MM_Musil
9. Oktober 2008, 13:13 Uhr, Geschrieben von Miriam Meckel

Snail Mail

Heute habe ich eine Email des wunderbaren MĂąitre meines kleinen Urlaubshotels auf Sardinien bekommen: „We received today a parcel" schreibt er mir. Ohne das PĂ€ckchen gesehen zu haben, weiß ich, worum es sich handelt: Unterlagen fĂŒr eine Jury, in der ich Mitglied bin, und die Anfang August von Deutschland aus per Post nach Sardinien geschickt wurden, damit ich sie mir im Urlaub in Ruhe ansehen kann.Daraus wurde nichts. Das PĂ€ckchen kam ... weiterlesen...

5. Oktober 2008, 12:29 Uhr, Geschrieben von Miriam Meckel

Heimleuchten

Langsamen schlurfenden Schrittes kehrt er zurĂŒck, der Kapitalismus, von der Wallstreet auf die Main Street. Einige wenige Freunde und UnterstĂŒtzer laufen mit ihm mit, kleine Fackeln in der Hand, die nur ein schwaches Licht abgeben. Der Beobachter sieht, wie manch einer versucht, das kleine Licht seiner Quelle mit dem Mantel zu verdecken. Sie möchten nicht gesehen werden dabei, wie sie dem Kapitalismus heimleuchten. Was wird er tun, wenn er auf Main Street ... weiterlesen...

2. Oktober 2008, 8:45 Uhr, Geschrieben von Miriam Meckel

Welcome to TARP-Tours

Die einfachen Tupper-Touren made in USA gehören lĂ€ngst zu den unterkomplexen und nicht mehr zeitgemĂ€ĂŸen Angeboten der gruppendynamischen Inszenierung wichtigen Gemeinwesens. Da versammeln sich potentielle KĂ€uferinnen und KĂ€ufer zuhause, besser noch im Ballroom eines herunter gewirtschafteten US-Kettenhotels zu einem Get together, das unter die Sinnfragen der alltĂ€glichen Herausforderung in Lebens- und AlltagsbewĂ€ltigung gestellt wird: „how to cook better", „dressing up for partnership in comfort" oder „supportive spouses". Irgendwann endet man ... weiterlesen...

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30. September 2008, 9:15 Uhr, Geschrieben von Miriam Meckel

Faktizität und Geltungssucht

„Walk your talk", so lautet einer der US-amerikanischen Lieblingslebensweisheiten. Rede nicht nur, sondern handle auch entsprechend. Allgemeiner gesprochen: Zwischen Sein und Schein, zwischen FaktizitĂ€t und Geltung braucht es eine Verbindung, sonst geht etwas schief. Welche Schieflage die gebrochene Verbindung von Sein und Schein hervorbringen kann, lĂ€sst sich derzeit erschreckend klar an den FinanzmĂ€rkten beobachten. Der ĂŒbliche „Talk" an der Wallstreet und den FinanzplĂ€tzen in London oder auch ZĂŒrich erstirbt. Da ist nicht ... weiterlesen...

26. September 2008, 15:06 Uhr, Geschrieben von Miriam Meckel

Ninja Kapitalismus

In Japan bezeichnet „Ninja" unter anderem eine Filmgattung: Ehrlose Helden kĂ€mpfen gegeneinander und um das Böse in der Welt. Das Waffenarsenal, das dabei zum Einsatz kommt, ist gewaltig. Und irgendwie ĂŒberleben diese Negativhelden meist den Kampf, auch wenn zwischenzeitlich alles zu Bruch geht.In den USA bezeichnet „Ninja" eine Kreditgattung. Helden des amerikanischen Traums kĂ€mpfen dabei ohne jede Waffe fĂŒr seine Verwirklichung: das Eigenheim, koste es, was es wolle. Es kostet. Aber die Bedienung der ... weiterlesen...

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