MM_Picasso
Zu den Kommentaren
4. Oktober 2009, 22:04 Uhr, Geschrieben von Miriam Meckel

Hier ist Deutschland. Ist da die Welt?

please go away often

Jetzt wissen wir auch, warum die FDP-Spitze sich derzeit in den Medien so rar macht. Wahrscheinlich sind sie alle beim Englischkurs. Nachdem Guido Westerwelle in seiner ersten Pressekonferenz das traumatische Erlebnis mit dem BBC-Reporter hatte, der nicht nur auf Englisch fragen, sondern auch eine Antwort in Englisch bekommen wollte, hat sich das Thema auch in der öffentlichen Diskussion festgesetzt: Was muss ein Politiker können, vor allem wenn er Außenminister werden will?

Die konkrete Situation der Pressekonferenz am 29. September spielt dabei keine wesentliche Rolle. Vermutlich übermüdet vom Wahlabend hat Westerwelle unglücklich reagiert und wünscht sich wahrscheinlich selbst am meisten, er hätte einfach entspannt und mit einem Witz geantwortet, um die Situation aufzulösen. Hätte das Video der PK auf Youtube dann auch 500.000 Aufrufe in einer Woche erzielt? Vielleicht schon, aber mit einem anderen Effekt. Die Verbindung zwischen Westerwelles Englischkompetenzen und seiner Eignung für das Außenamt wäre womöglich nicht zur Hauptargumentationsachse geworden.

In der Sache gibt es allerdings eine klare Antwort auf diese Frage: Ein Spitzenpolitiker muss in der Lage sein, sich in Englisch mit den Kolleginnen und Kollegen aus anderen Ländern zu verständigen. Dafür gibt es drei gute Argumente: (1) Wer einer Regierung angehört, von dem darf man gewisse Qualifikationen einfach erwarten; (2) Politiker sind Vorbilder, wenn sie außer im Deutschen nur radebrechen, sind sie schlechte Vorbilder; (3) Es macht einen bedeutsamen Unterschied, ob Menschen sich direkt oder nur mit Hilfe eines Dolmetschers unterhalten können.

Das dritte Argument ist das Wesentliche. Auch im politischen Fachgespräch geht es nie nur um Fakten, sondern um Interpretationen, Zwischentöne, Empathie. Kurzum: Wer sich sachlich verstehen will, schafft das notfalls auch mit Hilfe eines Dolmetschers (wer das in China versucht, lernt allerdings schnell, dass es auch von dieser Regel krasse Ausnahmen gibt, weil die Dolmetscher zuweilen nicht übersetzen, sondern politisch korrekt “interpretieren”). Wer sich menschlich und emphatisch verstehen will, muss Dinge selber direkt an- und aussprechen können.

Es ist ein Trauerspiel, wie klein die Gruppe deutscher Spitzenpolitik ist, die das beherrscht. Peer Steinbrück gehört dazu. Wer das Vergnügen erlebt hat, mit ihm international zu reisen, der hat erfahren können, welche Bedeutung es hat, eine Fremdsprache fließend zu sprechen. Über Sprache gelingen Verständigung und Annäherung – selbst unter widrigen Bedingungen. Manchmal wirkt eine Rede in fließendem Englisch Wunder, manchmal auch ein Witz.

Bei einem politischen Abendessen in London erzählte Peer Steinbrück diesen: Winston Churchill sitzt bei einem Dinner neben Lady Astor und zeigt sich mal wieder von der unhöflichsten Seite. Nachdem er tatsächlich im Verlauf des Abends nicht einmal das Wort an sie gerichtet hatte, sagte Lady Astor zu Churchill: “If you were my husband I would poison your drink.” Darauf Churchill: “If I were your husband I would drink it!”

Ein Witz, eine Verneigung vor dem britischen Humor, eine Anspielung auf eine Nichtgesprächssituation bei diesem Abendessen und ein Auslöser für herzhaftes Lachen und den Beginn einer befreiten Diskussion. Dafür muss man eine Sprache beherrschen, nicht jede aber doch zumindest Englisch als Lingua Franca.

Guido Westerwelle hatte Recht, als er auf der Pressekonferenz sagte: “Hier ist Deutschland.” Aber da draußen ist die Welt. Und sie ruft zurück.

113 Reaktionen

  1. 4. Oktober 2009, 22:15 Uhr, von Noisa Gefällt 8 Lesern
    01

    Zu Guttenberg wäre als Bundesaußenminister geeigneter. Er kann’s, jedenfalls Englisch. ;)

    Antworten
  2. 5. Oktober 2009, 0:07 Uhr, von M. Gefällt 4 Lesern
    02

    Noch viel entlarvender als die PK: http://www.youtube.com/watch?v=lLYGPWQ0VjY
    Merkt der Mann eigentlich, wie peinlich er -schon seit langem- ist?

    Bin aufs höchste gespannt, was für “kompetente” Leute die FDP für die anderen Ressorts so aufbieten wird…

    Antworten
  3. 5. Oktober 2009, 5:31 Uhr, von Ramona Gefällt 7 Lesern
    03

    Englischsprachkenntnisse hin oder her.
    Mir ist die Arroganz Westerwelles, wie er sie bei dieser Pressekonferenz zur Schau gestellt hat, unangenehm aufgefallen. Das kann auch nicht mit dem neuen liberalen Selbstbewusstsein
    entschuldigt werden.
    Wenn ich mir vorstelle, wie Guido Westerwelle demnächst die roten Teppiche diverser Hauptstädte abschreiten. Ein endlich angekommener Vizekanzler und Außenminister – in ‚vollem Bewusstsein staatspolitischer Verantwortung‘. Da überkommen mich Zweifel, ob er tatsächlich die 1. Wahl für das Amt eines Außenministers ist.
    Vorher sollte er dringend bei seinem großen Vorbild Hans Dietrich Genscher in die Lehre gehen.

    Antworten
  4. 5. Oktober 2009, 5:33 Uhr, von Ramona Gefällt einem Leser
    04

    Hab ich vergessen: @Allen eine gut Woche!

    Antworten
  5. 5. Oktober 2009, 7:44 Uhr, von maria angela gobbi Gefällt einem Leser
    05

    Latine loquemur!

