MM_Japanische-Lebensweisheit
Zu den Kommentaren
9. Oktober 2009, 17:55 Uhr, Geschrieben von Miriam Meckel

Ein Text ist ein Universum

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Rede zur Verleihung des Deutschen Wirtschaftsbuchpreises 2009

“Bis vor kurzem wusste ich nicht, was ich war. Ich bin leer geboren, wenn ich mich so ausdrücken darf. Ich konnte nicht einmal “ich” sagen. Dann ist etwas in mich eingeströmt, ein Fluss von Buchstaben, ich fühlte mich voll und fing an zu denken.”

Das könnte eine Beschreibung der ersten Jahre eines jeden Menschen sein. Wenn wir geboren werden, sind wir zwar biologisch und genetisch “vollständig”, aber noch von jedweder Sozialisation unbefleckt. Wir brauchen etwas, das in uns einströmt, um uns zu Menschen zu machen. Das sind Informationen, Wissensbestände, Lernprozesse, natürlich auch die Zuwendung und Zuneigung anderer Menschen und die Erfahrungen und Lernprozese der Interaktion. All das macht uns voll und wir fangen an zu denken.

Der kleine Text, den ich soeben zitiert habe, beschreibt allerdings nicht die Geburt des Menschen, sondern er beschreibt den “inneren Monolog” eines E-Books, den Umberto Eco kürzlich in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (27.12.2008) veröffentlicht hat. Das Buch spricht mit sich selbst und befragt sich in seiner Existenz als digitale Plattform. Es hat von anderen Büchern gehört, die auf Papier gedruckt sind und versucht, sich in der Unterscheidung von ihnen als besonders zu verstehen.

Vom E-Book wird hier auf der Frankfurter Buchmesse in den kommenden Tagen viel die Rede sein. Dabei geht es weniger um die Frage, wie Texte in das Buch hineinkommen, als darum, wie sie über die elektronische Plattform E-Book verkauft werden können, wie die zugrunde liegenden Geschäftsmodelle aussehen, ob die Leserinnen und Leser eigentlich diese Form des Lesens annehmen werden und was all das für unsere Lesekultur bedeutet.

Wie bei allen technischen Neuerungen haben wir es auch beim E-Book wieder mit dem Problem der Interoperabilität zu tun, also mit dem Variationsreichtum technischer Plattformen. Wenn ich mich heute entscheide, ein E-Book zu kaufen, muss ich mir sehr genau überlegen, welche Bücher ich eigentlich darauf lesen möchte, denn nicht alles gibt es auf jeder Plattform. Wir haben unterschiedliche Anbieter mit unterschiedlicher Software und natürlich unterschiedlichen Produkten, die für diese Software tauglich und anwendungsfähig sind. Kurzum: Es wird wieder alles ziemlich kompliziert und die eigentlich einfache Plattformstrategie, die das Internet uns anbietet, wird bei diesem Medium erst einmal lie-ber nicht genutzt.

Das ist nicht neu. Wir kennen das vom Videoplayer, von den verschiedenen Discformaten, vom MP3-Player und vielem mehr. Dieses Problem der technischen Interoperabilität ist altbekannt – was die Märkte und Anbieter nicht davon abhält, es erst einmal gründlich auszukosten, um die Verbreitung zu einem nicht allzu dynamischen Prozess werden zu lassen. Aber es ist nicht das Spannende an dem, was mit dem E-Book entsteht.

II

Bleiben wir einen Moment bei der Interoperabilität. Dieser Begriff beschreibt die Fähigkeit zur Zusammenarbeit von verschiedenen Techniken, Systemen oder Organisationen. Dazu ist es in der Regel notwendig, dass gewisse Standards eingehalten werden, auf die alle Be-teiligten sich verlassen können, damit sie kompatibel sind. Was erst einmal technisch klingt, geht bei weitem über die technische Dimension hinaus. Am Beispiel Buch lässt sich schön beschreiben warum. Und der heutige Abend ist eine gute Gelegenheit dazu.

In der Papierzeit hatten wir kein Problem mit der Interoperabilität. Papier ist die Standard-applikation, auf der alles gedruckt werden kann. Und deshalb bin ich übrigens der Mei-nung, dass Papier auch in Zukunft überleben wird, für das Buch ebenso wie für die Zeitung oder auch für den persönlichen Brief. Vielleicht wird es unter Gesichtspunkten der Vermarktungsbreite nicht mehr die Standardapplikation sein, sondern eher zu einer Premium-Applikation werden, die besondere Inhalte für besondere Zielgruppen in besonderen Nutzungssituationen produziert. Aber die wird es geben.

Wir haben es in diesem Prozess der gesellschaftlichen Transformation durch Technologie und Medienwandel mit sehr verschiedenen Problemen der Interoperabilität zu tun. Der Medienwandel ist nur eines der Probleme, der den Übergang vom klassischen Buch auf das E-Book betrifft. Alle diejenigen, die mit Medien zu tun haben, Verleger, Journalistinnen und Journalisten, Musikproduzenten und viele andere sind, von diesem Prozess betroffen. Interoperabilität heisst in diesem Zusammenhang: etwas funktioniert zusammen. Und das ist eben genau unter ökonomischen Gesichtspunkten in unseren Medienmärkten derzeit nicht der Fall. Die Geschäftsmodelle der traditionellen Medien und die Wertschöpfungsketten im Internet passen noch nicht recht zusammen. Das, was online entsteht, kann das, was offline wegbricht, nicht kompensieren. Insoweit haben wir hier also ein ökonomisches Interoperabilitätsproblem, für das es bislang keine Generallösung gibt. Es wird aber eine geben müssen. Warum, das möchte ich an zwei anderen Problemen der Interoperabilität erläutern.

Wir können diesen technischen Begriff auch auf unsere Gesellschaft anwenden. Dann sagt Interoperabilität nichts anderes, als dass wir als Menschen miteinander in dieser Gesellschaft irgendwie “funktionieren” müssen, uns verständigen und verstehen müssen, um ein politisches System, ein Wirtschaftssystem, kulturelle Institutionen, die Wissenschaft, einen Markt am Laufen zu halten. Kurzum: Wir müssen kompatibel und anschlussfähig sein, um eine funktionierende Gesellschaft zu erhalten. Es geht nicht nur um technische Standards. Es geht um gewisse Standards der gesellschaftlichen Teilhabe, die notwendig sind, um dem demokratischen Informations- und Meinungsbildungsprozess in unserer Gesellschaft in Gang zu halten. Ich habe durchaus einige Zweifel, ob diese soziale Kompatibilität noch durchgängig gegeben ist.

Wenn wir uns alleine den Unterschied zwischen verschiedenen Generationen und Nut-zungsgruppen in Deutschland anschauen, merken wir schnell, dass wir es mit Formen einer digitalen Spaltung zu tun bekommen oder eher mit Ausprägungen eines “Participation Gap“, also mit einer Lücke, die zwischen den sozial Angeschlossenen und den sozial Abgekoppelten in dieser Gesellschaft besteht. Und diese Unterscheidung trifft zumeist in ihren neuen Benachteiligungen genau die Menschen, die auch in der realen Welt schon mit Anschlussschwierigkeiten zu kämpfen haben – weil sie keinen Job haben, weil sie nicht gut genug ausgebildet sind, weil ihnen das Geld für die Dinge fehlt, die über die materielle Lebenssicherung hinausgehen. Als politische Herausforderung heißt das: Wir müssen die Digital Natives, die Digital Immigrants und die Digital Homless zusammenbringen, damit wir als Gesellschaft auf Dauer weiterhin miteinander funktionieren können.

III

Wenn gesellschaftliche Vernetzung nicht mehr klappt, dann klappt es auch mit der Verständigung nicht recht. Ein drittes Problem der Interoperabilität zeigt sich zwischen den sogenannten Spezialisten in unserer Gesellschaft und den Experten mit der Fähigkeit, über den eigenen Tellerrand zu schauen und sich einer Verantwortung zu verschreiben, die mehr im Blick hat, als den individuellen beruflichen Erfolg oder das eigene Bankkonto. Diese Interoperabilitätsprobleme zeichnen nicht zuletzt für die globale Finanzkrise verantwortlich. Wir dürfen uns getrost auch gut ein Jahr nach dem durch den Zusammenbruch von Lehman Brothers initiierten Erdbeben an den Kapitalmärkten die Frage stellen: Warum hat niemand so recht vorher etwas bemerkt? Oder: Warum sind diejenigen, die etwas bemerkt haben, wie zum Beispiel der New Yorker Wirtschaftsprofessor Nouriel Roubini, im globalen Mediengetöse, aber auch in der Finanzwirtschaft oder -wissenschaft nicht gehört worden?

Lionel Barber, Chefredaktor der Financial Times, hat im April dieses Jahres einen sehr selbstkritischen Text zu dieser Frage veröffentlicht. Darin beschreibt er “die Blindheit der Journalisten” und er reflektiert den Vorwurf, dass die Wirtschaftsmedien “am Steuer eingeschlafen“ seien und „im Wolken-Kuckucksheim gelebt hätten”, dabei hätten gerade sie eine “arglose Öffentlichkeit vor der nahenden Katastrophe warnen müssen”. Ich finde es durchaus lobenswert, dass auch ein meinungsführender Journalist diese Frage sehr explizit stellt und sich mit der Rolle der Medien in der Finanzkrise auseinandersetzt. Aber es hilft in diesem Zusammenhang auch überhaupt nichts, die eine Gruppe der Sündenböcke zu suchen, um sich dann wieder entspannt zurücklehnen zu können: man weiss ja, wer schuld war.

Aus meiner Sicht hat es durchaus kritische Fragen zu den Exzessen an den Kapitalmärkten gegeben, aber sie haben tatsächlich keine grosse Resonanz erzeugt. Ich glaube vielmehr, dass wir es hier mit einem Problem zu tun haben, das nicht nur Journalistinnen und Journalisten trifft. Das Geschehen an den Finanzmärkten (wie in vielen anderen Lebensbereichen) ist inzwischen so kompliziert und undurchsichtig geworden, dass man mit erheblicher Mühe, erheblichem Zeit- und Arbeitsaufwand antreten muss, um sich den Durchblick zu verschaffen. Dass sich dies viele Medien und Journalisten nicht mehr leisten können und wollen, liegt nicht zuletzt an der Interoperabilitätsproblematik Nr. 1, die ich anfangs erwähnt habe: die fehlenden Geschäftsmodelle im Internet und die wirtschaftlichen Einbrüche bei den traditionellen Medien. Wenn überall gespart werden muss, bleibt wenig Zeit und Raum für intensive Recherche. Ohne die aber geht es nicht.

