich hohen Betrag, gab ich dann eine exklusive Entwicklungsarbeit bei der Firma Dräger in Auftrag, deren gewöhnlichen Handalkomaten in einen zuverlässigen, robusten Sprinter zu verwandeln, um mit eigens entwickelten, handlichen Alkomat-Testgeräten auf allen Arten von Festen vertreten zu sein. Zum Gaudium der Leute und zur Sicherheit auf der Straße.”
    - Schön wärs.

    Die unterschiedlichen Messergebnisse zeigen ja schon das Problem mit dem Alkohol: Er wird erst Minuten bis Stunden nach dem Trinken aus dem Darm ins Blut aufgenommen und damit erst wirksam. Mit dem Verlust der Koordination und zunehmender Einschränkung der Wahrnehmung wird der Mensch in ein embryonales Stadium versetzt, zumindest was seine Schutzreflexe anbetrifft.

    Der “lebhafte Hertha- Fan” ist wohl einiges gewöhnt, sonst wäre er mit 2,1 Promille nicht mehr lebhaft, sondern narkotisiert- vielleicht hat er schon einen Grundpegel mitgebracht?
    Die zwei Gläser Wein waren in der Pause und zwischendurch, die drei Biere der Freundin in der zweiten Halbzeit und danach im Frust und die des Bruders noch später? Mit “They drink too much” kommentierte ein neuseeländischer Freund das Trink- und Fahrverhalten seiner Landsleute. “Sie trinken zuviel” trifft offensichtlich auch auf viele Fußballfans zu, die sich mit Bier und Schnaps erst in Stimmung bringen müssen und immer einen Grund finden, sich die Hucke voll zu saufen. (Pardon)

    Meine persönlichen Konsequenzen: Ich trinke am Abend gerne Wein- lieber als Bier und nicht nur Chardonnay- aber nicht täglich. Gegen den Durst wirkt ein kühles alkoholfreies Weizenbier genausogut wie eins mit Alkohol und hat nur diue Hälfte an Kalorien. In letzter Zeit trinken wir zum Abendessen anstelle von Wein häufiger kühlen Traubensaft aus familiärer Quelle, der schmeckt mindestens ebenso gut wie Wein und wir schlafen besser danach.

    PS: Den Helm kann ich nicht richtig einordnen: Skater oder doch Vespa?

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  5. 20. Mai 2009, 11:07 Uhr, von Walter
    055

    Das Foto zeigt die enge Verbundenheit und Nähe unter Fans: “Komm, Mädchen, puste mal.”

    Antworten
  6. 20. Mai 2009, 11:10 Uhr, von Nicole
    056

    @ Noisa…Rätselraten?

    Antworten
  7. 20. Mai 2009, 11:18 Uhr, von Triple-A
    057

    Weiß jetzt gar nicht wie ich drauf komme aber tippe auf eine Harley Fat Boy und ansonsten auf den VfB Stuttgart :-)

    Antworten
  8. 20. Mai 2009, 11:24 Uhr, von maxiii
    058

    Ich glaub diese Alkomataktion ist eine von vielen Präventionsprojekten, die nach hinten losgehen.
    Weil:
    a) mein Wert ist niedrig – ,,Mensch, da hätt ich noch was trinken können!”

    oder b) mein Wert ist hoch – ich merk eh nichts mehr!

    Bestes Beispiel an unserer Schule. Dort gibt es jedes Jahr ein Projekt gegen Drogen- und Alkoholmissbrauch.

    Die ,,Rauschbrille” (simuliert die Sehfähigkeit unter Drogeneinfluss) ist der absolute Dauerbrenner,die man am liebsten gar nicht wieder absetzen will! Dann noch zwei ehemalige Drogenabhängige die auf witzig-nette Art ihre Erfahrungen schildern…zum Schluss kommen dann noch Polizeibeamte, die uns mit bunten Bildtafeln ( in der Sek II) die rechtlichen Folgen erläutern.

    Fazit:

    Lass dich nich von der Polizei erwischen!

    Antworten
  9. 20. Mai 2009, 11:41 Uhr, von Noisa
    059

    @Nicole, Du bist doch vom Fach; sowas lernt man bei Euch. ;) So wichtig ist es aber nicht. Außerdem muss ich mich mit leichteren Dingen befassen. Das ist mir sonst zu anstrengend.

    @Walter …aus der Sicht der Fans gesprochen. Spitze!