    Antworten
  6. 5. Oktober 2009, 9:53 Uhr, von Nicole Gefällt 3 Lesern
    06

    Eigentlich! kann Herr Westerwelle ja einem nur Leid tun, wie er während der Pressekonferenz gestikulierend und so was von unsicher zickig reagiert hat. “Nur” weil sein Englisch so schlecht ist, dass ihm das scheinbar so peinlich ist. Reflektierte Menschen, besonders “Spitzen”-Politiker müssen das besser hinkriegen. Es ist für uns ziemlich beschämend.

    Mein Tipp des Tages: http://www.politikenglisch.de/ ;o)

    Antworten
  7. 5. Oktober 2009, 9:56 Uhr, von Noisa Gefällt 3 Lesern
    07

    Ein wenig böse finde ich das Posting schon. Ja, was soll frau dazu schreiben? Ohne gute Englischkenntnisse als Bundesaußenminister agieren zu wollen, ist wie Schreiben ohne Sätze bilden zu können. Nicht zu fassen, dass sich jemand dieses Amt als Außenminister mit diesem holprigen Englisch überhaupt zutraut. Mit meinen defizitären Englischkenntnissen halte ich mich nun aber lieber zurück… ;)

    Kann der Herr Steinbrück noch mehr Witze erzählen?

    Antworten
  8. 5. Oktober 2009, 10:12 Uhr, von Dowanda Gefällt 10 Lesern
    08

    Es war eine Pressekonferenz in Deutschland! Ist das jemandem aufgefallen? Nein, offenbar nicht. Auch der Blogbetreiberin nicht. Also schön raus mit den Allgemeinplätzen und mal schnell auf kosmopolitisch gemacht. Geht ja so einfach, da ein paar Punkte mitzunehmen die auch gerne mal an homöpathischen Dosen an der grossen weiten Welt schnuppern.

    Man stelle sich die Sítuation anders rum vor: Hillary Clinton gibt in Washington eine Pressekonferenz und Lieschen Müller vom Hintertupfinger Landboten bittet um Antwort in Deutsch. Huch, da würde gleich wieder von Imperialismus geredet werden. Deutsches Grosskotztum wäre das Diplomatischte, was da an gewichtigen Vokabeln bemüht würde.

    Antworten
    • 5. Oktober 2009, 10:25 Uhr, von Noisa Gefällt 6 Lesern
      08.1

      Dowanda, huch, so “kenn” ich Dich gar nicht. Einen Versuch war’s wert von dem britischen Reporter. Die Reaktion des Herrn Westerwelle war – ob zukünftiger Außenminister oder nicht – daneben, ganz unentspannt, unlocker, einfach uncool. Er ist kein alter, verknötterter Opa…

      Antworten
      • 5. Oktober 2009, 10:32 Uhr, von Dowanda Gefällt 3 Lesern
        08.1.1

        Wenn man/frau etwas entschieden entgegen treten will, dann wird man selten entspannt.

        Und ja, ich bin ungeheuer vielseitig ;-) Melde mich jetzt ab in Richtung Italien. Schöne Zeit Euch allen.

      • 5. Oktober 2009, 10:35 Uhr, von Noisa Gefällt einem Leser
        08.1.2

        :)) Viel Spaß! :)

      • 5. Oktober 2009, 10:47 Uhr, von Dowanda Gefällt 19 Lesern
        08.1.3

        Allerdings hast Du recht, ja. Normalerweise schwellen mir Halsadern nicht soooo sehr an. Schon ein bisschen, aber nicht so.
        Ich frage mich grad, warum? Ich denke, aus dieser Diskussion um die Reaktion Westerwelles lässt sich für mich diese ewige deutsche (und österreichische) Büssermentalität ableiten. Dieses “Ich weiss, wir haben schlimmes gemacht. Drum müssen wir uns beständig schämen und klein machen, damit niemand mehr vor uns Angst haben wird”. Dieses ewige Kompensieren. Auch von Leuten die einem Jahrgang geboren sind, der keinen Verdacht von Selbstverantwortung auf sich zieht. Natürlich ist die Vergangenheit weder hier noch bei Euch ausreichend aufgearbeitet und noch weniger soll ein Vergessen eintreten über die Greuel des 3. Reiches und des Holocaust. Aber wenn man sich beispielsweise das Radioprogramm (gucke kaum TV) am 3. Oktober angetan hat, dann meinte man einem frequenzumspannenden Requiem ausgesetzt zu sein. 2. Weltkrieg, Holocaust, 3. Reich, Skepsis gegenüber der Einheit wegen eben diesen Dingen … etc etc. Muss das sein? Und zwar immer und immer wieder? Und nur dieser Groove. Wird davon irgend etwas ungeschehen. Dabei habt ihr so tolles geleistet, Herrgottnochmal. Ich war diesen Sommer im “Osten” im Urlaub. Die Gegend ist wunderschön, die Infrastruktur super, die Dörfer und Städte (bis auch wenige Ausnahmen) herrlich, die Leute freundlich und sehr serviceorientiert. Gut, das ist mein Touriblick und ich weiss, dass innerlich noch vieles getrennt ist was äusserlich zusammengewachsen aussieht. Ihr habt echt ein Wunder vollbracht, im Osten wie im Westen. Warum kann man das nicht einfach mal annehmen. Mal eine Pause in der Kasteiung, in der Unterwürfigkeit. Das fördert doch auf Dauer nur Tendenzen, die keiner wollen kann? Ein gesundes Selbstbewusstsein, das in dem Fall sicherlich weniger unbeholfen ausgedrückt hätte werden können, ist doch der Weg zu einem guten Miteinander. Aber nicht diese Rumdruckserei, dieses Hervorschielen unter halbgeschlossenen Augenlidern. Seid doch stolz auf Euch! Ihr habt unterm Strich allen Grund dazu.

      • 5. Oktober 2009, 10:52 Uhr, von Noisa Gefällt 3 Lesern
        08.1.4

        Dowanda, ich hab Dir wieder ein Sternchen gegeben. :)) Bist Du urlaubsreif??? ;)

      • 5. Oktober 2009, 10:57 Uhr, von Dowanda Gefällt 2 Lesern
        08.1.5

        Eigentlich nicht, aber ich muss alten Urlaub abbauen, bevor er mir verfällt. Da sag ich nicht “Nein”.
        Danke für das Sternchen, Du Goldmarie :-)
        Und jetzt aber wirklich “Tschüss”!

