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Vielleicht geht es den inzwischen vielen Betrachtern des Videos ähnlich: Es ist gar nicht einfach, hierzu was zu schreiben. Vielleicht, weil die Verknüpfung von Politik und Poesie ungewöhnlich erscheint? Vielleicht auch, weil vorne links in der Ecke ein von innen beleuchtetes Gespenst das Bild dekoriert, so gar nicht passt, oder?
Die Leute, die den Reim für das wichtigste in der Poesie halten, betrachten die Verse wie Ochsen-Käufer von hinten.
Georg Christoph Lichtenberg
Politiker und Ochsen- Käufer betrachten das Leben von der Rückseite. Zumindest einer der beiden Spezies fehlt es dazu gelegentlich auch an Einsicht und Bescheidenheit.
Da hilft es wahrscheinlich, Gedichte zu lesen, bevor es dazu kommt, selbst Gedichte zu verfassen.
Politik als Poesie ist kein Gedicht.
Bist du schon auf der Sonne gewesen?
Nein? – Dann brich dir aus einem Besen
Ein kleines Stück Spazierstock heraus
Und schleiche dich heimlich aus dem Haus
Und wandere langsam in aller Ruh Immer direkt auf die Sonne zu.
So lange, bis es ganz dunkel geworden.
Dann öffne leise dein Taschenmesser,
Damit dich keine Mörder ermorden. Und wenn du die Sonne nicht mehr erreichst,
Dann ist es fürs erstemal schon besser,
Daß du dich wieder nach Hause schleichst.
War einmal ein Bumerang;
War ein Weniges zu lang.
Bumerang flog ein Stück,
Aber kam nicht mehr zurück.
Publikum – noch stundenlang -
Wartete auf Bumerang.
Liebe Frau Meckel,
wie wäre es mit einer Miriam Meckel Partei- MMPD?
Mein Vorschlag für die Parteifarbe: weiß. Demnach das Gegenteil des wohl bleibenden. Breitet sich diesmal der verKOHLte Käfer mit gelbem Schleim vor uns aus, dürfen wir die nächsten Jahre ordentlich und kontinuierlich ausrutschen:-( auch die gute Robe wird das nicht lange mitmachen.
Sie vs. schwarz wäre musikalisch wie das Duell Wolfgang Müller vs. Marius Müller WESTERnhagen.
Gut gegen böse. Hoffnung gegen Kapitulation. Vertrauen gegen Skepsis.
Nehmen Sie ein Füller in die Hand und schreiben Sie ein poetisches Parteiprogramm, mit WAHRHEITEN!
Sehr lustig… wirklich. :-)
Allerdings bin ich gleich am Anfang nach ca. 16sek gestolpert: die genannte Steinmeier-Seite ist nicht die “Website des SPD-Kanzlerkandidaten”. Zwar scheinen auch für diese Initiative einige bekannte Sozialdemokraten verantwortlich zu sein, aber Steinmeiers eigene Website ist eine andere.
Gerade hatte der Löwe dem Schaf, der Ziege und der Kuh auseinandergesetzt, dass der von ihnen erlegte Hirsch einzig und allein ihm gehöre, als drei Füchse erschienen und vor ihn hintraten.
„Ich nehme ein Drittel des Hirsches als Strafgebühr“, sagte der erste Fuchs. „Du hast nämlich keinen Jagdschein.”
„Und ich”, sagte der zweite, “nehme ein Drittel des Hirsches für deine Witwe, denn so steht es im Gesetz.” Ich habe gar keine Witwe”, knurrte der Löwe.
“Lassen wir doch die Haarspaltereien”, sagte der dritte Fuchs und nahm sich ebenfalls seinen Anteil. “Als Einkommensteuer”, erklärte er. “Das schützt mich ein Jahr lang vor Hunger und Not.”
“Aber ich bin der König der Tiere”, brüllte der Löwe. “Na, dann hast du ja eine Krone und brauchst das Geweih nicht”, bekam er zur Antwort, und die drei Füchse nahmen auch noch das Hirschgeweih mit.
Moral: Heutzutage ist es nicht mehr so leicht wie in früheren Zeiten, sich den Löwenanteil zu sichern.”
Poesie spricht Gefühle, innere Werte an. Politik wirkt dagegen kalt und rational. Ich bin gespannt auf die weiteren Kommentare und wünsche einen schönen Abend!
Das war meine Erfindung:
Vor allen Dingen muss man die Tiere lebendig pressen.
Anfangs kostet es Überwindung,
Aber schließlich wird nichts so heiß gekocht wie gegessen.
Die Presse muss mindestens sechs Quadratmeter messen.
Meine Anlage war ein technisches Wunder;
Riesensäle, um die getrockneten Bestien
Übersichtlich hübsch an der Wand zu befestigen.
Denn ein geplättetes Nashorn ist keine Flunder.
Wegen der Dickhäuter und et cetera
Brauchte ich selbstverständlich elektrische Kraft. -
Doch ich speiste mit dem heraus fließenden Saft
Sämtliche Waisenkinder von Zentralamerika.
Ganz abgesehen von der Naturwissenschaft.
Manches lässt sich nicht beim erstenmal schaffen.
Oftmals zappelt und zuckt noch der Hals,
Wenn der Unterkörper schon platt ist, so bei den Giraffen.
Und ich besinne mich eines noch schwereren Falls.
Um meine Sammlung zu komplettieren,
Wollte ich auch einen Menschen so präparieren.
Jene Miß Hamsy, die ich dazu erkor,
War eine ernste, wohlgebaute Mulattin,
Leichthin sommersprossig und Zollwächters Gattin.
Und der setzte ich Arak mit Blumenkohl vor,
Sagte, das sei Barbarossas Lieblingsgericht,
Las ihr zwei Novellen von Freiherrn v. Schlicht.
Bis sie langsam das Bewusstsein verlor.
Als ich sie dann im Dunkeln entkleidet hatte,
Legte ich sie behutsam tastend auf die untere Platte,
Kurbelte an. Doch sie erwachte dabei.
Aber ich suchte sie taktvoll bescheiden zu trösten:
Wieviel schlimmer es wäre, lebendig zu rösten,
Und dass die Presse nicht zu umgehen sei.
Nichts stimmt trauriger als ein menschlicher Todesschrei.
Aber was bedeutet solch kurzer Ton
Gegen die furchtbaren Greuel der Vivisektion!
Und wie Miß Hamsy dann an der Wand die vierte
Halle für Säugetiere und Eidechsen zierte,
Hat ihr Anblick jeden Besucher gebannt.
Die Kritiken hörten nicht auf sie zu loben.
Bis sich schließlich die Popolaca erhoben.
Diese Indianer haben das ganze Museum niedergebrannt.
Alles haben mir diese Schweine gestohlen.
Aus Miß Hamsy schnitten sie Mokassinsohlen.
Was ein Barbar ist, hat weder Kultur noch Geschmack.
Aber einen von ihnen erwischte ich später,
Kochte ihn lebend mit Kienharz und Wasserstoff-Äther.
Und den Kerl verbrauche ich heute als Siegellack.