    By the way: Wie groß sind die Herren links und rechts von Frau Meckel eigentlich? Sie wirken sehr sehr wuchtig. Haare auf der Brust (nicht bei Frauen) sind ja ok, aber dieser behaarte, verschwitzt wirkende Bauch ist nicht so schön zu betrachten.

    Antworten
  10. 20. Mai 2009, 11:54 Uhr, von Walter
    060

    Ein Fußballspiel ist kein Schönheitswettbewerb, zumindest nicht für Fans.

    Antworten
  11. 20. Mai 2009, 11:59 Uhr, von Noisa
    061

    Stimmt wohl. :)

    Antworten
  12. 20. Mai 2009, 12:00 Uhr, von Walter
    062

    Wirklich? Dieses Motorrad (Modell 2007) wiegt 330 kg, hat 73 PS und 120 Nm Drehmoment, Triple-A und darf folglich niemals umfallen.
    Also erst recht ohne Alkohol?

    Antworten
  13. 20. Mai 2009, 12:01 Uhr, von Noisa
    063

    … wobei Frau Meckel so auch zum Pferderennen gehen könnte.

    Antworten
  14. 20. Mai 2009, 12:06 Uhr, von maxiii
    064

    Ich glaub diese Alkomataktion ist eine von vielen Präventionsprojekten, die nach hinten losgehen.
    Weil:
    a) mein Wert ist niedrig – ,,Mensch, da hätt ich noch was trinken können!â€?

    oder b) mein Wert ist hoch – ich merk eh nichts mehr!

    Bestes Beispiel an unserer Schule. Dort gibt es jedes Jahr ein Projekt gegen Drogen- und Alkoholmissbrauch.

    Die ,,Rauschbrilleâ€? (simuliert die Sehfähigkeit unter Drogeneinfluss) ist der absolute Dauerbrenner,die man am liebsten gar nicht wieder absetzen will! Dann noch zwei ehemalige Drogenabhängige die auf witzig-nette Art ihre Erfahrungen schildern…zum Schluss kommen dann noch Polizeibeamte, die uns mit bunten Bildtafeln ( in der Sek II) die rechtlichen Folgen erläutern.

    Fazit:

    Lass dich nich von der Polizei erwischen!

    Antworten
  15. 20. Mai 2009, 12:10 Uhr, von Walter
    065

    Trabrennen…
    Das Stadion war auch voll, letzten Samstag: 74.244 Zuschauer.

    Antworten
  16. 20. Mai 2009, 12:20 Uhr, von Noisa
    066

    Warst Du da?

    Antworten
  17. 20. Mai 2009, 12:21 Uhr, von Noisa
    067

    ;)

    Antworten
  18. 20. Mai 2009, 12:22 Uhr, von irgendeine Userin
    068

    @Dowanda

    Soviel ich erinnere, war der Fahrer so um die 40.
    Beim Autofahren würde aber das Alter bei mir keinen Unterschied machen, was den Alkoholgenuss angeht.

    Ich trinke gerne mal einen Cocktail und liebe derzeit Bananenbier. :-)

    Antworten
  19. 20. Mai 2009, 12:24 Uhr, von irgendeine Userin
    069

    Will damit sagen: Ich bin nicht für Abstinenz.
    Sondern bewusster Umgang.

    Und es gibt halt Bereiche, die dann eine Gefahr für andere darstellen, da ist es bewiesen, welchen Effekt Alkohol hat.

    Antworten
  20. 20. Mai 2009, 12:43 Uhr, von Enya
    070

    Werte Frau Meckel, wie auf dem Foto zu erkennen ist, stehen Sie “mitten im Leben”. Beim Anschauen des Fotos überkam mich zunächst ein Gefühl von Mitleid, da Sie den beiden Hertha-Fans an “körperlicher Fülle” ja völlig “unterlegen” sind. Beim näheren Hinschauen empfand ich eher Bewunderung wie Sie unbeeindruckt den “überwältigenden Massenandrang” ignorieren und sich voll und ganz auf Ihrer Aufgabe konzentrieren :-)) Chapeau!

    Für heute ab 20.30 Uhr wünsche ich mir, dass alle Fans des deutschen Fußballs ganz fest die Daumen drücken!

    @allen einen schönen Feiertag …

    Antworten
  21. 20. Mai 2009, 12:44 Uhr, von Dowanda
    071

    @irgendeine Userin
    Und wieviel Promille Alkohol hatte er?