    • 5. Oktober 2009, 12:16 Uhr, von urs bürgi Gefällt 3 Lesern
      08.2

      A little bit brainless and in bad taste.Not the first time.

      Antworten
    • 5. Oktober 2009, 12:35 Uhr, von Yolande Langendijk Gefällt einem Leser
      08.3

      “Es war eine Pressekonferenz in Deutschland! Ist das jemandem aufgefallen? Nein, offenbar nicht. Auch der Blogbetreiberin nicht” hmm, schlecht gelesen!

      Antworten
    • 5. Oktober 2009, 13:44 Uhr, von Gesine Gefällt 10 Lesern
      08.4

      Was soll dieser aggressive Kommentar!

      Obwohl die PK in Deutschland war, ist Englisch als lingua franca weltweit anerkannt und wird fast immer benutzt, wenn ein Ereignis von interntionaler Bedeutung ist. Das trifft übrigens nicht nur auf die Politik zu!
      Ein internationales Presseecho war sicher auch im Sinne von Herrn Westerwelle. Das Hillary-Clinton-Beispiel krankt an einem schlechten Vergleich, denn sie agiert nun einmal in einem ausschließlich englisch-sprachigem Umfeld. Ich bin der Meinung, dass man von einem Außenminister in spe durchaus eine Fremdsprache erwarten kann – erst recht, wenn es sich um die englische Sprache handelt!

      Daneben finde ich den Vergleich zwischen der BBC und “Lieschen Müller vom Hintertupfinger Landboten” unqualifiziert und albern.

      Antworten
  9. 5. Oktober 2009, 10:16 Uhr, von Arlette Gefällt einem Leser
    09

    Der Guido ist ja echt der Hammer! Ich dachte, ich seh’ und hör’ nicht richtig. Man munkelt ja inzwischen, dass Westerwelle das “Finanz- und Wirtschaftsamt” kriegen soll. Wäre vielleicht besser ;)Ob’s da zwar ohne Englisch geht, mag ich allerdings zu bezweifeln.

    Antworten
  10. 5. Oktober 2009, 10:22 Uhr, von Katja Owl Gefällt 5 Lesern
    010

    Ach Leute…Westerwelle wird sicherlich sein Englisch schnell aufbessern, sein Vorgänger im Amt Fischer ist auch nicht mit charmanten Idioms in englischer Sprache auf den Lippen gestartet und hat es dann immmerhin als Gastprofessor nach Princeton geschafft. Im übrigen stehen den Ministern jederzeit ausreichend Dolmetscher zur Verfügung, so daß ich mir über Verständigungsprobleme ernsthaft keine Sorgen mache. Wartet doch erstmal ab, wie sich Westerwelle in der Praxis schlägt, sagt eine, die sich ob ihrer schlechten Englischkenntnisse ziemlich schämt und leider -trotz großen Latinums – selbst diese Sprache nicht fließend beherrscht…;->

    Antworten
  11. 5. Oktober 2009, 10:24 Uhr, von Maria Gefällt 4 Lesern
    011

    Bin kein FDP Wähler und auch kein Westerwelle Fan,aber ein guter Politiker zeichnet sich durch andere Qualitäten aus als durch gute oder schlechte Englischkenntnisse.
    Fand aber, WIE Westerwelle sich in der Pressekonferenz präsentierte etwas unbeholfen.

    Antworten
  12. 5. Oktober 2009, 10:32 Uhr, von Nicole Gefällt 2 Lesern
    012

    Also seine Reaktion war nun wirklich sehr unbeholfen!

    @Dowanda Ich glaube aber, dass Hilary charmanter reagiert hätte ;o)

    Ich bin gespannt, was Guido so macht…ich hab der FDP mal ne Mail geschrieben, wie es mit dem Englisch-Kurs aussieht. Mal schauen, vielleicht kommt da ja noch ne Antwort *lach* (Anfrage diesmal auf Deutsch)

    Antworten
  13. 5. Oktober 2009, 10:36 Uhr, von Susa Gefällt einem Leser
    013

    Der Verweigerung Westerwelles bot den Grünen eine Steilvorlage…..http://bit.ly/oXrtH
    Wie man sie selber interpretiert, kann jeder selbst für sich entscheiden.
    Es hat seinen Sinn,dass W. von Humboldt (1767-1835) schon die Erkennnis gewann,dass sich durch jede neu gelernten Fremdsprache das Weltbild verändert.
    Eine Übersetzung kann lange noch nicht alles hergeben,was die Originalsprache bietet. Alleine die Übersetzung von Filmen macht dies mehr als deutlich.
    Dass Westerwelle sich gut unterhalten kann, bezweifel ich. Ob man ihn hier auch wieder kalt erwischt hat? http://bit.ly/RaWGy Aber so lange er selbst von sich überzeugt ist, schafft dieser Mann bestimmt alles!
    „Meine Englischkenntnisse reichen – übrigens leider im Gegensatz zu meinem Französisch – für gute Gespräche aus.“
    Da können wir ja beruhigt sein!

    Und wenn nicht? Nun, Hochmut kommt vor dem Fall!?

    Antworten
  14. 5. Oktober 2009, 12:10 Uhr, von Walter Gefällt 13 Lesern
    014

    Es geht weniger um das was als um das wie: Die Antwort des deutschen Außenministers in spe erinnert an das Bild des hochmütigen Deutschen, auf den die Welt gerne verzichten kann. Guido Westerwelle hat damit keine Empfehlung abgegeben. Im Gegenteil.
    Englisch lässt sich lernen, Bescheidenheit, Takt und Respekt sind dagegen Charaktermerkmale eines Menschen und gehören zum Kern einer Persönlichkeit- oder eben nicht.

    Antworten
    • 5. Oktober 2009, 12:14 Uhr, von Nicole Gefällt einem Leser
      014.1

      Da gebe ich dir vollkommen Recht! Aber auch hier kann Herr Westerwelle möglicherweise noch ein wenig an seiner Persönlichkeit feilen, zumindest in den Interviews.

