MM_Maupassant
Zu den Kommentaren
5. September 2009, 11:39 Uhr, Geschrieben von Miriam Meckel

Auf Wiederwählen 05

Für ein großes MITTEinander


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78 Reaktionen

  1. 7. September 2009, 13:09 Uhr, von Mafalda
    051

    @ Walter

    sicher kann sich eine hohe soziale Differenzierung auch INNERHALB einer Partei abbilden, ist sogar wünschenswert; das Gegenteil eines Zweierblocks, nämlich totale Zersplitterung hatten wir bereits.

    Allerdings ist die bundesdeutsche Demokratie und ihre Genese nicht unbedingt vergleichbar mit derjenigen im angelsächsischen Raum. Eher sehe ich da Affinitäten zu Frankreich ( “L´Etat c´est moi”, was weiter oben bereits anklang und die entsprechenden Haltungen kommen ja nicht von ungefähr ;-)).

    Wie Du schon sagst, erfordert innerparteiliche Differenzierung eine kultivierte Streit- und Diskurskultur. Das ist nun allerdings etwas, was “Glucke” Merkel offenbar nicht wirklich ertragen mag, vielleicht auch tatsächlich nicht KANN.

    Antworten
  2. 7. September 2009, 14:16 Uhr, von Noisa
    052
    Antworten
  3. 7. September 2009, 14:20 Uhr, von Lizzy
    053

    wir haben eine auszubildende. sie schreibt diese woche in soziologie eine arbeit über das thema wahlen. sie ist fast 25 und hat ein kind. wahlen interessieren sie überhaupt nicht. zum wählen geht sie auch nicht. keiner in ihrer klasse oder irgendeiner, den sie kennt, geht wählen. auch nicht ihre eltern. die parteien sind doof, die politik ist doof, alles ist doof. die parteien sind doch alle gleich (womit sie teilweise auch recht hat ;-) ). das kann doch wohl nicht wahr sein. sie hat ein kind und demzufolge auch eine verantwortung. auf meine anregung hin, sie soll sich doch über die parteien und ihre inhalte informieren (das darf sie auch hier in der firma) kam als antwort nur ein schulterzucken.
    sorry, aber das mußte jetzt mal raus.

    Antworten
  4. 7. September 2009, 14:30 Uhr, von Mafalda
    054

    @Noisa

    Oh ja, hab es gestern z.T. am Radio verfolgt und heute morgen einen elegischen Artikel im RP-Ableger gelesen. Irgendwie passt das zu Deinem Link gestern 15:09. Jedoch hat zumindest die CDU, aber vermutlich auch andere, da was mißverstanden: es soll kein PRODUKT präsentiert werden. Einige Teilnehmer haben in den Interviews im Vorfeld dezidiert auch Inhalte angemahnt. Die gingen in der orangenen Manifestation wohl leer aus…

    Antworten
  5. 7. September 2009, 14:34 Uhr, von Mafalda
    055

    P.S.: passender als PRODUKT ist “PRODUKTVERPACKUNG”

    Antworten
  6. 7. September 2009, 14:35 Uhr, von Walter
    056

    Politische Sozialisation geschieht durch Beispiel und Betroffenheit. Betroffenheit durch Wahrnehmung unterscheidet sich von Betroffensein, den betroffen sind alle.
    Was unternehmen die Parteien zur Information und Sensibilisierung der Nichtinformierten? Wenig.

    Plakate sind derzeit sehr daneben, wie wir in Kreuzberg gesehen haben.
    Ein Kopf ist keine Botschaft mehr, selbst Che Guevarra oder Mao werden nicht mehr erkannt, geschweige denn gekannt. Ähnlich der digital divide gibt es eine political divide. Politik ist für viele junge und auch ältere Menschen nicht erkennbar und folglich nicht relevant.

    Das Internet könnte etwas ändern- falls den hohen Vorsätzen auch Taten folgen:
    http://www.internet-manifest.de/

    Antworten
  7. 7. September 2009, 14:37 Uhr, von Noisa
    057

    Leider, @Mafalda!

    @Lizzy, dann ist sie wohl kein Alphamädchen. ;) Mit jüngeren Menschen hab ich auch zu tun und erlebe glücklicherweise genau das Gegenteil… :)

    Antworten
  8. 7. September 2009, 14:56 Uhr, von Auf Wiederwählen 05 — CARTA
    058

    [...] [via MiriamMeckel] [...]