    Bananenbier … das schmerzt das Mitglied im “Verein zur Erhaltung der Biervielfalt” im Grunde seines Herzens.
    Aber wohlbekomms’! *g*

    Antworten
  22. 20. Mai 2009, 12:48 Uhr, von Yolande Langendijk
    072

    Komisch, auch die Photo. Fußball und Wein, wie Gesellschaft fähig, wow! Ich schaffe das keinerlei. Fußball heißt mir zu viel Lärm und Wein mag ich, aber Alkohol ertrage ich gar nicht also auch nicht für mich. Darüber so lesen mag ich.
    Alle einen schönen Tag,

    Antworten
  23. 20. Mai 2009, 12:49 Uhr, von Dowanda
    073

    …. oder meinst Du damit gar nicht dieses Mixgetränk?
    Hab grad gegoogelt und noch ne zweite Variante entdeckt. Afrikanisches Bananenbier. Klingt interessant.
    http://www.afrikabier.de/bananenbier/

    Zwei Erdlöcher krieg ich auch noch her. Notfalls lass ich die bei meinen Eltern zuhause von der Katze graben. Die Maulwürfe und Mäuse werden um die Ablenkung froh sein.

    Antworten
  24. 20. Mai 2009, 13:01 Uhr, von Nicole
    074

    @ Noisa…”Außerdem muss ich mich mit leichteren Dingen befassen. Das ist mir sonst zu anstrengend. ”

    Dann ignorier es doch einfach ;o)

    Antworten
  25. 20. Mai 2009, 13:01 Uhr, von Walter
    075

    Fußball war Nebensache: “Gegen diese Ernüchterung ließ sich kaum antrinken, manche haben es dennoch versucht.” Kein Thema.

    Antworten
  26. 20. Mai 2009, 13:20 Uhr, von Isabelle
    076

    @Gabi 20.Mai 07.19. Ich glaube nicht,dass es sich bei dem Umarmenden um den besagten Bruder handelt. Den “Hertha-wird-nicht-mehr-Meister-Frust” wird wohl kaum jemand verspüren, der ein Schalke-Trikot trägt ;).(Unschwer an dem leicht verdecktem “Victoria Versicherungen”- Emblem zu erkennen!)

    Aber Frau Meckel, Sie konnten ja gar nicht von Pal Dardais Wetteinsatz profitieren, oder? Mir ist so, als ob nur Gutscheine für Bier und Softgetränke verteilt wurden;). Die armen Politessen hatten bestimmt dank des Freibiers noch mehr als sonst zu tun. Ob sich alkoholisierte Fans vom Autofahren abhalten lassen, würde ich ebenfalls bezweifeln. Den Herren, der 90 Minuten neben mir verbrachte und sich schätzungsweise alle 15 Minuten zum Getränkesstand durchdrängelte, sah ich jedenfalls nach dem Spiel zufällig in einer Nebenstraße noch aufs Mofa steigen.

    “Hey, das geht ab, wir holen 2010 die Meisterschaft!”, tönte es dann schon in den S-Bahnen. Ich bin gespannt…

    PS: Der Fan, der MM umarmt, ist “trikottechnisch” übrigens noch nicht ganz auf dem Laufenden. Kurzzeitig fragte ich mich auch (aus purem Frust), ob jetzt vielleicht im Garten von Herrn Peter Gagelmann, seines Zeichens Schiedsrichter der Partie, eine direkte und kostengünstige Gasleitung aus Russland verläuft. Allerdings konnte Hertha auch sonst keinen Blumentopf gewinnen…

    Antworten
  27. 20. Mai 2009, 13:39 Uhr, von Dowanda
    077

    @Isabelle
    Das ist allerdings schon etwas, was ich nicht verstehe – warum man Alkohol gratis ausschenkt. Ermutigen muss jetzt ja nicht auch noch sein.

    Oder der Verhältnisblödsinn, dass ein Fläschchen Mineralwasser teurer ist als eine Preissnmass (also ein 0,33er Bier).

    Antworten
  28. 20. Mai 2009, 14:50 Uhr, von irgendeine Userin
    078

    @Dowanda

    Bananenbier = das Mixgetränk. Besonders lecker mit einer Prise Chili darin. :-)

    Zum Thema günstig Alkohol:
    Komasaufen für die jungen Leute, die zu einem Festpreis trinken konnten, soviel sie wollten.

    Einige Jahre davor (in meinen Anfang 30igern), erlebte ich junge Leute (Anfang 20), die “vorglühten”, weil in der Disko die Getränke so teuer waren.

