MM_Lorenz
Zu den Kommentaren
18. Januar 2010, 17:52 Uhr, Geschrieben von Miriam Meckel

Gefangen in der Echokammer

obama-hope

Das Beispiel Obama zeigt: das Internet ist ein überzeugendes Wahlkampfinstrument, für die reale Politik aber birgt das Probleme.

Nun wird Barack Obama sein erstes Jahr im Amt des US-Präsidenten vollenden. Zeitlich gesehen. Eine Bilanz dieses ersten Amtsjahrs legt derzeit keinem noch so wohlwollenden Beobachter den Begriff der Vollendung nahe. Das ist nach dem „alles ist möglich“-Gefühl  des Wahlkampfs („yes we can“) ziemlich überraschend und auch politisch betrachtet ein Rätsel. Wie kann es sein, dass ein triumphal gewählter Präsident, der 53 Prozent aller Stimmen erhalten hat, dessen Partei zudem über die Mehrheit in beiden Häusern des Kongresses verfügt, bislang keine seiner Versprechen wirklich durchsetzen konnte? Erklären lässt sich dieses Phänomen durch die Lücke zwischen Erwartung und Erfüllung, mit der Obama seit Amtsantritt zu kämpfen hat und die mit der Art des von ihm erfolgreich geführten Wahlkampfes zusammenhängt.

Mit einer bisher nie gesehenen Virtuosität gelang es dem Team Obama, Millionen von Amerikanern das Gefühl zu vermitteln, in direktem Kontakt mit dem Kandidaten (oder auch seiner Frau Michelle) zu stehen. Über tägliche Emails und Kurzmitteilungen wurden „persönliche“ Kommunikations­beziehungen zwischen Präsidentschaftsanwärter respektive Kampagnenführung und potentiellen Wählern aufgebaut. Webseiten wurden intensiv gepflegt und täglich aktualisiert, zahlreiche Blogs und Chatrooms genutzt, um virtuelle Gemeinschaften (Communities) zu bilden, die wiederum die Kampagne mit Spenden versorgten und als Mobilisierungshelfer im Wahlkampf agierten. Neben Obamas Internetmaschinerie sah McCain mit seiner Kampagne nicht nur altmodisch, sondern ziemlich anachronistisch aus.

Ohne Zweifel ermöglichen es die neuen Kommunikationsformen, sehr viele Menschen auf extrem billige Art und Weise zu erreichen. So kostete es die Obama Kampagne durchschnittlich 1,56 US-Dollar, einen potentiellen Wähler über SMS kostengünstig und zielgerichtet zu mobilisieren. Mit Hochleistungsrechnern lässt sich dann eine bisher unvorstellbare Menge an Feedback-Daten über die Bürger sammeln und auswerten und somit die Wählerschaft in Gruppen mit ähnlichen Eigenschaften oder Interessen segmentieren. Data-Mining nennt sich dieses professionelle Datenmanagement, das alle vorhandenen Informationen von Personen sammelt und vergleicht, um dann Cluster von Menschen zu bilden, die ähnliche Interessen, einen ähnlichen sozialen Status oder kompatible politische Vorlieben haben.

Im Wahlkampf ist diese Fähigkeit der Datenaggregation und -segmentierung für die Zielgruppenansprache wichtig. Wird eine Botschaft auf Wahlplakaten oder durch Postwurfsendungen vermittelt, dann muss sie allgemein gehalten sein, da sie sich an ein breites Publikum richtet. Lässt sich dieses Publikum, die Öffentlichkeit, aber segmentieren, dann kann der Kandidat oder die Partei sehr gezielt eine spezifische Botschaft an eine spezifische Gruppe vermitteln und dies ganz persönlich per Email oder SMS.

Die Obama-Kampagne hat potenzielle Wählerinnen und Wähler nach Alter, Geschlecht, Rasse und ethnischer Zugehörigkeit, nach Wohnort, Familienstand, Einkommen und Bildungsstatus und nach Wahlverhalten (Erstwähler, politisch Desinteressierte, politische Gegner oder Unterstützer) segmentiert und ihre Kommunikationsstrategien jeweils exakt auf die einzelnen Cluster ausgerichtet. Junge Menschen und Erstwähler wurden besonders über SMS und spezielle Facebookgruppen angesprochen. Während der Primaries wurden in Texas, Ohio, Pennsylvania geographisch und in ihren Botschaften zugeschnittene Anzeigen auf den Nachrichtenportalen im Web geschaltet. Für die Schwarzen kommunizierte das Obama Team mit fokussierten Botschaften über die Internetplattform „Blackplanet.com“. So wurde dort beispielsweise ein Video aufgeschaltet, das Obama beim Besuch eines Barbershops in South Carolina zeigte.

