MM_Darwin
Zu den Kommentaren
15. Februar 2010, 13:52 Uhr, Geschrieben von Miriam Meckel

be obedient

Knigge sexual behaviour

Nein, nein, diese Zeiten sind ja zum Glück vorbei. Die Emanzipationsbewegung hat das ihrige getan und wir  können heute aufgeklärt über diesen Eintrag im Knigge zum angemessen angepassten Sexual- und Beziehungsverhalten der Frau beherzt lachen. Nur dass die zugrunde liegende Diskurs- und Erwartungsstruktur mir irgendwie gerade als Wiedergänger in der aktuellen Sozialstaatsdebatte erscheint, die der Vizekanzler aus Angst vor einem außerehelichen Techtelmechtel von Schwarz und Grün angezettelt hat. Wenn der “Leistungsträger” nach Hause kommt, haben sich alle anderen gehorsam zu unterwerfen. “In all things be led by his wishes …”.

Deutschland, Alaaf!

101 Reaktionen

  1. 15. Februar 2010, 13:55 Uhr, von Stefan Schröder Gefällt 9 Lesern
    01

    Sie treffen immer sehr interessante Verknüpfungen. Von einem Lehrbuch der 60er zu der zum Scheitern verurteilten schwarz – gelben Regierung: Das schafft nur Miriam Meckel.

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  2. 15. Februar 2010, 14:11 Uhr, von Weizenhalbe
    02

    Bei beidem geht es um das Thema “Macht” – das gehört wohl zeitlebens zum Menschsein dazu…
    Und wohl auch zum Politikalltag…

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  3. 15. Februar 2010, 14:56 Uhr, von Isabell Gefällt 4 Lesern
    03

    Finde die Verknüpfung auch gut, und lustig.Wenn auch traurig lustig.

    Und wenn der Leistungsträger in die Uni kommt, dann zahlt er auch..und alle anderen haben sich gehorsam zu unterwerfen, wenn sie auch Leistungsträger werden möchten. Zumindest in NRW.

    Ich hoffe auf die anstehenden Wahlen..die aufgrund des Ehekrachs hoffentlich etwas, u.a. hinsichtlich Bildung, bewirken.

    Zu dem Gehorsam der Frauen: Es ist schon erschreckend, dass im Migranten-Kosmos Köln/Mülheim in einem sich als tolerant verstehenden deutsch-türkischen Kulturverein, Männer unter sich in der hauseigenen Cafébude sitzen und die Frauen diese aus “Rücksicht” nicht anschauen oder sie mit Blicken befragen wenn sie ungefragt den Raum betreten. Toleranz würde sich zwar bei deutschen Männern zeigen, aber sonst nicht..
    Sicher ist das kein zu verallgemeinerndes Beispiel aber ich erlebe/höre v.a. im Migrantenkontext noch genug Diskriminierung der Frauen. Selbst bei dem eigentlich netten kurdischen Nachbarn,der in der Hausbar arbeitet,ist es ganz klar, dass die Frau die Kinder hütet, wobei er betonte, dass sie schon mal raus dürfte, das sei ganz klar…spazierengehen mit den Kindern,oder so..
    da fragte ich mich dann doch ob ich ihn wirklich noch nett finden sollte.

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    • 18. Februar 2010, 0:08 Uhr, von Alexandra Gefällt 2 Lesern
      03.1

      nein da hört die “nettigkeit” auf. wir sind nicht mehr im mittelalter, und wer das nicht versteht, ist in diesem land fehl am platz. ganz einfach

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  4. 15. Februar 2010, 17:01 Uhr, von Lizzy Gefällt 2 Lesern
    04

    OT
    Frau Meckel, sie sind, wenn mich nicht alles täuscht, in Düsseldorf-Benrath aufgewachsen – Wieso sagen Sie Alaaf und nicht Helau?

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    • 15. Februar 2010, 20:29 Uhr, von Enya Gefällt 3 Lesern
      04.1

      Frau Meckel ist doch mit Anne Will befreundet und Frau Will ist ja bekanntlich ein Kölner Mädel :-))

      Närrische Grüße an alle

      Antworten
      • 15. Februar 2010, 20:51 Uhr, von Cate Gefällt 10 Lesern
        04.1.1

        Na gut, dass es für alles eine plausible Erklärung gibt. Forschung macht’s möglich! Meckelogie vielleicht bald als Studienfach. Nebenfach Willwissenschaften auch denkbar…

      • 15. Februar 2010, 21:17 Uhr, von Nicole Gefällt 16 Lesern
        04.1.2

        Meine Freundin und ich pflegen auch eine gute “Freundschaft”; ab und an auch mal mehr ;-) *süß*

    • 15. Februar 2010, 23:02 Uhr, von Regina Gefällt 15 Lesern
      04.2

      Also: Frau Meckel stammt aus Hilden, welches nicht in sondern bei Düsseldorf liegt. Alle Jecken in dieser toleranten Zone zwischen Köln und Düsseldorf dürfen sowohl “Alaaf” als auch “Helau” rufen und sowohl Kölsch als auch Alt trinken. Die Tatsache, dass Hilden schon sehr nahe an Düsseldorf liegt, hat sie dadurch wettgemacht, dass sie einige Zeit direkt in Köln gelebt hat.
      Frau Will widerum kommt aus Hürth, welches sehr nah an und südlich von Köln liegt. Deshalb darf sie nur “Alaaf” rufen und nur Kölsch trinken.
      Ich kenne die Regeln, weil ich selbst aus dieser Zwischenzone stamme, wenn auch deutlich näher bei Köln und seit frühester Kindheit diesen erbitterten Kampf zwischen Kölnern und Düsseldorfern miterleben musste. Auf Grund dieser Traumatisierung halte ich mich nun aus dem Karneval heraus, rufe weder alaaf noch helau und trinke weder Kölsch noch Alt.

      Antworten
      • 16. Februar 2010, 20:21 Uhr, von Cate Gefällt 7 Lesern
        04.2.1

        Ich an Frau Wills Stelle würde jetzt extra einen ganzen Kasten Diebels kaufen (natürlich undercover – z.B. als Kuh) und zuhause beim Leertrinken heimlich und immer wieder “Helau” flüstern…

      • 16. Februar 2010, 21:41 Uhr, von Anja
        04.2.2

        Ich komme ursprünglich aus der einzigen Stadt der Welt, wo man zu Karneval “Halt Pohl” ruft. Was soviel heißt, wie “Halt die Stange” (Stange Hannen Alt??)
        Entspannen mit Hannen…;-)
        Es gibt also immer noch was, das schlimmer ist, als Helau und Diebels…
        Halt Pohl!! ;-(

      • 17. Februar 2010, 0:10 Uhr, von Regina
        04.2.3

        Wo is dat dann?

  5. 15. Februar 2010, 17:06 Uhr, von Yolande Langendijk Gefällt 2 Lesern
    05

    Wer oder was ist ein „Leistungsträger“? Ich dachte die Hetze von Westerwelle ist zur Ablenkung der „Leistungsträger“ (und meistens wahrscheinlich FDP Wähler und/oder Mitglied) die jetzt doch noch ihre hinterzogene Steuern noch anmelden wegen die vorgenommene Datenkauf.

    Antworten
  6. 15. Februar 2010, 19:04 Uhr, von Ramona Gefällt 5 Lesern
    06

    Erst das alte Rom und nun der Sozialismus, Guido Westerwelle ist kein noch so hinkender Vergleich zu schade, um über den Sozialstaat und Hartz IV herzuziehen. Seine Schimpftiraden zeigen, dass Westerwelle die Realität ignoriert oder nicht versteht.
    DEM VORSITZENDEN EINER KLIENTELPARTEI sieht man das kopfschüttelnd nach. DEM AUSSENMINISTER könnte man zugestehen, er hat seine Kompetenzen wohl anderswo. DEM VIZE-REGIERUNGSCHEF muss man sagen: Mit diesen Ansichten ist er eine Fehlbesetzung!
    Westerwelle krakeelt wie zu Oppositionstagen. Sein liberaler Slang von mittleren Einkommen als “Melkkühen”, seine Vorwürfe von “spätrömischer Dekadenz” oder “geistigem Sozialismus” sind so sinnentleert wie hohle Marketingfloskeln nur sein können.
    Sozialpolitik ist viel mehr als die FDP in einem Steuer-Punkt zusammenfassen kann. Steuern, Bildung, Leistungsgerechtigkeit sind drei zentrale Herausforderungen an Politik. Weshalb, um alles in der Welt, hat sich Westerwelle dafür nicht interessiert, als er mit Frau Merkel die schwarz-gelbe Regierung gebastelt hat?

    Antworten
  7. 15. Februar 2010, 19:56 Uhr, von Anja Gefällt 9 Lesern
    07

    Dieser Vergleich kommt mir ein wenig verkatert vor…;-)
    …aber egal, manchmal ist dieser Zustand ja sehr schöpferisch, um wieder Energie und neue Ideen zu sammeln!

    Allerdings ist die Parole “Beine breit” für den Leistungsträger ja keine Westerwelle Erfindung und schon gar keine Zukunftsvision.
    Kritiker werfen Westerwelle vor, er wolle aus unserem Sozialstaat eine Ellenbogengesellschaft machen. Leider haben die vor lauter Sozialromantik in ihrer Echokammer noch nicht mitbekommen, dass wir uns dort schon befinden. Mit und ohne Guido.

