Aller Anfang ist die Promenade. Sie verläuft entlang des roten Teppichs und dauert einige Minuten. Vielleicht sind es die 15, von denen Andy Warhol gesagt hat, jeder Mensch werde sie irgendwann erleben. Mir scheinen diese 15 Minuten auf dem Teppich wie gefühlte 50. Aber sie gehen vorbei.
Sehen und gesehen werden, die gesellschaftliche Funktion der Promenade, sie wird hier verdichtet wie durch ein Brennglas. Ich blicke in 100 Augenpaare, versteckt hinter 100 Linsen. 300 Augen und Linsen starren zurück. Die gesellschaftliche Promenade hat die Form des Spaziergangs, diese hier ist ein Spießrutenlauf.








@ urs bürgi 5/7/09 16:09
Danke für den Link. Sehe keine “In-Szene-Setzung”. Im Gegenteil einen, nach einer Aufwärmungsphase von ca. 40min offenen Trialog. War spürbar, daß die begrenzte Sendezeit drängte. Doch haben die 3 gut hingekriegt.
Was Medienkompetenz angeht. An der FH Münster gab/gibt es – im Diplomstudiengang Soziale Arbeit, aber wohl auch nun in Bachelor – in “Ästhetik und Kommunikation” ein Semesterseminar/neustudentisch “Modul” `Handlungsorientierte Medienpädagogik´sowie dazugehörige Vorlesung `Grundlagen der Medienpädagogik und Medienanalyse´ angeboten von Prof.Dr.Bernward Hoffmann.
nä, eigentlich war nach ca 30 Minuten die Aufwärmphase vorbei.
@ Triple-A
Wenn ich etwas zuverlässig kommunizieren will, nehm ich mir das größte Klatschmaul. Und erzähl ihm so simpel und klar wie es geht, was ich will. – Das hat offensichtlich funktioniert. Nicht vorstellbar, was sich die FAZ hätte abbrechen müssen, um über den einfachen Fakt dieser Beziehung unpersönlichen HINTERGRUND aufzubereiten (politische Dimension von Homosexualität, soziale Relevanz derselben etc. – um Himmels Willen, sie hätte Fakten gefunden, nicht allein On-dits). So konnte die FAZ und viele andere auch in ihrer Montagsausgabe in der Rubrik “Vermischtes”, oder wie immer, die BamS in einem kleinen Abschnitt zitieren, wie das mittlerweile üblich zu sein scheint, und war für ihre Klientel auf dem “Qui-vive” ohne sich ihrerseits einen Zacken aus der so seriösen Krone zu brechen, völlig kolporationsunverdächtig.
p.s.: heißt es “kolporationsunverdächtig” oder “kolportageunverdächtig”? Glaub eher letzteres.
@Mafalda das zweite
kolportageunverdächtigâ€?
Ich will nochmal auf dass Wort “Star” und Fan sein eingehen…
Ich kann kein Fan von einem Menschen sein den ich nicht kenne, die Teenie Zeit ist vorbei…
Ich kann aber bemerken dass mich ein Mensch mit dem was er macht, wie er sich zeigt und was er für eine Ausstrahlung hat überzeugt und neugierig macht.
Miriam Meckel und Anne Will ,sind in meinen Augen keine Stars, dazu sind sie viel zu bodenhaftig.
Ich bin hier in diesen Blog gekommen,weil mich Frau Meckel eben mit diesen Attributen neugierig gemacht hat und weil eben dieses oben zitierte Outing der beiden, mich sehr gefreut hat, da die beiden so positive Identifikationsträgerinnen sind.
Ich weiß die beiden haben nichts mit der Community ( was auch immer die darstellt) zu tun und nichts am Hut aber trotzdem hat das Outing etwas bewirkt.
Aber trotzdem ist dass nicht der Beweggrund hier mitzulesen und mitzu kommunizieren, denn es gibt soviele spannende Themen hier dessen Erläuterungen ich als Horizont Erweiterung betrachte !
*…welch großartiger artikel…*
sommerlicher grüße aus köln
Wir unterschätzen das, was wir haben und überschätzen das, was wir sind.