Wir sollten aufpassen, dass wir nicht als Siegellack enden…
Hallo Frau Meckel,
wäre es möglich, das Video freundlicherweise auch bei Youtube reinzustellen? Ich kann es hier im Blog leider nicht ansehen, bin momentan nur über iPhone im Netz und ich denke, es liegt am fehlenden flahplayer. Naja, der kleine Würfel mit den Fragezeichen drauf ist auch ganz hübsch, aber Ihr Video wäre mir lieber,-) Und Politik und Poesie klingt verlockend…
Daaaaanke!!!!!
Chanson vom großen Publikum
Wer die Masse kennt, wird auf linksherum
Oder rechtsherum erfolgreich sein,
Wenn er Schwindel macht. Denn das Publikum
Fällt auf jeden Schwindel stets herein.
Ganz altaktuell, frech und möglichst dumm,
Breit und kitschig muss die Sache sein,
Denn das Publikum, das große Publikum
Fällt auf jeden Schwindel glatt herein.
Von dem Drum und Dran und von dem Dran und Drum
Will es gar nicht unterrichtet sein.
Denn das Publikum, das große Publikum
Fällt auf jeden Schwindel gern herein.
Applaudiert ihr jetzt mir? Und wenn ja, warum?
O ich prüfe Euch an diesem Stein!
Denn das Publikum, das große Publikum
Will durchaus, durchaus beschwindelt sein.
(Ringelnatz)
…das fällt mir zumindest zum Titel Ihres Eintrages ein…
“Jede Nacht um halb eins wenn das Fernsehen rauscht,
leg ich mich aufs Bett und mal mir aus,
wie es wäre, wenn ich nicht der wäre, der ich bin,
sondern Kanzler, Kaiser, König oder Königin.
Ich denk’ mir was der Kohl da kann, das kann ich auch….!”
Erinnert mich Momentan doch alles sehr an dieses Lied!
@Frau M.M.
um so mehr ich hier lese/höre/sehe, noch mehr denke das sie keine unterricht von Daniele Lutazzi brauchen (http://tinyurl.com/m88ru2)
“Einr gute Satire enthält eine Idee und die Idee muss etwas Wahres, sonst der Satire ist fake.
Die Grundlage der satirischen Witz muss wahr sein, sonst ist Betrug: und damit alle sind fähig”.
Besonders poetisch ist das Vorwort zu Guttenbergs Dissertation. Da sind so Schmalzlocken drin wie: “Wie oft wurde der Kairos der Fertigstellung durch freiberufliche wie spätere parlamentarische Ablenkung versäumt, bevor die Erkenntnis dieses traurigen Faktums einer bemerkenswerten Mischung aus eherner professoraler Geduld, sanftem, aber unerbittlichem familiären Druck und wohl auch ein wenig der beklagenswerten Eitelkeit weichen durfte. Allzu viele mussten meine verwegene Charakter- und Lebensmelange ertragen, und ich bin allen überaus dankbar für unbeugsame Gelassenheit. Gleichwohl: Wirkliche Besserung ist kaum absehbar.”
In voller Pracht ist das Ganze hier nachzuhören: http://www.youtube.com/watch?v=xDzzokhlDbk
Da bleibe ich lieber mit Funny van Dannen bei “Posex und Poesie”…. (gibt’s auch auf youtube)
The politician must be the finest, most psychologists, the fairest of all professionals. The beauty with truth are the major issues of our World. Everything depends on them. And if politicians could own them completely, all can do better. I think the policy should be as poetic as the political poet. Political means no more than a man of society, and poet, man of solitude. But solitude and society are communicating vessels. The poetic vocation can not be altered by anything that happens in this world we live in, since she is a great remedy, and remedies are not altered if they are never really, because the world is the same too, and everything has passed and many times. A poet is a man and walk among men.
and to be fair: ” And God made the light as your eyes”
§Controversy:
Poetry, delight, beauty, joy, solitude, serenity, silence, flower fields, harmony, love. Politics is slander, deception, misrepresentation, tort, exalting the power to act, fronting party interests before those of general interest. It follows that if poetry is beautiful, radiant, delicate, politics is the product of many things that daily unappetizing contemplate, meditate and make us open our eyes to realities that are our valley of tears.
If poetry exalts the authors for the excellence of his rhymes, what are the works that show us every day politicians, they can be proud of and we, ordinary people, applaud? A verse play, an expression of beauty, sensitivity and grace, makes great men, what is the cause of the generality of the politicians do not get to achieve theirs through such perfection?
Hopefully we all strive, and do more poetry -(Force Germany)
(interesting your opinions and your blog, greetings)
Erst mal Glückwunsch Frau Meckel! Nach dem wievielten Lachanfall haben Sie das so hinbekommen?:-)))
Poesie und Politik, ein mir vollkommen neuer Gesichtspunkt:-)
Vielleicht haben wir nur bisher nie genau hingehört und es sind uns die ‘poetischen Momente‘ einer Bundestagsdebatte entgangen?
Oder haben uns bisher nie auf die stimmungsvollen Sprachansätze und Gedanken einer Wahlkampfrede eingelassen. Oder ein Fernsehduell der Spitzenkandidaten der Parteien, wo Sprache ihre eigene poetische Wirkung entfaltet.
Aber nun gut, uns bleibt ja noch Zeit bis zum 27. September.
Übrigens, mein erster Gedanken beim Betrachten des Videos war, dass zum 1. September EU-weit, die klassische Glühbirne abgeschafft wird. Wie komm ich nur darauf?:-))))
Einen schönen guten Morgen! Wie gut, dass wir Betrachter des Videos unterschiedlich sind. Es mag sein, dass diese Satire meinen intellektuellen Horizont sprengt. Aber lustig/witzig – wie hier schon mehrfach geschrieben wurde – finde ich das Video nicht. Äußerst amüsant fand ich die vorherige Polit-Satire. Vielleicht liegt es daran, dass ich mir als Betrachterin dieses Videos irgendwie selbst veräppelt vorkomme. “Was macht die da?”, “Was soll das leuchtende Gespenst?”, “Das ist alles sehr weit hergeholt?” – solche Fragen tauchten auch beim erneuten Betrachten des Filmchens bei mir auf. Dann dieses laute Zusammenklappen des Buchs, obwohl vorher ein Gedicht vorgelesen wurde. Das kam für mich rüber wie: “So Ihr Politiker, jetzt hab ich es Euch aber mit einem Gedicht gezeigt, was für kleine Würstchen Ihr allesamt seid.” Muss ich das alles verstehen? Nein! ;)
Schön auch, dass hier in den Kommentaren überwiegend Gedichte veröffentlicht wurden… ;)
Der Gedanke einer MMPD (@Isabell), den Weißen, gefällt mir. ;)
Es ist ja so, dass Politiker aber auch andere gesellschaftliche Größen mit ihrem literarischen Nimbus kokettieren. Der manchmal da ist, manchmal aber auch nur vorgeschoben ist.
Merke: Ein Politiker ist kein guter Schriftsteller und ein Schriftsteller kein guter Politiker !
