Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier sitzen an einem Tisch in einem kleinen Büro.
M: Frank-Walter?
S: Pssst!
M: Wie? Was ist denn?
S: Der Uli Wilhelm sitzt draußen!
M: Ja und? Der passt auf, dass kein Journalist hier rein kommt.
S: Aber er könnte was hören.
M: Was denn?
S: Dass wir uns duzen, das darf wirklich keiner wissen.
M: Das weiß der schon seit Monaten, ich hab’s ihm gesagt, unter drei natürlich.
S: Der Kloeppel fragt das nachher!
M: Dann sagst Du einfach „Nein, wir duzen uns nicht und ich halte das jetzt auch nicht für notwendig.”
S (seufzt): Also, wie machen wir jetzt den Anfang? Da sollen wir uns selbst was ausdenken.
M: Wie lange denn?
S: Kurz, eine Frage oder so, der Rest steht ja fest.
M: Okay. Du fängst an. Am besten sagst Du erstmal, dass wir gut zusammengearbeitet haben.
S: Aber ich muss mich abgrenzen, sonst ist es nicht glaubwürdig. Außerdem krieg ich sonst Stress mit den Linken in meiner Partei.
M: Du tust so, als ob Du mich angreifst, und dann schiebst Du ganz galant eine Einschränkung hinterher. „Ein Wort zur großen Koalititon: Frau Merkel und ich haben gut zusammen gearbeitet.”
S: Ich mach das, aber nur wenn Du nachlegst.
M: Wie denn das?
S: Du musst dann auch sagen, dass es prima war mit uns.
M (überlegt): Ich mache einen Zweischritt! Ich sage erst „Ich werbe für eine neue Regierung”. Und dann füge ich nach einer kleinen Pause hinzu: „Wobei ich nicht hintanstehe zu sagen, dass wir gut zusammengearbeitet haben”.
S: Gut. Mach die Pause nicht zu lang, sonst grätscht sofort einer der Frager da rein, die sind alle so übermotiviert.
M: Okay. Wie geht’s jetzt weiter.
S: Ich glaube, jetzt fragt Plasberg.
M: Was fragt der denn? Hol doch mal das Drehbuch raus, das wir mit den vier Anstalten abgestimmt haben und in dem die Fragen stehen.
S (sucht in seiner Aktentasche): Hier hab ich’s.
M: Was fragt der Plasberg dich denn?
S: „Wenn nicht jetzt, wann dann?”
M: Wie? Das ist die Frage?
S: „Wenn nicht jetzt, wann dann wollen Sie erklären, warum Angela Merkel demnächst nicht mehr Bundeskanzlerin sein soll.” Entschuldige, ich hatte das zweite Blatt nicht, auf dem die Frage weitergeht.
M: Der spinnt wohl. Dann machen wir es anders. An dieser Stelle musst Du dann sagen, dass wir gut zusammengearbeitet haben.
S: Aber das hab ich doch gerade vorher gesagt.
M (ungehalten): Dann sagst Du’s eben noch mal. Ist im Fernsehen eh besser.
S: Ich finde den Einstieg bekloppt.
M: Wer hat denn das Drehbuch geschrieben.
S (blättert): Niklas Becker. Kenn ich nicht.
M: Hat der in der Bundespressekonferenz schon mal ne Frage gestellt?
S: Ist mir nicht untergekommen. Wahrscheinlich so ein freier Journalist, der sich was dazu verdienen muss.
M: Jetzt lass uns doch mal machen, wir haben nicht mehr viel Zeit. Wie geht’s denn weiter.
S: Plasberg fragt Dich, “was ein Friseurtermin kostet” und … (kichert) dass es doch wohl “hoffentlich mehr ist als 8 Euro fünfzig”.
M: Och nee, nicht schon wieder. Vor vier Jahren musste der Schröder wissen, was ne Tüte Milch kostet.
S: Und wusste er es?
M: Nee.
S: Hätte mich auch gewundert.
M: Ich sehe überhaupt nicht ein darauf zu antworten. Ich nehme an dieser Stelle das Schwarzbild. Wir haben doch noch weiterhin jeder eins bei einer unangenehmen Frage, oder?
S: Ja, klar. Okay, also das Schwarzbild nach der Friseurfrage. Müssen wir gleich noch dem Regisseur sagen.
M: Mensch ist das nervig. Nächste Frage?
S: Kloeppel fragt mich, ob Du ne “Marktradikale” bist.
M (kichert): Der Mann hat keinen Schimmer …
S: Hier muss ich jetzt mal nachlegen. Ich sage: Aber sicher ist sie das, das sehen Sie doch beim Thema Mindestlohn!
M: Nee, Frank-Walter, jetzt wirklich. Das ist zu hart. Du sagst „das kann ich nicht mit letzter Sicherheit beantworten”. Damit suggerierst Du, dass Du es denkst, ohne es zu sagen, und lässt auch noch das Türchen offen, dass Du es gar nicht denkst.