      Antworten
    • 5. Oktober 2009, 12:15 Uhr, von Noisa Gefällt 4 Lesern
      014.2

      *** für Walter.

      Antworten
    • 5. Oktober 2009, 13:17 Uhr, von Katja Owl Gefällt 2 Lesern
      014.3

      Naja, fand Westerwelle hat ebensowenig das Bild eines hochmütigen Deutschen abgegeben wie der BBC- Reporter ein solches des fremdsprachenhassenden Briten. Westerwelle hat einfach unglücklich reagiert, denn sicherlich wäre es besser gewesen, er hätte kurz auf Englisch dargelegt, daß er Fragen nur in Deutsch beantworten werde oder er hätte mit ein bißchen Augenzwinkern auf Deutsch zugegeben, daß er sich in der englischen Sprache noch etwas unwohl fühlt, wofür man sicher Verständnis gehabt hätte. Jetzt – so gemütlich vor dem PC mit einem Schluck Kaffee – können einem da noch sicher weitere Reaktionen einfallen, aber so adhoc, nach einer wirklich aufreibenden Wahlkampfzeit und einer sicherlich allenfalls kurzen Erholungsphase nach dem Wahltag wie es Westerwelle hinter sich hatte… Ich weiß ja nicht, wer von Euch, außer der Blogbetreiberin, schon mal selbst die Erfahrung gemacht hat, sich einer größeren Anzahl von Menschen in freier mündlicher Rede zu stellen…Charme, Witz und Eloquenz bleiben da manchmal auf der Strecke, glaubt es mir!

      Antworten
      • 5. Oktober 2009, 18:54 Uhr, von PP Gefällt einem Leser
        014.3.1

        Ich stimme dir zu, Westerwelle war einfach überfordert.

        Ich kenne die Situation auch, die du beschreibst. Ich muß öfter vor vielen Menschen frei sprechen, Zusammenhänge darlegen und Fragen beantworten. Dabei immer die passenden Worte zu finden und nebenbei freundlich zu sein ist gar nicht so einfach.

        Zum Glück will ich nicht Außenministerin werden, über meine Englisch-, Russisch- und Schwedischkenntnisse würden sich alle kaputt lachen.

  15. 5. Oktober 2009, 12:21 Uhr, von Nicole Gefällt einem Leser
    015

    Wo are the otha Writas in dies Block? That would be very interessant, when her mehrere schreiben.. ;o) (dies war Westerwelsch)

    Antworten
  16. 5. Oktober 2009, 12:24 Uhr, von Walter Gefällt 3 Lesern
    016

    Churchill und Lady Astor:
    Lady Astor was giving a costume ball and Winston Churchill asked her what disguise she would recommend for him. She replied:
    Why don’t you come sober, Mr. Prime Minister?

    Antworten
  17. 5. Oktober 2009, 12:34 Uhr, von Walter Gefällt 4 Lesern
    017

    Zum Abschluss speziell für hoffnungsvolle Politiker:

    We are all worms. But I do believe I am a glowworm.
    Winston Churchill

    Antworten
  18. 5. Oktober 2009, 12:37 Uhr, von Walter Gefällt 2 Lesern
    018

    … und zur Ergänzung noch Lady Astor:
    http://jssgallery.org/paintings/Lady_Astor.htm

    Antworten
  19. 5. Oktober 2009, 12:44 Uhr, von urs bürgi Gefällt 6 Lesern
    019

    Oh my god, bin ich “out of bounds”, dachte Haider sei gestorben und nun 08.1.3.

    Antworten
    • 5. Oktober 2009, 12:50 Uhr, von Noisa Gefällt einem Leser
      019.1

      Doch urlaubsreif. ;)

      OT: Sind die Damen und Herren der FDP nicht ziemlich dahinter her, Abmahnungen zu versenden? Mutig, mutig, Frau Meckel. :)

      Antworten
    • 5. Oktober 2009, 13:47 Uhr, von Ramona
      019.2

      @Urs, ich denke dieser Vergleich ist definitiv nicht unangebracht!

      Antworten
    • 5. Oktober 2009, 20:25 Uhr, von Dowanda Gefällt 2 Lesern
      019.3

      Urs, niemand – und zwar gar niemand weit und breit ist so gut, so perfekt und so geistreich wie Du. Liesse sich Deine Selbstgerechtigkeit und Selbstherrlichkeit in elektrische Energie umwandeln, könnte Deutschland seine Atomkraftwerke ab sofort stillegen. Und die Schweiz müsste keine Neubauten andiskutieren.
      Seltsam nur: Wenn Du soooo gut bist, warum musst Du dann permanent Dein Revier markieren? Wir sind übrigens keine Nachbarn. Weder im Geiste noch sonst in irgendeiner Art. Du darfst also ruhig weiter an den Zaun pinkeln. Pass aber auf, dass dabei nicht mal was auf Dich selber zurückspritzt :-)

      Antworten
      • 6. Oktober 2009, 18:52 Uhr, von Ingo Gefällt einem Leser
        019.3.1

        -> kurz zum Thema Atomkraft…
        nicht nur die Schweiz diskutiert Neubaten – eigentlich alle Länder weltweit – nur Deutschland will/soll mal wieder eine Vorreiterrolle spielen.

  20. 5. Oktober 2009, 13:35 Uhr, von Thomas Television
    021

    Als ich in der vergangenen Woche von Westerwelles mangelnden Englisch-Kenntnissen hörte, dachte ich neben dem Genannten auch daran, dass er dann ja auch gar keine englischsprachige Presse lesen kann, sowie aktuelle Literatur zur Internationalen Politik.

    Aber natürlich, hier kann man entgegnen, dass es im Außenministerium zahlreiche Mitarbeiter gibt, die ihm alles, was relevant ist schon in geeigneter Form vorlegen werden. Der Gedanke aber, dass er darauf angewiesen ist, und sich nichtmal theoretisch selbst einen Überblick über Presse und Stand der Forschung verschaffen kann, ist merkwürdig.

