MM_Thomas
23. Februar 2008, 9:31 Uhr, Geschrieben von Miriam Meckel

Ich bin mein Medienwandel

Seit einigen Jahren beobachte ich mich selbst beim Schreiben. Nicht was ich schreibe, sondern wie. Und seit Jahren verändert sich etwas. Schon in dem Augenblick, in dem ich den Stift aufs Papier aufsetze, merke ich: Ich beginne etwas, das Kraft erfordert, einen kleinen Kampf gegen die Reibungswiderstände, die der Stift auf dem Papier erzeugt, einen kleinen Kampf gegen die sofortige Neigung, in Nachlässigkeit zu verfallen. Immer schlechter ist meine Handschrift in den vergangenen fünf bis sieben Jahren geworden. Immer unwilliger führt meine Hand ... weiterlesen...

11. Februar 2008, 17:10 Uhr, Geschrieben von Miriam Meckel

Ein virtueller Held?

'Was uns nicht umbringt, macht uns hart' - nach diesem Motto müssen Management und Mitarbeiter der Société Générale zynisch den Milliardenschaden betrachten, den Jérome Kerviel der Bank mit seinen Termingeschäften zugefügt hat. 'Wer nicht hart ist, wird umgebracht', so sieht die französische Öffentlichkeit den großkalibrigen Spekulanten und Händler. Offenbar haben die Franzosen eine eigenwillige Vorstellung vom Finanzmarkt. Kerviel ist nicht Täter und Betrüger, sondern Opfer einer undurchsichtigen Finanzindustrie, überrollt vom System, dem er doch Gutes tun wollte. Im Web geht die Heldenverehrung noch ... weiterlesen...

6. Februar 2008, 14:59 Uhr, Geschrieben von Miriam Meckel

attach me!

Gelegentlich frage ich mich nach der Landung, unterwegs auf einem der immer gleich aussehenden Laufbänder der Flughäfen: Wo bin ich gerade? In München, Frankfurt, Peking oder Washington? Der erfahrene Geschäftsreisende klärt sich dann auf durch einen Blick aufs Handy: Der Name des lokalen Netzes, in das sich das Telefon eingebucht hat, verrät wo man sich gerade befindet. Notfalls lässt sich auch schnell eine Mail an die Sekretärin zuhause schicken: „Frau Meier, wo bin ich ... weiterlesen...

12. Januar 2008, 17:53 Uhr, Geschrieben von Miriam Meckel

Vergiss mich, bitte!

Bei einer Recherche zur politischen Entwicklung Hillary Clintons stelle ich fest: meine Güte, die Frau hat längst vier oder fünf Leben geführt, soviel hat sie gemacht, so viele Informationen finde ich über sie im Netz (und darüber hinaus). Sind wir heute fünffach aktiver, machen wir mehr, haben wir komplexere Persönlichkeitsprofile als früher und ein letztlich überfülltes Leben? Oder wissen wir nur heute einfach alles über jeden, weil jede Information im Netz erhalten bleibt? Wenn ich über eine Person, ein Problem, eine Frage ... weiterlesen...

30. Dezember 2007, 18:57 Uhr, Geschrieben von Miriam Meckel

Wenn ich mir was wünschen dürfte

Wenn ich mich an das zu Ende gehende Jahr erinnere, stelle ich fest: Irgendwie war das ein komisches Jahr. Ich versuche, die wichtigen Themen und Diskurse wieder aufzurufen und Revue passieren zu lassen, die das Jahr 2007 bestimmt haben, aber so richtig viel kommt da nicht. Stattdessen ziehen die Themen an meinem inneren Auge vorbei, die in diesem Jahr in eine Dauerzeitschleife geraten zu sein scheinen: Wirtschaftsaufschwung, soziale Gerechtigkeit, Hartz IV, die Disharmonien der Koalition, Klimawandel, Terrorgefahr, innere Sicherheit - ... weiterlesen...

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