Wer wirklich zu einem Experten für ein komplexes Thema werden will, muss ein solches Thema über Jahre, vielleicht Jahrzehnte begleiten, muss sich immer wieder mit neuen In-formationen und Wissensbeständen auseinandersetzen, muss den Blick über die fachspezifische Betrachtung der Probleme hinaus erweitern und versuchen, sich in andere Perspektiven zu versetzen, um wirklich zu verstehen, was geschieht. Jede Redaktion druckt lieber Texte, die verständlich sind und auf klare Einschätzungen und Faktendarstellungen hinauslaufen. Leider ist das Leben anders und die Wirklichkeit in der deutschen Gesellschaft ebenso wie in der globalisierten Welt auch. Wenn aber dann aus verständlich machen unzulässiges Vereinfachen wird, entstehen Fehleinschätzungen.

Daraus folgt für mich: Wir brauchen mehr Wirtschaftskompetenz – in den Medien, in den Universitäten, in den Schulen, in den sozialen Lebensfeldern, in denen jeder von uns alltäglich unterwegs ist. Wirtschaft ist in Deutschland in vielerlei Hinsicht ein schwieriges Thema, leider auch ein Thema, mit dem man keine Punkte machen kann. Gelegentlich erfahre ich, dass schon die Grundannahme, ein Unternehmen müsse Gewinne machen, um einen gesellschaftlichen Beitrag leisten zu können, jenseits der konsensuellen Demarkationslinie unseres gesellschaftlichen Diskurses liegt.

Das ist tragisch. Wenn wir nicht mehr über Wirtschaft, über die Zusammenhänge an den Märkten, an den Kapitalmärkten und über die dortigen Akteure verstehen, können wir uns nicht wundern, wenn sich die Geschichte wiederholt. Aber wenn wir mehr verstünden, dann würden alle diejenigen, die jetzt unter der Finanzkrise erheblich gelitten haben, aber auch an ihr beteiligt waren, in einen anderen Aggregatszustand der Handlungsfähigkeit versetzt: der Journalist, weil er besser den Finger in die Wunde legen und über die Probleme berichten kann, der Kunde, weil er besser versteht, wie Produkte strukturiert sind und welches Risiko sie beinhalten, der Bankberater, weil er tatsächlich erklären muss, welche Anlagestrategie der Kunde verfolgen sollte und welche Produkte dafür geeignet sind. Und wir alle wären anders, vielleicht besser in der Lage zu erkennen, wie sich mancher aus dem Motiv der bonusgetriebenen Renditesteigerung heraus sehr bewusst das fehlende Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge zunutze macht.

Sie mögen diese These als Hirngespinst betrachten, gerne auch als Hirngespinst einer Kommunikationsexpertin, die ja leicht reden hat. Ich glaube, es ist kein Hirngespinst, ich glaube es ist das, was wir aus dieser Finanzkrise lernen müssen. Ökonomisches Wissen ist eine existenzielle Voraussetzung für die soziale Interoperabilität unserer Gesellschaft und ich wünsche mir sehr, dass dieses Thema künftig eine andere Bedeutung im Zusammenspiel von Politik, Wirtschaft und Bildungsinstitutionen bekommen wird.

IV

Das Buch ist in vielerlei Hinsicht die Schnittstelle für die verschiedenen Dimensionen der Interoperabilität, über die ich gerade gesprochen habe. Das Buch hilft uns, die Verständi-gungsprobleme in der Gesellschaft zu benennen, zu thematisieren, ja zum Teil sogar zu lösen. Es ist ein Medium unseres gesellschaftlichen Erlebens und Erfahrens, und es ist eine Plattform, analog wie digital, für das kulturelle Gedächtnis einer ganzen Gesellschaft.

Ich habe kürzlich im Daily Telegraph die Auflistung von fünfzig Dingen gelesen, die durch das Internet verschwinden. Und dann habe ich besonders bei der Nummer 13 gestockt: „Memory“. Weil wir heute in Sekunden durch Google und Wikipedia alles finden können, verliert das Wissen und seine Speicherung an Bedeutung. So lautet die Begründung dafür, dass Gedächtnis in Zeiten des Internets verschwinden wird. An der Stelle fange ich an, mich zu gruseln, und ich hoffe, es geht Ihnen genauso. Es mag durchaus sein, dass unser Gedächtnis sich durch das Internet verändern wird, aber es wird sicherlich nicht ver-schwinden. Und verschwände es, wir würden zu einer Ansammlung kleiner herumfloatender und gelegentlich sich sozial flexibel verbindender Teilchen in einem Universum, in dem wir keine Bedeutung haben und das keine Bedeutung für uns hat. Gedächtnis kann und darf nicht verschwinden und auch deshalb brauchen wir das Buch.

Wenn über diese Finanzkrise nun viele Bücher geschrieben werden, dann trägt das wesentlich dazu bei, dass sie uns im Gedächtnis bleibt und dass vielleicht manche Fehleinschät-zungen oder auch fehlende Einschätzung von Problemen an den Kapitalmärkten in Zukunft anders aussehen können. Wir haben heute hier eine Reihe von Büchern auf der Shortlist des Wirtschaftsbuchpreises, die sich mit der Finanzkrise auseinandergesetzt haben und genau diesen Beitrag leisten. Und allen Autorinnen und Autoren, die es auf die Shortlist geschafft haben, gratuliere ich sehr herzlich!

Das ist die soziale Interoperabilität, über die ich gesprochen habe. Und um die zu gewährleisten, brauchen wir die technische Interoperabilität. Das bedeutet, wir brauchen Geschäftsmodelle und Wertschöpfungsmöglichkeiten, die auch im Internet Inhalte wertvoll bleiben lassen. Eine Gesellschaft, die sich Inhalte nichts mehr kosten lässt, darf sich nicht wundern, wenn sie geistig verarmt. Wer mit Ideen und Inhalten kein Geld mehr verdienen kann, muss anderes tun. Wenn wir so weitermachen wollen, bewegen wir uns in eine Gesellschaft, die sich hauptberufliche Kreativität und Produktivität von Musikern, Regisseu-ren, Schriftstellern, Journalisten und vielen anderen Gruppen nicht mehr leisten kann. Diese Kreativität brauchen wir aber, um uns verstehen und verständigen zu können.

V

Die amerikanische Forscherin Maryanne Wolf hat soeben ein Buch über das “Lesende Gehirn” vorgelegt. Sie beschreibt darin, wie sich die Architektur des menschlichen Gehirns durch das Lesen-Lernen bildet. Wie wir beim Lesen nicht nur Informationen aufnehmen, sondern unsere gedankliche Welt ausbilden und ein “neuronales Recycling” betreiben, das den Leser in die Lage versetzt, nicht nur in physiologischer Hinsicht sein Gehirn zu bilden, sondern auch auf intellektueller Ebene neue Stufen und Formen des Denkens zu entwickeln und über sich hinaus zu wachsen.

Und damit wären wir wieder beim Anfang und bei Umberto Eco: Ohne die Fähigkeit zum Lesen, ohne die Möglichkeit, sich über das Lesen eine Welt zu erschliessen, könnten wir nicht einmal “ich” sagen. Erst wenn etwas in uns einströmt, darunter auch ein Fluss von Buchstaben, füllen wir uns an und fangen an zu denken. Das gilt in technischer Hinsicht für das E-Book, vielmehr aber gilt es in sozialer Hinsicht für den Menschen. Er kann dann – ebenso wie das E-Book im inneren Monolog Umberto Eco’s – zu sich sagen: “Ich bin etwas Wunderbares: ein Text ist ein Universum”.

145 Reaktionen

  1. 9. Oktober 2009, 18:25 Uhr, von Noisa Gefällt 11 Lesern
    01

    *****
    Bestes MM-Posting!

    Antworten
  2. 9. Oktober 2009, 18:47 Uhr, von Mafalda Gefällt 2 Lesern
    02

    DEN Text hab ich mir jetzt erst mal ausgedruckt ;-)
    Hasta luego…

    Antworten
  3. 9. Oktober 2009, 19:45 Uhr, von Yolande Langendijk Gefällt 3 Lesern
    03

    Sehr schön!

    Antworten
  4. 9. Oktober 2009, 21:32 Uhr, von Fabian Gefällt 4 Lesern
    04

    Meine mich gerade an einen Text von Eco zu erinnern, in der er in der “Ich”-Form als Papier-Buch spricht, ich glaube, das war in der Cicero. Ebenso hat er dort herrlich über die Buchsammelsucht sinniert. Schöne Rede, danke für die vielen gedanklichen Anregungen und Links.

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  5. 9. Oktober 2009, 22:37 Uhr, von Stefan Schröder
    05

    Inspiration durch Memetik und Systemtheorie sind deutlich erkennbar. Auch wenn Frau Meckel dies nicht ausdrücklich erwähnt.

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  6. 9. Oktober 2009, 23:09 Uhr, von Miranda Gefällt 3 Lesern
    06

    Wunderbare Rede mit viel Logik aufgebaut…sie sind mit sovielen Talenten gesegnet und man spürt in dieser Rede dass sie einen Bogen spannen in dieser so globalisierten Welt und sie sprechen mir aus der Seele dass sie an die soziale Kompetenz appellieren und die Wirtschaft an ihre Verantwortung erinnern..

    da waren sie in Francoforte mal wieder auf der Museumsmeile…

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  7. 9. Oktober 2009, 23:16 Uhr, von Martina Gefällt 3 Lesern
    07

    In manche (*) Blog ist öfter Weihnachten, open the www and find a nice surprise! (even if is not printed ;)).
    Grazie per l’omaggio, non smetto mai di stupirmi.