So haben die Gewerkschafter nicht dieselbe Email erhalten wie die schwarze Familienmutter, die texanische Krankenschwester, die Schwulen, oder die Latinos. Aus dem politischen Resonanzraum, der einst politische Öffentlichkeit hieß, ist eine Ansammlung von zielgruppenspezifischen „Echo-Kammern“ geworden. Die beschreibt der Harvard-Professor Cass Sunstein in seinem Buch „Republic 2.0“ als große Gefahr des Internet. Sunstein beobachtet, dass Menschen im Internet nur noch mit solchen Menschen sprechen oder ihnen zuhören, die sie für Gleichgesinnte halten, und sieht das als Gefahr für die politische Kommunikation. Auch Bürger neigten dazu, sich immer mehr in „Informations-Kokons“ einzuweben und im Netz nur die „Echo-Kammern“ ihrer eigenen Meinung zu suchen.

Was im Wahlkampf das Erfolgsrezept der Obama Kampagne war, scheint in der realen Politik zum Stolperstein für den US-Präsidenten zu werden. Warum funktioniert seine Internet-Maschinerie heute nicht mehr vergleichbar? Warum gelingt es dem Präsidenten nicht, seine Mehrheit zu aktivieren, um Druck auf den Kongress auszuüben? Warum schafft es das Regierungsteam Obama nicht, auch in der öffentlichen Meinung stärker Punkte für den Präsidenten zu machen und kritischen bis demagogischen Medienaktivisten, wie Rush Limbaugh, etwas entgegenzusetzen? Ist es möglich, dass wir zu schnell mit dem positiven Urteil über die demokratischen Möglichkeiten der neuen Medien waren?

Reale Politik verlangt oft die große Kompromisslinie, der sich Spezialwünsche und Gruppeninteressen unterordnen müssen. Im Wahlkampf hat das Obama-Team die „Echo-Kammern“ der potentiellen Unterstützer und Wähler genial beschallt, konsequent und konsistent die „Information-Kokons“ gesponnen, in denen sich viele Communities bestens aufgehoben fanden. So sind die Erwartungen ins Unermessliche gewachsen, dieser Präsident werde, erst einmal im Amt, in gleicher Konsequenz auch alle politischen Versprechungen umsetzen. Das ist als Wunschdenken verständlich, als politisches Programm leider unrealistisch.

Der Schritt vom Versprechen zum Halten ist also ungleich schwerer und verlangt Mehrheiten für konkrete politische Lösungen. Im Wahlkampf haben die vielen Versprechen unterschiedlicher Lösungen insgesamt auf den Kandidaten Obama eingezahlt. In der realen Politik klappt das nicht mehr. Obama muss Erwartungsmanagement betreiben und in seiner Kommunikation die Vielzahl von Zielgruppen des Wahlkampfs wieder in einer politischen Öffentlichkeit zusammenführen. Eine Ansammlung von Zielgruppen ist in der Tagespolitik nicht gleich politische Mehrheit. Und eine Politik der Einzelinteressen ist nicht unbedingt in der Lage, das Gemeinwohl zu erfassen, geschweige denn es zu fördern. Nach den Spaltungen der Bush-Jahre wollten viele US-Amerikaner an eine Zeit der Einigkeit glauben. Das hat es Obama leicht gemacht, an die vielen frustrierten Erwartungen mit neuen Versprechen anzuknüpfen. Und die zielgruppenspezifische Ansprache hat die Adressaten verführt, an Obamas Versprechen zu glauben. Als Präsident muss er Politik als Kunst des Möglichen begreifen. Dazu gehört der allgemein tragfähige Kompromiss, der in der politischen Öffentlichkeit gefunden und diskutiert wird und der – wie die Beispiele des ersten Amtsjahres zeigen – oft schwer zu finden ist. Gelingt dieser Kompromiss Obama nicht, bleibt seine Präsidentschaft politisch das, was auch sein Wahlkampf war: virtuell.

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37 Reaktionen

  1. 18. Januar 2010, 19:13 Uhr, von Steffi Gefällt 5 Lesern
    01

    Ein ausgezeichneter und sehr analytischer Artikel. Vielen herzlichen Dank!
    In der SZ Ausgabe vom Wochende und in der F.A.S waren ebenfalls Artikel über Obama zu lesen. Ihr Artikel, liebe MM, war und ist der Beste!

    Antworten
  2. 18. Januar 2010, 19:42 Uhr, von Dunja Nipp Gefällt 4 Lesern
    02

    That’s life! :-)

    Antworten
  3. 18. Januar 2010, 21:01 Uhr, von Nicole
    03

    http://my.barackobama.com/page/content/mavolunteer/

    …knocking on doors, call, tweet, email, text, talk to your neighbours, sharing your time and your ideas…to support!

