MM_Lorenz
Zu den Kommentaren
31. Oktober 2009, 16:29 Uhr, Geschrieben von Miriam Meckel

Wenn es im obersten Stock raucht …

zeit

In „Wissen“ beschäftigt sich die ZEIT in ihrer aktuellen Ausgabe einmal mit sich selbst und entwirft in einer ganzseitigen Infografik ein Verlaufsdiagramm der Entstehung einer Zeitung. „Die Woche im Pressehaus“ lautet die Überschrift, die schon nicht ganz stimmt, weil das, was gezeigt wird, eben nicht allein in Pressehaus geschieht. Und bei näherem Hinschauen stockt man bei der Darstellung des Herstellungsverlaufs an verschiedenen Stellen. Es mag daran liegen, dass grafische Illustrationen gelegentlich zur Vereinfachung verleiten. Es mag auch daran liegen, dass sie unfreiwillig etwas offenbaren, was in der gesprochenen Sprache gerne weggeredet wird.

Blick 1: Die ZEIT entsteht in auf verschiedenen Etagen des Pressehauses. In der obersten sitzt die Chefin vom Dienst, die das Blatt plant, und – siehe an – die Anzeigenabteilung. Sie aquiriert und erstellt den Anzeigenplan, der jedenfalls nach der Grafik der erste Schritt im Entstehungsprozess einer Zeitung überhaupt ist. Das ist ganz sicher nicht so (gemeint), aber es sieht so aus. Und perception is reality.

Blick 2: Die Hälfte der ganzseitige Grafik nimmt die physische Herstellung der Zeitung ein. Druck, Auslieferung, Vertrieb, Zustellung, Grossist und Kiosk. Das ist natürlich bei gedruckten Zeitungen so, nur dass wir leider nicht mehr im analogen Zeitalter leben. Was die Zeit im Internet macht, bleibt in dieser Grafik verborgen. Das passte wahrscheinlich einfach nicht auf die Seite. Ein Schelm wer Böses dabei denkt und glaubt, es gäbe bei der ZEIT noch immer Menschen, die meinen, einzig wahre Zeitung müsse gedruckt sein und deshalb können man alles Digitale getrost weglassen.

Blick 3: Offenbar hat die ZEIT die Redaktionskonferenz abgeschafft. Darüber hatte ich noch gar nichts gelesen, aber das liegt an mir. Jetzt schreibt der Reporter allein und auf sich gestellt seinen Text (dieser war dafür tatsächlich auch in der Welt, nämlich in einer Realitätsblase, die oben links über dem stilisierten Riesenrad des Hamburger Dom schwebt, ja, da kann einem schon schwindelig werden bei so vielen Umdrehungen der Wirklichkeit). Er tut das, ohne die Idee irgendwo präsentiert oder diskutiert zu haben. Und dieser Text wird dann vom Redakteur bearbeitet und vom Korrektor auf Rechtschreibung überprüft. Warum ich hierbei an ein Fließband und nicht an eine Redaktion denken muss, kann ich mir selbst nicht erklären.

Blick 4: Es gibt genau zwei Personen, die in dieser stilisierten Grafik als sie selbst zu erkennen sind. Die eine ist Angela Merkel, deren Bild fast den ganzen Platz der Titelseite über der Falz einnimmt. Damit sie dorthin kommt, hat sie in der zuvor beschriebenen Recherchesituation über den Spitzen Hamburgs „bla bla“ gesagt. Eine Grafik muss ja vereinfachen. Ich habe sehr geschmunzelt, als ich die kleine Figur recht oben auf dem Balkon der obersten Etage des Pressehauses gesehen habe. Sie steht dort auf einen Stock gestützt und raucht vor sich hin. Ohne Helmut Schmidt geht es in der ZEIT nicht.

Blick 5: Wer ist der Mann auf dem Bild, das im Zimmer des Chefredakteurs hängt. Er selbst? Oder soll das Marion Gräfin Dönhoff sein? Das kann man ja mal bei der Blattkritik klären. Die gibt es in der Grafik auch nicht, aber ich bin sicher: in Wirklichkeit schon.

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39 Reaktionen

  1. 31. Oktober 2009, 17:15 Uhr, von Noisa
    01

    Ein Versuch, um an Altem festzuhalten.

    Antworten
  2. 31. Oktober 2009, 17:16 Uhr, von Noisa
    02

    … erinnert mich an Quelle. Sorry! Die Grafik ist aber klasse!