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  8. 10. Oktober 2009, 11:00 Uhr, von Steffi Gefällt 2 Lesern
    08

    Ein sehr interessanter Text, den ich mehrmals gelesen habe bzw. lesen musste – aber so wird mein Gehirn auf “memory” getrimmt.
    Zum E-Book: Ich persönlich kann es mir nicht vorstellen, dass ich im Cafe anstatt einer Zeitung oder eines Buches, ein E-Book dabei habe…

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  9. 10. Oktober 2009, 12:26 Uhr, von Anja Gefällt 10 Lesern
    09

    Sehr beeindruckend und vermutlich gab es bis jetzt noch keine so tiefsinnige und so literarische Rede zur Verleihung des deutschen Wirtschaftsbuchpreises!  ;-)
    “Ein Text ist ein Universum”
    …und Buchstaben sind die Sterne darin…

    Lesen ist mit Sicherheit das Beste, was einem passieren kann. Umso mehr sollte man die Arbeit, Kunst, Inspiration und Menschenfreundlichkeit von Autoren zu schätzen wissen. Dass es mir vergönnt ist, im Gegensatz zu vielen anderen Menschen auf dieser Welt, Bücher und Texte in unzensierter Form lesen zu dürfen, unterstreicht mein Leben in Demokratie und Freiheit. Darüber bin ich sehr glücklich und freue ich mich unter diesen Gesichtspunkten besonders über den Literaturnobelpreis für Herta Müller!
    Daher spielt es auch nur eine untergeordnete Rolle, in welcher Form oder in welchem Format ich lese. Auch wenn jetzt, kurz vor der Buchmesse, sich die News bezüglich Amazon und Kindle, Vodafone, Google und Sony wieder überschlagen. Bei all diesen Sensationen sollte man nicht vergessen, dass der Input, das geistige Gut und die Kunst das Wichtigste ist, das uns zur Nutzung (Lesen) von den Schriftstellern zur Verfügung gestellt wird. Und nicht von Amazon oder Sony!
    Ich habe den Sony Reader und nutze ihn unterwegs als Alternative zum Papier Buch. Ich bin damit ganz zufrieden, letztendlich ist es mir aber egal, wie oder wo ich lese. Hauptsache es gibt genug großartige Autoren und spannende Literatur! 
    Viele Sterne im Universum;-)

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  10. 10. Oktober 2009, 13:19 Uhr, von Mafalda Gefällt 6 Lesern
    010

    Bin noch immer dabei, den Redetext in seiner Dichte, seiner Multidimensionalität und seiner, ja – Schönheit zu verarbeiten. Mein Teleskop wandert sozusagen durch dieses Universum, ohne sich zunächst auf einen “Ausschnitt” fokussieren zu wollen und einen Aufhänger für einen Kommentar zu finden.

    Eine kleine Addition zur These der sozial DURCHGÄNGIGEN Wirtschaftskompetenzen (die ich teile): im letzten Jahr gewann ein Wirtschaftsbuch für Jugendliche den Preis. Winand von Petersdorff “Das Geld reicht nie – Warum T-Shirts billig, Handys umsonst und Popstars reich sind.”

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  11. 10. Oktober 2009, 13:58 Uhr, von Linkeria #6 (Woche 41, 2009) - textworker
    011

    [...] Ein Text ist ein Universum: Miriam Meckels Rede zur Verleihung des Deutschen Wirtschaftsbuchpreises. Gedanken zu Ebooks, Lesen und Texten. Ausserdem über den digitalen Graben: Lücken, die zwischen digital natives, digital immigrants und digital homeless entstehen. [...]

    Antworten
  12. 10. Oktober 2009, 13:59 Uhr, von Noisa Gefällt 6 Lesern
    012

    Die Rede ist wirklich beeindruckend und bedarf eigentlich keiner Ergänzung/Kommentierung.

    Ein paar Gedanken:
    (1) Es könnte auch heißen: „Sprache ist ein Universum“. Dann würde die Betrachtungsweise vom Buch etwas abgekoppelt werden und die Interoperabilität könnte in ihren Auswirkungen allgemeiner thematisiert werden. Bei der Rede zur Verleihung des Deutschen Wirtschaftsbuchpreises 2009 wäre diese allgemeinere Sichtweise allerdings unangebracht gewesen.

    (2) „Etwas auf einen Nenner bringen“, heißt es. Das setzt mathematisch voraus, dass Zähler und Nenner (teilweise) zu erhöhen oder zu vermindern sind. http://de.wikipedia.org/wiki/Hauptnenner Wenn der Nenner gleich ist, liegt die optimale Kompatibilität vor. Ich fänd‘s interessant, wenn Bruchrechenaufgaben untersucht werden würden, um daraus ggf. Modelle für die Interoperabilität im technischen als auch im gesellschaftlichen Bereich zu entwickeln. Ich glaub, da geht was… ;)

    (3) Im Posting werden Experten mit der Fähigkeit, über den eigenen Tellerrand zu schauen, hervorgehoben. Je mehr es davon gäbe, desto besser könnten gesellschaftlich relevante Zusammenhänge aufgedröselt und analysiert werden, Schlussfolgerungen gezogen und Empfehlungen ausgesprochen werden. Je höher bei einer Vielzahl von positiven Brüchen die sich ergebene natürliche Zahl ist, desto weniger muss der Zähler erhöht werden, d.h., je mehr „Einzelfähigkeiten“ vorhanden sind, desto weniger muss der Zähler multipliziert werden, im günstigsten Fall gar nicht.

    (4) Wie kann die Interoperabilität im gesellschaftlichen und technischen Bereich und bei deren Zusammenspiel erhöht werden? Ideen lassen sich in strukturierter Form dem Posting entnehmen (mehr Experten, die über ein breitgefächertes Wissen- und Erfahrungsspektrum verfügen, Abbau der Spaltung zwischen sozial/digital Angeschlossenen und den Ausgeschlossenen etc.). Bei einer allgemeinen Diskussion zu Systemen wurde mal hier die Schlussfolgerung gezogen, dass sich Systeme öffnen müssen. In der Rede wird im Umkehrschluss die These aufgestellt, dass bei mehr Wirtschaftsexperten es zu weniger Fehleinschätzungen gekommen wäre. Ja, dann lasst die doch mal bitte und orientiert Euch nicht an den bei Cicero gelisteten Wirtschaftsexperten, da Wertungskriterium nicht die Qualität, sondern die Medienpräsenz ist. Je medienpräsenter ein Mensch, ein Thema, eine vertretene Meinung ist, desto eher wird der Eindruck vermittelt, eine „herrschende Meinung“ würde widergegeben werden. Das ist äußert problematisch, wenn nicht schädlich wie wir seit der Finanzkrise nun wissen.

    Antworten
  13. 10. Oktober 2009, 14:13 Uhr, von Noisa Gefällt 5 Lesern
    013

    Sorry: “wiedergegeben”

    Antworten
  14. 10. Oktober 2009, 14:32 Uhr, von Mafalda Gefällt 4 Lesern
    014

    “Gelegentlich erfahre ich, daß schon die Grundannahme, ein Unternehmen müsse Gewinne machen, um einen gesellschaftlichen Beitrag zu leisten, jenseits der konsensuellen Demarkationslinie unseres gesellschaftlichen Diskurses liegt.”

    Hmmm, vieles ist ja auch eine Frage von Definitionsmacht; so auch “Gewinn”. Welche Kriterien, welche Parameter sind Standarts und damit Verständigungsbasis? Ist es erwünscht, daß ein in sich geschlossenes System, das sich nur in systemimmanentem Regelwerk bewegt und nur so funktioniert sich öffnet? Die Frage nach: “Was habe ich davon?” scheint sich auch bei Systemen auf ein immer engeres, dafür hoch bewertetes “Gewinnspektrum” und damit immer reduziertere Sicht bewegt zu haben – sozusagen die Individualisierung von Systemen. “Öffnung” scheint dabei zu suggerieren “Verlust” (Reibungsverluste durch Integration von Neuem, Pretige-/Exklusivitätsverlust, teilen und damit Verlust von Definitionsmacht u.a.).

    Um so schätzenswerter die Akteure, die sozusagen antizyklisch analysieren und beschreiben. Vielleicht wird neben “Wertschöpfungskette” die “Wertschätzungskette” irgendwann ebenfalls relevante Größe.

    Antworten
    • 10. Oktober 2009, 15:02 Uhr, von Noisa Gefällt 5 Lesern
      014.1

      „Hmmm, vieles ist ja auch eine Frage von Definitionsmacht; so auch “Gewinnâ€?. Welche Kriterien, welche Parameter sind Standarts und damit Verständigungsbasis? Ist es erwünscht, daß ein in sich geschlossenes System, das sich nur in systemimmanentem Regelwerk bewegt und nur so funktioniert sich öffnet?“

      Naja, immerhin wäre der Gewinnbegriff zu hinterfragen und in diesem Zusammenhang findet vielleicht eine „Öffnung“ statt. Unternehmen, auch solche ohne Gewinn, sind grundsätzlich erhaltenswert (s. Opel), müssen ggf. umstrukturiert werden, sich einem Prozess der Erneuerung unterziehen. Die eigentliche Gewinnmaximierung scheint seit der Finanzkrise an Bedeutung verloren zu haben. An den Gewinn laut Gewinn- und Verlustrechnung knüpft allerdings die Besteuerung an, wenn keine Ausnahmetatbestände (Gewinnabführungsvertrag, internationale Regelungen) greifen. Zu sehr Spielraum bei „Gewinn“ wäre verworren. Strukturen sollten vereinfacht werden, sofern möglich. Und das ginge gerade beim Rechnungswesen und den sich hieran anknüpfenden Folgen.

      Antworten
      • 10. Oktober 2009, 19:28 Uhr, von Mafalda Gefällt 2 Lesern
        014.1.1

        Hmmm, vor 17 Jahren diskutierte ich mit einer Freundin, die als BWLerin an ihrer Dissertation darüber schrieb, wie das anwenden umweltbewußter Technologien in Betriebsergebnisbilanzen operationalisiert/dargestellt werden kann und damit “Gewinnrelevant”. Heute gibt es u.a. den Emissionshandel…

        Will damit sagen, da sind (Weiter-)Entwicklungen auch mit anderen Parametern möglich.