S: Und was krieg ich von Dir dafür?
M: Ich sage: „Die Vergangenheit war gut”.
S: Da denkt jeder Zuschauer, Du meinst die DDR.
M: Himmel, dann sag ich noch irgendwas über uns vorher.
S: Bitte. Und ich verlass mich drauf.
M: Ich sage: „Ich werbe nicht für eine Koalition – vordergründig.”
S: Gut, das ist gut.
M: Gib mal das Drehbuch. (blättert) Hach, siehste da kommt ja noch der Mindestlohn,
S: Da würde ich gerne mal aus unserer Studie zitieren, die mit den “27 europäischen Ländern, von denen 20 einen Mindestlohn haben”.
M: Vorsicht, Frank-Walter, Du weißt, dass die Menschen es gar nicht lieben, wenn wir Zahlen nennen.
S: Das sind zwei Zahlen. Angela, zwei!
M: Du musst wissen, was Du tust …
S (seufzt): Ich überleg’s noch mal. Ich finde, das muss doch …
M: Sag mal, ich fasse es nicht. Jetzt will der Plasberg, dass wir “Schulnoten für das Fach soziale Gerechtigkeit in Deutschland geben”!
S: Soziale Gerechtigkeit? Das gibt’s doch gar nicht als Schulfach. Das heißt doch Sozialkunde.
M: Als ob ich Schulnoten verteilen würde, was denen einfällt …
S (grinst): Da könnte ich mal was Gemeines sagen. Der Limburg sagt danach nämlich, “Stellvertreter sollen nicht am Stuhl der Chefin sägen”.
M: Dann ist ja gut, dass wir stehen.
S: Und die Illner fragt nach der “Tigerentenkoalition”.
M: Bitte?
S: Ich glaube, Sie meint schwarz-gelb.
M (guckt verstört): ….
S: E gibt dieses kleine Janosch-Büchlein mit der Geschichte von der Tigerente, die ist schwarz-gelb gestreift. Ich bring’s Dir morgen mit. Das gab es in der DDR nicht.
M: Was will sie denn mit der Frage?
S: Da musst Du mal was zu CDU-FDP sagen. Am besten wiederholst Du noch mal den Satz, dass Du nicht für Koalitionen wirbst, den haben die Zuschauer inzwischen sowieso vergessen.
M: Sie fragt auch Dich was Nettes: “Herr Steinmeier, haben Sie eine zweite FDP im Koffer?”
S: FDP? Was soll ich denn damit? Ne zweite SPD wär gut, dann könnte ich nen Großteil der jetzigen auswechseln …
M: Ich hab keine Lust mehr.
S: Wir brauchen noch ein Schlussplädoyer.
M: Na gut, also ich sage, wir haben die Krise im Griff, Du sagst, wir sind noch nicht übern Berg.
S: Das war’s?
M: Ich sag dann noch „das Verbindende steht im Vordergrund” und gucke ernst.
S: Reicht das für neunzig Minuten?
M: Das reicht für vier Jahre.
(Originalzitate in Anführungszeichen)








treffender gehts kaum!
THX
Hallo @Yolande Langendijk, Du Talkshow-Süchtige:-)))))
Ich habe mich nur auf das so genante ‘Kanzlerduell’ bezogen, weil das Ergebnis war so absehbar!
Zu AW kann ich mir natürlich kein Urteil erlauben:-))
….das so genannte……..
Pardon!
Das Taktiktraining läuft seit vier Jahren. Seit gestern Abend wissen wir wozu.
Obwohl Emotionen und Beziehungen ausgeklammert wurden, waren sie dennoch und gerade deswegen ständig präsent. Auch ohne Pathos und fast ohne Charisma ließen sich Gefühle zwischen den Sätzen hören, als Zwischentöne. Darin waren sich die Kandidaten und die Journalisten sehr einig.
Weder Steinmeier noch Merkel können einen Wahlkampf pro Große Koalition führen. Aber wünschenswert ist: Merkel als Kanzlerin,
Steinmeier als Außenminister,
Steinbrück als Finanzminister,
von der Leyen als Familienministerin.
Das wissen sie und mal ehrlich, das wissen wir auch. Also dürfen die Beiträge nicht zu persönlich, die Angriffe nicht zu scharf, die Wunden nicht zu blutig sein. Und das haben sie geschafft. Aufrecht können sie sich den Wählern stellen und ich glaube, diese Beteiligten hoffen auf ein Wahlresultat, das die Fortsetzung der Großen Koalition “erzwingt”, das Wählervotum eben.
Wirklich hauen werden sie sich in vier Jahren – jetzt gibt es zu viele Probleme, in deren Lösung die beiden aktuell noch großen Volksparteien eingebunden sein müssen.