    Wahnsinn!!! Bisher haben unsere Politiker es noch nicht soweit gebracht… =)

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  4. 18. Januar 2010, 21:20 Uhr, von na ich Gefällt 3 Lesern
    04

    @mm
    ist politik nicht immer als kunst des möglichen zu begreifen? dieses phänomen beschränkt sich nicht nur auf obama, oder?

    außerdem glaube ich, dass obama grundsätzlich der kompromiss in irgendeiner form gelingt oder gelingen wird/kann.

    jedoch ist es doch schon sehr erstaunlich, dass es obama und seinem team nicht zu gelingen scheint, eine öffentliche diskussion darüber anzufachen, dass politische entscheidungen in einer demokratie eben auch demokratisch entschieden werden müssen.

    es ist doch schon fast seltsam, dass ein geübtes und erfahrenes team, das aufeinander eingespielt ist, plötzlich in einem kommunikations-und handlungsvakuum zu sitzen scheint.*

    sicherlich ist es eine herausforderung, issues so differenziert wir nötig und so simpel wie möglich zu kommunizieren, damit das interesse vieler menschen auf gleiche themen gelenkt und die lust an der auseinandersetzung geweckt werden kann.

    jedoch dürfte dies für das team obamas relativ einfach sein. davon bin ich überzeugt. das ist ja schon fast wieder mehr „tagesgeschäft“, als die wahlkampagne selber (mit ihrem relativ hohen anteil an novitäten – siehe details hierzu u. a. bei moorstedt http://www.perlentaucher.de/buch/30660.html …)

    mir stellt sich jedoch die frage, WARUM auf kommunkativer ebene nicht viel passiert. fraglich ist doch gerade, warum die kommunikation anstatt in der gewohnten qualität in einer, vergelichbar, sehr viel geringeren qualität von statten geht.

    ist es so, weil obama doch noch für überraschungen gut ist? weniger in kommunikativer hinsicht, als in agierender und entscheidender hinsicht (also, im fällen von politischen entscheidungen, die für manchen überraschend ausfallen könnten – sei es in negativer oder in positiver hinsicht).

    ist es so, weil er seinen politischen gegnern (die zahlreich sind) plötzlich ein schnäppchen schlagen wird (überraschungsangriff)?

    oder ist es so, weil er – auch seinen „auf dem öffentlichen parkett“ politischen gegnern, vor der finalen wahlentscheidung, versprechen gemacht hat, die er diesen gegenüber nun einhalten muss? es scheint mir auf jeden fall schon fast so, als sei dies absicht … (uuuuu uuuu, verschörungstheorie :-) :-) :-))

    ich wüßte jedenfalls gerne, WARUM sich obama und sein team so wenig kommunikativ aktiv zeigen ….

    *[ (hat das tatsächlich was mit einer echokammer zu tun? glaube ich nicht – jedes echo verebbt irgendwann … – außerdem hat obama doch schon von anfang an mitgeteilt, dass er das alles nicht alleine schafft – wo bleibt diese botschaft denn nun?) ]

    Antworten
    • 18. Januar 2010, 23:01 Uhr, von Anja Gefällt einem Leser
      04.1

      „ich wüßte jedenfalls gerne, WARUM sich obama und sein team so wenig kommunikativ aktiv zeigen “

      Ja, das finde ich auch sehr merkwürdig! Ist das die Angst vor der eigenenen Courage? Oder resultiert es aus der teilweise politischen Ernüchterung?
      Es sollte doch für sein Team einfach sein, hier nochmal kommunikativ ein Kokon zu spinnen…
       

      Antworten
      • 18. Januar 2010, 23:34 Uhr, von na ich Gefällt einem Leser
        04.1.1

        könnte man sagen, dass obama nun anders kommuniziert als vorher (these)?

        jetzt ist die bevölkerung wie seit ewigen zeiten eher passiver zuschauer der szenerie und nicht mehr gestaltender teil – und genau darin liegt der unterschied im vergleich mit der zeit des wahlkampfes. obama hat damals nicht nur sms, mails, bla bla versendet, sondern die menschen aufgefordert aktiv zu sein (quasi übernahm dies so eine art „venilfunktion“). jetzt dagegen gibts dieses ventil nicht mehr, die menschen haben nicht mehr das gefühl, aktiv mitgestalten zu können … und werden hierzu nicht mehr (oder nur noch in viel geringerem maße) aufgerufen.

        (das thema finde ich unglaublich spannend (haha, kaum zu übersehen – rein quantitativ betrachtet ;-D), würde mich freuen, wenn man sich hier dazu austauschen würde …)

      • 22. Januar 2010, 22:31 Uhr, von Larah Gefällt einem Leser
        04.1.2

        Das ist leider sehr oft so im Berufsleben, wenn man sein Ziel erreicht hat (Obama nun President), dann geraten andere Dinge, wie hier die Kommunikation zu den einst Wählern, in den Hintergrund. Das nächste Ziel wird für BO jetzt sein, dass er das ausführt, was er so vielen Menschen versprochen hat …

  5. 18. Januar 2010, 21:37 Uhr, von Anja Gefällt 2 Lesern
    05

    Wie heißt es so schön? „Wenn Politik auf Wirklichkeit trifft…“
    …dann kann man vielleicht nicht alle Wahlversprechen zeitnah umsetzen, wird aber stattdessen mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Zumindest für angestrengte Bemühungen, als Ansporn, als Bürde oder auch einfach virtuell!