    Schlimmer wiegt natürlich das in diesem Blogpost angesprochene Defizit bei den Möglichkeiten direkt mit ausländischen Politikern, Diplomaten und anderen Personen der Gesellschaft zu kommunizieren, diskutieren oder zu scherzen. Was gerade schade ist, da Westerwelle eigentlich ein sehr netter Mensch ist.

    Ich bin gespannt, ob die mangelnden Englischkenntnisse das einzige bleiben werden, mit dem Westerwelle sich nicht gerade gut anstellt. Denn bislang kennt man ihn eher als FDP-PR-Mann und als hervorragenden politischen Redner. Doch was steckt dahinter? Ist er auch ein guter Politiker?

    Antworten
  21. 5. Oktober 2009, 15:01 Uhr, von Walter
    022

    Ohne Kommentar:

    Demut ist eigentlich nichts anderes als eine Vergleichung seines Wertes mit der moralischen Vollkommenheit.
    Immanuel Kant

    Antworten
  22. 5. Oktober 2009, 15:02 Uhr, von Mafalda Gefällt 3 Lesern
    023

    Vielleicht wird Westerwelle ja gar nicht Außenminister. Abwarten und … Tee trinken.
    Allerdings hat er ziemlich piefige, kleingeistige Attitüden an den Tag gelegt, nicht gehen könnend vor Kraft. Fremdschämen wird da leicht.

    Aber, Miriam Meckel, einfach so in den Bash-Chor einstimmen ist … ungewohnt.

    Antworten
  23. 5. Oktober 2009, 15:42 Uhr, von Miranda Gefällt 2 Lesern
    024

    Ich bin da sehr zwiegespalten, ich finde auch dass ein Politiker Englisch sprechen sollte!
    Aber ich mag es auch nicht dass es sozusagen schon zum guten Ton gehört dass man sofort in die Sprache wechselt und sich umstellt, habe schon erlebt dass Engländer gesagt haben dass sie kaum hier in der BRD die Chace haben Deutsch zu lernen, da alle sofort auf Englisch mit ihnen kommunizieren.
    Wir hatten 16 Jahre einen Kanzler der nicht Englisch konnte, bei Pressekonferenzen im Ausland redet Frau Merkel z.B auch Deutsch…

    Aber die Reaktion war unglücklich, dass ist gewiss!
    War das Posting ein Artikel für eine Zeitung, oder ausschließlich für den Blog gedacht?

    Antworten
  24. 5. Oktober 2009, 16:21 Uhr, von Maria Gefällt 3 Lesern
    025

    @ Dowanda 08.1.3.

    “….gesundes Selbstbewusstsein. Seid doch stolz auf Euch”.
    Sehr richtig !!

    Antworten
  25. 5. Oktober 2009, 16:41 Uhr, von Noisa
    026

    Dowanda macht vermutlich Urlaub. (Ui, @Gesine)

    Antworten
    • 5. Oktober 2009, 16:54 Uhr, von Ramona Gefällt 2 Lesern
      026.1

      Tja @Noisa,so ist das. An Westerwelle scheiden sich die Geister oder besser die Blogis:-))

      Antworten
      • 5. Oktober 2009, 17:10 Uhr, von Noisa Gefällt 2 Lesern
        026.1.1

        Ja, das hier ist auch weniger ein FDP-Blog. Eine mögliche SPD-Verbundenheit der Blog-Betreiberin lässt das obige Postig durchaus erahnen. Lustig der Steinbrück-Auftritt in London, welcher relativ viele Zeichen vom Posting einnimmt. ;) Nun weiß ich auch, dass er gut Englisch spricht. Einen netten Abend! :))

  26. 5. Oktober 2009, 17:04 Uhr, von Mafalda
    027

    Hab grad Anne Will aus der Dose gesehen. Sehr bemerkenswert, die Unterscheidungen zwischen Bund- und Länderverantwortlichkeiten. Und die Definition von “Leistungsträger” – mal abgesehen davon, daß -innen eher im Niedriglohnsektor etabliert werden – fragwürdig.

    Antworten
  27. 5. Oktober 2009, 17:12 Uhr, von Fabian Gefällt 4 Lesern
    028

    Witzig war am Wochenende auf einer sehr internationalen (privaten) Veranstaltung und habe bei dem Thema das Gleiche gedacht, stimme MM vollkommen zu. Das geht heutzutage auf internationalem Parkett überhaupt nicht mehr, dass man so schlecht Englisch spricht.

    Allein die vielen Abendessen und Situationen in denen kein Übersetzer zugegen ist. Westerwelles schlechtes Englisch wird vor allem dazu führen, dass sich andere Politiker nicht gerne mit Herrn Westerwelle unterhalten wollen (vor allem im Hinblick auf Smalltalk), weil es ihnen schlichtweg zu anstrengend ist, ich finde, das ist außenpolitisch ein denkbar schlechtes (um nicht zu sagen peinliches) Aushängeschild.

    Antworten
    • 6. Oktober 2009, 8:12 Uhr, von Ingo Gefällt 2 Lesern
      028.1

      Ich finde es eher lustig, dass hier wirklich jeder der absoluten Überzeugung ist, dass Hr. Westerwelle kein englisch kann…

      Ich für meinem Teil hätte mit großer Sicherheit ganz genau so reagiert – und meine Englisch ist vielleicht nicht perfekt aber dennoch sehr gut.

      Antworten
  28. 5. Oktober 2009, 17:14 Uhr, von Lukas Gefällt 4 Lesern
    029

    Ja, es wäre schön/gut/hilfreich, wenn mehr Politiker mehr Fremdsprachen sprächen. Dann aber bitte fließend bzw. nahezu perfekt — denn auf internationalem Parkett kommt es auf jede Feinheit an und eine falsche Vokabel kann da schnell eine diplomatische Krise auslösen.

    Und wenn Cem Özdemir jetzt meint, sich in mittelgutem Englisch, aber im Namen Deutschlands, bei der BBC und allen Briten entschuldigen zu müssen, zieht er die Peinlichkeitsschraube noch eine ganze Drehung weiter an.

    Antworten
  29. 5. Oktober 2009, 17:17 Uhr, von Fabian
    030

    Das war im übrigen Otto von Bismarcks großes Plus, der äußerst sprachbegabt war und als Gesandter in Paris und St. Petersburg auch in verschiedenen Sprachen versiert war.