    Ich denke, es wird langsam Zeit eine ehrliche Sozialstaatdebatte zu führen. Aber bitte nicht auf Kosten der Schwachen. Nicht die Hartz IV Empfänger und die damit verbundenen Zahlungen sind das Problem, sondern die Mechanismen in unserer Gesellschaft, die immer mehr Menschen dorthin bringen. Ursachen dafür sind sicherlich unser marodes und spaßfreies Bildungssystem, fehlende Perspektiven, zu wenige bezahlbare Kinderbetreuungen, die sich mit den Arbeitszeiten Alleinerziehender vereinbaren ließen und vieles mehr.
    Darüber hinaus sollten wir uns fragen, in was für einer Gesellschaft wir zukünftig leben möchten. Und wie wir überhaupt zusammenleben möchten. Kein Staat kann sicherlich auf Dauer für unsere egoistische Lebensweise aufkommen und mit Geld unser aller Gewissen freikaufen. 
    An diesen Stellen sollte man ansetzen, wenn man über soziale Gerechtigkeit diskutieren möchte. Der aktuelle, polemische Ansatz dient nur parteipolitscher Befriedigung.  
    So gesehen ist die Verbindung zum Knigge dann doch nicht so weit hergeholt…

    Antworten
    • 15. Februar 2010, 20:30 Uhr, von Ramona Gefällt 3 Lesern
      07.1

      Ich bin ganz mit Dir @Anja. Es scheint, Westerwelle ist zwar in der Regierung, aber nicht in der Realität dieses Landes angekommen.
      Die Langzeitarbeitslosen können nichts dafür, dass Hartz IV kaum funktioniert. Außer ganz wenigen Sozialschmarotzern suchen die meisten dringend einen würdigen Gelderwerb. Aber den gibt es vielerorts nicht, stattdessen gibt es Zuverdienstmöglichkeiten, die keine sind.

      Antworten
      • 15. Februar 2010, 22:14 Uhr, von Anja Gefällt 3 Lesern
        07.1.1

        Ja, richtig. Und leider können viele der Langzeitarbeitslosen, wenn überhaupt, nur Jobs im Niedriglohnsektor bekommen, da Ihnen die nötige (Aus)Bildung fehlt.
        In was für eine gesellschaftliche Zukunft steuern wir da eigentlich? Die einen arbeiten mehr als Ihnen selbst und Ihrem Umfeld gut tut und andere haben überhaupt keine Möglichkeit zu arbeiten. Wieder andere, mehr als eine Millionen Menschen, arbeiten und können trotzdem nicht davon leben und müssen vom Staat eine Lohnaufstockung erhalten. Schwer vorzustellen, dass auf dieser Grundlage eine Gemeinschaft zusammengehalten werden kann.
        Herr Westerwelle spaltet lautstark mit seinen Aussagen die Gesellschaft. Die meisten von uns, und da packe ich mal ganz doll an die eigene Nase, tun es aber auch, nur leiser und unscheinbarer. Wir leben unser schönes Leben, jammern über unsere wenige Freizeit und halten die Ungerechtigkeitsmühlen dadurch in Schwung.
        Der eigene Lebenserfolg zählt halt mehr, wenn es auf der anderen Seite auch genug Lebenserfolglose gibt…
        und Lebenserfolg wird heutzutage ja mehr in Kapitalansammlungen und Prestigeobjekten gemessen, als in solidarischen Lebenszielen.
        Das sieht man nicht zuletzt auch daran, dass soziale Berufe unglaublich schlecht bezahlt sind, obwohl sie so unverzichtbar für unsere Gemeinschaft sind.

        Die “hart arbeitenden Leistungsbringer” leben vielleicht bald in einer Parallelwelt und tragen T-Shirts mit dem Aufdruck “BE OBEDIENT” auf dem Rücken…
        Oder aber ab Mai die NRW Ausgabe: “PLANT A TREE”   ;-)

           

      • 15. Februar 2010, 22:23 Uhr, von Larah Gefällt 6 Lesern
        07.1.2

        Es kommt immer darauf an, wie man langzeitarbeitlos wird .. neulich war sonntagsabends in einer Sendung ein junger Mann zu Gast, der ohne Ausbildung einen Job bekommen hat, der jedoch nicht viel Geld einbrachte. Aber, statt dass er was neues sucht, einfach kündigt finde ich nicht okay. Man kündigt doch keinen Job, nur weil man zu wenig Kohle bekommt und liegt dann dem Staat oder Freunden auf der Tasche. Finde ich ehrlich gesagt nich okay.

  8. 15. Februar 2010, 20:23 Uhr, von Regina Gefällt 2 Lesern
    08

    Ich glaube, Herr Westerwelle hat noch nicht verstanden, dass die Notwendigkeit von Alg nicht dadurch entstanden ist, dass wir genügend Arbeitsplätze haben, nur viele Menschen einfach keine Lust haben, morgens aufzustehen und sich die Haare zu kämmen ……

    Da unser System tatsächlich über zuwenig Arbeitsplätze verfügt, kann es nicht das Problem sein, dass vielleicht wirkliche einige keine Lust (mehr) zu arbeiten haben. Zumal man da auch mal etwas empathischer hinter die Kulissen gucken könnte, anstatt diese Menschen zur Verschleierung des eigentlichern Problems zu benutzen.

    Antworten
  9. 15. Februar 2010, 20:35 Uhr, von Verena
    09

    …der Text aus dem englischen Schulbuch ist echt krank. Gut das wir das heute feststellen und aussprechen können. Im großen Teil der islamischen Welt ist dieser Inhalt wohl (leider) aktuell. Erschreckend, dass dieses gesellschaftliche Bild “bei uns” aber auch gerade einmal 40-50 Jahre alt ist, oder?

    PS: Mann wäre ich in dieser Zeit aber auch nicht gern gewesen, wenn alle Frauen sich an die Anweisung des Lehrbuchs gehalten hätten. Wie schrecklich langweilig!;-)

    Antworten
    • 16. Februar 2010, 15:54 Uhr, von Isabell Gefällt einem Leser
      09.1

      obwohl man da wirklich nochmal differenzieren muss, sonst werden wieder alle muslime über einen kamm geschert.differenziert auch hinsichtlich religion und politik, siehe iran oder türkei. es spielt immer mit eine rolle in was für politischen systemen und an welchen orten (auch stadt/land-unterschiede) muslime leben, nicht überall wird die frau unterdrückt, auch nicht unter allen gläubigen, deswegen ist das nicht allein eine religiöse geschichte. (wenn man sich aber mal in istanbul umsieht, ist das bild ein komplett anderes u auch viele türken, die dtl. besucht haben, können sich mit “deutsch-türken” kaum identifizieren.) hier im migrantenkontext muss man auch sehen aus welchem umfeld, welcher region (stichwort schwarzes meer/anatolien) die meisten kommen, und wie separiert sie sich in bestimmten vierteln zus.rotten, da wird nicht gerade integration und emanzipation gefördert, sondern e.rückzug auf vermeintlich traditionelle werte, gerade bei zusätzlicher diskriminierung und die gibt es noch zu hauf..das wisst ihr vllt. selbst.

      Antworten
      • 16. Februar 2010, 20:09 Uhr, von Verena Gefällt 4 Lesern
        09.1.1

        Auf jeden Fall muss man das differenziert sehen!Es war auch keinesfalls als Verallgemeinerung gedacht. Deshalb habe ich geschrieben “großer Teil” und nicht “die komplette islamische Welt”. Ich wollte darauf hinweisen, dass es sich bei dem Artikel leider nicht generell um eine überkommene Ansicht handelt, sondern sie durchaus noch aktuell ist. Verbunden mit der Hoffnung, dass sich auch dort(wo auch immer dieses Bild das gängige ist- egal ob in bspw. Bayern oder in Saudi Arabien) das Bild mit der Zeit zum positiven wandelt und man auch da in ein paar Jahren über solche Zeilen herzhaft lachen kann.

  10. 15. Februar 2010, 21:04 Uhr, von Martina Gefällt 6 Lesern
    010

    Was macht mir mehr Angst: die Männer die glauben Gott zu sein, oder die Frauen, die sie anbeten, als ob sie es wirklich wären?

    Zum Glück bin ich nicht in “dieser” Zeit geboren, aber noch mehr Glück wäre zu wissen, nicht wieder geboren zu werden.

    Ein Blick auf die Welt von einer anderen Seite.

    Antworten
    • 15. Februar 2010, 22:16 Uhr, von Larah Gefällt 5 Lesern
      010.1

      Ich verstehe das nicht, wie viele Frauen sich Männern unterwerfen können. Oft ist es ja nur die Angst alleine dazustehen und mit seinem Leben selbst zurecht kommen zu müssen. Frauen, die nie die Chance auf eine gute Ausbildung hatten sind traurigerweise nunmal abhängig von ihren Männern.

      Du hast vollkommen recht, ich bin auch froh zur richtigen Zeit im richtigen Land geboren zu sein.

      Antworten
      • 16. Februar 2010, 8:28 Uhr, von Martina Gefällt 2 Lesern
        010.1.1

        Absolut besonders Thema! “Ich verstehe das nicht, wie viele Frauen sich Männern unterwerfen können”.

        Ich denke dass Viel hängt auch von der Erziehung ab, und nicht nur, wie du schon geschrieben hast, wäre zu komplex, um diesen Bereich zu analysieren und vielleicht für viele unangenehme, vielleicht deshalb, dass Sie es vorziehen, zu schweigen.

  11. 15. Februar 2010, 22:01 Uhr, von Larah Gefällt einem Leser
    012

    Die nächste Wahl ist weit weg und der deutsche Steuerzahler kommt zwar auf alle möglichen Ideen, tendiert aber bekanntlich nicht zum sozialen Ungehorsam…

    Antworten
    • 16. Februar 2010, 16:43 Uhr, von Gabi Gefällt einem Leser
      012.1

      Die nächste Wahl ist weit weg? Nee, nee…

      In NRW steht die nächste Wahl quasi vor der Tür. Ich tippe mal auf eine neue Koalition: schwarz/grün. Das wär` s doch noch für NRW ; )

      Antworten
  12. 15. Februar 2010, 23:19 Uhr, von Miranda Gefällt 4 Lesern
    013

    Wenn ich mir vorstelle, dass man bis in die späten 60″ Jahre seinen Mann um Erlaubnis fragen musste dass man arbeiten will, bzw.ein Konto eröffnen wollte,…

    Bin so froh dass wir diese Zeit hinter uns haben…

    Antworten
  13. 15. Februar 2010, 23:24 Uhr, von Dowanda Gefällt 6 Lesern
    014

    Die Aussage, dass jemand der arbeitet mehr verdienen soll als jemand, der von Hartz IV lebt ist ja auch in höchstem Ausmasse schändlich … Achtung, Ironie!