    Nach solch einem marketingtechnischen Wahlkampf unter Einbeziehung aller medialen Kanäle musste das Erwachen ja umso heftiger werden. Allerdings sehe ich die Bilanz nicht ganz so schwarz. Es ist gerade mal ein Jahr um, viele große Versprechen sind zwar noch nicht eingelöst, sind aber zumindest in Arbeit. Vielleicht sollte Obama noch mal ein paar SMS verschicken, um dies zu verdeutlichen. Vermutlich fühlen die Menschen sich nach dem kommunikativen Dauerfeuer im Wahlkampf nun einfach nicht mehr genug wahrgenommen oder geliebt…
    Hat irgendjemand geglaubt, dass sich alle großen Weltprobleme in einem Jahr lösen lassen? Wohl kaum. Das was man ihm verübelt, ist doch eher, dass er nicht mehr der eloquente Junge von nebenan ist, der einem bei Twitter hinterherläuft. Schlimmer noch, zwischenzeitlich stellte sich heraus, dass er die Millionen Tweets gar nicht persönlich in die Welt hinaus zwitscherte. Oh wei, wer konnte damit denn auch rechnen? ;-)

    Unsere Politiker haben sich im Wahlkampf sehr vom Internet ferngehalten, scheiterten aber trotzdem fast schon bei den Koalitionsverhandlungen! Und jetzt sieht´s auch gerade nicht besser aus. Die Politik der klitzekleinen Schritte stößt bei uns vielleicht deshalb nicht auf ganz so große Entrüstung, weil die Erwartungen und die damit verbundene Begeisterung sich auch vorher schon in Grenzen hielten.
    Was nun besser ist? Ich mag es nicht beurteilen, Obamas Wahlkampf war aber sicherlich spannender. Und „Yes, we can!? kam bei Obama deutlich besser rüber, als bei Hubertus Heil!

    Losgelöst vom Obama Wahlkampf finde ich folgenden Text aus dem Artikel zu den „Echo-Kammern“ äußerst interessant.

    „Sunstein beobachtet, dass Menschen im Internet nur noch mit solchen Menschen sprechen oder ihnen zuhören, die sie für Gleichgesinnte halten, und sieht das als Gefahr für die politische Kommunikation. Auch Bürger neigten dazu, sich immer mehr in „Informations-Kokons“ einzuweben und im Netz nur die „Echo-Kammern“ ihrer eigenen Meinung zu suchen.“

    Bei solchen Erfahrungen braucht man sich nun wirklich nicht zu wundern, wenn dass Erwachen außerhalb dieser „Kokons“ nicht ganz so sanft ist!
    Aber wenigstens hatte man ein kurzzeitiges „Wellnessgefühl“ ;-)

    Antworten
    • 18. Januar 2010, 21:54 Uhr, von na ich Gefällt 3 Lesern
      05.1

      die menschen tendieren generell dazu, ein gleichgesinntes (oder scheinbar gleichgesinntes) gegenüber mit (scheinbar) gleicher meinung anderen (mit anderer meinung) gegenüber zu bevorzugen. das ist kein phänomen, welches erst durch das internet auftrat oder durch das internet ans licht kam. in der psychologie gibts dazu einige studien …

      menschen neigen dazu -scheinbar- einfache wege zu gehen – und einfach ist es, wenn das gegenüber ähnlich denkt.
      (dabei wird oft übersehen (überhört), dass das gegenüber tatsächlich ganz anders denkt. aber es ist doch soooo schön bequem und einfach. da muss der mensch gar nicht mehr denken. :-))

      naja, dabei ist dieser weg auf dauer leider der wenig befruchtende und derjenige, der entwicklungen tendenziell eher hemmt denn fördert.