    • 10. Oktober 2009, 15:08 Uhr, von Noisa Gefällt 4 Lesern
      014.2

      „Um so schätzenswerter die Akteure, die sozusagen antizyklisch analysieren und beschreiben.“ @Mafalda, noch schätzenswerter wären sie, wenn sie entsprechend handeln würden.

      Antworten
  15. 10. Oktober 2009, 15:27 Uhr, von US Gefällt 4 Lesern
    015

    Einen schönen Nachmittag.

    Sony – E-Book – Reader:
    Lies lieber langsam
    http://www.spiegel.de/netzwelt/spielzeug/0,1518,583108,00.html

    Kann man dieses E-Book vielleicht auch noch wasserdicht machen? Denn wenn ich beim Angeln bin da sind mir schon oft die Bücher nass geworden, wenn mal gerade mein elektronischer Bissmelder los ging!

    Antworten
  16. 10. Oktober 2009, 16:56 Uhr, von Noisa Gefällt 4 Lesern
    016

    „Und deshalb bin ich übrigens der Meinung, dass Papier auch in Zukunft überleben wird, für das Buch ebenso wie für die Zeitung…“ steht oben.

    „Ich bin der festen Überzeugung, dass das klassische Buch seinen Platz in der Geschichte und in der Zukunft behalten wird“ sagt: http://tinyurl.com/yzn5k67

    Oh, US. :))

    Antworten
    • 10. Oktober 2009, 17:18 Uhr, von US Gefällt 3 Lesern
      016.1

      Ach na ja, Noisa ich denke mal da ist noch nicht aller Tage abend! Ich sitz ja manchmal stundenlang morgens, wenn es noch dunkel ist und warte auf einen Biss und da würde mir das beleuchtete E-Book gute Dienste leisten. So muss ich halt eine kleine Taschenlampe verwenden.

      Antworten
      • 10. Oktober 2009, 17:30 Uhr, von Noisa Gefällt 4 Lesern
        016.1.1

        US, wenn Du im Morgengrauen lesen möchtet, ist das E-Book vermutlich praktischer. Allerdings, wenn ein Fisch anbeißt, dann solltest Du eine Schutzhülle für das elektronische Buch verwenden – der Fisch schleimt.

  17. 10. Oktober 2009, 17:49 Uhr, von Walter Gefällt 8 Lesern
    017

    Wenn Maryanne Wolf Recht hat, bilden Texte ihr Gehirn. Dann macht es einen Unterschied, ob ich überwiegend bis ausschließlich Wirtschafts- und sonstige Fachbücher lese oder Texte von Aristoteles oder Marcel Proust.
    Dann stößt auch die Interoperabilität an ihre Grenzen, wie, vereinfacht, die Kommunikationsprobleme zwischen Natur- und Geisteswissenschaftlern belegen.
    Vor 50 Jahren beklagte der Physiker Charles Percy Snow in “The Two Cultures and the Scientific Revolution” “a gulf of mutual incomprehension… but most of all lack of understanding.”
    (nytimes.com/2009/03/22/books/review/Dizikes-t.html)
    Aus zwei Kulturen sind mittlerweile viele geworden. Die Aufspaltung vollzog sich vor dem digitalen Zeitalter und lief parallel mit einer Differenzierung und Komplizierung des Bildes vom Menschen und der Natur. Spätestens seit Nietzsche, Einstein und Freud spricht Wissenschaft verschiedene Sprachen und hat das aufklärerische Prinzip der Interoperabilität zugunsten der Pluralität als Theorienvielfalt aufgegeben.
    Hat jetzt, da die digitale Kluft sich dieser Tendenz zur verständigungsfreien Spezialisierung überlagert, Interoperabilität überhaupt eine Chance?
    Die Menge des Erforschten und Geschriebenen explodiert, ist im digitalen Zeitalter mit drag and drop beliebig potenzierbar geworden. Die Vielzahl der Gedanken ist nicht mehr überschaubar, wird oft überlesen und nicht mehr wahrgenommen. Es gibt daher neben dem begrifflichen Kommunikationsproblem schlichtweg ein Aufmerksamkeitsproblem. Um überhaupt noch einen Rest funktionellen Überblicks zu behalte und unser Leben bestehen zu können, bleibt uns kaum anderes übrig, als wegzulassen und primär- durch Nichtwahrnehmen- zu filtern.
    Die Schule ist der letzte verbliebene Ort, die Vielheit des Wissens und der Wege der Erkenntnis zu strukturieren und zu überblicken und damit Strategien zu erlernen, sich Wissen anzueignen und- auch, nicht nur- unter Nützlichkeitsaspekten zu bewerten. Wenn wir “kompatibel und anschlussfähig sein” müssen, “um eine funktionierende Gesellschaft zu erhalten”, dann brauchen wir Orte, dies zu lernen. Die meisten Schulabschlüsse und Universitätsdiplome dürften dieses Ziel nicht erreichen.
    Die viel berufene Bildung, die zu einer zusammenhängenden Weltsicht führt und uns hilft, uns und die Welt zu begreifen, ist Zufall, Glücksfall und Privatsache geworden.
    Wenn wir “mehr Wirtschaftskompetenz – in den Medien, in den Universitäten, in den Schulen, in den sozialen Lebensfeldern, in denen jeder von uns alltäglich unterwegs ist”, brauchen, dann fragt sich, wo diese vermittelt werden sollte.
    Auch die oberflächliche Durchsicht der Shortlist des Deutschen Wirtschaftsbuchpreises (boersenblatt.net/332109/) zeigt eher die Verwirrung der Begriffe und Erklärungen als ein interoperabilitätsfähiges Verständnis.
    Dennoch und gerade deswegen unterstütze ich das Anliegen, soziale technische und intellektuelle Interoperabilität zu fordern um unsere Gesellschaft zusammen zu halten und den Fliehkräften aus Diversifizierung, Spezialisierung und Individualisierung entgegen zu wirken. Dies ist eine elementare Aufgabe der Medien, analog wie digital. Es bedeutet nicht, in Redaktionen und Verlagen nach Universalgenies zu suchen, die es nicht mehr gibt und geben kann, sondern nach Menschen, die über die Tellerränder schauen, versuchen sich neue Gedanken anzueignen, zu verstehen und kritisch zu betrachten.
    Dazu gehört schließlich auch Medienkompetenz als selbstreflexive Betrachtung der eigenen Position und des eigenen Standes, die Grenzen zwischen analoger und digitaler Welt überschreitend und aufhebend. Denn Wissen, Erkenntnis und letztlich auch Kommunikation reichen über die Ebene des Mediums hinaus.
    Mit dem Gedanken Maryanne Wolfs, dass sich der Text sein Gehirn schafft, schließt sich der Kreis. Damit kann Kommunikation als gemeinsame Verständigung den Menschen erreichen und verändern. Fast ein hoffnungsvolles Credo.

    Antworten
    • 11. Oktober 2009, 17:48 Uhr, von Mafalda Gefällt einem Leser
      017.1

      Schwierig wird es mit Interoperationalität, wenn “Differenzierung” in “Segregation” umschlägt.

      Die Verständigung zwischen Geistes- und Naturwissenschaften hat sich innerhalb der letzten 50 Jahre durchaus verbessert; ein Googlen beider Begriffe gemeinsam liefert eine Unzahl von Fakultäten und Gesellschaften, die diesem Dialog verschrieben sind.

      Antworten
  18. 10. Oktober 2009, 19:53 Uhr, von Martina Gefällt 11 Lesern
    018

    Ich bin hier vorbei wieder gewesen, habe von Himmel eine Sterne geliehen für jeder Kommentar/Ergänzung die mir gefallen hat, aber das Posting ist das bestens was ich diese Jahr lesen dürfte! dann habe ich mir eine Schnuppen Sterne geliehen weil besonders ist, für mich, die tiefsinnigen Gedanken die diese Posting kommuniziert.

    @M.M. Eccellente!

    P.S. Sterne kann man nur ausleihen weil gehören zum Glück für immer zum Universum, so wie die Bücher seine Autorinnen/Autoren. Und wenn wir die Sternen schauen, vielleicht träumen und sind wir kürz mal in ein andere Welt, so wie öfter beim Bücher lesen passiert.

    @Alle eine schönen Wochen Ende.

    Antworten
  19. 11. Oktober 2009, 9:37 Uhr, von Triple-A Gefällt 3 Lesern
    019

    Wenn eine Polittalkshowmoderatorin, die in keinem Interview vergisst ihr Einserabitur und den Leistungskurs Mathematik zu erwähnen, in ihrer Sendung vor einem Millionenpublikum behauptet, dass die “Partei der Nichtwähler” bei der Bundestagswahl die zweitstärkste Partei hinter der CDU geworden ist, dann kann ich der Forderung nach mehr Bildung nur zustimmen.

    Ich bezweifele aber, dass mehr Bildung für alle tatsächlich gewollt ist. Denn der Pisakrüppel ist wichtig für das Wachstum: Wir brauchen Idioten, sonst frisst keiner Gammelfleisch

    Antworten
    • 11. Oktober 2009, 12:58 Uhr, von Jon Gefällt einem Leser
      019.1

      Schramm, der Clown für den pensionierten Gymnasiallehrer. Was für ein Glück für den Gutmenschen, dass es die lieben, armen Armen und die netten armen Ungebildeten gibt. Dass die uns bloß weiter pflegeleicht bleiben, dann sind sie besser zu bedauern.

      Antworten
    • 11. Oktober 2009, 13:12 Uhr, von Noisa Gefällt 5 Lesern
      019.2

      Gesellschaften mit einer starken Mittelschicht funktionieren. Hier ein paar Zitate:

      „Die Mittelschicht habe in verschiedenen Ländern jeweils ein unterschiedliches Interesse an sozialstaatlicher Umverteilung gezeigt, in Skandinavien beispielsweise ein großes.“ Aus:
      http://www.exc16.de/cms/sozialstaat-kaube.html?&L=1
      Fazit dort: „Es sind vielmehr politische und vorpolitische Interessengegensätze samt der entsprechenden Koalitionen sowie Wahlsysteme, die so unterschiedliche Typen des Vorsorgestaats hervorgebracht haben.“

      „Ich bezweifele aber, dass mehr Bildung für alle tatsächlich gewollt ist.“ hatte @Triple-A geschrieben. Wollen wir Bürger wirklich, dass Menschen durch unser System in Deutschland benachteiligt werden? Ich bezweifle das. Und wenn das, was unter dem vorbezeichneten Link dargestellt ist, zutrifft, dann könnte die Lösung in einer Änderung der Strukturen gefunden werden.