    Antworten
  30. 5. Oktober 2009, 17:34 Uhr, von Urs bürgi Gefällt 12 Lesern
    031

    Ungern bring’ ich es auf den Punkt, ungern, weil es zeigt, dass der Kern nicht verstanden wurde. Nur Walter deutet es an mit Kant. Es geht nicht darum ob und wie gut Herr Westerwelle die englische Sprache beherrscht, sondern, wie ein künftiger Minister, egal welches Ressort er übernimmt, einen Journalisten nicht so arrogant abkanzelt, das kann er als Privatmann machen, aber nicht in dieser Funktion und in spe. Der Hinweis, dass man sich in der BRD befindet, ist arrogant, oder man unterstellt, es handle sich um Idioten. Natürlich kann er sagen, dass er eine lange, schwierige Nacht hinter sich hat und daher sein Englisch nicht so gut sei, um die richtigen Antworten zu geben und er bittet um Verständnis. Das ist eine Frage des Umgangs, der Erziehung, der Diplomatie. Ich entschuldige mich auch im Tessin, wenn ich nicht perfekt Italienisch spreche, und dabei spreche ich es gut, wie man mir dann versichert und so beginnt die Atmosphäre ganz anders zu sein, als wenn ich mit dem Holzhammer auf den Tisch haue und dann erwarte, dass das als freundlich, liebenswürdig, angenehm, respektvoll angesehen wird. Das mag ja in einer österreichischen Bank so sein, entgegen meinen Erfahrungen,aber als Vertreter von nahezu 15 Prozent der Wähler, bei der Wahlbeteiligung ist ja rechenbar, wie viel es sind, ist es nicht angemessen, so zu reagieren. Das ist der Punkt. Niemand verlangt, dass wir alle, also auch Herr Westerwelle, alles beherrschen,auf allen Gebieten toll, grossartig, “fabulous”, perfect sind, aber gewisse Umgangsformen gehören sich und es fällt niemandem ein Sternlein aus der Krone, wenn er um Verständnis bittet, wenn er so oder anders handhaben möchte und dafür sein Gründe hat udn sie aufzeigt. Und das alles hat nichts mit “Errungenschaften” und Stolz der Deutschen zu tun, sondern ist ein Gebot des zivilisierten Umgangs mit Menschen auf gleicher Augenhöhe. That’s it.

    Antworten
    • 5. Oktober 2009, 18:21 Uhr, von Ramona Gefällt 2 Lesern
      031.1

      @Urs, ich weiß nicht, ob Du zu meinem Einwand (019.2.1) schreibst.
      Meine Argumentation von heute Morgen trifft sich mit Deinem Beitrag. Ich halte jedoch den Vergleich mit dem Rechtspopulisten Haider (019.) für völlig unangemessen. Tut mir leid, was Du hier @Dowanda unterstellst, ist völlig daneben. Hier lässt Westerwelle ein wenig grüßen!

      Trotzdem einen schönen Abend:-))

      Antworten
      • 6. Oktober 2009, 10:30 Uhr, von urs bürgi
        031.1.1

        019.3 bestätigt mich, der Ton macht die Musik. Ich nehme nichts zurück, zumal Äusserungen in der Vergangenheit z.B. über niederländische Autofahrer in ähnliche Richtung gehen. Aber ich konzidiere: jeder kann nur das herauslesen, was er als Intention, an Erfahrung, an gelesenen Ideen, Vorschlägen, Meinungen, Sachverhalten zu begreiffen, zu verarbeitet, zu verstehen vermag.

  31. 5. Oktober 2009, 17:37 Uhr, von Mafalda
    032

    Seeehhr bemerkenswert. Leistungsträger?

    Antworten
  32. 5. Oktober 2009, 17:40 Uhr, von Mafalda
    033

    Uups, Urs, Du warst schneller. Meine Antwort ging an Fabian.

    Antworten
  33. 5. Oktober 2009, 17:53 Uhr, von Mafalda Gefällt einem Leser
    034

    Nochmal an Fabian, oder Leistungsabschöpfer? Bismarck hat VIELLEICHT eine Balance erreicht.
    Wo landen die meisten EU-Subventionen? Das Haus Windsor ist – arm dran, ohne.

    Antworten
  34. 5. Oktober 2009, 17:55 Uhr, von Mafalda Gefällt einem Leser
    035

    Oha, auch die Welfen. Und andere von und zu´s.

    Antworten
  35. 5. Oktober 2009, 18:25 Uhr, von Mafalda Gefällt 2 Lesern
    036

    Ah ja – bin grad sehr zynisch – ein Westerwelle, wer ist das? Frau Merkel – einzig und allein qua Amt. – Ich wünschte, es wär anders.

    Antworten
  36. 5. Oktober 2009, 20:11 Uhr, von Fabian Gefällt 4 Lesern
    037

    Also ich denke schon, dass jedem (!!!) sofort klar war, dass das keine Arroganz von Herrn Westerwelle war, sondern schlichtweg die Angst sich zu blamieren – und dann auf immer und ewig bei YouTube zu stehen. Ein Eiertanz, dumm gelaufen, für Westerwelle in jedem Fall eine Loose-Loose-Situation.

    Die Entschuldigung ist ja peinlich, oh boy, wie kleingeistig geht es denn noch???

    Antworten
    • 5. Oktober 2009, 22:32 Uhr, von Yolande Langendijk
      037.1

      “für Westerwelle in jedem Fall eine Loose-Loose-Situation.”
      Wieso loose-loose Situation? Er hätte auch einfach auf die Fragen auf Englisch auf Deutsch antworten können!
      Wieso hat er dass nicht einfach gemacht?
      Da muss man also natürlich fragen ob er die Fragen auf Englisch verstehen kann/könnte.
      MM schreibt es aber ziemlich milde fand ich (gar kein bashing also @mafalda), sie mutete ihm ein „Vermutlich übermüdet vom Wahlabend“ zu.

      Antworten
      • 5. Oktober 2009, 23:13 Uhr, von Yolande Langendijk Gefällt 2 Lesern
        037.1.1

        Milde Ironie.