Deswegen also: “4 gegen 2 – die Dauerwerbesendung für die Große Koalition” ein innovatives Infotainmentformat mit sechs Laiendarstellern. Nach dem obigen Protokoll des Taktik Warm-ups war die darstellerische Leistung durchaus akzeptabel.
was erwartet denn man in der momentanen Krise auch von den beiden?
Ich glaube es ist einfah nur noch Krisenmanagement und da finde ich es einfach notwendig dass die beiden sich inhaltlich nicht zerfleischen.
Fand es ermüdend den gleichen Argumenten in dieses Korsett gezwängte Format zu folgen…
Die Moderatoren hatten nicht viel Spielraum alleine um eine Augewogenheit herzustellen hätte die ARD Frau Will den Vorzug geben sollen.
Plasberg war wie immer oberlehrerhaft nervig, seinen Fragestil finde ich durchschaubar und er war blass.
Aber mir hat Peyman bei Anne Will am besten gefallen, auch wenn die Berlusconi Bemerkung grenzwertig war aber seine Antwort zu Beginn war einfach nur authentisch, ja es wirkt geklont, ja es wirkt einstudiert, zu oft probiert, zu bemüht…aber wie in einer der letzen Postings geschrieben, ich möchte mit keinem der beiden in der momentanen Krisensituation tauschen…und dass sie fair zueinander waren, kann ich nur menschlich gutheißen!
Aber Anne Will hatte Traumquoten
http://www.presseportal.de/pm/6561/1475107/ndr_norddeutscher_rundfunk
freue mich für die Redaktion in der Mauerstrasse, dass das Konzept sich nach zwei Jahren sich trägt und kann nur gratulieren!
Mit den kleinen Steinchen, die in den Weg gelegt wurden, ist das wirklich ein Erfolg! :)
Kandidaten- (oder besser: KandidatInnen-) Duelle sind mMn zutiefst demokratiefeindlich.
Nicht nur, dass sie Politik auf Pseudo-Eliten personalisieren, sie nehmen den Zuschauenden auch jede Chance zu glauben, sie selbst können etwas ändern!
Der Börse und der Wirtschaft als ganzes gibt natürlich die direkte Echtzeitkontrolle der BürgerInnenreaktion vermittels sogenannter Demoskopie das Werkzeug in die Hand, die WählerInnen (die ja in anderer Rolle auch KonsumentInnen, ArbeiterInnen und Angestellte sind) in ihrer Weise noch besser kontrollieren zu können.
Mit diesem Anliegen machen sich alle Parteien gemein: CDU/CSU, SPD, Grüne und FDP sind da nur vordergründig zu nennen und eventuell unter CSED (Christlich-Sozialdemokratische Einheitspartei Deutschlands) zusammenfassbar.
Am besten fährt mMn jedeR, der/die weder die Merkel- noch die Steinmeierpartei wählt und auch keine von denen, mit denen diese beiden ausdrücklich koalieren wollen! Wer “das geringere Übel” wählen will, wird bei dieser Wahl enttäuscht – da weiß man/frau nämlich einfach noch nicht, wie schlimm es noch werden kann und wer wirklich das GERINGERE Übel darstellt – eines übler als das andere… *s*
Zauberhafte Satire an diesem Ort..
Meines Erachtens eine erschreckend armselige Moderation des sogenannten ‘Duells’. Deswegen war es wahrscheinlich auch so langweilig.
@Miranda, meinst Du wirklich, die ARD hätte Anne Will den Vorzug geben sollen? Ja, hätte sie. Aber für AW war bestimmt besser, daß sie gestern nicht dabei war. Ich kann mir sehr gut vorstellen, daß die vier Vorgaben erhalten haben. Ob eine Journalistin die restlichen drei, die nicht so recht wollten bzw. konnten, mitgezogen hätte, da bin ich mir auch nicht sicher. So konnte Anne Will nur gewinnen. Und das hat sie auch.
Hallo, wo sind wir nach diesem Duell – nicht originell – eigentlich gelandet?
Die FAZ kommt -tatsächlich – (oder habe ich eine Fata Morgana?) mit einem Tigerentenbild http://bit.ly/hD8lR
Alle bemühen sich, dieses 0 Duell schönzuquatschen. Graus hoch 3!
Interessant war danach bei AW, was dann wirklich uninteressant war!
He, Günther Jauch, den ich wirklich mal ob seiner klugen, journalistischen Beiträge (das war noch zu Bayern3-Zeiten) mochte, mutiert ja gerade (und gefällt sich erschreckenderweise auch darin) zum Oberspießer. Ich dachte, der rockt da die Runde um die etablierten Politiker und Frau “Boulevard Riekel” (sie war genauso schrecklich wie ihr Blatt!). Aber nichts da! Jauch war genauso zum gähnen, wie das, was er beklagt hat. Da muss ich dann sein Interview im Zeit-Magazin doch sehr ernst nehmen und ihm sagen : “Junge, du bist ausgebrannt, was ich auch sehr gut verstehe, aber – das Leben ist einfach auch zu kurz – nimm dir endlich die Auszeit, die du dir, verdammt noch mal, auch verdient hast! Don`t overdo it!