Beispiele dafür gibt es zuhauf. Nehmen wir den bosnisch-serbischen Schriftsteller und Kriegsverbrecher Karadzic, der Kindergedichte schrieb.
Gegenbeispiele gibt es auch: Vaclav Havel, Schriftsteller und Präsident von Tschechien.
Oftmals ist das Verhältnis von Politik und Literatur aber distanziert. Seit Willy Brandt haben sich auch die deutschen Schriftsteller nicht mehr vehement im Wahlkämpfen engagiert.
Vielleicht richtig so ? Die Literatur kann ebenso Kontrollfunktion haben wie der Journalismus. Da ist Distanz halten nicht das Schlechteste.
@alle,
den film sehe ich ohne ton :).
die kommentare ohne bild ;).
dies lässt gedankenblitze aufkommen wie:
“surreal anmutendes, die sich hinter oberflächen auflösen und die innere psyche zur äußeren form gestalten”.
oder
kritisch-paranoischer Surrealismus (verdrehte Perspektiven).
ist das etwa politik ?
@ Noisa, back to the basics. “Politik und Poesie” und die wiederholte Selbstdarstellung passen so in die “Landschaft”, wie Joe zu Angie. Der Abgehobenheit oder “Realitätsverleugnung”, wie sie in der Presse dargelegt wird,(siehe unten) kommt auch dieser Versuch, Satire zu erzeugen, nicht näher. da gibt es Profis, die es wirklich besser können. Und so bleibt ein wenig zurück, MM schafft nicht die Distanz zur Politik, wie sie sich es vielleicht wünscht, aber sie war ja auch zu nahe dran,(W.C.) und ist es möglicherweise noch immer.
“Heute befasst sich der Haushaltsausschuss des Bundestages mit einem umstrittenen Abendessen von Deutsche-Bank-Chef Ackermann im Kanzleramt. Die OSTSEE-ZEITUNG aus Rostock reagiert mit Unverständnis:
“Glückliches Deutschland! Die schwerste Wirtschafts- und Finanzkrise der Nachkriegszeit grassiert und reißt Milliardenlöcher in die öffentlichen Haushalte. Auf dem Arbeitsmarkt sieht es finster aus. Doch nicht solche Probleme scheinen dieses Land umzutreiben, sondern ein Promi-Dinner im Kanzleramt. Glückliches Deutschland, wenn es keine anderen Probleme hat als die Rechnung für ein Abendessen einiger Wirtschaftsgrößen um Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann. Oder es sich um die Dienstwagennutzung der Gesundheitsministerin oder um bezahlte Formulierungshilfen für den Wirtschaftsminister fetzt. Um nicht falsch verstanden zu werden, all das muss im Einzelfall genau untersucht werden. Und wenn Verfehlungen oder auch nur Instinktlosigkeiten vorlagen, müssen Konsequenzen gezogen werden.”
Die Meinung der FRANKFURTER RUNDSCHAU:
“Eine Geburtstagsparty für den nicht eben notleidenden Deutschbanker Josef Ackermann samt 30 konservativen Freunden auf Steuerzahlerkosten ist dem gemeinen Opel-Arbeiter nicht gerade einfach zu vermitteln. Natürlich kann die Regierungschefin für die Wirtschaftsbosse nicht den Pizza-Service kommen lassen. Und der Meinungsaustausch mit Praktikern ist für Politiker unerlässlich. Sollte jedoch Ackermann die Gästeliste geschrieben haben, ginge das über den Rahmen des Üblichen weit hinaus. Das Dinner hinterlässt ein Geschmäckle”.
Und die RHEIN-NECKAR-ZEITUNG, die in Heidelberg erscheint, meint:
“Das Kapital – in Form des Deutsche-Bank-Chefs – und die Politik – in Form der Kanzlerin – gehen hier eine Verbindung ein, die den Eindruck hinterlässt, dass Herr Ackermann sich das kleine Etwas zu viel kaufen konnte: die Teilhabe an der Macht – zumindest an ihrem Ambiente. In einer Demokratie darf es so etwas nicht geben. In einer Demokratie dürfen Kanzler zwar jede Menge repräsentativer Dinge tun, sie dürfen auch einladen, wen sie wollen. Aber es sollte immer ein Zusammenhang zur politischen Arbeit erkennbar sein”.
Und zum Staatsdefizit in Deutschland. Aus der Traum, konstatieren die BADISCHEN NEUESTEN NACHRICHTEN:
“Ein ausgeglichener Staatshaushalt wird lange auf sich warten lassen. Dabei hatte es so ausgesehen, als ob sich die Politik besonnen und ihren Irrweg in den Verschuldungsstaat aufgegeben hätte. Die Finanz- und in ihrem Gefolge die Wirtschaftskrise beendeten alle Hoffnungen auf ausgeglichene Staatshaushalte in den nächsten Jahren. Die jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamts in Wiesbaden zeigen erneut, wie rasant die Fahrt in die Neuverschuldung ist. Durch die Bankenkrise und die Rezession ist der Bundeshaushalt tief in die roten Zahlen geraten. Konjunkturprogramme und Rettungspakete fordern ihren Tribut”
ich glaube letztlich verstehen müssen wir dass auch nicht und wir werden auch nie erfahren was für Beweggründe dahinter stecken genau diese Aufhänger zu nehmen um sich zur Wahlverdrossenheit zu äußern.
Poesie mit Politik in Verbindung zu setzen ist schon gewagt, eher mit Dichtung der unangenehmen Wahrheiten
Aber orginell, einfallsreich und ironisch es allemal…
Ich finde mich langsam damit ab dass wir nicht zusammen Espresso trinken gehen in Lucca um über die Beweggründe zu diskutieren, wichtig ist dass wir alle in unserem Umfeld motivieren doch wählen zu gehen…
Ich finde Miriam Meckel zeigt uns, dass man auch als Professorin mit so einem hochambitionierten Lebenslauf noch sich den Punk inside bewahren kann…
@Urs, danke für Deine banalen Zitate. Als wenn wir nicht wichtigere Themen hätten (s. 4. Zitat). Bei Joe und Angie musste ich spontan an den Künstler Georgette Dee denken, der die Beziehung der Beiden auf den Punkt brachte – und das schon vor dem 60. Geburtstag von Ackermann. Da der Kommentar des Künstlers sich unter der Gürtellinie ansiedelte, werde ich ihn hier nicht bringen. Jetzt finde ich den Spruch passender denn je.
Die Staatsverschuldung ist ein Fass ohne Boden. Als heute journal-Guckerin ist mir aufgefallen, dass Kleber der Kanzlerin derzeit auf die Füße tritt, sie fast schon gekonnt vorführt. Oder er hier, der nimmt auch kein Blatt vor den Mund: http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/228?inPopup=true
Kein Wunder, dass Koch ihn absetzen wollte.