    Antworten
    • 16. Februar 2010, 3:47 Uhr, von Ramona Gefällt 7 Lesern
      014.1

      @Dowanda, in dem Kontext, wie Westerwelle es sagt, eindeutig ja!
      Nicht die Hartz IV-Bezieher mit ihren geringen Regelsätzen tragen die Schuld an dieser Problematik, sondern die Politik muss sich fragen lassen, wie es möglich ist, dass Arbeit in unserem Staat nicht leistungsgerecht bezahlt wird? Warum stellt sich die FDP nach wie vor gegen die Einführung von Mindestlöhnen?

      Antworten
      • 16. Februar 2010, 19:26 Uhr, von Anja Gefällt 3 Lesern
        014.1.1

        Ich frage mich auch, wieso keine Mindestlöhne festgelegt werden um Dumping-, bzw. Hungerlöhne zu verhindern. Ich kenne mich hier leider viel zu schlecht aus, angeblich glaubt man ja, dass diese Jobs ganz wegfallen würden, wenn diese Arbeitgeber höhere Löhne zahlen müssten. – Ja, dann sollen die wegfallen, denn dann scheint ja irgendwas in der Firmenstruktur nicht zu stimmen. Ich frage mich gerade, was mit den Gewinnen dieser Unternehmen ist, deren Mitarbeiter vom Staat unterstützt werden müssen, da das Gehalt nicht zum Leben reicht. Müssen diese dann wenigstens davon die Differenz an den Staat abführen? Oder machen die alle gar keine Gewinne?
        Kennt sich da jemand aus? Würde mich mal interessieren.
        Sozial ist, was Arbeit schafft… (von der ein Arbeitnehmer leben kann)…sollte der Nachsatz lauten.

        Noch ein Spruch fürs T-Shirt, ich könnte bald meine eigene Kollektion rausbringen. Und damit sich das auch lohnt, lasse ich die Shirts von Kindern nähen, ist billiger und für die Kinder ist es ja besser als nix, oder?
        (Vorsicht Sarkasmus!!)

  14. 16. Februar 2010, 9:44 Uhr, von Mafalda Gefällt 3 Lesern
    015

    Habe gerade ein Interview mit Dr.Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes gelesen. Die Paritäten haben 3 Kernforderungen: Erhöhung des Regelsatzes SGBII, öffentlich finanzierter Beschäftigungssektor, gutes Bildungssystem (das deutsche Bildungssystem ist das, was in Europa am stärksten sozial selektiert…).

    Wer sind die Verursacher prekärer Beschäftigungsverhältnisse? Wer vernichtet Vollzeit-Arbeitsplätze, zersplittert sie in Mini-Jobs oder wandelt sie in Leiharbeit um?

    Gemolken werden diejenigen, die derzeit noch in Vollzeit-Arbeitsplätzen stecken, nicht von ihren Hartz-IV-empfangenden Nachbarn – sondern ihren Arbeitgebern.

    Die wahren Sozialbetrüger und Staatsschmarotzer finden sich in Datensätzen, die niemals zugänglich gemacht werden würden, gäbe es nicht den einen oder die andere, die das Spiel SO nicht mehr gespielt sehen wollen. also nicht mehr obedient sein wollen…

    By the Way: 2010 ist das Europäische Jahr gegen Armut und Ausgrenzung. Das hat allerdings nur dann irgendeinen Sinn, wenn diejenigen, die es angeht sich nicht mehr brav wie die Lämmer beschimpfen lassen und vor Scham den Kopf einziehen. Wenn die, die in Angst vor Arbeitsplatzverlust nicht mehr brav unbezahlte Mehrarbeit leisten und sich ansonsten wegducken aus der Diskussion.

    “Calves are easily bound and slaughtered/ never knowing the reason why/ But if you´ve got wings to fly with/ like the swallow you´ve learned to fly.” Na, wer kennt es noch, dieses Lied?

    Antworten
  15. 16. Februar 2010, 10:03 Uhr, von Nicole Gefällt 2 Lesern
    016

    Wenn die Arbeitnehmer im öffentlichen Sektor streiken können (darunter zähl auch ich), dann sollten die Langzeitarbeitslosen die es nicht mehr sein wollen und denen es ziemlich gegen den Strich geht, vor dem Deutschen Bundestag streiken gehen!

    Gab es so etwas schon einmal? Eine Art Riesendemonstration der (Langzeit)-Arbeitslosen, Geringverdiener?

    Politiker sollten selbst einmal für eine lange Zeit in diese “Rolle” schlüpfen! Sie würden am Stock gehen.

    Antworten
  16. 16. Februar 2010, 15:13 Uhr, von Yvonne Gefällt einem Leser
    017

    Die Zeiten, in denen der Ehemann noch über die berufliche Zukunft seiner Frau entscheiden konnte, wünschen sich sicher viele zurück. Das Thema Arbeitlosigkeit, Hartz IV und die Auswanderung ins gelobte Land (die SVP bräuchte ein neues Feindbild), wären vom Tisch. Nur, ob die vielen neuen frei gewordenen Arbeitslplätze tatsächlich besetzt werden würden, bezweifle ich stark. Welcher Mann würde schon zu den Konditionen arbeiten, die die meisten Frauen erdulden müssen?!
    Sollen doch bitte mal alle, die Hartz IV- Empfänger veruteilen, ein halbes Jahr unter diesen Umständen leben!

    Antworten
  17. 16. Februar 2010, 15:42 Uhr, von Isabell Gefällt 3 Lesern
    018

    @mafalda,
    die soziale selektion beginnt bei uns tatsächlich schon im kindesalter..
    kindergarten/frühförderung abhängig vom elternhaus, 3-gliedriges schulsystem, soziales umfeld. selbst wenn sich eine junge erwachsene aus armen oder “un-”gebildeten verhältnissen durch die schule bis zum abi quält (quälen ist für mich das richtige wort,denn ich z.b. habe meine schulzeit größtenteils mit unzufriedenen lehrern und monotonem unterricht im sinnentleerten 45min.takt verbracht) mag für sie ein hochschulstudium nicht attraktiv sein, da sie schulden auf sich nehmen müsste.zudem wird bei abschluss eines studiums längst nicht mehr gewährt eine angemessene stelle mit adäquater bezahlung zu bekommen.
    ich selbst komme nicht aus sozial schwachen verhältnissen, aber meine eltern haben kein abitur/sind keine akademiker u ich habe keine sonderliche kulturelle bildung genossen. das finde ich nicht schlimm, aber ich merke doch oft wie viele studenten aus akademikerfamilien kommen und die nötige bildung schon von zuhause mitbekommen haben.das ist erschreckend und müsste ein alarmierendes zeichen sein, dass unser system hakt.
    zudem gebe ich anja recht, dass soziale berufe unterbezahlt sind und das sicherlich nicht förderlich ist für eine sozialere gesellschaft.
    ich finde auch, dass es fehl am platz ist darüber zu diskutieren ob hartz4-empfänger auf der faulen haut sitzen oder nicht…grundsätzlich gibt es so viele wichtigere baustellen und diskussionswürdige themen für eine sozialstaatsdebatte, dass dies mir vorkommt wie ein schlechter zirkus.
    so wie´s jetzt läuft, werden wir jedenfalls nicht zu besseren oder sozialeren menschen, weil die ungerechtigkeit zu groß ist…klar, in meinem umfeld merke ich das nicht so stark aber wenn westerwelle mal wirklich nach unten und oben sehen würde und nicht nur in der mitte glotzen würde, wäre mehreren viel mehr geholfen.

    Antworten
  18. 16. Februar 2010, 15:54 Uhr, von Cate
    019

    So ein “außereheliches Techtelmechtel” kann dabei doch auch mal ganz auffrischend sein, vor allem, wenn schon in der Hochzeitsnacht die ersten Zweifel aufkommen (sollten)… Es sei denn, man heiratet von vorneherein nur aus materiellen Gründen und glaubt gar nicht an die groooße Liebe. Schlimm schlimm das…
    Naja, ich habe mir dieses außereheliche Techtelmechtel in Form einer Lernunterbrechnung auch mal gegönnt und werde mich nun wieder mit neuem Schwung der Technischen Mechanik (meiner neuen Zwangliebe) widmen… :o)

    Antworten
  19. 16. Februar 2010, 16:13 Uhr, von Regina Gefällt 5 Lesern
    020

    Das Problem ist ja nicht, dass es nicht genug zu tun gibt in dieser Welt, das Problem ist, dass wir oft nicht sehen wollen, wo wirklich sinnvolle Arbeit gemacht werden müsste, wie z.B. in Altenheimen, in Krankenhäusern. Die schon seit ewig andauernde Misere in Altenheimen (eine Schande für einen Sozialstaat!)liegt maßgeblich daran, dass nicht genügend Personal da ist, welches sich angemessen um die Menschen kümmern kann. Warum schafft der Staat nicht dort Arbeitsplätze, wo wirklich etwas getan werden müsste? Weil die alten Menschen keine Leistungsträger mehr sind, auch keine zukünftigen?

    Wenn unsere Sozialkassen nicht mehr in der Lage sind, die tatsächlich notwendigen Kosten aufzubringen, dann müssen wir endlich einsehen, dass unser System so heute nicht mehr passt! Anstatt immer und immer wieder diese Flickschusterei zu betreiben, hier zu senken und dort zu erhöhen, dann dort wieder zu senken und hier wieder zu erhöhen, sollte ernsthaft über einen grundlegenden Systemwechsel nachgedacht werden. Möglich wäre es z.B., die nicht mehr funktionierenden Sozialkassen abzuschaffen und das ganze über Steuern zu finanzieren.

    Antworten
    • 16. Februar 2010, 16:57 Uhr, von Mafalda Gefällt einem Leser
      020.1

      Als vergangene Woche das BVerfG-Urteil gesprochen wurde, gab´s am nächsten Tag in meiner – nun saarländischen – lokalen Tageszeitung eine Karikatur:

      Das Mädchen aus dem Sterntalermärchen in einem statt mit “Flocken” (sic!) mit Geldscheinen gefüllten “Schüttelhäuschen” … durch die Glaskuppel hermetisch getrennt von den außen liegenden Scheinbergen. Genauso wird es mit den Sozialkassen gemacht. Heimlich still und leise der Arbeitgeberanteil dazu gekürzt und z.B. via Zusatzbeiträge bei den Krankenkassen mehr und mehr Last auf die abhängigen Pflichtversicherten abgewälzt.