      Antworten
    • 11. Oktober 2009, 15:41 Uhr, von SeantieMoens
      019.3

      bitte nicht vergessen, sie war auch das bestaussehendste Mädchen im MatheLK

      Antworten
    • 11. Oktober 2009, 18:21 Uhr, von Cate Gefällt einem Leser
      019.4

      Ich bin ja sonst nicht so, aber:

      “…dass die Fraktion der Nichtwähler die zweitstärkste Fraktion dieser Bundestagswahl ist.” Voll korrekt, oder?
      Alles wird doch gut!

      (Ich hab übrigrens GAR KEIN Abitur…)

      Antworten
  20. 11. Oktober 2009, 12:28 Uhr, von Miranda Gefällt 2 Lesern
    020

    @Triple A

    mit welchem falschen Fuß bist du denn heute morgen aufgestanden…dass du bei einer Tatsache gleich ins Beleidigende und Persönliche gehst???

    Antworten
    • 11. Oktober 2009, 12:59 Uhr, von Jon Gefällt 5 Lesern
      020.1

      Da fehlt vielleicht nochn Button “Zicken-Alarm!”

      Antworten
      • 11. Oktober 2009, 15:07 Uhr, von Triple-A Gefällt einem Leser
        020.1.1

        Sorry, dass ich die Party störe und nicht in den Jubelchor einstimme. (“Bestes MM-Posting!” “Sehr schön!”)

        Du kannst ja mal den Petzliesenbutton betätigen.
        Und Ablästern über pensionierte Gymnasiallehrer kommt hier sicher gar nicht gut :-)

      • 11. Oktober 2009, 15:33 Uhr, von Noisa Gefällt 4 Lesern
        020.1.2

        :))) (@Triple-A)

  21. 11. Oktober 2009, 13:33 Uhr, von Triple-A Gefällt 3 Lesern
    021

    An welcher Stelle ist meine Aussage denn beleidigend?
    Außerdem fordere ich weder die Absetzung der Moderatorin, noch eine Richtigstellung der Zahlen in einer der kommenden Sendungen.
    Der Vergleich zwischen Claudia Roth und einem Eichhörnchen auf Ecstasy stammt übrigens von Harald Schmidt. Trotzdem lustig, nicht wahr?

    “Jetzt kommt die EU-Osterweiterung. Und wir müssen uns daran gewöhnen, dass in unserer Nachbarschaft Menschen wohnen, die über eine gute Bildung verfügen, Zugang zu unseren Märkten haben und erstklassige Arbeit für einen Bruchteil des in Deutschland üblichen Lohns verrichten”
    Der preisgekrönten Nikolaus Piper in seinem vor einigen Jahren erschienenen Buch “Willkommen in der Wirklichkeit”.

    Vielleicht müssen auch die Journalisten einfach nur in der Wirklichkeit ankommen und nicht den guten alten Zeiten nachweinen als es noch Geld und Zeit für intensive Recherche gab.

    Antworten
  22. 11. Oktober 2009, 14:20 Uhr, von Anja Gefällt 9 Lesern
    022

    Ich durfte gestern Kurt Masur http://tinyurl.com/yhpsmte live und in Farbe als Dirigent erleben. Am Ende des Konzerts, sichtlich gezeichnet vom dirigieren mit Haut und Haar, richtete er noch ein paar Worte an sein Publikum. Sinngemäß; wenn die Menschen wieder mehr das Schöne wahrnehmen, z. B. blühende Blumen überhaupt sehen oder wunderbare schöne Musik auf sich wirken lassen , sich die Zeit dafür nehmen und dieses wertschätzen, dann würde es uns auch wieder besser gehen.
    Wie recht er hat! So einfach kann das Leben sein, möchte man zurückrufen. 
    Aber solange wir in einer Gesellschaft leben, in der die Meinung herrscht, unsere Lebensqualität ließe sich dadurch steigern, indem man um x Prozent die Steuern senkt oder das Kindergeld erhöht, wird man den eigentlichen Sinn des Lebens vermissen.

    Antworten
    • 11. Oktober 2009, 17:07 Uhr, von US Gefällt 5 Lesern
      022.1

      Ja Anja:

      Man müsste wenigstens täglich ein gutes Gedicht lesen,
      ein schönes Gemählde sehen,
      ein sanftes Lied hören oder ein
      herzliches Wort mit einem Freunde reden,
      um auch dem schöneren, ich möchte sagen,
      den menschlicheren Teil unseres Wesens zu bilden.
      (Heinrich von Kleist)

      Ich wünsche allen noch einen schönen Sonntagabend und einen guten Start in die neue Woche.

      Antworten
    • 11. Oktober 2009, 18:01 Uhr, von Mafalda Gefällt 3 Lesern
      022.2

      Leisure

      What is this life if, full of care,
      We have no time to stand and stare?

      No time to stand beneath the boughs,
      and stare as long as sheep and cows:

      No time to see when woods we pass,
      Where squirrels hide their nuts in grass:

      No time to see, in broad daylight,
      streams full of stars, like skies at night:

      No time to turn at Beauty´sglance,
      And watch her feet, how they can dance:

      No time till her mouth can
      Enrich her smile her eyes began?

      A poor life this, if full of care,
      we have no time to stand and stare.

      [W.H.Davies]

      Antworten
      • 11. Oktober 2009, 18:05 Uhr, von Mafalda Gefällt einem Leser
        022.2.1

        “No time to wait till her mouth can”

        muß es in der viertletzten Zeile heißen, sorry.

  23. 11. Oktober 2009, 15:17 Uhr, von Anja Gefällt 4 Lesern
    023

    “Petzliesenbutton” gefällt mir allerdings; und das soll kein Jubelruf sein, sondern eine Feststellung;-)

    Antworten
  24. 11. Oktober 2009, 16:04 Uhr, von Robin
    024

    Johann Sebastian Bach composed a single voice of text in a recetative and then opens it up to the community in the chorus: cantata 169 is good example. Your blog does the same thing, Miriam. Intense, complex, cutting-edge is your thinking. First time for me ever commenting on any blog. This entry was particularly compelling and there is one point that has really fermented in me and which I do not agree with you on. First I will say how shocking I find in your Eco quote that he values, in creating a human being by “filling” them up…he puts his always carefully chosen words I assume in order of importance with first of all information, knowledge, but the very last things he writes are anything to do with love and human interaction. I would say it is better in reverse starting with mother love, family love, friends, and expanding into the world from there. In fact a beautiful argument in your article is to emphasize the need for human interaction and connection and understanding in this technological internet time. Also it is a time of great ferment and creativity while financially viable formats appear. For human community this is ideal chance to decide and behave on what we value.
    This brings me to the concern on your part that memory may be lost with the present plethora of information available. For me I think memory will never be lost. Words and texts are but one way for memory to live; music, art, nature, and our own bodies with all our senses that preserve history through generations. Our lips never forget the kiss of our first lover, a certain warm breeze filled with sunlight can resurrect for me the feel and smell and sound of each of my babies, a musical phrase can resurrect all the emotions of the breaking apart of the Berlin Wall.Using our hands , a lost skill especially with children in home and school, keeps memory alive. Ancient clay pottery techniques, knitting patterns, roof thatching, etc. All that memoried information that passes through centuries needs hands-on pursuits to continue to be encouraged and valued.
    No, for me I think the most serious LOSS in this contemporary albeit nascent internet time is THE LOSS OF EYE CONTACT!..Our connecting to each other is lessening with more time spent alone in front of computer screens or in restaurants across from a partner while one stares into an iPhone screen, etc. Even burka-covered Muslim women speak volumes with their vibrant expressive eyes. You know this which is why you make blog videos. But, Miriam, how would it be if, when you look at your computer screen you would see all the eyes and expressions of all your readers looking back at you?
    Writing in anonymity leads to irresponsible and untruthfulness. A false sense of human connextion is born in blogging and e-mailing etc. and we need to be vigilant.It is still human body language that holds more import.
    So, Miriam, your blog writing provokes thinking readers and I appreciate being able to send you a little thought. Eco may say that a “text is a universe”, but a text is words and words are little letters, like all those little alphabets that Herta Mueller cut out of the newspapers and filled her desk drawers with to reconstruct her texts which had been destroyed by political enemies.

    Antworten
  25. 11. Oktober 2009, 17:37 Uhr, von Ramona Gefällt 4 Lesern
    025

    Ein Text, der zum Nachdenken auffordert!
    Beim Thema Finanzkrise habe ich mich schon immer gefragt, wo die kompetenten Wirtschaftsjournalisten waren. Sie müssen doch, die ins Desaster führende Entwicklung, an den internationalen Finanzmärkten wahrgenommen haben.
    Haben sie wo möglich die Gefahr erkannt und geschwiegen, weil sie letztlich ein Teil dieser Maschinerie waren und sind? Waren sie zu feige, den Berufsstand des Finanzmaklers öffentlich anzuprangern? Ich glaube ja, denn so viel Ahnungslosigkeit unter „Börsenjournalisten“ kann ich mir sonst nicht erklären.

    Zum Sony Reader und Kindle, gesellt sich in Kürze ein weiteres Lesegerät, dass der größte amerikanische Buchhändler Barnes & Noble, unter eigener Marke, auf den Markt wirft.
    Es hat einen berührungsempfindlichen Bildschirm und läd Bücher per Funk herunter. Als Betriebssystem kommt die unter der Führung von Google entwickelte Software Android zum Einsatz.
    Nun ja, der Markt wird langsam unübersichtlich und durch unterschiedliche Software der Lesegeräte werden sie benutzerunfreundlich.
    Also ich sage, abwarten, Tee trinken und weiterhin in einem schönen Buch blättern:-))

    Antworten
    • 11. Oktober 2009, 17:51 Uhr, von Mafalda Gefällt 3 Lesern
      025.1

      Die, die durchaus (z.B. auch im SPIEGEL bereits vor über 1,5 Jahren) darüber als Journalisten geschrieben bzw. als Fachwissenschaftler publiziert und gewarnt haben, wurden entweder als “Spielverderber” und “Schwarzseher” bezeichnet oder schlicht ignoriert.