@Miranda, das wäre aber sehr sehr schade. ;) Um nicht missverstanden zu werden: Ich finde es durchaus gut, dass Frau Prof. Dr. Meckel derartige Videos produziert, veröffentlicht und uns Normalbürgern die Möglichkeit gibt, aus dem Bauch heraus unseren Senf dazu geben zu dürfen. Das ist offen, das ist tolerant! Wir hier, wir stehen im virtuellen Dialog und dürfen uns mit politischer Satire befassen, dazulernen, unseren Horizont erweitern, auch Kritik üben. Ja, Miranda, ich wähle sogar auch! ;)
@Noisa, vielleicht lässt Dich eines davon wieder lächeln. Daneben dann die Schlagzeile: Hypo Real Estate nichts mehr wert, nach 100 Mrd. Hilfe aus Staats=Steuergeldern.Hier, in CH, hat der Staat bei der UBS noch was verdient. Bei euch??? Wie hoch wird die Mehrwertsteuer”anpassung” wohl ausfallen?? Da hört’s mit der Poesie auf. Da geht’s dann um “facts”. So long und ciao.
Schön, @Urs. Hab mich allerdings noch nicht ganz durchgeklickt (Bild 25 von 536!). Mit dieser Bildergalerie ist die verkorkste Politik besser zu ertragen. :)) Die Weißen, das wär‘ doch noch was. ;)
@Noisa, ja, und als Symbolfigur”, sozusagen der “eyecatcher” statt einer Deutschlandfahne mit einem brütenden Schäuble, das Gespensterchen von MM mit Sparlampe (das Quecksilber gibt ihm den nötigen Glanz, Herr Umweltminister Gabriel) und der Slogan: Mit uns geht’s sicher bergauf, wir zeigen Ihnen das Licht im Tunnel.(Blüm sagte, die Rente sei sicher, und meinte seine!!) Und dazu MM mit allen ihren bayerischen Lieblingsdichtern als Sondersendung bei A.W. Und Guido haut dabei den Lukas (Seehofer) Frag Isabell, was sie meint.
Wui! Ich wundre mich was zunächst noch alles politisch ist. *g* aber „Waiting for something makes it more exciting.â€? N’est pas?!
Also: Bitte mach’s weiter (auch ihr alle hier)
@Urs, ich glaub der Gabriel hat nicht die Schuld.
Unsere Freunde in Brüssel haben den Schwachsinn mit der Glühbirne verzapft. Krumme Gurke ja, Glühlampe nein. Großartig:-))))
Vielleicht tu’ ich ja MM Unrecht, hab’ nicht den notwendigen Weitblick oder das richtige “feeling” für Tendenzen, wie sie halt, denn bei der Perspektivehttp://tinyurl.com/l25wa5
ist Vorlesung von “venerable poems” bei Senioren genau das, was “systemrelevant” die Reste der “long ago introduced democracy” aufrecht erhält. Und so scheint mir der Ansatz, white robe with anterior poems, und dazu das Geisterchen, als Andeutung des künftigen Zustandes, die politische Zielgruppe genau zu treffen, ohne viel Larifari, würde Ringelnatz sagen. Also Mädels, auf in die Wahlstrategie-crew für Whitevision with MM, da sind big points zu machen gegen all’ die “Gockeln” von Stonemyer bis Baron Piece of advice. Die Farbe hat ja auch so eine touch von Unschuld und wird häufig beim Beginn des künftigen desasters getragen. Daher sehr glaubwürdig beim Wählervolk.
@Ramona, danke für complimenti. An die Adresse von Gabriel: Schweigen ist Zustimmung. Aber wer selbst seinen gepanzerten Wagen einst nach Südafrika fliegen liess, hält gerne den Mund, damit die Parteikollegin allein auf der Bühne steht. Bekanntlich macht jemand, der nichts tut, keine Fehler, wer nichts sagt, dem kann man auch nichts in den Mund legen. Politik ist nicht so schwer, wenn man die Spielregeln kennt. Fast wie überall, oder? Eine davon lautet auch: du darfst alles, nur nicht, dich dabei erwischen lassen.(Kommt wohl aus Bayern, FJS, Gott hab’ ihn selig.??) Don Corleone, Berlusconi, und andere kommen einem da irgendwie in den Sinn.Muss mal wieder “Der Fürst” lesen, dann wird’s klarer, wie’s geht. “ggg”
@ Noisa; “makaber”: honi soit qui mal y pense. Ich hab’ doch die Verbindung “Politik und Poesie” nicht kreiert.Daher: “Wasche meine Hände in Unschuld” “gg”. Ich erinnere an Deine Sätze an Miranda um 10:09, “Lernen, Horizont,Kritik”,was das gemeine Volk darf. Und dazu zähle ich mich.
„Auf Wiederwählen 02“ nach „Auf Wiederwählen 03“ leitet womöglich eine neue Kunstrichtung ein. Politik ist nicht zu ertragen (03)! Politik wird nun über 02 infrage gestellt. Was kommt danach? 07? Dichten (P-oemen) wir irgendwann, auch wenn dies nicht jeder kann? Oder setzen wir aus Postings neue, politische Texte nach dem Zufallsprinzip zusammen? Ist das die Richtung, ich schnappe es von Ursula auf: Whitevision, das Reine, Klare, teils dem Zufall Überlassene, aber auch Endliche (s. demografische Entwicklung)? Machen wir uns nichts vor.
[...] Auf Wiederwählen! Teil 1, 2 [...]
Aktuelle Poesiestandsmeldung zur Wahl (Poesie-O-Mat) :-)
Resignation
Es gibt noch Leute, die sich quälen,
Aus denen sich die Frage ringt:
Wie wird der Deutsche nächstens wählen?
Wie wird das, was die Urne bringt?
Die Guten! Wie sie immer hoffen!
Wie macht sie doch ein jedesmal
Der Ausfall neuerdings betroffen!
Als wär’ er anders, wie normal!
Wir wissen doch von Adam Riese,
Dass zwei mal zwei gleich vieren zählt.
Und eine Wahrheit fest wie diese
Ist, dass man immer Schwarze wählt.
Das Faktum lässt sich nicht bestreiten,
Auch wenn es noch so bitter schmeckt.
Doch hat das Übel gute Seiten:
Es ruhet nicht auf Intellekt.
Man muss die Sache recht verstehen;
Sie ist nicht böse, ist nicht gut.
Der Deutsche will zur Urne gehen,
So wie man das Gewohnte tut.
Wer hofft, dass es noch anders würde,
Der täuscht sich hier, wie überall.
Die Schafe suchen ihre Hürde,
Das Rindvieh suchet seinen Stall.
Ludwig Thoma
?:-I
Vielleicht geht es den inzwischen vielen Betrachtern des Videos ähnlich: Es ist gar nicht einfach, hierzu was zu schreiben. Vielleicht, weil die Verknüpfung von Politik und Poesie ungewöhnlich erscheint? Vielleicht auch, weil vorne links in der Ecke ein von innen beleuchtetes Gespenst das Bild dekoriert, so gar nicht passt, oder?
?:-I = „Grübeln“
Ich lese gerne mit! :)
Danke für den Ringelnatz.
Politik und Poesie.
Die Leute, die den Reim für das wichtigste in der Poesie halten, betrachten die Verse wie Ochsen-Käufer von hinten.
