MM_Duerrenmatt
24. September 2012, 13:44 Uhr, Geschrieben von Miriam Meckel

Glücksbilanzdefizit

Wir müssen diese Geschichte zwei Mal beginnen lassen. Einmal liegt in ihr der Zauber eines warmen Tages, lichtdurchflutet in der frühen Morgenstunde, in der das Auto auf der I-10 Richtung Osten fährt. Die rauen Berge erheben sich in der Ferne und doch im Zentrum des Blickfelds über dem schnurgeraden Asphalt in einem Rotbraun vor hellblauem Himmel. Und eine Armee an Kakteen bildet menschliche Silhouetten, die Ableger auf beiden Seiten wie Arme ... weiterlesen...

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9. Juli 2012, 8:01 Uhr, Geschrieben von Miriam Meckel

5 Thesen zur Zukunft des Journalismus

Wie wird der Journalismus der Zukunft aussehen? Ähnlich und anders zugleich! Während die journalistischen Kernkompetenzen, Recherche und gutes Erzählen, nicht an Bedeutung verlieren, bringt das Internet doch einige journalistische "Wahrheiten" zum Einsturz: der Anspruch, Welterklärer für die Gesellschaft zu sein erodiert im Zusammenspiel mit zahlreichen anderen Informations- und Meinungsquellen im Netz, alle journalistische Arbeit ist permanenter Wandel (permanent beta), und die wichtigste Frage lautet: Wie lange brauchen wir noch Menschen, um Journalismus zu machen, und ab wann können die Algorithmen ... weiterlesen...

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13. Juni 2012, 12:44 Uhr, Geschrieben von Miriam Meckel

Vom Golem zum Googlem

Eine beachtliche Anzahl von Geschichten aus verschiedenen historischen Epochen hat ein und dasselbe Motiv: das vom Menschen geschaffene Wesen, das seinem Schöpfer schliesslich ausser Kontrolle gerät. Eine der bekanntesten Versionen ist der «Golem», das Geschöpf, das der Sage nach von Rabbi Löw und zwei Gefährten im Prag von 1580 in einer Lehmgrube nahe der Stadt am Rande der Moldau aus den vier Elementen Erde, Wasser, Feuer und Luft geschaffen wurde. ... weiterlesen...

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15. Mai 2012, 23:51 Uhr, Geschrieben von Miriam Meckel

Sich die Welt erschreiben

Als ich neulich im Keller meines Vaters nach etwas suchte, machte ich eine Entdeckung, die mich berührt hat. Auf den Stahlregalen, zwischen den Vorräten, Werkzeugen und Kartons, klemmte eine Keksdose. Und auf ihr klebte ein Etikett, das meine Mutter einst per Hand beschriftet hat. ‚Vanillekipferl’ steht darauf. Als ich dieses Wort las, kamen mir die Tränen. In den Bögen, die von einem geraden, symmetrischen V über das a, n und i in ... weiterlesen...

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27. April 2012, 10:55 Uhr, Geschrieben von Miriam Meckel

Die Lautsprecher

Wir leben in stürmischen Gefilden. In scheissstürmischen Gefilden, um es präzise zu sagen. Der Shitstorm ist die neue Ausdrucksform eines politischen Klimawandels in der öffentlichen Debatte. Was derzeit für das Internet rauf und runter beschrieben wird, gibt es nicht nur im Netz, sondern auch im politischen Raum und den gedruckten Feuilletons. Ein Beispiel: Da legt der Autor Christian Kracht seinen neuen Roman „Imperium“ vor, der vom Spiegel rezensiert wird. Unter dem absolutistischen ... weiterlesen...

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