      Antworten
      • 11. Oktober 2009, 17:53 Uhr, von Mafalda
        025.1.1

        Der Markt/das Marktgeschehen reguliere sich schon von selbst war das Mantra, das gebetsmühlenhaft jegliche Argumentation verweigerte.

    • 11. Oktober 2009, 19:32 Uhr, von Dowanda Gefällt 3 Lesern
      025.2

      Der Fluch der verschiedenen Systeme führt unter Umständen dann zu einer ähnlich marktdominierenden Stellung wie sie z.B. Microsoft in verschiedenen Sparten hat. Ich verfolge den Kampf der Instrumente auch mit Spannung. Bis dahin verstecke ich mich ebenfalls hinter einem Büchlein ;-) Oder zweien? Oder dreien?

      Antworten
  26. 12. Oktober 2009, 7:51 Uhr, von Noisa Gefällt 7 Lesern
    026

    OT, meine Einzelmeinung: Experten, die über den Tellerrand schauen, wünsche ich mir auch beim TV.

    Antworten
  27. 12. Oktober 2009, 18:06 Uhr, von Walter Gefällt einem Leser
    027

    Heute auch in der Süddeutschen: “Hybrid Books, Videos Included“. Eine spannende Konzeption, gedruckten und elektronischen Text mit Videos zu verbinden. Von der Zeitungslektüre ausgehend besteht dabei die Möglichkeit, sich über Videos und weitere Links in ein Thema zu vertiefen.
    Bei dem Überangebot an Information bleibt die gedruckte Zeitung als Übersichtsmedium vorerst unschlagbar. Der Vorteil des elektronischen Texts ist seine Aktualität und weltweite Verfügbarkeit über das Internet.
    Übereinstimmend mit Maryanne Wolf ist auch Walter Mosley, Autor von “Devil in a Blue Dress”, der Meinung, dass Lesen unser Denken und Wahrnehmen (Kognition) verändert: “Reading is one of the few experiences we have outside of relationships in which our cognitive abilities grow. And our cognitive abilities actually go backwards when we’re watching television or doing stuff on computers.”

    Noch stärker als Lesen wirkt Musik auf das Gehirn.
    Absolut sehenswert: Noten und Neuronen, der Schlüssel zum Musikgefühl (tinyurl.com/ylnxgud), gestern auf ARTE. Wiederholungen am 17.10. um 10:05 und am 4.11. um 3:00.

    PS: Cate, ich glaube Triple-A hat Recht mit der Partei der Nichtwähler: Bei 72,2% Wahlbeteiligung liegt die “Partei der Nichtwähler” mit 27,8% noch vor der CDU mit 24,4%. Die SPD kommt auf 16,6%.- Wer ist da noch Volkspartei? Am Wahlabend war Anne Will garantiert nicht die Einzige, die sich verrechnet hat.

    Antworten
    • 12. Oktober 2009, 18:26 Uhr, von Mafalda Gefällt einem Leser
      027.1

      Kennst Du, Walter, auch die enge Relation von Musik und Mathematik ? ;-))

      Antworten
      • 12. Oktober 2009, 19:15 Uhr, von Walter Gefällt 2 Lesern
        027.1.1

        Musik kann die Konzentration fördern oder behindern, Mafalda. Vielleicht hat Angela Merkel früher bei ihren Hausaufgaben nicht die richtige Musik gehört?

        Noch ein Glückwunsch: an Oliver E. Williamson und Elinor Ostrom zum Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften. Besonders aber an Ostrom für ihre Arbeiten zum Gemeinschaftseigentum- Sorge und Verantwortung. (cogs.indiana.edu/people/homepages/ostrom.html)

      • 12. Oktober 2009, 19:20 Uhr, von Mafalda Gefällt einem Leser
        027.1.2

        HAAAAAlllltttt stopp, näää, das war der falsche Button, Entschuldigung!!

      • 12. Oktober 2009, 20:55 Uhr, von Dowanda Gefällt 2 Lesern
        027.1.3

        Vor allen Dingen bei Bach.

    • 12. Oktober 2009, 19:27 Uhr, von Mafalda Gefällt einem Leser
      027.2

      Frau Ostrom warf ich schon früher mal hier in die Runde – jede Gemeinschaft weiß selbst, was für sie am besten ist war der Key. Fand ihn nun im Neuen so schnell nicht wieder.

      Was Musik und Mathematik angeht – guck eben mal nach Walter. Geht weit über Frau Merkel hinaus.

      Antworten
    • 12. Oktober 2009, 20:29 Uhr, von PP Gefällt 3 Lesern
      027.3

      “Noch stärker als Lesen wirkt Musik auf das Gehirn”

      Leider scheint das Wissen darum noch nicht bei allen angekommen zu sein oder warum gibt es so viele gut ausgebildete arbeitslose Musiktherapeuten und so wenig Stellen für sie? Es könnten viele damit aufgeweckt, angeregt oder in Bewegung gebracht werden.

      Antworten
    • 12. Oktober 2009, 21:14 Uhr, von Anja Gefällt 3 Lesern
      027.4

      Wo die Sprache aufhört, fängt die Musik an.
      E.T.A. Hoffmann

      Antworten
    • 13. Oktober 2009, 11:13 Uhr, von Cate
      027.5

      Walter, sie sprach aber von einer Fraktion. CDU/CSU ist z.B. eine Fraktion. Die CDU allein ist eine Partei. Ich habe extra nochmal nachgesehen und sie sagt FRAKTION. Das ist vollkommen korrekt.
      Ich bin oft gerne sehr genau, wenn andere es genau nehmen. ;o)

      Antworten
  28. 12. Oktober 2009, 18:20 Uhr, von Walter Gefällt einem Leser
    028

    Ein spekulativer Nachtrag:
    Das Modell einer Kulturflatrate ist auch plattformbezogen. Mit neuen multimediafähigen eBooks und auch den Apple Plattformen ePhone und iPodTouch sind Flatrate- Angebote, zum Beispiel in Form von Apps vorstellbar. (apple.com/de/iphone/apps-for-iphone/) Die Inhalte können nach dem Download z.B. über Mediencenter wiedergegeben werden.

    Glückwunsch für Kathrin Schmidt zum Deutschen Buchpreis: Du stirbst nicht

    Antworten
  29. 12. Oktober 2009, 22:17 Uhr, von Mafalda
    029
    Antworten
  30. 12. Oktober 2009, 22:22 Uhr, von Mafalda
    030

    Na, das sollte “Calixo -Crystal Frontiers” werden
    Die dies hören/sehen wollen…

    Antworten
    • 12. Oktober 2009, 22:52 Uhr, von Mafalda
      030.1

      “Calexico – Crystal Frontier” korrekt
      Qu´aprovechan.

      Ist nun nicht Mozart, Bach oder Haydn (die ich sehr schätze)… nou ja, guckt selbst ob´s Euch gefällt.

      Antworten
  31. 13. Oktober 2009, 15:03 Uhr, von Mafalda Gefällt einem Leser
    031

    Wie kommt es, daß die Hauptakteure des Wirtschaftsgeschehens (nicht zufällig auch Hauptabschöpfer öffentlicher Gelder in Form von Subventionen, Steuerzugeständnissen und (Lohn-)Kostenzuschüssen), diejenigen, die postulieren, der Markt sei das Gesetz des Handelns und staatliche Interventionen höchst unzuträglich, die Ersten sind, die ANSPRÜCHE auf Unterstützung an Staat und eine neue schwarz-gelbe Regierung stellen (so z.B. BDI und Arbeitgeberverband)?

    Werd zornig, das zu lesen. Das Opium für´s Volk: Familienförderung (ist geldlich gesehen und in der Relation billig), irgendwann mal den “Bauch” der Steuerprogression verflachen (ist geldlich gesehen ebenso billig). Bildung vertrüddelt sich zwischen Bund- und Länderbefugnissen und die guten Worte sind ebenso billig.

    Antworten
    • 13. Oktober 2009, 15:26 Uhr, von Mafalda
      031.1

      Ja, Walter, que bién, das “L” muß ein großes sein, danke schön.

      Gläserne Grenzen… nicht nur zwischen USA und Mexico. Nee, mitten drin in Deutschland.

      Antworten
  32. 13. Oktober 2009, 15:28 Uhr, von Walter Gefällt 3 Lesern
    032

    Die Koalitionsverhandlungen scheinen in ein Geschacher auszuarten.
    Die CDU entdeckt wieder ihre Nähe zur Wirtschaft und nimmt lieber den Arbeitnehmern das Geld ab als den Unternehme(r)n. Wenn dann noch überwiegend besser verdienende Familien entlastet werden und nicht alle Familien gleichmäßig oder die Geringverdienenden und Alleinerziehenden stärker, dann kann sie sich ihre soziale Gerechtigkeit an den Hut stecken.

    Antworten
    • 13. Oktober 2009, 15:35 Uhr, von Mafalda
      032.1

      Noch unglaublicher wird´s in den Ländern. Jamaica im Saarland und Rot-Schwarz in Thüringen? Weiter, immer weiter so? Auch im Hinblick auf den Bundesrat ziemlich prekäre Optionen für D-Land.

      Antworten
    • 13. Oktober 2009, 15:38 Uhr, von Mafalda Gefällt einem Leser
      032.2

      Ach, und was Wählervoten angeht dto. Lektionen…

      Antworten
  33. 13. Oktober 2009, 15:55 Uhr, von Dowanda Gefällt 2 Lesern
    033

    Ein guter Ansatz in den Koalitionsverhandlungen, wenn er denn weiterverfolgt wird, ist die Möglichkeit zur Zerschlagung von Grosskonzernen (Versorger,Banken etc.)
    http://tinyurl.com/yhxrqna

    Ich bin gespannt was dabei rauskommt. Ich unterstütze auch die These: Ein Unternehmen darf nie so gross werden, dass es gerettet werden muss … es sei denn, es ist gerade Wahlkampf.