Georg Christoph Lichtenberg
Politiker und Ochsen- Käufer betrachten das Leben von der Rückseite. Zumindest einer der beiden Spezies fehlt es dazu gelegentlich auch an Einsicht und Bescheidenheit.
Da hilft es wahrscheinlich, Gedichte zu lesen, bevor es dazu kommt, selbst Gedichte zu verfassen.
Politik als Poesie ist kein Gedicht.
Bist du schon auf der Sonne gewesen?
Nein? – Dann brich dir aus einem Besen
Ein kleines Stück Spazierstock heraus
Und schleiche dich heimlich aus dem Haus
Und wandere langsam in aller Ruh Immer direkt auf die Sonne zu.
So lange, bis es ganz dunkel geworden.
Dann öffne leise dein Taschenmesser,
Damit dich keine Mörder ermorden. Und wenn du die Sonne nicht mehr erreichst,
Dann ist es fürs erstemal schon besser,
Daß du dich wieder nach Hause schleichst.
Zum Wahlkampf:
War einmal ein Bumerang;
War ein Weniges zu lang.
Bumerang flog ein Stück,
Aber kam nicht mehr zurück.
Publikum – noch stundenlang -
Wartete auf Bumerang.
Liebe Frau Meckel,
wie wäre es mit einer Miriam Meckel Partei- MMPD?
Mein Vorschlag für die Parteifarbe: weiß. Demnach das Gegenteil des wohl bleibenden. Breitet sich diesmal der verKOHLte Käfer mit gelbem Schleim vor uns aus, dürfen wir die nächsten Jahre ordentlich und kontinuierlich ausrutschen:-( auch die gute Robe wird das nicht lange mitmachen.
Sie vs. schwarz wäre musikalisch wie das Duell Wolfgang Müller vs. Marius Müller WESTERnhagen.
Gut gegen böse. Hoffnung gegen Kapitulation. Vertrauen gegen Skepsis.
Nehmen Sie ein Füller in die Hand und schreiben Sie ein poetisches Parteiprogramm, mit WAHRHEITEN!
Isabell
PS: Schicke Seite.
Sehr lustig… wirklich. :-)
Allerdings bin ich gleich am Anfang nach ca. 16sek gestolpert: die genannte Steinmeier-Seite ist nicht die “Website des SPD-Kanzlerkandidaten”. Zwar scheinen auch für diese Initiative einige bekannte Sozialdemokraten verantwortlich zu sein, aber Steinmeiers eigene Website ist eine andere.
Der Mann muss es ja wissen. Er war 20 Jahre als Regisseur verantwortlich für Tagesschau, Tagesthemen, Nachtmagazin und Wochenspiegel.
Gespenst
Wenn das Gespenst um Mitternacht
im weißem Schreckgewande
mal wieder seine Späße macht
dann gruselst hierzulande.
Doch der Beruf stirbt langsam aus
die Konkurrenz erringt den Sieg
Gespenster fallen hinten raus
fürchten lehrt heut die Politik.
Heinz Bornemann
FABELhaft von James Thurber:
Der Löwe und die Füchse
Gerade hatte der Löwe dem Schaf, der Ziege und der Kuh auseinandergesetzt, dass der von ihnen erlegte Hirsch einzig und allein ihm gehöre, als drei Füchse erschienen und vor ihn hintraten.
„Ich nehme ein Drittel des Hirsches als Strafgebühr“, sagte der erste Fuchs. „Du hast nämlich keinen Jagdschein.”
„Und ich”, sagte der zweite, “nehme ein Drittel des Hirsches für deine Witwe, denn so steht es im Gesetz.” Ich habe gar keine Witwe”, knurrte der Löwe.
“Lassen wir doch die Haarspaltereien”, sagte der dritte Fuchs und nahm sich ebenfalls seinen Anteil. “Als Einkommensteuer”, erklärte er. “Das schützt mich ein Jahr lang vor Hunger und Not.”
“Aber ich bin der König der Tiere”, brüllte der Löwe. “Na, dann hast du ja eine Krone und brauchst das Geweih nicht”, bekam er zur Antwort, und die drei Füchse nahmen auch noch das Hirschgeweih mit.
Moral: Heutzutage ist es nicht mehr so leicht wie in früheren Zeiten, sich den Löwenanteil zu sichern.”
Poesie spricht Gefühle, innere Werte an. Politik wirkt dagegen kalt und rational. Ich bin gespannt auf die weiteren Kommentare und wünsche einen schönen Abend!
Hier humpelt der rote Faden, oder?
Das Volk lebendig pressen:
Das Terrbarium
Das war meine Erfindung:
Vor allen Dingen muss man die Tiere lebendig pressen.
Anfangs kostet es Überwindung,
Aber schließlich wird nichts so heiß gekocht wie gegessen.
Die Presse muss mindestens sechs Quadratmeter messen.
Meine Anlage war ein technisches Wunder;
Riesensäle, um die getrockneten Bestien
Übersichtlich hübsch an der Wand zu befestigen.
Denn ein geplättetes Nashorn ist keine Flunder.
Wegen der Dickhäuter und et cetera
Brauchte ich selbstverständlich elektrische Kraft. -
Doch ich speiste mit dem heraus fließenden Saft
Sämtliche Waisenkinder von Zentralamerika.
Ganz abgesehen von der Naturwissenschaft.
Manches lässt sich nicht beim erstenmal schaffen.
Oftmals zappelt und zuckt noch der Hals,
Wenn der Unterkörper schon platt ist, so bei den Giraffen.
Und ich besinne mich eines noch schwereren Falls.
Um meine Sammlung zu komplettieren,
Wollte ich auch einen Menschen so präparieren.
Jene Miß Hamsy, die ich dazu erkor,
War eine ernste, wohlgebaute Mulattin,
Leichthin sommersprossig und Zollwächters Gattin.
Und der setzte ich Arak mit Blumenkohl vor,
Sagte, das sei Barbarossas Lieblingsgericht,
Las ihr zwei Novellen von Freiherrn v. Schlicht.
Bis sie langsam das Bewusstsein verlor.
Als ich sie dann im Dunkeln entkleidet hatte,
Legte ich sie behutsam tastend auf die untere Platte,
Kurbelte an. Doch sie erwachte dabei.
Aber ich suchte sie taktvoll bescheiden zu trösten:
Wieviel schlimmer es wäre, lebendig zu rösten,
Und dass die Presse nicht zu umgehen sei.
Nichts stimmt trauriger als ein menschlicher Todesschrei.
Aber was bedeutet solch kurzer Ton
Gegen die furchtbaren Greuel der Vivisektion!
Und wie Miß Hamsy dann an der Wand die vierte
Halle für Säugetiere und Eidechsen zierte,
Hat ihr Anblick jeden Besucher gebannt.
Die Kritiken hörten nicht auf sie zu loben.
Bis sich schließlich die Popolaca erhoben.
Diese Indianer haben das ganze Museum niedergebrannt.
Alles haben mir diese Schweine gestohlen.
Aus Miß Hamsy schnitten sie Mokassinsohlen.
Was ein Barbar ist, hat weder Kultur noch Geschmack.
Aber einen von ihnen erwischte ich später,
Kochte ihn lebend mit Kienharz und Wasserstoff-Äther.