    Antworten
  3. 31. Oktober 2009, 17:48 Uhr, von Mafalda Gefällt 27 Lesern
    03

    Hmmmm, Miriam Meckel. Es besteht nicht die Pflicht (jedenfalls versteh ich es so)alle 3 Tage irgend einen Laut zu geben. Lieber mehr Zeit und dafür substantieller. Verlegenheitspostings braucht es nicht.

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  4. 31. Oktober 2009, 18:05 Uhr, von Andreas Matthies Gefällt einem Leser
    04

    sehr amüsant!

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  5. 31. Oktober 2009, 18:33 Uhr, von Noisa Gefällt 10 Lesern
    05

    Ein paar Hintergründe zu der Zeitverlag Gerd Bucerius GmbH & Co. KG und den beiden Kommanditisten:
    http://meedia.de/nc/details/article/machtwechsel-in-der-familie-holtzbrinck_100018985.html

    Nach außen scheint die Zeit am auflagenstarken Printgeschäft festzuhalten. Im Hintergrund frickeln die Inhaber, die Kommanditisten, befassen sich durchaus mit neuen Geschäftsmodellen. Die Inhaber scheinen einen Schritt weiter zu sein. Die mit der Zeit verbundenen Mitarbeiter arbeiten – nach der Grafik jedenfalls – (noch) nach alten Mustern. Die Haftung der Zeitverlag Gerd Bucerius GmbH & Co. KG liegt bei der tempus Zeitverlag Geschäftsführergesellschaft mbH als Komplementärin, welcher die Geschäftsführung obliegt. Die Haftung ist beschränkt!

    Zu der „netten Grafik“ müsste es eine weitere geben, um besser verstehen zu können, wie das Zeitungsgeschäft funktioniert. Ich kann nicht malen… ;)

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  6. 31. Oktober 2009, 19:14 Uhr, von Sonja
    06

    nun ja, die ZEIT, die auf meinem Schreibtisch liegt, hat den Teil unterhalb der Falz jedenfalls auch durchlaufen. (Ich musste sie aus der Küche holen, weil die pdf sich nicht öffnen lässt. *g*)

    Auch für mich sieht es so aus, als ob die Blattplanung aus dem Anzeigenplan entsteht. (Und als ob der Reporter schreibt, bevor die Informationen beschafft werden, aber das soll in Wirklichkeit gleichzeitig passieren?)

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  7. 31. Oktober 2009, 20:01 Uhr, von Petra Gefällt 4 Lesern
    07

    Dieses Posting ist ein Déjà – Vu: wenn in Kinderbüchern vereinfachte Darstellungen (eigentlich ein tolle Art, Zusammenhänge verständlich darzustellen)abgebildet waren und es logische Brüche gab, dann hat meine Tochter diese garantiert gefunden. Es gibt Menschen, die haben einen Röntgenblick.

    Am schönsten finde ich das „Bla bla“ von Frau Merkel und auch Helmut Schmidt ist gelungen.

    Vielleicht war die Darstellung aber auch als Aufgabe an die Leser gedacht: „Hier sind … Fehler versteckt – wer findet alle?“. Und deshalb dieser MM-Beitrag…

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  8. 1. November 2009, 3:28 Uhr, von Regina Gefällt 6 Lesern
    08

    In Miriam Meckels Postings sind auch Rechtschreibfehler versteckt, in jedem mindestens zwei. Das macht aber nix, sind offensichtlich auch nur Flüchtigkeitsfehler. Würde mich trotzdem als Korrekturleserin anbieten.

    Antworten
    • 2. November 2009, 16:25 Uhr, von Arlette Gefällt einem Leser
      08.1

      Nö Regina, keine Flüchtigkeitsfehler, eher Absicht. Der Grafik angepasst!

      Antworten
      • 2. November 2009, 16:51 Uhr, von Regina Gefällt 2 Lesern
        08.1.1

        Ab und zu lese ich tatsächlich Korrektur -Texte aller Art – und würde ernsthaft meine Korrekturlesedienste anbieten (gegen ein kleines Honorar selbstverständlich). Aber ein paar kleine Fehlerchen im Text machen sich auch ganz nett.

  9. 1. November 2009, 7:37 Uhr, von Fabian Gefällt 6 Lesern
    09

    Klasse Posting!!! Solche schrägen Beobachtungen liebe ich ja.

