MM_Curie
10. Dezember 2009, 0:04 Uhr, Geschrieben von Miriam Meckel

Advent (10) Zivilisation

DSC00730 Wofür leben, wenn es nichts Lebenswertes mehr gibt? Wofür weitergehen, wenn es kein Ziel mehr gibt? Worauf hoffen, wenn es keine Hoffnung mehr gibt? Woran glauben, wenn alle Illusionen zerstört sind? Wofür kämpfen, wenn man längst verloren ist? Auf keine dieser Fragen gibt Cormac McCarthy eine Antwort, selbst wenn wir ihm über 250 Seiten folgen auf einem steinigen, harten und schrecklichen Weg, auf dem er den Vater mit seinem Sohn immer ... weiterlesen...

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8. Dezember 2009, 21:53 Uhr, Geschrieben von Miriam Meckel

Advent (9) Vergessen

small world „Ein Test?“ „Eine Art Bestandsaufnahme.“ „Schießen Sie los.“ „Welcher Wochentag ist heute?“ „Keine Ahnung. Dienstag?“ „Donnerstag.“ Dr. Wirth machte ein Kreuz auf seinem Fragebogen. „Neunzehnhundertwieviel?“ „Dreiundsiebzig?“ Dr. Wirth machte sein Kreuz. „Welche Jahreszeit?“ „Dreiundneunzig, wollte ich sagen.“ „Wie sind bei der Jahreszeit.“ „Sechsundneunzig? Ich weiß doch, welches Jahr wir schreiben.“ „Ist es Frühling, Sommer, Herbst oder Winter?“ „Schauen Sie doch raus! Winter.“ „Welcher Monat?“ „Dezember. Nein, Januar. Ich bleibe bei Januar.“ „Den wievielten?“ „Nächste Frage.“ „Wo sind wir hier?“ „Im Spital.“ „In welchem Stockwerk?“ „Ich war bewusstlos, als man ... weiterlesen...

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8. Dezember 2009, 9:01 Uhr, Geschrieben von Miriam Meckel

Advent (8) Gemeinschaft

DSC02036 Manche Kinderbücher können Lebensweisheiten besser auf den Punkt bringen als ein mehrere hundert Seiten starker Roman oder eine politische Debatte unter Experten. Ich kenne – auch bei langem Nachdenken – kaum etwas, das gesellschaftlich ebenso intensiv und kontrovers diskutiert wird, wie die Begriffe „Solidarität“ oder „Gemeinschaft“. Sie werden gedreht und gewendet, als Konzepte entworfen und hinterfragt. Wir machen uns daran, sie zeitgemäß zu interpretieren und wiederum als unzeitgemäß zu verwerfen. Versuchen wir es ... weiterlesen...

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7. Dezember 2009, 7:36 Uhr, Geschrieben von Miriam Meckel

Advent (7) Weltbewegung

auster Kann es sein, dass man eine literarische Figur erfindet und sie auf die Reise in die Welt schickt, eine Pistole in der Tasche und mit dem Auftrag versehen, die Person aus der Welt zu schaffen, die sie in die Welt hineingebracht hat? Irrwitze Vorstellung. Aber es geht. Wie das geht, lesen wir in einem der schönsten und düstersten Bücher Paul Austers. „Der Mann im Dunkel“ ist vielleicht der Erzähler, wie er mit ... weiterlesen...

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6. Dezember 2009, 10:23 Uhr, Geschrieben von Miriam Meckel

Advent (6) Medienwandel

Miriam_Meckel2 Ums Buch ist mir nicht bange. Das Buch hält sich noch lange. Man kann es bei sich tragen und überall aufschlagen. Sofort und ohne Warten kann dann das Lesen starten. Im Sitzen, Liegen, Knien, ganz ohne Batterien. Beim Fliegen, Fahren, Gehen - ein Buch bleibt niemals stehen. Beim Essen, Kochen, Würzen - ein Buch kann nicht abstürzen. Die meisten andren Medien tun sich von selbst erledigen. Kaum sind sie eingeschaltet, heißts schon: Die sind veraltet! Und nicht mehr kompatibel - marsch in den Abfallkübel zu Bändern, Filmen, Platten, die wir ... weiterlesen...

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