      Und SGBII-EmpfängerInnen zahlen die 8 Euro ebenfalls – weder das Ministerium von der Leyens noch das Röslers sehen eine Veranlassung, die Zusatzbeiträge für diese Versichertengruppen auszusetzen oder zu übernehmen.

      Bin grad dicht an diesem Thema dran, da es auch die Beschäftigten unserer Beschäftigungs(Ü58)- bzw. Qualifizierungsprojekte betrifft, die in dieser Hinsicht um Beratung baten.

      Antworten
  20. 16. Februar 2010, 19:14 Uhr, von US Gefällt 3 Lesern
    021

    So richtig Emanzipiert kann ich mich erst fühlen, wenn ich das selbe Gehalt beziehe wie mein Kollege, da ich den gleichen Job erledige wie ER. So sind sie die Prinzen! Ha, ha….
    Darauf kann Frau noch eine Ewigkeit warten, bis zum Nimmerleinstag.
    Helau und Alaaf!!!! Am Aschermittwoch ist alles vorbei……
    Ich wünsche allen noch einen schönen Abend.

    Antworten
    • 18. Februar 2010, 22:08 Uhr, von na ich Gefällt einem Leser
      021.1

      hast du schon nach dem gleichen gehalt gefragt????
      wenn du drauf wartest könnte es wirklich lange dauern ;-)

      (und emanzipiert bist du doch genau dann, wenn du das gleiche gehalt einforderst!! also, bloß nicht warten, sondern HANDELN!!!) :-)

      Antworten
  21. 17. Februar 2010, 1:09 Uhr, von Regina Gefällt 7 Lesern
    022

    Es ist schon verrückt: Früher hat die Menschheit sich bemüht,immer mehr Hilfsmittel zur Arbeitsreduzierung zu schaffen und nun schreien wir, dass wir mehr Arbeit brauchen.

    Vielleicht ist es eher eine Frage der richtigen Verteilung.

    Wir sollten uns grundsätzlich mehr Gedanken über den Sinn von Arbeit machen, das Wort “Arbeit” überhaupt mal vernünftig definieren. Was ist Arbeit? Irgendein Herumgehampel wofür es Geld gibt? Irgendetwas herumzufummeln, Hauptsache, ich kann mir damit meinen Lebensunterhalt verdienen, mir Sicherheit verschaffen, mein Selbstwertgefühl erhöhen? Das ist nicht der wirkliche Sinn von Arbeit! Arbeit bedeutet für mich, etwas wirklich Sinnvolles zu tun, was anderen Zugute kommt. Das sollte etwas sein, was ich gut kann und auch gerne tue. Dafür tun Andere etwas, was sie widerum gut können und gerne tun, was mir Zugute kommt. Das ist der Austausch in einer Gesellschaft.

    Wir sollten mehr Mühe darauf verwenden, dass Menschen herausfinden können, was sie wirklich gerne tun wollen, was sie als ihre Berufung ansehen (=Beruf), wo ihre Talente liegen, was sie wirklich gerne lernen wollen. Und somit das Intrinsische, welches in jedem Menschen schlummert, zu wecken. Mit intrinsich meine ich die eigentlich in jedem Menschen innewohnende Motivation, aktiv zu werden. Jeder Mensch, der sich wohl fühlt, dem es gut geht, der sich geachtet fühlt, möchte gerne irgendetwas Sinnvolles tun und sich sozial verhalten. Dies gilt auch für die viel bescholtenen Hauptschüler.

    Bei uns steht immer der Lohn im Vordergrund, als ginge es immer nur darum, Geld zu verdienen mit dem, was man tut. Das wird schon in der Schule antrainiert, wo es nicht darum geht, wirklich gerne etwas lernen zu wollen, sondern nur darum, zu lernen, um eine möglichst gute Note dafür zu bekommen. (Ich fand das früher schon albern und hatte am Ende jedes Halbjahres bei der Notenvergabe demonstrativ den Klassenraum verlassen oder habe Unterrichtsstunden, die mich nicht interessierten, geschwänzt, um in einen anderen Unterricht zu gehen, in dem ich nicht angemeldet war und somit auch keine Noten bekam -ich geb’s zu, ich war ein Rebell)
    Auch für “einfache” Berufe, braucht man Talent und kann sie als “Berufung” für sich und seinen Lebensweg empfinden. Deshalb sollten auch diese Berufe sehr geachtet werden, wie auch Tätigkeiten, die keiner besonderen Ausbildung gebrauchen. Ich hatte früher eine zeitlang als Putzfrau gearbeitet und ich muss sagen, ich habe das sehr sehr gerne gemacht, sofern ich dies in einer menschenwürdigen Art und Weise tun konnte, d.h. selbstbestimmt und ohne Hektik, da ich dies als sehr wichtige und ehrenvolle Arbeit empfand, zumal es hinterher immer ein sichtbares zufriedenstellendes Resultat gab.
    Tätigkeiten, die wirklich in der Regel keiner gerne macht, wie die Paradebeispiele Müllabfuhr oder Klofrau, sollten zum Ausgleich dafür sehr gut bezahlt werden, als Anerkennung für die Menschen, die diese Arbeiten trotzdem für uns tun.

    Geht es letztendlich nicht hauptsächlich darum, dass wir uns als Individuen und als Gesellschaft und als globale Gemeinschaft weiterentwickeln und uns gegenseitig dabei helfen? Ganzheitlich, nicht nur wirtschaftlich? Ist die Wirtschaft nicht eigentlich nur das Mittel und nicht der Zweck?

    Antworten
    • 17. Februar 2010, 7:48 Uhr, von Mafalda Gefällt 2 Lesern
      022.1

      Hmmm, die heilige Kuh, das goldene kalb, um das alles tanzt ist das Bruttoinlandsprodukt. Produktivität, Effizienz, Wirtschaftlichkeit, Erfolg eines Staates werden damit ausgedrückt. Dieses Bruttoinlandsprodukt erfasst jedoch nur die Produktivität der in abhängigen Arbeitsverhältnissen und wirtschaftlichen Zusammenhängen geleisteten Güter. Seit jeher wird die regenerative, die Erziehungs- und Pflegearbeit, die i.d.R. von Frauen geleistet wird davon NICHT erfasst.

      Nun ist im vergangenen Jahr – damals stand ein Artikel im SPIEGEL – erstmals der Gedanke aufgekommen, den “Erfolg”(=Wohlstand) eines Staates nicht allein mehr nur an “Erwerbsarbeit”(=allein gültige Leistung) und Wirtschaft sondern auch anhand solcher Kriterien festzumachen wie “Zufriedenheit”, “Bildungsleistung” etc. festzumachen… Irgendwie scheint diese Diskussion noch unterm Schleier zu verlaufen. Doch es ist – angesichts des Aussterbens “traditioneller” Erwerbsarbeitsplätze – in meinen Augen unerlässlich, einen Paradigmenwechsel in Bezug auf “Leistung” und “Wohlstand” einzuleiten.

      Antworten
      • 18. Februar 2010, 1:01 Uhr, von Regina Gefällt 2 Lesern
        022.1.1

        Mein Reden!
        Es geht um eine ganzheitliche Lebensqualität, die ihre Wurzeln im Inneren des Menschen hat, dort, wo der Mensch als erstes genährt werden sollte.
        Du hast Recht, unsere Köpfe sind noch nicht soweit, da redet man wohl noch lange Zeit gegen die Wand, bis die Schieflage so weit fortgeschritten sein wird, dass ein Umdenken unumgänglich sein wird. Gut Ding will halt Weile haben – nur, leben wir dann noch? Oder sind wir bis dahin schon längst aus lauter Gier und Wahnsinn atomverseucht und /oder überschwemmt und/oder dem Hitzetod erlegen?

    • 17. Februar 2010, 10:02 Uhr, von Miranda Gefällt 3 Lesern
      022.2

      Gefällt mir sehr gut, wir sind gerade dabei die Implementierung des Bildungsplanes umzusetzten, wo es darum geht, die ganzheitliche Entwicklung in den Vordergrund zu stellen. Wir sind Akteure unserer eigenen Entwicklung.
      Warum wird meist nur hingewiesen was nicht so gut läuft, wieso klingt ein hast du gut gemacht, aber…meistens fade.
      Es muss ein Umdenken passieren, dieser ständige Blick auf das Negierende bringt nicht weiter und it ein nicht zu gut machender Angriff auf das Selbstwertgefühl.
      Wieso werden einem die Wertungen schon früh eingetrichtert?
      Dass vermeintliche Streben nach Erfolg, ist es nicht auch Ersatz und Flucht vor Leere?
      Bekomme dass oft gespiegelt, dass man in der sozialen Branche nichts verdient, aber doch ist eine Berufung und nicht Profitgier.
      Doch kann ich gestalten, mit Menschen arbeiten und werde nicht gelenkt durch immensen Zeitdruck und Terminierung.
      War kurz mal auf dem Zug oben als ich 50-55 h gearbeitet habe, aber bin zum Glück abgesprungen, denn der Motivator Geld gab es ja zum Glück nicht.

      Ich bin wirklich kein Sozialist aber ich empfinde die Scheren bei den Gehältern einfach viel zu weit geöffnet, wie rechtfertigen sich Gehälter über der 10.000 @ Grenze, dass ist doch mehr als man definitiv für ein gutes Leben braucht?
      Und im Gegensatz dazu bei unteren Einkommenszahlen wo man sich noch nichtt mal Urlaub leisten kann,.
      Klar soll man für ein Studium und gute Ausbildung ansprechend honoriert werden, aber muss es gleich maßlos sein?
      Bin sehr dafür permanent den Kindern die Lust auf Bildung und Motivation schmackhaft zu machen aber mit dem Hinblick darauf was die eigenen Talente bedeuten und nicht in einem Raster darzustellen dass der Weg einbetoniert ist und es keine Kurven geben soll…
      Ich bin davon überzeugt dass genügend für alle da wäre mit einem guten Konzept für die Leistungsschwachen.
      Aber irgendwie will dass wohl keiner schreiben!