    (Irgendwie bin ich in der falschen Zeit aufgewachsen.
    Oder der richtigen?
    Weil wir konnten ohne Alkohol Diskos besuchen, damals als das Haus brannte. ;-)

    Antworten
  29. 20. Mai 2009, 14:53 Uhr, von irgendeine Userin
    079

    P.S.: @Dowanda
    Danke für den Link zum Bananenbier.
    Das kenn ich auch. Hab ich erst vor kurzem probieren dürfen. Ist sehr lecker. :)

    Antworten
  30. 20. Mai 2009, 15:05 Uhr, von Dowanda
    080

    Bananenbier mit Chili … Gott, Du bist ja pervers. Das gehört verboten ;-)

    Ja, diese Flatrateparties finde ich ebenfalls zum Davonrennen. Würde ich auf der Stelle verbieten, weil es meines Erachtens die Transparenz nimmt die im Umgang mit Suchtmitteln unerlässlich ist. Ausserdem wird damit auch dem Fusel Tür und Tor geöffnet. Wenn ich sehe, was sich manche Leute hineinpfeifen (auch die über 18) und das das Zeug beinahe im Dunkeln leuchtet, weil es so hochfrisiert ist, dann kann ich sogar den Wunsch nach einem totalen Alkoholverbot verstehen. Wie sonst sollen Flatrateparties, Massenbesäufnisse wie in der Türkei (sogar mit Todesfällen) überhaupt für die Wirte aufgehen, wenn nicht mit miserabler Qualität?

    Antworten
  31. 20. Mai 2009, 15:50 Uhr, von Susa
    081

    Also das altbekannte Vorglühen gibt es immer noch! Nur wird es jetzt mit dem “Komasaufen” kombiniert. Man kann ja nicht mit 0,0Promille auf einer Party aufkreuzen oder im Club.

    Fremdschämen ist da wieder ein Wort, was passend wäre. Man muss ja nicht alles gutheißen, was in der eigenen Generation passiert!

    Es scheint aber ein Problem über die Grenzen hinaus zu sein! Ich erinnere mich, an Treffen auf öffentlichen Plätzen in Spanien, auf denen es zelebriert wurde…..

    Antworten
  32. 20. Mai 2009, 15:52 Uhr, von Susa
    082

    Ein Link,der den Trend nur bestätigt….

    http://tinyurl.com/6bomb9

    Antworten
  33. 20. Mai 2009, 15:58 Uhr, von Dowanda
    083

    Also ich kann mich an Parties erinnern während meiner Schulzeit, wo Einzelne schon weit vor Mitternacht ausgezählt am Boden rumlagen. Das ist jetzt auch 20 Jahre her.

    Antworten
  34. 20. Mai 2009, 15:59 Uhr, von Walter
    084

    Mit zwei Flaschen Schnaps kann man sterben, kosten zusammen ungefähr 10 Euro. Viele wissen nicht wie giftig Alkohol ist. Zum Glück funktionieren bei den meisten Trinkern die Schutzreflexe… bis zum Erbrechen. Schön ist das nicht.
    Jeder fünfte Jugendliche, auch Mädchen, ist mindestens einmal im Monat richtig betrunken- in der Öffentlichkeit.
    Was ist das für eine Öffentlichkeit, die sich so wenig um Menschen kümmert und auch noch an deren Elend verdient?
    Kennt jemand die Geschichte des Kneipenwirts, der einen 16- Jährigen in einem simulierten Wetttrinken sich zu Tode saufen ließ?

    Antworten
  35. 20. Mai 2009, 18:59 Uhr, von Miranda
    085

    Ich tippe mal Miriam Meckel fährt als Beifahrerin mit auf einer schwarzen Vespa, habe bei Frau Will den gleichen Helm gesehen im Porträt…schön dass die beiden so auf dem Teppich geblieben sind…und hoffentlich bekommen sie beide den Sitz jetzt auf und müssen dass Öl nicht mit in das Stadion schleppen!

    Allen einen schönen Feiertag !

    Antworten
  36. 20. Mai 2009, 19:01 Uhr, von Miranda
    086

    Flatrate trinken ist das Allerletzte, leider vermehrt hier im Unkultur Land Hessen zu finden…

    Antworten
  37. 20. Mai 2009, 19:23 Uhr, von Susa
    087

    Also Flatrate-Trinken ist Bundesland unabhängig.
    Komme eigentlich zwischen Köln und Düsseldorf (Monheim am Rhein) her und die Möglichkeiten sich am Wochenende den Kopf wegzusaufen, waren mehr als reichlich!

    In Aachen ist es nicht anders. Ich arbeite in einem Club und es ist zum Teil wirklich erschreckend, was der Alkohol aus Menschen macht. Da bleibt manchmal auch kein Mitleid mehr!