      (apropos: im übrigen zeigt sich dieses phänomen „echo-kammer“ hier im blog auch recht häufig :-))

      Antworten
    • 18. Januar 2010, 22:18 Uhr, von na ich Gefällt 3 Lesern
      05.2

      und @anja oh ja, „politics by hennedeppele“ sind für die amis sicherlich eine echte geduldsprobe, sind sie doch immer noch bushs „politics by siebenmeilenstiefel“ gewohnt (wenn schon von einem echo die rede ist, dann haben wir hier eines, was immer noch ganz schön laut ist :-) … und politisch sichtbar …)

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  6. 19. Januar 2010, 8:53 Uhr, von Siegmund Gefällt 2 Lesern
    06

    Ich verstehe die Desillusionierung nicht.
    Nehmen wir die Innenpolitik: Obama hat mit der Gesundheitsreform das geschafft, was in den USA kein Präsident vor ihm erreicht hat: Nämlich einen Gesundheitsschutz für Millionen bisher unversicherter Amerikaner.
    Was die Außenpolitik angeht. Schon Helmut Schmidt hat -in bezug auf Vietnam- richtigerweise gesagt, dass es schwierig ist, einen Krieg zu beenden, den man selber gar nicht angefangen hat (sondern ein Amtsvorgänger). Hier war es Bush mit gleich zweien.
    Es spricht für Obama, dass er mit dem Jemen oder mit dem Iran nicht gleich Nr. 3 und Nr. 4 hinterherschob. Ob sich sein Vorgänger auch so verhalten hätte, sei mal dahingestellt.
    Wer Wunder erwartet, soll in den Zirkus gehen. Politik ist auch Pragmatismus. Und hier hat Obama viele Schritte nach vorn gemacht.

    Antworten
  7. 19. Januar 2010, 12:19 Uhr, von Anja Gefällt 2 Lesern
    07

    Ich glaube nicht, dass das Internet für den Wahlkakampf positiv war und für die reale Politik nun Probleme bringt.
    Das finde ich zu einfach und es ist ja leider auch nicht belegbar.
    Hätte Obama einen konservativen und internetlosen Wahlkampf geführt und wäre trotzdem Präsident geworden (die Möglichkeit besteht ja durchaus auch), so wären seine politischen Ergebnisse jetzt sicherlich ähnlich. 
    Vielleicht hätte er sich die „Macht der sozialen Medien“ länger zu Nutzen machen sollen? Es könnte aber auch sein, dass er ganz bewusst diese Kommunikationskanäle zurückfährt, da er weiß, dass die Menschen dem auch ganz schnell überdrüssig werden könnten und die Stimmung noch extremer umgeschlagen wäre, als es jetzt die Umfragen zeigen.

    Letztendlich wird jede Politik an Verspechungen und Erfüllungen gemessen. Alleine die Fallhöhe bei nicht Eintreten der Erwartungen ist unterschiedlich hoch. Die Ergebnisse bleiben aber die gleichen!

    Antworten
    • 19. Januar 2010, 12:55 Uhr, von Nicole Gefällt einem Leser
      07.1

      Von Anja 19.01.10, 12:19
      „Hätte Obama einen konservativen und internetlosen Wahlkampf geführt und wäre trotzdem Präsident geworden (die Möglichkeit besteht ja durchaus auch), so wären seine politischen Ergebnisse jetzt sicherlich ähnlich.“

      DAS würde ich bezweifeln…

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  8. 20. Januar 2010, 20:31 Uhr, von Lizzy Gefällt 2 Lesern
    08

    Na endlich. Ich dachte schon, ich bin zu dumm diese Seite aufzurufen. ;)

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    • 20. Januar 2010, 21:00 Uhr, von Nicole Gefällt 2 Lesern
      08.1

      Hast du das Problem auch gehabt, die Seite seit ca. gestern Nachmittag zu öffnen? Ich dachte schon, ich bin gesperrt, da ich irgend etwas geschrieben habe, dass die Autorin nicht wollte oder so! Obwohl mich das sehr gewundert hätte :)

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  9. 20. Januar 2010, 20:33 Uhr, von Lizzy Gefällt 2 Lesern
    09

    In einem Kommentar zu Frau Meckels Artikel in der FAZ findet sich auch der Hinweis auf eine Seite, die sich PolityFact nennt.
    http://tinyurl.com/ygagdbj

    So etwas sollte es auch in Deutschland geben.

    Antworten
  10. 20. Januar 2010, 23:44 Uhr, von na ich Gefällt 2 Lesern
    010
    Antworten
  11. 21. Januar 2010, 14:16 Uhr, von Nicole
    011
    Antworten
  12. 21. Januar 2010, 15:30 Uhr, von Nicole Gefällt 2 Lesern
    012

    Ich greife den Blogeintrag von Frau Meckel vom 22.01.2009 gerne noch einmal auf, in dem sie über Barack Obama geschrieben hat und Robert Bosch zitiert hat:

    „Wie hat der Unternehmer Robert Bosch einst gesagt: „Lieber Geld verlieren als Vertrauen?. Das Geld ist längst weg. Bleibt es bei Enttäuschung und Erschütterung, wird das Vertrauen auch langfristig verloren gehen.“

    …und das ist anscheinend auch nach einem Jahr schon passiert – zumindest in Massachusetts!