    Antworten
  10. 1. November 2009, 11:13 Uhr, von Miranda
    010

    Dazu muss ich sagen, dass ich die Zeit eine großartige Zeitung finde, und dieses „gemachte Medienrevolution ( analog zu digital)ist langsam für mich als Them durch, gibt wirklich substantiellere Themen zurzeit….all dass ist wie ein Pendel, wir können nur mit dem Takt gehen und letzlich bleibt mir immer noch die Freiheit zu entscheiden ob ich mir für diesen Zirkus Eintrittskarten kaufe
    Muss jetzt gerade nochmal in einiger Sache posten, mein beitrag war 2 Tage in Moderation, da war dann schon wieder ein neues Posting…

    zur Lammert Kritik an die öffentlich rechtlichen:

    Verstehe ehrlich gesagt nicht die Aufregung darum, wenn es nur verschlüsselt gelaufen wäre, aber jeder der sich dafür interessiert hat konnte es schauen, und Phoenix ist ja ein öffentlich rechtliches Projekt

    Finde es eher bedenklich dass Politik den Sendern reinreden will, zumindestens konnte ich dass in 11 Jahren Hessischer Rundfunk beobachten, war zwar nur Zaungast aber nahe genug auf dem Gelände um mitzubekommen dass die Sendeanstalten der ARD unter Zwängen stehen und die politische Asurichtung der Landesregierung eine gewaltige Rolle spielt.
    Die Nähe von Dr. Helmut Reitze zur CDU finde ich absolut nicht in Ordnung,MP Koch hat indirekten Einfluss auf Berichterstattung.
    Jegliche Linksströmungen wurden ausgemerzt, so dass der HR, eh relativ am Schluss der Fahnenstange, von der ARD zu einem Service und Rentner Sender stilisiert worden ist.
    Erinnere an den mutigen Journalisten Eduard Erne der mit “Dienstag das starke Stück der Woche? wirklich probiert hatte den berechtigt kritischen Blick auf Roland Koch zu schärfen…man mag geteilter Meinung sein, die Rubrik in die Sendung einzuführen: A….. des Monats…aber ihn gleich rauszuwerfen fand ich ein Skandal…
    http://www.wildwechsel.de/artikel/input/2001/01/hr-skand.html

    Antworten
  11. 1. November 2009, 11:14 Uhr, von Miranda
    011
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  12. 1. November 2009, 11:57 Uhr, von Noisa Gefällt 5 Lesern
    012

    „Anzeigenabteilung akquiriert …“ …..
    „Die ZEIT gelangt auf drei Wegen zum Leser: Abonnenten bekommen sie mit der Post oder von einem lokalen Zeitungsboten, Einzelkäufer erhalten die Zeitung am Kiosk oder in Buchhandlungen an Bahnhöfen und Flughäfen.“ heißt es in der Grafik.

    Vielleicht sollte hier angemerkt werden, dass die vorbezeichneten Tätigkeiten in der Regel nicht von Mitarbeitern eines Zeitungsverlags, sondern von Subunternehmern ausgeführt werden, die ihre Mitarbeiter vorwiegend auf Provisionsbasis oder im Zustellerbereich zu Mini-Stundensätzen beschäftigen. Es wird outgesourct – möglicherweise in anderen Bereichen ebenso.

    Dass, was zwischen Anzeigenakquise und Zustellung im Zeitungsverlag passiert, entzieht sich meiner Kenntnis. Wie freie Mitarbeiter für ihre Leistungen vergütet werden, weiß ich nicht.

    Die ZEIT gefällt mir persönlich als Printmedium gut. Vielleicht hat eine Wochenzeitung, die oftmals kritisch zum politischen Zeitgeschehen berichtet, weiterhin gute Chancen am Markt. Der ganze Personenzauber bei der ZEIT interessiert mich allerdings nicht. Deshalb kann ich auch den „Blicken“ im Posting wenig abgewinnen.

    Antworten
  13. 1. November 2009, 12:35 Uhr, von Miranda Gefällt 3 Lesern
    013

    Auch einen schönen Sonntag, hier scheint ein wenig die Sonne…hoffe der November wird nicht allzu schlimm!!!