    Antworten
  34. 13. Oktober 2009, 15:59 Uhr, von Dowanda Gefällt einem Leser
    034

    Ergänzend dazu ein Link aus der Schweiz, wo sich Mitte September eine überparteiliche Initiative vor die Presse wagte – mit dem zentralen, und wie ich finde,begrüssenswerten Anliegen, die Banken ab einer gewissen Grösse zur Raison zu zwingen. Z.B. durch strengere Eigenkapitalrichtlinien.
    http://tinyurl.com/ykax3w6

    Antworten
    • 13. Oktober 2009, 16:14 Uhr, von Mafalda
      034.1

      Lo siento, Dowanda, aber wenn Löwen antreten, einen Löwenbändiger einzustellen, bin ich ein wenig skeptisch. Nichtsdestotrotz – der WORTgehalt ist schon richtig… ;-)

      Antworten
      • 13. Oktober 2009, 16:16 Uhr, von Dowanda Gefällt einem Leser
        034.1.1

        Leider sind die Mäuse im Löwenfell wohl häufiger als die Löwen im Mäusefell.

    • 13. Oktober 2009, 16:31 Uhr, von Mafalda Gefällt einem Leser
      034.2

      Da hast Du recht. Im Weiternachdenken – wer sonst sollte denn damit beginnen. Politiker/innen? Na, die laufen dto an diversen Löwenleinen. Jemand wie ich? Ha, da lachen selbst die Hühner. Insofern wäre es vieleicht wirklich ein Experiment wert und ein Vertrauen dahingehend, daß die Löwen wissen, was es braucht, sie zu bändigen.

      MEIN Vetrauen reicht jedoch nur bis zum Ende der Leine :-))

      Antworten
  35. 13. Oktober 2009, 16:59 Uhr, von Mafalda Gefällt einem Leser
    035

    Könnte sein, wiederhole mich, doch passt erneut, wenn es um Löwen, Mäuse, Hühner… geht

    http://www.youtube.com/watch?v=EBBxnqm-wLg

    Antworten
  36. 13. Oktober 2009, 19:16 Uhr, von Ramona Gefällt 5 Lesern
    036

    Da setzen sich die Löwen auch noch selbst Läuse in den Pelz!
    Gemeint sind die Bundesbank und der Berliner Bad-Banker Sarrazin (SPD).
    http://tinyurl.com/yklxw5p

    Nur, darf Kritik an fehlenden Deutschkenntnissen oder zunehmender Abschottung nicht sein? Das sich Sarrazin hierbei im Ton vergriffen hat, ist natürlich unstrittig.
    Offiziell gilt die Integration in Deutschland als gelungen. Gibt es dann doch Probleme mit „Ehrenmorden“ oder Zwangsehen, dann wird eben ein “Integrationsgipfel” ins Leben gerufen.
    Umfragen zeigen, über die Hälfte der Bundesbürger gibt dem gescholtenen Provokateur recht. Das sagt viel über die Janusköpfigkeit unserer Debatten- und Politikkultur. Unbequeme Positionen sind schnell erklärtes Tabu. Denken darf man vielleicht sowas mal. Aber bitte nicht laut.

    Antworten
    • 13. Oktober 2009, 21:20 Uhr, von Dowanda Gefällt 4 Lesern
      036.1

      Ja, Sarrazin hat in seiner, ebenso entbehrlichen wie einmaligen, Art ein paar Dinge ausgesprochen, die in ihrer Überspitzung so nicht halten. Aber gleichzeitig auch Tatsachen benennen.
      Aus Sicht der Bundesbank kann ich die Kritik verstehen. Ich würde als Arbeitgeberin wohl auch nicht haben wollen, dass sich meine Mitarbeiter so sehr in den Medien zu themenfremden Angelegenheiten exponieren.

      Was allerdings die Reaktionen vieler Politiker, religiöser Kreise und sonstiger, sich zur Äusserung berufen fühlender, Personen angeht mache ich mir Sorgen um die Debattenkultur und den Respekt vor der freien Meinungsäusserung. Interessanterweise wird ja vor allem der Ton kritisiert, auf die Aussagen selber müht sich ja niemand einzugehen.

      Antworten
  37. 13. Oktober 2009, 19:31 Uhr, von Mafalda Gefällt einem Leser
    037

    Tsssaaasss, hab z.Zt. das Gefühl überall brechen die Dämme nach dem Bundestagswahlergebnis. Schlittenfahren nicht allein nach dem ersten Schnee im Fichtelgebirge.

    Sarrazin hat denselben Rhythmuspart wie Westerwelle, wenn es darum geht, sogenannte “Parasiten” zu trampeln. Gehört offenbar zum Initiationsritus zu den “Peers”.

    Antworten
    • 13. Oktober 2009, 21:24 Uhr, von Dowanda Gefällt 2 Lesern
      037.1

      Na na, Mafalda – jetzt schmeiss nicht gleich das Kind vom Schlitten. Ob im Erzgebirge oder hier in – morgen wohl verschneiten – Voralpen.
      Ich spendier Dir einen Glühwein, und noch einen dazu, während wir sicherlich spannende Zeiten zu beobachten haben. Ich schlage vor, wir schupfen das Kind erst vom Schlitten, wenn wir genauer wissen wohin die Fahrt geht ;-)

      Antworten
      • 13. Oktober 2009, 21:30 Uhr, von Dowanda Gefällt einem Leser
        037.1.1

        Oh, ich sehe gerade, das ich ins alemannische gerutscht bin. Für die, die es nicht kennen: schupfen = schubsen, stossen

      • 14. Oktober 2009, 8:27 Uhr, von Mafalda Gefällt einem Leser
        037.1.2

        Guten Morgen Dowanda (und überhaupt alle), hab mich wieder eingekriegt – den Glühwein nehm ich gerne an ;-). (Alemannisch versteh ich auch sehr gut, hab 2 Schwestern und eine gute Freundin in der Schweiz.) Ja, ich bin mal gespannt auf die Schlittenperfomances. Z.Zt. ist ja die FDP ganz furchtbar erschüttert über die “tatsächliche Finanzlage”.

  38. 13. Oktober 2009, 19:39 Uhr, von Mafalda Gefällt einem Leser
    038

    Bin sehr pampig heute: beider Sicht, Sarrazins wie Westerwelles (und noch einige mehr) zeugen sehr von segregierter Betrachtung . Das es KEINE gelungenen Integrationen gibt, ist unstrittig, doch diese Herren betonieren systematisch diesen Zustand, um ihn für ihre Zwecke zu instrumentalisieren.

    Antworten
    • 14. Oktober 2009, 8:19 Uhr, von Ramona Gefällt 4 Lesern
      038.1

      @Mafalda, hier die Sichtweise einer deutschen Muslimin, die viele Jahre in Berlin als Anwältin tätig war und aus Angst vor gewalttätigen Übergriffen ihre Kanzlei schließen musste.

      Die engagierte Berliner Frauenrechtlerin und Juristin Seyran Ates, äußert sich in eine Interview in der neuesten Ausgabe des Spiegel zum Thema wie folgt:
      „ Ich finde, die Äußerungen von Herrn Sarrazin sind auf den Punkt gebracht und richtig. Wir haben in unserer multikulturellen Gesellschaft große Probleme. Sie werden nicht von Menschen wie Herrn Sarrazin herbeigeredet“.
      Spiegel: Er hat also alles richtig gemacht?
      „Nein, es ist komplizierter. Herr Sarrazin ist Deutscher, und wenn ein Deutscher öffentlich und in herausgehobener Position von türkischen Menschen ohne ‚produktive Funktion’ spricht, kommt das hochgradig missverständlich an. Ich kenne Türken auf der Straße, die so sprechen, die dürfen das. Herr Sarazzin nicht. Egal, wie gut sein Text sonst war, egal ob ihn wirklich alle ganz gelesen haben, die sich gerade darüber ergießen. Aber wir Muslime müssen diese Diskussion anführen, es geht ja um uns.“

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      • 14. Oktober 2009, 8:44 Uhr, von Mafalda Gefällt einem Leser
        038.1.1

        Seyran Ates ist mir bekannt. Und ja, sie hat recht. Selbst hab ich mich auch mehr über die selbstgerechte Art und Weise des Herrn Sarrazin (oder auch Westerwelle in punkto Hartz- IV-Empfänger) aufgeregt, als über den Inhalt. So werden die Gegensätze eher verhärtet, als das Dialog stattfinden könnte.

        Nun wird Herr Sarrazin öffentlich demontiert von der Bundesbank. Auch das finde ich sehr bedenklich und zeugt eben nicht von Debattenkultur in dieser Vorstandsetage.

      • 14. Oktober 2009, 11:35 Uhr, von Mafalda Gefällt 2 Lesern
        038.1.2

        Habe gerade das komplette Interview gelesen zu ihrem neuen Buch “Der Islam braucht eine sexuelle Revolution”. Sehr interessant. Nicht zuletzt gegen Ende des Interviews :-)

  39. 14. Oktober 2009, 10:48 Uhr, von Maria Gefällt 3 Lesern
    039

    Mehr als die Hälfte aller Deutschen denken wie Sarrazin. Für seine freie Meinung über Integration von Ausländern muß er nun berufliche Konsequenzen tragen.
    Scheinbar darf man in der Sache Recht haben, sie aber nicht aussprechen, oder ?

    Antworten
  40. 14. Oktober 2009, 10:52 Uhr, von Noisa Gefällt 3 Lesern
    040

    Apropos Experten und Wirtschaft: Ich weiß allerdings auch nicht, wie Nicht-Banker, Nicht-BWLer, Nicht-Juristen Fondgeschäfte einer Bank wirksam beaufsichtigen wollen.
    allianzglobalinvestors.de/privatkunden/data/pdf/legal_docs/DE0009787044_HBE_DE_DE_30042009.pdf

    Das Posting finde ich dennoch gut… ;)

    Antworten
    • 14. Oktober 2009, 10:55 Uhr, von Noisa Gefällt einem Leser
      040.1

      “Fondsgeschäfte”

      Antworten
    • 14. Oktober 2009, 12:25 Uhr, von Dowanda Gefällt einem Leser
      040.2

      Viel mieser können die auch nicht arbeiten, wie es zum Teil gemacht wurde.
      Zum Thema Aufsicht, speziell der Hedge-Fonds, ein guter Artikel:
      http://tinyurl.com/yfmvsv8
      … noch dazu aus der FTD. Und die gelten ja nicht als wirtschaftsfeindlich :-)

      Antworten
      • 14. Oktober 2009, 13:01 Uhr, von Noisa Gefällt 4 Lesern
        040.2.1

        Ok, Investmentprodukte zu verstehen, durchleuchten zu können, ist schon eine große Kunst, @Dowanda. Und wie sollen dies fachlich nicht versierte Menschen tun? Es scheint so, als wenn die „Aufsicht“ bei Unternehmen mitunter den Charakter eines Aushängeschildes hat.