      • 6. Oktober 2009, 8:10 Uhr, von Ingo Gefällt 2 Lesern
        037.1.2

        Hr. Westerwelle kann englisch – auch als Jurist hat man das sicher in “so irgend einem Nebenfach” einmal gelernt…
        Vielleicht sind seine Englischkenntnisse nicht so gut wie Gysis russische… aber dennoch…

  37. 5. Oktober 2009, 20:15 Uhr, von Lizzy
    038

    Ein Außenminister ist ja noch nicht gefunden. Und da ich einen anderen Job suche, sollte ich mich vielleicht als Außenministerin bewerben. Ich spreche schließlich besser nicht englisch als Guido Westerwelle.

    Antworten
  38. 5. Oktober 2009, 20:26 Uhr, von jette Gefällt einem Leser
    039

    > Loose-Loose-Situation

    englisch vom feinsten ist das aber auch nicht… *g*

    Antworten
  39. 5. Oktober 2009, 20:44 Uhr, von Stefan Blohm
    040

    Ich weiß wenig über Westerwelle. Er muss aber ziemlich gut und wenig angreifbar sein, wenn alle sich auf diese Pressekonferenz-Nummer und sein Englisch stürzen. Also, wenn das alles ist, werden wir künftig einen außerordentlich fähigen Außenminister und Vizekanzler haben.

    Antworten
  40. 5. Oktober 2009, 20:48 Uhr, von Lara
    041

    Englisch ist Weltsprache und sollte in der heutigen Zeit von jedem beherrscht werden, vor allem auch von den Politikern. Viele Begriffe werden doch immer mehr “eingedeutscht” und somit kommen wir eh nicht drum herum englisch zu lernen. Aber können die Außenmister der anderen Länder alle gut englisch reden??

    Antworten
  41. 5. Oktober 2009, 21:24 Uhr, von Martina Gefällt einem Leser
    042

    learning with alternative: eLearning Goddess: http://tinyurl.com/yad9dx2

    Antworten
  42. 5. Oktober 2009, 23:42 Uhr, von Miranda
    043

    Komme gerade von Schlingensiefs Lesereise, es war eher ein Rückblick und Ausblick und eine warmherzige,offene Art sich mit dieser so schlimmen Diagnose zu zeigen.
    Köstliche Anekdoten über seine Zeit in Bayreuth bei den Wagners…habe nicht erwartet soviel herzlich lachen zu können.
    Viele wollen in ihm den Provokateur sehen, ich sehe da einen Menschen der sich wirklich auseinadersetzt, zur Selbstkritik fähig ist und ergreifend einem nahebringt, wie schön Lebensfreude sein kann…
    Es gab einen Moment heute abend wo er von seinen Ideen betreffend Afrika sprach, da habe ich mir inständig gewünscht dass er noch ganz ganz lange Zeit haben soll dafür und dass hat mich traurig gestimmt da es unberechenbar ist…
    Dass bewegt mich wesentlich mehr als Westerwelles schlechtes Englisch…
    http://www.festspielhaus-afrika.com/

    Tanti Saluti Martina, danke für deine Message…schreibe dir morgen auf Facebook…bin sehr müde!

    Antworten
  43. 6. Oktober 2009, 5:51 Uhr, von Fabian
    044

    Jette, hmpf, ja das war mir auch noch aufgefallen. ;-) Deswegen ja! Ganz ehrlich, man kommt sich bei internationalen Meetings regelrecht bescheuert/eingeschränkt vor, wenn man nicht richtig englisch sprechen kann, eben weil man nicht an der Konversation teilnehmen kann, wie man es sonst auf deutsch gewohnt ist. Die anderen Leute geben sich zwar Mühe und sind freundlich, aber ehrlich gesagt, es strengt jeden an, ein Gespräch mit jemandem zu führen, den man nicht richtig versteht. Ich zumindest möchte da nicht mit Westerwelle tauschen, man sollte seine Grenzen kennen. :-)

    Antworten
  44. 6. Oktober 2009, 8:05 Uhr, von Ingo Gefällt 2 Lesern
    045

    Ich bin der Meinung, dass Hr. Westerwelle völlig richtig reagiert hat.
    Man stelle sich nur einmal vor, ein deutscher Auslandskorrenspondent oder Nachichtensprecher/Journalist waäre in America oder sonst wo und würde AUF DEUTSCH fragen…
    glaubt jemand, dieser hätte eine Antwort bekommen?

    Englisch mag zwar DIE oder eine der Weltsprachen sein – ein Journalist hat sich aber den Landesgewohnheiten anzupassen…

    Außerdem bin ich mir sicher, dass Hr. Westerwelle über Englischkenntnisse verfügt – vielleicht nicht so wie Hr. Steinbrück, der abgesehen davon der einzige Minister sein wird, den ich in der neuen Regierung vermissen werde, aber sicher kann er englisch…
    Und wenn nicht – sicher hat die VHS bald einen Schüler mehr…:-)

    Antworten
    • 6. Oktober 2009, 8:29 Uhr, von Nicole Gefällt 7 Lesern
      045.1

      Ohne Kommentar: Punkt 030 bringts auf den Punkt

      Antworten
      • 6. Oktober 2009, 11:09 Uhr, von Urs Bürgi
        045.1.1

        Merci beaucoup, Nicole.

      • 6. Oktober 2009, 18:54 Uhr, von Ingo
        045.1.2

        Gott sei Dank sind die Menschen und damit die Empfindungen und die Auffassungen unterschiedlich – vielleicht liegt’s auch daran, dass ich zu den fast 15% gehöre, oder das ich auch schwul bin (und damit vielleicht genau so eine Zicke wie Hr. Westerwelle) :-)

  45. 6. Oktober 2009, 9:33 Uhr, von Walter Gefällt 6 Lesern
    046

    Wer die Enge seiner Heimat begreifen will, der reise. Wer die Enge seiner Zeit ermessen will, studiere Geschichte.
    Kurt Tucholsky

    Lesen hilft. Es kann jedoch sein, dass aufstrebende Politiker nicht dazu kommen. Dann sei allerdings die Frage erlaubt, womit sie ihre Politk machen wollen, wenn es am Elementaren fehlt. Ich kann mir kein Ministerium vorstellen, in dem nicht internationale Kontakte und Verständigung für den Erfolg entscheidend sind.
    Die gilt besonders für das Außenministerium. Mit deutschem Spießertum und Chauvinismus dürfte dort nichts zu erreichen sein. Guido Westerwelle hat mit seinem Auftritt weder sich noch uns einen Gefallen getan. Diese Pressekonferenz war kein Fettnäpfchen mehr, eher ein großer Fettnapf.
    Es zeigt sich jetzt, wo es ernst wird mit den Koalitionsverhandlungen, was Fassade ist und wo etwas dahinter steckt.