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  14. 1. November 2009, 14:25 Uhr, von Siegmund Gefällt 2 Lesern
    014

    Ich halte es für möglich, dass das gesamte Haus bald in einem Computer beheimatet ist. Bzw. in mehreren, die miteinander vernetzt sind.
    Es stimmt, es hat was idyllisches (was der Arbeitsalltag wohl nicht ist).
    Aber die Lebenswirklichkeit, die freie Journalisten bereits kennen -auf sich allein gestellt sein, alles selber zu machen- könnte den ganzen Produktionsprozess miteinbeziehen.
    D. h. die grafische Umgebung könnte ähnlich wie in einem Blog vorgegeben sein. Ausgewählte Benutzer, die ZEIT-Journalisten- könnten mit Passwort ihren Artikel online stellen, der vor der Freigabe wiederum vom zuständigen Redakteur geprüft wird.
    Bliebe nur noch die Verwaltung, die aber in einem kleineren Häuschen Platz hätte. Oder auch „geoutsourced“ bzw. per Auftrag vergeben wird.
    D. h. das gesamte Unternehmen und dessen Produktionsprozess könnte dezentralisiert und virtualisiert werden.

    Antworten
    • 2. November 2009, 18:48 Uhr, von PhilDieker
      014.1

      Die von Ihnen beschriebene Vorgehensweise ist längst Realität.
      Wöchentliche Frauenzeitschriften und Yellows werden zu weiten Teilen in festen Gestaltungsrastern von vernetzten Schreibern erstellt. Bildredakteure und Layouter sind nur noch sekundär beteiligt und nötig.
      Die lästigen Arbeiten wie Bildbearbeitung und Reproduktion werden (auch vernetzt) in fernöstliche Sweatshops ausgelagert.
      Gedruckt wird im EU-Ausland.

      Antworten
  15. 1. November 2009, 14:34 Uhr, von Walter Gefällt 3 Lesern
    015

    München und Hamburg: Verlage am Wendepunkt?
    Die Elektronikbranche sieht auf der ifa 2009 die Zukunft in der Gegenwart und wechselt das Paradigma. (zvei.org/index.php?id=medienpolitik_ifa)
    Die Nachricht in der Süddeutschen zeigt das Dilemma (sueddeutsche.de/x5q38K/3122221/Altes-Modell.html): „Wir diskutieren hier dasselbe seit 1999.“ Dabei sei „das Digitale“ die Zukunft. „Auch wer mit geschlossenen Augen herumläuft, wird irgendwann vor die Wand der Fakten laufen.“
    Danke für die klaren Worte gegen die „herr“schende Meinung auf dem Podium, es war mir eine Freude dies zu lesen.

    Helmut Schmidt und die ZEIT symbolisieren in der Kombination Ironie und Dialektik. Er passt gut auf den Balkon, auch im Rollstuhl. Möge er uns mit seinem kritischen Rationalismus und seiner gelegentlich schonungslosen Offenheit noch eine Weile erhalten bleiben. Marion Dönhoff, die Gräfin, hat in ihrem Leben auch einen dramatischen Wechsel vollzogen, vom ländlichen Ostpreußen ins weltoffene Hamburg. Der klare Blick und die Freiheit des waren ihr ein Anliegen. Davon können sich die Redakteure bei der ZEIT und anderswo eine dicke Scheibe abschneiden.

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  16. 1. November 2009, 14:49 Uhr, von Walter Gefällt einem Leser
    016

    Freiheit des Denkens…

    Antworten
  17. 1. November 2009, 14:56 Uhr, von Walter
    017
    Antworten
  18. 1. November 2009, 17:15 Uhr, von Ramona Gefällt 13 Lesern
    018

    Schöne Grafik. Aber wer glaubt, dass sich Helmut Schmidt zum Rauchen auf den Balkon verbannen lässt?:-))

    Antworten
  19. 1. November 2009, 20:02 Uhr, von Lilo Gefällt einem Leser
    019

    Helmut Schmidt im Rollstuhl?
    Das ist der andere Helmut, der neulich im Rollstuhl aufgetaucht ist.
    Helmut Schmidt möge noch lange rauchen, auf seinen Stock gestützt, drinnen oder draußen. Vielleicht hat er mal frische Luft brauchen können, wenn drinnen die Köpfe der anderen rauchen.