Und den Kerl verbrauche ich heute als Siegellack.
Wir sollten aufpassen, dass wir nicht als Siegellack enden…
Ja!
(@Désirée)
Danke Noisa für deine Offenheit, da fühle im mich nicht mehr ganz so einsam auf weiter Flur. 17:49
Hallo Frau Meckel,
wäre es möglich, das Video freundlicherweise auch bei Youtube reinzustellen? Ich kann es hier im Blog leider nicht ansehen, bin momentan nur über iPhone im Netz und ich denke, es liegt am fehlenden flahplayer. Naja, der kleine Würfel mit den Fragezeichen drauf ist auch ganz hübsch, aber Ihr Video wäre mir lieber,-) Und Politik und Poesie klingt verlockend…
Daaaaanke!!!!!
Nicht jeder, der vorgibt die Poesie zu lieben (und zu lesen) wird hierdurch ein bedächtigerer Mensch:
Stalin vs. Mandelstam
http://bit.ly/3z6SMW
ich (wie sich “im” fühlt weiß ich nicht)
Chanson vom großen Publikum
Wer die Masse kennt, wird auf linksherum
Oder rechtsherum erfolgreich sein,
Wenn er Schwindel macht. Denn das Publikum
Fällt auf jeden Schwindel stets herein.
Ganz altaktuell, frech und möglichst dumm,
Breit und kitschig muss die Sache sein,
Denn das Publikum, das große Publikum
Fällt auf jeden Schwindel glatt herein.
Von dem Drum und Dran und von dem Dran und Drum
Will es gar nicht unterrichtet sein.
Denn das Publikum, das große Publikum
Fällt auf jeden Schwindel gern herein.
Applaudiert ihr jetzt mir? Und wenn ja, warum?
O ich prüfe Euch an diesem Stein!
Denn das Publikum, das große Publikum
Will durchaus, durchaus beschwindelt sein.
(Ringelnatz)
…das fällt mir zumindest zum Titel Ihres Eintrages ein…
Ich halts mit eher mit Musik und Rio Reiser…
“Jede Nacht um halb eins wenn das Fernsehen rauscht,
leg ich mich aufs Bett und mal mir aus,
wie es wäre, wenn ich nicht der wäre, der ich bin,
sondern Kanzler, Kaiser, König oder Königin.
Ich denk’ mir was der Kohl da kann, das kann ich auch….!”
Erinnert mich Momentan doch alles sehr an dieses Lied!
@Frau M.M.
um so mehr ich hier lese/höre/sehe, noch mehr denke das sie keine unterricht von Daniele Lutazzi brauchen (http://tinyurl.com/m88ru2)
“Einr gute Satire enthält eine Idee und die Idee muss etwas Wahres, sonst der Satire ist fake.
Die Grundlage der satirischen Witz muss wahr sein, sonst ist Betrug: und damit alle sind fähig”.
Besonders poetisch ist das Vorwort zu Guttenbergs Dissertation. Da sind so Schmalzlocken drin wie: “Wie oft wurde der Kairos der Fertigstellung durch freiberufliche wie spätere parlamentarische Ablenkung versäumt, bevor die Erkenntnis dieses traurigen Faktums einer bemerkenswerten Mischung aus eherner professoraler Geduld, sanftem, aber unerbittlichem familiären Druck und wohl auch ein wenig der beklagenswerten Eitelkeit weichen durfte. Allzu viele mussten meine verwegene Charakter- und Lebensmelange ertragen, und ich bin allen überaus dankbar für unbeugsame Gelassenheit. Gleichwohl: Wirkliche Besserung ist kaum absehbar.”
In voller Pracht ist das Ganze hier nachzuhören:
http://www.youtube.com/watch?v=xDzzokhlDbk
Da bleibe ich lieber mit Funny van Dannen bei “Posex und Poesie”…. (gibt’s auch auf youtube)
Desire to Create
The politician must be the finest, most psychologists, the fairest of all professionals. The beauty with truth are the major issues of our World. Everything depends on them. And if politicians could own them completely, all can do better. I think the policy should be as poetic as the political poet. Political means no more than a man of society, and poet, man of solitude. But solitude and society are communicating vessels. The poetic vocation can not be altered by anything that happens in this world we live in, since she is a great remedy, and remedies are not altered if they are never really, because the world is the same too, and everything has passed and many times. A poet is a man and walk among men.
and to be fair: ” And God made the light as your eyes”
§Controversy:
Poetry, delight, beauty, joy, solitude, serenity, silence, flower fields, harmony, love. Politics is slander, deception, misrepresentation, tort, exalting the power to act, fronting party interests before those of general interest. It follows that if poetry is beautiful, radiant, delicate, politics is the product of many things that daily unappetizing contemplate, meditate and make us open our eyes to realities that are our valley of tears.
If poetry exalts the authors for the excellence of his rhymes, what are the works that show us every day politicians, they can be proud of and we, ordinary people, applaud? A verse play, an expression of beauty, sensitivity and grace, makes great men, what is the cause of the generality of the politicians do not get to achieve theirs through such perfection?
Hopefully we all strive, and do more poetry -(Force Germany)
(interesting your opinions and your blog, greetings)
Danke!
Erst mal Glückwunsch Frau Meckel! Nach dem wievielten Lachanfall haben Sie das so hinbekommen?:-)))
Poesie und Politik, ein mir vollkommen neuer Gesichtspunkt:-)
Vielleicht haben wir nur bisher nie genau hingehört und es sind uns die ‘poetischen Momente‘ einer Bundestagsdebatte entgangen?
Oder haben uns bisher nie auf die stimmungsvollen Sprachansätze und Gedanken einer Wahlkampfrede eingelassen. Oder ein Fernsehduell der Spitzenkandidaten der Parteien, wo Sprache ihre eigene poetische Wirkung entfaltet.
Aber nun gut, uns bleibt ja noch Zeit bis zum 27. September.
Übrigens, mein erster Gedanken beim Betrachten des Videos war, dass zum 1. September EU-weit, die klassische Glühbirne abgeschafft wird. Wie komm ich nur darauf?:-))))
Euch allen einen schönen Tag!
@all: Buongiorno.
“Am Busen der CDU” AufWiederwählen 01
“The idea of waiting for something” AufWiederwählen 03
“Politik und Poesie” AufWiederwählen 02…”
Number… The Principle of Relativity.Einstein Albert and Hermann Minkowski…
Einen schönen guten Morgen! Wie gut, dass wir Betrachter des Videos unterschiedlich sind. Es mag sein, dass diese Satire meinen intellektuellen Horizont sprengt. Aber lustig/witzig – wie hier schon mehrfach geschrieben wurde – finde ich das Video nicht. Äußerst amüsant fand ich die vorherige Polit-Satire. Vielleicht liegt es daran, dass ich mir als Betrachterin dieses Videos irgendwie selbst veräppelt vorkomme. “Was macht die da?”, “Was soll das leuchtende Gespenst?”, “Das ist alles sehr weit hergeholt?” – solche Fragen tauchten auch beim erneuten Betrachten des Filmchens bei mir auf. Dann dieses laute Zusammenklappen des Buchs, obwohl vorher ein Gedicht vorgelesen wurde. Das kam für mich rüber wie: “So Ihr Politiker, jetzt hab ich es Euch aber mit einem Gedicht gezeigt, was für kleine Würstchen Ihr allesamt seid.” Muss ich das alles verstehen? Nein! ;)
Schön auch, dass hier in den Kommentaren überwiegend Gedichte veröffentlicht wurden… ;)
Der Gedanke einer MMPD (@Isabell), den Weißen, gefällt mir. ;)
Es ist ja so, dass Politiker aber auch andere gesellschaftliche Größen mit ihrem literarischen Nimbus kokettieren. Der manchmal da ist, manchmal aber auch nur vorgeschoben ist.