        Dann sind Unternehmensverflechtungen verworren. Nehmen wir „cominvest“. Es gibt die cominvest Asset Management GmbH, welche offenbar mit der Allianz Global Investors Kapitalgesellschaft mbH zusammen hängt, möglicherweise deren Tochter ist. Wie genau, geben die Webseiten nicht an. D.h., da müsste man sich schon die Mühe machen, ins elektronische Handelsregister zu schauen. Dann gab es vorher den Deal, bei welchem die Commerzbank AG die Dresdner Bank AG geschluckt hat. Bezahlen durfte das im Wesentlichen der Steuerzahler (!) über den SoFFin-Topf. Die, die Kohle mit Commerzbank und Co. machen, schweigen. Frau Meckel, ich würde gerne mal ein Posting lesen, bei welchem Sie sich mit der Commerzbank AG und den verbundenen Unternehmen befassen. Vielleicht könnte insoweit „über den Tellerrand geschaut“ werden. Wäre mal interessant.

      • 14. Oktober 2009, 14:45 Uhr, von Mafalda Gefällt einem Leser
        040.2.2

        Hmmm. Und das alles ist nicht wirklich neu. Lese gerade Spiegel Geschichte Nr.4 2009 “Geld”. Da schreibt Jan Friedmann über den holländischen Tulpenwahn von 1637. Paar Zitate:
        “Ein kleiner Kreis von findigen Züchtern befreidigte die anspruchsvolle Nachfrage mit immer neuen und prächtigeren Kreationen.”
        “Bald lockten die komfortablen Margen Quereinsteiger und Abenteurer ins Geschäft. Die Tulpe wurde zum Synonym für leicht verdientes Geld.”
        “Solchen Verheißungen erlagen immer mehr Menschen. Sie vernachlässigten ihre gelernten Berufe und verdingten sich fortan in den Gärtnereien als Tulpenhändler – oder vertrauten als Kleinanleger den Verheißungen der Edelzwiebel.”
        “Von 1635 an dealten die Spekulanten mit Tulpen-Derivaten, es gab Anteilsscheine auf Tulpen-Zwiebeln und handelbare Bezugsrechte.”
        “Die Preisexplosion verlockte zu Zwischengeschäften und Luftbuchungen: Floristen verkauften Tulpen, die sie nicht liefern konnten, an Käufer, die nie die Absicht hatten, diese Zwiebeln einzupflanzen.”
        “`Windhandel´ nannten die Chronisten diese Phase des Booms, doch die Flaute blieb so lange aus, wie immer neues Kapital in den Spekulationskreislauf floss. Die Katastrophe nahm am ersten Dienstag des Monats Februar im Jahr 1637 ihren Lauf: Bei einer Auktion im Schankkollegium in Haarlem konnte der Auktionator die geforderten Preise nicht erzielen und mußte Abschläge zugestehen. Diejenigen Investoren, die erst spät eingestiegen waren, fuhren nun plötzlich Verluste ein.”
        “Immer mehr Besitzer von Tulpenzwiebeln wollten schnell verkaufen, die Preise fielen ins Bodenlose.[...]die meisten Derivate waren mit einem Schlag völlig wertlos geworden.”
        “Die Städte bildeten Schlichtungskommissionen, die festlegten, dass alle offenstehenden Verpflichtungen durch Zahlung von 3,5% des ursprünglichen Kaufpreises abgegolten werden konnten. Diese Regelung ging zu Lasten der Züchter und sollte dazu dienen, ein Übergreifen der Krise auf andere Wirtschaftssektoren zu vermeiden.
        In ihrem Ablauf war der Tulpen-Wahn typisch für viele weitere Krisen: Auf die Phase der Insider, der Kenner und Liebhaber folgte der systematische Ausbau des gewinnträchtigen Sektors, dann das massenhafte Auftreten von Spekulanten mit undurchsichtigen Finanzprodukten und schließlich das Eintreten der Ordnungshüter nach dem Crash.”

        “Semper Augustus” hieß übrigens die Königin der Tulpen:”blau am Blütenboden, wo der schlanke Stiel ansetzte, nach oben übergehend in ein reines Weiß, aus dem blutrote Flammen zur Spitze hin züngelten.”

    • 14. Oktober 2009, 13:22 Uhr, von Ramona Gefällt einem Leser
      040.3

      @Noisa, Du hast auf den Schreibtisch geschrieben:-))))Sieht jedenfalls bei mir so aus!

      Antworten
      • 14. Oktober 2009, 13:42 Uhr, von Noisa Gefällt 2 Lesern
        040.3.1

        Hm, Ramona, wobei ich bemüht bin, höflich (@Lizzy) zu formulieren.

        Manchmal werde ich meinen Eindruck nicht los, als wenn Menschen, die ein gewisses Erfolgslevel als auch Finanzlevel erreicht haben, im System vorwiegend angepasst funktionieren. Wie sagte mir Anfang der Woche ein BWL-Student, ab einem gewissen Einkommensvolumen ließe sich jede(r) gerne verführen… Das mit netzwert und dem einzigen Web-Partner Google ist mir weiterhin ein Rätsel; alles scheint zweckorientiert zu sein. Wer weiß, das Blog hier vielleicht auch. Oh je, besser nicht weiterdenken… ;)

  41. 14. Oktober 2009, 14:02 Uhr, von Ramona Gefällt einem Leser
    041

    @Noisa, haben wir uns jetzt missverstanden? Ich wollte keine Kritik üben.
    Habe versucht Deinen Link unter 037 zu öffnen, geht aber nicht, weil er bei mir über das weiße Blatt, auf die grauen Fläche geschrieben ist.:-))

    Antworten
  42. 14. Oktober 2009, 14:15 Uhr, von Noisa
    042

    :))

    Antworten
  43. 14. Oktober 2009, 15:08 Uhr, von Lizzy
    043

    @Noisa, 13:42 Uhr, das ging nicht an Dich oder sonstwem hier im Blog, sondern an Herrn Sarrazin :).

    Antworten
  44. 14. Oktober 2009, 16:22 Uhr, von Siegmund Gefällt 4 Lesern
    044

    Was ist eigentlich dagegen einzuwenden, wenn jemand mit Obst- und Gemüsehandel seine Brötchen verdient. Wir haben viel zu wenig Beschäftigte, da ist mir doch jeder lieb, der Arbeit hat.

    Das Problem ist nicht, dass Sarrazin “entmachtet” wurde, sondern dass durch Parteienproporz Sachfremde überhaupt in solche Positionen kommen können.
    Bezeichnend ist, dass er keinen Beitrag zur Geldpolitik leisten konnte. Und das wäre eigentlich aufgrund der Finanzkrise dringend nötig gewesen. Solche Ersatzdebatten lenken nur ab.

    Antworten
  45. 15. Oktober 2009, 9:26 Uhr, von Fabian
    045

    Kurze Frage: Wer von Euch hat den ganz hervorragenden LI für 17 Euro gekauft, um das Sarrazin-Interview in Gänze zu lesen?

    Antworten
  46. 15. Oktober 2009, 9:32 Uhr, von Fabian Gefällt einem Leser
    046

    Noch eine Frage: Was ist aus unserer Umfrage geworden?

    Antworten
    • 15. Oktober 2009, 14:55 Uhr, von Miranda
      047.1

      oh habe rumgegoogelt und dort dass Interview nochmal nachgelesen, habe aber ansonsten mit dem Zöllibat nichts am Hut…hoffe da auf Nachsicht…

      Antworten
      • 15. Oktober 2009, 19:17 Uhr, von Mafalda
        047.1.1

        Mach Dir keine Sorge, bist unverdächtig ;-))
        Mir macht das “Simply the best”-Getue Kopfzerbrechen. Und dabei dann dieses recht billige Abtun von eben nicht Abiturieten/-innen. Und mal ehrlich, selbst DAS ist noch keine Eintrittskarte … ja, wofür?

      • 15. Oktober 2009, 19:20 Uhr, von Mafalda
        047.1.2

        und dann noch ein “n” zu vergeben :-)

  47. 15. Oktober 2009, 13:43 Uhr, von US Gefällt einem Leser
    048

    Einen wunderschönen Nachmittag, wünsch ich euch allen.
    Mal was anderes:

    Volker Pispers – Nobelpreis.

    http://www.wdr.de/radio/wdr2/westzeit/detail.phtml?id=493439

    Antworten
  48. 15. Oktober 2009, 14:46 Uhr, von Miranda
    049

    Ich freue mich morgen auf die Buchmesse, nehme mir den Nachmittag frei und bin froh eine Pressekarte zu haben

    Liebe Frau Meckel wenn sie zur Zeit in Frankfurt weilen empfehle ich ihnen ein wunderbares Restaurant

    http://www.schlemmerinfo.de/deu/hessen/darmstadt/frankfurt_main/kategorien/afrika/allgemein/11565/in

    am Deutschherrnufer in Sachsenhausen, es gibt gleich zwei Restaurants unmiitelbar nebeneinander, ich empfehle die Kellerbar…ein wunderschönes Restaurant mit afr.Live Musik, trad. Kaffeezeremonie, Weinkeller mit Probiertresen und wunderbarem Essen…
    und danach die Maintower Bar..

    .da sie ja New York auch lieben, ist die Bar im 54 Stock eine kleine Illusion den Blick von obhen am späten Abend zu geniessen…
    http://www.maintower-restaurant.de/cms/bar.php

    weil um die Messe herum ist es wirklich nicht schön, außer Jimmys Bar im Hesssichen Hof

    http://www.hessischer-hof.de/de/restaurant/restaurant/

    Antworten
  49. 15. Oktober 2009, 14:49 Uhr, von Miranda Gefällt einem Leser
    050

    was bedeutet in Moderation?

    Antworten


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