      Antworten
      • 17. Februar 2010, 13:29 Uhr, von Regina Gefällt 2 Lesern
        022.2.1

        Ich denke auch, dass genügend da wäre für alle! Das ist ein wichtiger Punkt!
        Unser System scheint so merkwürdig verdreht, verkantet und verkrustet, dass man kaum noch klar sehen kann. Deshalb dreht sich in Wirklichkeit alles nur im Kreis.

        Ich kann die Begrifflichkeiten wie “Leistungsstarke, Leistungsschwache, sozial Schwache (ganz schlimm), Sozialschmmarotzer” usw. nicht leiden, sie sind diskriminierend. Deshalb fand ich den Begriff “abgehängtes Präkariat” gut, weil keiner diesen Begriff versteht, denn was ich nicht verstehe, kann mich auch nicht kränken.

      • 17. Februar 2010, 14:52 Uhr, von Miranda Gefällt einem Leser
        022.2.2

        Ja Leistungssschwach klingt blöd, sorry!

    • 17. Februar 2010, 11:57 Uhr, von Dörte Gefällt 2 Lesern
      022.3

      Ja, ja, der Herr Westerwelle. Kann er nicht mal einen Gang zurückschalten und sachlich sein? Eine Sozialstaatdebatte ist nicht verkehrt, aber bitte nicht so. Das Thema Sozialstaat von oben nach unten diskutieren zu wollen, ist genau der verkehrte Weg. Kennt der Herr Bundesaußenminister eigentlich die Probleme der Arbeitslosengeld II-Empfänger und die Detailvorschriften? Der Mann hat vermutlich von Tuten und Blasen keine Ahnung.

      Frau von der Leyen reagiert wenigstens:
      http://www.bmas.de/portal/42172/2010__02__16__haertefallregelung.html

      Angenommen, das Thema Sozialstaat würde von „unten nach oben“ diskutiert werden, dann würde der Mensch mit seinen Grundbedürfnissen im Fokus stehen. Es würden Themen wie Ethik, Bildung, Chancengleichheit usw. angeschnitten werden. Das Prinzip, wer viel leistet – wobei das VIEL neu zu definieren wäre – soll mehr bekommen, macht nach wie vor Sinn. „Leistung“ kann im Bildungswesen anders vermittelt werden. Je mehr gegen Armut unternommen wird, desto stärker würde die sog. Mittelschicht wachsen. Eine starke Mittelschicht kann unser Staatssystem tragen. Auf den A II-Empfängern rumzuhacken, spaltet. Es ist Aufgabe der Politik, vernünftige Rahmenbedingungen zu schaffen.

      In der Wirtschaft beispielsweise gewinnt Compliance mit all seinen Abstufungen bis hin zur Personalcompliance an Bedeutung. Hochschulabschlüsse werden diesbezüglich angeboten.

      Viele Bürger würden sich Einschränkungen gefallen lassen, wenn sie denn geeignet sind, einen sozialen Staat zu fördern. Die Wenigsten wollten die Steuersenkungen über das Wachstumsbeschleunigungsgesetz. Es tut sich was in der Wirtschaft – und ich meine auch bei den Bürgern selbst. Soviel zum Text des Postings.

      Zum Bild: Stark vergrößert gelingt es, den englischen Text zu lesen. Das mit der Gesichtscreme schien damals ein echtes Problem gewesen zu sein. :-))

      Antworten
    • 17. Februar 2010, 20:13 Uhr, von Larah Gefällt 2 Lesern
      022.4

      Deine Ausführungen sind gut, du musst aber auch realistisch bleiben. In unserer Zeit geht doch gar nix ohne Geld. Geld regiert ja bekanntlich die Welt. Ohne die Kohle kannst du dir keinen gewissen Lebensstandard leisten. Ich finde, dass alle Berufe gleich angesehen werden sollten. Was würden wir z. B. ohne eine Putzfrau tun? Mein Büro würde aussehen … Wir sind in den letzten Jahren immer mehr zu einer Leistungsgesellschaft mutiert. Das bringt einfach der Fortschritt mit sich, alles entwickelt sich immer schneller und man muss auch immer mehr darfür tun, man muss Schritthalten mit der Zeit und das geht ohne Geld nicht. Das Leben wird immer teurer. Schau dir mal die Kinder an, wie schwer es sozial schwache Kids in der Schule haben. Die können sich keine Pumaturnschuhe leisten und schon sind sie Außenseiter. Ist doch klar, dass jeder nach Geld und auch Anerkennung streben. Denn nur so funktioniert auch ein würdiges Leben.

      Antworten
      • 17. Februar 2010, 20:37 Uhr, von Nicole
        022.4.1

        Traurig aber wahr!

      • 17. Februar 2010, 21:53 Uhr, von Dörte Gefällt einem Leser
        022.4.2

        Larah, du kannst einfach Dörte zu mir sagen. Aber: Geld macht nicht glücklich. Es erleichtert das ein oder andere, gibt ein wenig Sicherheit. Obschon ich mir, was die zukünftige Entwicklung des Euro angeht, nicht sicher bin. Frei machen von Schnickschnack und Imageprodukten, das tut gut, denke ich. Reine Kopfsache, wie auch das anerzogene Leistungsdenken, sprich: wer viel Geld verdient, ist ein Leistungsträger. Blödsinn.

        Das Puma-Kinderturnschuhe-Problem ließe sich über Vernunft in den Griff bekommen, nicht mit mehr Geld für Imageprodukte. Aber qualitativ gute Turnschuhe brauchen Schulkinder – und zwar alle.

        Von unten nach oben ließe sich ein sozialer Staat mit einer gut ausgebildeten Mittelschicht aufbauen, wenn dies denn gewollt ist. Bei Herrn Westerwelle bin ich mir nicht sicher, ob er die Stärkung der Mittelschicht will, auch wenn er davon redet. Er ist für mich – seitdem er Minister ist – zu einem Demagogen geworden. Vorher war er anders drauf; seine ‘Persönlichkeit’ wirkt verändert. Seine Freunde sollten sich Sorgen um ihn machen… „Das ist nicht mein Duktus“ hat die Kanzlerin gerade gesagt (heute-journal). ;-)

  22. 17. Februar 2010, 7:15 Uhr, von Anja Gefällt einem Leser
    023

    Ein Leistungsträger macht sich jetzt auf den Weg, um vor der Arbeit noch mit seinem Patenkind zusammen das Aschenkreuz abzuholen. Blöd nur, dass es 100km entfernt wohnt…
    Warum gibt es eigentlich  noch keine Aschenkreuz-App? ;-)

    Antworten
  23. 17. Februar 2010, 14:02 Uhr, von Regina Gefällt 8 Lesern
    024

    Nehmen wir mal das Beispiel “Ärzte”:
    Unglaublich viele Ärzte haben diesen Beruf nicht aus Berufung ergriffen, sondern weil der Arztberuf noch zu den bestbezahlten und meistangesehen Berufen zählt. Da ist man dann wer.

    Paradox sind die Zugangskriterien zum Medizinstudium: Einzig und allein der Numerusklausus zählt. Der sagt aber gar nichts darüber aus, ob dieser Mensch mit Einser-Abitur überhaupt Talent für den Arztberuf hat. Es ist nicht damit getan, einfach etwas auswendig zu lernen, um es dann papageienartig nach zu plappern. Das endet im Tunnelblick, der keinem weiterhilft. Da Berufung und Talent immer zusammen gehen, sollte man vor Beginn der Ausbildung eher die Motivation überprüfen und auch später, vor der Spezialisierung, überprüfen, ob dieser Anwärter überhaupt über die nötigen Fähigkeiten für die angestrebte Fachrichtung verfügt. Ein Orthopäde z.B. muss sensible Finger haben, um manuell vernünftig diagnostizieren zu können (in der Realität ein Desaster!) und ein Psychiater sollte u.a. unbedingt empathiefähig sein und eine gute Intuition für Menschen haben (in der Realität ebenfalls meist ein Desaster).

    Viele studieren Medizin, weil sie ihr Einser-Abitur ausnutzen wollen, in Wirklichkeit aber eher für andere Berufe geeignet wären, und dann haben wir da die Pappnasen sitzen, die nur Pillen verschreiben, weil sie in Wirklichkeit nichts begriffen haben.

    Wirklich gute Ärzte würden unser Gesundheitssystem enorm entlasten!

    Diejenigen, die herumkrakeelen, sie würden wegen der hiesigen “Hungerlöhne” ins Ausland abwandern, können wir hier sowieso nicht gebrauchen. Das sind meist keine wirklichen “Leistungsträger”, sondern asoziale Geldgeier, die sich mehr dafür interessieren, viel Geld zu verdienen, als Menschen zu helfen.

    Antworten
    • 17. Februar 2010, 19:29 Uhr, von PP Gefällt 3 Lesern
      024.1

      Regina, du wirst deine Erfahrungen gemacht haben, aber deine Aussagen sind mir doch etwas zu pauschal. Ich erlebe die Menschen, der von dir genannten Berufsgruppen und sehe, wie sie sich oft für ihre Patienten aufreiben. Bei dem Thema gehen die Meinungen aber sicher weit auseinander.

      Antworten
      • 17. Februar 2010, 19:44 Uhr, von Nicole Gefällt 4 Lesern
        024.1.1

        Kann ich so unterschreiben!

        Ich arbeite im Gesundheitswesen und kann dazu sagen, dass die Oberärzte UND Assistenzärzte einen Drittel von dem verdienen, was ein Chefarzt verdient, obwohl die OÄ und Assis (so werden die Assistenzärzte abgekürzt und soll keine Abwertung bedeuten) die ganze Praxis ableisten und sich den A**** aufreißen und Chefarztbehandlung nicht das ist, was sich ein Privatpatient erhofft. Chefärzte sind aus der Praxis raus und haben es nicht verdient, wie Koryphäen behandelt und entlohnt zu werden. Hier besteht auch eine große Diskrepanz! Aber das nur am Rande zu dem Thema.

        Hier sind wir weit vom “Leistungsträger” entfernt und driften viell. etwas ab ohne den Kommentar von URS zu ignorieren.