    Antworten
  9. 7. September 2009, 14:57 Uhr, von Lizzy
    059

    @Noisa, dann hast Du es gut. Wir haben auch noch einen Auszubildenden, den traue ich mich gar nicht zu fragen. Er wird mir wohl eine ähnliche Antwort geben.

    Antworten
  10. 7. September 2009, 15:11 Uhr, von Antje
    060

    Na denn, auf nach Wittenberg :-)
    10 Jahre nach dem Cluetrain-Manifest nun nicht 95, aber wenigstens 17 Thesen. Im Ansatz sehr gelungen, für ein Manifest fehlt allerdings die Zielführung, die Umsetzungsvorstellung und die tiefere Substanz (was mich gleich wieder an die politischen Parteien und ihren Wahlkampf erinnert).
    Bezeichnend auch, dass, obwohl das Hauptargument das des “Journalist ist jeder, der guten Journalismus macht” gebraucht wird, merkwürdigerweise wieder nur die sogenannten “Alpha-Blogger” beteiligt sind.
    Ein gemeinsames Manifest, auf einer Plattform, unter Beteiligung vieler Internetuser zu entwickeln, hätte ich irgendwie angemessener gefunden. Na ja, kommt ja vielleicht noch :-)
    Und hier tut sich übrigens auch noch was:
    http://bit.ly/qYVLg

    Antworten
  11. 7. September 2009, 19:17 Uhr, von DRP
    061

    Eine schwarz-gelbe Mehrheit wird bei der Bundestagswahl wohl nicht zu realisieren sein.
    Frau Merkel ist dieser Umstand nicht unrecht.
    Sie stünde einer Fundamentalopposition aus Rot-rot-grün gegenüber, die es bei den derzeitigen und zu erwartenden Problemen dieses Landes
    (Arbeitslosigkeit, Finanzkrise, fehlendes Wirtschaftswachstum, Verschuldung des Staates, Afghanistan etc.)
    einer schwarz-gelben Regierung über alle Maßen schwer machte.
    Frau Merkel hat aus der fast noch verlorenen Wahl 2005 nach dem Leipziger Parteitag gelernt.
    Deshalb doch lieber kommod mit der SPD eine große Koalition fortsetzen, sich im Unbestimmten ergehen und “nach allen Seiten offen” zu sein.

    Antworten
  12. 7. September 2009, 20:21 Uhr, von Walter
    062

    Das geflügelte Wort dieses Wahlkampfs: “Wer nach allen Seiten offen ist, kann nicht ganz dicht sein.”

    Off topic aber von Herzen: Die Shakespeare Sonette bizarr, von Robert Wilson und Rufus Wainwright um 22:40 auf arte.
    (tinyurl.com/mydw9q)
    So ungewohnt wie begeisternd.

    Antworten
  13. 7. September 2009, 20:27 Uhr, von Martina
    063

    Nach einer langen weile…

    Buonasera

    O.T.:

    http://tinyurl.com/nljpfw

    …Verstehe schon wie man wegen Politik sich auferegen kann, gibt aber eine lösung/zukünft?
    Ich will jetzt keinen Land vergleichen aber “Politik” wird langsam in viele Länder ein “Show”!
    Ich wünsche euch alle eine schönes unterhaltung, ich bin bald erst wo die sonne noch scheint.
    :)

    Antworten
  14. 7. September 2009, 20:41 Uhr, von Miranda
    064

    @Martina

    ja sie verkommt zum Theater aber wenn man wegschaut wie es in Italien gerade passiert, ist dass so fatal..

    .es muß was geändert werden an dieser schulterzuckenden Gesllschaft.
    Mich hat gestern sehr beschäftigt was Walter über Emphatie geschrieben hat,für mich eines der größten menschlichen Stärken, leider wird es aber nicht so wahrgenommen da andere Prioritäten gesetzt werden…

    ja Noisa es gibt viele wache junge Menschen und ich hoffe sehr dass spätestens wenn es am 27 wieder nur zu einer Neuauflage kommt, sich in der nächsten Legislaturperiode endlich kleinere Parteien mehr etablieren und der Widerstand gegen diese “klebrige Masse an Beruhigungspillen” im Reichstag zunimmt…

    Antworten
  15. 7. September 2009, 22:55 Uhr, von Miranda
    065

    passt jetzt wieder nicht aber bin hingewisen worden auf eine Artikel im Freitag der hohe Wellen schlägt :

    http://www.freitag.de/kultur/0936-bekenntnisliteratur-krebs-leinemann-schlingensief#comments

    Antworten
  16. 7. September 2009, 23:33 Uhr, von Alex
    066

    Vote for the Survival!

