MM_Wiener
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26. März 2010, 18:32 Uhr, Geschrieben von Miriam Meckel

My digital diet

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Kurz vor Ostern darf man sich wieder einmal das Konzept des Heilfastens in Erinnerung rufen. Es ist zwar medizinisch durchaus umstritten, aber dennoch als Thema und menschliche Herausforderung so attraktiv, dass es problemlos ganze Zeitungsseiten füllt.

Die zeitgemäße Übersetzung dieses Phänomens in der Netzzeit ist die digitale Diät. Sie erlaubt es dem „Fastenden“, auf Internetübersättigung, Fast Web, Junk-Mails, Surfrausch mit Kater und anderes zu verzichten, indem über einen gewissen Zeitraum digitale Abstinenz gepflegt wird.

Auch die Heilfastenden müssen zugunsten der Stabilisierung des biologischen Kreislaufs nicht auf alles verzichten. Sie dürfen Säfte und Gemüsebrühen in geringen Mengen zu sich nehmen. Für die digitale Diät scheint Vergleichbares sinnvoll, damit man die Kommunikationskreisläufe intakt hält, die den Einzelnen mit dem sozialen Ganzen verbinden.

In diesem Sinne werde ich mich von der regelmäßigen Bespielung dieses Weblogs nun für einige Zeit verabschieden. Nicht um mich von allem abzukoppeln, sondern um mich auf das Wesentliche zu konzentrieren – die ruhige und maßvolle Aufnahme von Informationen und ihre balancierte Verarbeitung.

Die Kommentarfunktion in diesem Weblog wird für diese Zeit abgeschaltet. Womöglich steht sie irgendwann wieder zur Verfügung. Womöglich gibt es ab und an hier etwas zu lesen, das aus dieser Phase der konzentrierten Kontemplation hervorgegangen ist.

Womöglich auch nicht.

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Eine Reaktion

  1. 28. März 2010, 13:05 Uhr, von das pipifaxkonzept » Twitter Wochen Update2010-03-28 Gefällt 3 Lesern
    01

    […] digital diet – http://www.miriammeckel.de/2010/03/26/my-digital-diet/ #miriammeckel Schade eigentlich… […]


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