Marie von Ebner-Eschenbach
Auf das erste Lesen ein Widerspruch zu Erich Fromm (Haben oder Sein)
Auf dem roten Teppich scheint es umgekehrt: Das Sein wird zum Haben, das Haben zum Sein.
@ Mesm
Dazu fällt mir ein Spruch von Pamela Anderson ein, die kürzlich meinte:
Mein Busen ist eigentlich der, der Karriere machte. Ich bin einfach hinterher gelaufen.
Von dem her wäre ich wohl Platzanweiserin im Kino geworden … :-)
@Tanja heute von 12.38
“Öffentlichkeit” ist immer sehr subjektiv. Die Öffentlichkeit einer Miriam Meckel ist nicht zu vergleichen mit dem was ich unter Öffentlichkeit verstehe – und selbst dieses bescheidene Ausmaß an Öffentlichkeit stresst mich zeitweise, weil es Anforderungen an mich heranträgt, die ich so gar nicht auf meiner Rechnung hatte. Was die Umwelt nicht daran hindert, sie zu reklamieren. Aber das ist der Preis den man zahlen muss – trotzdem ist es interessant, sich philosophisch mit dieser Ambivalenz zwischen dem Wollen und Müssen auseinander zu setzen bzw. die Gedanken von jemandem anderen dazu zu lesen.
Wie mesm schon ausgeführt hat, folgt das “Rote-Teppich-Szenario” ebenfalls Regeln und Konventionen.
Dabei ist es doch lediglich Präludium zur “eigentlichen” Veranstaltung. Erfüllt sicher auch seinen Zweck in der Inszenierung einer Veranstaltung, die den roten Teppich als Vorspiel braucht.
In den Aus- und Wildwüchsen ist es m.E. jedoch ähnlich, wie es sich Mr White am Ende des vorgenannten Spiegel-Artikels fragt: “Da muß man sich doch fragen: Wer lenkt die ganze Sache überhaupt noch?”
Da zieh ich den Hut, wenn die Menschen, die auf dem Teppich wandeln, den erforderlichen Respekt im Dialog (jenseits des Teppichs) einfordern und auch bekommen. Auf ihrem informationellen Selbstbestimmungsrecht beharren.
@Dowanda – ummmh, I almost forgot her – Pamela Anderson! :-))
I think these “celebrity� phenomenons are really interesting to observe, my absolute favourite is Paris Hilton. She has absolutely no skills at all apart from being rich and famous ;-)
“Öffentlichkeitâ€? ist immer sehr subjektiv.
(Dowanda um 21:29 Uhr)
Subjektiv ist auch unsere Wahrnehmung unserer Wahrnehmung durch Andere. Deswegen reagieren wir Menschen unterschiedlich und verhalten uns je nach dem Bild das wir uns von uns machen, da wir hinter der Wahrnehmung eine Absicht vermuten. Zwischen innen und außen ist schwer mehr zu trennen, am meisten noch durch bewusste Übung und Selbstdisziplin. Die ist offensichtlich schon den ungeschlüpften Küken zueigen- ein schönes Bild.
OT Stichwort “Urlaub”
Ein schöner Artikel; und eine schöne Idee für diejenigen die gerne wandern …
http://tinyurl.com/kv8wsa
Mit dem Esel durch die Uckermark.
Oder doch durch die Cevennen?
Eine allzu krasse Entschleunigung von 100 auf 0 von jetzt auf gleich ist eher nicht empfehlenswert. Die Esel dieser Welt wissen ein Lied davon zu singen…
So wünsche ich allen Urlaubern und denen, die es werden wollen, zum Beginn die innere Entschleunigung, das Loslassen vom Alltagsstress- nicht als Flucht, sondern als Weg, der zugleich ein Ziel ist.
Ohne die großen Erwartungen gelingt es besser, die einfachen, schönen Dinge seitlich am Weg zu sehen, ob jetzt mit Eselbegleitung oder ohne.
PS: Robert Louis Balfour Stevensons Weggefährtin hieß damals Modestine, das heißt soviel wie die Bescheidene, Unauffällige.- So ganz anders als auf dem roten Teppich.