Die übrigen Teilnehmer haben ein wenig gesagt. Stoiber etwas mehr gestottert (hat der keinen Sprachberater?), Peymann war eigentlich gar nicht da :-), weil er eher verschlafen war . Ja, was soll AW da noch machen? Aus dem Wenigen das beste daraus und das hat sie! Glückwunsch! Ich wäre in der Vor- Mitte- Nachrunde ja eher “bekloppt” geworden :-)
Filmemacher sollten bedenken, daß man ihnen am Tag des Jüngsten Gerichts all ihre Filme wieder vorspielen wird.
Charlie Chaplin
Politikern ihre Reden und Debatten- Duett wie Duell- und den Journalisten ihre Artikel und Sendungen. Das wird was…
Ich hab mir doch letzte Woche auf dem Titelbild der FAZ eine Sonne gewünscht..dass heute die Tigerente drauf ist, die ich so gar nicht mit Westerwelle und Merkel in Verbindung bringe freut mich…macht es ein wenig bunt…
Und der kleine Tiger und der Bär, die Besitzer der Tigernete sind eigentlich glückliche schwule Hippies , die ihr kleines Haus am Fluss lieben, gebratene Forelle mit Mandelkern als ihr größtes Glück bezeichnen, sich gegenseitig gesund machen wollen und in Panama dass größte Glück der Erde finden wollen…alles dass will ich nicht mit schwarz gelb assozieren…
http://www.janosch.de
Und wo hat sich die CDU in dem Bereich, der die Zielgruppe der Tigerente anspricht, in den vergangenen Jahren besonders profiliert? Das Schulsystem ist eher schlechter geworden. Mag ja sein, dass die FDP da etwas mehr fordern wird, aber bitte tut Euch nicht zusammen.
Das hier http://www.tagesschau.de/wahl/aktuell/tvdreikampf102.html fand ich im Vergleich zum Kanzlerduell wirklich sehenswert; es ging um Inhalte. :) Schade, dass diese drei Parteien offenbar nicht miteinander wollen, ich glaube sie könnten gemeinsam in den kommenden vier Jahren bessere Politik machen als CDU/CSU/SPD.
Noch was: Warum nutzt die SPD jetzt nicht die Chance, sich von der CDU abzugrenzen, um zu einem eigenen Profil wieder zu finden? Die SPD lässt sich von der derzeit stärksten Partei mitziehen und schafft es, so seit 11 Jahren zu regieren. Das ist kurzfristig gedacht, denn – wie auch Herr Stoiber bei AW ausführte – der Trend geht hin zu den kleineren Parteien. D.h., wenn die SPD ihre Strategie nicht ändert, wird sie weiter schrumpfen und dann will sie irgendwann auch keiner mehr mitschleifen. Dabei ist „Sozialdemokratie“ wichtig für unsere Gesellschaft. Die Linkspartei vereinnahmt für sich immer mehr das Wort „Sozialdemokratie“, obwohl sie aus meiner Sicht einen zu starken Staat fordert. Die SPD hat eine gewisse Verantwortung uns Bürgern gegenüber und hat sich zu regenerieren.
@Noisa
ja es wäre für mich auch die bessere Variante, bzw würde ich gerne sehen wie die klassische Opposition sich im Regieren beweist…
Ich glaube dass es sich eigentlich keiner mehr leisten kann die Linke grundsätzlich auszuschliessen!
Die Realität zeigt dass durch die Linke sichtbar wird, dass Veränderung gewünscht wird
So bin ich als Grüne Wählerin sehr enttäuscht darüber, dass gerade eine Regierung an der die Grünen zum erstemal beteiligt waren auf Bundesebene der Einsatz in Ex Jugoslawien genehmigt worden ist…
Ich möchte dass die Bundeswehr sich nicht an Kriegseinsätzen beteiligt !!!
zumal man da noch in ganz anderen Ländern “Aufbauarbeit” leisten könnte…da geht es doch um etwas anderes und die Soldaten müssen den Kopf hinhalten !
und zur Schulpolitik. wo bleibt denn der konsequente Schritt in die Ganztagsbetreung, es geht doch nicht dass die die Nachmittagsbetreuung so unterversorgt ist?
Und dann werden Container aufgestellt und alle rühmen sich mit dem unbürokratischen Weg Plätze zu schaffen und eine riesengroße Schule mit Räumen steht am Nachmittag leer…
@Miranda: Gegen Bundeswehreinsätze bin ich strikt (Ausnahme: echter Verteidigungsfall). Da war Schröder damals beispielhaft mit seiner konsequenten Haltung.