    Antworten
    • 21. Januar 2010, 15:41 Uhr, von Dowanda Gefällt 2 Lesern
      012.1

      Wobei Massachusetts demokratisches Kernland seit Jahr und Tag ist. Und im Herbst sind midterm-Wahlen. Die Niederlage ist deshalb nicht ein Warnschuss vor den Bug sondern eher eine volle Breitseite.
      Einen Wahlausgang in Richtung republikanischer Sitzgewinne, der ein Korrektiv zu Obamas Regulierungswut darstellt – und auch bereits viele Demokraten zumindest in die Stimmtenthaltung getrieben hat, würde ich für ein positives Signal halten.

      Antworten
  13. 21. Januar 2010, 17:40 Uhr, von Ramona Gefällt einem Leser
    013

    Stimmt @Dowanda, der Zauber ist verflogen, die Magie verpufft. Die Realität hat Obama und seine Wähler längst eingeholt. Und auch in Europa hat sich die überschäumende Begeisterung gelegt.
    Sogar die Gesichtszüge des Präsidenten haben sich verändert. Das strahlende Lächeln ist nicht mehr, die Lippen sind schmaler, die Miene ist ernster geworden. Erst recht nach der gestern erlittenen Wahlschlappe. Zu sicher waren sich die Demokraten, der Kennedy-Bastion Massachusetts.
    War schon vorher klar, dass das zweite Amtsjahr für Obama nicht viel leichter werden dürfte, steht nun fest, es wird sogar noch schwerer.
    Das Verspielen der Super-Mehrheit im Senat zwingt Obama, über neue Strategien nachzudenken, um im Kongress nicht völlig handlungsunfähig zu werden.
    Warnzeichen, dass der ‚Honeymoon‘ für Obama und die Demokraten längst vorbei ist, gab es schon vor der Schlappe in Massachusetts genug. Die wachsende Unzufriedenheit mit der Wirtschaftslage und der hohen Arbeitslosigkeit, der Ärger über die Rettungsgelder für die Banken mit ihren geldgierigen Bonzen, die Furcht vor staatlichen Eingriffen auch in das Gesundheitssystem, Guantánamo, das alles drückte sich nicht nur in sinkenden Umfragewerten für Obama aus. Er verprellte die liberale Basis.

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  14. 21. Januar 2010, 19:42 Uhr, von Siegmund Gefällt 2 Lesern
    014

    Ja, die Furcht vor staatlichen Eingriffen in das Gesundheitssystem überwog die Debatte um eine allgemeine gesetzliche Krankenversicherung.
    Die Konservativen zogen diese Karte, und tatsächlich hatten sie mit dem britischen National Healthcare Service ein Negativbeispiel aufzuwarten.
    Wer medizinische Leistung vom Lebensalter oder anderen Nutzbarkeitskriterien abhängig macht, der ist tatsächlich zu kritisieren. Wir Deutschen dürfen uns da nicht zu sicher fühlen, genau dieselben Tendenzen gibt es hier auch. Sie werden mit stärkerer Wucht noch spürbarer werden, wenn die Sparwut um sich greift.
    Und so war es für die amerikanischen Konservativen allzu leicht, Ressentiments gegen eine gesetzliche Krankenversicherung zu schüren. Und so konnte auch Sarah Palin von „Todesschwadronen“ sprechen, ohne dass dies ein Aufschrei der Empörung zur Folge gehabt hätte. Die Kritik hat Substanz, aber nur in bezug zum britischen Beispiel.
    Tatsache ist, dass Millionen Amerikaner überhaupt keine Krankenversicherung haben und das ist wohl die rigideste Rationierung, die es geben kann. Außerdem ist es naiv zu glauben, dass die amerikanischen Privatversicherungen nicht ebenso Ausschlußkriterien verfolgen und somit tatsächlich auch nicht denjenigen Leistungen gewähren, die sie eigentlich brauchen.
    Viele Amerikaner hatten wohl den Eindruck, sie hätten in der Gesundheitspolitik nur die Wahl zwischen Pest und Cholera. Jetzt sieht es kritisch aus.

    Antworten
    • 22. Januar 2010, 8:14 Uhr, von Dowanda
      014.1

      Millionen dieser Millionen Amerikaner haben aber auch bewusst keine Krankenkasse. Auch das stimmt.
      Ob das klug ist, lasse ich dahingestellt. Aber die Zielgruppe der Bemühungen beinhaltet auch die bewussten Verweigerer. Nicht nur die, die sich keine leisten können.

      Antworten
  15. 21. Januar 2010, 22:43 Uhr, von MESM Gefällt einem Leser
    015
    Antworten
  16. 21. Januar 2010, 22:55 Uhr, von Martina Gefällt einem Leser
    016

    immer noch O.T.

    http://tinyurl.com/yc7ogmc

    welche Politik Partei kann sowas ändern/vermeiden, weiß ich nicht, aber jeder die von uns zählt, auch wenn entschieden hat, hier nur Leserin zu sein.
    @alle: buonanotte.