      • 17. Februar 2010, 22:03 Uhr, von Regina Gefällt 5 Lesern
        024.1.2

        Es ist vollkommen richtig, was Ihr sagt, auch Larah @019.4.. Es gibt immer Diese und Jene und meine Erfahrungen diesbezüglich sind tatsächlich auch vielfältig. Es geht mir nicht darum, zu pauschalieren, das ist fast immer falsch.
        Mein Anliegen ist es, in dem Kontext “Leistungsträger” und “Sozialität” darzulegen, dass wir nach meinem Empfinden (wieder) mehr auf Inhaltliches, denn fast ausschliesslich auf Finanzielles, wie es in unserer Gesellschaft üblich ist, schauen sollten.
        Es ist richtig, dass sich in unserem System alles über Geld reguliert, dass Geld also im Leben als Tauschmittel notwendig ist, was ja auch sehr praktisch ist. Aber mir geht es zuviel immer nur um Geld, meines Erachtens verlieren wir darüber sehr leicht (haben es schon längst) die wesentlichen INHALTE aus den Augen. Lebensqualität und ein würdiges Leben hängen zwar stark, aber bei weitem nicht nur vom Geld ab.
        Mir geht es darum, dass wir meines Erachtens, wollen wir langfristig wirklich unsere Probleme lösen, viel viel tiefer schauen müssen, als das normalerweise getan wird.
        Ein Mensch, und das gilt auch für Kinder, der In SICH zufrieden ist, wird sich kaum um Markenartikel scheren und auch kaum auf die Idee kommen,andere wegen soetwas auszugrenzen. Deswegen sollten wir m.E. mehr in die inhaltliche Richtung arbeiten.
        WAS MACHT UNS WIRKLICH GLÜCKLICH? (Außer der Unerreichbarkeit?)
        Dann würden sich viele Probleme von selbst lösen.
        Es ist z.B. nicht nur die leistungsgerechte Entlohnung, die dem Arbeitenden Würde verleiht, sondern auch die Art und Weise, wie gearbeitet werden kann, z.B. selbstbestimmt, in gesunden, nicht krankmachenden Rahmenbedingungen, in menschenwürdigem Tempo – und- sehr wichtig: gemäß der eigenen Veranlagung!
        Der MENSCH muss wieder in den Mittelpunkt, nicht der Mensch als Leistungsmaschine.

        Wir müssen uns überlegen, wohin wir eigentlich fortschreiten. Es kann nicht angehen, dass wir wirtschaftlich, technisch und leistungs- und tempomäßig immer mehr fortschreiten (ich möchte nicht in Abrede stellen, dass dies alles ganz wunderbare Dinge sind), menschlich aber immer mehr auf der Strecke bleiben.
        Zur Erinnerung sei gesagt, dass Deutschland auf der Glücklichkeitsskala der Welt auf den hintersten Plätzen rangiert (Allemagne un point), und die Zahlen derjenigen, die wegen psychischer Dysbalancen aus den Latschen kippen, immer höher werden. Vor allem Letzteres sollte uns alarmieren, dass bei uns so einiges auseinander driftet (und das ist nicht nur die Schere zwischen arm und reich), was ein tieferes, wahrscheinlich auch unkonventionelleres Hinschauen notwendig macht. Darum geht es mir, nicht um Schwarz-Weiß-Malerei.
        Vielen Dank!

    • 18. Februar 2010, 21:30 Uhr, von PP Gefällt einem Leser
      024.2

      Ich verstehe schon was du sagen willst, ich glaube aber auch, dass, wer seinen Beruf nicht mit etwas Liebe und Freude ausführt, daran krank wird oder unzufrieden irgenwann alles hinwirft.

      Lohn und Ansehen von Berufen sind ein entscheidender Faktor der Berufswahl in unserer Gesellschaft, das ist ganz klar.

      Mir ist jedenfalls noch keiner untergekommen, der sich glücklich und mit Stolz geschwellter Brust vor mich hingestellt hat und sagt: “Ja, ich bin ausgebildeter Gebäudereiniger und das gerne. Das war meine 1. Berufswahl und ich reinige für mein Leben gern.” (auch wenn ich es nicht nachvollziehen könnte, ich meine, gerne putzen… ;-))

      Antworten
      • 18. Februar 2010, 23:35 Uhr, von Regina Gefällt 4 Lesern
        024.2.1

        Eine Freundin von mir putzt schon seit Jahren Treppenhäuser und sagt immer wieder mit einem Strahlen in den Augen, wie gerne sie das tut. Sie ist aber damit selbständig, kann es sich selbst einteilen und handelt gute Bezahlungen aus. Da sie sonst ein intellektueller Typ ist, tut ihr diese “erdende” Tätigkeit gut, weil sie dabei auch ihren Körper kräftigt, wie sie sagt, dann braucht sie nicht mehr in die Muckibude. Sie hatte übrigens vor vielen Jahren ihre Doktorarbeit in Philosophie abgebrochen, weil sie für sich keinen Sinn darin sah. Sie ist ein auffallend zufriedener Mensch, weil sie die Fähigkeit hat, sich selbst treu zu sein und sich nicht fremdleiten lässt. Ein Vorbild für mich.

  24. 17. Februar 2010, 16:13 Uhr, von urs bürgi Gefällt 11 Lesern
    025

    Der Beitrag Nr. 021 ist ein Beispiel, warum es sinnvoll ist, wenn qualitative Beiträge animieren sollen, selber weiterführende Gedanken einzubringen, dem Blog gegenüber abstinent zu sein und zu bleiben und dafür Raum zu lassen, zumal es zunehmend “021″ gibt. Una alternativa è MartyBlog.

    Antworten
    • 17. Februar 2010, 22:16 Uhr, von Regina Gefällt 5 Lesern
      025.1

      Lieber Urs (ich denke, dass Du ein Mann bist?),

      ich habe Deinen Kommentar zum Beitrag “021″ nicht verstanden, wahrscheinlich, weil er von mir ist. Wärest Du so freundlich und würdest mir erklären, was Du genau meinst?
      Vielen Dank!

      Antworten
      • 18. Februar 2010, 10:02 Uhr, von urs bürgi
        025.1.1

        “Diejenigen, die herumkrakeelen, sie würden wegen der hiesigen “Hungerlöhne” ins Ausland abwandern, können wir hier sowieso nicht gebrauchen. Das sind meist keine wirklichen “Leistungsträger”, sondern asoziale Geldgeier, die sich mehr dafür interessieren, viel Geld zu verdienen, als Menschen zu helfen.” Das muss frau weder lesen, noch kommentieren. Es ist weder zutreffend, noch ist es eine intelektuelle Anregung. Es assoziiert allenfalls das Poster “Decade of disclosure” vom 28.01.10.

      • 18. Februar 2010, 15:58 Uhr, von Regina Gefällt 9 Lesern
        025.1.2

        @ Urs,
        vielen Dank für Deine Mühe, jetzt sehe ich klarer, finde aber, dass Du mit Deinem Kommentar deutlich überreagiert hast! Wahrscheinlich hast Du Deine persönlichen Gründe dafür, die ich nicht kenne, ich hoffe aber, dass Du sie kennst.
        Zugegeben, dieser letzte Satz war sehr provokant und sollte nicht für sich genommen pauschal gesehen werden, sondern in dem Kontext, in dem er in dem gesamten Beitrag steht, auch mit den anderen meiner Kommentare in diesem “thread”. Ich vermute, Du hast die Kernaussage des gesamten Beitrags nicht verstanden (vielleicht auch nicht wollen?)
        Wie dem auch sei, ich finde Deine Idee total überzogen, wegen eines solchen Satzes, der Dir (und sicher auch einigen anderen) nicht passt, dem gesamten Blog fernbleiben zu müssen. Das ist eine ungeheure Beleidigung, und zwar nicht nur für mich, die hier völlig fehl am Platze ist.

        Was meinst Du mit “zumal es zunehmend “021″ gibt? Ist das ein Angriff gegen mich oder gegen andere Meinungsträger, die Dir nicht passen oder gegen den gesamten Blog oder was?
        Das ist nicht schön, was Du hier machst, wenn dann solltest Du inhaltlich argumentieren, anstatt polemisch derartig beleidigende Spitzen auszuteilen. Ich möchte Dich bitten, Dein Verhalten zu reflektieren, denn ich halte es für möglich, dass Deine Überreaktion mit meinem Kommentar “026″ aus dem vergangenen thread “looking glass” zusammenhängt. Ich kann Dich beruhigen, ich bin nur selten so aktiv in diesem Blog, wie zu diesem Thema, ich habe nämlich eigentlich gar nicht soviel Zeit.
        Und ich nehme schonmal gar nicht hier teil, um mich zu streiten.

      • 18. Februar 2010, 16:02 Uhr, von Nicole Gefällt 5 Lesern
        025.1.3

        Danke! Seh ich auch so.

    • 18. Februar 2010, 11:31 Uhr, von Nicole Gefällt 6 Lesern
      025.2

      Auch wenn ich Regina’s Kommentar so auch unzutreffend und unschön formuliert finde, muss ich ihre eigene Meinung respektieren. Es abzuwerten und es für “nichtlesbar” zu kommentieren, finde ich aber auch ziemlich unschön. Wenn jeder die gleiche Meinung hätte, dann würde die Politik ja flutschen!

      Antworten
      • 18. Februar 2010, 16:26 Uhr, von urs bürgi
        025.2.1

        Gerne: unter 022 schrieb ich “MartyBlog”. Danach sah ich den Fehler und entschuldigte mich 0223: “Tut mir leid, wollte sagen: Maty’s Blog gefällt mir sehr”. Nahm aber die falsche Form und daher: 02231: Wollte sagen: ich will sagen: Maty’s Blog…heute ist Föhn”. Alles klar? Und zu 022: es geht nicht um “andere Meinung” und schon gar nicht um “alle die gleiche Meinung”, da hab’ ich kein Problem,im Gegenteil, aber die Art und Weise, ich nehm’ so was nicht einfach hin, weil es meinem Anspruch nicht genügt: Studentin, Doktorantin, Blog einer Professorin. Von mir aus mündlich, mit gleichen Vereinfacherinnen, aber nicht öffentlich diese Verquickung von Berufsgruppe, Wortwahl und Simplifizierung.

      • 18. Februar 2010, 16:26 Uhr, von Regina
        025.2.2

        Ja, das fände ich auch sehr gut!