Merke: Ein Politiker ist kein guter Schriftsteller und ein Schriftsteller kein guter Politiker !
Beispiele dafür gibt es zuhauf. Nehmen wir den bosnisch-serbischen Schriftsteller und Kriegsverbrecher Karadzic, der Kindergedichte schrieb.
Gegenbeispiele gibt es auch: Vaclav Havel, Schriftsteller und Präsident von Tschechien.
Oftmals ist das Verhältnis von Politik und Literatur aber distanziert. Seit Willy Brandt haben sich auch die deutschen Schriftsteller nicht mehr vehement im Wahlkämpfen engagiert.
Vielleicht richtig so ? Die Literatur kann ebenso Kontrollfunktion haben wie der Journalismus. Da ist Distanz halten nicht das Schlechteste.
@alle,
den film sehe ich ohne ton :).
die kommentare ohne bild ;).
dies lässt gedankenblitze aufkommen wie:
“surreal anmutendes, die sich hinter oberflächen auflösen und die innere psyche zur äußeren form gestalten”.
oder
kritisch-paranoischer Surrealismus (verdrehte Perspektiven).
ist das etwa politik ?
einen schönen sonnigen tag noch.
@ Noisa, back to the basics. “Politik und Poesie” und die wiederholte Selbstdarstellung passen so in die “Landschaft”, wie Joe zu Angie. Der Abgehobenheit oder “Realitätsverleugnung”, wie sie in der Presse dargelegt wird,(siehe unten) kommt auch dieser Versuch, Satire zu erzeugen, nicht näher. da gibt es Profis, die es wirklich besser können. Und so bleibt ein wenig zurück, MM schafft nicht die Distanz zur Politik, wie sie sich es vielleicht wünscht, aber sie war ja auch zu nahe dran,(W.C.) und ist es möglicherweise noch immer.
“Heute befasst sich der Haushaltsausschuss des Bundestages mit einem umstrittenen Abendessen von Deutsche-Bank-Chef Ackermann im Kanzleramt. Die OSTSEE-ZEITUNG aus Rostock reagiert mit Unverständnis:
“Glückliches Deutschland! Die schwerste Wirtschafts- und Finanzkrise der Nachkriegszeit grassiert und reißt Milliardenlöcher in die öffentlichen Haushalte. Auf dem Arbeitsmarkt sieht es finster aus. Doch nicht solche Probleme scheinen dieses Land umzutreiben, sondern ein Promi-Dinner im Kanzleramt. Glückliches Deutschland, wenn es keine anderen Probleme hat als die Rechnung für ein Abendessen einiger Wirtschaftsgrößen um Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann. Oder es sich um die Dienstwagennutzung der Gesundheitsministerin oder um bezahlte Formulierungshilfen für den Wirtschaftsminister fetzt. Um nicht falsch verstanden zu werden, all das muss im Einzelfall genau untersucht werden. Und wenn Verfehlungen oder auch nur Instinktlosigkeiten vorlagen, müssen Konsequenzen gezogen werden.”
Die Meinung der FRANKFURTER RUNDSCHAU:
“Eine Geburtstagsparty für den nicht eben notleidenden Deutschbanker Josef Ackermann samt 30 konservativen Freunden auf Steuerzahlerkosten ist dem gemeinen Opel-Arbeiter nicht gerade einfach zu vermitteln. Natürlich kann die Regierungschefin für die Wirtschaftsbosse nicht den Pizza-Service kommen lassen. Und der Meinungsaustausch mit Praktikern ist für Politiker unerlässlich. Sollte jedoch Ackermann die Gästeliste geschrieben haben, ginge das über den Rahmen des Üblichen weit hinaus. Das Dinner hinterlässt ein Geschmäckle”.
Und die RHEIN-NECKAR-ZEITUNG, die in Heidelberg erscheint, meint:
“Das Kapital – in Form des Deutsche-Bank-Chefs – und die Politik – in Form der Kanzlerin – gehen hier eine Verbindung ein, die den Eindruck hinterlässt, dass Herr Ackermann sich das kleine Etwas zu viel kaufen konnte: die Teilhabe an der Macht – zumindest an ihrem Ambiente. In einer Demokratie darf es so etwas nicht geben. In einer Demokratie dürfen Kanzler zwar jede Menge repräsentativer Dinge tun, sie dürfen auch einladen, wen sie wollen. Aber es sollte immer ein Zusammenhang zur politischen Arbeit erkennbar sein”.
Und zum Staatsdefizit in Deutschland. Aus der Traum, konstatieren die BADISCHEN NEUESTEN NACHRICHTEN:
“Ein ausgeglichener Staatshaushalt wird lange auf sich warten lassen. Dabei hatte es so ausgesehen, als ob sich die Politik besonnen und ihren Irrweg in den Verschuldungsstaat aufgegeben hätte. Die Finanz- und in ihrem Gefolge die Wirtschaftskrise beendeten alle Hoffnungen auf ausgeglichene Staatshaushalte in den nächsten Jahren. Die jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamts in Wiesbaden zeigen erneut, wie rasant die Fahrt in die Neuverschuldung ist. Durch die Bankenkrise und die Rezession ist der Bundeshaushalt tief in die roten Zahlen geraten. Konjunkturprogramme und Rettungspakete fordern ihren Tribut”
@Noisa
ich glaube letztlich verstehen müssen wir dass auch nicht und wir werden auch nie erfahren was für Beweggründe dahinter stecken genau diese Aufhänger zu nehmen um sich zur Wahlverdrossenheit zu äußern.
Poesie mit Politik in Verbindung zu setzen ist schon gewagt, eher mit Dichtung der unangenehmen Wahrheiten
Aber orginell, einfallsreich und ironisch es allemal…
Ich finde mich langsam damit ab dass wir nicht zusammen Espresso trinken gehen in Lucca um über die Beweggründe zu diskutieren, wichtig ist dass wir alle in unserem Umfeld motivieren doch wählen zu gehen…
Ich finde Miriam Meckel zeigt uns, dass man auch als Professorin mit so einem hochambitionierten Lebenslauf noch sich den Punk inside bewahren kann…
@Urs, danke für Deine banalen Zitate. Als wenn wir nicht wichtigere Themen hätten (s. 4. Zitat). Bei Joe und Angie musste ich spontan an den Künstler Georgette Dee denken, der die Beziehung der Beiden auf den Punkt brachte – und das schon vor dem 60. Geburtstag von Ackermann. Da der Kommentar des Künstlers sich unter der Gürtellinie ansiedelte, werde ich ihn hier nicht bringen. Jetzt finde ich den Spruch passender denn je.