Jetzt mal die Kaffetasse ganz weit wegstellen :-) Pipifax
@Triple- A, großartig ;-D
eine glatte 6,0 sowohl in der A- als auch in der B-Note!
Falls ich eine Foto von mir schenke, dass bedeutet nicht das du (Fotograf/Journalist) bei mir selbst dich in jeder meine schritte einladen kannst.
Ich glaube dem Rote Teppich ist von beide Seiten ein vergnügend, jeder weiß aber wo die grenzen sind, mit Respekt von beide Seiten können diese Miteinander existieren.
Urlaub-Kreativität und Flexibilität.
Alle wollen/müssen gleichzeitig dahin, und für alles (oder Fast) gibt eine Lösung:
now it’s stand-up flights
http://tinyurl.com/mqsqm5
Ich wünsche alle die in Sommer urlaub jetzt möchten, bzw. müssen, dass dem Flugzeug nicht voll wie ein Bus wird.
P.S. Nicht dem Bus unterschätzen, es hat Vorteil: man kann das Fenstern offnen (auch wenn hofft beim 30 grad nichts bringt).
Ich schaue mich doch dem Esel lieber an, eine echte Schnäppchen die in September gebrauchen könnte ;-)
@Triple-A Am Weihnachten bekam ich so eine Email von 2 Kollegen wo ich nie dachte sie wären sooooo kreativ, es war und es ist heute, sehr lustig ;-)
P.S. die dritte ??? kenne ich leider nicht…
@all: buona estate.
Da werden Haltungsnoten vergeben und ich kann das Video nicht mal abspielen *kreisch!!*
@Dowanda:
Vielleicht mal Quicktime Download Kann dir helfen? (for free)
please see: http://tinyurl.com/mhhm4f
@Martina
Na, bei uns sind Videos grundsätzlich blockiert. Kann man nicht angucken.
Trotzdem DANKE.
Brummelnde Grüsse vom zürnenden Bodensee (Wenn die Wolken sich entladen, dann Servus Kaiser).
Die neue Definition der Touristenklasse. (@martina)
Triple-A? Oh Tannenbaum!
Allerdings ist die Unterscheidung zwischen einem Papperazzo / vielen Papperazos und einem Fan zu machen. Wenn ein Paparazzo ein Foto macht, allein um im Nachhinein dafür so viel Geld wie möglich zu erlangen, dann ist das mit Sicherheit ein Verdienst auf Kosten Ihrer Seite.
Wenn ein Fan jedoch ein Foto machen möchte, um das Treffen des Stars in Form eines privaten Fotos in Erinnerung zu halten, finde ich das nicht verwerflich.
Ich habe mir den Artikel gerade durchgelesen, und kann, auch wenn ich Gott sei dank nicht im Rampenlicht stehen MUSS, es nachvollziehen. Meine Partnerin und ich, wir sind jung, arbeiten im öffentlichen Dienst, haben es selbst noch nicht geschafft, uns zu outen. Meine Partnerin und ich haben selbst Angst davor, deshalb passen wir auch immer auf, wem oder was man den Kollegen erzählt. Ich kann verstehen, warum Sie sich geoutet haben…bevor es die Paparazzis machen – hätte ich den Schritt auch gewagt. Ich würde auch gerne soviel Mut haben. Deshalb kann ich nur sagen – Respekt, dass Sie es geschafft haben, auch wenn es ein Spießrutenlauf in jeder Hinsicht sein mag. Ich wünsche Ihnen und Ihrer Partnerin viel Energie und Kraft von ganzem Herzen!
Ich bin begeistert.Gelungener Artikel.
Tutta la mia solidarietà !
C´est la vie
Ich meine es wäre doch schlimmer, wenn sich niemand für Sie interressieren würde, oder? Sie sind immerhin eine öffentliche Person. Einer kleinen Angestellten oder der Kassiererin im Aldi oder dem Arbeiter schaut niemand hinterher. Mann muss sich halt entscheiden was man machen will. Wobei ich schon versteh was Sie meinen. Ich finds auf jeden Fall super dass Sie sich mit Ihrer Freundin auf den roten Teppich begeben. DAnke
Sie haben viel für uns getan!