      • 18. Februar 2010, 16:55 Uhr, von Regina Gefällt 7 Lesern
        025.2.3

        Es ist mir völlig egal, ob sich hier Studenten, Doktoranten, Professoren oder sonstige Wesen mit bescheinigter Intelligenz und Intellektualität tummeln, was ist denn das für ein Dünkel???
        Hier darf jeder seine Meinung kundtun!
        Wahrscheinlich habe ich Dich auf einen persönlichen Schlips getreten….
        Ich habe diese Berufsgruppe gewählt, weil sie in dem gesamten Kontext am besten für das geeignet war, was ich sagen wollte und auch, weil ich mich in dieser Berufsgruppe ein wenig auskenne. Und das, was ich sagen wollte und hoffentlich auch gesagt habe, trifft selbstverständlich nicht auf alle Menschen dieser Berufsgruppe zu!!!!! Oft vereinfacht man nämlich selbst aus subjektiven Gründen das Gelesene!!
        So, ich hoffe, das war es jetzt.

      • 18. Februar 2010, 18:14 Uhr, von Nicole Gefällt 3 Lesern
        025.2.4

        Um auf 022.2.1 zu antworten:

        Ich verstehe nur Marty, Mahty, Maddin und nix weiter. Spricht nicht wirklich von Intelligenz alles durcheinander zu werfen!

        @Urs: Lässt du andere Meinungen in deinem Umfeld zu? Oder ergibt das alles keinen Sinn für dich?

      • 18. Februar 2010, 18:17 Uhr, von Nicole Gefällt einem Leser
        025.2.5

        Mein Fehler: “aber die Art und Weise”…die Antwort hab ich schon gefunden. Sorry

        http://insm-tagebuch.de/images/11.%20Mai%202006.jpg.jpg

      • 18. Februar 2010, 18:47 Uhr, von urs bürgi Gefällt einem Leser
        025.2.6

        Zu 022.2.4: Wenn Du 09, Martina, anclickst, ist es denkbar, dass es dann auch bei Dir “click” macht. Versuch’s einfach mal. Und wenn Du schon in den vergangenen Monaten, zurückgehend bis 2008, dieses Blog gelesen hättest, würdest Du, möglicherweise, diese Fragen nicht stellen.

    • 18. Februar 2010, 15:18 Uhr, von urs bürgi Gefällt 2 Lesern
      025.3

      Mi dispiace: voi dire: Maty’s Blog mi piace molto.

      Antworten
      • 18. Februar 2010, 15:40 Uhr, von urs bürgi Gefällt 3 Lesern
        025.3.1

        Volei dire: voglio dire: Maty’s Blog… oggi è favonio ;-))

      • 18. Februar 2010, 15:45 Uhr, von Nicole Gefällt 6 Lesern
        025.3.2

        Entschuldige, aber ich kann leider kein Italienisch und möchte deinen Text auch nicht in Leo einwerfen. Geht das vielleicht etwas Präziser liebe/r Urs Bürgi?

      • 18. Februar 2010, 16:32 Uhr, von Regina Gefällt einem Leser
        025.3.3

        Hier geht etwas durcheinander, mein Pkt.022.1.3 bezieht sich auf Nicole’s Bitte um mehr Präzision und um eine Sprache, die hier die allermeisten verstehen.

      • 18. Februar 2010, 16:34 Uhr, von Regina
        025.3.4

        Oje, sorry, ich meine Pkt. 022.2.2!!

    • 18. Februar 2010, 18:03 Uhr, von Anja Gefällt 7 Lesern
      025.4

      Bekommst Du hierfür wenigstens ein Honorar? 
      Deine Kommentare sind nämlich das beste Beispiel, dass Menschen sich zunehmend nur noch mit Menschen gleicher Meinung, Niveau, Fähigkeiten, etc. auseinandersetzen möchten. 
      …und genau dies führt zu Spaltungen und Abnabelungen in unserer Gemeinschaft…
      Meine Meinung!
        

      Antworten
      • 18. Februar 2010, 18:10 Uhr, von Nicole Gefällt 2 Lesern
        025.4.1

        Ich hoffe du meinst @Urs. ?

      • 18. Februar 2010, 18:31 Uhr, von Regina Gefällt 2 Lesern
        025.4.2

        Ja, das hoffe ich aber auch!

      • 18. Februar 2010, 18:58 Uhr, von Anja Gefällt 2 Lesern
        025.4.3

        Ja 022.4 bezieht sich auf @Urs!
        Bei so vielen “Antwortsverästelungen” wird’s ein wenig unübersichtlich…
        Sorry für die Verwirrung!

      • 19. Februar 2010, 0:55 Uhr, von Regina Gefällt 7 Lesern
        025.4.4

        Wenn ich mich so an Urs’ Beiträge in den vergangenen Monaten erinnere, dann wundere ich mich sehr über seinen intellektuellen (wird übrigens mit zwei ll geschrieben, Urs!!!) Anspruch an diesen Blog. Einige Beiträge waren zwar sehr gut, aber größtenteils handelte es sich doch um neckische und auch selbstdarstellerische Plänkeleien und nicht themenbezogene Plaudereien, die wohl kaum dazu animieren konnten, qualitative weiterführende Gedanken zu fassen. Naja, ich bin ja auch keine Doktorantin …..
        Von mir aus kann hier ruhig auch ein wenig subprofessoral herum gequatscht werden, wenn’s denn Spaß macht, aber dann bitte nicht mit “akademischem Niveau” kommen, wenn man sich durch einen Beitrag persönlich getroffen fühlt.
        Und noch etwas Urs: Sag’ das, was Du sagen willst, doch einfach klar heraus, Sprache ist dazu da, dass man sie versteht.

  25. 17. Februar 2010, 20:44 Uhr, von Nicole
    026
    Antworten
  26. 17. Februar 2010, 21:42 Uhr, von Anja Gefällt 9 Lesern
    027

    Die Politik kann das Nötige tun, um die Grundversorgung aller Menschen zu sichern, inklusive Aufstockungen für Leistungen, die im Einzelfall notwendig sind. Herr Westerwelle spaltet wortreich eine schon gespaltene Gesellschaft. Sonst würden seine Aussagen im Sande verlaufen.
    Ein kleines Beispiel aus der Realität. Meine Schwester arbeitet in einer Schule die Ganztagsbetreuung anbietet. Dazu gehört das Mittagsessen, das von den Eltern bezahlt wird. Die Eltern eines Kindes konnten sich dies nicht leisten, das Kind packte jeden Tag die selbstgeschmierten Brote aus, während alle anderen das Mittagessen aßen. Nur Brote bis 17.00h und ein Stempel der Gemeinschaft, das früh signalisiert “ich gehöre nicht dazu”
    Irgendwann war dies meiner Schwester zu blöd, richtete den Eltern aus, keine Brote mehr mitzugeben und das Kind isst jetzt unbürokratisch mittags mit den anderen mit. Das angelieferte Essen reicht eh für viele viele Kinder mehr.
    Mitschüler kamen daraufhin zu ihr und fragten, ob besagtes Kind das Essen denn überhaupt bezahlt hätte. Keines der anderen Kinder hat nun weniger Essen als vorher, und trotzdem stieß es auf Unmut. So etwas macht mich sprachlos…
    Und das sind die Momente, wo ich mir sicher bin, Notlügen sind erlaubt!

    Für die einen mögen das traurige Einzelfälle sozialer Ausgrenzung sein, würden wir hier ein kleines Brainstorming machen, wüssten wir, dass dies nicht so ist.
    Es sollte ein wenig mehr Menschlichkeit  in unseren Alltag einkehren, wir sollten aufeinander achten, Aufmerksamkeit und Wertschätzung schenken, das ist sogar alles kostenlos, aber eigentlich unbezahlbar.
    Und dann ist es auch egal, was ein Chefarzt verdient, ein Manager oder ich. 
      

    Antworten
  27. 18. Februar 2010, 3:14 Uhr, von Regina Gefällt 8 Lesern
    028

    “Sozial ist, was Arbeit schafft.”
    In diesem Punkt sind sich ausnahmsweise alle Parteien einig.
    Haben sie deshalb Recht?

    Gilt das auch für Firmen, die die Rohstoffe der Erde ausbeuten, um umweltbelastend lieblos irgendwelche Killefit-Gegenstände zu erzeugen, die eigentlich Keiner braucht? Die dann aufgrund von Nutzlosigkeit und/oder schlechter Qualität schnell auf dem Müll landen, um auf dieser Weise wieder die Umwelt zu verseuchen?
    Sind die Werbeleute sozial, die raffiniert mit allen Tricks Bedürfnisse generieren, Menschen dazu verleiten, für dieses Zeug ihr sauer verdientes Geld auszugeben, in dem Irrglauben, dadurch eine gewisse “Erfüllung” zu erlangen?

    Sind Call-Center sozial, die Leuten Arbeit geben,die dafür bezahlt werden, dass sie den ganzen Tag lang andere Menschen mit dem Satz “Sie haben gewonnen” verarschen? Die sich dann jeden Abend besaufen müssen, um nicht mehr zu merken, dass sie zu Arschlöchern werden mussten, um ihr Brot zu verdienen?

    Sind Pharma-Firmen sozial, die zwar hohe Gewinne einfahren, die höchsten überhaupt, die aber Medikamente, die heilen könnten, nicht auf den Markt bringen? Die Heilung verhindern, weil sie an Medikamenten, die lediglich Symptome unterdrücken (dafür andere erzeugen, die wiederum behandelt werden müssen)und lebenslänglich eingenommen werden müssen, besser verdienen? Nach dem Motto: Krankheit fördert die Wirtschaft schafft Arbeitsplätze und ist deshalb sozial?

    Ja, sie sind alle sehr sozial. Aus finanzieller Sicht. Sie führen Gewerbesteuer ab und zahlen die Arbeitgeberbeiträge in die Sozialkassen ein.
    Sie ermöglichen ehemaligen Sozialschmarotzern, zu Leistungsträgern aufzusteigen und ihr Brot mit “ehrlicher Arbeit” zu verdienen und ihrerseits auch Steuern und Sozialabgaben zu zahlen.

    Aber INHALTLICH sind sie asozial, sie beuten aus: Die Umwelt, die Komnsumenten, die Kranken und die Arbeitnehmer, die gezwungen sind, völlig sinnentleerte Tätigkeiten auszuführen, die QUALITATIV niemandem nutzen, dafür aber umso mehr schaden.