    Choosing is an act of love, loyal and responsible .. For those who do not want to choose .. (life is always a choice, life-threatening emergency), which provides us all.

    We live in a democracy, which allows us, gives us the right to vote (Freedom), express our sympathy for those who best represent us in a government, it will be, so we must firmly believe in change, and don’t forget it .. I fight for what repeat every day, YES, a bit of impudence and rebellion, in response to the indifference of political injustice that we live and be amazed .. Take care, survival, if what is coming.
    . Will not mind that tomorrow, here at home? Is indifference, or is it treason, means the same?

    I have read many reviews and I see around me and everything is still exactly the same … talk too much and do nothing, we are as responsible for what happens in our country, and yet still there as spectators, and worse than ignorance is our indifference … Act! must be our … The union! us of Prior will continue strong … so, go to vote, so fair. BY JUST what you think! And remember, us more human, in a common brotherhood, to overcome our problems with mutual responsibility.

    I wish for my people and friends social consciousness, open our hearts, and just see what color will survive .. too Web. here, thank you, your valuable comments and criticisms on the MMblog, are prized for myself, to grow at all … thanks

    Antworten
  17. 8. September 2009, 0:03 Uhr, von Martina
    067

    @ Miranda: auf deine O.T. habe was die ich nur empfehlen kann:

    Noch eine Runde auf dem Karussell, von Tiziano Terzani.

    Buona lettura e buona notte @alle.

    Antworten
  18. 8. September 2009, 7:57 Uhr, von Walter
    068

    Die größte Ehre, die man einem Menschen antun kann, ist die, dass man zu ihm Vertrauen hat.
    Matthias Claudius

    Welche Ehre erwarten unsere Politiker, weiblich wie männlich von uns?
    Zur Empathie: Uwe Hück hat sich demonstrativ, wie es wohl seine Art ist, bei seinem Gegenüber entschuldigt. Wann hat ein Poltiker schon einmal einen Fehler oder eine Entgleisung direkt, ohne Umschweife zugegeben und sich dafür entschuldigt? Auch dies gehört zur Streitkultur, die mit den Umgangsformen nach und nach verschwunden ist. Wenn sich Politiker heute öffentlich streiten, hat dies nur noch wenig mit Kultur gemein.

    Antworten
  19. 8. September 2009, 8:55 Uhr, von Mafalda
    069

    @ Alex
    Me, too, share your views on our right to vote. As for the gap “talking” and “real acts”: my observation in my country is that those who ACT, those who work daily in improving life for those who are (not yet) able to do it themselves (again) but also for the improvement of their personal lives also in terms of life-quality after tomorrow are one part of society and out of parliament. Sometimes not even the slightest spiderweb provides a connection between those who make daily choices for action everyday and those who are chosen to decide overall. A great gap which seems to get larger and larger. A new APO, (opposition out of parliament) who often decides NOT give vote to an institution that neglects to represent them, those without lobby.

    Antworten
  20. 8. September 2009, 13:03 Uhr, von Ingo
    070

    Hmmm.

    Bei diesen ganzen interessanten Antworten hier im Blog kann man ganz sicher davon ausgehen, dass wirklich ein Jeder (uuups: eine Jede) nicht damit zufrieden sein wird, was am 27.09. raus kommen wird…

    Vielleicht komme ich hinterher wie “die alte Fastanacht”, aber vielleicht mag jemand seine Einstellungen unter 38 Thesen mit den Wahlprogrammen der Parteien vergleichen, unter: http://www.wahl-o-mat.de
    Man kann zwar “nicht diskutieren”, aber vielleicht hilft es ja doch der Einen oder dem Anderen.