Die Idee der Grünen, bei Gehältern inkl. Boni etc. ab 500.000,00 € im Jahr den Betriebsausgabenabzug zu versagen, ist super. Ich glaube den Grünen und der FDP, dass sie sich für eine Bildung stark machen wollen. Die Linkspartei packt das Armutsproblem an und ist gegen die Beteiligungen der Bundeswehr an Auslandseinsätzen. Ich versuche mir die drei Parteien als Regierungsparteien vorzustellen und denke, dass ganz gute Ideen durchgeboxt werden könnten. Inhaltlich kommt ja nichts von CDU und SPD (nur Mindestlöhne). Die ruhen sich aus! Das ist unfassbar. Und bei HRE, Opel, Commerzbank haben sie taktiert. Gut, dass nun kritische Stimmen in den Medien gebracht werden.
(Noch was, dann bin ich still: Die SPD ist gegen die Atomkraft. Mit der CDU kann sie dieses Vorhaben nicht durchsetzen.)
Warum lief die Kommunikation beim Kandidatenduell so schief? Wer verteilte die Rollen? Wie verändert Fernsehen die Kommunikation, ist es überhaupt noch ein “soziales Kommunikationsmittel”, als das es einmal, zu Zeiten des Zweiten Vatikanischen Konzils, gesehen wurde?
Was war das Ziel der öffentlichen Befragung, dramatisiert als Duell, ironisiert als Duett, von Kanzlerin und Vizekanzler?
Ging es tatsächlich um Informationsgewinn über die Absichten der Politiker und Erkenntnis über ihre Art zu denken und zu entscheiden? Falls ja, lagen die Fragen ziemlich daneben.
Ein Dialog entlang von Fragen und Antworten kann nur zustande kommen, wenn zugehört und verstanden wird. So bewirkt eine Antwort die nächste Frage und die Summe des Ganzen ergibt eine Vorstellung oder ein Bild.
Am Sonntagabend lief es anders: Die Selbstdarstellung und – Behauptung der befragenden Journalisten verlangte nach knackig- originellen Fragen und ebensolchen, möglichst noch entlarvenden Antworten. Diese Strategie ging nicht auf. Beide Kandidaten wollten sich nicht vorführen lassen, sondern ihre Vorstellungen in ganzen Sätzen und eigener Rede vortragen. Sie wurden damit ihre eigenen Stichwortgeber und ließen sich auf das Frage und Antwortspiel nur scheinbar ein. Dies spricht für ein tiefes Misstrauen gegen Journalisten und die Strategie, die Direktheit des Fernsehens zu nutzen um an den Fragern vorbei direkt zu den Bürgern zu sprechen. Dies war den Fragern wiederum nicht recht. So geriet der Dialog- leider- zum Kampf um die Vorherrschaft der Deutungen von Themen und Erklärungen, vom Dienstwagen bis zum Stundenlohn im Friseursalon.
Wenn eine derart “wichtige” und für wichtig erklärte Befragung zu einer taktischen Debatte degeneriert, schadet dies den Interessen aller Beteiligten, einschließlich der Wähler im Publikum. Der Abend offenbarte damit einen Mangel an öffentlicher Gesprächskultur zwischen Journalismus und Politik. Die Schuld daran, soweit man von Schuld reden kann, lag sicherlich weniger bei den Kandidaten. Das System des Fernsehens in Deutschland hat sich einmal mehr entlarvt. Hoffentlich lernen die Beteiligten daraus. Andernfalls wenden sich die Wähler nicht nur von der Politik ab.
Wie gut das gestern abend Trittin zwischen Lafontaine und Westerwelle stand – Westerwelle wäre sonst vermutlich an seiner Krawatte erstickt. Kam deutlich zutage, daß Westerwelle irrational wird, sobald er “Rot” sieht.
Kam auch deutlich zutage, daß er trotz lautstarkem “Mittelstandspalavers” (womit er ausschließlich mittelständische Unternehmer und Unternehmen meint; trotz des Feigenblattes “Netto muß mehr rauskommen”) einen großen Teil der Bevölkerung nicht auf dem Schirm hat.
Trittin unterm Strich übrigens auch nicht wirklich. Lafontaine um so mehr. “Tiefrot” und “Grün” könnten sich jedoch ergänzen, so mein Fazit. Fänden durchaus Brücken.
In Schwarz-gelb gäbe es mit Sicherheit keine “Tigerentenfarbverteilung” (nämlich relativ gleichmäßig). “Conan” Westerwelle würde von “Mutti” ziemlich schnell auf “Normalmaß” gestutzt: ein paar gelbe Pünktchen auf schwarzem Grund.
@ Walter
Stimme Dir zu.
Noch ein anderer Aspekt: ein Duell ist der Höhepunkt des Spannungsbogens einer leidenschaftlich geführten Auseinandersetzung um vitale Themen. Diesem inszenierten “Duell” fehlte schlicht diese – selbst in jedem C-Western beachtete – Grundlage des entsprechenden “Vorspiels”. Es gab keinen hinführenden Bogen. Nur ein mediengesetztes Pünktchen, hoch in die heiße Luft platziert.