    Ist das der LEISTUNGSSTAAT, den Herr Westerwelle will? Mit lauter Leistungsträgern, die vor lauter Sinnlosigkeit und innerer Leere konsumieren, konsumieren (auch sehr sozial, bringt Mehrwertsteuer), aber innerlich nur noch vegetieren? Die zwar der der finanziellen Armut (wenn sie Glück haben) einigermaßen entronnen sind, aber in innerer Armut ertrinken?

    Sozial ist, was allem dient und nichts und niemandem schadet.
    Arbeit muss Sinn machen, sonst macht sie uns krank, den der sie ausführt und den, der sie empfängt. Dann ist es sozialer, nicht zu arbeiten!

    Antworten
  28. 18. Februar 2010, 7:45 Uhr, von Mafalda Gefällt einem Leser
    029

    Bin gestern über folgendes Zitat gestolpert und setze das einfach mal so in die Blog-Landschaft:

    “Ich bin der Herr meines Schicksals, ich bin der Kapitän meiner Seele.” (William Ernest Henley 1849-1903)

    Ich spekuliere mal: Ihm wäre vermutlich nie eingefallen, “be obedient” für sich als Haltung anzunehmen. Doch möglicherweise hätte er – ganz im Geiste seiner Zeit – seiner Partnerin/Ehefrau, seinen Kindern genau das gesagt…

    Antworten
  29. 18. Februar 2010, 14:42 Uhr, von US Gefällt einem Leser
    030

    Die Chuzpe mit der Westerwelle auftritt und es ist die augenscheinliche Skrupellosigkeit des promovierten Anwalts, mit der er absichsvoll und gezielt die Unwahrheit sagt: CDs mit den Daten krimineller Steuerhinterzieher erregen die ganze Republik. Tausendmal mehr. Bürger, die für ihre Arbeit weniger bekommen, als wenn sie ALG II bezögen, tun es nicht. Das ist reine Demagogie.
    Das spaltet die Gesellschaft und so wird die Mittelschicht gegen die untere schwache Schicht aufgehetzt.
    Fakt ist: Wer arbeitet hat immer ein höheres Einkommen als derjenige der nicht arbeitet und auf Führsorgeleistungen angewiesen ist.
    Was gebraucht wird ist ein Mindestlohn zwischen 8 und 9 Euro. Aber da streubt sich unsere jetzige Regierung wehement dagegen.
    MfG
    Einen schönen Nachmittag wünsch ich noch.

    Antworten
    • 18. Februar 2010, 14:57 Uhr, von Dörte Gefällt 2 Lesern
      030.1

      Richtig. Auch der Mindestlohn muss her. Alles andere wird sich schon regeln. Das Von-unten-nach-oben-Prinzip! ;-)

      Antworten
    • 18. Februar 2010, 15:15 Uhr, von Dörte Gefällt 2 Lesern
      030.2

      (…) Mit dem „Von-unten-nach-oben-Prinzip“ ließe sich auch von „oben“ arbeiten, wenn man denn kreativ und flexibel ist. Gute Bezahlung führt zu einem besseren Arbeitsklima. Wer sich am Arbeitsplatz wohl fühlt (Wohlfühlprinzip), ist leistungsfähiger, bringt sich stärker ein. Sich wohlfühlen fördert eine optimistische Haltung. Optimismus würde uns Deutschen gut tun.
      Das Wohlfühlprinzip und das Von-unten-nach-oben-Prinzip würden den Sozialstaat fördern. Selbst Leistungsträger nach dem herkömmlichen Verständnis sollten neue Trends erkennen und schrittweise umsetzen.

      Antworten
    • 18. Februar 2010, 15:31 Uhr, von Dörte
      030.3

      Gedanken zum Bildungssystem:
      Warum sind Privatschulen angesagt? Antwort: Weil sie versuchen, ein Wohlfühlklima zu schaffen und nicht nur Lerninhalte vermitteln wollen.
      Warum muss dringend das Schulsystem von unten nach oben – ich hoffe es nervt nicht – verbessert werden? (…)

      Antworten
    • 19. Februar 2010, 16:05 Uhr, von Walter Gefällt 2 Lesern
      030.4

      Nicht (ver) urteilen.

      Guido Westerwelle übt seine Anwaltstätigkeit auch als Vizekanzler aus. Einmal Anwalt immer Anwalt?
      Sein Plädoyer (einfaches, gerechtes und niedriges Steuersystem) ist ihm schon seit langen zur Litanei geraten. Kein Wunder, sieht er seine Klienten doch ich Lager der hart im Schweiße ihre Angesichts arbeitenden Besserverdienenden.
      Die empathisch Ausdehnung der nationalen Entrüstung auf gering Verdienende gelingt nur halb, ist es doch gerade diese Gruppe, die sich von Arbeitslosigkeit am stärksten bedroht sieht und sehr schnell das Lager wechseln kann. Geringverdienende empfinden gegenüber Arbeitslosen vermutlich mehr Solidarität als gegenüber den von der FDP auserkorenen Besserverdienenden.
      Um sich in diesen Zeiten vor Hartz IV sicher zu fühlen bedarf es mehr guter Kontakte als Chuzpe. An der Personalpolitik Dirk Niebels im BMZ ist zu erkennen, wie FDP- Netzwerke funktionieren.

      Guido Westerwelle vertritt somit weniger seine eigene Überzeugung, so er eine hat, sondern die seiner Klienten, die mit großzügigen Spenden ihrerseits den Bestand der Partei, der er vorsitzt, gewährleisten.
      Er sieht sich darüberhinaus als Gewissen der Nation, was voraussetzt, dass er auf sein eigenes verzichtet.

      Interessanter als den Anwalt Guido Westerwelle finde ich die Spannung zwischen Werten wie Respekt und Gerechtigkeit auf der einen und konkreter Abhängigkeit und Unterdrückung auf der anderen Seite. Die Liberalen träumen von dem einen und exerzieren das andere. Pikant, dass Guido Westerwelle sich als bekennender Schwuler auf den selben Geist der aufklärten Toleranz beruft, den er mit seinen Tiraden und sozialen Ausschließungsstrategien bekämpft.

      to or not to be-
      obedient Guido.

      Doch ein Urteil?

      Antworten
  30. 18. Februar 2010, 20:02 Uhr, von Dunja Nipp Gefällt 8 Lesern
    031

    Hier gehört wohl noch einiges in die Rubrik Karneval, obgleich dieser schon seit zwei Tagen vorbei sein sollte. :-))

    Antworten
  31. 18. Februar 2010, 22:20 Uhr, von PP Gefällt 3 Lesern
    032

    Hier noch ein weiterführender Link zu dem Thema, dass sich durch viele Beiträge dieses Postings zieht.

    http://www.freiheitstattvollbeschaeftigung.de/

    Ich finde die meisten Thesen treffend. Das Fazit (bedingungsloses Grundeinkommen) ist bestimmt für die Meisten eine Utopie oder eine Idee von Spinnern, ich träume sie trotzdem gern mit.

    Antworten
    • 19. Februar 2010, 0:08 Uhr, von Regina Gefällt 4 Lesern
      032.1

      Toll, dass Du das hier ansprichst!!
      Es gibt sehr viel Material zu diesem Thema “Bedingungsloses Grundeinkommen” im Netz. Der Gründer der Drogeriemarktkette, Götz Werner, hat diese Idee mitentwickelt und einiges dazu veröffentlicht, seine Bücher sogar vor wenigen Jahren kostenlos vor dem Bundestag an Politiker verteilt. Selbst der ehemalige Ministerpräsident von Thüringen, Dieter Althaus, war ein Verfechter dieser Idee (trotz CDU) und die Grünen hatten vor ein oder zwei Jahren mit knapper Mehrheit dagegen gestimmt, diese Idee in ihr Programm mit aufzunehmen- immerhin. Die CDU hat sogar einen Ausschuss gegründet, um diese Idee zu überprüfen. Es gibt sehr viele kluge Köpfe, die sich bemühen, diese Idee verständlich zu machen, es ist aber sehr schwer, weil unser -noch- sehr materiell und auf äußere Leistung ausgerichteter Zeitgeist einen solchen Gedanken nur schwer zulassen kann. Dahinter steckt ein anderes Menschenbild, als das, was wir gelernt und auch übernommen haben, welches es noch zu entdecken gilt. Das muss jeder für sich tun, denn eine Gesellschaft speist sich aus einzelnen Individuen. Das wäre eine tolle Sache für einen menschlichen und sozialen Staat,eine mögliche konstruktive Antwort auf sehr viele Probleme, die wir schon sehr lange haben. Dieses Prinzip fordert den Einzelnen ganz anders heraus, als wir es bisher gewöhnt sind, nämlich dazu, sich selbst zu erkennen und selbstverantwortlich aus eigenem Impuls zu handeln, denn niemand wird dazu gezwungen. Das gibt eine ungeheure Kraft!

      Wer sich dafür interessiert, kann ja mal einwenig googeln. Es wird hier sicherlich sehr kontrovers gesehen werden.

      Antworten
  32. 18. Februar 2010, 22:22 Uhr, von Cate Gefällt 3 Lesern
    033

    Also, ich versuche jetzt schon seit drei Tage herauszubekommen, worum sich die Diskussion hier dreht. Fehlanzeige. Verrückt!

    Antworten
    • 19. Februar 2010, 0:20 Uhr, von Regina Gefällt 4 Lesern
      033.1

      Hier geht es im Grundsatz um das Thema “soziale Gerechtigkeit”, vorrangig in der Arbeitswelt. Das Ganze in verschiedene Unterthemen aufgefächert und aus verschiedenen Blickwinkeln, so wie es auch erforderlich ist, betrachtet.

      Antworten
      • 19. Februar 2010, 0:22 Uhr, von Regina Gefällt 6 Lesern
        033.1.1

        Ach ja, und ein bischen auch um Karneval, der nun vorbei ist oder auch nicht…..

  33. 19. Februar 2010, 14:07 Uhr, von Regina Gefällt 3 Lesern
    034
    Antworten


© Miriam Meckel 2002 bis 2012