
Das Eis an den Fensterscheiben taute,
Und der Tannenbaum schaute
Durchs Fenster die Linde
Da draußen, kahl und beschneit
Mit ihrer geborstenen Rinde.
Da dachte er an verflossene Zeit
Und an eine andere Linde,
Die am Waldesrand einst neben ihm stand,
Sie hatten in guten und schlechten Tagen
Einander immer so lieb gehabt.
Dann wurde die Tanne abgeschlagen,
Zusammengebunden und fortgetragen.
Die Linde, die Freundin, die ließ man stehn.
Auf Wiedersehn! Auf Wiedersehn!
So hatte sie damals gewinkt noch zuletzt. -
Ja daran dachte der Weihnachtsbaum jetzt,
Und keiner sah es, wie traurig dann
Ein Tröpfchen Harz, eine stille Träne,
Aus seinem Stamme zu Boden rann.
Was du als wichtig empfunden,
Das sage und zeige,
Oder schweige.
Wahr ist der Würdige oder stumm.
Immer bleibt, wem der Schein genügt,
Wessen Zunge das Herz belügt,
Feig und falsch oder dumm.
Joachim Ringelnatz: Sämtliche Gedichte.
Zürich: Diogenes, 1994.






(Wir) Deutschen sind ein gemeingefährliches Volk: Sie ziehen unerwartet ein Gedicht aus der Tasche und beginnen ein Gespräch über Philosophie.
Heinrich Heine
Dies gilt auch nach den Nullerjahren, die vor mehr als zehn Jahren von David Wales und Wired so angekündigt wurden. (wired.com/culture/lifestyle/news/1999/11/32769)
Hier eine Stoffsammlung im Stil von twitter: thenoughtiespage.com
Daher mein Tipp: Mit einem Gedicht- in diesem Fall auch zweien- in der Tasche und Gedanken dazu – und über alles sonst noch Mögliche- im Kopf werden wir auch ab übermorgen nicht aufgeschmissen sein.
“Abschied und Auf Wiedersehen” – bin nicht allein in der Räuhnächte-ZwischenZEIT sondern auch im UmzugszwischenRAUM. Ab nächste Woche neuer Job im Saarland, da wo ich geboren wurde, nachdem ich mich 15 Jahre in verschiedenen Ländern (Spanien, Niederlande) und Städt(ch)en “rumgetrieben” habe. Samstag ist U-Day :-)und ich bin nicht mehr ganz hier doch auch noch nicht dort.
Ich wünsch Dir einen ganz guten Einstand! Du kriegst das schon hin, hast ja ein helles und vor allem offenes Köpfchen bzw. Herzchen.
Danke schön! Ich freu mich auch schon sehr auf die neue Herausforderung. Stadtteilarbeit, d.h. quer durch alle “Altersklassen” und sozialen Gemengelagen. Netzwerken, gestalten, bewegen oder auch mal gut SEIN lassen … :-))
Also fast wie bei mir, nur das ich mich nicht rausbewege ;-)
Ma, soooo unbewegt erscheint mir Deine Arbeit nicht, geschweige denn Du :-))
Du klingst zwar nach Umzugsprofi, vielleicht ist auch dein liebstes Hobby Handwerkeln. Sollten trotzdem irgendwelche technischen Fragen offen bleiben nach dem Einzug ins neue Heim, z.B. beim Anbringen von Regalen oder Lampen, kannst du gerne fragen. (Ich meine solche Dinge wie: welchen Bohrer nehme ich für welches Material, wie groß muss der Dübel sein, wie lang die dazu passende Schraube, wie bekomme ich ein Loch in Fliesen usw.) Viel Glück und viel Kraft für die nächsten Tage
Vielen Dank @PP! Die Fliesenfrage könnte tatsächlich aufkommen.Vamos a ver… :-)
Buon trasloco, vedrai che andrà tutto bene ;) besos.
@ Dowanda & alle, die denken, Weihnachten wäre vorüber.
Auch jetzt noch ist es angebracht, frohe Weihnachten zu wünschen. Auch die “Heiligen Drei Könige” (6. 1.) , Feiertag z. B. in Baden-Württemberg, zählt noch zu Weihnachten.
Mit diesem Tag fängt in Russland Weihnachten gerade erst an. Die Russisch-Orthodoxen feiern sogar bis zum 18. Januar.
Mindestens bis zum 6. 1. einschließlich ist hierzulande Weihnachten. Bs dahin sollte man auch den Weihnachtsbaum stehen lassen.
Eine gute Tradition ist es auch, anschließend die ausrangierten Weihnachtsbäume von Elefanten verspeisen zu lassen.
Denen schmeckt das und viele Zoos geben den Dickhäutern die nadeligen Leckerlies.
In Spanien ist der 6.Januar überhaupt erst der Tag für die Geschenke.
Na na na … ich hab sogar noch meinen Adventskranz am Tisch und ansonsten halte ich es, solange es der Baum mitmacht, mit Fabian: An Lichtmesse ist Ende. Vorher nicht! :-)
Fasnacht ist mir ohnehin wurscht … Darf man das im Blog einer Kölnerin ungestraft sagen!?!?!??
Für uns endet die Weihnachtszeit selbstverständlich erst Mariä Lichtmess! Aber unser Baum macht leider schon schlapp, immer diese Billigware aus dem Sauerland…
Ich habe/hatte hier ein Patenhaus, das ich bei Abwesenheit der Bewohner hütete samt Tierversorgung (Karnickel, Gänse, Enten/Hühner, Ziegen und ein hochbetagtes Pony). Dort ist auch erst bei Lichtmess Ende für den Weihnachtsbaum (ca.3m bis zur Decke der hier üblichen Däle; frisch geschlagen und über die Zeit regelmäßig gewässert). Dieser wird dann Ziegendelikatesse. Die fressen Rinde und Nadeln, bis wirklich nur noch das “Gerippe” da ist. Das wird dann beim ortsüblichen Osterfeuer verbrannt.
Meine Nordmanntanne ist großartig, nadelt nicht riecht gut und hat nur 23 € gekostet!!!und für mich ist noch Weihnachten!!!