Eine begriffliche Ergänzung zum Kommentar:
Ein zunehmend sinnentleertes Ritual der Kommunikation von Politik zulasten von uns Bürgern und unseres Vertrauens in die politischen Vertreter. Solche Veranstaltungen gehören zwar zur Demokratie, repräsentieren sie aber nicht. Die Lehre/ Leere von Sonntagabend: Demokratie findet nicht im Fernsehen statt. Jedenfalls nicht so.
Beide schaden sich selbst: der zuviel verspricht und der zuviel erwartet.
Gotthold Ephraim Lessing
Zuviel Hype im Fernsehen? “Es ist doch nur Fernsehen.” (Frank Plasberg) Ist die misslungene Diskussion von Sonntagabend nicht auch eine Allegorie auf die Kommunikationsstörung zwischen dem Medium Fernsehen und seinem Publikum?
Bei aller Wertschätzung für die Journalisten, die sich professionell, jedoch innerhalb ihrer eigenen Befangenheiten verhielten, wünsche ich ihnen, sie würden ihre eigenen Erwartungen überdenken.
Ist eigentlich jemandem aufgefallen, dass Maibritt Illner zu Beginn der Sendung die lieben “Zuschauerinnen und Zuschauerinnen” begrüsst? Naja, das nur so am Rande…
„Die Selbstdarstellung und – Behauptung der befragenden Journalisten verlangte nach knackig- originellen Fragen und ebensolchen, möglichst noch entlarvenden Antworten.“ hatte @Walter geschrieben.
Unabhängig von der Frage, wie gut oder schlecht die vier Journalisten waren, waren die meisten Fragen eindeutig gestellt und die beiden „Duett-Partner“ hätten hierdrauf ohne weiteres antworten können. Stattdessen sind sie überwiegend ausgewichen und haben sich hinter salbungsvollen Äußerungen versteckt.
Das Format der Sendung „Kanzlerduell“ sollte allgemein überdacht werden. Hierauf dürften die Fernsehjournalisten vermutlich weniger Einfluss haben. Vier Moderatoren brauchen auch nicht vor der Kamera zu stehen – und, wie @Siegmund sinngemäß geschrieben hatte, dieser langweilige Kram braucht auch nicht auf etlichen Sendern ausgestrahlt zu werden. Die vorherigen Diskussionen, wer darf denn zu den Auserwählten gehören, dieses – letztendlich hochgepushte – „Duell“ zu moderieren, interessiert den Zuschauer nicht, überhaupt nicht! Es ist ziemlich egal, wer die Fragen stellt, Hauptsache es wird geantwortet. Vielleicht überschätzen sich Journalisten manchmal auch. In anderen Berufen werden auch Fragen gestellt und es kommen Antworten.
Ich halte es auch für unfair den vier Moderatoren gegenüber, in einem MM-Blog jetzt über die vier Journalisten herzuziehen. Dass sie vor der Kamera standen, liegt am Format, ihren Auftraggebern, dem Wirbel Drumherum und nicht nur an ihnen. Frau Will kann nur froh sein, dass sie vorher und hinterher arbeiten durfte und ihr dies gut gelungen ist. Aber was soll ich mich wiederholen.
Das könnte wirklich sehr lustig sein, wenn es nicht so wahr wäre.
Da es zur Realsatire verkommen ist, ist es leider eher zum Weinen.
Nach dieser Debatte war ja wohl nicht die Frage, wer von beiden sich besser positioniert hat, sondern welche der beiden Trantüten das geringere “Übel” ist.
Demokratie ist wunderbar und ich halte sie persönlich für die einzig lebenswerte Staatsform, aber ich bin offensichtlich lange Zeit dem Irrtum aufgesessen, dass Demokratie auch etwas mit Wahlmöglichkeit zu tun hat.
Wählen zwischen mehreren Möglichkeiten, also echten Alternativen.
Das hat Deutschland leider schon lange nicht mehr gehabt.
“‘What happened today?’ is replaced with ‘Who won today?’ The public debate cheapens. The public trust falters. We fail to understand our world or one another as well as we should –- and that has real consequences in our own lives and in the life of our nation. We seem stuck with a choice between what cuts to our bottom line and what harms us as a society. Which price is higher to pay? Which cost is harder to bear?”
Barack Obama über die derzeitige Verfassung des Journalismus in einer Rede zum Tod Walter Cronkites. (tinyurl.com/mqkb62, Link von MM bei Twitter)
Es geht nicht darum, kompetente und erfolgreiche Journalisten anzugreifen, Noisa. Es geht um die Wahrnehmung von Politik in ihrem Verhältnis zu den Medien und um die Rolle der Medien in unseren Gesellschaften (s. Obama).
Darüber nach zu denken würde sich lohnen.