Die Staatsverschuldung ist ein Fass ohne Boden. Als heute journal-Guckerin ist mir aufgefallen, dass Kleber der Kanzlerin derzeit auf die Füße tritt, sie fast schon gekonnt vorführt. Oder er hier, der nimmt auch kein Blatt vor den Mund: http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/228?inPopup=true
Kein Wunder, dass Koch ihn absetzen wollte.
@Miranda, das wäre aber sehr sehr schade. ;) Um nicht missverstanden zu werden: Ich finde es durchaus gut, dass Frau Prof. Dr. Meckel derartige Videos produziert, veröffentlicht und uns Normalbürgern die Möglichkeit gibt, aus dem Bauch heraus unseren Senf dazu geben zu dürfen. Das ist offen, das ist tolerant! Wir hier, wir stehen im virtuellen Dialog und dürfen uns mit politischer Satire befassen, dazulernen, unseren Horizont erweitern, auch Kritik üben. Ja, Miranda, ich wähle sogar auch! ;)
Sorry, beim vorstehenden Link bitte auf das Video „Respektlosester Wahlkampf der Republik“ klicken.
1, 3, 2 … interessante Zählweise ?!
Zwei Schritte vor und einen zurück – eigentlich wie in der Politik.
@Noisa, vielleicht lässt Dich eines davon wieder lächeln. Daneben dann die Schlagzeile: Hypo Real Estate nichts mehr wert, nach 100 Mrd. Hilfe aus Staats=Steuergeldern.Hier, in CH, hat der Staat bei der UBS noch was verdient. Bei euch??? Wie hoch wird die Mehrwertsteuer”anpassung” wohl ausfallen?? Da hört’s mit der Poesie auf. Da geht’s dann um “facts”. So long und ciao.
http://www.welt.de/satire/article160377/Irrsinn_aktuell.html
@noisa,
ich werde auch wählen
bis dahin werden jedoch noch einige kämpfe durch zu stehen zu sein.
Schön, @Urs. Hab mich allerdings noch nicht ganz durchgeklickt (Bild 25 von 536!). Mit dieser Bildergalerie ist die verkorkste Politik besser zu ertragen. :)) Die Weißen, das wär‘ doch noch was. ;)
@Noisa, ja, und als Symbolfigur”, sozusagen der “eyecatcher” statt einer Deutschlandfahne mit einem brütenden Schäuble, das Gespensterchen von MM mit Sparlampe (das Quecksilber gibt ihm den nötigen Glanz, Herr Umweltminister Gabriel) und der Slogan: Mit uns geht’s sicher bergauf, wir zeigen Ihnen das Licht im Tunnel.(Blüm sagte, die Rente sei sicher, und meinte seine!!) Und dazu MM mit allen ihren bayerischen Lieblingsdichtern als Sondersendung bei A.W. Und Guido haut dabei den Lukas (Seehofer) Frag Isabell, was sie meint.
:) :)
@Urs :)) Sondersendung! :)
Wui! Ich wundre mich was zunächst noch alles politisch ist. *g* aber „Waiting for something makes it more exciting.â€? N’est pas?!
Also: Bitte mach’s weiter (auch ihr alle hier)
Freundlichen Grüssen,
@Urs, ich glaub der Gabriel hat nicht die Schuld.
Unsere Freunde in Brüssel haben den Schwachsinn mit der Glühbirne verzapft. Krumme Gurke ja, Glühlampe nein. Großartig:-))))
http://www.mdr.de/mdr-figaro/podcast/6619295.html
Vielleicht tu’ ich ja MM Unrecht, hab’ nicht den notwendigen Weitblick oder das richtige “feeling” für Tendenzen, wie sie halt, denn bei der Perspektivehttp://tinyurl.com/l25wa5
ist Vorlesung von “venerable poems” bei Senioren genau das, was “systemrelevant” die Reste der “long ago introduced democracy” aufrecht erhält. Und so scheint mir der Ansatz, white robe with anterior poems, und dazu das Geisterchen, als Andeutung des künftigen Zustandes, die politische Zielgruppe genau zu treffen, ohne viel Larifari, würde Ringelnatz sagen. Also Mädels, auf in die Wahlstrategie-crew für Whitevision with MM, da sind big points zu machen gegen all’ die “Gockeln” von Stonemyer bis Baron Piece of advice. Die Farbe hat ja auch so eine touch von Unschuld und wird häufig beim Beginn des künftigen desasters getragen. Daher sehr glaubwürdig beim Wählervolk.
Sorry, muss es freistellen, sonst got’s nüt.
http://tinyurl.com/l25wa5
:))))))
“Vielleicht tu’ ich ja MM Unrecht,…” Ich wohl auch. Mit Ursulas Weitblick sollte das Thema betrachtet werden. :)
“… politische Zielgruppe… Whitevision…”
Das ist schon fast etwas makaber: Anti-Poem. ;)
@Ramona, danke für complimenti. An die Adresse von Gabriel: Schweigen ist Zustimmung. Aber wer selbst seinen gepanzerten Wagen einst nach Südafrika fliegen liess, hält gerne den Mund, damit die Parteikollegin allein auf der Bühne steht. Bekanntlich macht jemand, der nichts tut, keine Fehler, wer nichts sagt, dem kann man auch nichts in den Mund legen. Politik ist nicht so schwer, wenn man die Spielregeln kennt. Fast wie überall, oder? Eine davon lautet auch: du darfst alles, nur nicht, dich dabei erwischen lassen.(Kommt wohl aus Bayern, FJS, Gott hab’ ihn selig.??) Don Corleone, Berlusconi, und andere kommen einem da irgendwie in den Sinn.Muss mal wieder “Der Fürst” lesen, dann wird’s klarer, wie’s geht. “ggg”
@ Noisa; “makaber”: honi soit qui mal y pense. Ich hab’ doch die Verbindung “Politik und Poesie” nicht kreiert.Daher: “Wasche meine Hände in Unschuld” “gg”. Ich erinnere an Deine Sätze an Miranda um 10:09, “Lernen, Horizont,Kritik”,was das gemeine Volk darf. Und dazu zähle ich mich.
Wie bescheiden, @Urs. :)
„Auf Wiederwählen 02“ nach „Auf Wiederwählen 03“ leitet womöglich eine neue Kunstrichtung ein. Politik ist nicht zu ertragen (03)! Politik wird nun über 02 infrage gestellt. Was kommt danach? 07? Dichten (P-oemen) wir irgendwann, auch wenn dies nicht jeder kann? Oder setzen wir aus Postings neue, politische Texte nach dem Zufallsprinzip zusammen? Ist das die Richtung, ich schnappe es von Ursula auf: Whitevision, das Reine, Klare, teils dem Zufall Überlassene, aber auch Endliche (s. demografische Entwicklung)? Machen wir uns nichts vor.