    Eine fröhliche Wahlverdrossenheit @all ;-)
    Liebe Grüße
    Ingo

    Antworten
  21. 8. September 2009, 14:08 Uhr, von Ramona
    071

    Im bisher vor sich hin dümpelnden Bundestagswahlkampf, spielte der Bundeswehreinsatz in Afghanistan nicht mehr als eine Nebenrolle.
    Mit der NATO-Bombardierung zweier Tanklastzüge in der Nähe von Kundus und den verheerenden Folgen hat sich das schlagartig verändert.
    Egal, wie viele Opfer bei dieser Aktion zu beklagen sind, eines steht fest, das Thema Afghanistan kann im Wahlkampf nicht mehr übergangen werden.
    Die heutige Regierungserklärung der Kanzlerin hat eines, wenigstens zeitweise sichergestellt, dass von Verteidigungsminister Jung kein weiteres verbales Unheil droht.
    Nach dem jetzigen Stand der Dinge muss auch gefragt werden, ob sich Deutschland tatsächlich auf ihre europäischen und amerikanischen Verbündeten verlassen kann.

    Antworten
  22. 8. September 2009, 15:02 Uhr, von Dowanda
    072

    Es stell sich aber auch die Frage @Ramona aus welchem Grund sich zu nachtschlafener Stunde Ortszeit (ich glaube 2.30 Uhr) auf einmal Kinder und Dorfbewohner um diese Laster gescharrt haben. Auch angesichts der Tatsache, dass zwischen Entführung und Bombardement, glaubt man dem Tagesspiegel, nur wenige Stunden Zeit lagen.

    http://www.tagesspiegel.de/zeitung/Fragen-des-Tages-Bundestagswahl-Luftangriff-Tanklaster-Taliban;art693,2894244

    Antworten
  23. 8. September 2009, 15:13 Uhr, von Mafalda
    073

    @ Dowanda
    Gestern in der Tagesschau war ein kurzer Interviewausschnitt mit einem afghanischen Regierungssprecher: der sagte, die Zivilbevölkerung sei z.T. gezwungen worden von den Taliban, die bei den Tanklastzügen waren.

    Dieses Thema lässt die große Koalition noch ein wenig enger zusammenrücken, das zeigt der Tagesschaubericht von heute 15 Uhr.

    Antworten
  24. 8. September 2009, 16:01 Uhr, von Ramona
    074

    @Dowanda richtig, ich bin vollkommen mit Dir. Um diese Aktion sind so viele Ungereimtheiten zu Tage getreten, die aber nicht über die katastrophale Informationspolitik des Verteidigungsministeriums hinweg täuschen sollten.

    Antworten
  25. 8. September 2009, 16:27 Uhr, von Dowanda
    075

    @Ramona
    Ja, das stimmt – die Infopolitik ist ein Graus. Ähnlich wie die Reaktionen von Seiten der EU und anderen Besserwissern, die im Grund genommen auch nicht viel mehr wissen aber so tun als wären sie dabei gewesen.

    Antworten
  26. 8. September 2009, 20:58 Uhr, von Mafalda
    076

    Afghanistan – der unerklärte Krieg.

    Antworten
  27. 8. September 2009, 22:36 Uhr, von Miranda
    077

    Auch wenn ich jetzt dass zweitemal direkt einen Politiker angreife den ich persönlich nicht kenne und auch nicht zu nahe treten will, Herr Jung ist auf dieser Position wirklich eine komplette Fehlbesetzung…ein GEefallen den Frau Merkel unserem furchtbaren Ministerpräsidenten Koch erweisen wollte, er ist nicht kompetent, dieser ganze Einsatz ist doch so aus der Kontrolle geraten und Deutschland ist mitten in einen Krieg gerutscht, den wir nicht zu führen haben…und Herr Jung ist nicht souverän im Umgang mit diesem hochgradig schwierigen Thema…

    Antworten
  28. 8. September 2009, 22:45 Uhr, von Mafalda
    078

    @ Miranda

    warum wer wohin platziert wurde und warum derjenige eine solche Position angenommen hat… der aktuelle Amtsträger ist – es nicht allein. Bauer nicht wirklich, aber Läufer vielleicht, schachmäßig betrachtet. – Gab es deswegen nicht heute auch eine Sorte von “Basta” seitens Frau Merkel [ICH verbiete MIR jede Einmischung von Innen und von Außen]?!?

    Antworten


© Miriam Meckel 2002 bis 2010