    Antworten
  20. 1. November 2009, 20:27 Uhr, von Yolande Langendijk
    020

    O.T.: Hallo PP, Mafalda, u.A. Nochmal uber die Petition von eliant.eu/new/dementi/ : Hatte ich gelesen; Die arbeiten gerne ‘vor’ etwas. Im Konsequenz heißt dass schon sie wollen dieses Codex Alimentarius so geändert sehen dass Naturprodukten im Markt legal bleiben. Darum geht es doch?! Naja, wenigstens für mich die Grund zu zeichnen. Nochmal die link zur Petition: http://www.eliant.eu/new/lang/en/?p=4 Etwas Besseres für dieses ziel könnte ich ins Net nicht finden.
    Freundlichen Grüßen,

    Antworten
  21. 1. November 2009, 21:26 Uhr, von Walter Gefällt einem Leser
    021

    Die Substanz zum Posting: MM über Redaktionsmanagement. Wie gesagt: “Wir diskutieren hier dasselbe seit 1999.?

    Antworten
  22. 2. November 2009, 10:57 Uhr, von Klaus
    022

    „Und perception is reality.“
    Schick, man kann auch Englisch!

    Antworten
  23. 2. November 2009, 11:55 Uhr, von Stefan
    023

    „Ein Schelm wer Böses dabei denkt und glaubt, es gäbe bei der ZEIT noch immer Menschen, die meinen, einzig wahre Zeitung müsse gedruckt sein und deshalb können man alles Digitale getrost weglassen.“ das der, so weit ich weiss, einzigen Zeitung vor zu werfen die alles was gedruckt wird meist sogar eher online hat und zwar kostenlos, ist nunja…..

    Antworten
  24. 2. November 2009, 12:04 Uhr, von Günter Gefällt einem Leser
    024

    Auf dem Bild, das soll Dönhoff sein, habe ich mir sagen lassen. Und im Übrigens kann man noch viel mehr Leute wiedererkennen – wenn man sie kennt.

    Antworten
  25. 2. November 2009, 13:04 Uhr, von Wie die ZEIT entsteht | killefit.net
    025

    […] aber online ist die “Woche im Pressehaus” ebenfalls unter zu betrachten. Miriam Meckel hat aber ein paar Dinge daran auszusetzen. Geschrieben von Rouven. Veröffentlicht am Montag, 2. November 2009 um 14:04. Abgelegt unter […]

    Antworten
  26. 2. November 2009, 15:29 Uhr, von El_Lutzo
    026

    Ist jemandem schon mal aufgefallen, dass in der Grafik der Mitarbeiter in der Grafikabteilung vor einem anderen Bildschirm sitzt als der Rest der Mannschaft?

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  27. 2. November 2009, 19:02 Uhr, von Sascha
    027

    Eine Bildbearbeitung die Fotos „retuschiert“ wäre journalistisch diskussionswürdig.

    Antworten
  28. 2. November 2009, 20:44 Uhr, von Peter
    028

    Zu Blick 1: Soweit ich weiß, wird eine Zeitung physisch sehr wohl um die Anzeigen herum konstruiert, die bis zum Anzeigenschluß aKquiriert werden konnten. Insofern ist das tatsächlich „der erste Schritt“. Das schließt ja nicht aus, daß bestimmte Themen oder Artikel terminlich feststehen und lange vorgeplant sind. Aber material reality is truth.

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  29. 3. November 2009, 9:43 Uhr, von Mehrhits
    029

    Verdeutlichen ist gut, vereinfachen nicht. Eine Zeitungsproduktion, selbst wenn es „nur“ eine Wochenzeitung mit einer einzigen Ausgabe ist, ist 100mal komplexer, als es diese „Graphik“ im Simpson-Design zeigt. Wollen die Zeit-Macher wirklich so gesehen werden? Sollten Zeitungsmacher so dargestellt werden? Das ist doch Kindergarten!

    Die Zeit hat jede Woche viele gute – manchmal sogar exzellente – Stücke zu bieten. DAS macht die Zeitung aus, nicht die Freigabe durch den Chef vom Dienst. Wenn ich erklären will, wie eine Zeitung entsteht, muss ich ein Making-off einer exzellenten (Enthüllungs-)Story aufzeigen! Aber doch nicht, wie eine Zeitung gedruckt und verteilt wird. Was ist daran erkenntnisbringend??? Und wenn bei der Zeit auch an Bildern „retuschiert“ wird, wie glaubwürdig mache ich mich dann?

    Kleine Neben-Bemerkung: Giovanni sitzt im 5. Stock im Pressehaus, das ist (fast) ganz oben.

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