Ja, keine Frage, @Walter. Das am Verhältnis Journalisten/Politiker/Bürger alleine festzumachen, war zu eng gefasst; daher meine Kritik. Deinem Kommentar um 15:02 Uhr lässt sich nun eine erweiterte Sichtweise entnehmen: „Es geht um die Wahrnehmung von Politik in ihrem Verhältnis zu den Medien und um die Rolle der Medien in unseren Gesellschaften (s. Obama)“ Genau. Ja, wenn sich was von Obama zitieren lässt, dann darf auch darüber diskutiert werden. ;) Autoritäten vor! ;) Bürgerjournalisten, Ihr bringt uns allenfalls Ideen, die wir verwursteln, wenn auch mit zeitlicher Verzögerung. ;)
„Ich persönlich würde eine Systemdiskussion bevorzugen; unter Einbeziehung der Medien, denn ohne die läuft es nicht so wie es läuft.“ (11.09., 13:09 Uhr) „These: „Deutscher Politsadomasochismus“ kann nur konstruktiv diskutiert werden, wenn die Rolle der Medien kritisch unter die Lupe genommen wird.“ (12.09., 12:02 Uhr)
Bin gespannt, wann es einen saftigen Artikel zu diesem Thema in der FAZ gibt. ;)
Die “Systemdiskussion unter Einbeziehung der Medien” findet schon statt. Unbeteiligte Beobachter gibt es nicht, seit Werner Heisenberg.(tinyurl.com/ojexnv)
“Position und Impuls entsprechen zwei verschiedenen Sprachen, die nicht gleichzeitig benutzt werden dürfen.”
“Bei der Heisenbergschen Unschärferelation geht nicht um ein einzelnes Teilchen, sondern um eine statistische Aussage über eine Vielzahl von Teilchen:…” Das und mehr zu Teilchen findet sich unter Deinem Link, @Walter. Danke! :)
OT:
“Ich weiß, die Fernsehpreis Jury ist komplett…, wenn ich trotzdem meinen Senf dazu geben darf…;-)
Den Ehrenpreis hätte Alfred Biolek mehr als verdient. Man muss nicht alles mögen, was er gemacht hat, aber
es war in den meisten Fällen absolut innovativ und erfolgreich. Gut, wegen ihm haben wir jetzt die schlimmen Kochsendungen am Hals…”
(mein Eintrag im “Bitte nicht stören” Posting”)
Na, da bin ich dich schon mal zufrieden, mit dieser Wahl;-)
http://tinyurl.com/lgcduj
Gute Wahl!
habe eben spannende Doku gesehen auf Arte
http://www.arte.tv/de/2797290.html
Aus Mirandas Arte- Link:
“Ein missliebiges Ereignis unterstützen …
Beteiligen Sie sich an einem Ereignis, das Ihrer Überzeugung widerspricht, und unterstützen Sie es überschwenglich und fantasievoll. Ja, man kann durchaus etwas kritisieren, wenn man dabei übertriebene Begeisterung an den Tag legt. Reine Übungssache!”
Eine interessante Perspektive auf das Duell. Es gab zwar wenig Überschwenglichkeit und Fantasie, aber mit dem Konträren und dessen Betonung lässt sich ja auch etwas erreichen. Vielleicht wollen die Kandidaten ja geanus das Gegenteil von dem, was sie vertreten?
Für eine Fortsetzung der Großen Koalition sieht es zurzeit nicht schlecht aus. Nur Müntefering ist dagegen- ein gutes Zeichen.
In diese Richtung geht auch Dieter Degler in der Süddeutschen:
“Die Sozialdemokratische Union Deutschlands” (tinyurl.com/pxvere)
Volle Zustimmung!
Nur der Vollständigkeit halber…der Link http://carta.info/14806/tv-duell-der-tv-journalismus-hat-verloren/ gibt ebenfalls ein sehr treffendes statement zur “Wahlwerbesendung” und hat mich nebenbei auf diese fabelhafte Seite von MM geführt.
Genial das Posting von Ihnen, Miriam!
Der sogenannte Finanz Krise oder die Rezession wird von verschiedene Experten in Finanz Bereich als ‚Systemkrise’ angezeichnet. Der nächste weitere Rückfall wird erwartet spätestens schon ab Oktober, November 09. Schwerpunkt im abstrakten Wertschätzungen müssen grundsätzlich umdefiniert werden nach eine Gerechte Ökonomie basiert in der Erfüllung von den Bedürfnissen von lebendige Menschen. Angst und sorgen wegen erwartete Ökonomische Schwierigkeiten ist natürlich aber unsere Kontrolle darin ist/war ohnehin nicht so groß als wir denken/dachten oder als er war also ich vertraue einfach das sehr notwendige und zeitgemäße umform Prozess wird oder muss einfach stattfinden (trotz die versuchen dass alte System zu reparieren/behalten) und es wird gut ausgehen, wir arbeiten daran! Ich bin gespannt.