    Antworten
  46. 6. Oktober 2009, 10:12 Uhr, von Angela Weibel Gefällt 7 Lesern
    047

    Irgendwie tat er mir ja leid, der Guido…
    Zu offensichtlich stand ihm die Unsicherheit ins Gesicht geschrieben. Auch arrogantes Verhalten kann nicht kaschieren wie unangenehm und peinlich ihm die Situation war. Noch vor der sprachlichen Inkompetenz, erschreckt die Körpersprache, die Body Language, des Herrn Westerwelle. Beobachtet man Gestikulation und Mimik, sprich sein fahriges Rudern mit den Armen, den abschweifenden Blick und die zögerlichen Mundbewegungen, möchte man am liebsten auf die Stopptaste drücken und ihn da rausholen. Ab und an können peinliche Fernsehmomente ähnlich beschämende Gefühle beim Betrachter auslösen, dies war ein solcher Moment.
    Nun gut, jeder hat mal einen schlechten Tag, da kann Koordination und Sprachgewandheit schon mal auf der Strecke bleiben. Nur kann/darf sich ein zukünftiger Aussenminister einen solchen Aussetzer leisten?
    Irgendwie betont diese Szene das Bild vom Schuljungen Westerwelle, zynischer Sprücheklopfer, kläffend und ängstlich zugleich. Fraglich, ob bellende Hunde gute Repräsentanten abgeben…

    Eingehend auf die Fremdsprachenthematik:

    “Sowie es in Grossbritannien üblich ist, dass man dort selbstverständlich Englisch spricht, so ist es in Deutschland üblich, dass man hier Deutsch spricht.”
    Welch zutreffende Erkenntnis- dann spricht man in China ja selbstverständlicherweise Chinesisch, oh Pardon, Putonghua, in Tansania Swahili, in Lesoto Sesotho und in der Deutschschweiz natürli Schwiizerdütsch. Wo kämen wir denn hin, wenn Auslandjournalisten heutzutage in Länder verreisten, von denen sie nicht einmal die Sprache beherrschen- Sapperlot!

    Na dann, auf ein Wiedersehen im Kreolischkurs!

    Antworten
    • 6. Oktober 2009, 10:47 Uhr, von urs bürgi Gefällt 5 Lesern
      047.1

      Eine gute Beobachtung und Analyse, danke Angela. Und nun stelle ich mir vor, wie dieser “Vertreter der deutschen Interessen” sich in der Kälte eines Herrn Putin verhalten wird oder in der Härteprüfung einer Frau Clinton zu bestehen versucht? Diese kleine Situation, gemessen an dem, was da kommen wird, kann, wie sie bewältigt wurde, zeigt doch, dass es mit dem “Vorsitz einer Partei” nicht getan, es nicht hinreichend ist, eine ganze Nation und deren Interessen im internationalen Wettbewerb zu verteten.Ich male es mir gerade aus, wie ihn die Chinesen in Peking “zerlegen”. Nur: was nützt unser Beitrag, wenn die Gremien, ( die Presse spricht z.B. bei Gabriel von “Hinterzimmern”), beschliessen,er ist unser “bester Mann”. Ich erinnere an Herrn Glos, in der Krise!! Nur weil die CSU den Posten beanspruchte und den alten Fahrensmann zum Abschluss noch “krönen” musste? Warum nicht damals schon Guttenberg? Traurig: wie bei dinner for one: the same procedure….? Yes, the same procedure…

      Antworten
      • 6. Oktober 2009, 11:56 Uhr, von Maria
        047.1.1

        Es ist “ein Jammer”,daß bei dem “SPD Personal” ein so fähiger Mann wie Peer Steinbrück nicht mehr in der ersten Reihe steht.

  47. 6. Oktober 2009, 12:58 Uhr, von Walter Gefällt 3 Lesern
    048

    Peer Steinbrück wird uns in der einen oder anderen Erscheinungsform erhalten bleiben.
    Er ist ein wenig diplomatischer als Thilo Sarrazin, kann allerdings genau so wenig die Klappe halten. Um ihn ist mir nicht bange. Notfalls geht er als Entertainer bei der BBC durch und kann seinen Kollegen nebenbei Tipps für den Umgang mit gefühlt großartigen deutschen Spitzenpolitikern geben.
    Denkbar wäre auch eine langjährige ambivalente Beziehung mit Angela Merkel ähnlich der Winston Churchills mit Lady Astor: Angela und Peers gesammelte Sprüche oder so.

    Antworten
  48. 6. Oktober 2009, 13:23 Uhr, von Mafalda
    049

    In einem anderen Forum wurde kürzlich das UN-Ranking bezüglich “Lebensqualität” thematisiert. Deutschland rangiert da auf Platz 22 (Winner is: Norway). Frag mich grad, ob mit der gefühlten Lebensqualität auch die Ansprüche an Verwaltungs-/Regierungsverantwortliche sinken. Nix anderes lässt die Nicht-politische Wahlkampfphase vermuten. Die absolut nicht politischen Nachrichten aus dem neuen Koalitionsgetue. Und die Nachrufe auf die vergangene Legislatur.

    Antworten
  49. 6. Oktober 2009, 13:34 Uhr, von Ela
    050

    Englisch ist nun mal DIE Weltsprache und sollte von allen halbwegs gebildeten BürgerInnen beherrscht werden. Zudem sollten wir uns Bildung von Politikern erwarten dürfen. Auch unterziehen sich Politiker ständiger Trainings in ihren jeweiligen Akademien – wie etwa der Neurolinguistischen Programmierung – vielleicht ist ja Herr Westerwelle aus Zeitmangel dort nicht so oft anwesend.

    Antworten


© Miriam Meckel 2002 bis 2012