    Antworten
  17. 22. Januar 2010, 10:44 Uhr, von Walter Gefällt einem Leser
    017

    Eine Echokammer ist eine Jede/ ein Jeder von uns.

    Echokammern sind wir alle, der Zusammenschluss der Echos und damit deren Verstärkung sind neu.
    Die existenzielle Situation der virtuellen Welt ist die Möglichkeit eines Lebens und Denkens in einer konstruierten und phantasierten Matrix. Dieser Konstruktionsprozess erfolgt vernetzt innerhalb von gesellschaftlichen Teilmengen, Communities.
    Zur Konstruktion gehört nicht viel: Ein iPhone genügt im Minimalfall, gleichzeitig identitätsstiftend -Web 2.0- und isolierend -MP3 und Bildschirm. Das Ich wird hineingesogen in die virtuelle Welt und der Außenwelt entfremdet. Cass Sunstein sieht die Bedingung in einer „growing power of consumers to ‚filter‘ what they see“ und damit andere Aspekte der äußeren Welt auszublenden.
    In Republic.com (press.princeton.edu/titles/7014.html)definiert er eine der Bedingungen einer funktionierenden Demokratie, die gesellschaftliche Kommunikation:
    „[A] well-functioning system of free expression must meet two distinctive requirements.
    First, people should be exposed to materials that they would not have chosen in advance. Unplanned, unanticipated encounters are central to democracy itself. Such encounters often involve topics and points of view that people have not sought out and perhaps find quite irritating. They are important partly to ensure against fragmentation and extremism, which are predictable outcomes of any situation in which like-minded people speak only with themselves. I do not suggest that government should force people to see things that they wish to avoid. But I do contend that in a democracy deserving the name, people often come across views and topics that they have not specifically selected.

    Second, many or most citizens should have a range of common experiences. Without shared experiences, a heterogeneous society will have a much more difficult time in addressing social problems. People may even find it hard to understand one another. Common experiences, emphatically including the common experiences made possible by the media, provide a form of social glue. A system of communications that radically diminishes the number of such experiences will create a number of problems, not least because of the increase in social fragmentation.“
    Aus „Republic.com“, 1. Kapitel.

    Jetzt geht es ihm nicht mehr nur um Vereinzelung, sondern ein kollektives Ausblenden von Aspekten, Erfahrungen und Orten der Wirklichkeit. Diese Segmentierung scheint nicht nur ein urbanes Phänomen zu sein, wenn sich neue Lebensformen auch zunächst in der kontaktreichen Anonymität der Großstädte entwickeln.
    Die Politik macht es uns vor. Das politische Berlin unter der Käseglocke- bildlich der Kuppel des Reichtags- tönt im Echoraum, isoliert und entkoppelt vom Volk, dessen Einflüsse nur noch verzerrt über Lobbyisten wahrgenommen werden kann.
    Gibt es ein Gegenmittel? Gemeinsame Verantwortung? Die Chance der Krise und des Klimawandels? Kann die gleiche Angst, die den Echoraum schafft, diesen auch überwinden?

    Eine interessante Metapher, dieser Echoraum für ein relevantes Posting.

    Antworten
  18. 22. Januar 2010, 12:12 Uhr, von Siegmund Gefällt einem Leser
    018

    Wie hoch der Anteil der freiwillig Unversicherten ist, lässt sich mit einem einfachen Vergleich mit der Bundesrepublik feststellen (bevor die Versicherungspflicht eingeführt wurde): Er ist minimal.
    Es kann aber durchaus sein, dass bei den Niediglohnjobs in den USA -drei Jobs auf einmal sind keine Seltenheit- auch eine zusätzliche Krankenversicherung auch zusätzlich und nicht wenig kostet.
    Wenn sich also einige dafür entscheiden sollten -unvernünftigerweise- auf eine Krankenversicherung zu verzichten, so liegt dies auch am amerikanischen Arbeitsmarkt mit seinen Dumpinglöhnen und wiederum am Sozialsystem.
    Den Privatversicherungen kann solch eine „stille Reserve“ nur recht sein, denn aus ihnen rekrutiert sich auch ihre Klientel. Allerdings nur dann, wenn kein Versicherungsfall befürchtet werden muss. Das ist die Scheinheiligkeit dabei.