Inspiriert von EMMA bin ich grad dabei, mich mit Elinor Ostrom zu beschäftigen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Elinor_Ostrom
Da gibt es auch weiterführende Links. Sehr interessant ihre Forschung ihre Gedanken und Thesen, finde ich jedenfalls.
OT
Als Lehman Brothers vor einem Jahr in die Insolvenz geschickt wurde, sollte ein Exempel statuiert werden. Der Staat kann nicht jeden retten, hieß es. Herausgekommen ist die Erkenntnis: Hätte er vielleicht machen sollen, die Folgen waren fatal.
Gerade aber deswegen ist unerklärlich, warum aus dem Debakel immer noch keine Lehren gezogen worden sind. Wo bleiben die neuen Regeln und Kontrollen, die Merkel, Obama und Co. seither angekündigt haben?
Kaum, dass es Absichtserklärungen gibt, regt sich allein beim Thema Bonus-Zahlungen schon wieder heftige Gegenwehr der Finanzbranche. Dabei wäre etwas mehr Demut angebracht. Es kann schließlich nicht sein, dass die Verursacher der globalen Finanzkrise weiterhin Casino spielen dürfen.
An welchen Stellschrauben gedreht werden muss, ist klar: Strengere Eigenkapitalvorschriften, nachhaltig ausgerichtete Bezahlungssysteme und Kontrollgremien, die diesen Namen verdienen.
Wir werden sehen ob der kommende G 20–Gipfel endlich eine Regelung herbei führt.
@ Ramona
bin nicht Expertin, zynisch mittlerweile auch manchmal. Guck, was Miranda gestern 22:07 als Link angab. Wie GESPIELT wird.
“Stellschrauben” – gibt es nicht. Und der G20Gipfel- EINE Regelung, oder gar REGELUNG – no way. Da durch NICHT-Regelung scheinbare Werte generiert werden. Ein Basic des freien Marktes…
Ramona, kann Dir nur zustimmen.
Statt neue Regeln zu setzen, z. B. durch besseren Verbraucherschutz hinsichtlich Finanzdienstleistungen -das kann man durch simple Gesetzesänderungen erreichen- wird nebulös immer auf noch zu schaffende internationale Kommissionen verwiesen.
Daraus kann man nur den Schluß ziehen, dass gar keine strengere Regulierung gewollt ist.
Grad mußte ich herzhaft lachen im Gucken darüber, was eigentlich der Ursprung unseres Austauschs seit 13.September ist: ÜBER-Regelung.
I.e.: weder zuwenig, noch zuviel.
Und da lande ich wieder bei Ostrom.
@Siegmund, man könnte es vermuten. Obama mahnte gestern mehr Tempo bei der Neuregulierung der Finanzmärkte an. Es dürfe keine Rückkehr zu dem rücksichtslosen Verhalten und den unkontrollierten Exzessen gebe.
Seit einem Jahr Worte und die Wall Street lacht die Politik aus.
Ups,…..Exzessen geben.:-))
Ich habe herzlich gelacht über das kleine Theaterstück, wenn es nur nicht so traurig wäre.
Ein jugendlicher Mitarbeiter (sonst ein Sonnenschein) begrüßte mich am Montagmorgen mit den Worten: “Hast du das gestern gesehen? Ich hätte am liebsten meinen Fernseher aus dem Fenster geworfen.”
Naja, der kann ja auch nichts dafür.
@Cate die Begrüßung der lieben “Zuschauerinnen und Zuschauerinnen” hatte schon eine gewisse Komik…
@Ramona
Seltsam vor allem, dass es vor allem im Finanzbereich notwendig zu sein scheint, horrende Bonuszahlungen zu leisten um die Mitarbeitenden motiviert zu halten oder “die besten Leute” zu bekommen. Auf die Idee, dass es sich dabei um eine komplett verquere Erwartungshaltung der Branche handelt, scheint niemand mehr zu kommen.
Bei uns beispielsweise, d.h. sowohl in der Bank in der ich jetzt arbeite und auch bei dem Institut wo ich vorher gearbeitet habe, gabs keine Bonuszahlungen – und wir haben trotzdem gut gearbeitet. Auch im internationalen Vergleich.
@ Dowanda
auch da verweise ich auf den Ostrom-Link. Als Schlagwort “Die Menschen wissen selbst am besten, was gut für sie ist.”
Also mehr “taktieren” geht ja wohl nicht!
Vielleicht sollte man es auch einfach nur als “erbärmlich” bezeichnen:
http://bit.ly/cKHaW
Da sind sich wohl alle total sicher, dass die “große Koalition” kommt. Ich habe mit dem Wort “große” doch erhebliche Probleme :-(
Falls jemand einen Kurs in “Politikverdrossenheit” buchen wollte, nicht mehr nötig!
Das kann ich wirklich nicht glauben!
Wie kann man potentielle Wählerinnen und Wähler so vor den Kopf stoßen?
Ja, das macht mich extrem wütend!
Unglaublich, unfassbar!