    Ich habe diesen Drang noch nie verstanden. Aber vielleicht liegt es daran, dass mir Alkohol nicht schmeckt, also lass ich die Finger davon.
    Aber die Parole:” Mehr ist besser” gilt in diesem Fall definitiv.
    Dass man mal ein Bier oder ein Glas Wein trinkt, rein aus Genussgründen, kann ich nachvollziehen und pranger ich auch nicht an.
    Aber der übermäßige Alkoholkonsum ist einfach nur abartig!

    Es gilt leider, dass man sich erst “locker machen” muss, um Partys zu rocken.
    Ich finde es erschreckend, wenn ich mich am HBF in Düsseldorf Fr. oder Sa. gegen 21Uhr aufhalte, zwecks weiterfahrt, und die relativ jungen Menschen (15-18) mit harten Alkoholiker in der Hand dastehen und sich einfach nur die Birne zu knallen und sich gegenseitig anfeuern. Selbst die Polizeibeamter greifen da nicht ein. Das Wegschauen ist doch sehr verbreitet in unserer Gesellschaft, da es mittlerweile oft in Krawall endet….

    Antworten
  38. 20. Mai 2009, 21:11 Uhr, von Petra
    089

    Bei manchen Weihnachtsfeiern habe ich den/die eine/n oder andere/n Kollegen/Kollegin nicht wiedererkannt, wenn der Alkohol einen gewissen Pegel überschritten hatte. Gegen diese Mutationserscheinungen gibt es wahrscheinlich nur ein Gegenmittel: nur wenn man den gleich-hohen Promillegehalt erreicht, dann wird man das vielleicht anders empfinden. Würde ich denken. Ausprobiert habe ich es noch nicht, mir reicht das Alkoholfreie. Davon muss man schon Fässer trinken, bevor man einen Schwips hat. Soweit würde es nicht kommen, denn mir wäre schon vorher schlecht. Bei manchen Dingen kann ich leider / Gott-sei-Dank nicht mitreden…

    Antworten
  39. 20. Mai 2009, 21:26 Uhr, von lalibrera
    090

    @petra: … und ein “Schmetterlingexemplar” von diesen komatösen Veranstaltungen ist das jährliche Baumblütenfest… nicht wahr? ;-))

    Antworten
  40. 20. Mai 2009, 22:27 Uhr, von karin
    091

    Alkohol und Autofahren – NEIN
    Danke

    @ Alle wünsche erholsame Tage und viel zu Lachen- das Leben ist ernst genug…..: ) : ) : )

    Antworten
  41. 20. Mai 2009, 23:28 Uhr, von Miranda
    092

    Komme gerade heim, hab mit einer Freundin Champagner zu Spargel und Erdbeeren genossen und bin froh dass ich dass geniessen konnte.

    Antworten
  42. 21. Mai 2009, 2:46 Uhr, von Miriam Meckel
    093

    vespa, aber ich bin NICHT gefahren. und stuttgart … nee, nun wirklich nicht :-)

    Antworten
  43. 21. Mai 2009, 8:55 Uhr, von Dowanda
    094

    @Petra
    Das ist der Grund warum ich an Weihnachtsfeiern meistens als letzte komme und als erste gehe :-)
    Ich weiss GENAU was du meinst!

    Antworten
  44. 21. Mai 2009, 11:00 Uhr, von irgendeine Userin
    095

    @Frau Meckel,

    dann hoffe ich mal, dass nicht “eine Freundin” mit den drei Bier intus Vespa gefahren ist. ;-)

    Antworten
  45. 24. Mai 2009, 2:20 Uhr, von Alexandra
    096

    Ach ja 10 Gläser Wein, das geht schon mal an nem guten Abend :))

    Antworten
  46. 24. Mai 2009, 2:21 Uhr, von Alexandra
    097

    Die gefakten Politessen gibts übrigens schon ziemlich lange, aufm Oktoberfest heißen sie Promilla

    Antworten
  47. 25. Mai 2009, 20:42 Uhr, von Susa
    098

    Das zum Thema Alkohol und Nüchtern!

    http://tinyurl.com/q42hpq

    Es verwundert mich doch sehr, wie dieser Junge dieses Maß an Alkohol in sich bekommen hat.
    Wie Frau Meckel schon angedeutet hat einen Promillewert von 2,1 zu schaffen, sei sehr schwer, möchte ich nicht wissen, wie man die Vorstellung von 4,9 Promille im Blut Realität werden lassen kann.

    Einfach erschreckend!!!!

    Antworten


© Miriam Meckel 2002 bis 2012