    Antworten
  19. 23. Januar 2010, 12:37 Uhr, von Ramona Gefällt einem Leser
    019

    Nach der Wahlschlappe der Demokraten in Massachusetts, hat Präsident Obama bei der Gesundheitsreform nun Kompromissbereitschaft signalisiert. Oder besser formuliert, er wird dazu gezwungen.:-)
    Er rief seine Parteifreunde dazu auf, die höchst umstrittene Reform nicht ‚durchzudrücken‘, bevor der republikanische Wahlsieger Scott Bown seinen Sitz im Senat eingenommen hat. Obama sagte:
    „Die Wähler in Massachusetts haben gesprochen und Brown muss jetzt Teil des Prozesses sein. Man müsse sich an eine Tisch setzen und sich auf die unstrittigen Punkte einigen!“

    http://tinyurl.com/yb5ktaz

    @Allen ein schönes Wochenende!

    Antworten
  20. 23. Januar 2010, 13:26 Uhr, von Larah
    020
    Antworten
  21. 24. Januar 2010, 1:23 Uhr, von Bohse@Chicago
    021

    This is one of the most perceptive pieces on the sudden decline of Obamania, I have seen so far. One comment, one question. As for the comment: the one thing that I think needs more attention here is the general tendency towards segregation into identity defining „communities“ in the US, which I think Europeans find hard to grasp. Political discourse did not start to retreat into echo chambers with the use of the internet as a form of political mobilisation. TV and radio in this country have been self-segregating forever and there are practically no mediating media outlets left. Hence the question: what’s cause. what’s consequence? If the internet was such a successful tool in the US election, because it allowed Obama’s campaign to tailor the message to each and every community, isn’t it just possible to turn the argument around? I.e that the internet has not emerged as a particularly useful tool in political campaigns in Europe, because society has retreated to a much smaller degree into self segregation? If so, paradoxiaclly, the failure of European politicians to use the internet might refelct something entirely positive, namely a much healthier political discourse that still focuses on issues as opposed to identities. any views?

    Antworten
  22. 24. Januar 2010, 11:50 Uhr, von Anja Gefällt 2 Lesern
    022

    Ich bin nach wie vor sehr froh über einen Präsidenten wie Obama in den USA. Einen intelligenten, weltoffenen und demokratischen Menschen. O.K., vielleicht waren seine Ziele teilweise zu hoch gesteckt und die Realität hat ihn an manchen Stellen schnell eingeholt. Trotzdem, was ist daran so schlimm, erst einmal nach dem Allerbesten zu streben und dann vielleicht „nur“ das Beste oder Zweitbeste zu erreichen. Oder längere Zeit zu benötigen, als man geglaubt hat. Das ist immer noch wesentlich zielführender als die “ Wir schauen uns das mal in aller Ruhe an…“ Politik, (übersetzt: “ Zuerst einmal suchen wir nach einer Möglichkeit das ganze ohne große Anstrengungen auszusitzen“) 
    Diese Art der politischen Bestrebungen wird mir immer suspekt bleiben und ist auch etwas, das ich im beruflichen und privaten Leben nicht sehr gut ertragen kann. Das führt meiner Meinung nach nur zu Mittelmäßigkeiten und ist weder besonders inspirierend noch fortschrittlich.
    …natürlich bleibt hier die Frage, was Obama retten will, die Wirtschaft oder sich selbst…  
    http://tinyurl.com/y8s4mhe

    Im Optimalfall beides! ;-)
         

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    • 24. Januar 2010, 12:21 Uhr, von Larah Gefällt einem Leser
      022.1

      Natürlich ist es nicht schlimm nach dem höchsten Ziel zu streben, aber den Leuten das Höchste zu versprechen, das man dann aber doch nicht einhalten kann, das finde ich schlimm. Immer schön den Ball flach halten, dann kommt man weiter im Leben. :-)

      Aber bei uns in Deutschland ist das ja auch nicht besser:

      Der Mensch ist käuflich und eine Regierung menschlich.

      Es ist kein Geheimnis, dass eines der ersten Beschlüsse der neuen Regierung, der ermäßigte Mehrwertsteuersatz für Gastronomie und Hotellerie war. Das heißt, Hoteliers zahlen nur noch 7% anstatt den üblichen 19% Umsatzsteuer an den Staat – ihre Ausgaben bleiben aber mit 19% dem Gegenüber; und bisher wurden die Mehreinnahmen weder an Kunden noch an Mitarbeiter weiter gegeben. Verstanden hat das im Volk so gut wie keiner.

      Jetzt stellt sich heraus, dass vor der Wahl Millionenbeträge Bestechungsgelder – getarnt als Parteispenden – geflossen sind. Mit diesem Hintergrund, wird das Ganze natürlich verständlicher und wir können alle beruhigt schlafen…..

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  23. 24. Januar 2010, 12:52 Uhr, von Anja Gefällt einem Leser
    023

    „Immer schön den Ball flach halten, dann kommt man weiter im Leben. :-)“
    Tore fallen auf diese Weise allerdings seltener und besonders schöne schon gar nicht! Das möchten dann auch die treuesten Zuschauer nicht auf Dauer sehen. ;-))
    Aber ich kann verstehen, was Du meinst… 

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